<article id="web_test_006" url="http://phantanews.de/wp/aartikel/die-sueddeutsche-zeitung-und-die-typografie-im-ebook/" />
Da
liest
man
beispielsweise
:

Doch
ein
E-Book
kann
das
Lesevergnügen
rasch
zunichte
machen
,
schon
wenn
man
die
Schrift
etwas
vergrößert
.
Plötzlich
finden
sich
Löcher
im
Text
,
Zeilen
und
Überschriften
verrutschen
,
Umbruch
und
Silbentrennung
lassen
die
Haare
des
Lesers
zu
Berge
stehen
.

Ja
,
kann
alles
passieren
.
Dieses
Zitat
zeigt
allerdings
schon
das
grundsätzliche
Problem
des
Artikels
.
Da
wird
sehr
lange
nur
vom
»
eBook
«
gesprochen
und
man
differenziert
nicht
zwischen
eBooks
und
eReadern
,
sondern
macht
allle
Probleme
nur
am
»
eBook
«
und
dessen
»
Produzenten
«
fest
.
Das
ist
natürlich
Mumpitz
,
denn
die
angesprochenen
typografischen
Probleme
haben
zahllose
Gründe
,
die
zum
Teil
bei
den
eigentlichen
Dateien
(
also
den
eBooks
)
und
zum
Teil
bei
den
Lesegeräten
zu
suchen
sind
.
Der
Artikel
erweckt
jedoch
den
Eindruck
,
als
sei
ausschließlich
»
das
eBook
«
schuld
–
und
das
ist
falsch
.
Erst
spät
im
Artikel
geht
man
dann
doch
plötzlich
davon
wieder
ab
und
erkennt
,
dass
die
Probleme
auf
drei
Ebenen
stattfinden
.
Dazu
weiter
unten
mehr
.

Beim
Satz

Und
wenn
man
Pech
hat
,
lädt
jede
Seite
des
E-Books
beim
Umblättern
so
lange
,
bis
man
den
Reader
entnervt
zur
Seite
legt
.

muss
zumindest
ich
mich
fragen
,
welche
fossilen
Geräte
der
Autor
benutzt
hat
,
denn
die
Verzögerungen
beim
Umblättern
gehören
längst
zur
Vergangenheit
und
angeblich
kann
sogar
der
Tolino
Shine
dank
Firmwareupdates
inzwischen
halbwegs
schnell
blättern
(
habe
ich
mir
sagen
lassen
)
.
Der
Großteil
aktueller
eReader
blättert
schneller
als
man
eine
Buchseite
umlegen
kann
.
Vielleicht
sollte
der
Autor
ein
aktuelles
Gerät
erwerben
,
statt
unreflektiert
mal
eben
grundsätzlich
eReader
und
die
eBooks
schlecht
zu
machen
(
oder
die
Aussagen
Dritter
einfach
mal
zu
glauben
)
.

Ja
,
es
kann
vorkommen
,
dass
es
Hurenkinder
und
Schusterjungen
gibt
,
weil
die
Schriftgröße
eben
variabel
ist
.
Das
ist
zum
einen
ein
technisches
Problem
,
das
mittels
aktualisierter
Readerfirmwares
gelöst
werden
kann
.
Vielleicht
sollte
der
Autor
zusätzlich
mal
mit
Kurzsichtigen
sprechen
,
ob
die
einen
Schusterjungen
wirklich
für
störend
halten
,
wenn
sie
dafür
das
Buch
ohne
Augenanstrengung
lesen
können
.
It´s
not
a
bug
,
it´s
a
feature
.

Silbentrennung
?
Ja
,
gibt
es
manchmal
,
manchmal
auch
nicht
.
Der
Grund
hierfür
ist
einfach
:
bei
vielen
eReadern
ist
die
CPU
,
also
der
Prozessor
,
schlicht
nicht
stark
genug
,
um
bei
einem
fließenden
Layout
(
wir
erinnern
uns
:
die
Schriftgröße
ist
dem
eigenen
Geschmack
oder
körperlichen
Einschränkungen
anpassbar
)
via
Software
eine
korrekte
Silbentrennung
durchzuführen
.
Das
ist
der
Grund
,
warum
Lesesoftware
auf
Tablets
oft
dazu
in
der
Lage
ist
,
man
bei
eReadern
jedoch
darauf
verzichten
muss
.
Man
kann
davon
ausgehen
,
dass
ein
paar
der
aktuellen
dedizierten
Lesegeräte
das
durch
Firmwareupdates
noch
beigebracht
bekommen
.

Immer
wieder
wird
Benjamin
Göck
aus
einem
Artikel
auf
buchreport.de
zitiert
:

Auch
schöne
Initialen
und
Ligaturen
sind
nicht
möglich
.

Fraktur
eBook
Das
ist
natürlich
völliger
Unsinn
.
»
Schöne
Initialen
«
sind
selbstverständlich
möglich
.
Ebenso
wie
Ligaturen
.
Wer
letzteres
nicht
glaubt
,
sollte
mal
einen
Blick
auf
das
Projekt
von
Ralf
Gawlista
werfen
,
der
sogar
Fraktur
auf
eReadern
darstellen
kann
,
inklusive
korrekter
Ligaturen
.
Wie
oft
das
»
Æ
«
in
den
von
mir
verlegten
Steampunk-Anthologien
ÆTHERGARN
und
GESCHICHTEN
AUS
DEM
ÆTHER
vorkommt
,
möchte
ich
lieber
nicht
zählen
.
Die
Aussage
,
dass
Ligaturen
nicht
möglich
sind
,
ist
schlicht
mangelnde
Kenntnis
und
falsch
.

Aktuell
gibt
es
zwei
Standards
,
die
im
Gegensatz
zur
PDF-Version
einen
dynamischen
Umbruch
,
also
einen
»
lebenden
«
Text
ermöglichen
:
Epub
und
Amazon
KF8
