Schriften
zur
Kunst
von
deutscher
Baukunst
.
D.
M.
Ervini
a
Steinbach
.
(
1772
)
als
ich
auf
deinem
Grabe
herumwandelte
,
edler
Erwin
,
und
den
Stein
suchte
,
der
mir
deuten
sollte
:
anno
domini
1318
.
XVI
.
Kal.
Febr.
obiit
Magister
Ervinus
,
Gubernator
Fabricae
Ecclesiae
Argentinensis
,
und
ich
ihn
nicht
finden
,
keiner
deiner
Landsleute
mir
ihn
zeigen
konnte
,
daÃ

Â

sich
meine
Verehrung
deiner
an
der
heiligen
StÃ

Â
¤
tte
ergossen
hÃ

Â
¤
tte
,
da
ward
ich
tief
in
die
Seele
betrÃ

Â
¼
bt
,
und
mein
Herz
,
jÃ

Â
¼
nger
,
wÃ

Â
¤
rmer
,
tÃ

Â
¶
riger
und
besser
als
jetzt
,
gelobte
dir
ein
Denkmal
,
wenn
ich
zum
ruhigen
GenuÃ

Â

meiner
BesitztÃ

Â
¼
mer
gelangen
wÃ

Â
¼
rde
,
von
Marmor
oder
Sandsteinen
,
wie
ich's
vermÃ

Â
¶
chte
.
was
braucht's
dir
Denkmal
!
du
hast
dir
das
herrlichste
errichtet
;
und
kÃ

Â
¼
mmert
die
Ameisen
,
die
drum
krabbeln
,
dein
Name
nichts
,
hast
du
gleiches
Schicksal
mit
dem
Baumeister
,
der
Berge
auftÃ

Â
¼
rmte
in
die
Wolken
.
wenigen
ward
es
gegeben
,
einen
Babelgedanken
in
der
Seele
zu
zeugen
,
ganz
,
groÃ

Â

,
und
bis
in
den
kleinsten
Teil
notwendig
schÃ

Â
¶
n
,
wie
BÃ

Â
¤
ume
Gottes
;
wenigern
,
auf
tausend
bietende
HÃ

Â
¤
nde
zu
treffen
,
Felsengrund
zu
graben
,
steile
HÃ

Â
¶
hen
drauf
zu
zaubern
,
und
dann
sterbend
ihren
SÃ

Â
¶
hnen
zu
sagen
:
ich
bleibe
bei
euch
,
in
den
Werken
meines
Geistes
,
vollendet
das
Begonnene
in
die
Wolken
.
was
braucht's
dir
Denkmal
!
und
von
mir
!
wenn
der
PÃ

Â
¶
bel
heilige
Namen
ausspricht
,
ist's
Aberglaube
oder
LÃ

Â
¤
sterung
.
dem
schwachen
GeschmÃ

Â
¤
ckler
wird's
ewig
schwindeln
an
deinem
KoloÃ

Â

,
und
ganze
Seelen
werden
dich
erkennen
ohne
Deuter
.
also
nur
,
trefflicher
Mann
,
eh
'
ich
mein
geflicktes
Schiffchen
wieder
auf
den
Ozean
wage
,
wahrscheinlicher
dem
Tod
als
dem
Gewinst
entgegen
,
siehe
hier
in
diesem
Hain
,
wo
ringsum
die
Namen
meiner
Geliebten
grÃ

Â
¼
nen
,
schneid
'
ich
den
deinigen
in
eine
deinem
Turm
gleich
schlank
aufsteigende
Buche
,
hÃ

Â
¤
nge
an
seinen
vier
Zipfeln
dies
Schnupftuch
mit
Gaben
dabei
auf
.
nicht
ungleich
jenem
Tuche
,
das
dem
heiligen
Apostel
aus
den
Wolken
herabgelassen
ward
,
voll
reiner
und
unreiner
Tiere
,
so
auch
voll
Blumen
,
BlÃ

Â
¼
ten
,
BlÃ

Â
¤
tter
,
auch
wohl
dÃ

Â
¼
rres
Gras
und
Moos
und
Ã

Â
¼
ber
Nacht
geschoÃ

Â

ne
SchwÃ

Â
¤
mme
,
das
alles
ich
auf
dem
Spaziergang
durch
unbedeutende
Gegenden
,
kalt
zu
meinem
Zeitvertreib
botanisierend
,
eingesammelt
,
dir
nun
zu
Ehren
der
Verwesung
weihe
.
es
ist
im
kleinen
Geschmack
,
sagt
der
Italiener
,
und
geht
vorbei
.
Kindereien
!
lallt
der
Franzose
nach
,
und
schnellt
triumphierend
auf
seine
Dose
a
la
Grecque
.
was
habt
ihr
getan
,
daÃ

Â

ihr
verachten
dÃ

Â
¼
rft
?
hat
nicht
der
seinem
Grab
entsteigende
Genius
der
Alten
den
deinen
gefesselt
,
Welscher
!
krochst
an
den
mÃ

Â
¤
chtigen
Resten
,
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
zu
betteln
,
flicktest
aus
den
heiligen
TrÃ

Â
¼
mmern
dir
LusthÃ

Â
¤
user
zusammen
und
hÃ

Â
¤
ltst
dich
fÃ

Â
¼
r
Verwahrer
der
Kunstgeheimnisse
,
weil
du
auf
Zoll
und
Linien
von
RiesengebÃ

Â
¤
uden
Rechenschaft
geben
kannst
.
hÃ

Â
¤
ttest
du
mehr
gefÃ

Â
¼
hlt
als
gemessen
,
wÃ

Â
¤
re
der
Geist
der
Massen
Ã

Â
¼
ber
dich
gekommen
,
die
du
anstauntest
,
du
hÃ

Â
¤
ttest
nicht
so
nur
nachgeahmt
,
weil
sie's
taten
und
es
schÃ

Â
¶
n
ist
;
notwendig
und
wahr
hÃ

Â
¤
ttest
du
deine
Plane
geschaffen
,
und
lebendige
SchÃ

Â
¶
nheit
wÃ

Â
¤
re
bildend
aus
ihnen
gequollen
.
so
hast
du
deinen
BedÃ

Â
¼
rfnissen
einen
Schein
von
Wahrheit
und
SchÃ

Â
¶
nheit
aufgetÃ

Â
¼
ncht
.
die
herrliche
Wirkung
der
SÃ

Â
¤
ulen
traf
dich
,
du
wolltest
auch
ihrer
brauchen
und
mauertest
sie
ein
,
wolltest
auch
SÃ

Â
¤
ulenreihen
haben
und
umzirkeltest
den
Vorhof
der
Peterskirche
mit
MarmorgÃ

Â
¤
ngen
,
die
nirgends
hin
noch
her
fÃ

Â
¼
hren
,
daÃ

Â

Mutter
Natur
,
die
das
UngehÃ

Â
¶
rige
und
UnnÃ

Â
¶
tige
verachtet
und
haÃ

Â

t
,
deinen
PÃ

Â
¶
bel
trieb
,
ihre
Herrlichkeit
zu
Ã

Â
¶
ffentlichen
Kloaken
zu
prosituieren
,
daÃ

Â

ihr
die
Augen
wegwendet
und
die
Nasen
zuhaltet
vorm
Wunder
der
Welt
.
das
geht
nun
so
alles
seinen
Gang
,
die
Grille
des
KÃ

Â
¼
nstlers
dient
dem
Eigensinne
des
Reichen
,
der
Reisebeschreiber
gafft
,
und
unsre
schÃ

Â
¶
ne
Geister
,
genannt
Philosophen
,
erdrechseln
aus
protoplastischen
MÃ

Â
¤
rchen
Prinzipien
und
Geschichte
der
KÃ

Â
¼
nste
bis
auf
den
heutigen
Tag
,
und
echte
Menschen
ermordet
der
bÃ

Â
¶
se
Genius
im
Vorhof
der
Geheimnisse
.
schÃ

Â
¤
dlicher
als
Beispiele
sind
dem
Genius
Prinzipien
.
vor
ihm
mÃ

Â
¶
gen
einzelne
Menschen
einzelne
Teile
bearbeitet
haben
.
er
ist
der
erste
,
aus
dessen
Seele
die
Teile
,
in
ein
ewiges
Ganze
zusammengewachsen
,
hervortreten
.
aber
Schule
und
Prinzipium
fesselt
alle
Kraft
der
Erkenntnis
und
TÃ

Â
¤
tigkeit
.
was
soll
uns
das
,
du
neufranzÃ

Â
¶
sischer
philosophierender
Kenner
,
daÃ

Â

der
erste
zum
BedÃ

Â
¼
rfnis
erfindsame
(
sic
!
)
Mensch
vier
StÃ

Â
¤
mme
einrammelte
,
vier
Stangen
drÃ

Â
¼
ber
verband
,
und
Ã

Â

ste
und
Moos
drauf
deckte
?
daraus
drÃ

Â
¼
ber
scheidest
du
das
GehÃ

Â
¶
rige
unsrer
heurigen
BedÃ

Â
¼
rfnisse
,
eben
als
wenn
du
dein
neues
Babylon
mit
einfÃ

Â
¤
ltigem
patriarchalischem
Hausvatersinn
regieren
wolltest
.
und
es
ist
noch
dazu
falsch
,
daÃ

Â

deine
HÃ

Â
¼
tte
die
erstgeborne
der
Welt
ist
.
zwei
an
ihrem
Gipfel
sich
kreuzende
Stangen
vornen
,
zwei
hinten
und
eine
Stange
quer
Ã

Â
¼
ber
zum
First
ist
und
bleibt
,
wie
du
alltÃ

Â
¤
glich
an
HÃ

Â
¼
tern
der
Felder
und
Weinberge
erkennen
kannst
,
eine
weit
primÃ

Â
¤
vere
Erfindung
,
von
der
du
doch
nicht
einmal
Prinzipium
fÃ

Â
¼
r
deine
ScheinestÃ

Â
¤
lle
abstrahieren
kÃ

Â
¶
nntest
.
so
vermag
keiner
deiner
SchlÃ

Â
¼
sse
sich
zur
Region
der
Wahrheit
zu
erheben
,
sie
schweben
alle
in
der
AtmosphÃ

Â
¤
re
deines
Systems
.
du
willst
uns
lehren
,
was
wir
brauchen
sollen
,
weil
das
,
was
wir
brauchen
,
sich
nach
deinen
GrundsÃ

Â
¤
tzen
nicht
rechtfertigen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
die
SÃ

Â
¤
ule
liegt
dir
sehr
am
Herzen
,
und
in
andrer
Weltgegend
wÃ

Â
¤
rst
du
Prophet
.
du
sagst
:
die
SÃ

Â
¤
ule
ist
der
erste
,
wesentliche
Bestandteil
des
GebÃ

Â
¤
udes
,
und
der
schÃ

Â
¶
nste
.
welche
erhabene
Eleganz
der
Form
,
welche
reine
mannigfaltige
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
,
wenn
sie
in
Reihen
da
stehn
!
nur
hÃ

Â
¼
tet
euch
,
sie
ungehÃ

Â
¶
rig
zu
brauchen
;
ihre
Natur
ist
,
frei
zu
stehn
.
wehe
den
Elenden
,
die
ihren
schlanken
Wuchs
an
plumpe
Mauern
geschmiedet
haben
!
und
doch
,
dÃ

Â
¼
nkt
mich
,
lieber
Abt
,
hÃ

Â
¤
tte
die
Ã

Â
¶
ftere
Wiederholung
dieser
Unschicklichkeit
des
SÃ

Â
¤
uleneinmauerns
,
daÃ

Â

die
Neuern
sogar
antiker
Tempel
Interkolumnia
mit
Mauerwerk
ausstopften
,
dir
einiges
Nachdenken
erregen
kÃ

Â
¶
nnen
.
wÃ

Â
¤
re
dein
Ohr
nicht
fÃ

Â
¼
r
Wahrheit
taub
,
diese
Steine
wÃ

Â
¼
rden
sie
dir
gepredigt
haben
.
SÃ

Â
¤
ule
ist
mit
nichten
ein
Bestandteil
unsrer
Wohnungen
;
sie
widerspricht
vielmehr
dem
Wesen
all
unsrer
GebÃ

Â
¤
ude
.
unsre
HÃ

Â
¤
user
entstehen
nicht
aus
vier
SÃ

Â
¤
ule
in
vier
Ecken
;
sie
entstehen
aus
vier
Mauern
auf
vier
Seiten
,
die
statt
aller
SÃ

Â
¤
ulen
sind
,
alle
SÃ

Â
¤
ulen
ausschlieÃ

Â

en
,
und
wo
ihr
sie
anflickt
,
sind
sie
belastender
Ã

Â

berfluÃ

Â

.
eben
das
gilt
von
unsern
PalÃ

Â
¤
sten
und
Kirchen
.
wenige
FÃ

Â
¤
lle
ausgenommen
,
auf
die
ich
nicht
zu
achten
brauche
.
eure
GebÃ

Â
¤
ude
stellen
euch
also
FlÃ

Â
¤
chen
dar
,
die
,
je
weiter
sie
sich
ausbreiten
,
je
kÃ

Â
¼
hner
sie
gen
Himmel
steigen
,
mit
desto
unertrÃ

Â
¤
glicherer
EinfÃ

Â
¶
rmigkeit
die
Seele
unterdrÃ

Â
¼
cken
mÃ

Â
¼
ssen
!
wohl
!
wenn
uns
der
Genius
nicht
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kÃ

Â
¤
me
,
der
Erwinen
von
Steinbach
eingab
:
vermannigfaltige
die
ungeheure
Mauer
,
die
du
gen
Himmel
fÃ

Â
¼
hren
sollst
,
daÃ

Â

sie
aufsteige
gleich
einem
hocherhabnen
,
weitverbreiteten
Baume
Gottes
,
der
mit
tausend
Ã

Â

sten
,
Millionen
Zweigen
und
BlÃ

Â
¤
ttern
wie
der
Sand
am
Meer
ringsum
der
Gegend
verkÃ

Â
¼
ndet
die
Herrlichkeit
des
Herrn
,
seines
Meisters
.
als
ich
das
erstemal
nach
dem
MÃ

Â
¼
nster
ging
,
hatt
'
ich
den
Kopf
voll
allgemeiner
Erkenntnis
guten
Geschmacks
.
auf
HÃ

Â
¶
rensagen
ehrt
'
ich
die
Harmonie
der
Massen
,
die
Reinheit
der
Formen
,
war
ein
abgesagter
Feind
der
verworrnen
WillkÃ

Â
¼
rlichkeiten
gotischer
Verzierungen
.
unter
die
Rubrik
Gotisch
,
gleich
dem
Artikel
eines
WÃ

Â
¶
rterbuchs
,
hÃ

Â
¤
ufte
ich
alle
synonymische
MiÃ

Â

verstÃ

Â
¤
ndnisse
,
die
mir
von
Unbestimmtem
,
Ungeordnetem
,
UnnatÃ

Â
¼
rlichem
,
Zusammengestoppeltem
,
Aufgeflicktem
,
Ã

Â

berladenem
jemals
durch
den
Kopf
gezogen
waren
.
nicht
gescheiter
als
ein
Volk
,
das
die
ganze
fremde
Welt
barbarisch
nennt
,
hieÃ

Â

alles
Gotisch
,
was
nicht
in
mein
System
paÃ

Â

te
,
von
dem
gedrechselten
bunten
Puppen-
und
Bilderwerk
an
,
womit
unsre
bÃ

Â
¼
rgerliche
Edelleute
ihre
HÃ

Â
¤
user
schmÃ

Â
¼
cken
,
bis
zu
den
ernsten
Resten
der
Ã

Â
¤
lteren
deutschen
Baukunst
,
Ã

Â
¼
ber
die
ich
,
auf
AnlaÃ

Â

einiger
abenteuerlichen
SchnÃ

Â
¶
rkel
,
in
den
allgemeinen
Gesang
stimmte
:
"
ganz
von
Zierat
erdrÃ

Â
¼
ckt
!
"
,
und
so
graute
mir's
im
Gehen
vorm
Anblick
eines
miÃ

Â

geformten
krausborstigen
Ungeheuers
.
mit
welcher
unerwarteten
Empfindung
Ã

Â
¼
berraschte
mich
der
Anblick
,
als
ich
davor
trat
!
ein
ganzer
,
groÃ

Â

er
Eindruck
fÃ

Â
¼
llte
meine
Seele
,
den
,
weil
er
aus
tausend
harmonierenden
Einzelheiten
bestand
,
ich
wohl
schmecken
und
genieÃ

Â

en
,
keineswegs
aber
erkennen
und
erklÃ

Â
¤
ren
konnte
.
sie
sagen
,
daÃ

Â

es
also
mit
den
Freuden
des
Himmels
sei
,
und
wie
oft
bin
ich
zurÃ

Â
¼
ckgekehrt
,
diese
himmlisch-irdische
Freude
zu
genieÃ

Â

en
,
den
Riesengeist
unsrer
Ã

Â
¤
ltern
BrÃ

Â
¼
der
in
ihren
Werken
zu
umfassen
.
wie
oft
bin
ich
zurÃ

Â
¼
ckgekehrt
,
von
allen
Seiten
,
aus
allen
Entfernungen
,
in
jedem
Lichte
des
Tags
zu
schauen
seine
WÃ

Â
¼
rde
und
Herrlichkeit
!
schwer
ist's
dem
Menschengeist
,
wenn
seines
Bruders
Werk
so
hoch
erhaben
ist
,
daÃ

Â

er
nur
beugen
und
anbeten
muÃ

Â

.
wie
oft
hat
die
AbenddÃ

Â
¤
mmerung
mein
durch
forschendes
Schauen
ermattetes
Aug
'
mit
freundlicher
Ruhe
geletzt
,
wenn
durch
sie
die
unzÃ

Â
¤
hligen
Teile
zu
ganzen
Massen
schmolzen
,
und
nun
diese
,
einfach
und
groÃ

Â

,
vor
meiner
Seele
standen
und
meine
Kraft
sich
wonnevoll
entfaltete
,
zugleich
zu
genieÃ

Â

en
und
zu
erkennen
!
da
offenbarte
sich
mir
,
in
leisen
Ahndungen
,
der
Genius
des
groÃ

Â

en
Werkmeisters
.
was
staunst
du
?
lispelt
'
er
mir
entgegen
.
alle
diese
Massen
waren
notwendig
,
und
siehst
du
sie
nicht
an
allen
Ã

Â
¤
lteren
Kirchen
meiner
Stadt
?
nur
ihre
willkÃ

Â
¼
rliche
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

en
hab
'
ich
zum
stimmenden
VerhÃ

Â
¤
ltnis
erhoben
.
wie
Ã

Â
¼
ber
dem
Haupteingang
,
der
zwei
kleinere
zun
Seiten
beherrscht
,
sich
der
weite
Kreis
des
Fensters
Ã

Â
¶
ffnet
,
der
dem
Schiffe
der
Kirche
antwortet
und
sonst
nur
Tageloch
war
,
wie
hoch
drÃ

Â
¼
ber
der
Glockenplatz
die
kleineren
Fenster
forderte
!
das
all
war
notwendig
,
und
ich
bildete
es
schÃ

Â
¶
n.
aber
ach
,
wenn
ich
durch
die
dÃ

Â
¼
stern
,
erhabnen
Ã

Â

ffnungen
hier
zur
Seite
schwebe
,
die
leer
und
vergebens
da
zu
stehn
scheinen
.
in
ihre
kÃ

Â
¼
hne
schlanke
Gestalt
hab
'
ich
die
geheimnisvollen
KrÃ

Â
¤
fte
verborgen
,
die
jene
beiden
TÃ

Â
¼
rme
hoch
in
die
Luft
heben
sollten
,
deren
,
ach
,
nur
einer
traurig
da
steht
,
ohne
den
fÃ

Â
¼
nfgetÃ

Â
¼
rmten
Hauptschmuck
,
den
ich
ihm
bestimmte
,
daÃ

Â

ihm
und
seinem
kÃ

Â
¶
niglichen
Bruder
die
Provinzen
umher
huldigten
.
und
so
schied
er
von
mir
,
und
ich
versank
in
teilnehmende
Traurigkeit
.
bis
die
VÃ

Â
¶
gel
des
Morgens
,
die
in
seinen
tausend
Ã

Â

ffnungen
wohnen
,
der
Sonne
entgegenjauchzten
und
mich
aus
dem
Schlummer
weckten
.
wie
frisch
leuchtet
'
er
im
Morgenduftglanz
mir
entgegen
,
wie
froh
konnt
'
ich
ihm
meine
Arme
entgegenstrecken
,
schauen
die
groÃ

Â

en
harmonischen
Massen
,
zu
unzÃ

Â
¤
hlig
kleinen
Teilen
belebt
,
wie
in
Werken
der
ewigen
Natur
,
bis
aufs
geringste
ZÃ

Â
¤
serchen
,
alles
Gestalt
,
und
alles
zweckend
zum
Ganzen
;
wie
das
festgegrÃ

Â
¼
ndete
,
ungeheure
GebÃ

Â
¤
ude
sich
leicht
in
die
Luft
hebt
,
wie
durchbrochen
alles
und
doch
fÃ

Â
¼
r
die
Ewigkeit
.
deinem
Unterricht
dank
'
ich's
,
Genius
,
daÃ

Â

mir's
nicht
mehr
schwindelt
an
deinen
Tiefen
,
daÃ

Â

in
meine
Seele
ein
Tropfen
sich
senkt
der
Wonneruh
des
Geistes
,
der
auf
solch
eine
SchÃ

Â
¶
pfung
herabschauen
und
gottgleich
sprechen
kann
:
es
ist
gut
!
und
nun
soll
ich
nicht
ergrimmen
,
heiliger
Erwin
,
wenn
der
deutsche
Kunstgelehrte
,
auf
HÃ

Â
¶
rensagen
neidischer
Nachbarn
,
seinen
Vorzug
verkennt
,
dein
Werk
mit
dem
unverstandnen
Worte
Gotisch
verkleinert
.
da
er
Gott
danken
sollte
,
laut
verkÃ

Â
¼
ndigen
zu
kÃ

Â
¶
nnen
:
das
ist
deutsche
Baukunst
,
unsre
Baukunst
,
da
der
Italiener
sich
keiner
eignen
rÃ

Â
¼
hmen
darf
,
viel
weniger
der
Franzos
.
und
wenn
du
dir
selbst
diesen
Vorzug
nicht
zugestehen
willst
,
so
erweis
uns
,
daÃ

Â

die
Goten
schon
wirklich
so
gebaut
haben
,
wo
sich
einige
Schwierigkeiten
finden
werden
.
und
,
ganz
am
Ende
,
wenn
du
nicht
dartust
,
ein
Homer
sei
schon
vor
dem
Homer
gewesen
,
so
lassen
wir
dir
gerne
die
Geschichte
kleiner
gelungner
und
miÃ

Â

lungner
Versuche
,
und
treten
anbetend
vor
das
Werk
des
Meisters
,
der
zuerst
die
zerstreuten
Elemente
in
ein
lebendiges
Ganze
zusammenschuf
.
und
du
,
mein
lieber
Bruder
im
Geiste
des
Forschens
nach
Wahrheit
und
SchÃ

Â
¶
nheit
,
verschlieÃ

Â

dein
Ohr
vor
allem
Wortgeprahle
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
,
komm
,
genieÃ

Â

e
und
schaue
.
hÃ

Â
¼
te
dich
,
den
Namen
deines
edelsten
KÃ

Â
¼
nstlers
zu
entheiligen
,
und
eile
herbei
,
daÃ

Â

du
schauest
sein
treffliches
Werk
!
macht
es
dir
einen
widrigen
Eindruck
,
oder
keinen
,
so
gehab
dich
wohl
,
laÃ

Â

einspannen
,
und
so
weiter
nach
Paris
.
aber
zu
dir
,
teurer
JÃ

Â
¼
ngling
,
gesell
'
ich
mich
,
der
du
bewegt
dastehst
und
die
WidersprÃ

Â
¼
che
nicht
vereinigen
kannst
,
die
sich
in
deiner
Seele
kreuzen
,
bald
die
unwiderstehliche
Macht
des
groÃ

Â

en
Ganzen
fÃ

Â
¼
hlst
,
bald
mich
einen
TrÃ

Â
¤
umer
schiltst
,
daÃ

Â

ich
da
SchÃ

Â
¶
nheit
sehe
,
wo
du
nur
StÃ

Â
¤
rke
und
Rauheit
siehst
.
laÃ

Â

einen
MiÃ

Â

verstand
uns
nicht
trennen
,
laÃ

Â

die
weiche
Lehre
neuerer
SchÃ

Â
¶
nheitelei
dich
fÃ

Â
¼
r
das
bedeutende
Rauhe
nicht
verzÃ

Â
¤
rteln
,
daÃ

Â

nicht
zuletzt
deine
krÃ

Â
¤
nkelnde
Empfindung
nur
eine
unbedeutende
GlÃ

Â
¤
tte
ertragen
kÃ

Â
¶
nne
.
sie
wollen
euch
glauben
machen
,
die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
seien
entstanden
aus
dem
Hang
,
den
wir
haben
sollen
,
die
Dinge
rings
um
uns
zu
verschÃ

Â
¶
nern
.
das
ist
nicht
wahr
!
denn
in
dem
Sinne
,
darin
es
wahr
sein
kÃ

Â
¶
nnte
,
braucht
wohl
der
BÃ

Â
¼
rger
und
Handwerker
die
Worte
,
kein
Philosoph
.
die
Kunst
ist
lange
bildend
,
eh
'
sie
schÃ

Â
¶
n
ist
,
und
doch
so
wahre
,
groÃ

Â

e
Kunst
,
ja
oft
wahrer
und
grÃ

Â
¶
Ã

Â

er
als
die
schÃ

Â
¶
ne
selbst
.
denn
in
dem
Menschen
ist
eine
bildende
Natur
,
die
gleich
sich
tÃ

Â
¤
tig
beweist
,
wann
seine
Existenz
gesichert
ist
.
sobald
er
nichts
zu
sorgen
und
zu
fÃ

Â
¼
rchten
hat
,
greift
der
Halbgott
,
wirksam
in
seiner
Ruhe
,
umher
nach
Stoff
,
ihm
seinen
Geist
einzuhauchen
.
und
so
modelt
der
Wilde
mit
abenteuerlichen
ZÃ

Â
¼
gen
,
grÃ

Â
¤
Ã

Â

lichen
Gestalten
,
hohen
Farben
seine
Kokos
,
seine
Federn
und
seinen
KÃ

Â
¶
rper
.
und
laÃ

Â

t
diese
Bildnerei
aus
den
willkÃ

Â
¼
rlichsten
Formen
bestehn
,
sie
wird
ohne
GestaltsverhÃ

Â
¤
ltnis
zusammenstimmen
;
denn
eine
Empfindung
schuf
sie
zum
charakteristischen
Gangen
.
diese
charakteristische
Kunst
ist
nun
die
einzige
wahre
.
wenn
sie
aus
inniger
,
einiger
,
eigner
,
selbststÃ

Â
¤
ndiger
Empfindung
um
sich
wirkt
,
unbekÃ

Â
¼
mmert
,
ja
unwissend
alles
Fremden
,
da
mag
sie
aus
rauher
Wildheit
oder
aus
gebildeter
Empfindsamkeit
geboren
werden
,
sie
ist
ganz
und
lebendig
.
da
seht
ihr
bei
Nationen
und
einzelnen
Menschen
dann
unzÃ

Â
¤
hlige
Grade
.
je
mehr
sich
die
Seele
erhebt
zu
dem
GefÃ

Â
¼
hl
der
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
die
allein
schÃ

Â
¶
n
und
von
Ewigkeit
sind
,
deren
Hauptakkorde
man
beweisen
,
deren
Geheimnisse
man
nur
fÃ

Â
¼
hlen
kann
,
in
denen
sich
allein
das
Leben
des
gottgleichen
Genius
in
seligen
Melodien
herumwÃ

Â
¤
lzt
;
je
mehr
diese
SchÃ

Â
¶
nheit
in
das
Wesen
eines
Geistes
eindringt
,
daÃ

Â

sie
mit
ihm
entstanden
zu
sein
scheint
,
daÃ

Â

ihm
nichts
genugtut
als
sie
,
daÃ

Â

er
nichts
aus
sich
wirkt
als
sie
,
desto
glÃ

Â
¼
cklicher
ist
der
KÃ

Â
¼
nstler
,
desto
herrlicher
ist
er
,
desto
tiefgebeugter
stehen
wir
da
und
beten
an
den
Gesalbten
Gottes
.
und
von
der
Stufe
,
auf
welche
Erwin
gestiegen
ist
,
wird
ihn
keiner
herabstoÃ

Â

en
.
hier
steht
sein
Werk
,
tretet
hin
und
erkennt
das
tiefste
GefÃ

Â
¼
hl
von
Wahrheit
und
SchÃ

Â
¶
nheit
der
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
wirkend
aus
starker
,
rauher
,
deutscher
Seele
,
auf
dem
eingeschrÃ

Â
¤
nkten
dÃ

Â
¼
stern
Pfaffenschauplatz
des
medii
aevi
.
und
unser
aevum
?
hat
auf
seinen
Genius
verziehen
,
hat
seine
SÃ

Â
¶
hne
umhergeschickt
,
fremde
GewÃ

Â
¤
chse
zu
ihrem
Verderben
einzusammeln
.
der
leichte
Franzose
,
der
noch
weit
Ã

Â
¤
rger
stoppelt
,
hat
wenigstens
eine
Art
von
Witz
,
seine
Beute
zu
Einem
Ganzen
zu
fÃ

Â
¼
gen
,
er
baut
jetzt
aus
griechischen
SÃ

Â
¤
ulen
und
deutschen
GewÃ

Â
¶
lbern
seiner
Magdalene
einen
Wundertempel
.
von
einem
unsrer
KÃ

Â
¼
nstler
,
als
er
ersucht
ward
,
zu
einer
altdeutschen
Kirche
ein
Portal
zu
erfinden
,
hab
'
ich
gesehen
ein
Modell
fertigen
,
stattlichen
antiken
SÃ

Â
¤
ulenwerks
.
wie
sehr
unsre
geschminkte
Puppenmaler
mir
verhaÃ

Â

t
sind
,
mag
ich
nicht
deklamieren
.
sie
haben
durch
theatralische
Stellungen
,
erlogne
Teints
und
bunte
Kleider
die
Augen
der
Weiber
gefangen
.
mÃ

Â
¤
nnlicher
Albrecht
DÃ

Â
¼
rer
,
den
die
Neulinge
anspÃ

Â
¶
tteln
,
deine
holzgeschnitzteste
Gestalt
ist
mir
willkommner
.
und
ihr
selbst
,
treffliche
Menschen
,
denen
die
hÃ

Â
¶
chste
SchÃ

Â
¶
nheit
zu
genieÃ

Â

en
gegeben
ward
,
und
nunmehr
herabtretet
,
zu
verkÃ

Â
¼
nden
eure
Seligkeit
,
ihr
schadet
dem
Genius
.
er
will
auf
keinen
fremden
FlÃ

Â
¼
geln
,
und
wÃ

Â
¤
ren's
die
FlÃ

Â
¼
gel
der
MorgenrÃ

Â
¶
te
,
emporgehoben
und
fortgerÃ

Â
¼
ckt
werden
.
seine
eigne
KrÃ

Â
¤
fte
sind's
,
die
sich
im
Kindertraum
entfalten
,
im
JÃ

Â
¼
nglingsleben
bearbeiten
,
bis
er
stark
und
behend
wie
der
LÃ

Â
¶
we
des
Gebirges
auseilt
auf
Raub
.
drum
erzieht
sie
meist
die
Natur
,
weil
ihr
PÃ

Â
¤
dagogen
ihm
nimmer
den
mannigfaltigen
Schauplatz
erkÃ

Â
¼
nsteln
kÃ

Â
¶
nnt
,
stets
im
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
MaÃ

Â

seiner
KrÃ

Â
¤
fte
zu
handeln
und
zu
genieÃ

Â

en
.
heil
dir
,
Knabe
!
der
du
mit
einem
scharfen
Aug
'
fÃ

Â
¼
r
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
geboren
wirst
,
dich
mit
Leichtigkeit
an
allen
Gestalten
zu
Ã

Â
¼
ben.
wenn
denn
nach
und
nach
die
Freude
des
Lebens
um
dich
erwacht
und
du
jauchzenden
MenschengenuÃ

Â

nach
Arbeit
,
Furcht
und
Hoffnung
fÃ

Â
¼
hlst
;
das
mutige
Geschrei
des
Winzers
,
wenn
die
FÃ

Â
¼
lle
des
Herbsts
seine
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

e
anschwellt
,
den
belebten
Tanz
des
Schnitters
,
wenn
er
die
mÃ

Â
¼
Ã

Â

ige
Sichel
hoch
in
den
Balken
geheftet
hat
;
wenn
denn
mÃ

Â
¤
nnlicher
die
gewaltige
Nerve
der
Begierden
und
Leiden
in
deinem
Pinsel
lebt
,
du
gestrebt
und
gelitten
genug
hast
,
und
genug
genossen
,
und
satt
bist
irdischer
SchÃ

Â
¶
nheit
,
und
wert
bist
,
auszuruhen
in
dem
Arme
der
GÃ

Â
¶
ttin
,
wert
,
an
ihrem
Busen
zu
fÃ

Â
¼
hlen
,
was
den
vergÃ

Â
¶
tterten
Herkules
neu
gebar
-
nimm
ihn
auf
,
himmlische
SchÃ

Â
¶
nheit
,
du
Mittlerin
zwischen
GÃ

Â
¶
ttern
und
Menschen
,
und
mehr
als
Prometheus
leit
'
er
die
Seligkeit
der
GÃ

Â
¶
tter
auf
die
Erde
.
Aus
den
Frankfurter
Gelehrten
Anzeigen
.
(
1772
)
die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
in
ihrem
Ursprung
,
ihrer
wahren
Natur
und
besten
Anwendung
,
betrachtet
vn
J.
G.
Sulzer
.
Leipzig
1772
.
8.
85
S.
sehr
bequem
ins
FranzÃ

Â
¶
sische
zu
Ã

Â
¼
bersetzen
,
kÃ

Â
¶
nnte
auch
wohl
aus
dem
FranzÃ

Â
¶
sischen
Ã

Â
¼
bersetzt
sein
.
Herr
Sulzer
,
der
nach
dem
Zeugnis
eines
unsrer
berÃ

Â
¼
hmten
MÃ

Â
¤
nner
ein
ebenso
groÃ

Â

er
Philosoph
ist
als
irgendeiner
aus
dem
Altertume
,
scheint
in
seiner
Theorie
,
nach
Art
der
Alten
,
mit
einer
exotischen
Lehre
das
arme
Publikum
abzuspeisen
,
und
diese
Bogen
sind
,
wo
mÃ

Â
¶
glich
,
unbedeutender
als
alles
andre
.
die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
,
ein
Artikel
der
allgemeinen
Theorie
,
tritt
hier
besonders
ans
Licht
,
um
die
Liebhaber
und
Kenner
desto
bÃ

Â
¤
lder
in
Stand
zu
setzen
,
vom
Ganzen
zu
urteilen
.
wir
haben
beim
Lesen
des
groÃ

Â

en
Werks
bisher
schon
manchen
Zweifel
gehabt
;
da
wir
nun
aber
gar
die
GrundsÃ

Â
¤
tze
,
worauf
sie
gebaut
ist
,
den
Leim
,
der
die
verworfnen
Lexikonsglieder
zusammenkleben
soll
,
untersuchen
,
so
finden
wir
uns
in
der
Meinung
nur
zu
sehr
bestÃ

Â
¤
rkt
:
hier
sei
fÃ

Â
¼
r
niemanden
nichts
getan
als
fÃ

Â
¼
r
den
SchÃ

Â
¼
ler
,
der
Elementa
sucht
,
und
fÃ

Â
¼
r
den
ganz
leichten
Dilettante
nach
der
Mode
.
daÃ

Â

eine
Theorie
der
KÃ

Â
¼
nste
fÃ

Â
¼
r
Deutschland
noch
nicht
gar
in
der
Zeit
sein
mÃ

Â
¶
chte
,
haben
wir
schon
ehmals
unsre
Gedanken
gesagt
.
wir
bescheiden
uns
wohl
,
daÃ

Â

eine
solche
Meinung
die
Ausgabe
eines
solchen
Buches
nicht
hindern
kann
;
nur
warnen
kÃ

Â
¶
nnen
und
mÃ

Â
¼
ssen
wir
unsre
gute
junge
Freunde
vor
dergleichen
Werken
.
wer
von
den
KÃ

Â
¼
nsten
nicht
sinnliche
Erfahrung
hat
,
der
lasse
sie
lieber
.
warum
sollte
er
sich
damit
beschÃ

Â
¤
ftigen
?
weil
es
so
Mode
ist
?
er
bedenke
,
daÃ

Â

er
sich
durch
alle
Theorie
den
Weg
zum
wahren
Genusse
versperrt
,
denn
ein
schÃ

Â
¤
dlicheres
Nichts
als
sie
ist
nicht
erfunden
worden
.
die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
,
der
Grundartikel
Sulzerischer
Theorie
.
da
sind
sie
denn
,
versteht
sich
,
wieder
alle
beisammen
,
verwandt
oder
nicht
.
was
steht
im
Lexiko
nicht
alles
hintereinander
?
was
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
durch
solche
Philosophie
nicht
verbinden
?
Malerei
und
Tanzkunst
,
Beredsamkeit
und
Baukunst
,
Dichtkunst
und
Bildhauerei
,
alle
aus
einem
Loche
,
durch
das
magische
Licht
eines
philosophischen
LÃ

Â
¤
mpchens
auf
die
weiÃ

Â

e
Wand
gezaubert
,
tanzen
sie
im
Wunderschein
buntfarbig
auf
und
nieder
,
und
die
verzÃ

Â
¼
ckten
Zuschauer
frohlocken
sich
fast
auÃ

Â

er
Atem
.
daÃ

Â

einer
,
der
ziemlich
schlecht
rÃ

Â
¤
sonierte
,
sich
einfallen
lieÃ

Â

,
gewisse
BeschÃ

Â
¤
ftigungen
und
Freuden
der
Menschen
,
die
bei
ungenialischen
,
gzwungnen
Nachahmern
Arbeit
und
MÃ

Â
¼
hseligkeit
wurden
,
lieÃ

Â

en
sich
unter
die
Rubrik
KÃ

Â
¼
nste
,
schÃ

Â
¶
ne
KÃ

Â
¼
nste
klassifizieren
,
zum
Behuf
theoretischer
Gaukelei
,
das
ist
denn
der
Bequemlichkeit
wegen
Leitfaden
geblieben
zur
Philosophie
darÃ

Â
¼
ber
,
da
sie
doch
nicht
verwandter
sind
als
septem
artes
liberales
der
alten
Pfaffenschulen
.
wir
erstaunen
,
wie
Herr
S.
,
wenn
er
auch
nicht
drÃ

Â
¼
ber
nachgedacht
hÃ

Â
¤
tte
,
in
der
AusfÃ

Â
¼
hrung
die
groÃ

Â

e
Unbequemlichkeit
nicht
fÃ

Â
¼
hlen
muÃ

Â

te
,
daÃ

Â

,
solange
man
in
generalioribus
sich
aufhÃ

Â
¤
lt
,
man
nichts
sagt
und
hÃ

Â
¶
chstens
durch
Deklamation
den
Mangel
des
Stoffes
vor
Unerfahrnen
verbergen
kann
.
er
will
das
unbestimmte
Prinzipium
:
Nachahmung
der
Natur
,
verdrÃ

Â
¤
ngen
und
gibt
uns
ein
gleich
unbedeutendes
dafÃ

Â
¼
r
:
die
VerschÃ

Â
¶
nerung
der
Dinge
.
er
will
,
nach
hergebrachter
Weise
,
von
Natur
auf
Kunst
herÃ

Â
¼
berschlieÃ

Â

en
:
"
in
der
ganzen
SchÃ

Â
¶
pfung
stimmt
alles
darin
Ã

Â
¼
berein
,
daÃ

Â

das
Aug
'
und
die
andern
Sinnen
von
allen
Seiten
her
durch
angenehme
EindrÃ

Â
¼
cke
gerÃ

Â
¼
hrt
werden
"
.
gehÃ

Â
¶
rt
denn
,
was
unangenehme
EindrÃ

Â
¼
cke
auf
uns
macht
,
nicht
so
gut
in
den
Plan
der
Natur
als
ihr
Lieblichstes
?
sind
die
wÃ

Â
¼
tenden
StÃ

Â
¼
rme
,
Wasserfluten
,
Feuerregen
,
unterirdische
Glut
,
und
Tod
in
allen
Elementen
nicht
ebenso
wahre
Zeugen
ihres
ewigen
Lebens
als
die
herrlich
aufgehende
Sonne
Ã

Â
¼
ber
volle
Weinberge
und
duftende
Orangenhaine
?
was
wÃ

Â
¼
rde
Herr
Sulzer
zu
der
liebreichen
Mutter
Natur
sagen
,
wenn
sie
ihm
eine
Metropolis
,
die
er
mit
allen
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nsten
,
Handlangerinnen
,
erbaut
und
bevÃ

Â
¶
lkert
hÃ

Â
¤
tte
,
in
ihren
Bauch
hinunterschlÃ

Â
¤
nge
?
ebensowenig
besteht
die
Folgerung
:
"
die
Natur
wollte
durch
die
von
allen
Seiten
auf
uns
zustrÃ

Â
¶
menden
Annehmlichkeiten
unsre
GemÃ

Â
¼
ter
Ã

Â
¼
berhaupt
zu
der
Sanftmut
und
Empfindsamkeit
bilden
"
.
Ã

Â
¼
berhaupt
tut
sie
das
nie
,
sie
hÃ

Â
¤
rtet
vielmehr
,
Gott
sei
Dank
,
ihre
echten
Kinder
gegen
die
Schmerzen
und
Ã

Â

bel
ab
,
die
sie
ihnen
unablÃ

Â
¤
ssig
bereitet
,
so
daÃ

Â

wir
den
den
glÃ

Â
¼
cklichsten
Menschen
nennen
kÃ

Â
¶
nnen
,
der
der
stÃ

Â
¤
rkste
wÃ

Â
¤
re
,
dem
Ã

Â

bel
zu
entgegnen
,
es
von
sich
zu
weisen
und
ihm
zum
Trutz
den
Gang
seines
Willens
zu
gehen
.
das
ist
nun
einem
groÃ

Â

en
Teil
der
Menschen
zu
beschwerlich
,
ja
unmÃ

Â
¶
glich
;
daher
retirieren
und
retranchieren
sich
die
meisten
,
sonderlich
die
Philosophen
;
deswegen
sie
denn
auch
Ã

Â
¼
berhaupt
so
adÃ

Â
¤
quat
disputieren
.
wie
partikular
und
eingeschrÃ

Â
¤
nkt
ist
folgendes
,
und
wie
viel
soll
es
beweisen
!
"
vorzÃ

Â
¼
glich
hat
diese
zÃ

Â
¤
rtliche
Mutter
den
vollen
Reiz
der
Annehmlichkeit
in
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
gelegt
,
die
uns
zur
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
am
nÃ

Â
¶
tigsten
sind
,
besonders
die
selige
Vereinigung
,
wodurch
der
Mensch
eine
Gattin
findet
"
.
wir
ehren
die
SchÃ

Â
¶
nheit
von
ganzem
Herzen
,
sind
fÃ

Â
¼
r
ihre
Attraktion
nie
unfÃ

Â
¼
hlbar
gewesen
;
allein
sie
hier
zum
primo
mobili
zu
machen
,
kann
nur
der
,
der
von
den
geheimnisvollen
KrÃ

Â
¤
ften
nichts
ahndet
,
durch
die
jedes
zu
seinesgleichen
gezogen
wird
,
alles
unter
der
Sonne
sich
paart
und
glÃ

Â
¼
cklich
ist
.
wÃ

Â
¤
re
es
nun
also
auch
wahr
,
daÃ

Â

die
KÃ

Â
¼
nste
zu
VerschÃ

Â
¶
nerung
der
Dinge
um
uns
wirken
,
so
ist's
doch
falsch
,
daÃ

Â

sie
es
nach
dem
Beispiele
der
Natur
tun
.
was
wir
von
Natur
sehn
,
ist
Kraft
,
die
Kraft
verschlingt
;
nichts
gegenwÃ

Â
¤
rtig
,
alles
vorÃ

Â
¼
bergehend
,
tausend
Keime
zertreten
,
jeden
Augenblick
tausend
geboren
,
groÃ

Â

und
bedeutend
,
mannigfaltig
ins
Unendliche
;
schÃ

Â
¶
n
und
hÃ

Â
¤
Ã

Â

lich
,
gut
und
bÃ

Â
¶
s
,
alles
mit
gleichem
Rechte
nebeneinander
existierend
.
und
die
Kunst
ist
gerade
das
Widerspiel
;
sie
entspringt
aus
den
BemÃ

Â
¼
hungen
des
Individuums
,
sich
gegen
die
zerstÃ

Â
¶
rende
Kraft
des
Ganzen
zu
erhalten
.
schon
das
Tier
durch
seine
Kunsttriebe
scheidet
,
verwahrt
sich
;
der
Mensch
durch
alle
ZustÃ

Â
¤
nde
befestigt
sich
gegen
die
Natur
,
ihre
tausendfache
Ã

Â

bel
zu
vermeiden
und
nur
das
MaÃ

Â

von
Gutem
zu
genieÃ

Â

en
;
bis
es
ihm
endlich
gelingt
,
die
Zirkulation
aller
seiner
wahr-
und
gemachten
BedÃ

Â
¼
rfnisse
in
einen
Palast
einzuschlieÃ

Â

en
,
sofern
es
mÃ

Â
¶
glich
ist
,
alle
zerstreute
SchÃ

Â
¶
nheit
und
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
in
seine
glÃ

Â
¤
serne
Mauer
zu
bannen
,
wo
er
denn
immer
weicher
und
weicher
wird
,
den
Freuden
des
KÃ

Â
¶
rpers
Freuden
der
Seele
substituiert
,
und
seine
KrÃ

Â
¤
fte
,
von
keiner
WiderwÃ

Â
¤
rtigkeit
zum
Naturgebrauche
aufgespannt
,
in
Tugend
,
WohltÃ

Â
¤
tigkeit
,
Empfindsamkeit
zerflieÃ

Â

en
.
Herr
S.
geht
nun
seinen
Gang
,
den
wir
ihm
nicht
folgen
mÃ

Â
¶
gen
;
an
einem
groÃ

Â

en
Trupp
SchÃ

Â
¼
ler
kann's
ihm
so
nicht
fehlen
,
denn
er
setzt
Milch
vor
und
nicht
starke
Speise
;
redet
viel
von
dem
Wesen
der
KÃ

Â
¼
nste
,
Zweck
;
und
preist
ihre
hohe
Nutzbarkeit
als
Mittel
zu
BefÃ

Â
¶
rderung
der
menschlichen
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
.
wer
den
Menschen
nur
einigermaÃ

Â

en
kennt
,
und
KÃ

Â
¼
nste
und
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
,
wird
hier
wenig
hoffen
;
es
werden
ihm
die
vielen
KÃ

Â
¶
nige
einfallen
,
die
mitten
im
Glanz
ihrer
Herrlichkeit
der
Ennui
zu
Tode
fraÃ

Â

.
denn
wenn
es
nur
auf
Kennerschaft
angesehn
ist
,
wenn
der
Mensch
nicht
mitwirkend
genieÃ

Â

t
,
mÃ

Â
¼
ssen
bald
Hunger
und
Ekel
,
die
zwei
feindlichsten
Triebe
,
sich
vereinigen
,
den
elenden
Pococurante
zu
quÃ

Â
¤
len
.
hierauf
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
er
sich
ein
auf
eine
Abbildung
der
Schicksale
schÃ

Â
¶
ner
KÃ

Â
¼
nste
und
ihres
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Zustandes
,
die
denn
mit
recht
schÃ

Â
¶
nen
Farben
hin
imaginiert
ist
,
so
gut
und
nicht
besser
als
die
Geschichten
der
Menschheit
,
die
wir
so
gewohnt
worden
sind
in
unsern
Tagen
,
wo
immer
das
MÃ

Â
¤
rchen
der
vier
Weltalter
suffizienter
ist
,
und
im
Ton
der
zum
Roman
umpragmatisierten
Geschichte
.
nun
kommt
Herr
S.
auf
unsere
Zeiten
und
schilt
,
wie
es
einem
Propheten
geziemt
,
wacker
auf
sein
Jahrhundert
;
leugnet
zwar
nicht
,
daÃ

Â

die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
mehr
als
zuviel
BefÃ

Â
¶
rderer
und
Freunde
gefunden
haben
,
weil
sie
aber
zum
groÃ

Â

en
Zweck
,
zur
moralischen
Besserung
des
Volks
,
noch
nicht
gebraucht
worden
,
haben
die
GroÃ

Â

en
nichts
getan
.
er
trÃ

Â
¤
umt
mit
andern
,
eine
weise
Gesetzgebung
wÃ

Â
¼
rde
zugleich
Genies
beleben
und
auf
den
wahren
Zweck
zu
arbeiten
anweisen
kÃ

Â
¶
nnen
,
und
was
dergleichen
mehr
ist
.
zuletzt
wirft
er
die
Frage
auf
,
deren
Beantwortung
den
Weg
zur
wahren
Theorie
erÃ

Â
¶
ffnen
soll
:
"
wie
ist
es
anzufangen
,
daÃ

Â

der
dem
Menschen
angeborne
Hang
zur
Sinnlichkeit
zu
ErhÃ

Â
¶
hung
seiner
Sinnesart
angewendet
und
in
besondern
FÃ

Â
¤
llen
als
ein
Mittel
gebraucht
werde
,
ihn
unwiderstehlich
zu
seiner
Pflicht
zu
reizen
?
"
so
halb
und
miÃ

Â

verstanden
und
in
den
Wind
,
als
der
Wunsch
Cicerons
,
die
Tugend
in
kÃ

Â
¶
rperlicher
SchÃ

Â
¶
nheit
seinem
Sohne
zuzufÃ

Â
¼
hren
.
Herr
S.
beantwortet
auch
die
Frage
nicht
,
sondern
deutet
nur
,
worauf
es
hier
ankomme
,
und
wir
machen
das
BÃ

Â
¼
chlein
zu
.
ihm
mag
sein
Publikum
von
SchÃ

Â
¼
lern
und
Kennerchens
getreu
bleiben
,
wir
wissen
,
daÃ

Â

alle
wahre
KÃ

Â
¼
nstler
und
Liebhaber
auf
unsrer
Seite
sind
,
die
so
Ã

Â
¼
ber
den
Philosophen
lachen
werden
,
wie
sie
sich
bisher
Ã

Â
¼
ber
die
Gelehrten
beschwert
haben
.
und
zu
diesen
noch
ein
paar
Worte
,
auf
einige
KÃ

Â
¼
nste
eingeschrÃ

Â
¤
nkt
,
das
auf
so
viele
gelten
mag
als
kann
.
wenn
irgendeine
spekulative
BemÃ

Â
¼
hung
den
KÃ

Â
¼
nsten
nÃ

Â
¼
tzen
soll
,
so
muÃ

Â

sie
den
KÃ

Â
¼
nstler
grade
angehen
,
seinem
natÃ

Â
¼
rlichen
Feuer
Luft
machen
,
daÃ

Â

es
um
sich
greife
und
sich
tÃ

Â
¤
tig
erweise
.
denn
um
den
KÃ

Â
¼
nstler
allein
ist's
zu
tun
,
daÃ

Â

der
keine
Seligkeit
des
Lebens
fÃ

Â
¼
hlt
als
in
seiner
Kunst
,
daÃ

Â

,
in
sein
Instrument
versunken
,
er
mit
allen
seinen
Empfindungen
und
KrÃ

Â
¤
ften
da
lebt
.
am
gaffenden
Publikum
,
ob
das
,
wenn's
ausgegafft
hat
,
sich
Rechenschaft
geben
kann
,
warum's
gaffte
,
oder
nicht
,
was
liegt
an
dem
?
wer
also
schriftlich
,
mÃ

Â
¼
ndlich
oder
im
Beispiel
,
immer
einer
besser
als
der
andre
,
den
sogenannten
Liebhabeer
,
das
einzige
wahre
Publikum
des
KÃ

Â
¼
nstlers
,
immer
nÃ

Â
¤
her
und
nÃ

Â
¤
her
zum
KÃ

Â
¼
nstlergeist
aufheben
kÃ

Â
¶
nnte
,
daÃ

Â

die
Seele
mit
einflÃ

Â
¶
sse
ins
Instrument
,
der
hÃ

Â
¤
tte
mehr
getan
als
alle
psychologische
Theoristen
.
die
Herren
sind
so
hoch
droben
im
Empyreum
transzendenter
TugendschÃ

Â
¶
ne
,
daÃ

Â

sie
sich
um
Kleinigkeiten
hienieden
nichts
kÃ

Â
¼
mmern
,
auf
die
alles
ankommt
.
wer
von
uns
ErdensÃ

Â
¶
hnen
hingegen
sieht
nicht
mit
Erbarmen
,
wieviel
gute
Seelen
z.
B.
in
der
Musik
an
Ã

Â
¤
ngstlicher
mechanischer
AusÃ

Â
¼
bung
hangenbleiben
,
drunter
erliegen
?
Gott
erhalt
'
unsre
Sinnen
,
und
bewahr
'
uns
vor
der
Theorie
der
Sinnlichkeit
,
und
gebe
jedem
AnfÃ

Â
¤
nger
einen
rechten
Meister
!
weil
denn
die
nun
nicht
Ã

Â
¼
berall
und
immer
zu
haben
sind
,
und
es
doch
auch
geschrieben
sein
soll
,
so
gebe
uns
KÃ

Â
¼
nstler
und
Liebhaber
ein
peri
heautou
seiner
BemÃ

Â
¼
hungen
,
der
Schwierigkeiten
,
die
ihn
am
meisten
aufgehalten
,
der
KrÃ

Â
¤
fte
,
mit
denen
er
Ã

Â
¼
berwunden
,
des
Zufalls
,
der
ihm
geholfen
,
des
Geistes
,
der
in
gewissen
Augenblicken
Ã

Â
¼
ber
ihn
gekommen
und
ihn
auf
sein
Leben
erleuchtet
,
bis
er
zuletzt
,
immer
zunehmend
,
sich
zum
mÃ

Â
¤
chtigen
Besitz
hinaufgeschwungen
und
als
KÃ

Â
¶
nig
und
Ã

Â

berwinder
die
benachbarten
KÃ

Â
¼
nste
,
ja
die
ganze
Natur
zum
Tribute
genÃ

Â
¶
tigt
.
so
wÃ

Â
¼
rden
wir
nach
und
nach
vom
Mechanischen
zum
Intellektuellen
,
vom
Harbenreiben
und
Saitenaufziehen
zum
wahren
EinfluÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nste
auf
Herz
und
Sinn
eine
lebendige
Theorie
versammeln
,
wÃ

Â
¼
rden
dem
Liebhaber
Freude
und
Mut
machen
,
und
vielleicht
dem
Genie
etwas
nutzen
.
englische
Kupferstiche
.
...
zwei
Landschaften
nach
Claude
Lorrain
.
Kinder
des
wÃ

Â
¤
rmsten
poetischen
GefÃ

Â
¼
hls
,
reich
an
Gedanken
,
Ahndungen
und
paradiesischen
Blicken
.
das
erste
,
gestochen
von
Mason
,
ein
Morgen
.
hier
landet
eine
Flotte
,
von
der
Morgensonne
,
die
Ã

Â
¼
berm
Horizont
noch
im
Nebel
dÃ

Â
¤
mmert
,
angeblickt
,
an
den
KÃ

Â
¼
sten
des
glÃ

Â
¼
cklichsten
Weltteils
;
hier
hauchen
Felsen
und
BÃ

Â
¼
sche
in
jugendlicher
SchÃ

Â
¶
nheit
ihren
Morgenatem
um
einen
Tempel
edelster
Baukunst
,
ein
Zeichen
edelster
Bewohner
.
wer
bist
du
?
der
landet
?
an
den
KÃ

Â
¼
sten
,
die
von
GÃ

Â
¶
ttern
geliebt
und
geschÃ

Â
¼
tzt
,
in
untadelicher
Natur
aufblÃ

Â
¼
hen
,
kommst
du
mit
deinen
Heeren
,
Feind
oder
Gast
des
edlen
Volks
?
es
ist
Ã

Â
¤
neas
,
freundliche
Winde
von
den
GÃ

Â
¶
ttern
fÃ

Â
¼
hren
dich
in
den
Busen
Italiens
.
heil
dir
,
Held
!
werde
die
Ahndung
wahr
!
der
heilige
Morgen
verkÃ

Â
¼
ndet
einen
Tag
der
Klarheit
,
der
hohen
Sonne
,
sei
er
dir
Vorbote
der
Herrlichkeit
deines
Reichs
und
seiner
taggleich
aufsteigenden
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e.
das
zweite
!
herabgestiegen
ist
die
Sonne
,
vollendet
ihr
Taglauf
,
sinkt
in
Nebel
und
dÃ

Â
¤
mmert
Ã

Â
¼
ber
Ruinen
in
weiter
Gegend
.
Nacht
wird
zur
Seite
hier
der
Felsenwald
,
die
Schafe
stehn
und
schauen
nach
dem
Heimweg
,
und
mÃ

Â
¼
hsam
zwingen
diese
MÃ

Â
¤
dchen
die
Ziege
zum
Bade
im
Teich
.
zusammengestÃ

Â
¼
rzt
bist
du
Reich
,
zertrÃ

Â
¼
mmert
deine
Triumphbogen
,
zerfallen
deine
PalÃ

Â
¤
ste
,
mit
StrÃ

Â
¤
uchen
verwachsen
und
dÃ

Â
¼
ster
,
und
Ã

Â
¼
ber
deiner
Ã

Â
¶
den
GrabstÃ

Â
¤
tte
dÃ

Â
¤
mmert
Nebel
im
sinkenden
Sonnenglanz
.
aus
Goethes
Brieftasche
.
ich
hatte
vor
einiger
Zeit
versprochen
,
dies
Buch
mit
Anmerkungen
herauszugeben
,
nun
ist
mir
aber
zeither
die
Lust
vergangen
,
Anmerkungen
zu
machen
,
da
ich
gespÃ

Â
¼
rt
habe
,
daÃ

Â

jedermann
gerne
die
MÃ

Â
¼
he
Ã

Â
¼
ber
sich
nimmt
.
das
Buch
mag
immer
fÃ

Â
¼
r
Deutschland
brauchbar
sein
,
das
in
den
Taschen
seiner
franzÃ

Â
¶
sischen
Pumphosen
viel
Wahres
,
Gutes
und
Edles
mit
sich
herumtrÃ

Â
¤
gt.
es
ist
endlich
einmal
Zeit
,
daÃ

Â

man
aufgehÃ

Â
¶
ret
hat
,
Ã

Â
¼
ber
die
Form
dramatischer
StÃ

Â
¼
cke
zu
reden
,
Ã

Â
¼
ber
ihre
LÃ

Â
¤
nge
und
KÃ

Â
¼
rze
,
ihre
Einheiten
,
ihren
Anfang
,
ihr
Mittel
und
Ende
,
und
wie
das
Zeug
alle
hieÃ

Â

.
auch
geht
unser
Verfasser
ziemlich
stracks
auf
den
Inhalt
los
,
der
sich
sonst
so
von
selbst
zu
geben
schien
.
deswegen
gibt's
doch
eine
Form
,
die
sich
von
jener
unterscheidet
wie
der
innere
Sinn
vom
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
,
die
nicht
mit
HÃ

Â
¤
nden
gegriffen
,
die
gefÃ

Â
¼
hlt
sein
will
.
unser
Kopf
muÃ

Â

Ã

Â
¼
bersehen
,
was
ein
andrer
Kopf
fassen
kann
;
unser
Herz
muÃ

Â

empfinden
,
was
ein
andres
fÃ

Â
¼
llen
mag
.
das
Zusammenwerfen
der
Regeln
gibt
keine
Ungebundenheit
,
und
wenn
ja
das
Beispiel
gefÃ

Â
¤
hrlich
sein
sollte
,
so
ist's
doch
im
Grunde
besser
,
ein
verworrnes
StÃ

Â
¼
ck
machen
,
als
ein
kaltes
.
freilich
wenn
mehrere
das
GefÃ

Â
¼
hl
dieser
innern
Form
hÃ

Â
¤
tten
,
die
alle
Formen
in
sich
begreift
,
wÃ

Â
¼
rden
wir
weniger
verschobne
Geburten
des
Geistes
aneklen
.
man
wÃ

Â
¼
rde
sich
nicht
einfallen
lassen
,
jede
tragische
Begebenheit
zum
Drama
zu
strecken
,
nicht
jeden
Roman
zum
Schauspiel
zerstÃ

Â
¼
cklen
!
ich
wollte
,
daÃ

Â

ein
guter
Kopf
dies
doppelte
Unwesen
parodierte
,
und
etwa
die
Ã

Â

sopische
Fabel
vom
Wolf
und
Lamme
zum
Trauerspiel
in
fÃ

Â
¼
nf
Akten
umarbeitete
.
jede
Form
,
auch
die
gefÃ

Â
¼
hlteste
,
hat
etwas
Unwahres
;
allein
sie
ist
ein
fÃ

Â
¼
r
allemal
das
Glas
,
wodurch
wir
die
heiligen
Strahlen
der
verbreiteten
Natur
an
das
Herz
der
Menschen
zum
Feuerblick
sammeln
.
aber
das
Glas
!
wem's
nicht
gegeben
wird
,
wird's
nicht
erjagen
,
es
ist
,
wie
der
geheimnisvolle
Stein
der
Alchimisten
,
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

und
Materie
,
Feuer
und
KÃ

Â
¼
hlbad
.
so
einfach
,
daÃ

Â

es
vor
allen
TÃ

Â
¼
ren
liegt
,
und
so
ein
wunderbar
Ding
,
daÃ

Â

just
die
Leute
,
die
es
besitzen
,
meist
keinen
Gebrauch
davon
machen
kÃ

Â
¶
nnen
.
wer
Ã

Â
¼
brigens
eigentlich
fÃ

Â
¼
r
die
BÃ

Â
¼
hne
arbeiten
will
,
studiere
die
BÃ

Â
¼
hne
,
Wirkung
der
Fernemalerei
,
der
Lichter
,
Schminke
,
Glanzleinewand
und
Flittern
,
lasse
die
Natur
an
ihrem
Ort
,
und
bedenke
ja
fleiÃ

Â

ig
,
nichts
anzulegen
,
als
was
sich
auf
Brettern
zwischen
Latten
,
Pappendeckel
und
Leinewand
durch
Puppen
,
vor
Kindern
ausfÃ

Â
¼
hren
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
folgende
BlÃ

Â
¤
tter
streu
'
ich
ins
Publikum
mit
der
Hoffnung
,
daÃ

Â

sie
die
Menschen
finden
werden
,
denen
sie
Freude
machen
kÃ

Â
¶
nnen
.
sie
enthalten
Bemerkungen
und
Grillen
des
Augenblicks
,
meist
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
,
und
scheinen
also
hier
am
unrechten
Platz
hingeworfen
.
sei's
also
nur
denen
,
die
einen
Sprung
Ã

Â
¼
ber
die
GrÃ

Â
¤
ben
,
wodurch
Kunst
von
Kunst
gesondert
wird
,
als
salto
mortale
nicht
fÃ

Â
¼
rchten
,
und
solchen
,
die
mit
freundlichem
Herzen
aufnehmen
,
was
man
ihnen
in
harmloser
Zutraulichkeit
hinreicht
.
so
auch
mit
den
Gedichten
.
I.
nach
Falconet
und
Ã

Â
¼
ber
Falconet
.
-
"
aber
"
,
mÃ

Â
¶
chte
einer
sagen
,
"
diese
schwebende
Verbindungen
,
diese
Glanzkraft
des
Marmors
,
die
die
Ã

Â

bereinstimmung
hervorbringen
,
diese
Ã

Â

bereinstimmung
selbst
,
begeistert
sie
nicht
den
KÃ

Â
¼
nstler
mit
der
Weichheit
,
mit
der
Lieblichkeit
,
die
er
nachher
in
seine
Werke
legt
?
der
Gips
dagegen
,
beraubt
er
ihn
nicht
einer
Quelle
von
Annehmlichkeiten
,
die
sowohl
die
Malerei
als
die
Bildhauerkunst
erheben
?
diese
Bemerkung
ist
nur
obenhin
.
der
KÃ

Â
¼
nstler
findet
die
Zusammenstimmung
weit
stÃ

Â
¤
rker
in
den
GegenstÃ

Â
¤
nden
der
Natur
als
in
einem
Marmor
,
der
sie
vorstellt
.
das
ist
die
Quelle
,
wo
er
unaufhÃ

Â
¶
rlich
schÃ

Â
¶
pft
,
und
da
hat
er
nicht
,
wie
bei
der
Arbeit
nach
dem
Marmor
,
zu
fÃ

Â
¼
rchten
,
ein
schwanker
Kolorist
zu
werden
.
man
vergleiche
nur
,
was
diesen
Teil
betrifft
,
Rembrandt
und
Rubens
mit
Poussin
und
entscheide
nachher
,
was
ein
KÃ

Â
¼
nstler
mit
allen
den
sogenannten
VorzÃ

Â
¼
gen
des
Marmors
gewinnt
.
auch
sucht
der
Bildhauer
die
Stimmung
nicht
in
der
Materie
,
woraus
er
arbeitet
,
er
versteht
sie
in
der
Natur
zu
sehen
,
er
findet
sie
so
gut
in
dem
Gips
als
in
dem
Marmor
;
denn
es
ist
falsch
,
daÃ

Â

der
Gips
eines
harmonischen
Marmors
nicht
auch
harmonisch
sei
,
sonst
wÃ

Â
¼
rde
man
nur
AbgÃ

Â
¼
sse
ohne
GefÃ

Â
¼
hl
machen
kÃ

Â
¶
nnen
;
das
GefÃ

Â
¼
hl
ist
Ã

Â

bereinstimmung
und
vice
versa
"
.
die
Liebhaber
,
die
so
bezaubert
von
diesen
Tons
,
diesen
feinen
Schwingungen
sind
,
haben
nicht
unrecht
;
denn
es
zeigen
sich
solche
an
dem
Marmor
so
gut
wie
in
der
ganzen
Natur
,
nur
erkennt
man
sie
leichter
da
,
wegen
der
einfachen
und
starken
Wirkung
,
und
der
Liebhaber
,
weil
er
sie
hier
zum
erstenmal
bemerkt
,
glaubt
,
daÃ

Â

sie
nirgends
oder
wenigstens
nirgends
so
krÃ

Â
¤
ftig
anzutreffen
seien
.
das
Aug
'
des
KÃ

Â
¼
nstlers
aber
findet
sie
Ã

Â
¼
berall
.
er
mag
die
WerkstÃ

Â
¤
tte
eines
Schusters
betreten
oder
einen
Stall
,
er
mag
das
Gesicht
seiner
Geliebten
,
seine
Stiefel
oder
die
Antike
ansehn
,
Ã

Â
¼
berall
sieht
er
die
heiligen
Schwingungen
und
leise
TÃ

Â
¶
ne
,
womit
die
Natur
alle
GegenstÃ

Â
¤
nde
verbindet
.
bei
jedem
Tritte
erÃ

Â
¶
ffnet
sich
ihm
die
magische
Welt
,
die
jene
groÃ

Â

e
KÃ

Â
¼
nstler
innig
und
bestÃ

Â
¤
ndig
umgab
,
deren
Werke
in
Ewigkeit
den
wetteifernden
KÃ

Â
¼
nstler
zur
Ehrfurcht
hinreiÃ

Â

en
,
alle
VerÃ

Â
¤
chter
,
auslÃ

Â
¤
ndische
und
inlÃ

Â
¤
ndische
,
studierte
und
unstudierte
,
im
Zaum
halten
,
und
den
reichen
Sammler
in
Kontribution
setzen
werden
.
jeder
Mensch
hat
mehrmal
in
seinem
Leben
die
Gewalt
dieser
Zauberei
gefÃ

Â
¼
hlt
,
die
den
KÃ

Â
¼
nstler
allgegenwÃ

Â
¤
rtig
faÃ

Â

t
,
dadurch
ihm
die
Welt
ringsumher
belebt
wird
.
wer
ist
nicht
einmal
beim
Eintritt
in
einen
heiligen
Wald
von
Schauer
Ã

Â
¼
berfallen
worden
?
wen
hat
die
umfangende
Nacht
nicht
mit
einem
unheimlichen
Grausen
geschÃ

Â
¼
ttelt
?
wem
hat
nicht
in
Gegenwart
seines
MÃ

Â
¤
dchens
die
ganze
Welt
golden
geschienen
?
wer
fÃ

Â
¼
hlte
nicht
an
ihrem
Arme
Himmel
und
Erde
in
wonnevollsten
Harmonien
zusammenflieÃ

Â

en
?
davon
fÃ

Â
¼
hlt
nun
der
KÃ

Â
¼
nstler
nicht
allein
die
Wirkungen
,
er
dringt
bis
in
die
Ursachen
hinein
,
die
sie
hervorbringen
.
die
Welt
liegt
vor
ihm
,
mÃ

Â
¶
cht
'
ich
sagen
,
wie
vor
ihrem
SchÃ

Â
¶
pfer
,
der
in
dem
Augenblick
,
da
er
sich
des
Geschaffnen
freut
,
auch
alle
die
Harmonien
genieÃ

Â

t
,
durch
die
er
sie
hervorbrachte
und
in
denen
sie
besteht
.
drum
glaubt
nicht
so
schnell
zu
verstehen
,
was
das
heiÃ

Â

e
:
das
GefÃ

Â
¼
hl
ist
die
Harmonie
und
vice
versa
.
und
das
ist
es
,
was
immer
durch
die
Seele
des
KÃ

Â
¼
nstlers
webt
,
was
in
ihm
nach
und
nach
sich
zum
verstandensten
Ausdrucke
drÃ

Â
¤
ngt
,
ohne
durch
die
Erkenntniskraft
durchgegangen
zu
sein
.
auch
dieser
Zauber
ist's
,
der
aus
den
SÃ

Â
¤
len
der
GroÃ

Â

en
und
aus
ihren
GÃ

Â
¤
rten
flieht
,
die
nur
zum
Durchstreifen
,
nur
zum
Schauplatz
der
aneinander
hinwischenden
Eitelkeit
ausstaffiert
und
beschnitten
sind
.
nur
da
,
wo
Vertraulichkeit
,
BedÃ

Â
¼
rfnis
,
Innigkeit
wohnen
,
wohnt
alle
Dichtungskraft
,
und
weh
dem
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
seine
HÃ

Â
¼
tte
verlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
um
in
den
akademischen
PranggebÃ

Â
¤
uden
sich
zu
verflattern
!
denn
wie
geschrieben
steht
:
es
seie
schwer
,
daÃ

Â

ein
Reicher
ins
Reich
Gottes
komme
,
ebenso
schwer
ist's
auch
,
daÃ

Â

ein
Mann
,
der
sich
der
verÃ

Â
¤
nderlichen
modischen
Art
gleichstellt
,
der
sich
an
der
Flitterherrlichkeit
der
neuen
Welt
ergÃ

Â
¶
tzt
,
ein
gefÃ

Â
¼
hlvoller
KÃ

Â
¼
nstler
werde
.
alle
Quellen
natÃ

Â
¼
rlicher
Empfindung
,
die
der
FÃ

Â
¼
lle
unsrer
VÃ

Â
¤
ter
offen
waren
,
schlieÃ

Â

en
sich
ihm
.
die
papierne
Tapete
,
die
an
seiner
Wand
in
wenig
Jahren
verbleicht
,
ist
ein
Zeugnis
seines
Sinns
und
ein
Gleichnis
seiner
Werke
.
Ã

Â
¼
ber
das
Ã

Â

bliche
sind
schon
so
viel
BlÃ

Â
¤
tter
verdorben
worden
;
mÃ

Â
¶
gen
diese
mit
drein
gehn
.
mich
dÃ

Â
¼
nkt
,
das
Schickliche
gelte
in
aller
Welt
fÃ

Â
¼
rs
Ã

Â

bliche
;
und
was
ist
in
der
Welt
schicklicher
als
das
GefÃ

Â
¼
hlte
?
Rembrandt
,
Raffael
,
Rubens
kommen
mir
in
ihren
geistlichen
Geschichten
wie
wahre
Heilige
vor
,
die
sich
Gott
Ã

Â
¼
berall
auf
Schritt
und
Tritt
,
im
KÃ

Â
¤
mmerlein
und
auf
dem
Felde
gegenwÃ

Â
¤
rtig
fÃ

Â
¼
hlen
und
nicht
des
umstÃ

Â
¤
ndlichen
Prachts
von
Tempeln
und
Opfern
bedÃ

Â
¼
rfen
,
um
ihn
an
ihre
Herzen
herbeizuzerren
.
ich
setze
da
drei
Meister
zusammen
,
die
man
fast
immer
durch
Berge
und
Meere
zu
trennen
pflegt
,
aber
ich
dÃ

Â
¼
rfte
mich
wohl
getrauen
,
noch
manche
groÃ

Â

e
Namen
herzusetzen
,
und
zu
beweisen
,
daÃ

Â

sie
sich
alle
in
diesem
wesentlichen
StÃ

Â
¼
cke
gleich
waren
.
ein
groÃ

Â

er
Maler
wie
der
andre
lockt
durch
groÃ

Â

e
und
kleine
empfundne
NaturzÃ

Â
¼
ge
den
Zuschauer
,
daÃ

Â

er
glauben
soll
,
er
sei
in
die
Zeiten
der
vorgestellten
Geschichte
entrÃ

Â
¼
ckt
,
und
wird
nur
in
die
Vorstellungsart
,
in
das
GefÃ

Â
¼
hl
des
Malers
versetzt
.
und
was
kann
er
im
Grunde
verlangen
,
als
daÃ

Â

ihm
Geschichte
der
Menschheit
mit
und
zu
wahrer
menschlicher
Teilnehmung
hingezaubert
werde
?
wenn
Rembrandt
seine
Mutter
Gottes
mit
dem
Kinde
als
niederlÃ

Â
¤
ndische
BÃ

Â
¤
urin
vorstellt
,
sieht
freilich
jedes
Herrchen
,
daÃ

Â

entsetzlich
gegen
die
Geschichte
geschlÃ

Â
¤
gt
ist
,
welche
vermeldet
:
Christus
seie
zu
Bethlehem
im
jÃ

Â
¼
dischen
Lande
geboren
worden
.
das
haben
die
Italiener
besser
gemacht
!
sagt
er
.
und
wie
?
-
hat
Raffael
was
anders
,
was
mehr
gemalt
eine
liebende
Mutter
mit
ihrem
Ersten
,
Einzigen
?
und
war
aus
dem
Sujet
etwas
anders
zu
malen
?
und
ist
Mutterliebe
in
ihren
Abschattungen
nicht
eine
ergiebige
Quelle
fÃ

Â
¼
r
Dichter
und
Maler
in
allen
Zeiten
?
aber
es
sind
die
biblischen
StÃ

Â
¼
cke
alle
durch
kalte
Veredlung
und
die
gesteifte
Kirchenschicklichkeit
aus
ihrer
Einfalt
und
Wahrheit
herausgezogen
und
dem
teilnehmenden
Herzen
entrissen
worden
,
um
gaffende
Augen
des
Dumpfsinns
zu
blenden
.
sitzt
nicht
Maria
zwischen
den
SchnÃ

Â
¶
rkeln
aller
Altareinfassungen
vor
den
Hirten
mit
dem
KnÃ

Â
¤
blein
da
,
als
lieÃ

Â'
sie's
um
Geld
sehn
oder
habe
sich
,
nach
ausgeruhten
vier
Wochen
,
mit
aller
KindbettsmuÃ

Â

e
und
Weibseitelkeit
auf
die
Ehre
dieses
Besuchs
vorbereitet
?
das
ist
nun
schicklich
!
das
ist
gehÃ

Â
¶
rig
!
das
stÃ

Â
¶
Ã

Â

t
nicht
mit
der
Geschichte
!
wie
behandelt
Rembrandt
diesen
Vorwurf
?
er
versetzt
uns
in
einen
dunkeln
Stall
;
Not
hat
die
GebÃ

Â
¤
rerin
getrieben
,
das
Kind
an
der
Brust
,
mit
dem
Vieh
das
Lager
zu
teilen
;
sie
sind
beide
bis
an
Hals
mit
Stroh
und
Kleidern
zugedeckt
;
es
ist
alles
dÃ

Â
¼
ster
,
auÃ

Â

er
einem
LÃ

Â
¤
mpchen
,
das
dem
Vater
leuchtet
,
der
mit
einem
BÃ

Â
¼
chelchen
dasitzt
und
Marien
einige
Gebete
vorzulesen
scheint
.
in
dem
Augenblick
treten
die
Hirten
herein
.
der
vorderste
,
der
mit
einer
Stalllaterne
vorangeht
,
guckt
,
indem
er
die
MÃ

Â
¼
tze
abnimmt
,
in
das
Stroh
.
war
an
diesem
Platze
die
Frage
deutlicher
auszudrÃ

Â
¼
cken
:
ist
hier
der
neugeborne
KÃ

Â
¶
nig
der
Juden
?
und
so
ist
alles
Costume
lÃ

Â
¤
cherlich
!
denn
auch
der
Maler
,
der's
euch
am
besten
zu
beobachten
scheint
,
beobachtet's
nicht
einen
Augenblick
.
derjenige
,
der
auf
die
Tafel
des
reichen
Manns
StengelglÃ

Â
¤
ser
setzte
,
wÃ

Â
¼
rde
Ã

Â
¼
bel
angesehen
werden
,
und
drum
hilft
er
sich
mit
abenteuerlichen
Formen
,
belÃ

Â
¼
gt
euch
mit
unbekannten
TÃ

Â
¶
pfen
,
aus
welchem
uralten
GerÃ

Â
¼
mpelschranke
er
nur
immer
mag
,
und
zwingt
euch
durch
den
markleeren
Adel
Ã

Â
¼
berirdischer
Wesen
in
stattlich
gefalteten
SchleppmÃ

Â
¤
nteln
zu
Bewundrung
und
Ehrfurcht
.
was
der
KÃ

Â
¼
nstler
nicht
geliebt
hat
,
nicht
liebt
,
soll
er
nicht
schildern
,
kann
er
nicht
schildern
.
ihr
findet
Rubensens
Weiber
zu
fleischig
!
ich
sage
euch
,
es
waren
seine
Weiber
,
und
hÃ

Â
¤
tt
'
er
Himmel
und
HÃ

Â
¶
lle
,
Luft
,
Erd
'
und
Meer
mit
Idealen
bevÃ

Â
¶
lkert
,
so
wÃ

Â
¤
re
er
ein
schlechter
Ehmann
gewesen
,
und
es
wÃ

Â
¤
re
nie
krÃ

Â
¤
ftiges
Fleisch
von
seinem
Fleisch
und
Bein
von
seinem
Bein
geworden
.
es
ist
tÃ

Â
¶
rig
,
von
einem
KÃ

Â
¼
nstler
zu
fordern
,
er
soll
viel
,
er
soll
alle
Formen
umfassen
.
hatte
doch
oft
die
Natur
selbst
fÃ

Â
¼
r
ganze
Provinzen
nur
eine
Gesichtsgestalt
zu
vergeben
.
wer
allgemein
sein
will
,
wird
nichts
,
die
EinschrÃ

Â
¤
nkung
ist
dem
KÃ

Â
¼
nstler
so
notwendig
als
jedem
,
der
aus
sich
was
Bedeutendes
bilden
will
.
das
Haften
an
ebendenselben
GegenstÃ

Â
¤
nden
,
an
dem
Schrank
voll
alten
Hausrats
und
wunderbaren
Lumpen
hat
Rembrandt
zu
dem
Einzigen
gemacht
,
der
er
ist
.
denn
ich
will
hier
nur
von
Licht
und
Schatten
reden
,
ob
sich
gleich
auf
Zeichnung
eben
das
anwenden
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
das
Haften
an
eben
der
Gestalt
unter
einer
Lichtsart
muÃ

Â

notwendig
den
,
der
Auge
hat
,
endlich
in
alle
Geheimnisse
leiten
,
wodurch
sich
das
Ding
ihm
darstellt
,
wie
es
ist
.
nimm
jetzo
das
Haften
an
einer
Form
,
unter
allen
Lichtern
,
so
wird
dir
dieses
Ding
immer
lebendiger
,
wahrer
,
runder
,
es
wird
endlich
du
selbst
werden
.
aber
bedenke
,
daÃ

Â

jeder
Menschenkraft
ihre
Grenzen
gegeben
sind
.
wieviel
GegenstÃ

Â
¤
nde
bist
du
imstande
so
zu
fassen
,
daÃ

Â

sie
aus
dir
wieder
neu
hervorgeschaffen
werden
mÃ

Â
¶
gen
?
das
frag
'
dich
,
geh
vom
HÃ

Â
¤
uslichen
aus
und
verbreite
dich
,
so
du
kannst
,
Ã

Â
¼
ber
alle
Welt
.
II
.
dritte
Wallfahrt
nach
Erwins
Grabe
im
Juli
1775
.
Vorbereitung
.
wieder
an
deinem
Grabe
und
dem
Denkmal
des
ewigen
Lebens
in
dir
Ã

Â
¼
ber
deinem
Grabe
,
heiliger
Erwin
!
fÃ

Â
¼
hle
ich
,
Gott
sei
Dank
,
daÃ

Â

ich
bin
,
wie
ich
war
,
noch
immer
so
krÃ

Â
¤
ftig
gerÃ

Â
¼
hrt
von
dem
GroÃ

Â

en
und
,
wo
Wonne
!
noch
einziger
,
ausschlieÃ

Â

ender
gerÃ

Â
¼
hrt
von
dem
Wahren
als
ehemals
,
da
ich
oft
aus
kindlicher
Ergebenheit
das
zu
ehren
mich
bestrebte
,
wofÃ

Â
¼
r
ich
nichts
fÃ

Â
¼
hlte
und
,
mich
selbst
betrÃ

Â
¼
gend
,
den
kraft-
und
wahrheitsleeren
Gegenstand
mit
liebevoller
Ahndung
Ã

Â
¼
bertÃ

Â
¼
nchte
.
wieviel
Nebel
sind
von
meinen
Augen
gefallen
,
und
doch
bist
du
nicht
aus
meinem
Herzen
gewichen
,
alles
belebende
Liebe
!
die
du
mit
der
Wahrheit
wohnst
,
ob
sie
gleich
sagen
,
du
seist
lichtscheu
und
entfliehend
im
Nebel
.
Gebet
.
du
bist
Eins
und
lebendig
,
gezeugt
und
entfaltet
,
nicht
zusammengetragen
und
geflickt
.
vor
dir
,
wie
vor
dem
schaumstÃ

Â
¼
rmenden
Sturze
des
gewaltigen
Rheins
,
wie
vor
der
glÃ

Â
¤
nzenden
Krone
der
ewigen
Schneegebirge
,
wie
vor
dem
Anblick
des
heiter
ausgebreiteten
Sees
und
deiner
Wolkenfelsen
und
wÃ

Â
¼
sten
TÃ

Â
¤
ler
,
grauer
Gotthard
!
wie
vor
jedem
groÃ

Â

en
Gedanken
der
SchÃ

Â
¶
pfung
,
wird
in
der
Seele
reg
,
was
auch
SchÃ

Â
¶
pfungskraft
in
ihr
ist
.
in
Dichtung
stammelt
sie
Ã

Â
¼
ber
,
in
kritzlenden
Strichen
wÃ

Â
¼
hlt
sie
auf
dem
Papier
Anbetung
dem
Schaffenden
,
ewiges
Leben
,
umfassendes
,
unauslÃ

Â
¶
schliches
GefÃ

Â
¼
hl
des
,
das
da
ist
und
da
war
und
da
sein
wird
.
erste
Station
.
ich
will
schreiben
,
denn
mir
ist's
wohl
,
und
sooft
ich
da
schrieb
,
ist's
auch
andern
wohl
worden
,
die's
lasen
,
wenn
ihnen
das
Blut
rein
durch
die
Adern
floÃ

Â

und
die
Augen
ihnen
hell
waren
.
mÃ

Â
¶
g
'
es
euch
wohl
sein
,
meine
Frende
,
wie
mir
in
der
Luft
,
die
mir
Ã

Â
¼
ber
alle
DÃ

Â
¤
cher
der
verzerrten
Stadt
morgendlich
auf
diesem
Umgange
entgegenweht
.
zweite
Station
.
hÃ

Â
¶
her
in
der
Luft
,
hinabschauend
,
schon
Ã

Â
¼
berschauend
die
herrliche
Ebne
,
vaterlandwÃ

Â
¤
rts
,
liebwÃ

Â
¤
rts
und
doch
voll
bleibenden
GefÃ

Â
¼
hls
des
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Augenblicks
.
ich
schrieb
ehmals
ein
Blatt
verhÃ

Â
¼
llter
Innigkeit
,
das
wenige
gute
Seelen
nur
Funken
wehen
sahen
des
,
was
sie
unaussprechlich
und
unausgesprochen
glÃ

Â
¼
cklich
macht
.
wunderlich
war's
,
von
einem
GebÃ

Â
¤
ude
geheimnisvoll
reden
,
Tatsachen
in
RÃ

Â
¤
tsel
hÃ

Â
¼
llen
,
und
von
MaÃ

Â

verhÃ

Â
¤
ltnissen
poetisch
lallen
!
und
doch
geht
mir's
jetzt
nicht
besser
.
so
sei
es
denn
mein
Schicksal
,
wie
es
dein
Schicksal
ist
,
himmelan
strebender
Turn
,
und
deins
,
weitverbreitete
Welt
Gottes
!
angegafft
und
lÃ

Â
¤
ppchensweise
in
den
Gehirnchen
der
Welschen
aller
VÃ

Â
¶
lker
auftapeziert
zu
werden
.
dritte
Station
.
hÃ

Â
¤
tt
'
ich
euch
bei
mir
,
schÃ

Â
¶
pfungsvolle
KÃ

Â
¼
nstler
,
gefÃ

Â
¼
hlvolle
Kenner
!
deren
ich
auf
meinen
kleinen
Wanderungen
so
viele
fand
,
und
auch
euch
,
die
ich
nicht
fand
und
die
sind
.
wenn
euch
dies
Blatt
reichen
wird
,
laÃ

Â

t
es
euch
StÃ

Â
¤
rkung
sein
gegen
das
flache
unermÃ

Â
¼
dete
Anspulen
unbedeutender
MittelmÃ

Â
¤
Ã

Â

igkeit
,
und
solltet
ihr
an
diesen
Platz
kommen
,
gedenkt
mein
in
Liebe
.
tausend
Menschen
ist
die
Welt
ein
RaritÃ

Â
¤
tenkasten
,
die
Bilder
gaukeln
vorÃ

Â
¼
ber
und
verschwinden
,
die
EindrÃ

Â
¼
cke
bleiben
flach
und
einzeln
in
der
Seele
;
drum
lassen
sie
sich
so
leicht
durch
fremdes
Urteil
leiten
,
sie
sind
willig
,
die
EindrÃ

Â
¼
cke
anders
ordnen
,
verschieben
und
ihren
Wert
auf
und
ab
bestimmen
zu
lassen
.
hier
ward
durch
Lenzens
Ankunft
die
Andacht
des
Schreibers
unterbrochen
,
die
Empfindung
ging
in
GesprÃ

Â
¤
che
Ã

Â
¼
ber
,
unter
welchen
die
Ã

Â
¼
brigen
Stationen
vollendet
wurden
.
mit
jedem
Tritte
Ã

Â
¼
berzeugte
man
sich
mehr
:
daÃ

Â

SchÃ

Â
¶
pfungskraft
im
KÃ

Â
¼
nstler
sei
aufschwellendes
GefÃ

Â
¼
hl
der
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
MaÃ

Â

e
und
des
GehÃ

Â
¶
rigen
,
und
daÃ

Â

nur
durch
diese
ein
selbstÃ

Â
¤
ndig
Werk
,
wie
andere
GeschÃ

Â
¶
pfe
durch
ihre
individuelle
Keimkraft
hervorgetrieben
werden
.
einfache
Nachahmung
der
Natur
,
Manier
,
Stil
.
es
scheint
nicht
Ã

Â
¼
berflÃ

Â
¼
ssig
zu
sein
,
genau
anzuzeigen
,
was
wir
uns
bei
diesen
Worten
denken
,
welche
wir
Ã

Â
¶
fters
brauchen
werden
.
denn
wenn
man
sich
gleich
auch
derselben
schon
lange
in
Schriften
bedient
,
wenn
sie
gleich
durch
theoretische
Werke
bestimmt
zu
sein
scheinen
,
so
braucht
denn
doch
jeder
sie
meistens
in
einem
eigenen
Sinne
und
denkt
sich
mehr
oder
weniger
dabei
,
je
schÃ

Â
¤
rfer
oder
schwÃ

Â
¤
cher
er
den
Begriff
gefaÃ

Â

t
hat
,
der
dadurch
ausgedrÃ

Â
¼
ckt
werden
soll
.
einfache
Nachahmung
der
Natur
.
wenn
ein
KÃ

Â
¼
nstler
,
bei
dem
man
das
natÃ

Â
¼
rliche
Talent
voraussetzen
muÃ

Â

,
in
der
frÃ

Â
¼
hsten
Zeit
,
nachdem
er
nur
einigermaÃ

Â

en
Auge
und
Hand
an
Mustern
geÃ

Â
¼
bt
,
sich
an
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
der
Natur
wendete
,
mit
Treue
und
FleiÃ

Â

ihre
Gestalten
,
ihre
Farben
auf
das
genaueste
nachahmte
,
sich
gewissenhaft
niemals
von
ihr
entfernte
,
jedes
GemÃ

Â
¤
lde
,
das
er
zu
fertigen
hÃ

Â
¤
tte
,
wieder
in
ihrer
Gegenwart
anfinge
und
vollendete
,
ein
solcher
wÃ

Â
¼
rde
immer
ein
schÃ

Â
¤
tzenswerter
KÃ

Â
¼
nstler
sein
;
denn
es
kÃ

Â
¶
nnte
ihm
nicht
fehlen
,
daÃ

Â

er
in
einem
unglaublichen
Grade
wahr
wÃ

Â
¼
rde
,
daÃ

Â

seine
Arbeiten
sicher
,
krÃ

Â
¤
ftig
und
reich
sein
mÃ

Â
¼
Ã

Â

ten.
wenn
man
diese
Bedingungen
genau
Ã

Â
¼
berlegt
,
so
sieht
man
leicht
,
daÃ

Â

eine
zwar
fÃ

Â
¤
hige
,
aber
beschrÃ

Â
¤
nkte
Natur
angenehme
,
aber
beschrÃ

Â
¤
nkte
GegenstÃ

Â
¤
nde
auf
diese
Weise
behandlen
kÃ

Â
¶
nne
.
solche
GegenstÃ

Â
¤
nde
mÃ

Â
¼
ssen
leicht
und
immer
zu
haben
sein
;
sie
mÃ

Â
¼
ssen
bequem
gesehen
und
ruhig
nachgebildet
werden
kÃ

Â
¶
nnen
;
das
GemÃ

Â
¼
t
,
das
sich
mit
einer
solchen
Arbeit
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
muÃ

Â

still
,
in
sich
gekehrt
und
in
einem
mÃ

Â
¤
Ã

Â

igen
GenuÃ

Â

genÃ

Â
¼
gsam
sein
.
diese
Art
der
Nachbildung
wÃ

Â
¼
rde
also
bei
sogenannten
toten
oder
stilliegenden
GegenstÃ

Â
¤
nden
von
ruhigen
,
treuen
,
eingeschrÃ

Â
¤
nkten
Menschen
in
AusÃ

Â
¼
bung
gebracht
werden
.
sie
schlieÃ

Â

t
ihrer
Natur
nach
eine
hohe
Vollkommenheit
nicht
aus
.
Manier
.
allein
gewÃ

Â
¶
hnlich
wird
dem
Menschen
eine
solche
Art
,
zu
verfahren
,
zu
Ã

Â
¤
ngstlich
oder
nicht
hinreichend
.
er
sieht
eine
Ã

Â

bereinstimmung
vieler
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
die
er
nur
in
ein
Bild
bringen
kann
,
indem
er
das
Einzelne
aufopfert
;
es
verdrieÃ

Â

t
ihn
,
der
Natur
ihre
Buchstaben
im
Zeichnen
nur
gleichsam
nachzubuchstabieren
;
er
erfindet
sich
selbst
eine
Weise
,
macht
sich
selbst
eine
Sprache
,
um
das
,
was
er
mit
der
Seele
ergriffen
,
wieder
nach
seiner
Art
auszudrÃ

Â
¼
cken
,
einem
Gegenstande
,
den
er
Ã

Â
¶
fters
wiederholt
hat
,
eine
eigne
bezeichnende
Form
zu
geben
,
ohne
,
wenn
er
ihn
wiederholt
,
die
Natur
selbst
vor
sich
zu
haben
,
noch
auch
sich
geradezu
ihrer
ganz
lebhaft
zu
erinnern
.
nun
wird
es
eine
Sprache
,
in
welcher
sich
der
Geist
des
Sprechenden
unmittelbar
ausdrÃ

Â
¼
ckt
und
bezeichnet
.
und
wie
die
Meinungen
Ã

Â
¼
ber
sittliche
GegenstÃ

Â
¤
nde
sich
in
der
Seele
eines
jeden
,
der
selbst
denkt
,
anders
reihen
und
gestalten
,
so
wird
auch
jeder
KÃ

Â
¼
nstler
dieser
Art
die
Welt
anders
sehen
,
ergreifen
und
nachbilden
,
er
wird
ihre
Erscheinungen
bedÃ

Â
¤
chtiger
oder
leichter
fassen
,
er
wird
sie
gesetzter
oder
flÃ

Â
¼
chtiger
wieder
hervorbringen
.
wir
sehen
,
daÃ

Â

diese
Art
der
Nachahmung
am
geschicktesten
bei
GegenstÃ

Â
¤
nden
angewendet
wird
,
welche
in
einem
groÃ

Â

en
Ganzen
viele
kleine
subordinierte
GegenstÃ

Â
¤
nde
enthalten
.
diese
letztere
mÃ

Â
¼
ssen
aufgeopfert
werden
,
wenn
der
allgemeine
Ausdruck
des
groÃ

Â

en
Gegenstandes
erreicht
werden
soll
,
wie
zum
Exempel
bei
Landschaften
der
Fall
ist
,
wo
man
ganz
die
Absicht
verfehlen
wÃ

Â
¼
rde
,
wenn
man
sich
Ã

Â
¤
ngstlich
beim
Einzelnen
aufhalten
und
den
Begriff
des
Ganzen
nicht
vielmehr
festhalten
wollte
.
Stil
.
gelangt
die
Kunst
durch
Nachahmung
der
Natur
,
durch
BemÃ

Â
¼
hung
,
sich
eine
allgemeine
Sprache
zu
machen
,
durch
genaues
und
tiefes
Studium
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
selbst
endlich
dahin
,
daÃ

Â

sie
die
Eigenschaften
der
Dinge
und
die
Art
,
wie
sie
bestehen
,
genau
und
immer
genauer
kennen
lernt
,
daÃ

Â

sie
die
Reihe
der
Gestalten
Ã

Â
¼
bersieht
und
die
verschiedenen
charakteristischen
Formen
nebeneinander
zu
stellen
und
nachzuahmen
weiÃ

Â

,
dann
wird
der
Stil
der
hÃ

Â
¶
chste
Grad
,
wohin
sie
gelangen
kann
;
der
Grad
,
wo
sie
sich
den
hÃ

Â
¶
chsten
menschlichen
BemÃ

Â
¼
hungen
gleichstellen
darf
.
wie
die
einfache
Nachahmung
auf
dem
ruhigen
Dasein
und
einer
liebevollen
Gegenwart
beruhet
,
die
Manier
eine
Erscheinung
mit
einem
leichten
,
fÃ

Â
¤
higen
GemÃ

Â
¼
t
ergreift
,
so
ruht
der
Stil
auf
den
tiefsten
Grundfesten
der
Erkenntnis
,
auf
dem
Wesen
der
Dinge
,
insofern
uns
erlaubt
ist
,
es
in
sichtbaren
und
greiflichen
Gestalten
zu
erkennen
.
die
AusfÃ

Â
¼
hrung
des
oben
Gesagten
wÃ

Â
¼
rde
ganze
BÃ

Â
¤
nde
einnehmen
;
man
kann
auch
schon
manches
darÃ

Â
¼
ber
in
BÃ

Â
¼
chern
finden
;
der
reine
Begriff
aber
ist
allein
an
der
Natur
und
den
Kunstwerken
zu
studieren
.
wir
fÃ

Â
¼
gen
noch
einige
Betrachtungen
hinzu
und
werden
,
sooft
von
bildender
Kunst
die
Rede
ist
,
Gelegenheit
haben
,
uns
dieser
BlÃ

Â
¤
tter
zu
erinnern
.
es
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
leicht
einsehen
,
daÃ

Â

diese
drei
hier
voneinander
geteilten
Arten
,
Kunstwerke
hervorzubringen
,
genau
miteinander
verwandt
sind
,
und
daÃ

Â

eine
in
die
andere
sich
zart
verlaufen
kann
.
die
einfache
Nachahmung
leicht
faÃ

Â

licher
GegenstÃ

Â
¤
nde
-
wir
wollen
hier
zum
Beispiel
Blumen
und
FrÃ

Â
¼
chte
nehmen
-
kann
schon
auf
einen
hohen
Grad
gebracht
werden
.
es
ist
natÃ

Â
¼
rlich
,
daÃ

Â

einer
,
der
Rosen
nachbildet
,
bald
die
schÃ

Â
¶
nsten
und
frischesten
Rosen
kennen
und
unterscheiden
und
unter
Tausenden
,
die
ihm
der
Sommer
anbietet
,
heraussuchen
werde
.
also
tritt
hier
schon
die
Wahl
ein
,
ohne
daÃ

Â

sich
der
KÃ

Â
¼
nstler
einen
allgemeinen
bestimmten
Begriff
von
der
SchÃ

Â
¶
nheit
der
Rose
gemacht
hÃ

Â
¤
tte
.
er
hat
mit
faÃ

Â

lichen
Formen
zu
tun
;
alles
kommt
auf
die
mannigfaltige
Bestimmung
und
die
Farbe
der
OberflÃ

Â
¤
che
an
.
die
pelzige
Pfirsche
,
die
fein
bestaubte
Pflaume
,
den
glatten
Apfel
,
die
glÃ

Â
¤
nzende
Kirsche
,
die
blendende
Rose
,
die
mannigfaltigen
Nelken
,
die
bunten
Tulpen
,
alle
wird
er
nach
Wunsch
im
hÃ

Â
¶
chsten
Grade
der
Vollkommenheit
ihrer
BlÃ

Â
¼
te
und
Reife
in
seinem
stillen
Arbeitszimmer
vor
sich
haben
;
er
wird
ihnen
die
gÃ

Â
¼
nstigste
Beleuchtung
geben
;
sein
Auge
wird
sich
an
die
Harmonie
der
glÃ

Â
¤
nzenden
Farben
,
gleichsam
spielend
,
gewÃ

Â
¶
hnen
;
er
wird
alle
Jahre
dieselben
GegenstÃ

Â
¤
nde
zu
erneuern
wieder
imstande
sein
,
und
durch
eine
ruhige
nachahmende
Betrachtung
des
simpeln
Daseins
die
Eigenschaften
dieser
GegenstÃ

Â
¤
nde
ohne
mÃ

Â
¼
hsame
Abstraktion
erkennen
und
fassen
:
und
so
werden
die
Wunderwerke
eines
Huysums
,
einer
Rachel
Ruysch
entstehen
,
welche
KÃ

Â
¼
nstler
sich
gleichsam
Ã

Â
¼
ber
das
MÃ

Â
¶
gliche
hinÃ

Â
¼
ber
gearbeitet
haben
.
es
ist
offenbar
,
daÃ

Â

ein
solcher
KÃ

Â
¼
nstler
nur
desto
grÃ

Â
¶
Ã

Â

er
und
entschiedener
werden
muÃ

Â

,
wenn
er
zu
seinem
Talente
noch
ein
unterrichteter
Botaniker
ist
:
wenn
er
,
von
der
Wurzel
an
,
den
EinfluÃ

Â

der
verschiedenen
Teile
auf
das
Gedeihen
und
den
Wachstum
der
Pflanze
,
ihre
Bestimmung
und
wechselseitige
Wirkungen
erkennt
;
wenn
er
die
sukzessive
Entwicklung
der
BlÃ

Â
¤
tter
,
Blumen
,
Befruchtung
,
Frucht
und
des
neuen
Keimes
einsiehet
und
Ã

Â
¼
berdenkt
.
er
wird
alsdenn
nicht
bloÃ

Â

durch
die
Wahl
aus
den
Erscheinungen
seinen
Geschmack
zeigen
,
sondern
er
wird
uns
auch
durch
eine
richtige
Darstellung
der
Eigenschaften
zugleich
in
Verwunderung
setzen
und
belehren
.
in
diesem
Sinne
wÃ

Â
¼
rde
man
sagen
kÃ

Â
¶
nnen
,
er
habe
sich
einen
Stil
gebildet
;
da
man
von
der
andern
Seite
leicht
einsehen
kann
,
wie
ein
solcher
Meister
,
wenn
er
es
nicht
gar
so
genau
nÃ

Â
¤
hme
,
wenn
er
nur
das
Auffallende
,
Blendende
leicht
auszudrÃ

Â
¼
cken
beflissen
wÃ

Â
¤
re
,
gar
bald
in
die
Manier
Ã

Â
¼
bergehen
wÃ

Â
¼
rde
.
die
einfache
Nachahmung
arbeitet
also
gleichsam
im
Vorhofe
des
Stils
.
je
treuer
,
sorgfÃ

Â
¤
ltiger
,
reiner
sie
zu
Werke
gehet
,
je
ruhiger
sie
das
,
was
sie
erblickt
,
empfindet
,
je
gelassener
sie
es
nachahmt
,
je
mehr
sie
sich
dabei
zu
denken
gewÃ

Â
¶
hnt
,
das
heiÃ

Â

t
,
je
mehr
sie
das
Ã

Â

hnliche
zu
vergleichen
,
das
UnÃ

Â
¤
hnliche
voneinander
abzusondern
und
einzelne
GegenstÃ

Â
¤
nde
unter
allgemeine
Begriffe
zu
ordnen
lernet
,
desto
wÃ

Â
¼
rdiger
wird
sie
sich
machen
,
die
Schwelle
des
Heiligtums
selbst
zu
betreten
.
wenn
wir
nun
ferner
die
Manier
betrachten
,
so
sehen
wir
,
daÃ

Â

sie
im
hÃ

Â
¶
chsten
Sinne
und
in
der
reinsten
Bedeutung
des
Worts
ein
Mittel
zwischen
der
einfachen
Nachahmung
und
dem
Stil
sein
kÃ

Â
¶
nne
.
je
mehr
sie
bei
ihrer
leichteren
Methode
sich
der
treuen
Nachahmung
nÃ

Â
¤
hert
,
je
eifriger
sie
von
der
andern
Seite
das
Charakteristische
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
zu
ergreifen
und
faÃ

Â

lich
auszudrÃ

Â
¼
cken
sucht
,
je
mehr
sie
beides
durch
eine
reine
,
lebhafte
,
tÃ

Â
¤
tige
IndividualitÃ

Â
¤
t
verbindet
,
desto
hÃ

Â
¶
her
,
grÃ

Â
¶
Ã

Â

er
und
respektabler
wird
sie
werden
.
unterlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
ein
solcher
KÃ

Â
¼
nstler
,
sich
an
die
Natur
zu
halten
und
an
die
Natur
zu
denken
,
so
wird
er
sich
immer
mehr
von
der
Grundfeste
der
Kunst
entfernen
,
seine
Manier
wird
immer
leerer
und
unbedeutender
werden
,
je
weiter
sie
sich
von
der
einfachen
Nachahmung
und
von
dem
Stil
entfernt
.
wir
brauchen
hier
nicht
zu
wiederholen
,
daÃ

Â

wir
das
Wort
Manier
in
einem
hohen
und
respektablen
Sinne
nehmen
,
daÃ

Â

also
die
KÃ

Â
¼
nstler
,
deren
Arbeiten
nach
unsrer
Meinung
in
den
Kreis
der
Manier
fallen
,
sich
Ã

Â
¼
ber
uns
nicht
zu
beschweren
haben
.
es
ist
uns
bloÃ

Â

angelegen
,
das
Wort
Stil
in
den
hÃ

Â
¶
chsten
Ehren
zu
halten
,
damit
uns
ein
Ausdruck
Ã

Â
¼
brig
bleibe
,
um
den
hÃ

Â
¶
chsten
Grad
zu
bezeichnen
,
welchen
die
Kunst
je
erreicht
hat
und
je
erreichen
kann
.
diesen
Grad
auch
nur
zu
erkennen
,
ist
schon
eine
groÃ

Â

e
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
,
und
davon
sich
mit
VerstÃ

Â
¤
ndigen
unterhalten
,
ein
edles
VergnÃ

Â
¼
gen
,
das
wir
uns
in
der
Folge
zu
verschaffen
manche
Gelegenheit
finden
werden
.
Baukunst
.
in
jeder
Kunst
ist
schwerer
,
als
man
glaubt
,
zu
bestimmen
,
was
lobens-
oder
tadelnswert
sei
;
um
einigermaÃ

Â

en
eine
Norm
fÃ

Â
¼
r
unsere
Urteile
Ã

Â
¼
ber
Baukunst
zu
finden
,
mache
ich
folgende
Deduktion
und
bemerke
nur
vorlÃ

Â
¤
ufig
,
daÃ

Â

einiges
,
was
ich
sagen
werde
,
allen
KÃ

Â
¼
nsten
gemein
ist
;
um
aber
nicht
in
Zweifel
zu
geraten
,
spreche
ich
davon
bloÃ

Â

vorzÃ

Â
¼
glich
auf
die
Baukunst
.
die
Baukunst
setzt
ein
Material
voraus
,
welches
zu
dreierlei
Zwecken
stufenweise
angewendet
werden
kann
.
der
BaukÃ

Â
¼
nstler
lernt
die
Eigenschaften
des
Materials
kennen
und
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
entweder
von
den
Eigenschaften
gebieten
,
z.
B.
daÃ

Â

der
Stein
bloÃ

Â

vertikal
trÃ

Â
¤
gt
und
getragen
wird
,
das
Holz
hingegen
auf
eine
groÃ

Â

e
Weite
horizontal
trÃ

Â
¤
gt
-
hierbei
ist
das
gemeine
Handwerk
hinreichend
-
,
oder
er
zwingt
das
Material
wie
den
Stein
durch
GewÃ

Â
¶
lbe
,
durch
Klammern
,
den
Balken
durch
Hangwerke
,
und
hierzu
ist
schon
mechanische
Kenntnis
und
Einsicht
nÃ

Â
¶
tig
.
wir
wenden
uns
nun
zu
den
drei
Zwecken
,
diese
sind
:
der
nÃ

Â
¤
chste
,
der
hÃ

Â
¶
here
und
der
hÃ

Â
¶
chste
.
der
nÃ

Â
¤
chste
,
wenn
der
bloÃ

Â

notwendig
ist
,
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
durch
eine
rohe
Naturpfuscherei
sinnlich
erreichen
;
wird
diese
Notwendigkeit
mannigfaltiger
,
was
wir
nÃ

Â
¼
tzlich
nennen
,
so
gehÃ

Â
¶
rt
schon
eine
HandwerksÃ

Â
¼
bung
dazu
,
um
ihn
zu
erreichen
;
dieser
nÃ

Â
¤
chste
Zweck
und
dessen
Beurteilung
ist
dem
mehr
oder
weniger
gebildeten
Menschenverstand
Ã

Â
¼
berlassen
,
das
Notwendige
mit
Bequemlichkeit
vollbringen
zu
kÃ

Â
¶
nnen
.
soll
aber
das
BaugeschÃ

Â
¤
ft
den
Namen
einer
Kunst
verdienen
,
so
muÃ

Â

es
neben
dem
Notwendigen
und
NÃ

Â
¼
tzlichen
auch
sinnlich-harmonische
GegenstÃ

Â
¤
nde
hervorbringen
.
dieses
Sinnlich-Harmonische
ist
in
jeder
Kunst
von
eigner
Art
und
bedingt
;
es
kann
nur
innerhalb
seiner
Bedingung
beurteilt
werden
.
diese
Bedingungen
entspringen
aus
dem
Material
,
aus
dem
Zweck
und
aus
der
Natur
des
Sinns
,
fÃ

Â
¼
r
welchen
das
Ganze
harmonisch
sein
soll
.
man
sollte
denken
,
die
Baukunst
als
schÃ

Â
¶
ne
Kunst
arbeite
allein
fÃ

Â
¼
rs
Auge
;
allein
sie
soll
vorzÃ

Â
¼
glich
,
und
worauf
man
am
wenigsten
achthat
,
fÃ

Â
¼
r
den
Sinn
der
mechanischen
Bewegung
des
menschlichen
KÃ

Â
¶
rpers
arbeiten
;
wir
fÃ

Â
¼
hlen
eine
angenehme
Empfindung
,
wenn
wir
uns
im
Tanze
nach
gewissen
Gesetzen
bewegen
;
eine
Ã

Â
¤
hnliche
Empfindung
sollten
wir
bei
jemand
erregen
kÃ

Â
¶
nnen
,
den
wir
mit
verbundenen
Augen
durch
ein
wohlgebautes
Haus
hindurchfÃ

Â
¼
hren
.
hier
tritt
die
schwere
und
komplizierte
Lehre
von
den
Proportionen
ein
,
wodurch
der
Charakter
des
GebÃ

Â
¤
udes
und
seiner
verschiedenen
Teile
mÃ

Â
¶
glich
wird
.
hier
tritt
nun
aber
bald
die
Betrachtung
des
hÃ

Â
¶
chsten
Zweckes
ein
,
welcher
,
wenn
man
so
sagen
darf
,
die
Ã

Â

berbefriedigung
des
Sinnes
sich
vornimmt
und
einen
gebildeten
Geist
bis
zum
Erstaunen
und
EntzÃ

Â
¼
cken
erhebt
;
es
kann
dieses
nur
durch
das
Genie
,
das
sich
zum
Herrn
der
Ã

Â
¼
brigen
Erfordernisse
gemacht
hÃ

Â
¤
tte
,
hervorgebracht
werden
;
es
ist
dieses
der
poetische
Teil
der
Baukunst
,
in
welchem
die
Fiktion
eigentlich
wirkt
.
die
Baukunst
ist
keine
nachahmende
Kunst
,
sondern
eine
Kunst
fÃ

Â
¼
r
sich
,
aber
sie
kann
auf
ihrer
hÃ

Â
¶
chsten
Stufe
der
Nachahmung
nicht
entbehren
;
sie
Ã

Â
¼
bertrÃ

Â
¤
gt
die
Eigenschaften
eines
Materials
zum
Schein
auf
das
andere
,
wie
z.
B.
bei
allen
SÃ

Â
¤
ulenordnungen
die
Holzbaukunst
nachgeahmt
ist
;
sie
Ã

Â
¼
bertrÃ

Â
¤
gt
die
Eigenschaften
eines
GebÃ

Â
¤
udes
aufs
andere
,
wie
sie
z.
B.
SÃ

Â
¤
ulen
und
Pilaster
mit
Mauern
verbindet
;
sie
tut
es
,
um
mannigfaltig
und
reich
zu
werden
,
und
so
schwer
es
hier
vor
den
KÃ

Â
¼
nstler
ist
,
immer
zu
fÃ

Â
¼
hlen
,
ob
er
das
Schicklichkeit
tue
,
so
schwer
ist
es
fÃ

Â
¼
r
den
Kenner
,
zu
urteilen
,
ob
das
Schickliche
getan
sei
.
diese
Absonderung
der
verschiedenen
Zwecke
wird
uns
sowohl
bei
der
Betrachtung
der
verschiedenen
GebÃ

Â
¤
ude
sehr
zustatten
kommen
,
als
auch
in
der
Geschichte
der
Baukunst
zum
Leitfaden
dienen
.
solange
man
nur
den
nÃ

Â
¤
chsten
Zweck
vor
Augen
hatte
und
sich
von
dem
Material
mehr
beherrschen
lieÃ

Â

,
als
daÃ

Â

man
es
beherrschte
,
war
an
keine
Kunst
zu
denken
,
und
es
ist
die
Frage
,
ob
die
Etrurier
in
diesem
Sinne
ehemals
Baukunst
gehabt
haben
;
solange
man
groÃ

Â

e
Steine
,
wie
man
sie
findet
,
in
allen
Gestalten
und
Richtungen
zusammenfÃ

Â
¼
gt
,
kann
noch
nicht
einmal
der
Zufall
den
Handwerker
auf
Symmetrie
hinweisen
;
er
wird
erst
eine
Weile
viereckte
Steine
in
horizontaler
Lage
Ã

Â
¼
bereinander
gemauert
haben
,
bis
es
ihm
einfÃ

Â
¤
llt
,
daÃ

Â

er
jene
aussondern
,
gleich
und
gleich
zusammenbringen
,
sie
symmetrisch
legen
oder
wohl
gar
zu
einerlei
MaÃ

Â

behauen
sollen
.
bei
Betrachtung
der
Geschichte
der
Baukunst
unter
den
Griechen
sieht
man
,
daÃ

Â

es
ihr
Vorteil
war
,
daÃ

Â

sie
sich
unablÃ

Â
¤
ssig
in
einem
engen
Kreise
herumdrehten
und
dadurch
ihren
Sinn
Ã

Â
¼
bten
und
verfeinerten
;
die
dorischen
Tempel
von
Sizilien
und
GroÃ

Â

griechenland
sind
alle
nach
einer
Idee
aufgebauet
und
sind
doch
sehr
verschieden
voneinander
.
es
scheint
,
als
wenn
in
den
frÃ

Â
¼
hern
Zeiten
der
Baukunst
der
Begriff
des
Charakters
,
den
das
GebÃ

Â
¤
ude
haben
soll
,
Ã

Â
¼
ber
das
MaÃ

Â

geherrscht
habe
;
denn
der
Charakter
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
eigentlich
durch
MaÃ

Â

nicht
ausdrucken
,
und
wir
sehen
bei
Ausmessungen
wirklicher
GebÃ

Â
¤
ude
,
wie
schwer
es
sei
,
ihre
Teile
auf
ZahlverhÃ

Â
¤
ltnisse
zu
reduzieren
;
es
war
gewiÃ

Â

kein
Vorteil
fÃ

Â
¼
r
die
neuere
Baukunst
,
als
man
anfing
,
anstatt
auf
den
Charakter
aufmerksam
zu
machen
,
die
ZahlverhÃ

Â
¤
ltnisse
zu
lehren
,
nach
welchen
die
verschiedenen
Ordnungen
aufgestellt
werden
sollen
.
am
meisten
aber
ist
man
in
dem
Hauptpunkte
zurÃ

Â
¼
ckgeblieben
,
man
hat
das
Eigentliche
der
Fiktion
,
das
Schickliche
der
Nachahmung
selten
verstanden
,
da
man
es
doch
am
nÃ

Â
¶
tigsten
brauchte
,
indem
man
das
,
was
sonst
nur
Tempeln
und
Ã

Â
¶
ffentlichen
GebÃ

Â
¤
uden
angehÃ

Â
¶
rte
,
auf
Privatwohnungen
herÃ

Â
¼
bertrug
,
um
ihnen
ein
herrliches
Ansehn
zu
geben
.
man
kann
sagen
,
daÃ

Â

in
der
neuern
Zeit
auf
diese
Art
eine
doppelte
Fiktion
und
zweifache
Nachahmung
entstanden
ist
,
welche
sowohl
bei
ihrer
Anwendung
als
bei
der
Beurteilung
Geist
und
Sinn
erfordern
.
hierinne
hat
niemand
den
Palladio
Ã

Â
¼
bertroffen
,
er
hat
sich
in
dieser
Laufbahn
am
freiesten
bewegt
,
und
wenn
er
ihre
Grenzen
Ã

Â
¼
berschritt
,
so
verzeiht
man
ihm
doch
immer
,
was
man
an
ihm
tadelt
.
diese
Lehre
von
der
Fiktion
,
von
ihren
geistigen
Gesetzen
ist
nÃ

Â
¶
tig
,
um
gewissen
Puristen
zu
begegnen
,
die
auch
in
der
Baukunst
gern
alles
zu
Prosa
machen
mÃ

Â
¶
chten
.
wenn
wir
die
verschiedenen
Teile
der
Baukunst
einzeln
werden
durchgegangen
haben
,
so
kann
das
bisher
Gesagte
bestimmter
ausgedruckt
und
besser
verstanden
werden
.
Einleitung
in
die
PropylÃ

Â
¤
en
.
der
JÃ

Â
¼
ngling
,
wenn
Natur
und
Kunst
ihn
anziehen
,
glaubt
mit
einem
lebhaften
Streben
bald
in
das
innerste
Heiligtum
zu
dringen
;
der
Mann
bemerkt
,
nach
langem
Umherwandeln
,
daÃ

Â

er
sich
noch
immer
in
den
VorhÃ

Â
¶
fen
befinde
.
eine
solche
Betrachtung
hat
unsern
Titel
veranlaÃ

Â

t.
Stufe
,
Tor
,
Eingang
,
Vorhalle
,
der
Raum
zwischen
dem
Innern
und
Ã

Â

uÃ

Â

ern
,
zwischen
dem
Heiligen
und
Gemeinen
kann
nur
die
Stelle
sein
,
auf
der
wir
uns
mit
unsern
Freunden
gewÃ

Â
¶
hnlich
aufhalten
werden
.
will
jemand
noch
besonders
bei
dem
Worte
PropylÃ

Â
¤
en
sich
jener
GebÃ

Â
¤
ude
erinner
,
durch
die
man
zur
atheniensischen
Burg
,
zum
Tempel
der
Minerva
gelangte
,
so
ist
auch
dies
nicht
gegen
unsere
Absicht
;
nur
daÃ

Â

man
uns
nicht
die
AnmaÃ

Â

ung
zutraue
,
als
gedÃ

Â
¤
chten
wir
ein
solches
Werk
der
Kunst
und
Pracht
hier
selbst
aufzufÃ

Â
¼
hren
.
unter
dem
Namen
des
Orts
verstehe
man
das
,
was
daselbst
allenfalls
hÃ

Â
¤
tte
geschehen
kÃ

Â
¶
nnen
:
man
erwarte
GesprÃ

Â
¤
che
,
Unterhaltungen
,
die
vielleicht
nicht
unwÃ

Â
¼
rdig
jenes
Platzes
gewesen
wÃ

Â
¤
ren
.
werden
nicht
Denker
,
Gelehrte
,
KÃ

Â
¼
nstler
angelockt
,
sich
in
ihren
besten
Stunden
in
jene
Gegenden
zu
versetzen
,
unter
einem
Volke
wenigstens
in
der
Einbildungskraft
zu
wohnen
,
dem
eine
Vollkommenheit
,
die
wir
wÃ

Â
¼
nschen
und
nie
erreichen
,
natÃ

Â
¼
rlich
war
,
bei
dem
in
einer
Folge
von
Zeit
und
Leben
sich
eine
Bildung
in
schÃ

Â
¶
ner
und
steigender
Reihe
entwickelt
,
die
bei
uns
nur
als
StÃ

Â
¼
ckwerk
vorÃ

Â
¼
bergehend
erscheint
?
welche
neuere
Nation
verdankt
nicht
den
Griechen
ihre
Kunstbildung
?
und
,
in
gewissen
FÃ

Â
¤
chern
,
welche
mehr
als
die
deutsche
?
so
viel
zur
Entschuldigung
des
symbolischen
Titels
,
wenn
sie
ja
nÃ

Â
¶
tig
sein
sollte
.
er
stehe
uns
zur
Erinnerung
,
daÃ

Â

wir
uns
so
wenig
als
mÃ

Â
¶
glich
vom
klassischen
Boden
entfernen
,
er
erleichtere
durch
seine
KÃ

Â
¼
rze
und
Bedeutsamkeit
die
Nachfrage
der
Kunstfreunde
,
die
wir
durch
gegenwÃ

Â
¤
rtiges
Werk
zu
interessieren
gedenken
,
das
Bemerkungen
und
Betrachtungen
harmonisch
verbundener
Freunde
Ã

Â
¼
ber
Natur
und
Kunst
enthalten
soll
.
derjenige
,
der
zum
KÃ

Â
¼
nstler
berufen
ist
,
wird
auf
alles
um
sich
her
lebhaft
achtgeben
,
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
und
ihre
Teile
werden
seine
Aufmerksamkeit
an
sich
ziehen
,
und
indem
er
praktischen
Gebrauch
von
solchen
Erfahrungen
macht
,
wird
er
sich
nach
und
nach
Ã

Â
¼
ben
,
immer
schÃ

Â
¤
rfer
zu
bemerken
,
er
wird
in
seiner
frÃ

Â
¼
hern
Zeit
alles
soviel
mÃ

Â
¶
glich
zu
eignem
Gebrauch
verwenden
,
spÃ

Â
¤
ter
wird
er
sich
auch
andern
gerne
mitteilen
.
so
gedenken
auch
wir
manches
,
was
wir
fÃ

Â
¼
r
nÃ

Â
¼
tzlich
und
angenehm
halten
,
was
unter
mancherlei
UmstÃ

Â
¤
nden
von
uns
seit
mehrern
Jahren
aufgezeichnet
worden
,
unsern
Lesern
vorzulegen
und
zu
erzÃ

Â
¤
hlen
.
allein
wer
bescheidet
sich
nicht
gern
,
daÃ

Â

reine
Bemerkungen
seltner
sind
,
als
man
glaubt
?
wir
vermischen
so
schnell
unsere
Empfindungen
,
unsere
Meinung
,
unser
Urteil
mit
dem
,
was
wir
erfahren
,
daÃ

Â

wir
in
dem
ruhigen
Zustande
des
Beobachters
nicht
lange
verharren
,
sondern
bald
Betrachtungen
anstellen
,
auf
die
wir
kein
grÃ

Â
¶
Ã

Â

er
Gewicht
legen
dÃ

Â
¼
rfen
,
als
insofern
wir
uns
auf
die
Natur
und
Ausbildung
unsers
Geistes
einigermaÃ

Â

en
verlassen
mÃ

Â
¶
chten
.
was
uns
hierin
eine
stÃ

Â
¤
rkere
Zuversicht
zu
geben
vermag
,
ist
die
Harmonie
,
in
der
wir
mit
mehreren
stehen
,
ist
die
Erfahrung
,
daÃ

Â

wir
nicht
allein
,
sondern
gemeinschaftlich
denken
und
wirken
.
die
zweifelhafte
Sorge
,
unsere
Vorstellungsart
mÃ

Â
¶
chte
uns
nur
allein
angehÃ

Â
¶
ren
,
die
uns
so
oft
Ã

Â
¼
berfÃ

Â
¤
llt
,
wenn
andere
gerade
das
Gegenteil
von
unserer
Ã

Â

berzeugung
aussprechen
,
wird
erst
gemildert
,
ja
aufgehoben
,
wenn
wir
uns
in
mehreren
wiederfinden
;
dann
fahren
wir
erst
mit
Sicherheit
fort
,
uns
in
dem
Besitze
solcher
GrundsÃ

Â
¤
tze
zu
erfreuen
,
die
eine
lange
Erfahrung
uns
und
andern
nach
und
nach
bewÃ

Â
¤
hrt
hat
.
wenn
mehrere
vereint
auf
diese
Weise
zusammenleben
,
daÃ

Â

sie
sich
Freunde
nennen
dÃ

Â
¼
rfen
,
indem
sie
ein
gleiches
Interesse
haben
,
sich
fortschreitend
auszubilden
,
und
auf
nahverwandte
Zwecke
losgehen
,
dann
werden
sie
gewiÃ

Â

sein
,
daÃ

Â

sie
sich
auf
den
vielfachsten
Wegen
wieder
begegnen
und
daÃ

Â

selbst
eine
Richtung
,
die
sie
voneinander
zu
entfernen
schien
,
sie
doch
bald
wieder
glÃ

Â
¼
cklich
zusammenfÃ

Â
¼
hren
wird
.
wer
hat
nicht
erfahren
,
welche
Vorteile
in
solchen
FÃ

Â
¤
llen
das
GesprÃ

Â
¤
ch
gewÃ

Â
¤
hrt
!
allein
es
ist
vorÃ

Â
¼
bergehend
,
und
indem
die
Resultate
einer
wechselseitigen
Ausbildung
unauslÃ

Â
¶
schlich
bleiben
,
geht
die
Erinnerung
der
Mittel
verloren
,
durch
welche
man
dazu
gelangt
ist
.
ein
Briefwechsel
bewahrt
schon
besser
die
Stufen
eines
freundschaftlichen
Fortschrittes
:
jeder
Moment
des
Wachstums
ist
fixiert
,
und
wenn
das
Erreichte
uns
eine
beruhigende
Empfindung
gibt
,
so
ist
ein
Blick
rÃ

Â
¼
ckwÃ

Â
¤
rts
auf
das
Werden
belehrend
,
indem
er
uns
zugleich
ein
kÃ

Â
¼
nftiges
,
unablÃ

Â
¤
ssiges
Fortschreiten
hoffen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
kurze
AufsÃ

Â
¤
tze
,
in
die
man
von
Zeit
zu
Zeit
seine
Gedanken
,
seine
Ã

Â

berzeugungen
und
WÃ

Â
¼
nsche
niederlegt
,
um
sich
nach
einiger
Zeit
wieder
mit
sich
selbst
zu
unterhalten
,
sind
auch
ein
schÃ

Â
¶
nes
HÃ

Â
¼
lfsmittel
eigner
und
fremder
Bildung
,
deren
keines
versÃ

Â
¤
umt
werden
darf
,
wenn
man
die
KÃ

Â
¼
rze
der
dem
Leben
zugemeÃ

Â

nen
Zeit
und
die
vielen
Hindernisse
bedenkt
,
die
einer
jeden
AusfÃ

Â
¼
hrung
im
Wege
stehn
.
daÃ

Â

hier
besonders
von
einem
Ideenwechsel
solcher
Freunde
die
Rede
sei
,
die
sich
im
allgemeinern
zu
KÃ

Â
¼
nsten
und
Wissenschaften
auszubilden
streben
,
versteht
sich
von
selbst
,
obgleich
ein
Welt-
und
GeschÃ

Â
¤
ftsleben
auch
eines
solchen
Vorteils
nicht
ermangeln
sollte
.
bei
KÃ

Â
¼
nsten
und
Wissenschaften
aber
ist
nicht
allein
eine
solche
engere
Verbindung
,
sondern
auch
das
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
dem
Publikum
ebenso
gÃ

Â
¼
nstig
,
als
es
ein
BedÃ

Â
¼
rfnis
wird
.
was
man
irgend
Allgemeines
denkt
oder
leistet
,
gehÃ

Â
¶
rt
der
Welt
an
,
und
das
,
was
sie
von
den
BemÃ

Â
¼
hungen
der
einzelnen
nutzen
kann
,
bringt
sie
auch
selbst
zur
Reife
.
der
Wunsch
nach
Beifall
,
welchen
der
Schriftsteller
fÃ

Â
¼
hlt
,
ist
ein
Trieb
,
den
ihm
die
Natur
eingepflanzt
hat
,
um
ihn
zu
etwas
HÃ

Â
¶
herem
anzulocken
;
er
glaubt
den
Kranz
schon
erreicht
zu
haben
,
und
wird
bald
gewahr
,
daÃ

Â

eine
mÃ

Â
¼
hsamere
Ausbildung
jeder
angebornen
FÃ

Â
¤
higkeit
nÃ

Â
¶
tig
ist
,
um
die
Ã

Â
¶
ffentliche
Gunst
festzuhalten
,
die
wohl
auch
durch
GlÃ

Â
¼
ck
und
Zufall
auf
kurze
Momente
erlangt
werden
kann
.
so
bedeutend
ist
fÃ

Â
¼
r
den
Schriftsteller
in
einer
frÃ

Â
¼
hern
Zeit
sein
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zum
Publikum
,
und
selbst
in
spÃ

Â
¤
tern
Tagen
kann
er
es
nicht
entbehren
.
so
wenig
er
auch
bestimmt
sein
mag
,
andere
zu
belehren
,
so
wÃ

Â
¼
nscht
er
doch
,
sich
denen
mitzuteilen
,
die
er
sich
gleichgesinnt
weiÃ

Â

,
deren
Anzahl
aber
in
der
Breite
der
Welt
zerstreut
ist
;
er
wÃ

Â
¼
nscht
sein
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
den
Ã

Â
¤
ltesten
Freunden
dadurch
wieder
anzuknÃ

Â
¼
pfen
,
mit
neuen
es
fortzusetzen
und
in
der
letzten
Generation
sich
wieder
andere
fÃ

Â
¼
r
seine
Ã

Â
¼
brige
Lebenszeit
zu
gewinnen
.
er
wÃ

Â
¼
nscht
der
Jugend
die
Umwege
zu
ersparen
,
auf
denen
er
sich
selbst
verirrte
,
und
,
indem
er
die
Vorteile
der
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Zeit
bemerkt
und
nutzt
,
das
Andenken
verdienstlicher
frÃ

Â
¼
herer
BemÃ

Â
¼
hungen
zu
erhalten
.
in
diesem
ernsten
Sinne
verband
sich
eine
kleine
Gesellschaft
;
eine
heitere
Stimmung
mÃ

Â
¶
ge
unsere
Unternehmungen
begleiten
,
und
wohin
wir
gelangen
,
mag
die
Zeit
lehren
.
die
AufsÃ

Â
¤
tze
,
welche
wir
vorzulegen
gedenken
,
werden
,
ob
sie
gleich
von
mehrern
verfaÃ

Â

t
sind
,
in
Hauptpunkten
hoffentlich
niemals
miteinander
in
Widerspruch
stehen
,
wenn
auch
die
Denkart
der
Verfasser
nicht
vÃ

Â
¶
llig
die
gleiche
sein
sollte
.
kein
Mensch
betrachtet
die
Welt
ganz
wie
der
andere
,
und
verschiedene
Charaktere
werden
oft
den
gleichen
Grundsatz
,
den
sie
sÃ

Â
¤
mtlich
anerkennen
,
verschieden
anwenden
.
ja
,
der
Mensch
ist
sich
in
seinen
Anschauungen
und
Urteilen
nicht
immer
selbst
gleich
:
frÃ

Â
¼
here
Ã

Â

berzeugungen
mÃ

Â
¼
ssen
spÃ

Â
¤
tern
weichen
.
mÃ

Â
¶
ge
immerhin
das
Einzelne
,
was
man
denkt
und
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ert
,
nicht
alle
Proben
aushalten
,
wenn
man
nur
auf
seinem
Wege
gegen
sich
selbst
und
gegen
andre
wahr
bleibt
!
so
sehr
nun
auch
die
Verfasser
untereinander
und
mit
einem
groÃ

Â

en
Teil
des
Publikums
in
Harmonie
zu
stehen
wÃ

Â
¼
nschen
und
hoffen
,
so
dÃ

Â
¼
rfen
sie
sich
doch
nicht
verbergen
,
daÃ

Â

ihnen
von
verschiedenen
Seiten
mancher
MiÃ

Â

ton
entgegenklingen
wird
.
sie
haben
dies
um
so
mehr
zu
erwarten
,
als
sie
von
den
herrschenden
Meinungen
in
mehr
als
einem
Punkte
abweichen
.
weit
entfernt
,
die
Denkart
irgendeines
Dritten
meistern
oder
verÃ

Â
¤
ndern
zu
wollen
,
werden
sie
ihre
Meinung
fest
aussprechen
und
,
wie
es
die
UmstÃ

Â
¤
nde
geben
,
einer
Fehde
ausweichen
oder
sie
aufnehmen
;
im
ganzen
aber
immer
auf
einem
Bekenntnisse
halten
und
besonders
diejenigen
Bedingungen
,
die
ihnen
zu
Bildung
eines
KÃ

Â
¼
nstlers
unerlÃ

Â
¤
Ã

Â

lich
scheinen
,
oft
genug
wiederholen
.
wem
um
die
Sache
zu
tun
ist
,
der
muÃ

Â

Partei
zu
nehmen
wissen
,
sonst
verdient
er
nirgends
zu
wirken
.
wenn
wir
nun
Bemerkungen
und
Betrachtungen
Ã

Â
¼
ber
Natur
vorzulegen
versprechen
,
so
mÃ

Â
¼
ssen
wir
zugleich
anzeigen
,
daÃ

Â

es
besonders
solche
sein
werden
,
die
sich
zunÃ

Â
¤
chst
auf
bildende
Kunst
,
so
wie
auf
Kunst
Ã

Â
¼
berhaupt
,
dann
aber
auch
auf
allgemeine
Bildung
des
KÃ

Â
¼
nstlers
beziehen
.
die
vornehmste
Forderung
,
die
an
den
KÃ

Â
¼
nstler
gemacht
wird
,
bleibt
immer
die
:
daÃ

Â

er
sich
an
die
Natur
halten
,
sie
studieren
,
sie
nachbilden
,
etwas
,
das
ihren
Erscheinungen
Ã

Â
¤
hnlich
ist
,
hervorbringen
solle
.
wie
groÃ

Â

,
ja
wie
ungeheuer
diese
Anforderung
sei
,
wird
nicht
immer
bedacht
,
und
der
wahre
KÃ

Â
¼
nstler
selbst
erfÃ

Â
¤
hrt
es
nur
bei
fortschreitender
Bildung
.
die
Natur
ist
von
der
Kunst
durch
eine
ungeheure
Kluft
getrennt
,
welche
das
Genie
selbst
,
ohne
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
HÃ

Â
¼
lfsmittel
,
zu
Ã

Â
¼
berschreiten
nicht
vermag
.
alles
,
was
wir
um
uns
her
gewahr
werden
,
ist
nur
roher
Stoff
;
und
wenn
sich
das
schon
selten
genug
ereignet
,
daÃ

Â

ein
KÃ

Â
¼
nstler
durch
Instinkt
und
Geschmack
,
durch
Ã

Â

bung
und
Versuche
dahin
gelangt
,
daÃ

Â

er
den
Dingen
ihre
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
schÃ

Â
¶
ne
Seite
abzugewinnen
,
aus
den
vorhandenen
Guten
das
Beste
auszuwÃ

Â
¤
hlen
und
wenigstens
einen
gefÃ

Â
¤
lligen
Schein
hervorzubringen
lernt
,
so
ist
es
,
besonders
in
der
neuern
Zeit
,
noch
viel
seltner
,
daÃ

Â

ein
KÃ

Â
¼
nstler
sowohl
in
die
Tiefe
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
als
in
die
Tiefe
seines
eignen
GemÃ

Â
¼
ts
zu
dringen
vermag
,
um
in
seinen
Werken
nicht
bloÃ

Â

etwas
leicht
und
oberflÃ

Â
¤
chlich
Wirkendes
,
sondern
,
wetteifernd
mit
der
Natur
,
etwas
Geistig-Organisches
hervorzubringen
und
seinem
Kunstwerk
einen
solchen
Gehalt
,
eine
solche
Form
zu
geben
,
wodurch
es
natÃ

Â
¼
rlich
zugleich
und
Ã

Â
¼
bernatÃ

Â
¼
rlich
erscheint
.
der
Mensch
ist
der
hÃ

Â
¶
chste
,
ja
der
eigentliche
Gegenstand
bildender
Kunst
!
um
ihn
zu
verstehen
,
um
sich
aus
dem
Labyrinthe
seines
Baues
herauszuwickeln
,
ist
eine
allgemeine
Kenntnis
der
organischen
Natur
unerlÃ

Â
¤
Ã

Â

lich
.
auch
von
den
unorganischen
KÃ

Â
¶
rpern
,
so
wie
von
allgemeinen
Naturwirkungen
,
besonders
wenn
sie
,
wie
zum
Beispiel
Ton
und
Farbe
,
zum
Kunstgebrauch
anwendbar
sind
,
sollte
der
KÃ

Â
¼
nstler
sich
theoretisch
belehren
;
allein
welchen
weiten
Umweg
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
er
machen
,
wenn
er
sich
aus
der
Schule
des
Zergliederers
,
des
Naturbeschreibers
,
des
Naturlehrers
dasjenige
mÃ

Â
¼
hsam
aussuchen
sollte
,
was
zu
seinem
Zwecke
dient
;
ja
es
ist
die
Frage
,
ob
er
dort
gerade
das
,
was
ihm
das
Wichtigste
sein
muÃ

Â

,
finden
wÃ

Â
¼
rde
?
jene
MÃ

Â
¤
nner
haben
ganz
andere
BedÃ

Â
¼
rfnisse
ihrer
eigentlichen
SchÃ

Â
¼
ler
zu
befriedigen
,
als
daÃ

Â

sie
an
das
eingeschrÃ

Â
¤
nkte
,
besondere
BedÃ

Â
¼
rfnis
des
KÃ

Â
¼
nstlers
denken
sollten
.
deshalb
ist
unsere
Absicht
,
hier
ins
Mittel
zu
treten
und
,
wenn
wir
gleich
nicht
voraussehen
,
die
nÃ

Â
¶
tige
Arbeit
selbst
vollenden
zu
kÃ

Â
¶
nnen
,
dennoch
teils
im
Ganzen
eine
Ã

Â

bersicht
zu
geben
,
teils
im
Einzelnen
die
AusfÃ

Â
¼
hrung
einzuleiten
.
die
menschliche
Gestalt
kann
nicht
bloÃ

Â

durch
das
Beschauen
ihrer
OberflÃ

Â
¤
che
begriffen
werden
;
man
muÃ

Â

ihr
Inneres
entblÃ

Â
¶
Ã

Â

en
,
ihre
Teile
sondern
,
die
Verbindungen
derselben
bemerken
,
die
Verschiedenheiten
kennen
,
sich
von
Wirkung
und
Gegenwirkung
unterrichten
,
das
Verborgne
,
Ruhende
,
das
Fundament
der
Erscheinung
sich
einprÃ

Â
¤
gen
,
wenn
man
dasjenige
wirklich
schauen
und
nachahmen
will
,
das
sich
als
ein
schÃ

Â
¶
nes
ungetrenntes
Ganze
in
lebendigen
Wellen
vor
unserm
Auge
bewegt
.
der
Blick
auf
die
OberflÃ

Â
¤
che
eines
lebendigen
Wesens
verwirrt
den
Beobachter
,
und
man
darf
wohl
hier
,
wie
in
andern
FÃ

Â
¤
llen
,
den
wahren
Spruch
anbringen
:
was
man
weiÃ

Â

,
sieht
man
erst
!
denn
wie
derjenige
,
der
ein
kurzes
Gesicht
hat
,
einen
Gegenstand
besser
sieht
,
von
dem
er
sich
wieder
entfernt
,
als
einen
,
dem
er
sich
erst
nÃ

Â
¤
hert
,
weil
ihm
das
geistige
Gesicht
nunmehr
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kommt
,
so
liegt
eigentlich
in
der
Kenntnis
die
Vollendung
des
Anschauens
.
wie
gut
bildet
ein
Kenner
der
Naturgeschichte
,
der
zugleich
Zeichner
ist
,
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
nach
,
indem
er
das
Wichtige
und
Bedeutende
der
Teile
,
woraus
der
Charakter
des
Ganzen
entspringt
,
einsieht
und
den
Nachdruck
darauf
legt
.
so
wie
nun
eine
genauere
Kenntnis
der
einzelnen
Teile
menschlicher
Gestalt
,
die
er
zuletzt
wieder
als
ein
Ganzes
betrachten
muÃ

Â

,
den
KÃ

Â
¼
nstler
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
fÃ

Â
¶
rdert
,
so
ist
auch
ein
Ã

Â

berblick
,
ein
Seitenblick
Ã

Â
¼
ber
und
auf
verwandte
GegenstÃ

Â
¤
nde
hÃ

Â
¶
chst
nÃ

Â
¼
tzlich
,
vorausgesetzt
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
fÃ

Â
¤
hig
ist
,
sich
zu
Ideen
zu
erheben
und
die
nahe
Verwandtschaft
entfernt
scheinender
Dinge
zu
fassen
.
die
vergleichende
Anatomie
hat
einen
allgemeinen
Begriff
Ã

Â
¼
ber
organische
Naturen
vorbereitet
:
sie
fÃ

Â
¼
hrt
uns
von
Gestalt
zu
Gestalten
,
und
indem
wir
nah
oder
fern
verwandte
Naturen
betrachten
,
erheben
wir
uns
Ã

Â
¼
ber
sie
alle
,
um
ihre
Eigenschaften
in
einem
idealen
Bilde
zu
erblicken
.
halten
wir
dasselbe
fest
,
so
finden
wir
erst
,
daÃ

Â

unsere
Aufmerksamkeit
bei
Beobachtung
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
eine
bestimmte
Richtung
nimmt
,
daÃ

Â

abgesonderte
Kenntnisse
durch
Vergleichung
leichter
gewonnen
und
festgehalten
werden
,
und
daÃ

Â

wir
zuletzt
beim
Kunstgebrauche
nur
dann
mit
der
Natur
wetteifern
kÃ

Â
¶
nnen
,
wenn
wir
die
Art
,
wie
sie
bei
Bildung
ihrer
Werke
verfÃ

Â
¤
hrt
,
ihr
wenigstens
einigermaÃ

Â

en
abgelernt
haben
.
muntern
wir
ferner
den
KÃ

Â
¼
nstler
auf
,
auch
von
unorganischen
Naturen
einige
Kenntnis
zu
nehmen
,
so
kÃ

Â
¶
nnen
wir
es
um
so
eher
tun
,
als
man
sich
gegenwÃ

Â
¤
rtig
von
dem
Mineralreich
bequem
und
schnell
unterrichtet
.
der
Maler
bedarf
einige
Kenntnis
der
Steine
,
um
sie
charakteristisch
nachzuahmen
,
der
Bildhauer
und
Baumeister
,
um
sie
zu
nutzen
;
der
Steinschneider
kann
eine
Kenntnis
der
Edelsteine
nicht
entbehren
,
der
Kenner
und
Liebhaber
wird
gleichfalls
darnach
streben
.
haben
wir
nun
zuletzt
dem
KÃ

Â
¼
nstler
geraten
,
sich
von
allgemeinen
Naturwirkungen
einen
Begriff
zu
machen
,
um
diejenigen
kennen
zu
lernen
,
die
ihn
besonders
interessieren
,
teils
um
sich
nach
mehr
Seiten
auszubilden
,
teils
um
das
,
was
ihn
betrifft
,
besser
zu
verstehen
,
so
wollen
wir
auch
Ã

Â
¼
ber
diesen
bedeutenden
Punkt
noch
einiges
hinzufÃ

Â
¼
gen.
bisher
konnte
der
Maler
die
Lehre
des
Physikers
von
den
Farben
nur
anstaunen
,
ohne
daraus
einigen
Vorteil
zu
ziehen
;
das
natÃ

Â
¼
rliche
GefÃ

Â
¼
hl
des
KÃ

Â
¼
nstlers
aber
,
eine
fortdauernde
Ã

Â

bung
,
eine
praktische
Notwendigkeit
fÃ

Â
¼
hrte
ihn
auf
einen
eignen
Weg
:
er
fÃ

Â
¼
hlte
die
lebhaften
GegensÃ

Â
¤
tze
,
durch
deren
Vereinigung
die
Harmonie
der
Farben
entsteht
,
er
bezeichnete
gewisse
Eigenschaften
derselben
durch
annÃ

Â
¤
hernde
Empfindungen
,
er
hatte
warme
und
kalte
Farben
,
Farben
,
die
eine
NÃ

Â
¤
he
,
andere
,
die
eine
Ferne
ausdrÃ

Â
¼
cken
,
und
was
dergleichen
Bezeichnungen
mehr
sind
,
durch
welche
er
diese
PhÃ

Â
¤
nomene
den
allgemeinsten
Naturgesetzen
auf
seine
Weise
nÃ

Â
¤
her
brachte
.
vielleicht
bestÃ

Â
¤
tigt
sich
die
Vermutung
,
daÃ

Â

die
farbigen
Naturwirkungen
,
so
gut
als
die
magnetischen
,
elektrischen
und
andere
,
auf
einem
WechselverhÃ

Â
¤
ltnis
,
einer
PolaritÃ

Â
¤
t
,
oder
wie
man
die
Erscheinungen
des
Zwiefachen
,
ja
Mehrfachen
in
einer
entschiedenen
Einheit
nennen
mag
,
beruhen
.
diese
Lehre
umstÃ

Â
¤
ndlich
und
fÃ

Â
¼
r
den
KÃ

Â
¼
nstler
faÃ

Â

lich
vorzulegen
,
werden
wir
uns
zur
Pflicht
machen
,
und
wir
kÃ

Â
¶
nnen
um
so
mehr
hoffen
,
hierin
etwas
zu
tun
,
das
ihm
willkommen
sei
,
als
wir
nur
dasjenige
,
was
er
bisher
aus
Instinkt
getan
,
auszulegen
und
auf
GrundsÃ

Â
¤
tze
zurÃ

Â
¼
ckzufÃ

Â
¼
hren
bemÃ

Â
¼
ht
sein
werden
.
so
viel
von
dem
,
was
wir
zuerst
in
Absicht
auf
Natur
mitzuteilen
hoffen
;
und
nun
das
Notwendigste
in
Absicht
auf
Kunst
.
da
die
Einrichtung
des
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Werks
von
der
Art
ist
,
daÃ

Â

wir
einzelne
Abhandlungen
,
ja
dieselben
sogar
teilweise
,
vorlegen
werden
,
dabei
aber
unser
Wunsch
ist
,
nicht
ein
Ganzes
zu
zerstÃ

Â
¼
cken
,
sondern
aus
mannigfaltigen
Teilen
endlich
ein
Ganzes
zusammenzusetzen
,
so
wird
es
nÃ

Â
¶
tig
sein
,
baldmÃ

Â
¶
glichst
allgemein
und
summerisch
dasjenige
vorzulegen
,
worÃ

Â
¼
ber
der
Leser
nach
und
nach
im
Einzelnen
unsere
Ausarbeitungen
erhalten
wird
.
daher
wird
uns
zunÃ

Â
¤
chst
ein
Aufsatz
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
beschÃ

Â
¤
ftigen
,
worin
die
bekannten
Rubriken
nach
unserer
Vorstellungsart
und
Methode
vorgetragen
werden
sollen
.
dabei
werden
wir
vorzÃ

Â
¼
glich
darauf
bedacht
sein
,
die
Wichtigkeit
eines
jeden
Teils
der
Kunst
vor
Augen
zu
stellen
,
und
zu
zeigen
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
keinen
derselben
zu
vernachlÃ

Â
¤
ssigen
habe
,
wie
es
leider
so
oft
geschehen
ist
und
geschieht
.
wir
betrachteten
vorhin
die
Natur
als
die
Schatzkammer
der
Stoffe
im
allgemeinen
;
nun
gelangen
wir
aber
an
den
wichtigen
Punkt
,
wo
sich
zeigt
,
wie
die
Kunst
ihre
Stoffe
sich
selbst
nÃ

Â
¤
her
zubereite
.
indem
der
KÃ

Â
¼
nstler
irgendeinen
Gegenstand
der
Natur
ergreift
,
so
gehÃ

Â
¶
rt
dieser
schon
nicht
mehr
der
Natur
an
,
ja
man
kann
sagen
:
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
ihn
in
diesem
Augenblick
erschaffe
,
indem
er
ihm
das
Bedeutende
,
Charakteristische
,
Interessante
abgewinnt
oder
vielmehr
erst
den
hÃ

Â
¶
hern
Wert
hineinlegt
.
auf
diese
Weise
werden
der
menschlichen
Gestalt
die
schÃ

Â
¶
nern
Proportionen
,
die
edlern
Formen
,
die
hÃ

Â
¶
hern
Charaktere
gleichsam
erst
aufgedrungen
,
der
Kreis
der
RegelmÃ

Â
¤
Ã

Â

igkeit
,
Vollkommenheit
,
Bedeutsamkeit
und
Vollendung
wird
gezogen
,
in
welchem
die
Natur
ihr
Bestes
gerne
niederlegt
,
wenn
sie
Ã

Â
¼
brigens
,
in
ihrer
groÃ

Â

en
Breite
,
leicht
in
HÃ

Â
¤
Ã

Â

lichkeit
ausartet
und
sich
ins
GleichgÃ

Â
¼
ltige
verliert
.
ebendasselbe
gilt
von
zusammengesetzten
Kunstwerken
,
ihrem
Gegenstand
und
Inhalt
,
die
Aufgabe
sei
Fabel
oder
Geschichte
.
wohl
dem
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
sich
bei
Unternehmung
des
Werkes
nicht
vergreift
!
der
das
KunstgemÃ

Â
¤
Ã

Â

e
zu
wÃ

Â
¤
hlen
oder
vielmehr
dasselbe
zu
bestimmen
versteht
!
wer
in
den
zerstreuten
Mythen
,
in
der
weitlÃ

Â
¤
ufigen
Geschichte
,
um
sich
eine
Aufgabe
zu
suchen
,
Ã

Â
¤
ngstlich
herumirrt
,
mit
Gelehrsamkeit
bedeutend
oder
allegorisch
interessant
sein
will
,
der
wird
in
der
HÃ

Â
¤
lfte
seiner
Arbeit
oft
bei
unerwarteten
Hindernissen
stocken
oder
nach
Vollendung
derselben
seinen
schÃ

Â
¶
nsten
Zweck
verfehlen
.
wer
zu
den
Sinnen
nicht
klar
spricht
,
redet
auch
nicht
rein
zum
GemÃ

Â
¼
t
,
und
wir
achten
diesen
Punkt
so
wichtig
,
daÃ

Â

wir
gleich
zu
Anfang
eine
ausfÃ

Â
¼
hrlichere
Abhandlung
darÃ

Â
¼
ber
einrÃ

Â
¼
cken
.
ist
nun
der
Gegenstand
glÃ

Â
¼
cklich
gefunden
oder
erfunden
,
dann
tritt
die
Behandlung
ein
,
die
wir
in
die
geistige
,
sinnliche
und
mechanische
einteilen
mÃ

Â
¶
chten
.
die
geistige
arbeitet
den
Gegenstand
in
seinem
innern
Zusammenhange
aus
,
sie
findet
die
untergeordneten
Motive
,
und
wenn
sich
bei
der
Wahl
des
Gegenstandes
Ã

Â
¼
berhaupt
die
Tiefe
des
kÃ

Â
¼
nstlerischen
Genies
beurteilen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
so
kann
man
an
der
Entdeckung
der
Motive
seine
Breite
,
seinen
Reichtum
,
seine
FÃ

Â
¼
lle
und
LiebenswÃ

Â
¼
rdigkeit
erkennen
.
die
sinnliche
Behandlung
wÃ

Â
¼
rden
wir
diejenige
nennen
,
wodurch
das
Werk
durchaus
den
Sinnen
faÃ

Â

lich
,
angenehm
,
erfreulich
und
durch
einen
milden
Reiz
unentbehrlich
wird
.
die
mechanische
zuletzt
wÃ

Â
¤
re
diejenige
,
die
durch
irgendein
kÃ

Â
¶
rperliches
Organ
auf
bestimmte
Stoffe
wirkt
und
so
der
Arbeit
ihr
Dasein
,
ihre
Wirklichkeit
verschafft
.
indem
wir
nun
auf
solche
Art
dem
KÃ

Â
¼
nstler
nÃ

Â
¼
tzlich
zu
sein
hoffen
und
lebhaft
wÃ

Â
¼
nschen
,
daÃ

Â

er
sich
manches
Rates
,
mancher
VorschlÃ

Â
¤
ge
bei
seinen
Arbeiten
bedienen
mÃ

Â
¶
ge
,
so
dringt
sich
uns
leider
die
bedenkliche
Betrachtung
auf
:
daÃ

Â

jedes
Unternehmen
,
so
wie
jeder
Mensch
,
von
seinem
Zeitalter
ebensowohl
leide
,
als
man
davon
gelegentlich
Vorteil
zu
ziehen
im
Fall
ist
;
und
wir
kÃ

Â
¶
nnen
bei
uns
selbst
die
Frage
nicht
ganz
ablehnen
,
welche
Aufnahme
wir
denn
wohl
finden
mÃ

Â
¶
chten
?
alles
ist
einem
ewigen
Wechsel
unterworfen
,
und
da
gewisse
Dinge
nicht
nebeneinander
bestehen
kÃ

Â
¶
nnen
,
verdrÃ

Â
¤
ngen
sie
einander
.
so
geht
es
mit
Kenntnissen
,
mit
Anleitungen
zu
gewissen
Ã

Â

bungen
,
mit
Vorstellungsarten
und
Maximen
.
die
Zwecke
der
Menschen
bleiben
ziemlich
immer
dieselben
:
man
will
jetzt
noch
ein
guter
KÃ

Â
¼
nstler
und
Dichter
sein
oder
werden
,
wie
vor
Jahrhunderten
;
die
Mittel
aber
,
wodurch
man
zu
dem
Zwecke
gelangt
,
sind
nicht
jedem
klar
,
und
warum
sollte
man
leugnen
,
daÃ

Â

nichts
angenehmer
wÃ

Â
¤
re
,
als
wenn
man
einen
groÃ

Â

en
Vorsatz
spielend
ausfÃ

Â
¼
hren
kÃ

Â
¶
nnte
?
natÃ

Â
¼
rlicherweise
hat
das
Publikum
auf
die
Kunst
groÃ

Â

en
EinfluÃ

Â

,
indem
es
fÃ

Â
¼
r
seinen
Beifall
,
fÃ

Â
¼
r
sein
Geld
ein
Werk
verlangt
,
das
ihm
gefalle
,
ein
Werk
,
das
unmittelbar
zu
genieÃ

Â

en
sei
;
und
meistens
wird
sich
der
KÃ

Â
¼
nstler
gern
darnach
bequemen
,
denn
er
ist
ja
auch
ein
Teil
des
Publikums
,
auch
er
ist
in
gleichen
Jahren
und
Tagen
gebildet
,
auch
er
fÃ

Â
¼
hlt
die
glechen
BedÃ

Â
¼
rfnisse
,
er
drÃ

Â
¤
ngt
sich
in
derselbigen
Richtung
,
und
so
bewegt
er
sich
glÃ

Â
¼
cklich
mit
der
Menge
fort
,
die
ihn
trÃ

Â
¤
gt
und
die
er
belebt
.
wir
sehen
auf
diese
Weise
ganze
Nationen
,
ganze
Zeitalter
von
ihren
KÃ

Â
¼
nstlern
entzÃ

Â
¼
ckt
,
so
wie
der
KÃ

Â
¼
nstler
sich
in
seiner
Nation
,
in
seinem
Zeitalter
bespiegelt
,
ohne
daÃ

Â

beide
nur
den
mindesten
Argwohn
hÃ

Â
¤
tten
,
ihr
Weg
kÃ

Â
¶
nnte
vielleicht
nicht
der
rechte
,
ihr
Geschmack
wenigstens
einseitig
,
ihre
Kunst
auf
dem
RÃ

Â
¼
ckwege
und
ihr
Vordringen
nach
der
falschen
Seite
gerichtet
sein
.
anstatt
uns
hierÃ

Â
¼
ber
ins
Allgemeinere
zu
verbreiten
,
machen
wir
hier
eine
Bemerkung
,
die
sich
besonders
auf
bildende
Kunst
bezieht
.
dem
deutschen
KÃ

Â
¼
nstler
,
so
wie
Ã

Â
¼
berhaupt
jedem
neuen
und
nordischen
,
ist
es
schwer
,
ja
beinahe
unmÃ

Â
¶
glich
,
von
dem
Formlosen
zur
Gestalt
Ã

Â
¼
berzugehen
und
,
wenn
er
auch
bis
dahin
durchgedrungen
wÃ

Â
¤
re
,
sich
dabei
zu
erhalten
.
jeder
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
eine
Zeitlang
in
Italien
gelebt
hat
,
frage
sich
:
ob
nicht
die
Gegenwart
der
besten
Werke
alter
und
neuer
Kunst
in
ihm
das
unablÃ

Â
¤
ssige
Streben
erregt
habe
,
die
menschliche
Gestalt
in
ihren
Proportionen
,
Formen
,
Charakteren
zu
studieren
und
nachzubilden
,
sich
in
der
AusfÃ

Â
¼
hrung
allen
FleiÃ

Â

und
MÃ

Â
¼
he
zu
geben
,
um
sich
jenen
Kunstwerken
,
die
ganz
auf
sich
selbst
ruhen
,
zu
nÃ

Â
¤
hern
,
um
ein
Werk
hervorzubringen
,
das
,
indem
es
das
sinnliche
Anschauen
befriedigt
,
den
Geist
in
seine
hÃ

Â
¶
chsten
Regionen
erhebt
.
er
gestehe
aber
auch
,
daÃ

Â

er
nach
seiner
ZurÃ

Â
¼
ckkunft
nach
und
nach
von
jenem
Streben
heruntersinken
mÃ

Â
¼
sse
,
weil
er
wenig
Personen
findet
,
die
das
Gebildete
eigentlich
sehen
,
genieÃ

Â

en
und
denken
mÃ

Â
¶
gen
,
sondern
meist
nur
solche
,
die
ein
Werk
obenhin
ansehen
,
dabei
etwas
Beliebiges
denken
und
nach
ihrer
Art
etwas
dabei
empfinden
und
genieÃ

Â

en
wollen
.
das
schlechteste
Bild
kann
zur
Empfindung
und
zur
Einbildungskraft
sprechen
,
indem
es
sich
in
Bewegung
setzt
,
los
und
frei
macht
und
sich
selbst
Ã

Â
¼
berlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
;
das
beste
Kunstwerk
spricht
auch
zur
Empfindung
,
aber
eine
hÃ

Â
¶
here
Sprache
,
die
man
freilich
verstehen
muÃ

Â

:
es
fesselt
die
GefÃ

Â
¼
hle
und
die
Einbildungskraft
;
es
nimmt
uns
unsre
WillkÃ

Â
¼
r
:
wir
kÃ

Â
¶
nnen
mit
dem
Vollkommenen
nicht
schalten
und
walten
,
wie
wir
wollen
,
wir
sind
genÃ

Â
¶
tigt
,
uns
ihm
hinzugeben
,
um
uns
selbst
von
ihm
,
erhÃ

Â
¶
ht
und
verbessert
,
wieder
zu
erhalten
.
daÃ

Â

dieses
keine
TrÃ

Â
¤
ume
sind
,
werden
wir
nach
und
nach
im
einzelnen
so
deutlich
als
mÃ

Â
¶
glich
zu
zeigen
suchen
,
besonders
werden
wir
auf
einen
Widerspruch
aufmerksam
machen
,
in
welchen
sich
die
Neuern
so
oft
verwickeln
.
die
nennen
die
Alten
ihre
Leher
,
sie
gestehen
jenen
Werken
eine
unerreichbare
Vortrefflichkeit
zu
und
entfernen
sich
in
Theorie
und
Praxis
doch
von
den
Maximen
,
die
jene
bestÃ

Â
¤
ndig
ausÃ

Â
¼
bten
.
indem
wir
nun
von
diesem
wichtigen
Punkte
ausgehen
und
oft
wieder
auf
denselben
zurÃ

Â
¼
ckkehren
werden
,
so
finden
wir
noch
andere
,
davon
noch
einiges
zu
erwÃ

Â
¤
hnen
ist
.
eines
der
vorzÃ

Â
¼
glichsten
Kennzeichen
des
Verfalls
der
Kunst
ist
die
Vermischung
der
verschiedenen
Arten
derselben
.
die
KÃ

Â
¼
nste
selbst
,
so
wie
ihre
Arten
,
sind
untereinander
verwandt
,
sie
haben
eine
gewisse
Neigung
,
sich
zu
vereinigen
,
ja
sich
ineinander
zu
verlieren
;
aber
eben
darin
besteht
die
Pflicht
,
das
Verdienst
,
die
WÃ

Â
¼
rde
des
echten
KÃ

Â
¼
nstlers
,
daÃ

Â

er
das
Kunstfach
,
in
welchem
er
arbeitet
,
von
andern
abzusondern
,
jede
Kunst
und
Kunstart
auf
sich
selbst
zu
stellen
und
sie
aufs
mÃ

Â
¶
glichste
zu
isolieren
wisse
.
man
hat
bemerkt
,
daÃ

Â

alle
bildende
Kunst
zur
Malerei
,
alle
Poesie
zum
Drama
strebe
,
und
es
kann
uns
diese
Erfahrung
kÃ

Â
¼
nftig
zu
wichtigen
Betrachtungen
AnlaÃ

Â

geben
.
der
echte
,
gesetzgebende
KÃ

Â
¼
nstler
strebt
nach
Kunstwahrheit
,
der
gesetzlose
,
der
einem
blinden
Trieb
folgt
,
nach
Naturwirklichkeit
;
durch
jenen
wird
die
Kunst
zum
hÃ

Â
¶
chsten
Gipfel
,
durch
diesen
auf
die
niedrigste
Stufe
gebracht
.
so
wie
mit
dem
Allgemeinen
der
Kunst
,
ebenso
verhÃ

Â
¤
lt
es
sich
auch
mit
den
Arten
derselben
.
der
Bildhauer
muÃ

Â

anders
denken
und
empfinden
als
der
Maler
,
ja
er
muÃ

Â

anders
zu
Werke
gehen
,
wenn
er
ein
halberhobenes
Werk
,
als
wenn
er
ein
rundes
hervorbringen
will
.
indem
man
die
flacherhobenen
Werke
immer
hÃ

Â
¶
her
und
hÃ

Â
¶
her
machte
,
dann
Teile
,
dann
Figuren
ablÃ

Â
¶
ste
,
zuletzt
GebÃ

Â
¤
ude
und
Landschaften
anbrachte
und
so
halb
Malerei
,
halb
Puppenspiel
darstellte
,
ging
man
immer
abwÃ

Â
¤
rts
in
der
wahren
Kunst
;
und
leider
haben
treffliche
KÃ

Â
¼
nstler
der
neuern
Zeit
ihren
Weg
auf
diese
Weise
genommen
.
wenn
wir
nun
kÃ

Â
¼
nftig
solche
Maximen
,
die
wir
fÃ

Â
¼
r
die
rechten
halten
,
aussprechen
werden
,
wÃ

Â
¼
nschten
wir
,
daÃ

Â

sie
,
wie
sie
aus
den
Kunstwerken
gezogen
sind
,
von
dem
KÃ

Â
¼
nstler
praktisch
geprÃ

Â
¼
ft
werden
.
wie
selten
kann
man
mit
dem
andern
Ã

Â
¼
ber
einen
Grundsatz
theoretisch
einig
werden
!
hingegen
was
anwendbar
,
was
brauchbar
sei
,
ist
viel
geschwinder
entschieden
.
wie
oft
sieht
man
KÃ

Â
¼
nstler
bei
der
Wahl
ihrer
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
bei
der
fÃ

Â
¼
r
ihre
Kunst
passenden
Zusammensetzung
im
allgemeinen
,
bei
der
Anordnung
im
besondern
sowie
den
Maler
bei
der
Wahl
der
Farben
in
Verlegenheit
.
dann
ist
es
Zeit
,
einen
Grundsatz
zu
prÃ

Â
¼
fen
,
dann
wird
die
Frage
leichter
zu
entscheiden
sein
:
ob
wir
durch
ihn
den
groÃ

Â

en
Mustern
und
allem
,
was
wir
an
ihnen
schÃ

Â
¤
tzen
und
lieben
,
nÃ

Â
¤
her
kommen
,
oder
ob
er
uns
in
der
empirischen
Verwirrung
einer
nicht
genug
durchdachten
Erfahrung
stecken
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
gelten
nun
dergleichen
Maximen
zur
Bildung
des
KÃ

Â
¼
nstlers
,
zur
Leitung
desselben
in
mancher
Verlegenheit
,
so
werden
sie
auch
bei
Entwicklung
,
SchÃ

Â
¤
tzung
und
Beurteilung
alter
und
neuer
Kunstwerke
dienen
und
wieder
wechselsweise
aus
der
Betrachtung
derselben
entstehen
.
ja
,
es
ist
um
so
nÃ

Â
¶
tiger
,
sich
auch
hier
daran
zu
halten
,
weil
,
unerachtet
der
allgemein
gepriesnen
VorzÃ

Â
¼
ge
des
Altertums
,
dennoch
unter
den
Neuern
sowohl
einzelne
Menschen
als
ganze
Nationen
oft
eben
das
verkennen
,
worin
der
hÃ

Â
¶
chste
Vorzug
jener
Werke
liegt
.
eine
genaue
PrÃ

Â
¼
fung
derselben
wird
uns
am
meisten
vor
diesem
Ã

Â

bel
bewahren
.
deshalb
sei
hier
nur
ein
Beispiel
aufgestellt
,
wie
es
dem
Liebhaber
in
der
plastischen
Kunst
zu
gehen
pflegt
,
damit
etwa
deutlich
werde
,
wie
notwendig
eine
genaue
Kritik
der
Ã

Â
¤
ltern
sowohl
als
der
neuern
Kunstwerke
sei
,
wenn
sie
einigermaÃ

Â

en
Nutzen
bringen
soll
.
auf
jeden
,
der
ein
zwar
ungeÃ

Â
¼
btes
,
aber
fÃ

Â
¼
r
das
SchÃ

Â
¶
ne
empfÃ

Â
¤
ngliches
Auge
hat
,
wird
ein
stumpfer
,
unvollkommner
GipsabguÃ

Â

eines
trefflichen
alten
Werks
noch
immer
eine
groÃ

Â

e
Wirkung
tun
;
denn
in
einer
solchen
Nachbildung
bleibt
doch
immer
die
Idee
,
die
Einfalt
und
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
der
Form
,
genug
,
das
Allgemeinste
noch
Ã

Â
¼
brig
,
so
viel
,
als
man
mit
schlechten
Augen
allenfalls
in
der
Ferne
gewahr
werden
kÃ

Â
¶
nnte
.
man
kann
bemerken
,
daÃ

Â

oft
eine
lebhafte
Neigung
zur
Kunst
durch
solche
ganz
unvollkommene
Nachbildungen
entzÃ

Â
¼
ndet
wird
.
allein
die
Wirkung
ist
dem
Gegenstande
gleich
:
es
wird
mehr
ein
dunkles
,
unbestimmtes
GefÃ

Â
¼
hl
erregt
,
als
daÃ

Â

eigentlich
der
Gegenstand
,
in
seinem
Wert
und
in
seiner
WÃ

Â
¼
rde
,
solchen
angehenden
Kunstfreunden
erscheinen
sollte
.
solche
sind
es
,
die
gewÃ

Â
¶
hnlich
den
Grundsatz
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
,
daÃ

Â

eine
allzu
genaue
kritische
Untersuchung
den
GenuÃ

Â

zerstÃ

Â
¶
re
,
solche
sind
es
,
die
sich
gegen
eine
WÃ

Â
¼
rdigung
des
Einzelnen
zu
strÃ

Â
¤
uben
und
zu
wehren
pflegen
.
wenn
ihnen
aber
nach
und
nach
,
bei
weiterer
Erfahrung
und
Ã

Â

bung
,
ein
scharfer
AbguÃ

Â

statt
eines
stumpfen
,
ein
Original
statt
eines
Abgusses
vorgelegt
wird
,
dann
wÃ

Â
¤
chst
mit
der
Einsicht
auch
das
VergnÃ

Â
¼
gen
,
und
so
steigt
es
,
wenn
Originale
selbst
,
wenn
vollkommene
Originale
ihnen
endlich
bekannt
werden
.
gern
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
man
sich
in
die
Labyrinthe
genauer
Betrachtungen
ein
,
wenn
das
Einzelne
so
wie
das
Ganze
vollkommen
ist
,
ja
man
lernt
einsehen
,
daÃ

Â

man
das
Vortreffliche
nur
in
dem
MaÃ

Â

e
kennen
lernt
,
insofern
man
das
Mangelhafte
einzusehen
imstande
ist
.
die
Restauration
von
den
ursprÃ

Â
¼
nglichen
Teilen
,
die
kopie
von
dem
Original
zu
unterscheiden
,
in
dem
kleinsten
Fragmente
noch
die
zerstÃ

Â
¶
rte
Herrlichkeit
des
Ganzen
zu
schauen
,
wird
der
GenuÃ

Â

des
vollendeten
Kenners
;
und
es
ist
ein
groÃ

Â

er
Unterschied
,
ein
stumpfes
Ganze
mit
dunklem
Sinne
oder
ein
vollendetes
mit
hellem
Sinne
zu
beschauen
und
zu
fassen
.
wer
sich
mit
irgendeiner
Kenntnis
abgibt
,
soll
nach
dem
HÃ

Â
¶
chsten
streben
!
es
ist
mit
der
Einsicht
viel
anders
als
mit
der
AusÃ

Â
¼
bung
:
denn
im
Praktischen
muÃ

Â

sich
jeder
bald
bescheiden
,
daÃ

Â

ihm
nur
ein
gewisses
MaÃ

Â

von
KrÃ

Â
¤
ften
zugeteilt
sei
;
zur
Kenntnis
,
zur
Einsicht
aber
sind
weit
mehrere
Menschen
fÃ

Â
¤
hig
,
ja
man
kann
wohl
sagen
,
ein
jeder
,
der
sich
selbst
verleugnen
,
sich
den
GegenstÃ

Â
¤
nden
unterordnen
kann
,
der
nicht
mit
einem
starren
,
beschrÃ

Â
¤
nkten
Eigensinn
sich
und
seine
kleinliche
Einseitigkeit
in
die
hÃ

Â
¶
chsten
Werke
der
Natur
und
Kunst
Ã

Â
¼
berzutragen
strebt
.
um
von
Kunstwerken
eigentlich
und
mit
wahrem
Nutzen
fÃ

Â
¼
r
sich
und
andere
zu
sprechen
,
sollte
es
freilich
nur
in
Gegenwart
derselben
geschehen
.
alles
kommt
aufs
Anschauen
an
,
es
kommt
darauf
an
,
daÃ

Â

bei
dem
Wort
,
wodurch
man
ein
Kunstwerk
zu
erlÃ

Â
¤
utern
hofft
,
das
Bestimmteste
gedacht
werde
,
weil
sonst
gar
nichts
gedacht
wird
.
daher
geschieht
es
so
oft
,
daÃ

Â

derjenige
,
der
Ã

Â
¼
ber
Kunstwerke
schreibt
,
bloÃ

Â

im
Allgemeinen
verweilt
,
wodurch
wohl
Ideen
und
Empfindungen
erregt
werden
,
ja
allen
Lesern
,
nur
demjenigen
nicht
genuggetan
wird
,
der
mit
dem
Buche
in
der
Hand
vor
das
Kunstwerk
hintritt
.
aber
eben
deswegen
werden
wir
in
mehrern
Abhandlungen
vielleicht
in
dem
Falle
sein
,
das
Verlangen
der
Leser
mehr
zu
reizen
als
zu
befriedigen
;
denn
es
ist
nichts
natÃ

Â
¼
rlicher
,
als
daÃ

Â

sie
ein
vortreffliches
Kunstwerk
,
das
genau
zergliedert
wird
,
sogleich
vor
Augen
zu
haben
wÃ

Â
¼
nschen
,
um
das
Ganze
,
von
dem
die
Rede
ist
,
zu
genieÃ

Â

en
und
,
was
die
Teile
betrifft
,
die
Meinung
,
die
sie
vernehmen
,
ihrem
Urteil
zu
unterwerfen
.
indem
nun
aber
die
Verfasser
fÃ

Â
¼
r
diejenigen
zu
arbeiten
denken
,
welche
die
Werke
teils
gesehen
haben
,
teils
kÃ

Â
¼
nftig
sehen
werden
,
so
hoffen
sie
fÃ

Â
¼
r
solche
,
die
sich
in
keinem
der
beiden
FÃ

Â
¤
lle
befinden
,
dennoch
das
MÃ

Â
¶
gliche
zu
tun
.
wir
werden
die
Nachbildungen
erwÃ

Â
¤
hnen
,
anzeigen
,
wo
AbgÃ

Â
¼
sse
von
alten
Kunstwerken
,
alte
Kunstwerke
selbst
besonders
den
Deutschen
sich
nÃ

Â
¤
her
befinden
,
und
so
echter
Liebhaberei
und
Kunstkenntnis
,
soviel
an
uns
liegt
,
zu
begegnen
suchen
.
denn
nur
auf
dem
hÃ

Â
¶
chsten
und
genausten
Begriff
von
Kunst
kann
eine
Kunstgeschichte
beruhen
;
nur
wenn
man
das
Vortrefflichste
kennt
,
was
der
Mensch
hervorzubringen
imstande
war
,
kann
der
psychologisch-chronologische
Gang
dargestellt
werden
,
den
man
in
der
Kunst
so
wie
in
andern
FÃ

Â
¤
chern
nahm
,
wo
erst
eine
beschrÃ

Â
¤
nkte
TÃ

Â
¤
tigkeit
in
einer
trocknen
,
ja
traurigen
Nachahmung
des
Unbedeutenden
so
wie
des
Bedeutenden
verweilte
,
sich
darauf
ein
lieblicheres
,
gemÃ

Â
¼
tlicheres
GefÃ

Â
¼
hl
gegen
die
Natur
entwickelte
,
dann
,
begleitet
von
Kenntnis
,
RegelmÃ

Â
¤
Ã

Â

igkeit
,
Ernst
und
Strenge
,
unter
gÃ

Â
¼
nstigen
UmstÃ

Â
¤
nden
,
die
Kunst
bis
zum
HÃ

Â
¶
chsten
hinaufstieg
,
wo
es
denn
zuletzt
dem
glÃ

Â
¼
cklichen
Genie
,
das
sich
von
allen
diesen
HÃ

Â
¼
lfsmitteln
umgeben
fand
,
mÃ

Â
¶
glich
ward
,
das
Reizende
,
Vollendete
hervorzubringen
.
leider
aber
erregen
Kunstwerke
,
die
mit
solcher
Leichtigkeit
sich
aussprechen
,
die
dem
Menschen
ein
bequemes
GefÃ

Â
¼
hl
seiner
selbst
,
die
ihm
Heiterkeit
und
Freiheit
einflÃ

Â
¶
Ã

Â

en
,
bei
dem
nachstrebenden
KÃ

Â
¼
nstler
den
Begriff
,
daÃ

Â

auch
das
Hervorbringen
bequem
sei
.
da
der
Gipfel
dessen
,
was
Kunst
und
Genie
darstellen
,
eine
leichte
Erscheinung
ist
,
so
werden
die
Nachkommenden
gereizt
,
sich's
leicht
zu
machen
und
auf
den
Schein
zu
arbeiten
.
so
verliert
die
Kunst
sich
nach
und
nach
von
ihrer
HÃ

Â
¶
he
herunter
,
im
Ganzen
so
wie
im
Einzelnen
.
wenn
wir
nun
aber
hievon
einen
anschaulichen
Begriff
bilden
wollen
,
so
mÃ

Â
¼
ssen
wir
ins
Einzelne
des
Einzelnen
hinabsteigen
,
welches
nicht
immer
eine
angenehme
und
reizende
BeschÃ

Â
¤
ftigung
ist
,
wofÃ

Â
¼
r
aber
der
sichere
Blick
Ã

Â
¼
ber
das
Ganze
nach
und
nach
reichlich
entschÃ

Â
¤
digt
.
wenn
uns
nun
die
Erfahrung
bei
Betrachtung
der
alten
und
mittlern
Kunstwerke
gewisse
Maximen
bewÃ

Â
¤
hrt
hat
,
so
bedÃ

Â
¼
rfen
wir
ihrer
am
meisten
bei
Beurteilung
der
neuen
und
neusten
Arbeiten
;
denn
da
bei
WÃ

Â
¼
rdigung
lebender
oder
kurz
verstorbener
KÃ

Â
¼
nstler
so
leicht
persÃ

Â
¶
nliche
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
Liebe
und
HaÃ

Â

der
Einzelnen
,
Neigung
und
Abneigung
der
Menge
sich
einmischen
,
so
brauchen
wir
GrundsÃ

Â
¤
tze
um
so
nÃ

Â
¶
tiger
,
um
Ã

Â
¼
ber
unsere
Zeitgenossen
ein
Urteil
zu
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern.
die
Untersuchung
kann
alsdann
sogleich
auf
doppelte
Weise
angestellt
werden
.
der
EinfluÃ

Â

der
WillkÃ

Â
¼
r
wird
vermindert
,
die
Frage
vor
einen
hÃ

Â
¶
hern
Gerichtshof
gebracht
.
man
kann
den
Grundsatz
selbst
so
wie
dessen
Anwendung
prÃ

Â
¼
fen
,
und
wenn
man
sich
auch
nicht
vereinigen
sollte
,
so
kann
der
strittige
Punkt
doch
sicher
und
deutlich
bezeichnet
werden
.
besonders
wÃ

Â
¼
nschten
wir
,
daÃ

Â

der
lebende
KÃ

Â
¼
nstler
,
bei
dessen
Arbeiten
wir
vielleicht
einiges
zu
erinnern
fÃ

Â
¤
nden
,
unsere
Urteile
auf
diese
Weise
bedÃ

Â
¤
chtig
prÃ

Â
¼
fte
.
denn
jeder
,
der
diesen
Namen
verdient
,
ist
zu
unserer
Zeit
genÃ

Â
¶
tigt
,
sich
aus
Arbeit
und
eignem
Nachdenken
,
wo
nicht
eine
Theorie
,
doch
einen
gewissen
Inbegriff
theoretischer
Hausmittel
zu
bilden
,
bei
deren
Gebrauch
er
sich
in
mancherlei
FÃ

Â
¤
llen
ganz
leidlich
befindet
;
man
wird
aber
oft
bemerken
,
daÃ

Â

er
auf
diesem
Wege
sich
solche
Maximen
als
Gesetze
aufstellt
,
die
seinem
Talent
,
seiner
Neigung
und
Bequemlichkeit
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

sind
.
er
unterliegt
einem
allgemeinen
menschlichen
Schicksal
.
wie
viele
handeln
nicht
in
andern
FÃ

Â
¤
chern
auf
eben
diese
Weise
!
aber
wir
bilden
uns
nicht
,
wenn
wir
das
,
was
in
uns
liegt
,
nur
mit
Leichtigkeit
und
Bequemlichkeit
in
Bewegung
setzen
.
jeder
KÃ

Â
¼
nstler
,
wie
jeder
Mensch
,
ist
nur
ein
einzelnes
Wesen
und
wird
nur
immer
auf
eine
Seite
hÃ

Â
¤
ngen
.
deswegen
hat
der
Mensch
auch
das
,
was
seiner
Natur
entgegengesetzt
ist
,
theoretisch
und
praktisch
,
insofern
es
ihm
mÃ

Â
¶
glich
wird
,
in
sich
aufzunehmen
.
der
Leichte
sehe
nach
Ernst
und
Strenge
sich
um
,
der
Strenge
habe
ein
leichtes
und
bequemes
Wesen
vor
Augen
,
der
Starke
die
Lieblichkeit
,
der
Liebliche
die
StÃ

Â
¤
rke
,
und
jeder
wird
seine
eigne
Natur
nur
desto
mehr
ausbilden
,
je
mehr
er
sich
von
ihr
zu
entfernen
scheint
.
jede
Kunst
verlangt
den
ganzen
Menschen
,
der
hÃ

Â
¶
chstmÃ

Â
¶
gliche
Grad
derselben
die
ganze
Menschheit
.
die
AusÃ

Â
¼
bung
der
bildenden
Kunst
ist
mechanisch
,
und
die
Bildung
des
KÃ

Â
¼
nstlers
fÃ

Â
¤
ngt
in
seiner
frÃ

Â
¼
hsten
Jugend
mit
Recht
vom
Mechanischen
an
;
seine
Ã

Â
¼
brige
Erziehung
hingegen
ist
oft
vernachlÃ

Â
¤
ssigt
,
da
sie
doch
weit
sorgfÃ

Â
¤
ltiger
sein
sollte
als
die
Bildung
anderer
,
welche
Gelegenheit
haben
,
aus
dem
Leben
selbst
Vorteil
zu
ziehen
.
die
Gesellschaft
macht
einen
rohen
Menschen
bald
hÃ

Â
¶
flich
,
ein
geschÃ

Â
¤
ftiges
Leben
den
offensten
vorsichtig
;
literarische
Arbeiten
,
welche
durch
den
Druck
vor
ein
groÃ

Â

es
Publikum
kommen
,
finden
Ã

Â
¼
berall
Widerstand
und
Zurechtweisung
;
nur
der
bildende
KÃ

Â
¼
nstler
allein
ist
meist
auf
eine
einsame
Werkstatt
beschrÃ

Â
¤
nkt
,
er
hat
fast
nur
mit
dem
zu
tun
,
der
seine
Arbeit
bestellt
und
bezahlt
,
mit
einem
Publikum
,
das
oft
nur
gewissen
krankhaften
EindrÃ

Â
¼
cken
folgt
,
mit
Kennern
,
die
ihn
unruhig
machen
,
und
mit
Marktrufern
,
welche
jedes
Neue
mit
solchen
Lob-
und
Preisformeln
empfangen
,
durch
die
das
Vortrefflichste
schon
hinlÃ

Â
¤
nglich
geehrt
wÃ

Â
¤
re
.
doch
es
wird
Zeit
,
diese
Einleitung
zu
schlieÃ

Â

en
,
damit
sie
nicht
,
anstatt
dem
Werke
bloÃ

Â

voranzugehen
,
ihm
vorlaufe
und
vorgreife
.
wir
haben
bisher
wenigstens
den
Punkt
bezeichnet
,
von
welchem
wir
auszugehen
gedenken
;
wie
weit
wir
uns
verbreiten
kÃ

Â
¶
nnen
und
werden
,
muÃ

Â

sich
erst
nach
und
nach
entwickeln
.
Theorie
und
Kritik
der
Dichtkunst
wird
uns
hoffentlich
bald
beschÃ

Â
¤
ftigen
;
was
uns
das
Leben
Ã

Â
¼
berhaupt
,
was
uns
Reisen
,
ja
was
uns
die
Begebenheiten
des
Tags
anbieten
,
soll
nicht
ausgeschlossen
sein
;
und
so
sei
denn
noch
zuletzt
von
einer
wichtigen
Angelegenheit
des
Augenblicks
gesprochen
.
fÃ

Â
¼
r
die
Bildung
des
KÃ

Â
¼
nstlers
,
fÃ

Â
¼
r
den
GenuÃ

Â

des
Kunstfreundes
war
es
von
jeher
von
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Bedeutung
,
an
welchem
Orte
sich
Kunstwerke
befanden
;
es
war
eine
Zeit
,
in
der
sie
,
geringere
Dislokationen
abgerechnet
,
meistens
an
Ort
und
Stelle
blieben
;
nun
aber
hat
sich
eine
groÃ

Â

e
VerÃ

Â
¤
nderung
zugetragen
,
welche
fÃ

Â
¼
r
die
Kunst
im
Ganzen
sowohl
als
im
Besondern
wichtige
Folgen
haben
wird
.
man
hat
vielleicht
jetzo
mehr
Ursache
als
jemals
,
Italien
als
einen
groÃ

Â

en
KunstkÃ

Â
¶
rper
zu
betrachten
,
wie
er
vor
kurzem
noch
bestand
.
ist
es
mÃ

Â
¶
glich
,
davon
eine
Ã

Â

bersicht
zu
geben
,
so
wird
sich
alsdann
erst
zeigen
,
was
die
Welt
in
diesem
Augenblicke
verliert
,
da
so
viele
Teile
von
diesem
groÃ

Â

en
und
alten
Ganzen
abgerissen
wurden
.
was
in
dem
Akt
des
AbreiÃ

Â

ens
selbst
zugrunde
gegangen
,
wird
wohl
ewig
ein
Geheimnis
bleiben
;
allein
eine
Darstellung
jenes
neuen
KunstkÃ

Â
¶
rpers
,
der
sich
in
Paris
bildet
,
wird
in
einigen
Jahren
mÃ

Â
¶
glich
werden
;
die
Methode
,
wie
ein
KÃ

Â
¼
nstler
und
Kunstliebhaber
Frankreich
und
Italien
zu
nutzen
hat
,
wird
sich
angeben
lassen
,
so
wie
dabei
noch
eine
wichtige
und
schÃ

Â
¶
ne
Frage
zu
erÃ

Â
¶
rtern
ist
:
was
andere
Nationen
,
besonders
Deutschland
und
England
,
tun
sollten
,
um
in
dieser
Zeit
der
Zerstreuung
und
des
Verlustes
mit
einem
wahren
weltbÃ

Â
¼
rgerlichen
Sinne
,
der
vielleicht
nirgends
reiner
als
bei
KÃ

Â
¼
nsten
und
Wissenschaften
stattfinden
kann
,
die
mannigfaltigen
KunstschÃ

Â
¤
tze
,
die
bei
ihnen
zerstreut
niedergelegt
sind
,
allgemein
brauchbar
zu
machen
und
einen
idealen
KunstkÃ

Â
¶
rper
bilden
zu
helfen
,
der
uns
mit
der
Zeit
fÃ

Â
¼
r
das
,
was
uns
der
gegenwÃ

Â
¤
rtige
Augenblick
zerreiÃ

Â

t
,
wo
nicht
entreiÃ

Â

t
,
vielleicht
glÃ

Â
¼
cklich
zu
entschÃ

Â
¤
digen
vermÃ

Â
¶
chte
.
so
viel
im
allgemeinen
von
der
Absicht
eines
Werkes
,
dem
wir
recht
viel
ernsthafte
und
wohlwollende
Teilnehmer
wÃ

Â
¼
nschen
.
Ã

Â
¼
ber
Laokoon
.
ein
echtes
Kunstwerk
bleibt
,
wie
ein
Naturwerk
,
fÃ

Â
¼
r
unsern
Verstand
immer
unendlich
:
es
wird
angeschaut
,
empfunden
;
es
wirkt
,
es
kann
aber
nicht
eigentlich
erkannt
,
viel
weniger
sein
Wesen
,
sein
Verdienst
mit
Worten
ausgesprochen
werden
.
was
also
hier
Ã

Â
¼
ber
Laokoon
gesagt
ist
,
hat
keinesweges
die
AnmaÃ

Â

ung
,
diesen
Gegenstand
zu
erschÃ

Â
¶
pfen
,
es
ist
mehr
bei
Gelegenheit
dieses
trefflichen
Kunstwerks
als
Ã

Â
¼
ber
dasselbe
geschrieben
.
mÃ

Â
¶
ge
dieses
bald
wieder
so
aufgestellt
sein
,
daÃ

Â

jeder
Liebhaber
sich
daran
freuen
und
darÃ

Â
¼
ber
nach
seiner
Art
reden
kÃ

Â
¶
nne
!
wenn
man
von
einem
trefflichen
Kunstwerke
sprechen
will
,
so
ist
es
fast
nÃ

Â
¶
tig
,
von
der
ganzen
Kunst
zu
reden
:
denn
es
enthÃ

Â
¤
lt
sie
ganz
,
und
jeder
kann
,
soviel
in
seinen
KrÃ

Â
¤
ften
steht
,
auch
das
Allgemeine
aus
einem
solchen
besondern
Fall
entwickeln
;
deswegen
sei
hier
auch
etwas
Allgemeines
vorausgeschickt
.
alle
hohe
Kunstwerke
stellen
die
menschliche
Natur
dar
,
die
bildenden
KÃ

Â
¼
nste
beschÃ

Â
¤
ftigen
sich
besonders
mit
dem
menschlichen
KÃ

Â
¶
rper
;
wir
reden
gegenwÃ

Â
¤
rtig
nur
von
diesen
.
die
Kunst
hat
viele
Stufen
,
auf
jeder
derselben
kÃ

Â
¶
nnen
vorzÃ

Â
¼
gliche
KÃ

Â
¼
nstler
erscheinen
,
ein
vollkommenes
Kunstwerk
aber
begreift
alle
Eigenschaften
,
die
sonst
nur
einzeln
ausgeteilt
sind
.
die
hÃ

Â
¶
chsten
Kunstwerke
,
die
wir
kennen
,
zeigen
uns
:
lebendige
,
hochorganisierte
Naturen
.
man
erwartet
vor
allem
Kenntnis
des
menschlichen
KÃ

Â
¶
rpers
in
seinen
Teilen
,
MaÃ

Â

en
,
innern
und
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Zwecken
,
Formen
und
Bewegungen
im
allgemeinen
.
Charaktere
.
Kenntnis
des
Abweichens
dieser
Teile
in
Gestalt
und
Wirkung
.
Eigenschaften
sondern
sich
ab
und
stellen
sich
einzeln
dar
;
hierdurch
entstehen
die
Charaktere
,
und
es
kÃ

Â
¶
nnen
die
verschiedenen
Kunstwerke
dadurch
in
ein
bedeutendes
VerhÃ

Â
¤
ltnis
gegeneinander
gebracht
werden
,
so
wie
auch
,
wenn
ein
Werk
zusammengesetzt
ist
,
seine
Teile
sich
bedeutend
gegeneinander
verhalten
kÃ

Â
¶
nnen
.
der
Gegenstand
ist
:
in
Ruhe
oder
Bewegung
.
ein
werk
oder
seine
Teile
kÃ

Â
¶
nnen
entweder
fÃ

Â
¼
r
sich
bestehend
,
ruhig
ihr
bloÃ

Â

es
Dasein
anzeigend
,
oder
auch
bewegt
,
wirkend
,
leidenschaftlich
ausdrucksvoll
dargestellt
werden
.
Ideal
.
um
hierzu
zu
gelangen
,
bedarf
der
KÃ

Â
¼
nstler
eines
tiefen
,
grÃ

Â
¼
ndlichen
,
ausdauernden
Sinnes
,
zu
dem
aber
noch
ein
hoher
Sinn
sich
gesellen
muÃ

Â

,
um
den
Gegenstand
in
seinem
ganzen
Umfange
zu
Ã

Â
¼
bersehen
,
den
hÃ

Â
¶
chsten
darzustellenden
Moment
zu
finden
,
und
ihn
also
aus
einer
beschrÃ

Â
¤
nkten
Wirklichkeit
herauszuheben
und
ihm
in
einer
idealen
Welt
maÃ

Â

,
Grenze
,
RealitÃ

Â
¤
t
und
WÃ

Â
¼
rde
zu
geben
.
Anmut
.
der
Gegenstand
aber
und
die
Art
,
ihn
vorzustellen
,
sind
den
sinnlichen
Kunstgesetzen
unterworfen
,
nÃ

Â
¤
mlich
der
Ordnung
,
FaÃ

Â

lichkeit
,
Symmetrie
,
Gegenstellung
etc.
,
wodurch
er
fÃ

Â
¼
r
das
Auge
schÃ

Â
¶
n
,
das
heiÃ

Â

t
anmutig
wird
.
SchÃ

Â
¶
nheit
.
ferner
ist
er
dem
Gesetz
der
geistigen
SchÃ

Â
¶
nheit
unterworfen
,
die
durch
das
MaÃ

Â

entsteht
,
welchem
der
zur
Darstellung
oder
Hervorbringung
des
SchÃ

Â
¶
nen
gebildete
Mensch
alles
,
sogar
die
Extreme
zu
unterwerfen
weiÃ

Â

.
nachdem
ich
die
Bedingungen
,
welche
wir
von
einem
hohen
Kunstwerke
fordern
,
zum
voraus
angegeben
habe
,
so
kann
ich
mit
wenigen
Worten
viel
sagen
,
wenn
ich
behaupte
,
daÃ

Â

unsere
Gruppe
sie
alle
erfÃ

Â
¼
llt
,
ja
daÃ

Â

man
sie
aus
derselben
allein
entwickeln
kÃ

Â
¶
nne
.
man
wird
mir
den
Beweis
erlassen
,
daÃ

Â

sie
Kenntnis
des
menschlichen
KÃ

Â
¶
rpers
,
daÃ

Â

sie
das
Charakteristische
an
demselben
sowie
Ausdruck
und
Leidenschaft
zeige
.
wie
hoch
und
ideal
der
Gegenstand
gefaÃ

Â

t
sei
,
wird
sich
aus
dem
folgenden
ergeben
;
daÃ

Â

man
das
Werk
schÃ

Â
¶
n
nennen
mÃ

Â
¼
sse
,
wird
wohl
niemand
bezweifeln
,
welcher
das
MaÃ

Â

erkennt
,
womit
das
Extrem
eines
physischen
und
geistigen
Leidens
hier
dargestellt
ist
.
hingegen
wird
manchem
paradox
scheinen
,
wenn
ich
behaupte
,
daÃ

Â

diese
Gruppe
auch
zugleich
anmutig
sei
.
hierÃ

Â
¼
ber
also
nur
einige
Worte
.
jedes
Kunstwerk
muÃ

Â

sich
als
ein
solches
anzeigen
,
und
das
kann
es
allein
durch
das
,
was
wir
sinnliche
SchÃ

Â
¶
nheit
oder
Anmut
nennen
.
die
Alten
,
weit
entfernt
von
dem
modernen
Wahne
,
daÃ

Â

ein
Kunstwerk
dem
Scheine
nach
wieder
ein
Naturwerk
werden
mÃ

Â
¼
sse
,
bezeichneten
ihre
Kunstwerke
als
solche
durch
gewÃ

Â
¤
hlte
Ordnung
der
Teile
;
sie
erleichterten
dem
Auge
die
Einsicht
in
die
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
durch
Symmetrie
,
und
so
ward
ein
verwickeltes
Werk
faÃ

Â

lich
.
durch
eben
diese
Symmetrie
und
durch
Gegenstellungen
wurden
in
leisen
Abweichungen
die
hÃ

Â
¶
chsten
Kontraste
mÃ

Â
¶
glich
.
die
Sorgfalt
der
KÃ

Â
¼
nstler
,
mannigfaltige
Massen
gegeneinander
zu
stellen
,
besonders
die
ExtremitÃ

Â
¤
ten
der
KÃ

Â
¶
rper
bei
Gruppen
gegeneinander
in
eine
regelmÃ

Â
¤
Ã

Â

ige
Lage
zu
bringen
,
war
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
Ã

Â
¼
berlegt
und
glÃ

Â
¼
cklich
,
so
daÃ

Â

ein
jedes
Kunstwerk
,
wenn
man
auch
von
dem
Inhalt
abstrahiert
,
wenn
man
in
der
Entfernung
auch
nur
die
allgemeinsten
Umrisse
sieht
,
noch
immer
dem
Auge
als
ein
Zierat
erscheint
.
die
alten
Vasen
geben
uns
hundert
Beispiele
einer
solchen
anmutigen
Gruppierung
,
und
es
wÃ

Â
¼
rde
vielleicht
mÃ

Â
¶
glich
sein
,
stufenweise
von
der
ruhigsten
Vasengruppe
bis
zu
der
hÃ

Â
¶
chst
bewegten
des
Laokoons
die
schÃ

Â
¶
nsten
Beispiele
einer
symmetrisch
kÃ

Â
¼
nstlichen
,
den
Augen
gefÃ

Â
¤
lligen
Zusammensetzung
darzulegen
.
ich
getraue
mir
daher
nochmals
zu
wiederholen
:
daÃ

Â

die
Gruppe
des
Laokoons
,
neben
allen
Ã

Â
¼
brigen
anerkannten
Verdiensten
,
zugleich
ein
Muster
sei
von
Symmetrie
und
Mannigfaltigkeit
,
von
Ruhe
und
Bewegung
,
von
GegensÃ

Â
¤
tzen
und
StufengÃ

Â
¤
ngen
,
die
sich
zusammen
,
teils
sinnlich
teils
geistig
,
dem
Beschauer
darbieten
,
bei
dem
hohen
Pathos
der
Vorstellung
eine
angenehme
Empfindung
erregen
und
den
Sturm
der
Leiden
und
Leidenschaft
durch
Anmut
und
SchÃ

Â
¶
nheit
mildern
.
es
ist
ein
groÃ

Â

er
Vorteil
fÃ

Â
¼
r
ein
Kunstwerk
,
wenn
es
selbststÃ

Â
¤
ndig
,
wenn
es
geschlossen
ist
.
ein
ruhiger
Gegenstand
zeigt
sich
bloÃ

Â

in
seinem
Dasein
,
er
ist
also
durch
und
in
sich
selbst
geschlossen
.
ein
Jupiter
mit
einem
Donnerkeil
im
SchoÃ

Â

,
eine
Juno
,
die
auf
ihrer
MajestÃ

Â
¤
t
und
FrauenwÃ

Â
¼
rde
ruht
,
eine
in
sich
versenkte
Minerva
sind
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
die
gleichsam
nach
auÃ

Â

en
keine
Beziehung
haben
,
sie
ruhen
auf
und
in
sich
und
sind
die
ersten
,
liebsten
GegenstÃ

Â
¤
nde
der
Bildhauerkunst
.
aber
in
dem
herrlichen
Zirkel
des
mythischen
Kunstkreises
,
in
welchem
diese
einzelnen
selbststÃ

Â
¤
ndigen
Naturen
stehen
und
ruhen
,
gibt
es
kleinere
Zirkel
,
wo
die
einzelnen
Gestalten
in
Bezug
auf
andere
gedacht
und
gearbeitet
sind
.
z.
E.
die
neun
Musen
,
mit
ihrem
FÃ

Â
¼
hrer
Apoll
,
ist
jede
fÃ

Â
¼
r
sich
gedacht
und
ausgefÃ

Â
¼
hrt
,
aber
in
dem
ganzen
mannigfaltigen
Chor
wird
sie
noch
interessanter
.
geht
die
Kunst
zum
leidenschaftlich
Bedeutenden
Ã

Â
¼
ber
,
so
kann
sie
wieder
auf
dieselbe
Weise
handeln
:
sie
stellt
uns
entweder
einen
Kreis
von
Gestalten
dar
,
die
untereinander
einen
leidenschaftlichen
Bezug
haben
,
wie
Niobe
mit
ihren
Kindern
,
verfolgt
von
Apoll
und
Diana
,
oder
sie
zeigt
uns
in
einem
Werke
die
Bewegung
zugleich
mit
ihrer
Ursache
.
wir
gedenken
hier
nur
des
anmutigen
Knaben
,
der
sich
den
Dorn
aus
dem
FuÃ

Â

e
zieht
,
der
Ringer
,
zweier
Gruppen
von
Faunen
und
Nymphen
in
Dresden
,
und
der
bewegten
herrlichen
Gruppe
des
Laokoon
.
die
Bildhauerkunst
wird
mit
Recht
so
hoch
gehalten
,
weil
sie
die
Darstellung
auf
ihren
hÃ

Â
¶
chsten
Gipfel
bringen
kann
und
muÃ

Â

,
weil
sie
den
Menschen
von
allem
,
was
ihm
nicht
wesentlich
ist
,
entblÃ

Â
¶
Ã

Â

t.
so
ist
auch
bei
dieser
Gruppe
Laokoon
ein
bloÃ

Â

er
Name
;
von
seiner
Priesterschaft
,
von
seinem
trojanisch-nationellen
,
von
allem
poetischen
und
mythologischen
Beiwesen
haben
ihn
die
KÃ

Â
¼
nstler
entkleidet
;
er
ist
nichts
von
allem
,
wozu
ihn
die
Fabel
macht
:
es
ist
ein
Vater
mit
zwei
SÃ

Â
¶
hnen
,
in
Gefahr
,
zwei
gefÃ

Â
¤
hrlichen
Tieren
unterzuliegen
.
so
sind
auch
hier
keine
gÃ

Â
¶
ttergesandte
,
sondern
bloÃ

Â

natÃ

Â
¼
rliche
Schlangen
,
mÃ

Â
¤
chtig
genug
,
einige
Menschen
zu
Ã

Â
¼
berwÃ

Â
¤
ltigen
,
aber
keineswegs
,
weder
in
ihrer
Gestalt
noch
Handlung
,
auÃ

Â

erordentliche
,
rÃ

Â
¤
chende
,
strafende
Wesen
.
ihrer
Natur
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

schleichen
sie
heran
,
umschlingen
,
schnÃ

Â
¼
ren
zusammen
,
und
die
eine
beiÃ

Â

t
erst
gereizt
.
sollte
ich
diese
Gruppe
,
wenn
wir
keine
weitere
Deutung
derselben
bekannt
wÃ

Â
¤
re
,
erklÃ

Â
¤
ren
,
so
wÃ

Â
¼
rde
ich
sie
eine
tragische
Idylle
nennen
.
ein
Vater
schlief
neben
seinen
beiden
SÃ

Â
¶
hnen
,
sie
wurden
von
Schlangen
umwunden
und
streben
nun
,
erwachend
,
sich
aus
dem
lebendigen
Netze
loszureiÃ

Â

en
.
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
wichtig
ist
dieses
Kunstwerk
durch
die
Darstellung
des
Moments
.
wenn
ein
Werk
der
bildenden
Kunst
sich
wirklich
vor
dem
Auge
bewegen
soll
,
so
muÃ

Â

ein
vorÃ

Â
¼
bergehender
Moment
gewÃ

Â
¤
hlt
sein
;
kurz
vorher
darf
kein
Teil
des
Ganzen
sich
in
dieser
Lage
befunden
haben
,
kurz
hernach
muÃ

Â

jeder
Teil
genÃ

Â
¶
tigt
sein
,
diese
Lage
zu
verlassen
;
dadurch
wird
das
Werk
Millionen
Anschauern
immer
wieder
neu
lebendig
sein
.
um
die
Intention
des
Laokoons
recht
zu
fassen
,
stelle
man
sich
in
gehÃ

Â
¶
riger
Entfernung
mit
geschloÃ

Â

nen
Augen
davor
;
man
Ã

Â
¶
ffne
sie
und
schlieÃ

Â

e
sie
sogleich
wieder
,
so
wird
man
den
ganzen
Marmor
in
Bewegung
sehen
,
man
wird
fÃ

Â
¼
rchten
,
indem
man
die
Augen
wieder
Ã

Â
¶
ffnet
,
die
ganze
Gruppe
verÃ

Â
¤
ndert
zu
finden
.
ich
mÃ

Â
¶
chte
sagen
,
wie
sie
jetzt
dasteht
,
ist
sie
ein
fixierter
Blitz
,
eine
Welle
,
versteinert
im
Augenblicke
,
da
sie
gegen
das
Ufer
anstrÃ

Â
¶
mt
.
dieselbe
Wirkung
entsteht
,
wenn
man
die
Gruppe
nachts
bei
der
Fackel
sieht
.
der
Zustand
der
drei
Figuren
ist
mit
der
hÃ

Â
¶
chsten
Weisheit
stufenweise
dargestellt
;
der
Ã

Â
¤
lteste
Sohn
ist
nur
an
den
ExtremitÃ

Â
¤
ten
verstrickt
,
der
zweite
Ã

Â
¶
fters
umwunden
,
besonders
ist
ihm
die
Brust
zusammengeschnÃ

Â
¼
rt
;
durch
die
Bewegung
des
rechten
Arms
sucht
er
sich
Luft
zu
machen
,
mit
der
Linken
drÃ

Â
¤
ngt
er
sanft
den
Kopf
der
Schlange
zurÃ

Â
¼
ck
,
um
sie
abzuhalten
,
daÃ

Â

sie
nicht
noch
einen
Ring
um
die
Brust
ziehe
;
sie
ist
im
Begriff
,
unter
der
Hand
wegzuschlÃ

Â
¼
pfen
,
keinesweges
aber
beiÃ

Â

t
sie
.
der
Vater
hingegen
will
sich
und
die
Kinder
von
diesen
Umstrickungen
mit
Gewalt
befreien
,
er
preÃ

Â

t
die
andere
Schlange
,
und
diese
,
gereizt
,
beiÃ

Â

t
ihn
in
die
HÃ

Â
¼
fte
.
um
die
Stellung
des
Vaters
sowohl
im
ganzen
als
nach
allen
Teilen
des
KÃ

Â
¶
rpers
zu
erklÃ

Â
¤
ren
,
scheint
es
mir
am
vorteilhaftesten
,
das
augenblickliche
GefÃ

Â
¼
hl
der
Wunde
als
die
Hauptursache
der
ganzen
Bewegung
anzugeben
.
die
Schlange
hat
nicht
gebissen
,
sondern
sie
beiÃ

Â

t
,
und
zwar
in
den
weichen
Teil
des
KÃ

Â
¶
rpers
,
Ã

Â
¼
ber
und
etwas
hinter
der
HÃ

Â
¼
fte
.
die
Stellung
des
restaurierten
Kopfes
der
Schlange
hat
den
eigentlichen
BiÃ

Â

nie
recht
angegeben
;
glÃ

Â
¼
cklicherweise
haben
sich
noch
die
Reste
der
beiden
Kinnladen
an
dem
hintern
Teil
der
Statue
erhalten
.
wenn
nur
nicht
diese
hÃ

Â
¶
chst
wichtigen
Spuren
bei
der
jetzigen
traurigen
VerÃ

Â
¤
nderung
auch
verlorengehen
!
die
Schlange
bringt
dem
unglÃ

Â
¼
cklichen
Manne
eine
Wunde
an
dem
Teile
bei
,
wo
der
Mensch
gegen
jeden
Reiz
sehr
empfindlich
ist
,
wo
sogar
ein
geringer
Kitzel
jene
Bewegung
hervorbringt
,
welche
wir
hier
durch
die
Wunde
bewirkt
sehen
:
der
KÃ

Â
¶
rper
flieht
auf
die
entgegengesetzte
Seite
,
der
Leib
zieht
sich
ein
,
die
Schulter
drÃ

Â
¤
ngt
sich
herunter
,
die
Brust
tritt
hervor
,
der
Kopf
senkt
sich
nach
der
berÃ

Â
¼
hrten
Seite
;
da
sich
nun
doch
in
den
FÃ

Â
¼
Ã

Â

en
,
die
gefesselt
,
und
in
den
Armen
,
die
ringend
sind
,
der
Ã

Â

berrest
der
vorhergehenden
Situation
oder
Handlung
zeigt
,
so
entsteht
eine
Zusammenwirkung
von
Streben
und
Fliehen
,
von
Wirken
und
Leiden
,
von
Anstrengen
und
Nachgeben
,
die
vielleicht
unter
keiner
andern
Bedingung
mÃ

Â
¶
glich
wÃ

Â
¤
re
.
man
verliert
sich
in
Erstaunen
Ã

Â
¼
ber
die
Weisheit
der
KÃ

Â
¼
nstler
,
wenn
man
versucht
,
den
BiÃ

Â

an
einer
andern
Stelle
anzubringen
:
die
ganze
GebÃ

Â
¤
rde
wÃ

Â
¼
rde
verÃ

Â
¤
ndert
sein
,
und
auf
keine
Weise
ist
sie
schicklicher
denklich
.
es
ist
also
dieses
ein
Hauptsatz
:
der
KÃ

Â
¼
nstler
hat
uns
eine
sinnliche
Wirkung
dargestellt
,
er
zeigt
uns
auch
die
sinnliche
Ursache
.
der
Punkt
des
Bisses
,
ich
wiederhole
es
,
bestimmt
die
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Bewegungen
der
Glieder
:
das
Fliehen
des
UnterkÃ

Â
¶
rpers
,
das
Einziehen
des
Leibes
,
das
Hervorstreben
der
Brust
,
das
Niederzucken
der
Achsel
und
des
Hauptes
,
ja
alle
die
ZÃ

Â
¼
ge
des
Angesichts
seh
'
ich
durch
diesen
augenblicklichen
,
schmerzlichen
,
unerwarteten
Reiz
entschieden
.
fern
aber
sei
es
von
mir
,
daÃ

Â

ich
die
Einheit
der
menschlichen
Natur
trennen
,
daÃ

Â

ich
den
geistigen
KrÃ

Â
¤
ften
dieses
herrlich
gebildeten
Mannes
ihr
Mitwirken
ableugnen
,
daÃ

Â

ich
das
Streben
und
Leiden
einer
groÃ

Â

en
Natur
verkennen
sollte
.
Angst
,
Furcht
,
Schrecken
,
vÃ

Â
¤
terliche
Neigung
scheinen
auch
mir
sich
durch
diese
Adern
zu
bewegen
,
in
dieser
Brust
aufzusteigen
,
auf
dieser
Stirn
sich
zu
furchen
;
gern
gesteh
'
ich
,
daÃ

Â

mit
dem
sinnlichen
auch
das
geistige
Leiden
hier
auf
der
hÃ

Â
¶
chsten
Stufe
dargestellt
sei
;
nur
trage
man
die
Wirkung
,
die
das
Kunstwerk
auf
uns
macht
,
nicht
zu
lebhaft
auf
das
Werk
selbst
Ã

Â
¼
ber
,
besonders
sehe
man
keine
Wirkung
des
Gifts
bei
einem
KÃ

Â
¶
rper
,
den
erst
im
Augenblicke
die
ZÃ

Â
¤
hne
der
Schlange
ergreifen
;
man
sehe
keinen
Todeskampf
bei
einem
herrlichen
,
strebenden
,
gesunden
,
kaum
verwundeten
KÃ

Â
¶
rper
.
hier
sei
mir
eine
Bemerkung
erlaubt
,
die
fÃ

Â
¼
r
die
bildende
Kunst
von
Wichtigkeit
ist
:
der
hÃ

Â
¶
chste
pathetische
Ausdruck
,
den
sie
darstellen
kann
,
schwebt
auf
dem
Ã

Â

bergange
eines
Zustandes
in
den
andern
.
man
sehe
ein
lebhaftes
Kind
,
das
mit
aller
Energie
und
Lust
des
Lebens
rennt
,
springt
und
sich
ergÃ

Â
¶
tzt
,
dann
aber
etwa
unverhofft
von
einem
Gespielen
hart
getroffen
oder
sonst
physisch
oder
moralisch
heftig
verletzt
wird
;
diese
neue
Empfindung
teilt
sich
wie
ein
elektrischer
Schlag
allen
Gliedern
mit
,
und
ein
solcher
Ã

Â

bersprung
ist
im
hÃ

Â
¶
chsten
Sinne
pathetisch
,
es
ist
ein
Gegensatz
,
von
dem
man
ohne
Erfahrung
keinen
Begriff
hat
.
hier
wirkt
nun
offenbar
der
geistige
sowohl
als
der
physische
Mensch
.
bleibt
alsdann
bei
einem
solchen
Ã

Â

bergange
noch
die
deutliche
Spur
vom
vorhergehenden
Zustande
,
so
entsteht
der
herrlichste
Gegenstand
fÃ

Â
¼
r
die
bildende
Kunst
,
wie
beim
Laokoon
der
Fall
ist
,
wo
Streben
und
Leiden
in
einem
Augenblick
vereinigt
sind
.
so
wÃ

Â
¼
rde
z.
B.
Eurydice
,
die
im
Moment
,
da
sie
mit
gesammelten
Blumen
frÃ

Â
¶
hlich
Ã

Â
¼
ber
die
Wiese
geht
,
von
einer
getretenen
Schlange
in
die
Ferse
gebissen
wird
,
eine
sehr
pathetische
Statue
machen
,
wenn
nicht
allein
durch
die
herabfallenden
Blumen
,
sondern
durch
die
Richtung
aller
Glieder
und
das
Schwanken
der
Falten
der
doppelte
Zustand
des
frÃ

Â
¶
hlichen
Vorschreitens
und
des
schmerzlichen
Anhaltens
ausgedrÃ

Â
¼
ckt
werden
kÃ

Â
¶
nnte
.
wenn
wir
nun
die
Hauptfigur
in
diesem
Sinne
gefaÃ

Â

t
haben
,
so
kÃ

Â
¶
nnen
wir
auf
die
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
Abstufungen
und
GegensÃ

Â
¤
tze
sÃ

Â
¤
mtlicher
Teile
des
ganzen
Werkes
mit
einem
freien
und
sichern
Blicke
hinsehen
.
der
gewÃ

Â
¤
hlte
Gegenstand
ist
einer
der
glÃ

Â
¼
cklichsten
,
die
sich
denken
lassen
.
Menschen
mit
gefÃ

Â
¤
hrlichen
Tieren
im
Kampfe
,
und
zwar
mit
Tieren
,
die
nicht
als
Massen
oder
Gewalten
,
sondern
als
ausgeteilte
KrÃ

Â
¤
fte
wirken
,
nicht
von
einer
Seite
drohen
,
nicht
einen
zusammengefaÃ

Â

ten
Widerstand
fordern
,
sondern
die
nach
ihrer
ausgedehnten
Organisation
fÃ

Â
¤
hig
sind
,
drei
Menschen
mehr
oder
weniger
ohne
Verletzung
zu
paralysieren
.
durch
dieses
Mittel
der
LÃ

Â
¤
hmung
wird
,
bei
der
groÃ

Â

en
Bewegung
,
Ã

Â
¼
ber
das
Ganze
schon
eine
gewisse
Ruhe
und
Einheit
verbreitet
.
die
Wirkungen
der
Schlangen
sind
stufenweise
angegeben
.
die
eine
umschlingt
nur
,
die
andre
wird
gereizt
und
verletzt
ihren
Gegner
.
die
drei
Menschen
sind
gleichfalls
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
weise
gewÃ

Â
¤
hlt
.
ein
starker
,
wohlgebauter
Mann
,
aber
schon
Ã

Â
¼
ber
die
Jahre
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Energie
hinaus
,
weniger
fÃ

Â
¤
hig
,
Schmerz
und
Leiden
zu
widerstehen
.
man
denke
sich
an
seiner
Statt
einen
rÃ

Â
¼
stigen
JÃ

Â
¼
ngling
,
und
die
Gruppe
wird
ihren
ganzen
Wert
verlieren
.
mit
ihm
leiden
zwei
Knaben
,
die
,
selbst
dem
MaÃ

Â

e
nach
,
gegen
ihn
klein
gehalten
sind
;
abermals
zwei
Naturen
,
empfÃ

Â
¤
nglich
fÃ

Â
¼
r
Schmerz
.
der
jÃ

Â
¼
ngere
strebt
ohnmÃ

Â
¤
chtig
;
er
ist
geÃ

Â
¤
ngstigt
,
aber
nicht
verletzt
;
der
Vater
strebt
mÃ

Â
¤
chtig
,
aber
unwirksam
,
vielmehr
bringt
sein
Streben
die
entgegengesetzte
Wirkung
hervor
;
er
reizt
seinen
Gegner
und
wird
verwundet
.
der
Ã

Â
¤
lteste
Sohn
ist
am
leichtesten
verstrickt
;
er
fÃ

Â
¼
hlt
weder
Beklemmung
noch
Schmerz
,
er
erschrickt
Ã

Â
¼
ber
die
augenblickliche
Verwundung
und
Bewegung
seines
Vaters
,
er
schreit
auf
,
indem
er
das
Schlangenende
von
dem
einen
FuÃ

Â

e
abzustreifen
sucht
;
hier
ist
also
noch
ein
Beobachter
,
Zeuge
und
Teilnehmer
bei
der
Tat
,
und
das
Werk
ist
abgeschlossen
.
was
ich
schon
im
Vorbeigehen
berÃ

Â
¼
hrt
habe
,
will
ich
hier
noch
besonders
bemerken
:
daÃ

Â

alle
drei
Figuren
eine
doppelte
Handlung
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
und
so
hÃ

Â
¶
chst
mannigfaltig
beschÃ

Â
¤
ftigt
sind
.
der
jÃ

Â
¼
ngste
Sohn
will
sich
durch
die
ErhÃ

Â
¶
hung
des
rechten
Arms
Luft
machen
und
drÃ

Â
¤
ngt
mit
der
linken
Hand
den
Kopf
der
Schlange
zurÃ

Â
¼
ck
,
er
will
sich
das
gegenwÃ

Â
¤
rtige
Ã

Â

bel
erleichtern
und
das
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
vermindern
-
der
hÃ

Â
¶
chste
Grad
von
TÃ

Â
¤
tigkeit
,
der
ihm
in
seiner
gefangenen
Lage
noch
Ã

Â
¼
brigbleibt
.
der
Vater
strebt
,
sich
von
den
Schlangen
loszuwinden
,
und
der
KÃ

Â
¶
rper
flieht
zugleich
vor
dem
augenblicklichen
Bisse
.
der
Ã

Â
¤
lteste
Sohn
entsetzt
sich
vor
der
Bewegung
des
Vaters
und
sucht
sich
von
der
leicht
umwindenden
Schlange
zu
befreien
.
schon
oben
ist
der
Gipfel
des
vorgestellten
Augenblicks
als
ein
groÃ

Â

er
Vorzug
dieses
Kunstwerks
gerÃ

Â
¼
hmt
,
und
hier
ist
noch
besonders
davon
zu
sprechen
.
wir
nahmen
an
,
daÃ

Â

natÃ

Â
¼
rliche
Schlangen
einen
Vater
mit
seinen
SÃ

Â
¶
hnen
im
Schlaf
umwunden
,
damit
wir
bei
Betrachtung
der
Momente
eine
Steigerung
vor
uns
sÃ

Â
¤
hen
.
die
ersten
Augenblicke
des
Unwindens
im
Schlafe
sind
ahndungsvoll
,
aber
fÃ

Â
¼
r
die
Kunst
unbedeutend
.
man
kÃ

Â
¶
nnte
vielleicht
einen
schlafenden
jungen
Herkules
bilden
,
wie
er
von
Schlangen
umwunden
wird
,
dessen
Gestalt
und
Ruhe
uns
aber
zeigte
,
was
wir
von
seinem
Erwachen
zu
erwarten
hÃ

Â
¤
tten
.
gehen
wir
nun
weiter
und
denken
uns
den
Vater
,
der
sich
mit
seinen
Kindern
,
es
sei
nun
,
wie
es
sei
,
von
Schlangen
umwunden
fÃ

Â
¼
hlt
,
so
gibt
es
nur
einen
Moment
des
hÃ

Â
¶
chsten
Interesse
:
wenn
der
eine
KÃ

Â
¶
rper
durch
die
Umwindung
wehrlos
gemacht
ist
,
wenn
der
andere
zwar
wehrhaft
,
aber
verletzt
ist
und
dem
dritten
eine
Hoffnung
zur
Flucht
Ã

Â
¼
brigbleibt
.
in
dem
ersten
Falle
ist
der
jÃ

Â
¼
ngere
Sohn
,
im
zweiten
der
Vater
,
im
dritten
der
Ã

Â
¤
ltere
Sohn
.
man
versuche
noch
einen
andern
Fall
zu
finden
!
man
suche
die
Rollen
anders
,
als
sie
hier
ausgeteilt
sind
,
zu
verteilen
!
denken
wir
nun
die
Handlung
vom
Anfang
herauf
und
erkennen
,
daÃ

Â

sie
gegenwÃ

Â
¤
rtig
auf
dem
hÃ

Â
¶
chsten
Punkt
steht
,
so
werden
wir
,
wenn
wir
die
nÃ

Â
¤
chstfolgenden
und
fernern
Momente
bedenken
,
sogleich
gewahr
werden
,
daÃ

Â

sich
die
ganze
Gruppe
verÃ

Â
¤
ndern
muÃ

Â

und
daÃ

Â

kein
Augenblick
gefunden
werden
kann
,
der
diesem
an
Kunstwert
gleich
sei
.
der
jÃ

Â
¼
ngste
Sohn
wird
entweder
von
der
umwindenden
Schlange
erstickt
oder
,
wenn
er
sie
reizen
sollte
,
in
seinem
vÃ

Â
¶
llig
hÃ

Â
¼
lflosen
Zustande
noch
gebissen
.
beide
FÃ

Â
¤
lle
sind
unertrÃ

Â
¤
glich
,
weil
sie
ein
Letztes
sind
,
das
nicht
dargestellt
werden
soll
.
was
den
Vater
betrifft
,
so
wird
er
entweder
von
der
Schlange
noch
an
andern
Teilen
gebissen
,
wodurch
die
ganze
Lage
seines
KÃ

Â
¶
rpers
sich
verÃ

Â
¤
ndern
muÃ

Â

und
die
ersten
Bisse
fÃ

Â
¼
r
den
Zuschauer
entweder
verlorengehen
oder
,
wenn
sie
angezeigt
werden
sollten
,
ekelhaft
sein
wÃ

Â
¼
rden
;
oder
die
Schlange
kann
auch
sich
umwenden
und
den
Ã

Â
¤
ltesten
Sohn
anfallen
,
dieser
wird
alsdann
auf
sich
selbst
zurÃ

Â
¼
ckgefÃ

Â
¼
hrt
,
die
Begebenheit
verliert
ihren
Teilnehmer
,
der
letzte
Schein
von
Hoffnung
ist
aus
der
Gruppe
verschwunden
,
es
ist
keine
tragische
,
es
ist
eine
grausame
Vorstellung
.
der
Vater
,
der
jetzt
in
seiner
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
und
in
seinem
Leiden
auf
sich
ruht
,
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
sich
gegen
den
Sohn
wenden
,
er
wÃ

Â
¼
rde
teilnehmende
Nebenfigur
.
der
Mensch
hat
bei
eignen
und
fremden
Leiden
nur
drei
Empfindungen
:
Furcht
,
Schrecken
und
Mitleiden
,
das
bange
Voraussehen
eines
sich
annÃ

Â
¤
hernden
Ã

Â

bels
,
das
unerwartete
Gewahrwerden
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Leidens
und
die
Teilnahme
am
dauernden
oder
vergangenen
;
alle
drei
werden
durch
dieses
Kunstwerk
dargestellt
und
erregt
,
und
zwar
in
den
gehÃ

Â
¶
rigsten
Abstufungen
.
die
bildende
Kunst
,
die
immer
fÃ

Â
¼
r
den
Moment
arbeitet
,
wird
,
sobald
sie
einen
pathetischen
Gegenstand
wÃ

Â
¤
hlt
,
denjenigen
ergreifen
,
der
Schrecken
erweckt
,
dahingegen
Poesie
sich
an
solche
hÃ

Â
¤
lt
,
die
Furcht
und
Mitleiden
erregen
.
bei
der
Gruppe
des
Laokoons
erregt
das
Leiden
des
Vaters
Schrecken
,
und
zwar
im
hÃ

Â
¶
chsten
Grad
,
an
ihm
hat
die
Bildhauerkunst
ihr
HÃ

Â
¶
chstes
getan
;
allein
teils
um
den
Zirkel
aller
menschlichen
Empfindungen
zu
durchlaufen
,
teils
um
den
heftigen
Eindruck
des
Schreckens
zu
mildern
,
erregt
sie
Mitleiden
fÃ

Â
¼
r
den
Zustand
des
jÃ

Â
¼
ngern
Sohns
und
Furcht
fÃ

Â
¼
r
den
Ã

Â
¤
ltern
,
indem
sie
fÃ

Â
¼
r
diesen
auch
noch
Hoffnung
Ã

Â
¼
briglÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
so
brachten
die
KÃ

Â
¼
nstler
durch
Mannigfaltigkeit
ein
gewisses
Gleichgewicht
in
ihre
Arbeit
,
milderten
und
erhÃ

Â
¶
hten
Wirkung
durch
Wirkungen
und
vollendeten
sowohl
ein
geistiges
als
ein
sinnliches
Ganze
.
genug
,
wir
dÃ

Â
¼
rfen
kÃ

Â
¼
hnlich
behaupten
,
daÃ

Â

dieses
Kunstwerk
seinen
Gegenstand
erschÃ

Â
¶
pfe
und
alle
Kunstbedingungen
glÃ

Â
¼
cklich
erfÃ

Â
¼
lle
.
es
lehrt
uns
:
daÃ

Â

,
wenn
der
Meister
sein
SchÃ

Â
¶
nheitsgefÃ

Â
¼
hl
ruhigen
und
einfachen
GegenstÃ

Â
¤
nden
einflÃ

Â
¶
Ã

Â

en
kann
,
sich
doch
eigentlich
dasselbe
in
seiner
hÃ

Â
¶
chsten
Energie
und
WÃ

Â
¼
rde
zeige
,
wenn
es
bei
Bildung
mannigfaltiger
Charaktere
seine
Kraft
beweist
und
die
leidenschaftlichen
AusbrÃ

Â
¼
che
der
menschlichen
Natur
in
der
Kunstnachahmung
zu
mÃ

Â
¤
Ã

Â

igen
und
zu
bÃ

Â
¤
ndigen
versteht
.
wir
geben
in
der
Folge
wohl
eine
genauere
Beschreibung
der
Statuen
,
welche
unter
dem
Namen
der
Familie
der
Niobe
bekannt
sind
,
sowie
auch
der
Gruppe
des
Farnesischen
Stiers
;
sie
gehÃ

Â
¶
ren
unter
die
wenigen
pathetischen
Darstellungen
,
welche
uns
von
alter
Skulptur
Ã

Â
¼
briggeblieben
sind
.
gewÃ

Â
¶
hnlich
haben
sich
die
Neuern
bei
der
Wohl
solcher
GegenstÃ

Â
¤
nde
vergriffen
.
wenn
Milo
,
mit
beiden
HÃ

Â
¤
nden
in
einer
Baumspalte
gefangen
,
von
einem
LÃ

Â
¶
wen
angefallen
wird
,
so
wird
die
Kunst
sich
vergebens
bemÃ

Â
¼
hen
,
daraus
ein
Werk
zu
bilden
,
das
eine
reine
Teilnahme
erregen
kÃ

Â
¶
nnte
.
ein
doppelter
Schmerz
,
eine
vergebliche
Anstrengung
,
ein
hÃ

Â
¼
lfloser
Zustand
,
ein
gewisser
Untergang
kÃ

Â
¶
nnen
nur
Abscheu
erregen
,
wenn
sie
nicht
ganz
kalt
lassen
.
und
zuletzt
nur
noch
ein
Wort
Ã

Â
¼
ber
das
VerhÃ

Â
¤
ltnis
des
Gegenstandes
zur
Poesie
.
man
ist
hÃ

Â
¶
chst
ungerecht
gegen
Virgilen
und
die
Dichtkunst
,
wenn
man
des
geschlossenste
Meisterwerk
der
Bildhauerarbeit
mit
der
episodischen
Behandlung
in
der
Ã

Â

neis
auch
nur
einen
Augenblick
vergleicht
.
da
einmal
der
unglÃ

Â
¼
ckliche
vertriebene
Ã

Â

neas
selbst
erzÃ

Â
¤
hlen
soll
,
daÃ

Â

er
und
seine
Landsleute
die
unverzeihliche
Torheit
begangen
haben
,
das
bekannte
Pferd
ihre
Stadt
zu
fÃ

Â
¼
hren
,
so
muÃ

Â

der
Dichter
nur
darauf
denken
,
wie
die
Handlung
zu
entschuldigen
sei
.
alles
ist
auch
darauf
angelegt
,
und
die
Geschichte
des
Laokoons
steht
hier
als
ein
rhetorisches
Argument
,
bei
dem
eine
Ã

Â

bertreibung
,
wenn
sie
nur
zweckmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
ist
,
gar
wohl
gebilligt
werden
kann
.
so
kommen
ungeheure
Schlangen
aus
dem
Meere
,
mit
KÃ

Â
¤
mmen
auf
dem
Haupte
,
eilen
auf
die
Kinder
des
Priesters
,
der
das
Pferd
verletzt
hatte
,
umwickeln
sie
,
beiÃ

Â

en
sie
,
begeifern
sie
;
umwinden
,
umschlingen
darauf
Brust
und
Hals
des
zu
HÃ

Â
¼
lfe
eilenden
Vaters
und
ragen
mit
ihren
KÃ

Â
¶
pfen
triumphierend
hoch
empor
,
indem
der
UnglÃ

Â
¼
ckliche
unter
ihren
Windungen
vergebens
um
HÃ

Â
¼
lfe
schreit
.
das
Volk
entsetzt
sich
und
flieht
beim
Anblick
,
niemand
wagt
es
mehr
,
ein
Patriot
zu
sein
,
und
der
ZuhÃ

Â
¶
rer
,
durch
die
abenteuerliche
und
ekelhafte
Geschichte
erschreckt
,
gibt
denn
auch
gern
zu
,
daÃ

Â

das
Pferd
in
die
Stadt
gebracht
werde
.
so
steht
also
die
Geschichte
Laokoons
im
Virgil
bloÃ

Â

als
Mittel
zu
einem
hÃ

Â
¶
hern
Zwecke
,
und
es
ist
noch
eine
groÃ

Â

e
Frage
,
ob
die
Begebenheit
an
sich
ein
poetischer
Gegenstand
sei
.
Ã

Â
¼
ber
Wahrheit
und
Wahrscheinlichkeit
der
Kunstwerke
.
ein
GesprÃ

Â
¤
ch.
auf
einem
deutschen
Theater
ward
ein
ovales
,
gewissermaÃ

Â

en
amphitheatralisches
GebÃ

Â
¤
ude
vorgestellt
,
in
dessen
Logen
viele
Zuschauer
gemalt
sind
,
als
wenn
sie
an
dem
,
was
unten
vorgeht
,
teilnÃ

Â
¤
hmen
.
manche
wirkliche
Zuschauer
im
Parterre
und
in
den
Logen
waren
damit
unzufrieden
,
und
wollten
Ã

Â
¼
belnehmen
,
daÃ

Â

man
ihnen
so
etwas
Unwahres
und
Unwahrscheinliches
aufzubinden
gedÃ

Â
¤
chte
.
bei
dieser
Gelegenheit
fiel
ein
GesprÃ

Â
¤
ch
vor
,
dessen
ungefÃ

Â
¤
hrer
Inhalt
hier
aufgezeichnet
wird
.
der
Anwalt
des
KÃ

Â
¼
nstlers
.
lassen
Sie
uns
sehen
,
ob
wir
uns
nicht
einander
auf
irgendeinem
Wege
nÃ

Â
¤
hern
kÃ

Â
¶
nnen
.
der
Zuschauer
.
ich
begreife
nicht
,
wie
Sie
eine
solche
Vorstellung
entschuldigen
wollen
.
Anwalt
.
nicht
wahr
,
wenn
Sie
ins
Theater
gehen
,
so
erwarten
Sie
nicht
,
daÃ

Â

alles
,
was
Sie
drinnen
sehen
werden
,
wahr
und
wirklich
sein
soll
?
Zuschauer
.
nein
!
ich
verlange
aber
,
daÃ

Â

mir
wenigstens
alles
wahr
und
wirklich
scheinen
solle
.
Anwalt
.
verzeihen
Sie
,
wenn
ich
in
Ihre
eigne
Seele
leugne
,
und
behaupte
:
Sie
verlangen
das
keinesweges
.
Zuschauer
.
das
wÃ

Â
¤
re
doch
sonderbar
!
wenn
ich
es
nicht
verlangte
,
warum
gÃ

Â
¤
be
sich
denn
der
Dekorateur
die
MÃ

Â
¼
he
,
alle
Linien
aufs
genaueste
nach
den
Regeln
der
Perspektiv
zu
ziehen
,
alle
GegenstÃ

Â
¤
nde
nach
der
vollkommensten
Haltung
zu
malen
?
warum
studierte
man
aufs
KostÃ

Â
¼
m
?
warum
lieÃ

Â

e
man
sich
es
so
viel
kosten
,
ihm
treu
zu
bleiben
,
um
dadurch
mich
in
jene
Zeiten
zu
versetzen
?
warum
rÃ

Â
¼
hmt
man
den
Schauspieler
am
meisten
,
der
die
Empfindungen
am
wahrsten
ausdrÃ

Â
¼
ckt
,
der
in
Rede
,
Stellung
und
GebÃ

Â
¤
rden
der
Wahrheit
am
nÃ

Â
¤
chsten
kommt
,
der
mich
tÃ

Â
¤
uscht
,
daÃ

Â

ich
nicht
eine
Nachahmung
,
sondern
die
Sache
selbst
zu
sehen
glaube
?
Anwalt
.
Sie
drÃ

Â
¼
cken
Ihre
Empfindungen
recht
gut
aus
,
nur
ist
es
schwerer
,
als
Sie
vielleicht
denken
,
recht
deutlich
einzusehen
,
was
man
empfindet
.
was
werden
Sie
sagen
,
wenn
ich
Ihnen
einwende
,
daÃ

Â

Ihnen
alle
theatralische
Darstellungen
keinesweges
wahr
scheinen
,
daÃ

Â

sie
vielmehr
nur
einen
Schein
des
Wahren
haben
?
Zuschauer
.
ich
werde
sagen
,
daÃ

Â

Sie
eine
SubtilitÃ

Â
¤
t
vorbringen
,
die
wohl
nur
ein
Wortspiel
sein
kÃ

Â
¶
nnte
.
Anwalt
.
und
ich
darf
Ihnen
darauf
versetzen
,
daÃ

Â

,
wenn
wir
von
Wirkungen
unseres
Geistes
reden
,
keine
Worte
zart
und
subtil
genug
sind
und
daÃ

Â

Wortspiele
dieser
Art
selbst
ein
BedÃ

Â
¼
rfnis
des
Geistes
anzeigen
,
der
,
da
wir
das
,
was
in
uns
vorgeht
,
nicht
geradezu
ausdrÃ

Â
¼
cken
kÃ

Â
¶
nnen
,
durch
GegensÃ

Â
¤
tze
zu
operieren
,
die
Frage
von
zwei
Seiten
zu
beantworten
und
so
gleichsam
die
Sache
in
die
Mitte
zu
fassen
sucht
.
Zuschauer
.
gut
denn
!
nur
erklÃ

Â
¤
ren
Sie
sich
deutlicher
und
,
wenn
ich
bitten
darf
,
in
Beispielen
.
Anwalt
.
die
werde
ich
leicht
zu
meinem
Vorteil
aufbringen
kÃ

Â
¶
nnen
.
z.
B.
also
,
wenn
Sie
in
der
Oper
sind
,
empfinden
Sie
nicht
ein
lebhaftes
vollstÃ

Â
¤
ndiges
VergnÃ

Â
¼
gen
?
Zuschauer
.
wenn
alles
wohl
zusammenstimmt
,
eines
der
vollkommensten
,
deren
ich
mir
bewuÃ

Â

t
bin
.
Anwalt
.
wenn
aber
die
guten
Leute
da
droben
singend
sich
begegnen
und
bekomplimentieren
,
Billets
absingen
,
die
sie
erhalten
,
ihre
Liebe
,
ihren
HaÃ

Â

,
alle
ihre
Leidenschaften
singend
darlegen
,
sich
singend
herumschlagen
,
und
singend
verscheiden
,
kÃ

Â
¶
nnen
Sie
sagen
,
daÃ

Â

die
ganze
Vorstellung
oder
auch
nur
ein
Teil
derselben
wahr
scheine
?
ja
ich
darf
sagen
:
auch
nur
einen
Schein
des
Wahren
habe
?
Zuschauer
.
fÃ

Â
¼
rwahr
,
wenn
ich
es
Ã

Â
¼
berlege
,
so
getraue
ich
mich
das
nicht
zu
sagen
.
es
kommt
mir
von
allem
dem
freilich
nichts
wahr
vor
.
Anwalt
.
und
doch
sind
Sie
dabei
vÃ

Â
¶
llig
vergnÃ

Â
¼
gt
und
zufrieden
.
Zuschauer
.
ohne
Widerrede
.
ich
erinnre
mich
zwar
noch
wohl
,
wie
man
sonst
die
Oper
,
eben
wegen
ihrer
groben
Unwahrscheinlichkeit
,
lÃ

Â
¤
cherlich
machen
wollte
,
und
wie
ich
von
jeher
demungeachtet
das
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
VergnÃ

Â
¼
gen
dabei
empfand
und
immer
mehr
empfinde
,
je
reicher
und
vollkommner
sie
geworden
ist
.
Anwalt
.
und
fÃ

Â
¼
hlen
Sie
sich
nicht
auch
in
der
Oper
vollkommen
getÃ

Â
¤
uscht
?
Zuschauer
.
getÃ

Â
¤
uscht
,
das
Wort
mÃ

Â
¶
chte
ich
nicht
brauchen
-
und
doch
ja
-
und
doch
nein
!
Anwalt
.
hier
sind
Sie
ja
auch
in
einem
vÃ

Â
¶
lligen
Widerspruch
,
der
noch
viel
schlimmer
als
ein
Wortspiel
zu
sein
scheint
.
Zuschauer
.
nur
ruhig
,
wir
wollen
schon
ins
klare
kommen
.
Anwalt
.
sobald
wir
im
klaren
sind
,
werden
wir
einig
sein
.
wollen
Sie
mir
erlauben
,
auf
dem
Punkt
,
wo
wir
stehen
,
einige
Fragen
zu
tun
?
Zuschauer
.
es
ist
Ihre
Pflicht
,
da
Sie
mich
in
diese
Verwirrung
hineingefragt
haben
,
mich
auch
wieder
herauszufragen
.
Anwalt
.
Sie
mÃ

Â
¶
chten
also
die
Empfindung
,
in
welche
Sie
durch
eine
Oper
versetzt
werden
,
nicht
gerne
TÃ

Â
¤
uschung
nennen
?
Zuschauer
.
nicht
gern
,
und
doch
ist
es
eine
Art
derselben
,
etwas
,
das
ganz
nahe
mit
ihr
verwandt
ist
.
Anwalt
.
nicht
wahr
,
Sie
vergessen
beinah
sich
selbst
?
Zuschauer
.
nicht
beinahe
,
sondern
vÃ

Â
¶
llig
,
wenn
das
Ganze
oder
der
Teil
gut
ist
.
Anwalt
.
Sie
sind
entzÃ

Â
¼
ckt
?
Zuschauer
.
es
ist
mir
mehr
als
einmal
geschehen
.
Anwalt
.
kÃ

Â
¶
nnen
Sie
wohl
sagen
,
unter
welchen
UmstÃ

Â
¤
nden
?
Zuschauer
.
es
sind
so
viele
FÃ

Â
¤
lle
,
daÃ

Â

es
mir
schwer
sein
wÃ

Â
¼
rde
,
sie
aufzuzÃ

Â
¤
hlen
.
Anwalt
.
und
doch
haben
Sie
es
schon
gesagt
;
gewiÃ

Â

am
meisten
,
wenn
alles
zusammenstimmte
.
Zuschauer
.
ohne
Widerrede
!
Anwalt
.
stimmte
eine
solche
vollkommne
AuffÃ

Â
¼
hrung
mit
sich
selbst
oder
mit
einem
andern
Naturprodukt
zusammen
?
Zuschauer
.
wohl
ohne
Frage
mit
sich
selbst
.
Anwalt
.
und
die
Ã

Â

bereinstimmung
war
doch
wohl
ein
Werk
der
Kunst
?
Zuschauer
.
gewiÃ

Â

.
Anwalt
.
wir
sprachen
vorher
der
Oper
eine
Art
Wahrheit
ab
;
wir
behaupteten
,
daÃ

Â

sie
keinesweges
das
,
was
sie
nachahmt
,
wahrscheinlich
darstelle
;
kÃ

Â
¶
nnen
wir
ihr
aber
eine
innere
Wahrheit
,
die
aus
der
Konsequenz
eines
Kunstwerks
entspringt
,
ableugnen
?
Zuschauer
.
wenn
die
Oper
gut
ist
,
macht
sie
freilich
eine
kleine
Welt
fÃ

Â
¼
r
sich
aus
,
in
der
alles
nach
gewissen
Gesetzen
vorgeht
,
die
nach
ihren
eignen
Eigenschaften
gefÃ

Â
¼
hlt
sein
will
.
Anwalt
.
sollte
nun
nicht
daraus
folgen
,
daÃ

Â

das
Kunstwahre
und
das
Naturwahre
vÃ

Â
¶
llig
verschieden
sei
,
und
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
keinesweges
streben
solle
noch
dÃ

Â
¼
rfe
,
daÃ

Â

sein
Werk
eigentlich
als
ein
Naturwerk
erscheine
?
Zuschauer
.
aber
es
scheint
uns
doch
so
oft
als
ein
Naturwerk
.
Anwalt
.
ich
darf
es
nicht
leugnen
.
darf
ich
dagegen
aber
auch
aufrichtig
sein
?
Zuschauer
.
warum
das
nicht
!
es
ist
ja
doch
unter
uns
diesmal
nicht
auf
Komplimente
angesehen
.
Anwalt
.
so
getraue
ich
mir
zu
sagen
:
nur
dem
ganz
ungebildeten
Zuschauer
kann
ein
Kunstwerk
als
ein
Naturwerk
erscheinen
,
und
ein
solcher
ist
dem
KÃ

Â
¼
nstler
auch
lieb
und
wert
,
ob
er
gleich
nur
auf
der
untersten
Stufe
steht
.
leider
aber
nur
so
lange
,
als
der
KÃ

Â
¼
nstler
sich
zu
ihm
herablÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
wird
jener
zufrieden
sein
,
niemals
wird
er
sich
mit
dem
echten
KÃ

Â
¼
nstler
erheben
,
wenn
dieser
den
Flug
,
zu
dem
ihn
das
Genie
treibt
,
beginnen
,
sein
Werk
im
ganzen
Umfang
vollenden
muÃ

Â

.
Zuschauer
.
es
ist
sonderbar
,
doch
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich's
hÃ

Â
¶
ren
.
Anwalt
.
Sie
wÃ

Â
¼
rden
es
nicht
gern
hÃ

Â
¶
ren
,
wenn
Sie
nicht
schon
selbst
eine
hÃ

Â
¶
here
Stufe
erstiegen
hÃ

Â
¤
tten
.
Zuschauer
.
lassen
Sie
mich
nun
selbst
einen
Versuch
machen
,
das
Abgehandelte
zu
ordnen
und
weiter
zu
gehen
,
lassen
Sie
mich
die
Stelle
des
Fragenden
einnehmen
.
Anwalt
.
desto
lieber
.
Zuschauer
.
nur
dem
Ungebildeten
,
sagen
Sie
,
kÃ

Â
¶
nne
ein
Kunstwerk
als
ein
Naturwerk
erscheinen
.
Anwalt
.
gewiÃ

Â

!
erinnern
Sie
sich
der
VÃ

Â
¶
gel
,
die
nach
des
groÃ

Â

en
Meisters
Kirschen
flogen
.
Zuschauer
.
nun
,
beweist
das
nicht
,
daÃ

Â

diese
FrÃ

Â
¼
chte
fÃ

Â
¼
rtrefflich
gemalt
waren
?
Anwalt
.
keinesweges
,
vielmehr
beweist
mir's
,
daÃ

Â

diese
Liebhaber
echte
Sperlinge
waren
.
Zuschauer
.
ich
kann
mich
doch
deswegen
nicht
erwehren
,
ein
solches
GemÃ

Â
¤
lde
fÃ

Â
¼
r
fÃ

Â
¼
rtrefflich
zu
halten
.
Anwalt
.
soll
ich
Ihnen
eine
neuere
Geschichte
erzÃ

Â
¤
hlen
?
Zuschauer
.
ich
hÃ

Â
¶
re
Geschichten
meistens
lieber
als
RÃ

Â
¤
sonnement
.
Anwalt
.
ein
groÃ

Â

er
Naturforscher
besaÃ

Â

,
unter
seinen
Haustieren
,
einen
Affen
,
den
er
einst
vermiÃ

Â

te
und
nach
langem
Suchen
in
der
Bibliothek
fand
.
dort
saÃ

Â

das
Tier
an
der
Erde
und
hatte
die
Kupfer
eines
ungebundnen
naturgeschichtlichen
Werkes
um
sich
her
zerstreut
.
erstaunt
Ã

Â
¼
ber
dieses
eifrige
Studium
des
Hausfreundes
,
nahte
sich
der
Herr
,
und
sah
zu
seiner
Verwunderung
und
zu
seinem
VerdruÃ

Â

,
daÃ

Â

der
genÃ

Â
¤
schige
Affe
die
sÃ

Â
¤
mtlichen
KÃ

Â
¤
fer
,
die
er
hie
und
da
abgebildet
gefunden
,
herausgespeist
habe
.
Zuschauer
.
die
Geschichte
ist
lustig
genug
.
Anwalt
.
und
passend
,
hoffe
ich
.
Sie
werden
doch
nicht
diese
illuminierten
Kupfer
dem
GemÃ

Â
¤
lde
eines
so
groÃ

Â

en
KÃ

Â
¼
nstlers
an
die
Seite
setzen
?
Zuschauer
.
nicht
leicht
.
Anwalt
.
aber
den
Affen
doch
unter
die
ungebildeten
Liebhaber
rechnen
?
Zuschauer
.
wohl
,
und
unter
die
gierigen
dazu
.
Sie
erregen
in
mir
einen
sonderbaren
Gedanken
!
sollte
der
ungebildete
Liebhaber
nicht
eben
deswegen
verlangen
,
daÃ

Â

ein
Kunstwerk
natÃ

Â
¼
rlich
sei
,
um
es
nur
auch
auf
eine
natÃ

Â
¼
rliche
,
oft
rohe
und
gemeine
Weise
genieÃ

Â

en
zu
kÃ

Â
¶
nnen
?
Anwalt
.
ich
bin
vÃ

Â
¶
llig
dieser
Meinung
.
Zuschauer
.
und
Sie
behaupteten
daher
,
daÃ

Â

ein
KÃ

Â
¼
nstler
sich
erniedrige
,
der
auf
diese
Wirkung
losarbeite
?
Anwalt
.
es
ist
meine
feste
Ã

Â

berzeugung
.
Zuschauer
.
ich
fÃ

Â
¼
hle
aber
hier
noch
immer
einen
Widerspruch
.
Sie
erzeigten
mir
vorhin
und
auch
sonst
schon
die
Ehre
,
mich
wenigstens
unter
die
halbgebildeten
Liebhaber
zu
zÃ

Â
¤
hlen
.
Anwalt
.
unter
die
Liebhaber
,
die
auf
dem
Wege
sind
,
Kenner
zu
werden
.
Zuschauer
.
nun
,
so
sagen
Sie
mir
:
warum
erscheint
auch
mir
ein
vollkommnes
Kunstwerk
als
ein
Naturwerk
?
Anwalt
.
weil
es
mit
Ihrer
bessern
Natur
Ã

Â
¼
bereinstimmt
,
weil
es
Ã

Â
¼
bernatÃ

Â
¼
rlich
,
aber
nicht
auÃ

Â

ernatÃ

Â
¼
rlich
ist
.
ein
vollkommenes
Kunstwerk
ist
ein
Werk
des
menschlichen
Geistes
,
und
in
diesem
Sinne
auch
ein
Werk
der
Natur
.
aber
indem
die
zerstreuten
GegenstÃ

Â
¤
nde
in
eins
gefaÃ

Â

t
und
selbst
die
gemeinsten
in
ihrer
Bedeutung
und
WÃ

Â
¼
rde
aufgenommen
werden
,
so
ist
es
Ã

Â
¼
ber
die
Natur
.
es
will
durch
einen
Geist
,
der
harmonisch
entsprungen
und
gebildet
ist
,
aufgefaÃ

Â

t
sein
,
und
dieser
findet
das
FÃ

Â
¼
rtreffliche
,
das
in
sich
Vollendete
auch
seiner
Natur
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

.
davon
hat
der
gemeine
Liebhaber
keinen
Begriff
,
er
behandelt
ein
Kunstwerk
wie
einen
Gegenstand
,
den
er
auf
dem
Markte
antrifft
;
aber
der
wahre
Liebhaber
sieht
nicht
nur
die
Wahrheit
des
Nachgehamten
,
sondern
auch
die
VorzÃ

Â
¼
ge
des
AusgewÃ

Â
¤
hlten
,
das
Geistreiche
der
Zusammenstellung
,
das
Ã

Â

berirdische
der
kleinen
Kunstwelt
;
er
fÃ

Â
¼
hlt
,
daÃ

Â

er
sich
zum
KÃ

Â
¼
nstler
erheben
mÃ

Â
¼
sse
,
um
das
Werk
zu
genieÃ

Â

en
,
er
fÃ

Â
¼
hlt
,
daÃ

Â

er
sich
aus
seinem
zerstreuten
Leben
sammeln
,
mit
dem
Kunstwerke
wohnen
,
es
wiederholt
anschauen
und
sich
selbst
dadurch
eine
hÃ

Â
¶
here
Existenz
geben
mÃ

Â
¼
sse
.
Zuschauer
.
gut
,
mein
Freund
,
ich
habe
bei
GemÃ

Â
¤
lden
,
im
Theater
,
bei
andern
Dichtungsarten
wohl
Ã

Â
¤
hnliche
Empfindungen
gehabt
,
und
das
ungefÃ

Â
¤
hr
geahnet
,
was
Sie
fordern
.
ich
will
kÃ

Â
¼
nftig
noch
besser
auf
mich
und
auf
die
Kunstwerke
achtgeben
;
wenn
ich
mich
aber
recht
besinne
,
so
sind
wir
sehr
weit
von
dem
AnlaÃ

Â

unsers
GesprÃ

Â
¤
chs
abgekommen
.
Sie
wollten
mich
Ã

Â
¼
berzeugen
,
daÃ

Â

ich
die
gemalten
Zuschauer
in
unserer
Oper
zulÃ

Â
¤
ssig
finden
solle
;
und
noch
sehe
ich
nicht
,
wenn
ich
bisher
auch
mit
Ihnen
einig
geworden
bin
,
wie
Sie
auch
diese
Lizenz
verteidigen
und
unter
welcher
Rubrik
Sie
diese
gemalten
Teilnehmer
bei
mir
einfÃ

Â
¼
hren
wollen
.
Anwalt
.
glÃ

Â
¼
cklicherweise
wird
die
Oper
heute
wiederholt
,
und
Sie
werden
sie
doch
nicht
versÃ

Â
¤
umen
wollen
?
Zuschauer
.
keineswegs
.
Anwalt
.
und
die
gemalten
MÃ

Â
¤
nner
?
Zuschauer
.
werden
mich
nicht
verscheuchen
,
weil
ich
mich
fÃ

Â
¼
r
etwas
besser
als
einen
Sperling
halte
.
Anwalt
.
ich
wÃ

Â
¼
nsche
,
daÃ

Â

ein
beiderseitiges
Interesse
uns
bald
wieder
zusammenfÃ

Â
¼
hren
mÃ

Â
¶
ge.
der
Sammler
und
die
Seinigen
.
fÃ

Â
¼
nfter
Brief
.
die
Heiterkeit
Ihrer
Antwort
bÃ

Â
¼
rgt
mir
,
daÃ

Â

Sie
mein
Brief
in
der
besten
Stimmung
angetroffen
und
Ihnen
diese
herrliche
Gabe
des
Himmels
nicht
verkÃ

Â
¼
mmert
hat
;
auch
mir
waren
Ihre
BlÃ

Â
¤
tter
ein
angenehmes
Geschenk
in
einem
angenehmen
Augenblick
.
wenn
das
GlÃ

Â
¼
ck
viel
Ã

Â
¶
fter
allein
und
viel
seltner
in
Gesellschaft
kommt
als
das
UnglÃ

Â
¼
ck
,
so
habe
ich
diesmal
eine
Ausnahme
von
der
Regel
erfahren
;
erwÃ

Â
¼
nschter
und
bedeutender
hÃ

Â
¤
tten
mir
Ihre
BlÃ

Â
¤
tter
nicht
kommen
kÃ

Â
¶
nnen
,
und
Ihre
Anmerkungen
zu
meinen
wunderlichen
Klassifikationen
hÃ

Â
¤
tten
nicht
leicht
geschwinder
Frucht
gebracht
als
eben
in
dem
Augenblick
,
da
sie
,
wie
ein
schon
keimender
Same
,
in
ein
fruchtbares
Erdreich
fielen
.
lassen
Sie
mich
also
die
Geschichte
des
gestrigen
Tages
erzÃ

Â
¤
hlen
,
damit
Sie
erfahren
,
was
fÃ

Â
¼
r
ein
neuer
Stern
mir
aufging
,
mit
welchem
das
Gestirn
Ihres
Briefs
in
eine
so
glÃ

Â
¼
ckliche
Konjunktion
tritt
.
gestern
meldete
sich
bei
uns
ein
Fremder
an
,
dessen
Name
mir
nicht
unbekannt
,
der
mir
als
ein
guter
Kenner
gerÃ

Â
¼
hmt
war
.
ich
freute
mich
bei
seinem
Eintritt
,
machte
ihn
mit
meinen
Besitzungen
im
allgemeinen
bekannt
,
lieÃ

Â

ihn
wÃ

Â
¤
hlen
und
zeigte
vor
.
ich
bemerkte
bald
ein
sehr
gebildetes
Auge
fÃ

Â
¼
r
Kunstwerke
,
besonders
fÃ

Â
¼
r
die
Geschichte
derselben
.
er
erkannte
die
Meister
so
wie
ihre
SchÃ

Â
¼
ler
,
bei
zweifelhaften
Bildern
wuÃ

Â

te
er
die
Ursachen
seines
Zweifels
sehr
gut
anzugeben
,
und
seine
Unterhaltung
erfreute
mich
sehr
.
vielleicht
wÃ

Â
¤
re
ich
hingerissen
worden
,
mich
gegen
ihn
lebhafter
zu
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
,
wenn
nicht
der
Vorsatz
,
meinen
Gast
auszuhorchen
,
mir
gleich
beim
Eintritt
eine
ruhigere
Stimmung
gegeben
hÃ

Â
¤
tte
.
viele
seiner
Urteile
trafen
mit
den
meinigen
zusammen
,
bei
manchen
muÃ

Â

te
ich
sein
scharfes
und
geÃ

Â
¼
btes
Auge
bewundern
.
das
erste
,
was
mir
an
ihm
besonders
auffiel
,
war
ein
entschiedener
HaÃ

Â

gegen
alle
Manieristen
.
es
tat
mir
fÃ

Â
¼
r
einige
meiner
Lieblingsbilder
leid
,
und
ich
war
um
desto
mehr
aufgefordert
,
zu
untersuchen
,
aus
welcher
Quelle
eine
solche
Abneigung
wohl
flieÃ

Â

en
mÃ

Â
¶
chte
.
mein
Gast
war
spÃ

Â
¤
t
gekommen
,
und
die
DÃ

Â
¤
mmerung
verhinderte
uns
,
weiter
zu
sehen
,
ich
zog
ihn
zu
einer
kleinen
Kollation
,
zu
der
unser
Philosoph
eingeladen
war
,
denn
dieser
hat
sich
mir
seit
einiger
Zeit
genÃ

Â
¤
hert
;
wie
das
kommt
,
muÃ

Â

ich
Ihnen
im
Vorbeigehen
sagen
.
glÃ

Â
¼
cklicherweise
hat
der
Himmel
,
der
die
Eigenheiten
der
MÃ

Â
¤
nner
voraussah
,
ein
Mittel
bereitet
,
das
sie
ebenso
oft
verbindet
als
entzweit
,
mein
Philosoph
ward
von
Juliens
Anmut
,
die
er
als
Kind
verlassen
hatte
,
getroffen
.
eine
richtige
Empfindung
legte
ihm
auf
,
den
Oheim
so
wie
die
Nichte
zu
unterhalten
,
und
unser
GesprÃ

Â
¤
ch
verweilt
nun
gewÃ

Â
¶
hnlich
bei
den
Neigungen
,
bei
den
Leidenschaften
des
Menschen
.
ehe
wir
noch
alle
beisammen
waren
,
ergriff
ich
die
Gelegenheit
,
meine
Manieristen
gegen
den
Fremden
in
Schutz
zu
nehmen
.
ich
sprach
von
ihrem
schÃ

Â
¶
nen
Naturell
,
von
der
glÃ

Â
¼
cklichen
Ã

Â

bung
ihrer
Hand
und
ihrer
Anmut
,
doch
setzte
ich
,
um
mich
zu
verwahren
,
hinzu
:
"
dies
will
ich
alles
nur
sagen
,
um
eine
gewisse
Duldung
zu
entschuldigen
,
wenn
ich
gleich
zugebe
,
daÃ

Â

die
hohe
SchÃ

Â
¶
nheit
,
das
hÃ

Â
¶
chste
Prinzip
und
der
hÃ

Â
¶
chste
Zweck
der
Kunst
freilich
noch
etwas
ganz
anders
sei
"
.
mit
einem
LÃ

Â
¤
cheln
,
das
mir
nicht
ganz
gefiel
,
weil
es
eine
besondere
GefÃ

Â
¤
lligkeit
gegen
sich
selbst
und
eine
Art
Mitleiden
gegen
mich
auszudrÃ

Â
¼
cken
schien
,
erwiderte
er
darauf
:
"
Sie
sind
denn
also
auch
den
hergebrachten
GrundsÃ

Â
¤
tzen
getreu
,
daÃ

Â

SchÃ

Â
¶
nheit
das
letzte
Ziel
der
Kunst
sei
?
"
"
mir
ist
kein
hÃ

Â
¶
heres
bekannt
"
,
versetzte
ich
darauf
.
"
kÃ

Â
¶
nnen
Sie
mir
sagen
,
was
SchÃ

Â
¶
nheit
sei
?
"
rief
er
aus
.
"
vielleicht
nicht
!
"
versetzte
ich
,
"
aber
ich
kann
es
Ihnen
zeigen
.
lassen
Sie
uns
,
auch
allenfalls
noch
bei
Licht
,
einen
sehr
schÃ

Â
¶
nen
GipsabguÃ

Â

des
Apolls
,
einen
sehr
schÃ

Â
¶
nen
Marmorkopf
des
Bacchus
,
den
ich
besitze
,
noch
geschwind
anblicken
,
und
wir
wollen
sehen
,
ob
wir
uns
nicht
vereinigen
kÃ

Â
¶
nnen
,
daÃ

Â

sie
schÃ

Â
¶
n
seien
"
.
"
ehe
wir
an
diese
Untersuchung
gehen
"
,
versetzte
er
,
"
mÃ

Â
¶
chte
es
wohl
nÃ

Â
¶
tig
sein
,
daÃ

Â

wir
das
Wort
SchÃ

Â
¶
nheit
und
seinen
Ursprung
nÃ

Â
¤
her
betrachten
.
SchÃ

Â
¶
nheit
kommt
von
Schein
,
sie
ist
ein
Schein
und
kann
als
das
hÃ

Â
¶
chste
Ziel
der
Kunst
nicht
gelten
,
das
vollkommen
Charakteristische
nur
verdient
schÃ

Â
¶
n
genannt
zu
werden
,
ohne
Charakter
gibt
es
keine
SchÃ

Â
¶
nheit
"
.
betroffen
Ã

Â
¼
ber
diese
Art
,
sich
auszudrÃ

Â
¼
cken
,
versetzte
ich
:
"
zugegeben
,
aber
nicht
eingestanden
,
daÃ

Â

das
SchÃ

Â
¶
ne
charakteristisch
sein
mÃ

Â
¼
sse
,
so
folgt
doch
nur
daraus
,
daÃ

Â

das
Charakteristische
dem
SchÃ

Â
¶
nen
allenfalls
zu
Grunde
liege
,
keineswegs
aber
,
daÃ

Â

es
eins
mit
dem
Charakteristischen
sei
.
der
Charakter
verhÃ

Â
¤
lt
sich
zum
SchÃ

Â
¶
nen
wie
das
Skelett
zum
lebendigen
Menschen
.
niemand
wird
leugnen
,
daÃ

Â

der
Knochenbau
zum
Grunde
aller
hoch
organisierten
Gestalt
liege
,
er
begrÃ

Â
¼
ndet
,
er
bestimmt
die
Gestalt
,
er
ist
aber
nicht
die
Gestalt
selbst
,
und
noch
weniger
bewirkt
er
die
letzte
Erscheinung
,
die
wir
,
als
Inbegriff
und
HÃ

Â
¼
lle
eines
organischen
Ganzen
,
SchÃ

Â
¶
nheit
nennen
"
.
"
auf
Gleichnisse
kann
ich
mich
nicht
einlassen
"
,
versetzte
der
Gast
,
"
und
aus
Ihren
Worten
selbst
erhellet
,
daÃ

Â

die
SchÃ

Â
¶
nheit
etwas
Unbegreifliches
,
oder
die
Wirkung
von
etwas
Unbegreiflichem
sei
.
was
man
nicht
begreifen
kann
,
das
ist
nicht
,
was
man
mit
Worten
nicht
klar
machen
kann
,
das
ist
Unsinn
"
.
ich
.
kÃ

Â
¶
nnen
Sie
denn
die
Wirkung
,
die
ein
farbiger
KÃ

Â
¶
rper
auf
Ihr
Auge
macht
,
mit
Worten
klar
ausdrÃ

Â
¼
cken
?
er
.
das
ist
wieder
eine
Instanz
,
auf
die
ich
mich
nicht
einlassen
kann
.
genug
,
was
Charakter
sei
,
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
nachweisen
.
Sie
finden
die
SchÃ

Â
¶
nheit
nie
ohne
Charakter
,
denn
sonst
wÃ

Â
¼
rde
sie
leer
und
unbedeutend
sein
.
alles
SchÃ

Â
¶
ne
der
Alten
ist
bloÃ

Â

charakteristisch
,
und
bloÃ

Â

aus
dieser
EigentÃ

Â
¼
mlichkeit
entsteht
die
SchÃ

Â
¶
nheit
.
unser
Philosoph
war
gekommen
und
hatte
sich
mit
den
Nichten
unterhalten
;
als
er
uns
eifrig
sprechen
hÃ

Â
¶
rte
,
trat
er
hinzu
,
und
mein
Gast
,
durch
die
Gegenwart
eines
neuen
ZuhÃ

Â
¶
rers
gleichsam
angefeuert
,
fuhr
fort
.
"
das
ist
eben
das
UnglÃ

Â
¼
ck
,
wenn
gute
KÃ

Â
¶
pfe
,
wenn
Leute
von
Verdienst
solche
falsche
GrundsÃ

Â
¤
tze
,
die
nur
einen
Schein
von
Wahrheit
haben
,
immer
allgemeiner
machen
,
niemand
spricht
sie
lieber
nach
,
als
wer
den
Gegenstand
nicht
kennt
und
versteht
.
so
hat
uns
Lessing
den
Grundsatz
aufgebunden
,
daÃ

Â

die
Alten
nur
das
SchÃ

Â
¶
ne
gebildet
,
so
hat
uns
Winckelmann
mit
der
stillen
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
,
der
Einfalt
und
Ruhe
eingeschlÃ

Â
¤
fert
,
anstatt
daÃ

Â

die
Kunst
der
Alten
unter
allen
mÃ

Â
¶
glichen
Formen
erscheint
;
aber
die
Herren
verweilen
nur
bei
Jupiter
und
Juno
,
bei
den
Genien
und
Grazien
und
verhehlen
die
unedlen
KÃ

Â
¶
rper
und
SchÃ

Â
¤
del
der
Barbaren
,
die
strippichten
Haare
,
den
schmutzigen
Bart
,
die
dÃ

Â
¼
rren
Knochen
,
die
runzlichte
Haut
des
entstellten
Alters
,
die
vorliegenden
Adern
und
die
schlappen
BrÃ

Â
¼
ste
"
.
"
um
Gottes
willen
!
"
rief
ich
aus
,
"
gibt
es
denn
aus
der
alten
Kunst
selbststÃ

Â
¤
ndige
Kunstwerke
,
die
solche
abscheuliche
GegenstÃ

Â
¤
nde
vollendet
darstellen
?
oder
sind
es
nicht
vielmehr
untergeordnete
Werke
,
Werke
der
Gelegenheit
,
Werke
der
Kunst
,
die
sich
nach
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Absichten
bequemen
muÃ

Â

,
die
im
Sinken
ist
?
"
er
.
ich
gebe
Ihnen
ein
Verzeichnis
,
und
Sie
mÃ

Â
¶
gen
selbst
untersuchen
und
urteilen
.
aber
daÃ

Â

Laokoon
,
daÃ

Â

Niobe
,
daÃ

Â

Dirce
mit
ihren
StiefsÃ

Â
¶
hnen
selbststÃ

Â
¤
ndige
Kunstwerke
sind
,
werden
Sie
mir
nicht
leugnen
.
treten
Sie
vor
den
Laokoon
,
und
sehen
Sie
die
Natur
in
voller
EmpÃ

Â
¶
rung
und
Verzweiflung
,
den
letzten
erstickenden
Schmerz
,
krampfartige
Spannung
,
wÃ

Â
¼
tende
Zuckung
,
die
Wirkung
eines
Ã

Â
¤
tzenden
Gifts
,
heftige
GÃ

Â
¤
rung
,
stockenden
Umlauf
,
erstickende
Pressung
und
paralytischen
Tod
.
der
Philosoph
schien
mich
mit
Verwunderung
anzusehen
,
und
ich
versetzte
:
"
man
schaudert
,
man
erstarrt
nur
vor
der
bloÃ

Â

en
Beschreibung
.
fÃ

Â
¼
rwahr
,
wenn
es
sich
mit
der
Gruppe
Laokoons
so
verhÃ

Â
¤
lt
,
was
will
aus
der
Anmut
werden
,
die
man
sogar
darin
so
wie
in
jedem
echten
Kunstwerke
finden
will
!
doch
ich
will
mich
darein
nicht
mischen
,
machen
Sie
das
mit
den
Verfassern
der
PropylÃ

Â
¤
en
aus
,
welche
ganz
der
entgegengesetzen
Meinung
sind
"
.
"
das
wird
sich
schon
geben
"
,
versetzte
mein
Gast
,
"
das
ganze
Altertum
spricht
mir
zu
;
denn
wo
wÃ

Â
¼
tet
Schrecken
und
Tod
entsetzlicher
als
bei
den
Darstellungen
der
Niobe
?
"
ich
erschrak
Ã

Â
¼
ber
eine
solche
Assertion
,
denn
ich
hatte
noch
kurz
vorher
freilich
nur
die
Kupfer
im
Fabroni
gesehen
,
den
ich
sogleich
herbeiholte
und
aufschlug
.
"
ich
finde
keine
Spur
vom
wÃ

Â
¼
tenden
Schrecken
des
Todes
,
vielmehr
in
den
Statuen
die
hÃ

Â
¶
chste
Subordination
der
tragischen
Situation
unter
die
hÃ

Â
¶
chsten
Ideen
von
WÃ

Â
¼
rde
,
Hoheit
,
SchÃ

Â
¶
nheit
,
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

igtem
Betragen
.
ich
sehe
hier
Ã

Â
¼
berall
den
Kunstzweck
,
die
Glieder
zierlich
und
anmutig
erscheinen
zu
lassen
.
der
Charakter
erscheint
nur
noch
in
den
allgemeinsten
Linien
,
welche
durch
die
Werke
,
gleichsam
wie
ein
geistiger
Knochenbau
,
durchgezogen
sind
"
.
er
.
lassen
Sie
uns
zu
den
Basreliefen
Ã

Â
¼
bergehen
,
die
wir
am
Ende
des
Buches
finden
.
-
wir
schlugen
sie
auf
.
ich
.
von
allem
Entsetzlichen
,
aufrichtig
gesagt
,
sehe
ich
auch
hier
nicht
das
mindeste
.
wo
wÃ

Â
¼
ten
Schrecken
und
Tod
?
hier
sehe
ich
nur
Figuren
mit
solcher
Kunst
durcheinander
bewegt
,
so
glÃ

Â
¼
cklich
gegeneinander
gestellt
oder
gestreckt
,
daÃ

Â

sie
,
indem
sie
mich
an
ein
trauriges
Schicksal
erinnern
,
mir
zugleich
die
angenehmste
Empfindung
geben
.
alles
Charakteristische
ist
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

igt
,
alles
natÃ

Â
¼
rlich
Gewaltsame
ist
aufgehoben
,
und
so
mÃ

Â
¶
chte
ich
sagen
:
das
Charakteristische
liegt
zum
Grunde
,
auf
ihm
ruhen
Einfalt
und
WÃ

Â
¼
rde
,
das
hÃ

Â
¶
chste
Ziel
der
Kunst
ist
SchÃ

Â
¶
nheit
und
ihre
letzte
Wirkung
GefÃ

Â
¼
hl
der
Anmut
.
das
Anmutige
,
das
gewiÃ

Â

nicht
unmittelbar
mit
dem
Charakteristischen
verbunden
werden
kann
,
fÃ

Â
¤
llt
besonders
bei
diesem
Sarkophagen
in
die
Augen
.
sind
die
toten
TÃ

Â
¶
chter
und
SÃ

Â
¶
hne
der
Niobe
nicht
hier
als
Zieraten
geordnet
?
es
ist
die
hÃ

Â
¶
chste
Schwelgerei
der
Kunst
!
sie
verziert
nicht
mehr
mit
Blumen
und
FrÃ

Â
¼
chten
,
sie
verziert
mit
menschlichen
Leichnamen
,
mit
dem
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Elend
,
das
einem
Vater
,
das
einer
Mutter
begegnen
kann
,
eine
blÃ

Â
¼
hende
Familie
auf
einmal
vor
sich
hingerafft
zu
sehen
.
ja
,
der
schÃ

Â
¶
ne
Genius
,
der
mit
gesenkter
Fackel
bei
dem
Grabe
steht
,
hat
hier
bei
dem
erfindenden
,
bei
dem
arbeitenden
KÃ

Â
¼
nstler
gestanden
und
ihm
zu
seiner
irdischen
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
eine
himmlische
Anmut
zugehaucht
.
mein
Gast
sah
mich
lÃ

Â
¤
chelnd
an
und
zuckte
die
Achseln
.
"
leider
"
,
sagte
er
,
als
ich
geendigt
hatte
,
"
leider
sehe
ich
wohl
,
daÃ

Â

wir
nicht
einig
werden
kÃ

Â
¶
nnen
.
wie
schade
,
daÃ

Â

ein
Mann
von
Ihren
Kenntnissen
,
von
Ihrem
Geist
nicht
einsehen
will
,
daÃ

Â

das
alles
nur
leere
Worte
sind
und
daÃ

Â

SchÃ

Â
¶
nheit
und
Ideal
einem
Manne
von
Verstand
als
ein
Traum
erscheinen
muÃ

Â

,
den
er
freilich
nicht
in
die
Wirklichkeit
versetzen
mag
,
sondern
vielmehr
widerstrebend
findet
"
.
mein
Philosoph
schien
wÃ

Â
¤
hrend
des
letzten
Teiles
unsers
GesprÃ

Â
¤
ches
etwas
unruhig
zu
werden
,
so
gelassen
und
gleichgÃ

Â
¼
ltig
er
den
Anfang
anzuhÃ

Â
¶
ren
schien
,
er
rÃ

Â
¼
ckte
den
Stuhl
,
bewegte
ein
paarmal
die
Lippen
und
fing
,
als
es
eine
Pause
gab
,
zu
reden
an
.
doch
was
er
vorbrachte
,
mag
er
Ihnen
selbst
Ã

Â
¼
berliefern
!
er
ist
diesen
Morgen
beizeiten
wieder
da
,
denn
seine
Teilnahme
an
dem
gestrigen
GesprÃ

Â
¤
ch
hat
auf
einmal
die
Schalen
unserer
wechselseitigen
Entfernung
abgestoÃ

Â

en
,
und
ein
paar
hÃ

Â
¼
bsche
Pflanzen
im
Garten
der
Freundschaft
zeigen
sich
.
diesen
Morgen
geht
noch
eine
Post
,
womit
ich
die
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
BlÃ

Â
¤
tter
abschicke
,
Ã

Â
¼
ber
denen
ich
schon
einige
Patienten
versÃ

Â
¤
umt
habe
,
weshalb
ich
Verzeihung
vom
Apoll
,
insofern
er
sich
um
Ã

Â

rzte
und
KÃ

Â
¼
nstler
zugleich
bekÃ

Â
¼
mmert
,
erwarten
darf
.
diesen
Nachmittag
haben
wir
noch
sonderbare
Szenen
zu
erwarten
.
unser
Charakteristiker
kommt
wieder
,
zugleich
haben
sich
noch
ein
halb
Dutzend
Fremde
anmelden
lassen
,
die
Jahrszeit
ist
reizend
und
alles
in
Bewegung
.
gegen
diese
Gesellschaft
haben
wir
einen
Bund
gemacht
,
Julie
,
der
Philosoph
und
ich
;
es
soll
uns
keine
von
ihren
Eigenheiten
entgehen
.
doch
hÃ

Â
¶
ren
Sie
erst
den
SchluÃ

Â

unserer
gestrigen
Disputation
und
empfangen
nur
noch
einen
lebhaften
GruÃ

Â

von
Ihrem
zwar
diesmal
eilfertigen
,
doch
immer
bestÃ

Â
¤
ndigen
,
treuen
Freund
und
Diener
.
sechster
Brief
.
unser
wÃ

Â
¼
rdiger
Freund
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
mich
an
seinem
Schreibtisch
niedersitzen
,
und
ich
danke
ihm
sowohl
fÃ

Â
¼
r
dieses
Vertrauen
als
fÃ

Â
¼
r
den
AnlaÃ

Â

,
den
er
mir
gibt
,
mich
mit
Ihnen
zu
unterhalten
.
er
nennt
mich
den
Philosophen
,
er
wÃ

Â
¼
rde
mich
den
SchÃ

Â
¼
ler
nennen
,
wenn
er
wÃ

Â
¼
Ã

Â

te
,
wie
sehr
ich
mich
zu
bilden
,
wie
sehr
ich
zu
lernen
wÃ

Â
¼
nsche
.
doch
leider
hat
man
schon
vor
den
Menschen
,
wenn
man
sich
nur
auf
gutem
Wege
glaubt
,
ein
anmaÃ

Â

liches
Ansehen
.
daÃ

Â

ich
gestern
abend
mich
in
ein
GesprÃ

Â
¤
ch
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
lebhaft
einmischte
,
da
mir
das
Anschauen
derselben
fehlt
und
ich
nur
einige
literarische
Kenntnisse
davon
besitze
,
werden
Sie
mir
verzeihen
,
wenn
Sie
meine
Relation
vernehmen
und
daraus
ersehen
,
daÃ

Â

ich
bloÃ

Â

im
Allgemeinen
geblieben
bin
,
daÃ

Â

ich
mein
Befugnis
,
mitzureden
,
mehr
auf
einige
Kenntnis
der
alten
Poesie
gegrÃ

Â
¼
ndet
habe
.
ich
will
nicht
leugnen
,
daÃ

Â

die
Art
,
wie
der
Gegner
mit
meinem
Freunde
verfuhr
,
mich
entrÃ

Â
¼
stete
.
ich
bin
noch
jung
,
entrÃ

Â
¼
ste
mich
vielleicht
zur
Unzeit
und
verdiene
um
desto
weniger
den
Titel
eines
Philosophen
.
die
Worte
des
Gegners
griffen
mich
selbst
an
;
denn
wenn
der
Kenner
,
der
Liebhaber
der
Kunst
das
SchÃ

Â
¶
ne
nicht
aufgeben
darf
,
so
muÃ

Â

der
SchÃ

Â
¼
ler
der
Philosophie
sich
das
Ideal
nicht
unter
die
Hirngespinste
verweisen
lassen
.
nun
,
soviel
ich
mich
erinnere
,
wenigstens
den
Faden
und
den
allgemeinen
Inhalt
des
GesprÃ

Â
¤
chs
.
ich
.
erlauben
Sie
,
daÃ

Â

ich
auch
ein
Wort
einrede
!
der
Gast
.
(
etwas
schnÃ

Â
¶
de
)
von
Herzen
gern
,
und
wo
mÃ

Â
¶
glich
nichts
von
Luftbildern
.
ich
.
von
der
Poesie
der
Alten
kann
ich
einige
Rechenschaft
geben
,
von
der
bildenden
Kunst
habe
ich
wenige
Kenntnis
.
der
Gast
.
das
tut
mir
leid
!
so
werden
wir
wohl
schwerlich
nÃ

Â
¤
her
zusammenkommen
.
ich
.
und
doch
sind
die
schÃ

Â
¶
nen
KÃ

Â
¼
nste
nahe
verwandt
,
die
Freunde
der
verschiedensten
sollten
sich
nicht
miÃ

Â

verstehn
.
Oheim
.
lassen
Sie
hÃ

Â
¶
ren
.
ich
.
die
alten
TragÃ

Â
¶
dienschreiber
verfuhren
mit
dem
Stoff
,
den
sie
verarbeiteten
,
vÃ

Â
¶
llig
wie
die
bildenden
KÃ

Â
¼
nstler
,
wenn
anders
diese
Kupfer
,
welche
die
Familie
der
Niobe
vorstellen
,
nicht
ganz
vom
Original
abweichen
.
Gast
.
Sie
sind
leidlich
genug
,
sie
geben
nur
einen
unvollkommenen
,
nicht
einen
falschen
Begriff
.
ich
.
nun
!
dann
kÃ

Â
¶
nnen
wir
sie
insofern
zum
Grunde
legen
.
Oheim
.
was
behaupten
Sie
von
dem
Verfahren
der
alten
TragÃ

Â
¶
dienschreiber
?
ich
.
Sie
wÃ

Â
¤
hlten
sehr
oft
,
besonders
in
der
ersten
Zeit
,
unertrÃ

Â
¤
gliche
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
unleidliche
Begebenheiten
.
Gast
.
unertrÃ

Â
¤
glich
wÃ

Â
¤
ren
sie
alten
Fabeln
?
ich
.
gewiÃ

Â

!
ungefÃ

Â
¤
hr
wie
Ihre
Beschreibung
des
Laokoons
.
Gast
.
diese
finden
Sie
also
unertrÃ

Â
¤
glich
?
ich
.
verzeihen
Sie
!
nicht
Ihre
Beschreibung
,
sondern
das
Beschriebene
.
Gast
.
also
das
Kunstwerk
?
ich
.
keinesweges
!
aber
das
,
was
Sie
darin
gesehen
haben
.
die
Fabel
,
die
ErzÃ

Â
¤
hlung
,
das
Skelett
,
das
,
was
Sie
charakteristisch
nennen
.
denn
wenn
Laokoon
wirklich
so
vor
unsern
Augen
stÃ

Â
¼
nde
,
wie
Sie
ihn
beschreiben
,
so
wÃ

Â
¤
re
er
wert
,
daÃ

Â

er
den
Augenblick
in
StÃ

Â
¼
cken
geschlagen
wÃ

Â
¼
rde
.
Gast
.
Sie
drÃ

Â
¼
cken
sich
stark
aus
.
ich
.
das
ist
wohl
einem
wie
dem
andern
erlaubt
.
Oheim
.
nun
also
zu
dem
Trauerspiele
der
Alten
.
Gast
.
zu
den
unertrÃ

Â
¤
glichen
GegenstÃ

Â
¤
nden
.
ich
.
ganz
recht
!
aber
auch
zu
der
alles
ertrÃ

Â
¤
glich
,
leidlich
,
schÃ

Â
¶
n
,
anmutig
machenden
Behandlung
.
Gast
.
das
geschÃ

Â
¤
he
denn
also
wohl
durch
Einfalt
und
stille
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
?
ich
.
wahrscheinlich
.
Gast
.
durch
das
mildernde
SchÃ

Â
¶
nheitsprinzip
?
ich
.
es
wird
wohl
nicht
anders
sein
.
Gast
.
die
alten
TragÃ

Â
¶
dien
wÃ

Â
¤
ren
also
nicht
schrecklich
?
ich
.
nicht
leicht
,
soviel
ich
weiÃ

Â

,
wenn
man
den
Dichter
selbst
hÃ

Â
¶
rt
.
freilich
,
wenn
man
in
der
Poesie
nur
den
Stoff
erblickt
,
der
dem
Gedichteten
zum
Grund
liegt
,
wenn
man
vom
Kunstwerke
spricht
,
als
hÃ

Â
¤
tte
man
an
seiner
Statt
die
Begebenheiten
in
der
Natur
erfahren
,
dann
lassen
sich
wohl
sogar
Sophokleische
TragÃ

Â
¶
dien
als
ekelhaft
und
abscheulich
darstellen
.
Gast
.
ich
will
Ã

Â
¼
ber
Poesie
nicht
entscheiden
.
ich
.
und
ich
ncht
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
.
Gast
.
ja
,
es
ist
wohl
das
beste
,
daÃ

Â

jeder
in
seinem
Fache
bleibt
.
ich
.
und
doch
gibt
es
einen
allgemeinen
Punkt
,
in
welchem
die
Wirkungen
aller
Kunst
,
redender
sowohl
als
bildender
,
sich
sammeln
,
aus
welchem
alle
ihre
Gesetze
ausflieÃ

Â

en
.
Gast
.
und
dieser
wÃ

Â
¤
re
?
ich
.
das
menschliche
GemÃ

Â
¼
t.
Gast
.
ja
!
ja
!
es
ist
die
Art
der
neuen
Herren
Philosophen
,
alle
Dinge
auf
ihren
eignen
Grund
und
Boden
zu
spielen
,
und
bequemer
ist
es
freilich
,
die
Welt
nach
der
Idee
zu
modeln
,
als
seine
Vorstellungen
den
Dingen
zu
unterwerfen
.
ich
.
es
ist
hier
von
keinem
metaphysischen
Streite
die
Rede
.
Gast
.
den
ich
mir
auch
verbitten
wollte
.
ich
.
die
Natur
,
will
ich
einmal
zugeben
,
lasse
sich
unabhÃ

Â
¤
ngig
von
dem
Menschen
denken
,
die
Kunst
bezieht
sich
notwendig
auf
denselben
:
denn
die
Kunst
ist
nur
durch
den
Menschen
und
fÃ

Â
¼
r
ihn
.
Gast
.
wozu
soll
das
fÃ

Â
¼
hren
?
ich
.
Sie
selbst
,
indem
Sie
der
Kunst
das
Charakteristische
zum
Ziel
setzen
,
bestellen
den
Verstand
,
der
das
Charakteristische
erkennt
,
zum
Richter
.
Gast
.
allerdings
tue
ich
das
.
was
ich
mit
dem
Verstand
nicht
begreife
,
existiert
mir
nicht
.
ich
.
aber
der
Mensch
ist
nicht
bloÃ

Â

ein
denkendes
,
er
ist
zugleich
ein
empfindendes
Wesen
.
er
ist
ein
Ganzes
,
eine
Einheit
vielfacher
,
innig
verbundner
KrÃ

Â
¤
fte
,
und
zu
diesem
Ganzen
des
Menschen
muÃ

Â

das
Kunstwerk
reden
,
es
muÃ

Â

dieser
reichen
Einheit
,
dieser
einigen
Mannigfaltigkeit
in
ihm
entsprechen
.
Gast
.
fÃ

Â
¼
hren
Sie
mich
nicht
in
diese
Labyrinthe
,
denn
wer
vermÃ

Â
¶
chte
uns
herauszuhelfen
.
ich
.
da
ist
es
denn
freilich
am
besten
,
wir
heben
das
GesprÃ

Â
¤
ch
auf
,
und
jeder
behauptet
seinen
Platz
.
Gast
.
auf
dem
meinigen
wenigstens
stehe
ich
feste
.
ich
.
vielleicht
fÃ

Â
¤
nde
sich
noch
geschwind
ein
Mittel
,
daÃ

Â

einer
den
andern
auf
seinem
Platze
,
wo
nicht
besuchen
,
doch
wenigstens
beobachten
kÃ

Â
¶
nnte
.
Gast
.
geben
Sie
es
an
.
ich
.
wir
wollen
uns
die
Kunst
einen
Augenblick
im
Entstehen
denken
.
Gast
.
gut
.
ich
.
wir
wollen
das
Kunstwerk
auf
dem
Wege
zur
Vollkommenheit
begleiten
.
Gast
.
nur
auf
dem
Wege
der
Erfahrung
mag
ich
Ihnen
folgen
!
die
steilen
Pfade
der
Spekulation
verbitte
ich
mir
.
ich
.
Sie
erlauben
,
daÃ

Â

ich
ganz
von
vorn
anfange
.
Gast
.
recht
gern
.
ich
.
der
Mensch
fÃ

Â
¼
hlt
eine
Neigung
zu
irgendeinem
Gegenstand
.
sei
es
ein
einzelnes
,
belebtes
Wesen
.
Gast
.
also
etwa
zu
diesem
artigen
SchoÃ

Â

hunde
.
Julie
.
komm
,
Bello
!
es
ist
keine
geringe
Ehre
,
als
Beispiel
zu
einer
solchen
Abhandlung
gebraucht
zu
werden
.
ich
.
fÃ

Â
¼
rwahr
,
der
Hund
ist
zierlich
genug
,
und
fÃ

Â
¼
hlte
der
Mann
,
den
wir
annehmen
,
einen
Nachahmungstrieb
,
so
wÃ

Â
¼
rde
er
dieses
GeschÃ

Â
¶
pf
auf
irgendeine
Weise
darzustellen
suchen
.
lassen
Sie
aber
auch
seine
Nachahmung
recht
gut
geraten
,
so
werden
wir
doch
nicht
sehr
gefÃ

Â
¶
rdert
sein
;
denn
wir
haben
nun
allenfalls
nur
zwei
Bellos
fÃ

Â
¼
r
einen
.
Gast
.
ich
will
nicht
einreden
,
sondern
erwarten
,
was
hieraus
entstehen
soll
.
ich
.
nehmen
Sie
an
,
daÃ

Â

dieser
Mann
,
den
wir
wegen
seines
Talents
nun
schon
einen
KÃ

Â
¼
nstler
nennen
,
sich
hierbei
nicht
beruhigte
,
daÃ

Â

ihm
seine
Neigung
zu
eng
,
zu
beschrÃ

Â
¤
nkt
vorkÃ

Â
¤
me
,
daÃ

Â

er
sich
nach
mehr
Individuen
,
nach
VarietÃ

Â
¤
ten
,
nach
Arten
,
nach
Gattungen
umtÃ

Â
¤
te
,
dergestalt
daÃ

Â

zuletzt
nicht
mehr
das
GeschÃ

Â
¶
pf
,
sondern
der
Begriff
des
GeschÃ

Â
¶
pfs
vor
ihm
stÃ

Â
¼
nde
,
und
er
diesen
endlich
durch
seine
Kunst
darzustellen
vermÃ

Â
¶
chte
.
Gast
.
bravo
!
das
wÃ

Â
¼
rde
mein
Mann
sein
.
das
Kunstwerk
wÃ

Â
¼
rde
gewiÃ

Â

charakteristisch
ausfallen
.
ich
.
ohne
Zweifel
.
Gast
.
und
ich
wÃ

Â
¼
rde
mich
dabei
beruhigen
und
nichts
weiter
fordern
.
ich
.
wir
andern
aber
steigen
weiter
.
Gast
.
ich
bleibe
zurÃ

Â
¼
ck
.
Oheim
.
zum
Versuche
gehe
ich
mit
.
ich
.
durch
jene
Operation
mÃ

Â
¶
chte
allenfalls
ein
Kanon
entstanden
sein
,
musterhaft
,
wissenschaftlich
schÃ

Â
¤
tzbar
;
aber
nicht
befriedigend
fÃ

Â
¼
rs
GemÃ

Â
¼
t.
Gast
.
wie
wollen
Sie
auch
den
wunderlichen
Forderungen
dieses
lieben
GemÃ

Â
¼
ts
genugtun
?
ich
.
es
ist
nicht
wunderlich
,
es
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
nur
seine
gerechten
AnsprÃ

Â
¼
che
nicht
nehmen
.
eine
alte
Sage
berichtet
uns
,
daÃ

Â

die
Elohim
einst
untereinander
gesprochen
:
lasset
uns
den
Menschen
machen
,
ein
Bild
,
das
uns
gleich
sei
,
und
der
Mensch
sagt
daher
mit
vollem
Recht
:
lasset
uns
GÃ

Â
¶
tter
machen
,
Bilder
,
die
uns
gleich
seien
.
Gast
.
wir
kommen
hier
schon
in
eine
sehr
dunkle
Region
.
ich
.
es
gibt
nur
ein
Licht
,
uns
hier
zu
leuchten
.
Gast
.
das
wÃ

Â
¤
re
?
ich
.
die
Vernunft
.
Gast
.
inwiefern
sie
ein
Licht
oder
ein
Irrlicht
sei
,
ist
schwer
zu
bestimmen
.
ich
.
nennen
wir
sie
nicht
;
aber
fragen
wir
uns
die
Forderungen
ab
,
die
der
Geist
an
ein
Kunstwerk
macht
.
eine
beschrÃ

Â
¤
nkte
Neigung
soll
nicht
nur
ausgefÃ

Â
¼
llt
,
unsere
WiÃ

Â

begierde
nicht
etwa
nur
befriedigt
,
unsere
Kenntnis
nur
geordnet
und
beruhigt
werden
;
das
HÃ

Â
¶
here
,
was
in
uns
liegt
,
will
erweckt
sein
,
wir
wollen
verehren
und
uns
selbst
als
verehrungswÃ

Â
¼
rdig
fÃ

Â
¼
hlen
.
Gast
.
ich
fange
an
,
nichts
mehr
zu
verstehen
.
Oheim
.
ich
aber
glaube
einigermaÃ

Â

en
folgen
zu
kÃ

Â
¶
nnen
.
wie
weit
ich
mitgehe
,
will
ich
durch
ein
Beispiel
zeigen
.
nehmen
wir
an
,
daÃ

Â

jener
KÃ

Â
¼
nstler
einen
Adler
in
Erz
gebildet
habe
,
der
den
Gattungsbegriff
vollkommen
ausdrÃ

Â
¼
ckte
;
nun
wollte
er
ihn
aber
auf
den
Szepter
Jupiters
setzen
.
glauben
Sie
,
daÃ

Â

er
dahin
vollkommen
passen
wÃ

Â
¼
rde
?
Gast
.
es
kÃ

Â
¤
me
darauf
an
.
Oheim
.
ich
sage
nein
!
der
KÃ

Â
¼
nstler
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
ihm
vielmehr
noch
etwas
geben
.
Gast
.
was
denn
?
Oheim
.
das
ist
freilich
schwer
auszudrÃ

Â
¼
cken
.
Gast
.
ich
vermute
.
ich
.
und
doch
lieÃ

Â

e
sich
vielleicht
durch
AnnÃ

Â
¤
herung
etwas
tun
.
Gast
.
nur
immer
zu
.
ich
.
er
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
dem
Adler
geben
,
was
er
dem
Jupiter
gab
,
um
diesen
zu
einem
Gott
zu
machen
.
Gast
.
und
das
wÃ

Â
¤
re
?
ich
.
das
GÃ

Â
¶
ttliche
,
das
wir
freilich
nicht
kennen
wÃ

Â
¼
rden
,
wenn
es
der
Mensch
nicht
fÃ

Â
¼
hle
und
selbst
hervorbrÃ

Â
¤
chte
.
Gast
.
ich
behaupte
immer
meinen
Platz
und
lasse
Sie
in
die
Wolken
steigen
.
ich
sehe
recht
wohl
,
Sie
wollen
den
hohen
Stil
der
griechischen
Kunst
bezeichnen
,
den
ich
aber
auch
nur
insofern
schÃ

Â
¤
tze
,
als
er
charakteristisch
ist
.
ich
.
fÃ

Â
¼
r
uns
ist
er
noch
etwas
mehr
,
er
befriedigt
eine
hohe
Forderung
,
die
aber
doch
noch
nicht
die
hÃ

Â
¶
chste
ist
.
Gast
.
Sie
scheinen
sehr
ungenÃ

Â
¼
gsam
zu
sein
.
ich
.
dem
,
der
viel
erlangen
kann
,
geziemt
,
viel
zu
fordern
.
lassen
Sie
mich
kurz
sein
!
der
menschliche
Geist
befindet
sich
in
einer
herrlichen
Lage
,
wenn
er
verehrt
,
wenn
er
anbetet
,
wenn
er
einen
Gegenstand
erhebt
und
von
ihm
erhoben
wird
;
allein
er
mag
in
diesem
Zustand
nicht
lange
verharren
,
der
Gattungsbegriff
lieÃ

Â

ihn
kalt
,
das
Ideale
erhob
ihn
Ã

Â
¼
ber
sich
selbst
;
nun
aber
mÃ

Â
¶
chte
er
in
sich
selbst
wieder
zurÃ

Â
¼
ckkehren
,
er
mÃ

Â
¶
chte
jene
frÃ

Â
¼
here
Neigung
,
die
er
zum
Individuo
gehegt
,
wieder
genieÃ

Â

en
,
ohne
in
jene
BeschrÃ

Â
¤
nktheit
zurÃ

Â
¼
ckzukehren
,
und
will
auch
das
Bedeutende
,
das
Geisterhebende
nicht
fahren
lassen
.
was
wÃ

Â
¼
rde
aus
ihm
in
diesem
Zustande
werden
,
wenn
die
SchÃ

Â
¶
nheit
nicht
eintrÃ

Â
¤
te
und
das
RÃ

Â
¤
tsel
glÃ

Â
¼
cklich
lÃ

Â
¶
ste
!
sie
gibt
dem
Wissenschaftlichen
erst
Leben
und
WÃ

Â
¤
rme
,
und
indem
sie
das
Bedeutende
,
Hohe
mildert
und
himmlischen
Reiz
darÃ

Â
¼
ber
ausgieÃ

Â

t
,
bringt
sie
es
uns
wieder
nÃ

Â
¤
her
.
ein
schÃ

Â
¶
nes
Kunstwerk
hat
den
ganzen
Kreis
durchlaufen
,
es
ist
nun
wieder
eine
Art
Individuum
,
das
wir
mit
Neigung
umfassen
,
das
wir
uns
zueignen
kÃ

Â
¶
nnen
.
Gast
.
sind
Sie
fertig
?
ich
.
fÃ

Â
¼
r
diesmal
!
der
kleine
Kreis
ist
geschlossen
,
wir
sind
wieder
da
,
wo
wir
ausgegangen
sind
,
das
GemÃ

Â
¼
t
hat
gefordert
,
das
GemÃ

Â
¼
t
ist
befriedigt
,
und
ich
habe
weiter
nichts
zu
sagen
.
(
der
gute
Oheim
ward
zu
einem
Kranken
dringend
abgerufen
)
Gast
.
es
ist
die
Art
der
Herren
Philosophen
,
daÃ

Â

sie
sich
hinter
sonderbaren
Worten
,
wie
hinter
einer
Ã

Â

gide
,
im
Streite
einherbewegen
.
ich
.
diesmal
kann
ich
wohl
versichern
,
daÃ

Â

ich
nicht
als
Philosoph
gesprochen
habe
,
es
waren
lauter
Erfahrungssachen
.
Gast
.
das
nennen
Sie
Erfahrung
,
wovon
ein
anderer
nichts
begreifen
kann
!
ich
.
zu
jeder
Erfahrung
gehÃ

Â
¶
rt
ein
Organ
.
Gast
.
wohl
ein
besonderes
?
ich
.
kein
besonderes
,
aber
eine
gewisse
Eigenschaft
muÃ

Â

es
haben
.
Gast
.
und
die
wÃ

Â
¤
re
?
ich
.
es
muÃ

Â

produzieren
kÃ

Â
¶
nnen
.
Gast
.
was
produzieren
?
ich
.
die
Erfahrung
!
es
gibt
keine
Erfahrung
,
die
nicht
produziert
,
hervorgebracht
,
erschaffen
wird
.
Gast
.
nun
,
das
ist
arg
genug
!
ich
.
besonders
gilt
es
von
dem
KÃ

Â
¼
nstler
.
Gast
.
fÃ

Â
¼
rwahr
,
was
wÃ

Â
¤
re
nicht
ein
PortrÃ

Â
¤
tmaler
zu
beneiden
,
was
wÃ

Â
¼
rde
er
nicht
fÃ

Â
¼
r
Zulauf
haben
,
wenn
er
seine
sÃ

Â
¤
mtlichen
Kunden
produzieren
kÃ

Â
¶
nnte
,
ohne
sie
mit
so
mancher
Sitzung
zu
inkommodieren
!
ich
.
vor
dieser
Instanz
fÃ

Â
¼
rchte
ich
mich
gar
nicht
,
ich
bin
vielmehr
Ã

Â
¼
berzeugt
:
kein
PortrÃ

Â
¤
t
kann
etwas
taugen
,
als
wenn
es
der
Maler
im
eigentlichsten
Sinne
erschafft
.
Gast
.
(
aufspringend
)
das
wird
zu
toll
!
ich
wollte
,
Sie
hÃ

Â
¤
tten
mich
zum
besten
,
und
das
alles
wÃ

Â
¤
re
nur
SpaÃ

Â

!
wie
wÃ

Â
¼
rde
ich
mich
freuen
,
wenn
das
RÃ

Â
¤
tsel
sich
dergestalt
auflÃ

Â
¶
ste
!
wie
gern
wÃ

Â
¼
rde
ich
einem
wackern
Mann
,
wie
Sie
sind
,
die
Hand
reichen
!
ich
.
leider
ist
es
mein
vÃ

Â
¶
lliger
Ernst
!
und
ich
kann
mich
weder
anders
finden
noch
fÃ

Â
¼
gen.
Gast
.
nun
,
so
dÃ

Â
¤
chte
ich
,
wir
reichten
einander
zum
Abschied
wenigstens
die
HÃ

Â
¤
nde
;
besonders
da
unser
Herr
Wirt
sich
entfernt
hat
,
der
doch
noch
allenfalls
den
PrÃ

Â
¤
sidenten
bei
unserer
lebhaften
Disputation
machen
konnte
.
leben
Sie
wohl
,
Mademoiselle
!
leben
Sie
wohl
,
mein
Herr
!
ich
lasse
morgen
anfragen
,
ob
ich
wieer
aufwarten
darf
.
so
stÃ

Â
¼
rmte
er
zur
TÃ

Â
¼
re
hinaus
,
und
Julie
hatte
kaum
Zeit
,
ihm
die
Magd
,
die
sich
mit
der
Laterne
parat
hielt
,
nachzuschicken
.
ich
blieb
mit
dem
liebenswÃ

Â
¼
rdigen
Kinde
allein
.
Caroline
hatte
sich
schon
frÃ

Â
¼
her
entfernt
.
ich
glaube
,
es
war
nicht
lange
hernach
,
als
mein
Gegner
die
reine
SchÃ

Â
¶
nheit
,
ohne
Charakter
,
fÃ

Â
¼
r
fade
erklÃ

Â
¤
rt
hatte
.
"
Sie
haben
es
arg
gemacht
,
mein
Freund
"
,
sagte
Julie
nach
einer
kurzen
Pause
.
"
wenn
er
mir
nicht
ganz
recht
zu
haben
scheint
,
so
kann
ich
Ihnen
doch
auch
unmÃ

Â
¶
glich
durchaus
Beifall
geben
;
denn
es
war
doch
wohl
bloÃ

Â

,
um
ihn
zu
necken
,
als
Sie
zuletzt
behaupteten
:
der
PortrÃ

Â
¤
tmaler
mÃ

Â
¼
sse
das
Bildnis
ganz
eigentlich
erschaffen
"
.
"
schÃ

Â
¶
ne
Julie
"
,
versetzte
ich
darauf
,
"
wie
sehr
wÃ

Â
¼
nschte
ich
,
mich
Ihnen
hierÃ

Â
¼
ber
verstÃ

Â
¤
ndlich
zu
machen
!
vielleicht
gelingt
es
mir
mit
der
Zeit
!
aber
Ihnen
,
deren
lebhafter
Geist
sich
in
alle
Regionen
bewegt
,
die
den
KÃ

Â
¼
nstler
nicht
allein
schÃ

Â
¤
tzt
,
sondern
ihm
gewissermaÃ

Â

en
zuvoreilt
und
selbst
das
,
was
Sie
nicht
mit
Augen
gesehen
,
sich
,
als
stÃ

Â
¼
nde
es
vor
ihr
,
zu
vergegenwÃ

Â
¤
rtigen
weiÃ

Â

,
Sie
sollten
am
wenigsten
stutzen
,
wenn
vom
Schaffen
,
vom
Hervorbringen
die
Rede
ist
"
.
Julie
.
ich
merke
,
Sie
wollen
mich
bestechen
.
es
wird
Ihnen
leicht
werden
,
denn
ich
hÃ

Â
¶
re
Ihnen
gern
zu
.
ich
.
lassen
Sie
uns
vom
Menschen
wÃ

Â
¼
rdig
denken
,
und
bekÃ

Â
¼
mmern
wir
uns
nicht
,
ob
es
ein
wenig
bizarr
klingt
,
was
wir
von
ihm
sagen
.
gibt
doch
jedermann
zu
,
daÃ

Â

der
Poet
geboren
werden
mÃ

Â
¼
sse
!
schreibt
nicht
jedermann
dem
Genie
eine
schaffende
Kraft
zu
?
und
niemand
glaubt
,
dadurch
eben
etwas
Paradoxes
zu
sagen
.
wir
leugnen
es
nicht
von
den
Werken
der
Phantasie
:
aber
wahrlich
,
der
untÃ

Â
¤
tige
,
untaugende
Mensch
wird
das
Gute
,
das
Edle
,
das
SchÃ

Â
¶
ne
weder
an
sich
noch
an
andern
gewahr
werden
!
wo
kÃ

Â
¤
me
es
denn
her
,
wenn
es
nicht
aus
uns
selbst
entsprÃ

Â
¤
nge
?
fragen
Sie
Ihr
eigen
Herz
!
ist
nicht
die
Handelsweise
zugleich
mit
dem
Handeln
ihm
eingeboren
?
ist
es
nicht
die
FÃ

Â
¤
higkeit
zur
guten
Tat
,
die
sich
der
guten
Tat
erfreut
?
wer
fÃ

Â
¼
hlt
lebhaft
ohne
den
Wunsch
,
das
GefÃ

Â
¼
hlte
darzustellen
?
und
was
stellen
wir
denn
eigentlich
dar
,
was
wir
nicht
erschaffen
?
und
zwar
nicht
etwa
nur
ein
fÃ

Â
¼
r
allemal
,
damit
es
da
sei
,
sondern
damit
es
wirke
,
immer
wachse
und
wieder
werde
und
wieder
hervorbringe
.
das
ist
ja
eben
die
gÃ

Â
¶
ttliche
Kraft
der
Liebe
,
von
der
man
nicht
aufhÃ

Â
¶
rt
zu
singen
und
zu
sagen
,
daÃ

Â

sie
in
jedem
Augenblick
die
herrlichen
Eigenschaften
des
geliebten
Gegenstandes
neu
hervorbringt
,
in
den
kleinsten
Teilen
ausbildet
,
im
Ganzen
umfaÃ

Â

t
,
bei
Tage
nicht
rastet
,
bei
Nacht
nicht
ruht
,
sich
an
ihrem
eignen
Werke
entzÃ

Â
¼
ckt
,
Ã

Â
¼
ber
ihre
eigne
rege
TÃ

Â
¤
tigkeit
erstaunt
,
das
Bekannte
immer
neu
findet
,
weil
es
in
jedem
Augenblicke
,
in
dem
sÃ

Â
¼
Ã

Â

esten
aller
GeschÃ

Â
¤
fte
wieder
neu
erzeugt
wird
.
ja
,
das
Bild
der
Geliebten
kann
nicht
alt
werden
,
denn
jeder
Moment
ist
seine
Geburtsstunde
.
ich
habe
heute
sehr
gesÃ

Â
¼
ndigt
,
ich
handelte
gegen
meinen
Vorsatz
,
indem
ich
Ã

Â
¼
ber
eine
Materie
sprach
,
die
ich
nicht
ergrÃ

Â
¼
ndet
habe
,
und
in
diesem
Augenblick
bin
ich
auf
dem
Wege
,
noch
strafwÃ

Â
¼
rdiger
zu
fehlen
.
Schweigen
gebÃ

Â
¼
hrt
dem
Menschen
,
der
sich
nicht
vollendet
fÃ

Â
¼
hlt
.
Schweigen
geziemt
auch
dem
Liebenden
,
der
nicht
hoffen
darf
,
glÃ

Â
¼
cklich
zu
sein
.
lassen
Sie
mich
von
hinnen
gehen
,
damit
ich
nicht
doppelt
scheltenswert
sei
.
ich
ergriff
Juliens
Hand
,
ich
war
sehr
bewegt
,
sie
hielt
mich
freundlich
fest
.
ich
darf
es
sagen
.
gebe
der
Himmel
,
daÃ

Â

ich
mich
nicht
geirrt
habe
,
daÃ

Â

ich
mich
nicht
irre
!
doch
ich
fahre
in
meiner
ErzÃ

Â
¤
hlung
fort
.
der
Oheim
kam
zurÃ

Â
¼
ck
.
er
war
freundlich
genug
,
das
an
mir
zu
loben
,
was
ich
an
mir
tadelte
,
war
zufrieden
,
daÃ

Â

meine
Ideen
Ã

Â
¼
ber
bildende
Kunst
mit
den
seinigen
zusammentrÃ

Â
¤
fen
.
er
versprach
mir
,
in
kurzer
Zeit
,
die
Anschauung
zu
verschaffen
,
deren
ich
bedÃ

Â
¼
rfen
kÃ

Â
¶
nnte
.
Julie
sagte
mir
scherzend
auch
ihren
Unterricht
zu
,
wenn
ich
gesprÃ

Â
¤
chiger
,
wenn
ich
mitteilender
werden
wollte
-
und
ich
fÃ

Â
¼
hle
schon
recht
gut
,
daÃ

Â

sie
alles
aus
mir
machen
kann
,
was
sie
will
.
die
Magd
kam
zurÃ

Â
¼
ck
,
die
dem
Fremden
geleuchtet
hatte
,
sie
war
sehr
vergnÃ

Â
¼
gt
Ã

Â
¼
ber
seine
Freigebigkeit
,
denn
er
hatte
ihr
ein
ansehnliches
Trinkgeld
gegeben
;
noch
mehr
aber
lobte
sie
seine
Artigkeit
.
er
hatte
sie
mit
freundlichen
Worten
entlassen
und
sie
obendrein
schÃ

Â
¶
nes
Kind
genannt
.
ich
war
nun
eben
nicht
im
Humor
,
ihn
zu
schonen
,
und
rief
aus
:
"
o
ja
!
das
kann
einem
leicht
passieren
,
der
das
Ideal
verleugnet
,
daÃ

Â

er
das
Gemeine
fÃ

Â
¼
r
schÃ

Â
¶
n
erklÃ

Â
¤
rt
!
"
Julie
erinnerte
mich
scherzend
,
daÃ

Â

Gerechtigkeit
und
Billigkeit
auch
ein
Ideal
sei
,
wornach
der
Mensch
zu
streben
habe
.
es
war
spÃ

Â
¤
t
geworden
,
der
Oheim
bat
mich
um
einen
Dienst
,
durch
den
ich
mir
zugleich
selbst
dienen
sollte
,
er
gab
mir
eine
Abschrift
jenes
Briefes
an
Sie
,
meine
Herren
,
worin
er
die
verschiedenen
Liebhabereien
zu
bezeichnen
suchte
;
er
gab
mir
Ihre
Antwort
,
verlangte
,
daÃ

Â

ich
beides
geschwind
studieren
,
meine
Gedanken
darÃ

Â
¼
ber
zusammenfassen
und
alsdann
gegenwÃ

Â
¤
rtig
sein
mÃ

Â
¶
chte
,
wenn
die
angemeldeten
Fremden
sein
Kabinett
besuchten
,
um
zu
sehen
,
ob
wir
noch
mehr
Klassen
entdecken
und
aufzeichnen
kÃ

Â
¶
nnten
.
ich
habe
den
Ã

Â

berrest
der
Nacht
damit
zugebracht
und
ein
Schema
aus
dem
Stegreif
verfertigt
,
das
,
wo
nicht
grÃ

Â
¼
ndlich
,
doch
wenigstens
lustig
ist
und
das
fÃ

Â
¼
r
mich
einen
groÃ

Â

en
Wert
hat
,
weil
Julie
heute
frÃ

Â
¼
h
herzlich
darÃ

Â
¼
ber
lachen
konnte
.
leben
Sie
recht
wohl
!
ich
merke
,
daÃ

Â

dieser
Brief
mit
dem
Briefe
des
guten
Oheims
,
der
noch
hier
auf
dem
Schreibtische
liegt
,
zugleich
fort
kann
.
nur
flÃ

Â
¼
chtig
habe
ich
das
Geschriebene
wieder
Ã

Â
¼
berlesen
dÃ

Â
¼
rfen
.
wie
manches
wÃ

Â
¤
re
anders
zu
sagen
,
wie
manches
besser
zu
bestimmen
gewesen
!
ja
,
wenn
ich
meinem
GefÃ

Â
¼
hl
nachginge
,
so
sollten
diese
BlÃ

Â
¤
tter
eher
ins
Feuer
als
auf
die
Post
.
aber
wenn
nur
das
Vollendete
mitgeteilt
werden
sollte
,
wie
schlecht
wÃ

Â
¼
rde
es
Ã

Â
¼
berhaupt
um
Unterhaltung
aussehen
!
indessen
soll
unser
Gast
gesegnet
sein
,
daÃ

Â

er
mich
in
eine
Leidenschaft
versetzte
,
daÃ

Â

er
mich
in
eine
Aufwallung
brachte
,
die
mir
diese
Unterhaltung
mit
Ihnen
verschaffte
und
zu
neuen
,
schÃ

Â
¶
nen
VerhÃ

Â
¤
ltnissen
AnlaÃ

Â

gab
.
Aus
:
achter
Brief
.
erste
Abteilung
.
Nachahmer
.
man
kann
dieses
Talent
als
die
Base
der
bildenden
Kunst
ansehen
.
ob
sie
davon
ausgegangen
,
mag
noch
eine
Frage
bleiben
.
fÃ

Â
¤
ngt
ein
KÃ

Â
¼
nstler
damit
an
,
so
kann
er
sich
bis
zu
den
HÃ

Â
¶
chsten
erheben
,
bleibt
er
dabei
kleben
,
so
darf
man
ihn
einen
Kopisten
nennen
und
mit
diesem
Wort
gewissermaÃ

Â

en
einen
ungÃ

Â
¼
nstigen
Begriff
verbinden
.
hat
aber
ein
solches
Naturell
das
Verlangen
,
immer
in
seinem
beschrÃ

Â
¤
nkten
Fache
weiter
zu
gehen
,
so
muÃ

Â

zuletzt
eine
Forderungen
an
Wirklichkeit
entstehen
,
die
der
KÃ

Â
¼
nstler
zu
leisten
,
der
Liebhaber
zu
erfahren
strebt
.
wird
der
Ã

Â

bergang
zur
echten
Kunst
verfehlt
,
so
findet
man
sich
auf
dem
schlimmsten
Abwege
;
man
gelangt
endlich
dahin
,
daÃ

Â

man
Statuen
malt
und
sich
selbst
,
wie
es
unser
guter
GroÃ

Â

vater
tat
,
im
damastnen
Schlafrock
der
Nachwelt
Ã

Â
¼
berliefert
.
die
Neigung
zu
Schattenrissen
hat
etwas
,
das
sich
dieser
Liebhaberei
nÃ

Â
¤
hert
.
eine
solche
Sammlung
ist
interessant
genug
,
wenn
man
sie
in
einem
Portefeuille
besitzt
.
nur
mÃ

Â
¼
ssen
die
WÃ

Â
¤
nde
nicht
mit
diesen
traurigen
,
halben
Wirklichkeitserscheinungen
verziert
werden
.
der
Nachahmer
verdoppelt
nur
das
Nachgeahmte
,
ohne
etwas
hinzu
zu
tun
oder
uns
weiter
zu
bringen
.
er
zieht
uns
in
das
einzige
hÃ

Â
¶
chst
beschrÃ

Â
¤
nkte
Dasein
hinein
,
wir
erstaunen
Ã

Â
¼
ber
die
MÃ

Â
¶
glichkeit
dieser
Operation
,
wir
empfinden
ein
gewisses
ErgÃ

Â
¶
tzen
;
aber
recht
behaglich
kann
uns
das
Werk
nicht
machen
,
denn
es
fehlt
ihm
die
Kunstwahrheit
als
schÃ

Â
¶
ner
Schein
.
sobald
auch
dieser
nur
einigermaÃ

Â

en
eintritt
,
so
hat
das
Bildnis
schon
einen
groÃ

Â

en
Reiz
,
wie
wir
bei
manchen
deutschen
,
niederlÃ

Â
¤
ndischen
und
franzÃ

Â
¶
sischen
PortrÃ

Â
¤
ten
und
Stilleben
empfinden
...
zweite
Abteilung
.
Imaginanten
.
mit
dieser
Gesellschaft
sind
unsere
Freunde
gar
zu
lustig
umgesprungen
.
es
schien
,
als
wenn
der
Gegenstand
sie
reizte
,
ein
ewig
aus
dem
Gleise
zu
treten
,
und
ob
ich
gleich
dabei
saÃ

Â

,
mich
zu
dieser
Klasse
bekannte
und
zur
Gerechtigkeit
und
Artigkeit
aufforderte
,
so
konnte
ich
doch
nicht
verhindern
,
daÃ

Â

ihr
eine
Menge
Namen
aufgebÃ

Â
¼
rdet
wurden
,
die
nicht
durchgÃ

Â
¤
ngig
ein
Lob
anzudeuten
scheinen
.
man
nannte
sie
Poetisierer
,
weil
sie
,
anstatt
den
poetischen
Teil
der
bildenden
Kunst
zu
kennen
und
sich
darnach
zu
bestreben
,
vielmehr
mit
dem
Dichter
wetteifern
,
den
VorzÃ

Â
¼
gen
desselben
machjagen
und
ihre
eignen
Vorteile
verkennen
und
versÃ

Â
¤
umen
.
man
nannte
sie
ScheinmÃ

Â
¤
nner
,
weil
sie
so
gern
dem
Scheine
nachstreben
,
der
Einbildungskraft
etwas
vorzuspielen
suchen
,
ohne
sich
zu
bekÃ

Â
¼
mmern
,
inwiefern
dem
Anschauen
genug
geschieht
.
sie
wurden
Phantomisten
genannt
,
weil
ein
hohles
Gespensterwesen
sie
anzieht
,
Phantamisten
,
weil
traumartige
Verzerrungen
und
InkohÃ

Â
¤
renzen
nicht
ausbleiben
,
Nebulisten
,
weil
sie
der
Wolken
nicht
entbehren
kÃ

Â
¶
nnen
,
um
ihren
Luftbildern
einen
wÃ

Â
¼
rdigen
Boden
zu
verschaffen
.
ja
zuletzt
wollte
man
nach
deutscher
Reim-
und
Klangweise
sie
als
Schwebler
und
Nebler
abfertigen
.
man
behauptete
,
sie
seien
ohne
RealitÃ

Â
¤
t
,
hÃ

Â
¤
tten
nie
und
nirgends
ein
Dasein
,
und
ihnen
fehle
Kunstwahrheit
als
schÃ

Â
¶
ne
Wirklichkeit
.
wenn
man
den
Nachahmen
eine
falsche
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
zuschrieb
,
so
blieben
die
Imaginanten
von
dem
Vorwurf
einer
falschen
Natur
nicht
befreit
,
und
was
dergleichen
Anschuldigungen
mehr
waren
.
ich
merkte
zwar
,
daÃ

Â

man
darauf
ausging
,
mich
zu
reizen
,
und
doch
tat
ich
den
Herren
den
Gefallen
,
wirklich
bÃ

Â
¶
se
zu
werden
.
ich
fragte
sie
:
ob
denn
nicht
das
Genie
sich
hauptsÃ

Â
¤
chlich
in
der
Erfindung
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
?
und
ob
man
den
Poetisierern
diesen
Vorzug
streitig
machen
kÃ

Â
¶
nne
?
ob
es
nicht
auch
schon
dankenswert
sei
,
wenn
der
Geist
durch
ein
glÃ

Â
¼
ckliches
Traumbild
ergÃ

Â
¶
tzt
werde
?
ob
nicht
in
dieser
Eigenschaft
,
die
man
mit
so
vielen
wunderlichen
Namen
anschwÃ

Â
¤
rze
,
der
Grund
und
die
MÃ

Â
¶
glichkeit
der
hÃ

Â
¶
chsten
Kunst
begriffen
sei
?
ob
irgend
etwas
mÃ

Â
¤
chtiger
gegen
die
leidige
Prosa
wirke
als
eben
diese
FÃ

Â
¤
higkeit
,
neue
Welten
zu
schaffen
?
ob
es
nicht
ein
seltnes
Talent
,
ein
seltner
Fehler
sei
,
von
dem
man
ihn
auch
auf
Abwegen
antrifft
,
immer
noch
mit
Ehrfurcht
sprechen
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
?
die
Herren
ergaben
sich
bald
.
sie
erinnerten
mich
,
daÃ

Â

hier
nur
von
Einseitigkeit
die
Rede
sei
;
daÃ

Â

eben
diese
Eigenschaft
,
weil
sie
ins
Ganze
der
Kunst
so
trefflich
wirken
kÃ

Â
¶
nne
,
dagegen
so
viel
schade
,
wenn
sie
sich
als
einzeln
,
selbststÃ

Â
¤
ndig
und
unabhÃ

Â
¤
ngig
erklÃ

Â
¤
re
.
der
Nachahmer
schadet
der
Kunst
nie
,
denn
er
bringt
sie
mÃ

Â
¼
hsam
auf
eine
Stufe
,
wo
sie
ihm
der
echte
KÃ

Â
¼
nstler
abnehmen
kann
und
muÃ

Â

,
der
Imaginant
hingegen
schadet
der
Kunst
unendlich
,
weil
er
sie
Ã

Â
¼
ber
alle
ihre
Grenzen
hinausjagt
,
und
es
bedÃ

Â
¼
rfte
des
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Genies
,
sie
aus
ihrer
Unbestimmtheit
und
Unbedingtheit
gegen
ihren
wahren
Mittelpunkt
,
in
ihren
eigentlichen
,
angewiesenen
Umkreis
zurÃ

Â
¼
ckzufÃ

Â
¼
hren
.
es
ward
noch
einiges
hin
und
wider
gestritten
,
zuletzt
sagten
sie
:
ob
ich
nicht
gestehen
mÃ

Â
¼
sse
,
daÃ

Â

auf
diesem
Wege
die
satirische
Karikaturzeichnung
,
als
die
kunstgeschmack-
und
sittenverderblichste
Verirrung
,
entstanden
sei
und
entstehe
?
diese
konnte
ich
denn
freilich
nicht
in
Schutz
nehmen
:
ob
ich
gleich
nicht
leugnen
will
,
daÃ

Â

mich
das
hÃ

Â
¤
Ã

Â

liche
Zeug
manchmal
unterhÃ

Â
¤
lt
und
der
Schadenfreude
,
dieser
Erb-
und
SchoÃ

Â

sÃ

Â
¼
nde
aller
Adamskinder
,
als
eine
pikante
Speise
nicht
ganz
Ã

Â
¼
bel
schmeckt
.
fahren
wir
weiter
fort
!
dritte
Abteilung
.
Charakteristiker
.
mit
diesen
sind
Sie
schon
bekannt
genug
,
da
Sie
von
dem
Streit
mit
einem
merkwÃ

Â
¼
rdigen
Individuo
dieser
Art
hinreichend
unterrichtet
sind
.
wenn
dieser
Klasse
an
meinem
Beifall
etwas
gelegen
ist
,
so
kann
ich
ihr
denselben
versichern
;
denn
wenn
meine
lieben
Imaginanten
mit
CharakterzÃ

Â
¼
gen
spielen
sollen
,
so
muÃ

Â

erst
etwas
Charakteristisches
da
sein
;
wenn
mir
das
Bedeutende
SpaÃ

Â

machen
soll
,
so
kann
ich
wohl
leiden
,
daÃ

Â

jemand
das
Bedeutende
ernsthaft
auffÃ

Â
¼
hrt
.
wenn
uns
also
ein
solcher
Charaktermann
vorarbeiten
will
,
damit
meine
Poetisierer
keine
Phantasmisten
werden
oder
sich
gar
ins
Schwebeln
und
Nebeln
verlieren
,
so
soll
er
mir
gelobt
und
gepriesen
bleiben
.
der
Oheim
schien
auch
,
nach
der
letzten
Unterhaltung
,
mehr
fÃ

Â
¼
r
seinen
Kunstfreund
eingenommen
,
so
daÃ

Â

er
die
Partei
dieser
Klasse
nahm
.
er
glaubte
,
man
kÃ

Â
¶
nne
sie
auch
in
einem
gewissen
Sinne
Rigoristen
nennen
.
ihre
Abstraktion
,
ihre
Reduktion
auf
Begriffe
begrÃ

Â
¼
nde
immer
etwas
,
fÃ

Â
¼
hre
zu
etwas
,
und
gegen
die
Leerheit
anderer
KÃ

Â
¼
nstler
und
Kunstfreunde
gehalten
,
sei
der
Charakteristiker
besonders
schÃ

Â
¤
tzbar
.
der
kleine
,
hartnÃ

Â
¤
ckige
Philosoph
aber
zeigte
auch
hier
wieder
seinen
Zahn
und
behauptete
,
daÃ

Â

ihre
Einseitigkeit
eben
wegen
ihres
scheinbaren
Rechtes
durch
BeschrÃ

Â
¤
nkung
der
Kunst
weit
mehr
schade
als
das
Hinausstreben
des
Imaginanten
,
wobei
er
versicherte
,
daÃ

Â

er
die
Fehde
gegen
sie
nicht
aufgeben
werde
.
es
ist
eine
kuriose
Sache
um
einen
Philosophen
,
daÃ

Â

er
in
gewissen
Dingen
so
nachgiebig
scheint
und
auf
andern
so
fest
besteht
.
wenn
ich
nur
erst
einmal
den
SchlÃ

Â
¼
ssel
dazu
habe
,
wo
es
hinaus
will
!
eben
finde
ich
,
da
ich
in
den
Papieren
nachsehe
,
daÃ

Â

er
sie
mit
allerlei
Unnamen
verfolgt
.
er
nennt
sie
Skelettisten
,
Winkler
,
Steife
und
bemerkt
in
einer
Note
,
daÃ

Â

ein
bloÃ

Â

logisches
Dasein
,
bloÃ

Â

e
Verstandsoperation
in
der
Kunst
nicht
ausreiche
noch
aushelfe
.
was
er
damit
sagen
will
,
darÃ

Â
¼
ber
mag
ich
mir
den
Kopf
nicht
zerbrechen
.
ferner
soll
den
CharaktermÃ

Â
¤
nnern
die
schÃ

Â
¶
ne
Leichtigkeit
fehlen
,
ohne
welche
keine
Kunst
zu
denken
sei
.
das
will
ich
denn
auch
wohl
gelten
lassen
.
vierte
Abteilung
.
Undulisten
.
unter
diesem
Namen
wurden
diejenigen
bezeichnet
,
die
sich
mit
den
vorhergehenden
im
Gegensatz
befinden
,
die
das
Weichere
und
GefÃ

Â
¤
llige
ohne
Charakter
und
Bedeutung
lieben
,
wodurch
denn
zuletzt
hÃ

Â
¶
chstens
eine
gleichgÃ

Â
¼
ltige
Anmut
entsteht
.
sie
wurden
auch
SchlÃ

Â
¤
ngler
genannt
,
und
man
erinnerte
sich
der
Zeit
,
da
man
die
Schlangenlinie
zum
Vorbild
und
Symbol
der
SchÃ

Â
¶
nheit
genommen
und
dabei
viel
gewonnen
zu
haben
glaubte
.
diese
SchlÃ

Â
¤
ngelei
und
Weichheit
bezieht
sich
,
sowohl
beim
KÃ

Â
¼
nstler
als
Liebhaber
,
auf
eine
gewisse
SchwÃ

Â
¤
che
,
SchlÃ

Â
¤
frigkeit
und
,
wenn
man
will
,
auf
eine
gewisse
krÃ

Â
¤
nkliche
Reizbarkeit
.
solche
Kunstwerke
machen
bei
denen
ihr
GlÃ

Â
¼
ck
,
die
im
Bilde
nur
etwas
mehr
als
nichts
sehen
wollen
,
denen
eine
Seifenblase
,
die
bunt
in
die
Luft
steigt
,
schon
allenfalls
ein
angenehmes
GefÃ

Â
¼
hl
erregt
.
da
Kunstwerke
dieser
Art
kaum
einen
KÃ

Â
¶
rper
oder
andern
reellen
Gehalt
haben
kÃ

Â
¶
nnen
,
so
bezieht
sich
ihr
Verdienst
meist
auf
die
Behandlung
und
auf
einen
gewissen
lieblichen
Schein
.
es
fehlt
ihnen
Bedeutung
und
Kraft
,
und
deswegen
sind
sie
im
allgemeinen
willkommen
,
so
wie
die
NullitÃ

Â
¤
t
in
der
Gesellschaft
.
denn
von
Rechts
wegen
soll
eine
gesellige
Unterhaltung
auch
nur
etwas
mehr
als
nichts
sein
.
sobald
der
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
Liebhaber
einseitig
sich
dieser
Neigung
Ã

Â
¼
berlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
so
verklingt
die
Kunst
wie
eine
ausschwirrende
Saite
,
sie
verliert
sich
wie
ein
Strom
im
Sand
.
die
Behandlung
wird
immer
flacher
und
schwÃ

Â
¤
cher
werden
.
aus
den
GemÃ

Â
¤
lden
verschwinden
die
Farben
,
die
Striche
des
Kupferstichs
verwandeln
sich
in
Punkte
,
und
so
wird
alles
nach
und
nach
,
zum
ErgÃ

Â
¶
tzen
der
zarten
Liebhaber
,
in
Rauch
aufgehen
...
fÃ

Â
¼
nfte
Abteilung
.
KleinkÃ

Â
¼
nstler
.
diese
Klasse
kam
noch
so
ganz
gut
weg
.
niemand
glaubte
Ursache
zu
haben
,
ihnen
aufsÃ

Â
¤
ssig
zu
sein
,
manches
sprach
fÃ

Â
¼
r
sie
,
wenig
wider
sie
.
wenn
man
nur
den
Effekt
betrachtet
,
so
sind
sie
gar
nicht
unbequem
.
mit
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Sorgfalt
punktieren
sie
einen
kleinen
Raum
aus
,
und
der
Liebhaber
kann
die
Arbeit
vieler
Jahre
in
einem
KÃ

Â
¤
stchen
verwahren
.
insofern
ihre
Arbeit
lobenswÃ

Â
¼
rdig
ist
,
mag
man
sie
wohl
Miniaturisten
nennen
;
fehlt
es
ihnen
ganz
und
gar
an
Geiste
,
haben
sie
kein
GefÃ

Â
¼
hl
fÃ

Â
¼
rs
Ganze
,
wissen
sie
keine
Einheit
ins
Werk
zu
bringen
,
so
mag
man
sie
PÃ

Â
¼
nktler
und
Punktierer
schelten
.
sie
entfernen
sich
nicht
von
der
wahren
Kunst
,
sie
sind
nur
im
Fall
der
Nachahmer
,
sie
erinnern
den
wahren
KÃ

Â
¼
nstler
immer
daran
,
daÃ

Â

er
diese
Eigenschaft
,
welche
sie
abgesondert
besitzen
,
auch
zu
seinen
Ã

Â
¼
brigen
haben
mÃ

Â
¼
sse
,
um
vÃ

Â
¶
llig
vollendet
zu
sein
,
um
seinem
Werk
die
hÃ

Â
¶
chste
AusfÃ

Â
¼
hrung
zu
geben
.
soeben
erinnert
mich
der
Brief
meines
Oheims
an
Sie
,
daÃ

Â

auch
dort
schon
gut
und
leidlich
von
dieser
Klasse
gesprochen
worden
,
und
wir
wollen
daher
diese
friedlichen
Menschen
auch
nicht
weiter
beunruhigen
,
sondern
ihnen
durchaus
Kraft
,
Bedeutung
und
Einheit
wÃ

Â
¼
nschen
.
sechste
Abteilung
.
Skizzisten
.
der
Oheim
hat
sich
zu
dieser
Klasse
schon
bekannt
,
und
wir
waren
geneigt
,
nicht
ganz
Ã

Â
¼
bel
von
ihr
zu
sprechen
,
als
er
uns
selbst
aufmerksam
machte
,
daÃ

Â

die
Entwerfer
eine
ebenso
gefÃ

Â
¤
hrliche
Einseitigkeit
in
der
Kunst
befÃ

Â
¶
rdern
kÃ

Â
¶
nnten
als
die
Helden
der
Ã

Â
¼
brigen
Rubriken
.
die
bildende
Kunst
soll
,
durch
den
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Sinn
,
zum
Geiste
nicht
nur
sprechen
,
sie
soll
den
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Sinn
selbst
befriedigen
;
der
Geist
mag
sich
alsdann
hinzugesellen
und
seinen
Beifall
nicht
versagen
.
der
Skizzist
spricht
aber
unmittelbar
zum
Geiste
,
besticht
und
entzÃ

Â
¼
ckt
dadurch
jeden
Unerfahrnen
.
ein
glÃ

Â
¼
cklicher
Einfall
,
halbwege
deutlich
und
nur
gleichsam
symbolisch
dargestellt
,
eilt
durch
das
Auge
durch
,
regt
den
Geist
,
den
Witz
,
die
Einbildungskraft
auf
,
und
der
Ã

Â
¼
berraschte
Liebhaber
sieht
,
was
nicht
da
steht
.
hier
ist
nicht
mehr
von
Zeichnung
,
von
Proportion
,
von
Formen
,
Charakter
,
Ausdruck
,
Zusammenstellung
,
Ã

Â

bereinstimmung
,
AusfÃ

Â
¼
hrung
die
Rede
,
sondern
ein
Schein
von
allem
tritt
an
die
Stelle
.
der
Geist
spricht
zum
Geiste
,
und
das
Mittel
,
wodurch
es
geschehen
sollte
,
wird
zunichte
.
verdienstvolle
Skizzen
groÃ

Â

er
Meister
,
diese
bezaubernde
Hieroglyphen
,
veranlassen
meist
diese
Liebhaberei
und
fÃ

Â
¼
hren
den
echten
Liebhaber
nach
und
nach
an
die
Schwelle
der
gesamten
Kunst
,
von
der
er
,
sobald
er
nur
einen
Blick
vorwÃ

Â
¤
rts
getan
,
nicht
wieder
zurÃ

Â
¼
ckkehren
wird
.
der
angehende
KÃ

Â
¼
nstler
aber
hat
mehr
als
der
Liebhaber
zu
fÃ

Â
¼
rchten
,
wenn
er
sich
im
Kreise
des
Erfindens
und
Entwerfens
anhaltend
herumdreht
;
denn
wenn
er
durch
diese
Pforte
am
raschesten
in
den
Kunstkreis
hineintritt
,
so
kommt
er
dabei
gerade
am
ersten
in
Gefahr
,
an
der
Schwelle
haftenzubleiben
.
dies
sind
ungefÃ

Â
¤
hr
die
Worte
meines
Oheims
.
aber
ich
habe
die
Namen
der
KÃ

Â
¼
nstler
vergessen
,
die
bei
einem
schÃ

Â
¶
nen
Talent
,
das
sehr
viel
versprach
,
sich
auf
dieser
Seite
beschrÃ

Â
¤
nkt
und
die
Hoffnungen
,
die
man
von
ihnen
gehegt
hatte
,
nicht
erfÃ

Â
¼
llt
haben
.
mein
Onkel
besaÃ

Â

in
seiner
Sammlung
ein
besonders
Portefeuille
von
Zeichnungen
solcher
KÃ

Â
¼
nstler
,
die
es
nie
weiter
als
bis
zum
Skizzisten
gebracht
,
und
behauptet
,
daÃ

Â

dabei
sich
besonders
interessante
Bemerkungen
machen
lassen
,
wenn
man
diese
mit
den
Skizzen
groÃ

Â

er
Meister
,
die
zugleich
vollenden
konnten
,
vergleicht
.
als
man
so
weit
gekommen
war
,
diese
sechs
Klassen
voneinander
abgesondert
eine
Weile
zu
betrachten
,
so
fing
man
an
,
sie
wieder
zusammen
zu
verbinden
,
wie
sie
oft
bei
einzelnen
KÃ

Â
¼
nstlern
vereinigt
erscheinen
,
und
wovon
ich
schon
im
Lauf
meiner
Relation
einiges
bemerkte
.
so
fand
sich
der
Nachahmer
manchmal
mit
dem
KleinkÃ

Â
¼
nstler
zusammen
,
auch
manchmal
mit
dem
Charakteristiker
.
der
Skizziste
konnte
sich
auf
die
Seite
des
Imaginanten
,
Skelettisten
oder
Undulisten
werfen
,
und
dieser
konnte
sich
bequem
mit
dem
Phantomisten
verbinden
.
jede
Verbindung
brachte
schon
ein
Werk
hÃ

Â
¶
herer
Art
hervor
als
die
vÃ

Â
¶
llige
Einseitigkeit
,
welche
sogar
,
wenn
man
sie
in
der
Erfahrung
aufsuchte
,
nur
in
seltenen
Beispielen
aufgefunden
werden
konnte
.
auf
diesem
Weg
gelangte
man
zu
der
Betrachtung
,
von
welcher
man
ausgegangen
war
,
zurÃ

Â
¼
ck
:
daÃ

Â

nÃ

Â
¤
mlich
nur
durch
die
Verbindung
der
sechs
Eigenschaften
der
vollendete
KÃ

Â
¼
nstler
entstehe
,
so
wie
der
echte
Liebhaber
alle
sechs
Neigungen
in
sich
vereinigen
mÃ

Â
¼
sse
.
die
eine
HÃ

Â
¤
lfte
des
halben
Dutzends
nimmt
es
zu
ernst
,
streng
und
Ã

Â
¤
ngstlich
,
die
andere
zu
spielend
,
leicht
und
lose
.
nur
aus
innig
verbundenem
Ernst
und
Spiel
kann
wahre
Kunst
entspringen
,
und
wenn
unsere
einseitigen
KÃ

Â
¼
nstler
und
Kunstliebhaber
je
zwei
und
zwei
einander
entgegenstehen
,
der
Nachahmer
dem
Imaginanten
,
der
Charakteristiker
dem
Undulisten
,
der
KleinkÃ

Â
¼
nstler
dem
Skizzisten
,
so
entsteht
,
indem
man
diese
GegensÃ

Â
¤
tze
verbindet
,
immer
eins
der
drei
Erfordernisse
des
vollkommenen
Kunstwerks
,
wie
zur
Ã

Â

bersicht
das
Ganze
folgendermaÃ

Â

en
kurz
dargestellt
werden
kann
.
Ernst
allein
.
Individuelle
Neigung
,
Manier
.
Nachahmer
.
Charakteristiker
.
KleinkÃ

Â
¼
nstler
.
Ernst
und
Spiel
verbunden
.
Ausbildung
ins
Allgemeine
,
Stil
.
Kunstwahrheit
.
SchÃ

Â
¶
nheit
.
Vollendung
.
Spiel
allein
.
Individuelle
Neigung
,
Manier
.
Phantomisten
.
Undulisten
.
Skizzisten
.
hier
haben
Sie
nun
die
ganze
Ã

Â

bersicht
!
mein
GeschÃ

Â
¤
ft
ist
vollendet
,
und
ich
scheide
abermals
um
so
schneller
von
Ihnen
,
als
ich
Ã

Â
¼
berzeugt
bin
,
daÃ

Â

ein
beistimmendes
oder
abstimmendes
GesprÃ

Â
¤
ch
eben
da
anfangen
muÃ

Â

,
wo
ich
aufhÃ

Â
¶
re
.
Winckelmann
.
Einleitung
.
das
Andenken
merkwÃ

Â
¼
rdiger
Menschen
,
so
wie
die
Gegenwart
bedeutender
Kunstwerke
,
regt
von
Zeit
zu
Zeit
den
Geist
der
Betrachtung
auf
.
beide
stehen
da
als
VermÃ

Â
¤
chtnisse
fÃ

Â
¼
r
jede
Generation
,
in
Taten
und
Nachruhm
jene
,
diese
wirklich
erhalten
als
unaussprechliche
Wesen
.
jeder
Einsichtige
weiÃ

Â

recht
gut
,
daÃ

Â

nur
das
Anschaun
ihres
besonderen
Ganzen
einen
wahren
Wert
hÃ

Â
¤
tte
;
und
doch
versucht
man
immer
aufs
neue
,
durch
Reflexion
und
Wort
ihnen
etwas
abzugewinnen
.
hiezu
werden
wir
besonders
aufgereizt
,
wenn
etwas
Neues
entdeckt
und
bekannt
wird
,
das
auf
solche
GegenstÃ

Â
¤
nde
Bezug
hat
;
und
so
wird
man
unsre
erneuerte
Betrachtung
Ã

Â
¼
ber
Winckelmann
,
seinen
Charakter
und
sein
Geleistetes
in
dem
Augenblicke
schicklich
finden
,
da
die
eben
jetzt
herausgegebenen
Briefe
Ã

Â
¼
ber
seine
Denkweise
und
ZustÃ

Â
¤
nde
ein
lebhafteres
Licht
verbreiten
.
Eintritt
.
wenn
die
Natur
gewÃ

Â
¶
hnlichen
Menschen
die
kÃ

Â
¶
stliche
Mitgift
nicht
versagt
,
ich
meine
jenen
lebhaften
Trieb
,
von
Kindheit
an
die
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
Welt
mit
Lust
zu
ergreifen
,
sie
kennen
zu
lernen
,
sich
mit
ihr
in
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
setzen
,
mit
ihr
verbunden
ein
Ganzes
zu
bilden
,
so
haben
vorzÃ

Â
¼
gliche
Geister
Ã

Â
¶
fters
die
Eigenheit
,
eine
Art
von
Scheu
vor
dem
wirklichen
Leben
zu
empfinden
,
sich
in
sich
selbst
eine
eigene
Welt
zu
erschaffen
und
auf
diese
Weise
das
Vortrefflichste
nach
innen
bezÃ

Â
¼
glich
zu
leisten
.
findet
sich
hingegen
in
besonders
begabten
Menschen
jenes
gemeinsame
BedÃ

Â
¼
rfnis
,
eifrig
zu
allem
,
was
die
Natur
in
sie
gelegt
hat
,
auch
in
der
Ã

Â
¤
uÃ

Â

eren
Welt
die
antwortenden
Gegenbilder
zu
suchen
und
dadurch
das
Innere
vÃ

Â
¶
llig
zum
Ganzen
und
Gewissen
zu
steigern
,
so
kann
man
versichert
sein
,
daÃ

Â

auch
so
ein
fÃ

Â
¼
r
Welt
und
Nachwelt
hÃ

Â
¶
chst
erfreuliches
Dasein
sich
ausbilden
werde
.
unser
Winckelmann
war
von
dieser
Art.
in
ihn
hatte
die
Natur
gelegt
,
was
den
Mann
macht
und
ziert
.
dagegen
verwendete
er
sein
ganzes
Leben
,
ein
ihm
GemÃ

Â
¤
Ã

Â

es
,
Treffliches
und
WÃ

Â
¼
rdiges
im
Menschen
und
in
der
Kunst
,
die
sich
vorzÃ

Â
¼
glich
mit
dem
Menschen
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
aufzusuchen
.
eine
niedrige
Kindheit
,
unzulÃ

Â
¤
nglicher
Unterricht
in
der
Jugend
,
zerrissene
,
zerstreute
Studien
im
JÃ

Â
¼
nglingsalter
,
der
Druck
eines
Schulamtes
,
und
was
in
einer
solchen
Laufbahn
Ã

Â

ngstliches
und
Beschwerliches
erfahren
wird
,
hatte
er
mit
vielen
andern
geduldet
.
er
war
dreiÃ

Â

ig
Jahr
alt
geworden
,
ohne
irgendeine
Gunst
des
Schicksals
genossen
zu
haben
;
aber
in
ihm
selbst
lagen
die
Keime
eines
wÃ

Â
¼
nschenswerten
und
mÃ

Â
¶
glichen
GlÃ

Â
¼
cks
.
wir
finden
schon
in
diesen
seinen
traurigen
Zeiten
die
Spur
jener
Forderung
,
sich
von
den
ZustÃ

Â
¤
nden
der
Welt
mit
eigenen
Augen
zu
Ã

Â
¼
berzeugen
,
zwar
dunkel
und
verworren
,
doch
entschieden
genug
ausgesprochen
.
einige
nicht
genugsam
Ã

Â
¼
berlegte
Versuche
,
fremde
LÃ

Â
¤
nder
zu
sehen
,
miÃ

Â

glÃ

Â
¼
ckten
ihm
.
er
trÃ

Â
¤
umte
sich
eine
Reise
nach
Ã

Â

gypten
;
er
begab
sich
auf
den
Weg
nach
Frankreich
:
unvorhergesehene
Hindernisse
wiesen
ihn
zurÃ

Â
¼
ck
.
besser
geleitet
von
seinem
Genius
,
ergriff
er
endlich
die
Idee
,
sich
nach
Rom
durchzudrÃ

Â
¤
ngen
.
er
fÃ

Â
¼
hlte
,
wie
sehr
ihm
ein
solcher
Aufenthalt
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

sei
.
dies
war
kein
Einfall
,
kein
Gedanke
mehr
,
es
war
ein
entschiedener
Plan
,
dem
er
mit
Klugheit
und
Festigkeit
entgegenging
.
Antikes
.
der
Mensch
vermag
gar
manches
durch
zweckmÃ

Â
¤
Ã

Â

igen
Gebrauch
einzelner
KrÃ

Â
¤
fte
,
er
vermag
das
AuÃ

Â

erordentliche
durch
Verbindung
mehrerer
FÃ

Â
¤
higkeiten
;
aber
das
Einzige
,
ganz
Unerwartete
leistet
er
nur
,
wenn
sich
die
sÃ

Â
¤
mtlichen
Eigenschaften
gleichmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
in
ihm
vereinigen
.
das
letzte
war
das
glÃ

Â
¼
ckliche
Los
der
Alten
,
besonders
der
Griechen
in
ihrer
besten
Zeit
;
auf
die
beiden
ersten
sind
wir
Neuern
vom
Schicksal
angewiesen
.
wenn
die
gesunde
Natur
des
Menschen
als
ein
Ganzes
wirkt
,
wenn
er
sich
in
der
Welt
als
in
einem
groÃ

Â

en
,
schÃ

Â
¶
nen
,
wÃ

Â
¼
rdigen
und
werten
Ganzen
fÃ

Â
¼
hlt
,
wenn
das
harmonische
Behagen
ihm
ein
reines
,
freies
EntzÃ

Â
¼
cken
gewÃ

Â
¤
hrt
-
dann
wÃ

Â
¼
rde
das
Weltall
,
wenn
es
sich
selbst
empfinden
kÃ

Â
¶
nnte
,
als
an
sein
Ziel
gelangt
aufjauchzen
und
den
Gipfel
des
eigenen
Werdens
und
Wesens
bewundern
.
denn
wozu
dient
alle
der
Aufwand
von
Sonnen
und
Planeten
und
Monden
,
von
Sternen
und
MilchstraÃ

Â

en
,
von
Kometen
und
Nebelflecken
,
von
gewordenen
und
werdenden
Welten
,
wenn
sich
nicht
zuletzt
ein
glÃ

Â
¼
cklicher
Mensch
unbewuÃ

Â

t
seines
Daseins
erfreut
?
wirft
sich
der
Neuere
,
wie
es
uns
eben
jetzt
ergangen
,
fast
bei
jeder
Betrachtung
ins
Unendliche
,
um
zuletzt
,
wenn
es
ihm
glÃ

Â
¼
ckt
,
auf
einen
beschrÃ

Â
¤
nkten
Punkt
wieder
zurÃ

Â
¼
ckzukehren
,
so
fÃ

Â
¼
hlten
die
Alten
ohne
weitern
Umweg
sogleich
ihre
einzige
Beharrlichkeit
innerhalb
der
lieblichen
Grenzen
der
schÃ

Â
¶
nen
Welt
.
hieher
waren
sie
gesetzt
,
hiezu
berufen
,
hier
fand
ihre
TÃ

Â
¤
tigkeit
Raum
,
ihre
Leidenschaft
Gegenstand
und
Nahrung
.
warum
sind
ihre
Dichter
und
Geschichtschreiber
die
Bewunderung
des
Einsichtigen
,
die
Verzweiflung
des
Nacheifernden
,
als
weil
jene
handelnden
Personen
,
die
aufgefÃ

Â
¼
hrt
werden
,
an
ihrem
eigenen
Selbst
,
an
dem
engen
Kreise
ihres
Vaterlandes
,
an
der
bezeichneten
Bahn
des
eigenen
sowohl
als
des
mitbÃ

Â
¼
rgerlichen
Lebens
einen
so
tiefen
Anteil
nahmen
,
mit
allem
Sinn
,
aller
Neigung
,
aller
Kraft
auf
die
Gegenwart
wirkten
;
daher
es
einem
gleichgesinnten
Darsteller
nicht
schwer
fallen
konnte
,
eine
solche
Gegenwart
zu
verewigen
.
das
,
was
geschah
,
hatte
fÃ

Â
¼
r
sie
den
einzigen
Wert
,
so
wie
fÃ

Â
¼
r
uns
nur
dasjenige
,
was
gedacht
oder
empfunden
worden
,
einigen
Wert
zu
gewinnen
scheint
.
nach
einerlei
Weise
lebte
der
Dichter
in
seiner
Einbildungskraft
,
der
Geschichtschreiber
in
der
politischen
,
der
Forscher
in
der
natÃ

Â
¼
rlichen
Welt
.
alle
hielten
sich
am
NÃ

Â
¤
chsten
,
Wahren
,
Wirklichen
fest
,
und
selbst
ihre
Phantasiebilder
haben
Knochen
und
Mark
.
der
Mensch
und
das
Menschliche
wurden
am
wertesten
geachtet
,
und
alle
seine
innern
,
seine
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
zur
Welt
mit
so
groÃ

Â

em
Sinne
dargestellt
als
angeschaut
.
noch
fand
sich
das
GefÃ

Â
¼
hl
,
die
Betrachtung
nicht
zerstÃ

Â
¼
ckelt
,
noch
war
jene
kaum
heilbare
Trennung
in
der
gesunden
Menschenkraft
nicht
vorgegangen
.
aber
nicht
allein
das
GlÃ

Â
¼
ck
zu
genieÃ

Â

en
,
sondern
auch
das
UnglÃ

Â
¼
ck
zu
ertragen
,
waren
jene
Naturen
hÃ

Â
¶
chlich
geschickt
:
denn
wie
die
gesunde
Faser
dem
Ã

Â

bel
widerstrebt
und
bei
jedem
krankhaften
Anfall
sich
eilig
wiederherstellt
,
so
vermag
der
jenen
eigene
gesunde
Sinn
sich
gegen
innern
und
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Unfall
geschwind
und
leicht
wiederherzustellen
.
eine
solche
antike
Natur
war
,
insofern
man
es
nur
von
einem
unsrer
Zeitgenossen
behaupten
kann
,
in
Winckelmann
wieder
erschienen
,
die
gleich
anfangs
ihr
ungeheures
ProbestÃ

Â
¼
ck
ablegte
,
daÃ

Â

sie
durch
dreiÃ

Â

ig
Jahre
Niedrigkeit
,
Unbehagen
und
Kummer
nicht
gebÃ

Â
¤
ndigt
,
nicht
aus
dem
Wege
gerÃ

Â
¼
ckt
,
nicht
abgestumpft
werden
konnte
.
sobald
er
nur
zu
einer
ihm
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

en
Freiheit
gelangte
,
erscheint
er
ganz
und
abgeschlossen
,
vÃ

Â
¶
llig
im
antiken
Sinne
.
angewiesen
auf
TÃ

Â
¤
tigkeit
,
GenuÃ

Â

und
Entbehrung
,
Freude
und
Leid
,
Besitz
und
Verlust
,
Erhebung
und
Erniedrigung
,
und
in
solchem
seltsamen
Wechsel
immer
mit
dem
schÃ

Â
¶
nen
Boden
zufrieden
,
auf
dem
uns
ein
so
verÃ

Â
¤
nderliches
Schicksal
heimsucht
.
hatte
er
nun
im
Leben
einen
wirklich
altertÃ

Â
¼
mlichen
Geist
,
so
blieb
ihm
derselbe
auch
in
seinen
Studien
getreu
.
doch
wenn
bei
Behandlung
der
Wissenschaften
im
GroÃ

Â

en
und
Breiten
die
Alten
sich
schon
in
einer
gewissen
peinlichen
Lage
befanden
,
indem
zur
Erfassung
der
mannigfaltigen
und
auÃ

Â

ermenschlichen
GegenstÃ

Â
¤
nde
eine
Zerteilung
der
KrÃ

Â
¤
fte
und
FÃ

Â
¤
higkeiten
,
eine
ZerstÃ

Â
¼
ckelung
der
Einheit
fast
unerlÃ

Â
¤
Ã

Â

lich
ist
,
so
hat
ein
Neuerer
im
Ã

Â
¤
hnlichen
Falle
ein
noch
gewagteres
Spiel
,
indem
er
bei
der
einzelnen
Ausarbeitung
des
mannigfaltigen
WiÃ

Â

baren
sich
zu
zerstreuen
,
in
zusammenhÃ

Â
¤
ngenden
Kenntnissen
sich
zu
verlieren
in
Gefahr
kÃ

Â
¶
mmt
,
ohne
,
wie
es
den
Alten
glÃ

Â
¼
ckte
,
das
UnzulÃ

Â
¤
ngliche
durch
das
VollstÃ

Â
¤
ndige
seiner
PersÃ

Â
¶
nlichkeit
zu
vergÃ

Â
¼
ten.
so
vielfach
Winckelmann
auch
in
dem
WiÃ

Â

baren
und
Wissenswerten
herumschweifte
,
teils
durch
Lust
und
Liebe
,
teils
durch
Notwendigkeit
geleitet
,
so
kam
er
doch
frÃ

Â
¼
her
oder
spÃ

Â
¤
ter
immer
zum
Altertum
,
besonders
zum
griechischen
,
zurÃ

Â
¼
ck
,
mit
dem
er
sich
so
nahe
verwandt
fÃ

Â
¼
hlte
und
mit
dem
er
sich
in
seinen
besten
Tagen
so
glÃ

Â
¼
cklich
vereinigen
sollte
.
Heidnisches
.
jene
Schilderung
des
altertÃ

Â
¼
mlichen
,
auf
diese
Welt
und
ihre
GÃ

Â
¼
ter
angewiesenen
Sinnes
fÃ

Â
¼
hrt
uns
unmittelbar
zur
Betrachtung
,
daÃ

Â

dergleichen
VorzÃ

Â
¼
ge
nur
mit
einem
heidnischen
Sinne
vereinbar
seien
.
jenes
Vertrauen
auf
sich
selbst
,
jenes
Wirken
in
der
Gegenwart
,
die
reine
Verehrung
der
GÃ

Â
¶
tter
als
Ahnherren
,
die
Bewunderung
derselben
gleichsam
nur
als
Kunstwerke
,
die
Ergebenheit
in
ein
Ã

Â
¼
bermÃ

Â
¤
chtiges
Schicksal
,
die
in
dem
hohen
Werte
des
Nachruhms
selbst
wieder
auf
diese
Welt
angewiesene
Zukunft
gehÃ

Â
¶
ren
so
notwendig
zusammen
,
machen
solch
ein
unzertrennliches
Ganze
,
bilden
sich
zu
einem
von
der
Natur
selbst
beabsichtigten
Zustand
des
menschlichen
Wesens
,
daÃ

Â

wir
in
dem
hÃ

Â
¶
chsten
Augenblicke
des
Genusses
wie
in
dem
tiefsten
der
Aufopferung
,
ja
des
Untergangs
eine
unverwÃ

Â
¼
stliche
Gesundheit
gewahr
werden
.
dieser
heidnische
Sinn
leuchtet
aus
Winckelmanns
Handlungen
und
Schriften
hervor
und
spricht
sich
besonders
in
seinen
frÃ

Â
¼
hern
Briefen
aus
,
wo
er
sich
noch
im
Konflikt
mit
neuern
Religionsgesinnungen
abarbeitet
.
diese
seine
Denkweise
,
diese
Entfernung
von
aller
christlichen
Sinnesart
,
ja
seinen
Widerwillen
dagegen
muÃ

Â

man
in
Auge
haben
,
wenn
man
seine
sogenannte
ReligionsverÃ

Â
¤
nderung
beurteilen
will
.
diejenigen
Parteien
,
in
welche
sich
die
christliche
Religion
teilt
,
waren
ihm
vÃ

Â
¶
llig
gleichgÃ

Â
¼
ltig
,
indem
er
,
seiner
Natur
nach
,
niemals
zu
einer
der
Kirchen
gehÃ

Â
¶
rte
,
welche
sich
ihr
subordinieren
.
Freundschaft
.
waren
jedoch
die
Alten
,
so
wie
wir
von
ihnen
rÃ

Â
¼
hmen
,
wahrhaft
ganze
Menschen
,
so
muÃ

Â

ten
sie
,
indem
sie
sich
selbst
und
die
Welt
behaglich
empfanden
,
die
Verbindungen
menschlicher
Wesen
in
ihrem
ganzen
Umfange
kennen
lernen
;
sie
durften
jenes
EntzÃ

Â
¼
ckens
nicht
ermangeln
,
das
aus
der
Verbindung
Ã

Â
¤
hnlicher
Naturen
hervorspringt
.
auch
hier
zeigt
sich
ein
merkwÃ

Â
¼
rdiger
Unterschied
alter
und
neuer
Zeit
.
das
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
den
Frauen
,
das
bei
uns
so
zart
und
geistig
geworden
,
erhob
sich
kaum
Ã

Â
¼
ber
die
Grenze
des
gemeinsten
BedÃ

Â
¼
rfnisses
.
das
VerhÃ

Â
¤
ltnis
der
Eltern
zu
den
Kindern
scheint
einigermaÃ

Â

en
zarter
gewesen
zu
sein
.
statt
aller
Empfindungen
aber
galt
ihnen
die
Freundschaft
unter
Personen
mÃ

Â
¤
nnlichen
Geschlechts
,
obgleich
auch
Chloris
und
Thyia
noch
im
Hades
als
Freundinnen
unzertrennlich
sind
.
die
leidenschaftliche
ErfÃ

Â
¼
llung
liebevoller
Pflichten
,
die
Wonne
der
Unzertrennlichkeit
,
die
Hingebung
eines
fÃ

Â
¼
r
den
andern
,
die
ausgesprochene
Bestimmung
fÃ

Â
¼
r
das
ganze
Leben
,
die
notwendige
Begleitung
in
den
Tod
setzen
uns
bei
Verbindung
zweier
JÃ

Â
¼
nglinge
in
Erstaunen
,
ja
man
fÃ

Â
¼
hlt
sich
beschÃ

Â
¤
mt
,
wenn
uns
Dichter
,
Geschichtschreiber
,
Philosophen
,
Redner
mit
Fabeln
,
Ereignissen
,
GefÃ

Â
¼
hlen
,
Gesinnungen
solchen
Inhaltes
und
Gehaltes
Ã

Â
¼
berhÃ

Â
¤
ufen
.
zu
einer
Freundschaft
dieser
Art
fÃ

Â
¼
hlte
Winckelmann
sich
geboren
,
derselben
nicht
allein
sich
fÃ

Â
¤
hig
,
sondern
auch
im
hÃ

Â
¶
chsten
Grade
bedÃ

Â
¼
rftig
;
er
empfand
sein
eigenes
Selbst
nur
unter
der
Form
der
Freundschaft
,
er
erkannte
sich
nur
unter
dem
Bilde
des
durch
einen
Dritten
zu
vollendenden
Ganzen
.
frÃ

Â
¼
he
schon
legte
er
dieser
Idee
einen
vielleicht
unwÃ

Â
¼
rdigen
Gegenstand
unter
,
er
widmete
sich
ihm
,
fÃ

Â
¼
r
ihn
zu
leben
und
zu
leiden
;
fÃ

Â
¼
r
denselben
fand
er
selbst
in
seiner
Armut
Mittel
reich
zu
sein
,
zu
geben
,
aufzuopfern
,
ja
er
zweifelt
nicht
,
sein
Dasein
,
sein
Leben
zu
verpfÃ

Â
¤
nden
.
hier
ist
es
,
wo
sich
Winckelmann
selbst
mitten
in
Druck
und
Not
groÃ

Â

,
reich
,
freigebig
und
glÃ

Â
¼
cklich
fÃ

Â
¼
hlt
,
weil
er
dem
etwas
leisten
kann
,
den
er
Ã

Â
¼
ber
alles
liebt
,
ja
dem
er
sogar
,
als
hÃ

Â
¶
chste
Aufopferung
,
Undankbarkeit
zu
verzeihen
hat
.
wie
auch
die
Zeiten
und
ZustÃ

Â
¤
nde
wechseln
,
so
bildet
Winckelmann
alles
WÃ

Â
¼
rdige
,
was
ihm
naht
,
nach
dieser
Urform
zu
seinem
Freund
um
,
und
wenn
ihm
gleich
manches
von
diesen
Gebilden
leicht
und
bald
vorÃ

Â
¼
berschwindet
,
so
erwirbt
ihm
doch
diese
schÃ

Â
¶
ne
Gesinnung
das
Herz
manches
Trefflichen
,
und
er
hat
das
GlÃ

Â
¼
ck
,
mit
den
Besten
seines
Zeitalters
und
Kreises
in
dem
schÃ

Â
¶
nsten
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
zu
stehen
.
SchÃ

Â
¶
nheit
.
wenn
aber
jenes
tiefe
FreundschaftsbedÃ

Â
¼
rfnis
sich
eigentlich
seinen
Gegenstand
erschafft
und
ausbildet
,
so
wÃ

Â
¼
rde
dem
altertÃ

Â
¼
mlich
Gesinnten
dadurch
nur
ein
einseitiges
,
ein
sittliches
Wohl
zuwachsen
,
die
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
Welt
wÃ

Â
¼
rde
ihm
wenig
leisten
,
wenn
nicht
ein
verwandtes
,
gleiches
BedÃ

Â
¼
rfnis
und
ein
befriedigender
Gegenstand
desselben
glÃ

Â
¼
cklich
hervortrÃ

Â
¤
te
;
wir
meinen
die
Forderung
des
sinnlich
SchÃ

Â
¶
nen
und
das
sinnlich
SchÃ

Â
¶
ne
selbst
:
denn
das
letzte
Produkt
der
sich
immer
steigernden
Natur
ist
der
schÃ

Â
¶
ne
Mensch
.
zwar
kann
sie
ihn
nur
selten
hervorbringen
,
weil
ihren
Ideen
gar
viele
Bedingungen
widerstreben
,
und
selbst
ihrer
Allmacht
ist
es
unmÃ

Â
¶
glich
,
lange
im
Vollkommnen
zu
verweilen
und
dem
hervorgebrachten
SchÃ

Â
¶
nen
eine
Dauer
zu
geben
.
denn
genau
genommen
kann
man
sagen
,
es
sei
nur
ein
Augenblick
,
in
welchem
der
schÃ

Â
¶
ne
Mensch
schÃ

Â
¶
n
sei
.
dagegen
tritt
nun
die
Kunst
ein
:
denn
indem
der
Mensch
auf
den
Gipfel
der
Natur
gestellt
ist
,
so
sieht
er
sich
wieder
als
eine
ganze
Natur
an
,
die
in
sich
abermals
einen
Gipfel
hervorzubringen
hat
.
dazu
steigert
er
sich
,
indem
er
sich
mit
allen
Vollkommenheiten
und
Tugenden
durchdringt
,
Wahl
,
Ordnung
,
Harmonie
und
Bedeutung
aufruft
und
sich
endlich
bis
zur
Produktion
des
Kunstwerkes
erhebt
,
das
neben
seinen
Ã

Â
¼
brigen
Taten
und
Werken
einen
glÃ

Â
¤
nzenden
Platz
einnimmt
.
ist
es
einmal
hervorgebracht
,
steht
es
in
seiner
idealen
Wirklichkeit
vor
der
Welt
,
so
bringt
es
eine
dauernde
Wirkung
,
es
bringt
die
hÃ

Â
¶
chste
hervor
:
denn
indem
es
aus
den
gesamten
KrÃ

Â
¤
ften
sich
geistig
entwickelt
,
so
nimmt
es
alles
Herrliche
,
Verehrungs-
und
LiebenswÃ

Â
¼
rdige
in
sich
auf
und
erhebt
,
indem
es
die
menschliche
Gestalt
beseelt
,
den
Menschen
Ã

Â
¼
ber
sich
selbst
,
schlieÃ

Â

t
seinen
Lebens-
und
Tatenkreis
ab
und
vergÃ

Â
¶
ttert
ihn
fÃ

Â
¼
r
die
Gegenwart
,
in
der
das
Vergangene
und
KÃ

Â
¼
nftige
begriffen
ist
.
von
solchen
GefÃ

Â
¼
hlen
wurden
die
ergriffen
,
die
den
olympischen
Jupiter
erblickten
,
wie
wir
aus
den
Beschreibungen
,
Nachrichten
und
Zeugnissen
der
Alten
uns
entwickeln
kÃ

Â
¶
nnen
.
der
Gott
war
zum
Menschen
geworden
,
um
den
Menschen
zum
Gott
zu
erheben
.
man
erblickte
die
hÃ

Â
¶
chste
WÃ

Â
¼
rde
und
ward
fÃ

Â
¼
r
die
hÃ

Â
¶
chste
SchÃ

Â
¶
nheit
begeistert
.
in
diesem
Sinne
kann
man
wohl
jenen
Alten
recht
geben
,
welche
mit
vÃ

Â
¶
lliger
Ã

Â

berzeugung
aussprachen
:
es
sei
ein
UnglÃ

Â
¼
ck
,
zu
sterben
,
ohne
dieses
Werk
gesehen
zu
haben
.
fÃ

Â
¼
r
diese
SchÃ

Â
¶
nheit
war
Winckelmann
,
seiner
Natur
nach
,
fÃ

Â
¤
hig
,
er
ward
sie
in
den
Schriften
der
Alten
zuerst
gewahr
;
aber
sie
kam
ihm
aus
den
Werken
der
bildenden
Kunst
persÃ

Â
¶
nlich
entgegen
,
aus
denen
wir
sie
erst
kennen
lernen
,
um
sie
an
den
Gebilden
der
lebendigen
Natur
gewahr
zu
werden
und
zu
schÃ

Â
¤
tzen
.
finden
nun
beide
BedÃ

Â
¼
rfnisse
der
Freundschaft
und
der
SchÃ

Â
¶
nheit
zugleich
an
einem
Gegenstande
Nahrung
,
so
scheint
das
GlÃ

Â
¼
ck
und
die
Dankbarkeit
des
Menschen
Ã

Â
¼
ber
alle
Grenzen
hinauszusteigen
,
und
alles
,
was
er
besitzt
,
mag
er
so
gern
als
schwache
Zeugnisse
seiner
AnhÃ

Â
¤
nglichkeit
und
seiner
Verehrung
hingeben
.
so
finden
wir
Winckelmann
oft
in
VerhÃ

Â
¤
ltnis
mit
schÃ

Â
¶
nen
JÃ

Â
¼
nglingen
,
und
niemals
erscheint
er
belebter
und
liebenswÃ

Â
¼
rdiger
als
in
solchen
oft
nur
flÃ

Â
¼
chtigen
Augenblicken
.
Katholizismus
.
mit
solchen
Gesinnungen
,
mit
solchen
BedÃ

Â
¼
rfnissen
und
WÃ

Â
¼
nschen
frÃ

Â
¶
nte
Winckelmann
lange
Zeit
fremden
Zwecken
.
nirgend
um
sich
her
sah
er
die
mindeste
Hoffnung
zu
HÃ

Â
¼
lfe
und
Beistand
.
der
Graf
BÃ

Â
¼
nau
,
der
als
Particulier
nur
ein
bedeutendes
Buch
weniger
hÃ

Â
¤
tte
kaufen
dÃ

Â
¼
rfen
,
um
Winckelmann
einen
Weg
nach
Rom
zu
erÃ

Â
¶
ffnen
,
der
als
Minister
EinfluÃ

Â

genug
hatte
,
dem
trefflichen
Mann
aus
aller
Verlegenheit
zu
helfen
,
mochte
ihn
wahrscheinlich
als
tÃ

Â
¤
tigen
Diener
nicht
gern
entbehren
oder
hatte
keinen
Sinn
fÃ

Â
¼
r
das
groÃ

Â

e
Verdienst
,
der
Welt
einen
tÃ

Â
¼
chtigen
Mann
zugefÃ

Â
¶
rdert
zu
haben
.
der
Dresdner
Hof
,
woher
allenfalls
eine
hinlÃ

Â
¤
ngliche
UnterstÃ

Â
¼
tzung
zu
hoffen
war
,
bekannte
sich
zur
rÃ

Â
¶
mischen
Kirche
,
und
kaum
war
ein
anderer
Weg
,
zu
Gunst
und
Gnade
zu
gelangen
,
als
durch
BeichtvÃ

Â
¤
ter
und
andre
geistliche
Personen
.
der
Beispiel
des
FÃ

Â
¼
rsten
wirkt
mÃ

Â
¤
chtig
um
sich
her
und
fordert
mit
heimlicher
Gewalt
jeden
StaatsbÃ

Â
¼
rger
zu
Ã

Â
¤
hnlichen
Handlungen
auf
,
die
in
dem
Kreise
des
Privatmanns
irgend
zu
leisten
sind
,
vorzÃ

Â
¼
glich
also
zu
sittlichen
.
die
Religion
des
FÃ

Â
¼
rsten
bleibt
,
in
gewissem
Sinne
,
immer
die
herrschende
,
und
die
rÃ

Â
¶
mische
Religion
reiÃ

Â

t
,
gleich
einem
immer
bewegten
Strudel
,
die
ruhig
vorbeiziehende
Welle
an
sich
und
in
ihren
Kreis
.
dabei
muÃ

Â

te
Winckelmann
fÃ

Â
¼
hlen
,
daÃ

Â

man
,
um
in
Rom
ein
RÃ

Â
¶
mer
zu
sein
,
um
sich
innig
mit
dem
dortigen
Dasein
zu
verweben
,
eines
zutraulichen
Umgangs
zu
genieÃ

Â

en
,
notwendig
zu
jener
Gemeine
sich
bekennen
,
ihren
Glauben
zugeben
,
sich
nach
ihren
GebrÃ

Â
¤
uchen
bequemen
mÃ

Â
¼
sse
.
und
so
zeigte
der
Erfolg
,
daÃ

Â

er
ohne
diesen
frÃ

Â
¼
heren
EntschluÃ

Â

seinen
Zweck
nicht
vollstÃ

Â
¤
ndig
erreicht
hÃ

Â
¤
tte
;
und
dieser
EntschluÃ

Â

ward
ihm
dadurch
gar
sehr
erleichtert
,
daÃ

Â

ihn
,
als
einen
grÃ

Â
¼
ndlich
gebornen
Heiden
,
die
protestantische
Taufe
zum
Christen
einzuweihen
nicht
vermÃ

Â
¶
gend
gewesen
.
doch
gelang
ihm
die
VerÃ

Â
¤
nderung
seines
Zustandes
nicht
ohne
heftigen
Kampf
.
wir
kÃ

Â
¶
nnen
nach
unserer
Ã

Â

berzeugung
,
nach
genugsam
abgewogenen
GrÃ

Â
¼
nden
endlich
einen
EntschluÃ

Â

fassen
,
der
mit
unserm
Wollen
,
WÃ

Â
¼
nschen
und
BedÃ

Â
¼
rfnissen
vÃ

Â
¶
llig
harmonisch
ist
,
ja
zu
Erhaltung
und
FÃ

Â
¶
rderung
unserer
Existenz
unausweichlich
scheint
,
so
daÃ

Â

wir
mit
uns
vÃ

Â
¶
llig
zur
Einigkeit
gelangen
.
ein
solcher
EntschluÃ

Â

aber
kann
mit
der
allgemeinen
Denkweise
,
mit
der
Ã

Â

berzeugung
vieler
Menschen
im
Widerspruch
stehen
;
dann
beginnt
ein
neuer
Streit
,
der
zwar
bei
uns
keine
UngewiÃ

Â

heit
,
aber
eine
Unbehaglichkeit
erregt
,
einen
ungeduldigen
VerdruÃ

Â

,
daÃ

Â

wir
nach
auÃ

Â

en
hie
und
da
BrÃ

Â
¼
che
finden
,
wo
wir
nach
innen
eine
ganze
Zahl
zu
sehen
glauben
.
und
so
erscheint
auch
Winckelmann
bei
seinem
vorgehabten
Schritt
besorgt
,
Ã

Â
¤
ngstlich
,
kummervoll
und
in
leidenschaftlicher
Bewegung
,
wenn
er
sich
die
Wirkung
dieses
Unternehmens
,
besonders
auf
seinen
ersten
GÃ

Â
¶
nner
,
den
Grafen
,
bedenkt
.
wie
schÃ

Â
¶
n
,
tief
und
rechtlich
sind
seine
vertraulichen
Ã

Â

uÃ

Â

erungen
Ã

Â
¼
ber
diesen
Punkt
!
denn
es
bleibt
freilich
ein
jeder
,
der
die
Religion
verÃ

Â
¤
ndert
,
mit
einer
Art
von
Makel
bespritzt
,
von
der
es
unmÃ

Â
¶
glich
scheint
ihn
zu
reinigen
.
wir
sehen
daraus
,
daÃ

Â

die
Menschen
den
beharrenden
Willen
Ã

Â
¼
ber
alles
zu
schÃ

Â
¤
tzen
wissen
und
um
so
mehr
schÃ

Â
¤
tzen
,
als
sie
,
sÃ

Â
¤
mtlich
in
Parteien
geteilt
,
ihre
eigene
Sicherheit
und
Dauer
bestÃ

Â
¤
ndig
im
Auge
haben
.
hier
ist
weder
von
GefÃ

Â
¼
hl
noch
von
Ã

Â

berzeugung
die
Rede
.
ausdauern
soll
man
da
,
wo
uns
mehr
das
Geschick
als
die
Wahl
hingestellt
.
bei
einem
Volke
,
einer
Stadt
,
einem
FÃ

Â
¼
rsten
,
einem
Freunde
,
einem
Weibe
festhalten
,
darauf
alles
beziehen
,
deshalb
alles
wirken
,
alles
entbehren
und
dulden
,
das
wird
geschÃ

Â
¤
tzt
;
Abfall
dagegen
bleibt
verhaÃ

Â

t
,
Wankelmut
wird
lÃ

Â
¤
cherlich
.
war
dieses
nun
die
eine
schroffe
,
sehr
ernste
Seite
,
so
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
die
Sache
auch
von
einer
andern
ansehn
,
von
der
man
sie
heiterer
und
leichter
nehmen
kann
.
gewisse
ZustÃ

Â
¤
nde
des
Menschen
,
die
wir
keinesweges
billigen
,
gewisse
sittliche
Flecken
an
dritten
Personen
haben
fÃ

Â
¼
r
unsre
Phantasie
einen
besondern
Reiz
.
will
man
uns
ein
Gleichnis
erlauben
,
so
mÃ

Â
¶
chten
wir
sagen
:
es
ist
damit
wie
mit
dem
Wildbret
,
das
dem
feinen
Gaumen
mit
einer
kleinen
Andeutung
von
FÃ

Â
¤
ulnis
weit
besser
als
frisch
gebraten
schmeckt
.
eine
geschiedene
Frau
,
ein
Renegat
machen
auf
uns
einen
besonders
reizenden
Eindruck
.
Personen
,
die
uns
sonst
vielleicht
nur
merkwÃ

Â
¼
rdig
und
liebenswÃ

Â
¼
rdig
vorkÃ

Â
¤
men
,
erscheinen
nun
als
wundersam
,
und
es
ist
nicht
zu
leugnen
,
daÃ

Â

die
ReligionsverÃ

Â
¤
nderung
Winckelmanns
das
Romantische
seines
Lebens
und
Wesens
vor
unserer
Einbildungskraft
merklich
erhÃ

Â
¶
ht.
aber
fÃ

Â
¼
r
Winckelmann
selbst
hatte
die
katholische
Religion
nichts
AnzÃ

Â
¼
gliches
.
er
sah
in
ihr
bloÃ

Â

das
Maskenkleid
,
das
er
umnahm
,
und
drÃ

Â
¼
ckt
sich
darÃ

Â
¼
ber
hart
genug
aus
.
auch
spÃ

Â
¤
ter
scheint
er
an
ihren
GebrÃ

Â
¤
uchen
nicht
genugsam
festgehalten
,
ja
vielleicht
gar
durch
lose
Reden
sich
bei
eifrigen
Bekennern
verdÃ

Â
¤
chtig
gemacht
zu
haben
;
wenigstens
ist
hie
und
da
eine
kleine
Furcht
vor
der
Inquisition
sichtbar
.
Gewahrwerden
griechischer
Kunst
.
von
allem
Literarischen
,
ja
selbst
von
dem
HÃ

Â
¶
chsten
,
was
sich
mit
Wort
und
Sprache
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
von
Poesie
und
Rhetorik
,
zu
den
bildenden
KÃ

Â
¼
nsten
Ã

Â
¼
berzugehen
,
ist
schwer
,
ja
fast
unmÃ

Â
¶
glich
:
denn
es
liegt
eine
ungeheure
Kluft
dazwischen
,
Ã

Â
¼
ber
welche
uns
nur
ein
besonders
geeignetes
Naturell
hinÃ

Â
¼
berhebt
.
um
zu
beurteilen
,
inwiefern
dieses
Winckelmann
gelungen
,
liegen
der
Dokumente
nunmehr
genugsam
vor
uns
.
durch
die
Freude
des
Genusses
ward
er
zuerst
zu
den
KunstschÃ

Â
¤
tzen
hingezogen
;
allein
zu
Benutzung
,
zu
Beurteilung
derselben
bedurfte
er
noch
der
KÃ

Â
¼
nstler
als
Mittelspersonen
,
deren
mehr
oder
weniger
gÃ

Â
¼
ltige
Meinungen
er
aufzufassen
,
zu
redigieren
und
aufzustellen
wuÃ

Â

te
,
woraus
denn
seine
noch
in
Dresden
herausgegebene
Schrift
Ã

Â
¼
ber
die
Nachahmung
der
griechischen
Werke
in
der
Malerei
und
Bildhauerkunst
,
nebst
zwei
AnhÃ

Â
¤
ngen
,
entstanden
ist
.
so
sehr
Winckelmann
schon
hier
auf
dem
rechten
Wege
erscheint
,
so
kÃ

Â
¶
stliche
Grundstellen
diese
Schriften
auch
enthalten
,
so
richtig
das
letzte
Ziel
der
Kunst
darin
schon
aufgesteckt
ist
,
so
sind
sie
doch
,
sowohl
dem
Stoff
als
der
Form
nach
,
dergestalt
barock
und
wunderlich
,
daÃ

Â

man
ihnen
wohl
vergebens
durchaus
einen
Sinn
abzugewinnen
suchen
mÃ

Â
¶
chte
,
wenn
man
nicht
von
der
PersÃ

Â
¶
nlichkeit
der
damals
in
Sachsen
versammelten
Kenner
und
Kunstrichter
,
von
ihren
FÃ

Â
¤
higkeiten
,
Meinungen
,
Neigungen
und
Grillen
nÃ

Â
¤
her
unterrichtet
ist
;
weshalb
diese
Schriften
fÃ

Â
¼
r
die
Nachkommenden
ein
verschlossenes
Buch
bleiben
werden
,
wenn
sich
nicht
unterrichtete
Liebhaber
der
Kunst
,
die
jenen
Zeiten
nÃ

Â
¤
her
gelebt
haben
,
bald
entschlieÃ

Â

en
sollten
,
eine
Schilderung
der
damaligen
ZustÃ

Â
¤
nde
,
insofern
es
noch
mÃ

Â
¶
glich
ist
,
zu
geben
oder
zu
veranlassen
.
Lippert
,
Hagedorn
,
Oeser
,
Dietrich
,
Heinecke
,
Ã

Â

sterreich
liebten
,
trieben
,
befÃ

Â
¶
rderten
die
Kunst
,
jeder
auf
seine
Weise
.
Zwecke
waren
beschrÃ

Â
¤
nkt
,
ihre
Maximen
einseitig
,
ja
Ã

Â
¶
fters
wunderlich
.
Geschichten
und
Anekdoten
kursierten
,
deren
mannigfaltige
Anwendung
nicht
allein
die
Gesellschaft
unterhalten
,
sondern
auch
belehren
sollte
.
aus
solchen
Elementen
entstanden
jene
Schriften
Winckelmanns
,
der
diese
Arbeiten
gar
bald
selbst
unzulÃ

Â
¤
nglich
fand
,
wie
er
es
denn
auch
seinen
Freunden
nicht
verhehlte
.
doch
trat
er
endlich
,
wo
nicht
genugsam
vorbereitet
,
doch
einigermaÃ

Â

en
vorgeÃ

Â
¼
bt
,
seinen
Weg
an
und
gelangte
nach
jenem
Lande
,
wo
fÃ

Â
¼
r
jeden
EmpfÃ

Â
¤
nglichen
die
eigenste
Bildungsepoche
beginnt
,
welche
sich
Ã

Â
¼
ber
dessen
ganzes
Wesen
verbreitet
und
solche
Wirkungen
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ert
,
die
ebenso
als
ein
festes
Band
zwischen
hÃ

Â
¶
chst
verschiedenen
Menschen
krÃ

Â
¤
ftig
erweisen
.
Rom
.
Winckelmann
war
nun
in
Rom
,
und
wer
konnte
wÃ

Â
¼
rdiger
sein
,
die
Wirkung
zu
fÃ

Â
¼
hlen
,
die
jener
groÃ

Â

e
Zustand
auf
eine
wahrhaft
empfÃ

Â
¤
ngliche
Natur
hervorzubringen
imstande
ist
.
er
sieht
seine
WÃ

Â
¼
nsche
erfÃ

Â
¼
llt
,
sein
GlÃ

Â
¼
ck
begrÃ

Â
¼
ndet
,
seine
Hoffnungen
Ã

Â
¼
berbefriedigt
.
verkÃ

Â
¶
rpert
stehn
seine
Ideen
um
ihn
her
,
mit
Staunen
wandert
er
durch
die
Reste
eines
Riesenzeitalters
;
das
Herrlichste
,
was
die
Kunst
hervorgebracht
hat
,
steht
unter
freiem
Himmel
;
unentgeltlich
wie
zu
den
Sternen
des
Firmaments
wendet
er
seine
Augen
zu
solchen
Wunderwerken
empor
,
und
jeder
verschlossene
Schatz
Ã

Â
¶
ffnet
sich
fÃ

Â
¼
r
eine
kleine
Gabe
.
der
AnkÃ

Â
¶
mmling
schleicht
wie
ein
Pilgrim
unbemerkt
umher
,
dem
Herrlichsten
und
Heiligsten
naht
er
sich
in
unscheinbarem
Gewand
;
noch
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
er
nichts
Einzelnes
auf
sich
eindringen
,
das
Ganze
wirkt
auf
ihn
unendlich
mannigfaltig
,
und
schon
fÃ

Â
¼
hlt
er
die
Harmonie
voraus
,
die
aus
diesen
vielen
oft
feindselig
scheinenden
Elementen
zuletzt
fÃ

Â
¼
r
ihn
entstehen
muÃ

Â

.
er
beschaut
,
er
betrachtet
alles
und
wird
,
auf
daÃ

Â

ja
sein
Behagen
vollkommener
werde
,
fÃ

Â
¼
r
einen
KÃ

Â
¼
nstler
gehalten
,
fÃ

Â
¼
r
den
man
denn
doch
am
Ende
so
gerne
gelten
mag
.
wie
uns
ein
Freund
die
mÃ

Â
¤
chtige
Wirkung
,
welche
jener
Zustand
ausÃ

Â
¼
bt
,
geistvoll
entwickelte
,
teilen
wir
unsern
Lesern
statt
aller
weitern
Betrachtungen
mit
.
"
Rom
ist
der
Ort
,
in
dem
sich
fÃ

Â
¼
r
unsere
Ansicht
das
ganze
Altertum
in
Eins
zusammenzieht
,
und
was
wir
also
bei
den
alten
Dichtern
,
bei
den
alten
Staatsverfassungen
empfinden
,
glauben
wir
in
Rom
mehr
noch
als
zu
empfinden
,
selbst
anzuschauen
.
wie
Homer
sich
nicht
mit
andern
Dichtern
,
so
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
Rom
mit
keiner
andern
Stadt
,
rÃ

Â
¶
mische
Gegend
mit
keiner
andern
vergleichen
.
es
gehÃ

Â
¶
rt
allerdings
das
meiste
von
diesem
Eindruck
uns
und
nicht
dem
Gegenstande
;
aber
es
ist
nicht
bloÃ

Â

der
empfindelnde
Gedanke
,
zu
stehen
,
wo
dieser
oder
jener
groÃ

Â

e
Mann
stand
,
es
ist
ein
gewaltsames
HinreiÃ

Â

en
in
eine
von
uns
nun
einmal
,
sei
es
auch
durch
eine
notwendige
TÃ

Â
¤
uschung
,
als
edler
und
erhabener
angesehene
Vergangenheit
;
eine
Gewalt
,
der
selbst
,
wer
wollte
,
nicht
widerstehen
kann
,
weil
die
Ã

Â

de
,
in
der
die
jetzigen
Bewohner
das
Land
lassen
,
und
die
unglaubliche
Masse
von
TrÃ

Â
¼
mmern
selbst
das
Auge
dahin
fÃ

Â
¼
hren
.
und
da
nun
diese
Vergangenheit
dem
innern
Sinne
in
einer
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
erscheint
,
die
allen
Neid
ausschlieÃ

Â

t
,
an
der
man
sich
Ã

Â
¼
berglÃ

Â
¼
cklich
fÃ

Â
¼
hlt
nur
mit
der
Phantasie
tzunehmen
,
ja
an
der
keine
andre
Teilnahme
nur
denkbar
ist
,
und
dann
den
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
Sinn
zugleich
die
Lieblichkeit
der
Formen
,
die
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
und
Einfachheit
der
Gestalten
,
der
Reichtum
der
Vegetation
,
die
doch
wieder
nicht
Ã

Â
¼
ppig
ist
wie
in
noch
sÃ

Â
¼
dlichen
Gegenden
,
die
Bestimmtheit
der
Umrisse
in
dem
klaren
Medium
und
die
SchÃ

Â
¶
nheit
der
Farben
in
durchgÃ

Â
¤
ngige
Klarheit
versetzt
-
so
ist
hier
der
NaturgenuÃ

Â

reiner
,
von
aller
BedÃ

Â
¼
rftigkeit
entfernter
KunstgenuÃ

Â

.
Ã

Â
¼
berall
sonst
reihen
sich
Ideen
des
Kontrastes
daran
,
und
er
wird
elegisch
oder
satirisch
.
freilich
indes
ist
es
auch
nur
fÃ

Â
¼
r
uns
so
.
Horaz
empfand
Tibur
moderner
als
wir
Itvoli
.
das
beweist
sein
Beatus
ille
,
qui
procul
negotiis
.
aber
es
ist
auch
nur
eine
TÃ

Â
¤
uschung
,
wenn
wir
selbst
Bewohner
Athens
und
Roms
zu
sein
wÃ

Â
¼
nschten
.
nur
aus
der
Ferne
,
nur
von
allem
Gemeinen
getrennt
,
nur
als
vergangen
muÃ

Â

das
Altertum
uns
erscheinen
.
es
geht
damit
wie
wenigstens
mir
und
einem
Freunde
mit
den
Ruinen
:
wir
haben
immer
einen
Ã

Â

rger
,
wenn
man
eine
halb
versunkene
ausgrÃ

Â
¤
bt
;
es
kann
hÃ

Â
¶
chstens
ein
Gewinn
fÃ

Â
¼
r
die
Gelehrsamkeit
auf
Kosten
der
Phantasie
sein
.
ich
kenne
fÃ

Â
¼
r
mich
nur
noch
zwei
gleich
schreckliche
Dinge
:
wenn
man
die
Campagna
di
Roma
anbauen
und
Rom
zu
einer
polizierten
Stadt
machen
wollte
,
in
der
kein
Mensch
mehr
Messer
trÃ

Â
¼
ge.
kommt
je
ein
so
ordentlicher
Papst
,
was
denn
die
72
KardinÃ

Â
¤
le
verhÃ

Â
¼
ten
mÃ

Â
¶
gen
,
so
ziehe
ich
aus
.
nur
wenn
in
Rom
eine
so
gÃ

Â
¶
ttliche
Anarchie
und
um
Rom
eine
so
himmlische
WÃ

Â
¼
stenei
ist
,
bleibt
fÃ

Â
¼
r
die
Schatten
Platz
,
deren
einer
mehr
wert
ist
als
dies
ganze
Geschlecht
"
.
Mengs
.
aber
Winckelmann
hÃ

Â
¤
tte
lange
Zeit
in
den
weiten
Kreisen
altertÃ

Â
¼
mlicher
Ã

Â

berbleibsel
nach
den
wertesten
,
seiner
Betrachtung
wÃ

Â
¼
rdigsten
GegenstÃ

Â
¤
nden
umhergetastet
,
hÃ

Â
¤
tte
das
GlÃ

Â
¼
ck
ihn
nicht
sogleich
mit
Mengs
zusammengebracht
.
dieser
,
dessen
eigenes
groÃ

Â

es
Talent
auf
die
alten
und
besonders
die
schÃ

Â
¶
nen
Kunstwerke
gerichtet
war
,
machte
seinen
Freund
sogleich
mit
dem
VorzÃ

Â
¼
glichsten
bekannt
,
was
unserer
Aufmerksamkeit
wert
ist
.
hier
lernte
dieser
die
SchÃ

Â
¶
nheit
der
Formen
und
ihrer
Behandlung
kennen
und
sah
sich
sogleich
aufgeregt
,
eine
Schrift
vom
Geschmack
der
griechischen
KÃ

Â
¼
nstler
zu
unternehmen
.
wie
man
aber
nicht
lange
mit
Kunstwerken
aufmerksam
umgehen
kann
,
ohne
zu
finden
,
daÃ

Â

sie
nicht
allein
von
verschiedenen
KÃ

Â
¼
nstlern
,
sondern
auch
aus
verschiedenen
Zeiten
herrÃ

Â
¼
hren
und
daÃ

Â

sÃ

Â
¤
mtliche
Betrachtungen
des
Ortes
,
des
Zeitalters
,
des
individuellen
Verdienstes
zugleich
angestellt
werden
mÃ

Â
¼
ssen
,
also
fand
auch
Winckelmann
mit
seinem
Geradsinne
,
daÃ

Â

hier
die
Achse
der
ganzen
Kunstkenntnis
befestigt
sei
.
er
hielt
sich
zuerst
an
das
HÃ

Â
¶
chste
,
das
er
in
einer
Abhandlung
von
dem
Stile
der
Bildhauerei
in
den
Zeiten
des
Phidias
darzustellen
gedachte
.
doch
bald
erhob
er
sich
Ã

Â
¼
ber
die
Einzelheiten
zu
der
Idee
einer
Geschichte
der
Kunst
und
entdeckte
,
als
ein
neuer
Kolumbus
,
ein
lange
geahndetes
,
gedeutetes
und
besprochenes
,
ja
man
kann
sagen
ein
frÃ

Â
¼
her
schon
gekanntes
und
wieder
verlornes
Land
.
traurig
ist
immer
die
Betrachtung
,
wie
erst
durch
die
RÃ

Â
¶
mer
,
nachher
durch
das
EindrÃ

Â
¤
ngen
nordischer
VÃ

Â
¶
lker
und
durch
die
daraus
entstandene
Verwirrung
das
Menschengeschlecht
in
eine
solche
Lage
gekommen
,
daÃ

Â

alle
wahre
,
reine
Bildung
in
ihren
Fortschritten
fÃ

Â
¼
r
lange
Zeit
gehindert
,
ja
beinahe
fÃ

Â
¼
r
alle
Zukunft
unmÃ

Â
¶
glich
gemacht
worden
.
man
mag
in
eine
Kunst
oder
Wissenschaft
hineinblicken
,
in
welche
man
will
,
so
hatte
der
gerade
,
richtige
Sinn
dem
alten
Beobachter
schon
manches
entdeckt
,
was
durch
die
folgende
Barbarei
und
durch
die
barbarische
Art
,
sich
aus
der
Barbarei
zu
retten
,
ein
Geheimnis
ward
,
blieb
und
fÃ

Â
¼
r
die
Menge
noch
lange
ein
Geheimnis
bleiben
wird
,
da
die
hÃ

Â
¶
here
Kultur
der
neuern
Zeit
nur
langsam
ins
Allgemeine
wirken
kann
.
vom
Technischen
ist
hier
die
Rede
nicht
,
dessen
sich
glÃ

Â
¼
cklicherweise
das
Menschengeschlecht
bedient
,
ohne
zu
fragen
,
woher
es
komme
und
wohin
es
fÃ

Â
¼
hre
.
zu
diesen
Betrachtungen
werden
wir
durch
einige
Stellen
alter
Autoren
veranlaÃ

Â

t
,
wo
sich
schon
Ahndungen
,
ja
sogar
Andeutungen
einer
mÃ

Â
¶
glichen
und
notwendigen
Kunstgeschichte
finden
.
Vellejus
Paterculus
bemerkt
mit
groÃ

Â

em
Anteil
das
Ã

Â
¤
hnliche
Steigen
und
Fallen
aller
KÃ

Â
¼
nste
.
ihn
als
Weltmann
beschÃ

Â
¤
ftigte
besonders
die
Betrachtung
,
daÃ

Â

sie
sich
nur
kurze
Zeit
auf
dem
hÃ

Â
¶
chsten
Punkte
,
den
sie
erreichen
kÃ

Â
¶
nnen
,
zu
erhalten
wissen
.
auf
seinem
Standorte
war
es
ihm
nicht
gegeben
,
die
ganze
Kunst
als
ein
Lebendiges
anzusehen
,
das
einen
unmerklichen
Ursprung
,
einen
langsamen
Wachstum
,
einen
glÃ

Â
¤
nzenden
Augenblick
seiner
Vollendung
,
eine
stufenfÃ

Â
¤
llige
Abnahme
,
wie
jedes
andre
organische
Wesen
,
nur
in
mehreren
Individuen
,
notwendig
darstellen
muÃ

Â

.
er
gibt
daher
nur
sittliche
Ursachen
an
,
die
freilich
als
mitwirkend
nicht
ausgeschlossen
werden
kÃ

Â
¶
nnen
,
seinem
groÃ

Â

en
Scharfsinn
aber
nicht
genugtun
,
weil
er
wohl
fÃ

Â
¼
hlt
,
daÃ

Â

eine
Notwendigkeit
hier
im
Spiel
ist
,
die
sich
aus
freien
Elementen
nicht
zusammensetzen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
"
daÃ

Â

wir
den
Rednern
es
auch
den
Grammatikern
,
Malern
und
Bildhauern
gegangen
,
wird
jeder
finden
,
der
die
Zeugnisse
der
Zeiten
verfolgt
;
durchaus
wird
die
Vortrefflichkeit
der
Kunst
von
dem
engsten
Zeitraume
umschlossen
.
warum
nun
mehrere
Ã

Â
¤
hnliche
,
fÃ

Â
¤
hige
Menschen
sich
in
einem
gewissen
Jahreskreis
zziehen
und
sich
zu
gleicher
Kunst
und
deren
BefÃ

Â
¶
rderung
versammeln
,
bedenke
ich
immer
,
ohne
die
Ursachen
zu
entdecken
,
die
ich
als
wahr
angeben
mÃ

Â
¶
chte
.
unter
den
wahrscheinlichen
sind
mir
folgende
die
wichtigsten
.
Nacheiferung
nÃ

Â
¤
hrt
die
Talente
;
bald
reizt
der
Neid
,
bald
die
Bewunderung
zur
Nachahmung
,
und
schnell
erhebt
sich
das
mit
so
groÃ

Â

em
FleiÃ

Â

GefÃ

Â
¶
rderte
auf
die
hÃ

Â
¶
chste
Stelle
.
schwer
verweilt
sich's
im
Vollkommenen
,
und
was
nicht
vorwÃ

Â
¤
rts
gehen
kann
,
schreitet
zurÃ

Â
¼
ck
.
und
so
sind
wir
anfangs
unsern
VordermÃ

Â
¤
nnern
nachzukommen
bemÃ

Â
¼
ht
;
dann
aber
,
wenn
wir
sie
zu
Ã

Â
¼
bertreffen
oder
zu
erreichen
verzweifeln
,
veraltet
der
FleiÃ

Â

mit
der
Hoffnung
,
und
was
man
nicht
erlangen
kann
,
verfolgt
man
nicht
mehr
,
man
strebt
nicht
mehr
nach
dem
Besitz
,
den
andre
schon
ergriffen
,
man
spÃ

Â
¤
ht
nach
etwas
Neuem
,
und
so
lassen
wir
das
,
worin
wir
nicht
glÃ

Â
¤
nzen
kÃ

Â
¶
nnen
,
fahren
und
suchen
fÃ

Â
¼
r
unser
Streben
ein
ander
Ziel
.
aus
dieser
UnbestÃ

Â
¤
ndigkeit
,
wie
mich
dÃ

Â
¼
nkt
,
entsteht
das
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Hindernis
,
vollkommene
Werke
hervorzubringen
"
.
auch
eine
Stelle
Quintilians
,
die
einen
bÃ

Â
¼
ndigen
Entwurf
der
alten
Kunstgeschichte
enthÃ

Â
¤
lt
,
verdient
als
ein
wichtiges
Denkmal
in
diesem
Fache
ausgezeichnet
zu
werden
.
Quintilian
mag
gleichfalls
,
bei
Unterhaltung
mit
rÃ

Â
¶
mischen
Kunstliebhabern
,
eine
auffallende
Ã

Â

hnlichkeit
zwischen
dem
Charakter
der
griechischen
bildenden
KÃ

Â
¼
nstler
mit
dem
der
rÃ

Â
¶
mischen
Redner
gefunden
und
sich
bei
Kennern
und
Kunstfreunden
deshalb
nÃ

Â
¤
her
unterrichtet
haben
,
so
daÃ

Â

er
bei
seiner
gleichnisweisen
Aufstellung
,
da
jedesmal
der
Kunstcharakter
mit
dem
Zeitcharakter
zusammenfÃ

Â
¤
llt
,
ohne
es
zu
wissen
oder
zu
wollen
,
eine
Kunstgeschichte
selbst
darzustellen
genÃ

Â
¶
tigt
ist
.
"
man
sagt
,
die
ersten
berÃ

Â
¼
hmten
Maler
,
deren
Werke
man
nicht
bloÃ

Â

des
Altertums
wegen
besucht
,
seien
Polygnot
und
Aglaophon
.
ihr
einfaches
Kolorit
findet
noch
eifrige
Liebhaber
,
welche
dergleichen
rohe
Arbeiten
und
AnfÃ

Â
¤
nge
einer
sich
entwickelnden
Kunst
den
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Meistern
der
folgenden
Zeit
vorziehen
,
wie
mich
dÃ

Â
¼
nkt
,
nach
einer
eigenen
Sinnesweise
.
nachher
haben
Zeuxis
und
Parrhasius
,
die
nicht
weit
auseinander
lebten
,
beide
ungefÃ

Â
¤
hr
um
die
Zeit
des
Peloponnesischen
Kriegs
,
die
Kunst
sehr
befÃ

Â
¶
rdert
.
der
erste
soll
die
Gesetze
des
Lichtes
und
Schattens
erfunden
,
der
andre
aber
sich
auf
genaue
Untersuchung
der
Linien
eingelassen
haben
.
ferner
gab
Zeuxis
den
Gliedern
mehr
Inhalt
und
machte
sie
vÃ

Â
¶
lliger
und
ansehnlicher
.
er
folgte
hierin
,
wie
man
glaubt
,
dem
Homer
,
welchem
die
gewaltige
Form
auch
an
den
Weibern
gefÃ

Â
¤
llt
.
Parrhasius
aber
bestimmte
alles
dergestalt
,
daÃ

Â

sie
ihn
den
Gesetzgeber
nennen
,
weil
die
Vorbilder
von
GÃ

Â
¶
ttern
und
Helden
,
wie
er
sie
Ã

Â
¼
berliefert
hat
,
von
andern
als
nÃ

Â
¶
tigend
befolgt
und
beibehalten
werden
.
so
blÃ

Â
¼
hte
die
Malerei
um
die
Zeit
des
Philippus
bis
zu
den
Nachfolgern
Alexanders
,
aber
in
verschiedenen
Talenten
.
denn
an
Sorgfalt
ist
Protogenes
,
an
Ã

Â

berlegung
Pamphilus
und
Melanthius
,
an
Leichtigkeit
Antiphilus
,
an
Erfindung
seltsamer
Erscheinungen
,
die
man
Phantasien
nennt
,
Theon
der
Samier
,
an
Geist
und
Anmut
Apelles
von
niemanden
Ã

Â
¼
bertroffen
worden
.
Euphranorn
bewundert
man
,
daÃ

Â

er
in
RÃ

Â
¼
cksicht
der
Kunsterfordernisse
Ã

Â
¼
berhaupt
unter
die
Besten
gerechnet
werden
muÃ

Â

und
zugleich
in
der
Maler-
und
Bildhauerkunst
vortrefflich
war
.
denselben
Unterschied
findet
man
auch
bei
der
Plastik
.
denn
Kalon
und
Hegesias
haben
hÃ

Â
¤
rter
und
den
Toskanern
Ã

Â
¤
hnlich
gearbeitet
,
Kalamis
weniger
streng
,
noch
weicher
Myron
.
FleiÃ

Â

und
Zierlichkeit
besitzt
Polyklet
vor
allen
.
ihm
wird
von
vielen
der
Preis
zuerkannt
;
doch
damit
ihm
etwas
abgehe
,
meint
man
,
ihm
fehle
das
Gewicht
.
denn
wie
er
die
menschliche
Form
zierlicher
gemacht
,
als
die
Natur
sie
zeigt
,
so
scheint
er
die
WÃ

Â
¼
rde
der
GÃ

Â
¶
tter
nicht
vÃ

Â
¶
llig
auszufÃ

Â
¼
llen
,
ja
er
soll
sogar
das
ernstere
Alter
vermieden
und
sich
Ã

Â
¼
ber
glatte
Wangen
nicht
hinausgewagt
haben
.
was
aber
dem
Polyklet
abgeht
,
wird
dem
Phidias
und
Alkamenes
zugestanden
.
Phidias
soll
GÃ

Â
¶
tter
und
Menschen
am
vollkommensten
gebildet
,
besonders
in
Elfenbein
seinen
Nebenbuhler
weit
Ã

Â
¼
bertroffen
haben
.
also
wÃ

Â
¼
rde
man
urteilen
,
wenn
er
auch
nichts
als
die
Minerva
zu
Athen
oder
den
olympischen
Jupiter
in
Elis
gemacht
hÃ

Â
¤
tte
,
dessen
SchÃ

Â
¶
nheit
der
angenommenen
Religion
,
wie
man
sagt
,
zustatten
kam
;
so
sehr
hat
die
MajestÃ

Â
¤
t
des
Werkes
dem
Gotte
sich
gleichgestellt
.
Lysippus
und
Praxiteles
sollen
nach
der
allgemeinen
Meinung
sich
der
Wahrheit
am
besten
genÃ

Â
¤
hert
haben
;
Demetrius
aber
wird
getadelt
,
daÃ

Â

er
hierin
zuviel
getan
:
er
hat
die
Ã

Â

hnlichkeit
der
SchÃ

Â
¶
nheit
vorgezogen
"
.
literarisches
Metier
.
nicht
leicht
ist
ein
Mensch
glÃ

Â
¼
cklich
genug
,
fÃ

Â
¼
r
seine
hÃ

Â
¶
here
Ausbildung
von
ganz
uneigennÃ

Â
¼
tzigen
GÃ

Â
¶
nnern
die
HÃ

Â
¼
lfsmittel
zu
erlangen
.
selbst
wer
das
Beste
zu
wollen
glaubt
,
kann
nur
das
befÃ

Â
¶
rdern
,
was
er
liebt
und
kennt
,
oder
noch
eher
,
was
ihm
nutzt
.
und
so
war
auch
die
literarisch-bibliographische
Bildung
dasjenige
Verdienst
,
das
Winckelmann
frÃ

Â
¼
her
dem
Grafen
BÃ

Â
¼
nau
und
spÃ

Â
¤
ter
dem
Kardinal
Passionei
empfahl
.
ein
BÃ

Â
¼
cherkenner
ist
Ã

Â
¼
berall
willkommen
,
und
er
war
es
in
jener
Zeit
noch
mehr
,
als
die
Lust
,
merkwÃ

Â
¼
rdige
und
rate
BÃ

Â
¼
cher
zu
sammeln
,
lebendiger
,
das
bibliothekarische
GeschÃ

Â
¤
ft
noch
mehr
in
sich
selbst
beschrÃ

Â
¤
nkt
war
.
eine
groÃ

Â

e
deutsche
Bibliothek
sah
einer
groÃ

Â

en
rÃ

Â
¶
mischen
Ã

Â
¤
hnlich
.
sie
konnten
miteinander
im
Besitz
der
BÃ

Â
¼
cher
wetteifern
.
der
Bibliothekar
eines
deutschen
Grafen
war
fÃ

Â
¼
r
einen
Kardinal
ein
erwÃ

Â
¼
nschter
Hausgenosse
und
konnte
sich
auch
da
gleich
wieder
als
zu
Hause
finden
.
die
Bibliotheken
waren
wirkliche
Schatzkammern
,
anstatt
daÃ

Â

man
sie
jetzt
,
bei
dem
schnellen
Fortschreiten
der
Wissenschaften
,
bei
dem
zweckmÃ

Â
¤
Ã

Â

igen
und
zwecklosen
AnhÃ

Â
¤
ufen
der
Druckschriften
,
mehr
als
nÃ

Â
¼
tzliche
Vorratskammern
und
zugleich
als
unnÃ

Â
¼
tze
GerÃ

Â
¼
mpelkammern
anzusehen
hat
,
so
daÃ

Â

ein
Bibliothekar
weit
mehr
als
sonst
sich
von
dem
Gange
der
Wissenschaft
,
von
dem
Wert
und
Unwert
der
Schriften
zu
unterrichten
Ursache
hat
und
ein
deutscher
Bibliothekar
Kenntnisse
besitzen
muÃ

Â

,
die
fÃ

Â
¼
rs
Ausland
verloren
wÃ

Â
¤
ren
.
aber
nur
kurze
Zeit
und
nur
so
lange
,
als
es
nÃ

Â
¶
tig
war
,
um
sich
einen
mÃ

Â
¤
Ã

Â

igen
Lebensunterhalt
zu
verschaffen
,
blieb
Winckelmann
seiner
eigentlichen
literarischen
BeschÃ

Â
¤
ftigung
getreu
,
so
wie
er
auch
bald
das
Interesse
an
dem
,
was
sich
auf
kritische
Untersuchungen
bezog
,
verlor
,
weder
Handschriften
vergleichen
noch
deutschen
Gelehrten
,
die
ihn
Ã

Â
¼
ber
manches
befragten
,
zur
Rede
stehen
wollte
.
doch
hatten
ihm
seine
Kenntnisse
schon
frÃ

Â
¼
her
zu
einer
vorteilhaften
Einleitung
gedient
.
das
Privatleben
der
Italiener
Ã

Â
¼
berhaupt
,
besonders
aber
der
RÃ

Â
¶
mer
,
hat
aus
mancherlei
Ursachen
etwas
Geheimnisvolles
.
dieses
Geheimnis
,
diese
Absonderung
,
wenn
man
will
,
erstreckte
sich
auch
Ã

Â
¼
ber
die
Literatur
.
gar
mancher
Gelehrter
widmete
sein
Leben
im
stillen
einem
bedeutenden
Werke
,
ohne
jemals
damit
erscheinen
zu
wollen
oder
zu
kÃ

Â
¶
nnen
.
auch
fanden
sich
hÃ

Â
¤
ufiger
als
in
irgendeinem
Lande
MÃ

Â
¤
nner
,
welche
,
bei
mannigfaltigen
Kenntnissen
und
Einsichten
,
sich
schriftlich
oder
gar
gedruckt
mitzuteilen
nicht
zu
bewegen
waren
.
zu
solchen
fand
Winckelmann
den
Eintritt
gar
bald
erÃ

Â
¶
ffnet
.
er
nennt
unter
ihnen
vorzÃ

Â
¼
glich
Giacomelli
und
Baldani
und
erwÃ

Â
¤
hnt
seiner
zunehmenden
Bekanntschaften
,
seines
wachsenden
Einflusses
mit
VergnÃ

Â
¼
gen.
Kardinal
Albani
.
Ã

Â
¼
ber
alles
fÃ

Â
¶
rderte
ihn
das
GlÃ

Â
¼
ck
,
ein
Hausgenosse
des
Kardinal
Albani
geworden
zu
sein
.
dieser
,
der
bei
einem
groÃ

Â

en
VermÃ

Â
¶
gen
und
bedeutendem
EinfluÃ

Â

von
Jugend
auf
eine
entschiedene
Kunstliebhaberei
,
die
beste
Gelegenheit
,
sie
zu
befriedigen
,
und
ein
bis
ans
Wunderbare
grenzendes
SammlerglÃ

Â
¼
ck
gehabt
hatte
,
fand
in
spÃ

Â
¤
teren
Jahren
in
dem
GeschÃ

Â
¤
ft
,
diese
Sammlung
wÃ

Â
¼
rdig
aufzustellen
und
so
mit
jenen
rÃ

Â
¶
mischen
Familien
zu
wetteifern
,
die
frÃ

Â
¼
her
auf
den
Wert
solcher
SchÃ

Â
¤
tze
aufmerksam
gewesen
,
sein
hÃ

Â
¶
chstes
VergnÃ

Â
¼
gen
,
ja
den
dazu
bestimmten
Raum
nach
Art
der
Alten
zu
Ã

Â
¼
berfÃ

Â
¼
llen
,
war
sein
Geschmack
und
seine
Lust
.
GebÃ

Â
¤
ude
drÃ

Â
¤
ngten
sich
an
GebÃ

Â
¤
ude
,
Saal
an
Saal
,
Halle
zu
Halle
;
Brunnen
und
Obelisken
,
Karyatiden
und
Basreliefe
,
Statuen
und
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

e
fehlten
weder
im
Hof-
noch
Gartenraum
,
indes
groÃ

Â

e
und
kleinere
Zimmer
,
Galerien
und
Kabinette
die
merkwÃ

Â
¼
rdigsten
Monumente
aller
Zeiten
enthielten
.
im
Vorbeigehen
gedachten
wir
,
daÃ

Â

die
Alten
ihre
Anlagen
durchaus
gleicher
Weise
gefÃ

Â
¼
llt
.
so
Ã

Â
¼
berhÃ

Â
¤
uften
die
RÃ

Â
¶
mer
ihr
Kapitol
,
daÃ

Â

es
unmÃ

Â
¶
glich
scheint
,
alles
habe
darauf
Platz
gehabt
.
so
war
die
Via
sacra
,
das
Forum
,
der
Palatin
Ã

Â
¼
berdrÃ

Â
¤
ngt
mit
GebÃ

Â
¤
uden
und
DenkmÃ

Â
¤
lern
,
so
daÃ

Â

die
Einbildungskraft
kaum
noch
eine
Menschenmasse
in
diesen
RÃ

Â
¤
umen
unterbringen
kÃ

Â
¶
nnte
,
wenn
ihr
nicht
die
Wirklichkeit
ausgegrabener
StÃ

Â
¤
dte
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kÃ

Â
¤
me
,
wenn
man
nicht
mit
Augen
sehen
kÃ

Â
¶
nnte
,
wie
eng
,
wie
klein
,
wie
gleichsam
nur
als
Modell
zu
GebÃ

Â
¤
uden
ihre
GebÃ

Â
¤
ude
angelegt
sind
.
diese
Bemerkung
gilt
sogar
von
der
Villa
des
Hadrian
,
bei
deren
Anlage
Raum
und
VermÃ

Â
¶
gen
genug
zum
GroÃ

Â

en
vorhanden
war
.
in
einem
solchen
Ã

Â
¼
berfÃ

Â
¼
llten
Zustande
verlieÃ

Â

Winckelmann
die
Villa
seines
Herrn
und
Freundes
,
den
Ort
seiner
hÃ

Â
¶
hern
und
erfreulichsten
Bildung
.
so
stand
sie
auch
lange
noch
nach
dem
Tode
des
Kardinals
zur
Freude
und
Bewunderung
der
Welt
,
bis
sie
in
der
alles
bewegenden
und
zerstreuenden
Zeit
ihres
sÃ

Â
¤
mtlichen
Schmuckes
beraubt
wurde
.
die
Statuen
waren
aus
ihren
Nischen
und
von
ihren
Stellen
gehoben
,
die
Basreliefe
aus
den
Mauern
herausgerissen
und
der
ungeheure
Vorrat
zum
Transport
eingepackt
.
durch
den
sonderbarsten
Wechsel
der
Dinge
fÃ

Â
¼
hrte
man
diese
SchÃ

Â
¤
tze
nur
bis
an
die
Tiber
.
in
kurzer
Zeit
gab
man
sie
dem
Besitzer
zurÃ

Â
¼
ck
,
und
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Teil
,
bis
auf
wenige
Juwelen
,
befindet
sich
wieder
an
der
alten
Stelle
.
jenes
erste
traurige
Schicksal
dieses
Kunstelysiums
und
dessen
Wiederherstellung
durch
eine
abenteuerliche
Wendung
der
Dinge
hÃ

Â
¤
tte
Winckelmann
erleben
kÃ

Â
¶
nnen
.
doch
wohl
ihm
,
daÃ

Â

er
denn
irdischen
Leid
,
so
wie
der
zum
Ersatz
nicht
immer
hinreichenden
Freude
,
schon
entwachsen
war
.
GlÃ

Â
¼
cksfÃ

Â
¤
lle
aber
auch
manches
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
GlÃ

Â
¼
ck
begegnete
ihm
auf
seinem
Wege
,
nicht
allein
,
daÃ

Â

in
Rom
das
Aufgraben
der
AltertÃ

Â
¼
mer
lebhaft
und
glÃ

Â
¼
cklich
vonstatten
ging
,
sondern
es
waren
auch
die
Herkulanischen
und
Pompejischen
Entdeckungen
teils
neu
,
teils
durch
Neid
,
Verheimlichung
und
Langsamkeit
unbekannt
geblieben
;
und
so
kam
er
in
eine
Ernte
,
die
seinem
Geiste
und
seiner
TÃ

Â
¤
tigkeit
genugsam
zu
schaffen
gab
.
traurig
ist
es
,
wenn
man
das
Vorhandne
als
fertig
und
abgeschlossen
ansehen
muÃ

Â

.
RÃ

Â
¼
stkammern
,
Gelerien
und
Museen
,
zu
denen
nichts
hinzugefÃ

Â
¼
gt
wird
,
haben
etwas
Grab-
und
Gespensterartiges
;
man
beschrÃ

Â
¤
nkt
seinen
Sinn
in
einem
so
beschrÃ

Â
¤
nkten
Kunstkreis
,
man
gewÃ

Â
¶
hnt
sich
,
solche
Sammlungen
als
ein
Ganzes
anzusehen
,
anstatt
daÃ

Â

man
durch
immer
neuen
Zuwachs
erinnert
werden
sollte
,
daÃ

Â

in
der
Kunst
,
wie
im
Leben
,
kein
Abgeschlossenes
beharre
,
sondern
ein
Unendliches
in
Bewegung
sei
.
in
einer
so
glÃ

Â
¼
cklichen
Lage
befand
sich
Winckelmann
.
die
Erde
gab
ihre
SchÃ

Â
¤
tze
her
,
und
durch
den
immerfort
regen
Kunsthandel
bewegten
sich
manche
alte
Besitzungen
ans
Tageslicht
,
gingen
vor
seinen
Augen
vorbei
,
ermunterten
seine
Neigung
,
erregten
sein
Urteil
und
vermehrten
seine
Kenntnisse
.
kein
geringer
Vorteil
fÃ

Â
¼
r
ihn
war
sein
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
dem
Erben
der
groÃ

Â

en
Stoschischen
Besitzungen
.
erst
nach
dem
Tode
des
Sammlers
lernte
er
diese
kleine
Kunstwelt
kennen
und
herrschte
darin
nach
seiner
Einsicht
und
Ã

Â

berzeugung
.
freilich
ging
man
nicht
mit
allen
Teilen
dieser
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
schÃ

Â
¤
tzbaren
Sammlung
gleich
vorsichtig
um
,
wiewohl
das
Ganze
einen
Katalogen
,
zur
Freude
und
zum
Nutzen
nachfolgender
Liebhaber
und
Sammler
,
verdient
hÃ

Â
¤
tte
.
manches
ward
verschleudert
;
doch
um
die
treffliche
Gemmensammlung
bekannter
und
verkÃ

Â
¤
uflicher
zu
machen
,
unternahm
Winckelmann
mit
dem
Erben
Stosch
die
Fertigung
eines
Katalogs
,
von
welchem
GeschÃ

Â
¤
ft
und
dessen
Ã

Â
¼
bereilter
und
doch
immer
geistreicher
Behandlung
uns
die
Ã

Â
¼
berbliebene
Korrespondenz
ein
merkwÃ

Â
¼
rdiges
Zeugnis
ablegt
.
bei
diesem
auseinanderfallenden
KunstkÃ

Â
¶
rper
,
wie
bei
der
sich
immer
vergrÃ

Â
¶
Ã

Â

ernden
und
mehr
vereinigenden
Albanischen
Sammlung
,
zeigte
sich
unser
Freund
geschÃ

Â
¤
ftig
,
und
alles
,
was
zum
Sammeln
oder
Zerstreuen
durch
seine
HÃ

Â
¤
nde
ging
,
vermehrte
den
Schatz
,
den
er
in
seinem
Geiste
angefangen
hatte
aufzustellen
.
unternommene
Schriften
.
schon
als
Winckelmann
zuerst
in
Dresden
der
Kunst
und
den
KÃ

Â
¼
nstlern
sich
nÃ

Â
¤
herte
und
in
diesem
Fach
als
AnfÃ

Â
¤
nger
erschien
,
war
er
als
Literator
ein
gemachter
Mann
.
er
Ã

Â
¼
bersah
die
Vorzeit
so
wie
die
Wissenschaften
in
manchem
Sinne
.
er
fÃ

Â
¼
hlte
und
kannte
das
Altertum
,
so
wie
das
WÃ

Â
¼
rdige
der
Gegenwart
,
des
Lebens
und
des
Charakters
,
selbst
in
seinem
tiefgedrÃ

Â
¼
ckten
Zustande
.
er
hatte
sich
einen
Stil
gebildet
.
in
der
neuen
Schule
,
die
er
betrat
,
horchte
er
nicht
nur
als
ein
gelehriger
,
sondern
als
ein
gelehrter
JÃ

Â
¼
nger
seinen
Meistern
zu
,
er
horchte
ihnen
ihre
bestimmten
Kenntnisse
leicht
ab
und
fing
sogleich
an
,
alles
zu
nutzen
und
zu
verbrauchen
.
auf
einem
hÃ

Â
¶
hern
Schauplatze
als
zu
Dresden
,
in
einem
hÃ

Â
¶
hern
Sinne
,
der
sich
ihm
geÃ

Â
¶
ffnet
hatte
,
blieb
er
derselbige
.
was
er
von
Mengs
vernahm
,
was
die
Umgebung
ihm
zurief
,
bewahrte
er
nicht
etwa
lange
bei
sich
,
lieÃ

Â

den
frischen
Most
nicht
etwa
gÃ

Â
¤
ren
und
klar
werden
,
sondern
wie
man
sagt
,
daÃ

Â

man
durch
Lehren
lerne
,
so
lernte
er
im
Entwerfen
und
Schreiben
.
wie
manchen
Titel
hat
er
uns
hinterlassen
,
wie
manche
GegenstÃ

Â
¤
nde
benannt
,
Ã

Â
¼
ber
die
ein
Werk
erfolgen
sollte
,
und
diesem
Anfang
glich
seine
ganze
antiquarische
Laufbahn
.
wir
finden
ihn
immer
in
TÃ

Â
¤
tigkeit
,
mit
dem
Augenblick
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
ihn
dergestalt
ergreifend
und
festhaltend
,
als
wenn
der
Augenblick
vollstÃ

Â
¤
ndig
und
befriedigend
sein
kÃ

Â
¶
nnte
;
und
ebenso
lieÃ

Â

er
sich
wieder
vom
nÃ

Â
¤
chsten
Augenblicke
belehren
.
diese
Ansicht
dient
zu
WÃ

Â
¼
rdigung
seiner
Werke
.
daÃ

Â

sie
so
,
wie
sie
da
liegen
,
erst
als
Manuskript
auf
das
Papier
gekommen
und
sodann
spÃ

Â
¤
ter
im
Druck
fÃ

Â
¼
r
die
Folgezeit
fixiert
worden
,
hing
von
unendlich
mannigfaltigen
kleinen
UmstÃ

Â
¤
nden
ab
.
nur
einen
Monat
spÃ

Â
¤
ter
,
so
hÃ

Â
¤
tten
wir
ein
anderes
Werk
,
richtiger
an
Gehalt
,
bestimmter
in
der
Form
,
vielleicht
etwas
ganz
anderes
.
und
eben
darum
bedauern
wir
hÃ

Â
¶
chlich
seinen
frÃ

Â
¼
hzeitigen
Tod
,
weil
er
sich
immer
wieder
umgeschrieben
und
immer
sein
ferneres
und
neustes
Leben
in
seine
Schriften
eingearbeitet
hÃ

Â
¤
tte
.
und
so
ist
alles
,
was
er
uns
hinterlassen
,
als
ein
Lebendiges
fÃ

Â
¼
r
die
Lbendigen
,
nicht
fÃ

Â
¼
r
die
im
Buchstaben
Toten
geschrieben
.
seine
Werke
,
verbunden
mit
seinen
Briefen
,
sind
eine
Lebensdarstellung
,
sind
ein
Leben
selbst
.
sie
sehen
,
wie
das
Leben
der
meisten
Menschen
,
nur
einer
Vorbereitung
,
nicht
einem
Werke
gleich
.
sie
veranlassen
zu
Hoffnungen
,
zu
WÃ

Â
¼
nschen
,
zu
Ahndungen
;
wie
man
daran
bessern
will
,
so
sieht
man
,
daÃ

Â

man
sich
selbst
zu
bessern
hÃ

Â
¤
tte
;
wie
man
sie
tadeln
will
,
so
sieht
man
,
daÃ

Â

man
demselbigen
Tadel
,
vielleicht
auf
einer
hÃ

Â
¶
hern
Stufe
der
Erkenntnis
,
selbst
ausgesetzt
sein
mÃ

Â
¶
chte
:
denn
BeschrÃ

Â
¤
nkung
ist
Ã

Â
¼
berall
unser
Los.
Philosophie
.
da
bei
dem
FortrÃ

Â
¼
cken
der
Kultur
nicht
alle
Teile
des
menschlichen
Wirkens
und
Umtreibens
,
an
denen
sich
die
Bildung
offenbaret
,
in
gleichem
Wachstum
gedeihen
,
vielmehr
nach
gÃ

Â
¼
nstiger
Beschaffenheit
der
Personen
und
UmstÃ

Â
¤
nde
einer
dem
andern
voreilen
und
ein
allgemeineres
Interesse
erregen
muÃ

Â

,
so
entsteht
daraus
ein
gewisses
eifersÃ

Â
¼
chtiges
MiÃ

Â

vergnÃ

Â
¼
gen
bei
den
Gliedern
der
so
mannigfaltig
verzweigten
groÃ

Â

en
Familie
,
die
sich
oft
um
desto
weniger
vertragen
,
je
nÃ

Â
¤
her
sie
verwandt
sind
.
zwar
ist
es
meistens
eine
leere
Klage
,
wenn
sich
bald
diese
oder
jene
Kunst-
und
Wissenschaftsbeflissene
beschweren
,
daÃ

Â

gerade
ihr
Fach
von
den
Mitlebenden
vernachlÃ

Â
¤
ssigt
werde
:
denn
es
darf
nur
ein
tÃ

Â
¼
chtiger
Meister
sich
zeigen
,
so
wird
er
die
Aufmerksamkeit
auf
sich
ziehen
.
Raffael
mÃ

Â
¶
chte
nur
immer
heute
wieder
hervortreten
,
und
wir
wollten
ihm
ein
Ã

Â

bermaÃ

Â

von
Ehre
und
Reichtum
zusichern
.
ein
tÃ

Â
¼
chtiger
Meister
weckt
brave
SchÃ

Â
¼
ler
,
und
ihre
TÃ

Â
¤
tigkeit
Ã

Â
¤
stet
wieder
ins
Unendliche
.
doch
haben
freilich
von
jeher
die
Philosophen
besonders
den
HaÃ

Â

nicht
allein
ihrer
Wissenschaftsverwandten
,
sondern
auch
der
Welt-
und
Lebensmenschen
auf
sich
gezogen
,
und
vielleicht
mehr
durch
ihre
Lage
als
durch
eigene
Schuld
.
denn
da
die
Philosophie
,
ihrer
Natur
nach
,
an
das
Allgemeinste
,
an
das
HÃ

Â
¶
chste
Anforderung
macht
,
so
muÃ

Â

sie
die
weltlichen
Dinge
als
in
ihr
begriffen
,
als
ihr
untergeordnet
ansehen
und
behandeln
.
auch
verleugnet
man
ihr
diese
anmaÃ

Â

lichen
Forderungen
nicht
ausdrÃ

Â
¼
cklich
,
vielmehr
glaubt
jeder
ein
Recht
zu
haben
,
an
ihren
Entdeckungen
teilzunehmen
,
ihre
Maximen
zu
nutzen
und
,
was
sie
sonst
reichen
mag
,
zu
verbrauchen
.
da
sie
aber
,
um
allgemein
zu
werden
,
sich
eigener
Worte
,
fremdartiger
Kombinationen
und
seltsamer
Einleitungen
bedienen
muÃ

Â

,
die
mit
den
besondern
ZustÃ

Â
¤
nden
der
WeltbÃ

Â
¼
rger
und
mit
ihren
augenblicklichen
BedÃ

Â
¼
rfnissen
nicht
eben
zusammenfallen
,
so
wird
sie
von
denen
geschmÃ

Â
¤
ht
,
die
nicht
gerade
die
Handhabe
finden
kÃ

Â
¶
nnen
,
wobei
sie
allenfalls
noch
anzufassen
wÃ

Â
¤
re
.
wollte
man
aber
dagegen
die
Philosophen
beschuldigen
,
daÃ

Â

sie
selbst
den
Ã

Â

bergang
zum
Leben
nicht
sicher
zu
finden
wissen
,
daÃ

Â

sie
gerade
da
,
wo
sie
ihre
Ã

Â

berzeugung
in
Tat
und
Wirkung
verwandeln
wollen
,
die
meisten
Fehlgriffe
tun
und
dadurch
ihren
Kredit
vor
der
Welt
selbst
schmÃ

Â
¤
lern
,
so
wÃ

Â
¼
rde
es
hiezu
an
mancherlei
Beispielen
nicht
fehlen
.
Winckelmann
beklagt
sich
bitter
Ã

Â
¼
ber
die
Philosophen
seiner
Zeit
und
Ã

Â
¼
ber
ihren
ausgebreiteten
EinfluÃ

Â

;
aber
mich
dÃ

Â
¼
nkt
,
man
kann
einem
jeden
EinfluÃ

Â

aus
dem
Wege
gehen
,
indem
man
sich
in
sein
eigenes
Fach
zurÃ

Â
¼
ckzieht
.
sonderbar
ist
es
,
daÃ

Â

Winckelmann
die
Leipziger
Akademie
nicht
bezog
,
wo
er
unter
Christs
Anleitung
,
und
ohne
sich
um
einen
Philosophen
in
der
Welt
zu
bekÃ

Â
¼
mmern
,
sich
in
seinem
Hauptstudium
bequemer
hÃ

Â
¤
tte
ausbilden
kÃ

Â
¶
nnen
.
doch
steht
,
indem
uns
die
Ereignisse
der
neuern
Zeit
vorschweben
,
eine
Bemerkung
hier
wohl
am
rechten
Platze
,
die
wir
auf
unserm
Lebenswege
machen
kÃ

Â
¶
nnen
,
daÃ

Â

kein
Gelehrter
ungestraft
jene
groÃ

Â

e
philosophische
Bewegung
,
die
durch
Kant
begonnen
,
von
sich
abgewiesen
,
sich
ihr
widersetzt
,
sie
verachtet
habe
,
auÃ

Â

er
etwa
die
echten
Altertumsforscher
,
welche
durch
die
Eigenheit
ihres
Studiums
vor
allen
andern
Menschen
vorzÃ

Â
¼
glich
begÃ

Â
¼
nstigt
zu
sein
scheinen
.
denn
indem
sie
sich
nur
mit
dem
Besten
,
was
die
Welt
hervorgebracht
hat
,
beschÃ

Â
¤
ftigen
und
das
Geringe
,
ja
das
Schlechtere
nur
im
Bezug
auf
jenes
Vortreffliche
betrachten
,
so
erlangen
ihre
Kenntnisse
eine
solche
FÃ

Â
¼
lle
,
ihre
Urteile
eine
solche
Sicherheit
,
ihr
Geschmack
eine
solche
Konsistenz
,
daÃ

Â

sie
innerhalb
ihres
eigenen
Kreises
bis
zur
Verwunderung
,
ja
bis
zum
Erstaunen
ausgebildet
erscheinen
.
auch
Winckelmann
gelang
dieses
GlÃ

Â
¼
ck
,
wobei
ihm
freilich
die
bildende
Kunst
und
das
Leben
krÃ

Â
¤
ftig
einwirkend
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kamen
.
Poesie
.
so
sehr
Winckelmann
bei
Lesung
der
alten
Schriftsteller
auch
auf
die
Dichter
RÃ

Â
¼
cksicht
genommen
,
so
finden
wir
doch
,
bei
genauer
Betrachtung
seiner
Studien
und
seines
Lebensganges
,
keine
eigentliche
Neigung
zur
Poesie
,
ja
man
kÃ

Â
¶
nnte
eher
sagen
,
daÃ

Â

hie
und
da
eine
Abneigung
hervorblicke
;
wie
denn
seine
Vorliebe
fÃ

Â
¼
r
alte
gewohnte
Luthersche
Kirchenlieder
und
sein
Verlangen
,
ein
solches
unverfÃ

Â
¤
lschtes
Gesangbuch
selbst
in
Rom
zu
besitzen
,
wohl
von
einem
tÃ

Â
¼
chtigen
,
wackern
Deutschen
,
aber
nicht
eben
von
einem
Freunde
der
Dichtkunst
zeuget
.
die
Poeten
der
Vorzeit
scheinen
ihn
frÃ

Â
¼
her
als
Dokumente
der
alten
Sprachen
und
Literaturen
,
spÃ

Â
¤
ter
als
Zeugnisse
fÃ

Â
¼
r
bildende
Kunst
interessiert
zu
haben
.
desto
wunderbarer
und
erfreulicher
ist
es
,
wenn
er
selbst
als
Poet
auftritt
,
und
zwar
als
ein
tÃ

Â
¼
chtiger
,
unverkennbarer
,
in
seinen
Beschreibungen
der
Statuen
,
ja
beinahe
durchaus
in
seinen
Sinn
unaussprechliche
Werke
,
und
doch
fÃ

Â
¼
hlt
er
den
unwiderstehlichen
Drang
,
mit
Worten
und
Buchstaben
ihnen
beizukommen
.
das
vollendete
Herrliche
,
die
Idee
,
woraus
diese
Gestalt
entsprang
,
das
GefÃ

Â
¼
hl
,
das
in
ihm
beim
Schauen
erregt
ward
,
soll
dem
HÃ

Â
¶
rer
,
dem
Leser
mitgeteilt
werden
,
und
indem
er
nun
die
ganze
RÃ

Â
¼
stkammer
seiner
FÃ

Â
¤
higkeiten
mustert
,
sieht
er
sich
genÃ

Â
¶
tigt
,
nach
dem
KrÃ

Â
¤
ftigsten
und
WÃ

Â
¼
rdigsten
zu
greifen
,
was
ihm
zu
Gebote
steht
.
er
muÃ

Â

Poet
sein
,
er
mag
daran
denken
,
er
mag
wollen
oder
nicht
.
erlangte
Einsicht
.
so
sehr
Winckelmann
Ã

Â
¼
berhaupt
auf
ein
gewisses
Ansehn
vor
der
Welt
achtete
,
so
sehr
er
sich
einen
literarischen
Ruhm
wÃ

Â
¼
nschte
,
so
gut
er
seine
Werke
auszustatten
und
sie
durch
einen
gewissen
feierlichen
Stil
zu
erheben
suchte
,
so
war
er
doch
keinesweges
blind
gegen
ihre
MÃ

Â
¤
ngel
,
die
er
vielmehr
auf
das
schnellste
bemerkte
,
wie
sich's
bei
seiner
fortschreitenden
,
immer
neue
GegenstÃ

Â
¤
nde
fassenden
und
bearbeitenden
Natur
notwendig
ereignen
muÃ

Â

te
.
je
mehr
er
nun
in
irgendeinem
Aufsatze
dogmatisch
und
didaktisch
zu
Werke
gegangen
war
,
diese
oder
jene
ErklÃ

Â
¤
rung
eines
Monuments
,
diese
oder
jene
Auslegung
und
Anwendung
einer
Stelle
behauptet
und
festgesetzt
hatte
,
desto
auffallender
war
ihm
der
Irrtum
,
sobald
er
durch
neue
Data
sich
davon
Ã

Â
¼
berzeugt
hielt
,
desto
schneller
war
er
geneigt
,
ihn
auf
irgendeine
Weise
zu
verbessern
.
hatte
er
das
Manuskript
noch
in
der
Hand
,
so
ward
es
umgeschrieben
;
war
es
zum
Druck
abgesendet
,
so
wurden
Verbesserungen
und
NachtrÃ

Â
¤
ge
hinterdrein
geschickt
,
und
von
allen
diesen
Reuschritten
machte
er
seinen
Freunden
kein
Geheimnis
:
denn
auf
Wahrheit
,
Geradheit
,
Derbheit
und
Redlichkeit
stand
sein
ganzes
Wesen
gegrÃ

Â
¼
ndet
.
spÃ

Â
¤
tere
Werke
.
ein
glÃ

Â
¼
cklicher
Gedanke
ward
ihm
,
zwar
auch
nicht
auf
einmal
,
sondern
nur
durch
die
Tat
selbst
,
klar
,
das
Unternehmen
seiner
Monumenti
inediti
.
man
sieht
wohl
,
daÃ

Â

jene
Lust
,
neue
GegenstÃ

Â
¤
nde
bekannt
zu
machen
,
sie
auf
eine
glÃ

Â
¼
ckliche
Weise
zu
erklÃ

Â
¤
ren
,
die
Altertumskunde
in
so
groÃ

Â

em
MaÃ

Â

e
zu
erweitern
,
ihn
zuerst
angelockt
habe
;
dann
tritt
das
Interesse
hinzu
,
die
von
ihm
in
der
Kunstgeschichte
einmal
aufgestellte
Methode
auch
hier
an
GegenstÃ

Â
¤
nden
,
die
er
dem
Leser
vor
Augen
legt
,
zu
prÃ

Â
¼
fen
,
da
denn
zuletzt
der
glÃ

Â
¼
ckliche
Vorsatz
sich
entwickelte
,
in
der
vorausgeschickten
Abhandlung
das
Werk
Ã

Â
¼
ber
die
Kunstgeschichte
,
das
ihm
schon
im
RÃ

Â
¼
cken
lag
,
stillschweigend
zu
verbessern
,
zu
reinigen
,
zusammenzudrÃ

Â
¤
ngen
und
vielleicht
sogar
teilweise
aufzuheben
.
im
BewuÃ

Â

tsein
frÃ

Â
¼
herer
MiÃ

Â

griffe
,
Ã

Â
¼
ber
die
ihn
der
NichtrÃ

Â
¶
mer
kaum
zurechtweisen
durfte
,
schrieb
er
ein
Werk
in
italienischer
Sprache
,
das
auch
in
Rom
gelten
sollte
.
nicht
allein
befleiÃ

Â

igt
er
sich
dabei
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Aufmerksamkeit
,
sondern
wÃ

Â
¤
hlt
sich
auch
freundschaftliche
Kenner
,
mit
denen
er
die
Arbeit
genau
durchgeht
,
sich
ihrer
Einsicht
,
ihres
Urteils
auf
das
klÃ

Â
¼
gste
bedient
und
so
ein
Werk
zustande
bringt
,
das
als
VermÃ

Â
¤
chtnis
auf
alle
Zeiten
Ã

Â
¼
bergehen
wird
.
und
er
schreibt
es
nicht
allein
,
er
besorgt
es
,
unternimmt
es
und
leistet
als
ein
armer
Privatmann
das
,
was
einem
wohlgegrÃ

Â
¼
ndeten
Verleger
,
was
akademischen
KrÃ

Â
¤
ften
Ehre
machen
wÃ

Â
¼
rde
.
Papst
.
sollte
man
so
viel
von
Rom
sprechen
,
ohne
des
Papstes
zu
gedenken
,
der
doch
Winckelmannen
wenigstens
mittelbar
manches
Gute
zuflieÃ

Â

en
lassen
!
Winckelmanns
Aufenthalt
in
Rom
fiel
zum
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Teil
unter
die
Regierung
Benedikt
des
XVI
.
Lambertini
,
der
als
ein
heiterer
,
behaglicher
Mann
lieber
regieren
lieÃ

Â

als
regierte
;
und
so
mÃ

Â
¶
gen
auch
die
verschiedenen
Stellen
,
welche
Winckelmann
bekleidete
,
ihm
durch
die
Gunst
seiner
hohen
Freunde
mehr
als
durch
die
Einsicht
des
Papstes
in
seine
Verdienste
geworden
sein
.
doch
finden
wir
ihn
einmal
auf
eine
bedeutende
Weise
in
der
Gegenwart
des
Hauptes
der
Kirche
;
ihm
wird
die
besondre
Auszeichnung
,
dem
Papste
aus
den
Monumenti
inediti
einige
Stellen
vorlesen
zu
dÃ

Â
¼
rfen
,
und
er
gelangt
auch
von
dieser
Seite
zur
hÃ

Â
¶
chsten
Ehre
,
die
einem
Schriftsteller
werden
kann
.
Charakter
.
wenn
bei
sehr
vielen
Menschen
,
besonders
aber
bei
Gelehrten
,
dasjenige
,
was
sie
leisten
,
als
die
Hauptsache
erscheint
und
der
Charakter
sich
dabei
wenig
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ert
,
so
tritt
im
Gegenteil
bei
Winckelmann
der
Fall
ein
,
daÃ

Â

alles
dasjenige
,
was
er
hervorbringt
,
hauptsÃ

Â
¤
chlich
deswegen
merkwÃ

Â
¼
rdig
und
schÃ

Â
¤
tzenswert
ist
,
weil
sein
Charakter
sich
immer
dabei
offenbart
.
haben
wir
schon
unter
der
Aufschrift
vom
Antiken
und
Heidnischen
,
vom
SchÃ

Â
¶
nheits-
und
Freundschaftssinne
einiges
Allgemeine
zum
Anfang
ausgesprochen
,
so
wird
das
mehr
Besondere
hier
gegen
das
Ende
wohl
seinen
Platz
verdienen
.
Winckelmann
war
durchaus
eine
Natur
,
die
es
redlich
mit
sich
selbst
und
mit
andern
meinte
;
seine
angeborne
Wahrheitsliebe
entfaltete
sich
immer
mehr
und
mehr
,
je
selbststÃ

Â
¤
ndiger
und
unabhÃ

Â
¤
ngiger
er
sich
fÃ

Â
¼
hlte
,
so
daÃ

Â

er
sich
zuletzt
die
hÃ

Â
¶
fliche
Nachsicht
gegen
IrrtÃ

Â
¼
mer
,
die
im
Leben
und
in
der
Literatur
so
sehr
hergebracht
ist
,
zum
Verbrechen
machte
.
eine
solche
Natur
konnte
wohl
mit
Behaglichkeit
in
sich
selbst
zurÃ

Â
¼
ckkehren
,
doch
finden
wir
auch
hier
jene
altertÃ

Â
¼
mliche
Eigenheit
,
daÃ

Â

er
sich
immer
mit
sich
selbst
beschÃ

Â
¤
ftigte
,
ohne
sich
eigentlich
zu
beobachten
.
er
denkt
nur
an
sich
,
nicht
Ã

Â
¼
ber
sich
,
ihm
liegt
im
Sinne
,
was
er
vorhat
,
er
interessiert
sich
fÃ

Â
¼
r
sein
ganzes
Wesen
,
fÃ

Â
¼
r
den
ganzen
Umfang
seines
Wesens
und
hat
das
Zutrauen
,
daÃ

Â

seine
Freunde
sich
auch
dafÃ

Â
¼
r
interessieren
werden
.
wir
finden
daher
in
seinen
Briefen
,
vom
hÃ

Â
¶
chsten
moralischen
bis
zum
gemeinsten
physischen
BedÃ

Â
¼
rfnis
,
alles
erwÃ

Â
¤
hnt
,
ja
er
spricht
es
aus
,
daÃ

Â

er
sich
von
persÃ

Â
¶
nlichen
Kleinigkeiten
lieber
als
von
wichtigen
Dingen
unterhalte
.
dabei
bleibt
er
sich
durchaus
ein
RÃ

Â
¤
tsel
und
erstaunt
manchmal
Ã

Â
¼
ber
seine
eigene
Erscheinung
,
besonders
in
Betrachtung
dessen
,
was
er
war
und
was
er
geworden
ist
.
doch
so
kann
man
Ã

Â
¼
berhaupt
jeden
Menschen
als
eine
vielsilbige
Scharade
ansehen
,
wovon
er
selbst
nur
wenige
Silben
zusammenbuchstabiert
,
indessen
andre
leicht
das
ganze
Wort
entziffern
.
auch
finden
wir
bei
ihm
keine
ausgesprochenen
GrundsÃ

Â
¤
tze
;
sein
richtiges
GefÃ

Â
¼
hl
,
sein
gebildeter
Geist
dienen
ihm
im
Sittlichen
,
wie
im
Ã

Â

sthetischen
,
zum
Leitfaden
.
ihm
schwebt
eine
Art
natÃ

Â
¼
rlicher
Religion
vor
,
wobei
jedoch
Gott
als
Urquell
des
SchÃ

Â
¶
nen
und
kaum
als
ein
auf
den
Menschen
sonst
bezÃ

Â
¼
gliches
Wesen
erscheint
.
sehr
schÃ

Â
¶
n
betrÃ

Â
¤
gt
sich
Winckelmann
innerhalb
der
Grenzen
der
Pflicht
und
Dankbarkeit
.
seine
Vorsorge
fÃ

Â
¼
r
sich
selbst
ist
mÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
,
ja
nicht
durch
alle
Zeiten
gleich
.
indessen
arbeitet
er
aufs
fleiÃ

Â

igste
,
sich
eine
Existenz
aufs
Alter
zu
sichern
.
seine
Mittel
sind
edel
;
er
zeigt
sich
selbst
auf
dem
Wege
zu
jedem
Zweck
redlich
,
gerade
,
sogar
trotzig
und
dabei
klug
und
beharrlich
.
er
arbeitet
nie
planmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
,
immer
aus
Instinkt
und
mit
Leidenschaft
.
seine
Freude
an
jedem
Gefundenen
ist
heftig
,
daher
IrrtÃ

Â
¼
mer
unvermeidlich
,
die
er
jedoch
bei
lebhaftem
Vorschreiten
ebenso
geschwind
zurÃ

Â
¼
cknimmt
als
einsieht
.
auch
hier
bewÃ

Â
¤
hrt
sich
durchaus
jene
antike
Anlage
,
die
Sicherheit
des
Punktes
,
von
dem
man
ausgeht
,
die
Unsicherheit
des
Zieles
,
wohin
man
gelangen
will
,
sowie
die
UnvollstÃ

Â
¤
ndigkeit
und
Unvollkommenheit
der
Behandlung
,
sobald
sie
eine
ansehnliche
Breite
gewinnt
.
Gesellschaft
wenn
er
sich
,
durch
seine
frÃ

Â
¼
here
Lebensart
wenig
vorbereitet
,
in
der
Gesellschaft
anfangs
nicht
ganz
bequem
befand
,
so
trat
ein
GefÃ

Â
¼
hl
von
WÃ

Â
¼
rde
bald
an
die
Stelle
der
Erziehung
und
Gewohnheit
,
und
er
lernte
sehr
schnell
sich
den
UmstÃ

Â
¤
nden
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

betragen
.
die
Lust
am
Umgang
mit
vornehmen
,
reichen
und
berÃ

Â
¼
hmten
Leuten
,
die
Freude
,
von
ihnen
geschÃ

Â
¤
tzt
zu
werden
,
dringt
Ã

Â
¼
berall
durch
,
und
in
Absicht
auf
die
Leichtigkeit
des
Umgangs
hÃ

Â
¤
tte
er
sich
in
keinem
bessern
Elemente
als
in
dem
rÃ

Â
¶
mischen
befinden
kÃ

Â
¶
nnen
.
er
bemerkt
selbst
,
daÃ

Â

die
dortigen
besonders
geistlichen
GroÃ

Â

en
,
so
zeremoniÃ

Â
¶
s
sie
nach
auÃ

Â

en
erscheinen
,
doch
nach
innen
gegen
ihre
Hausgenossen
bequem
und
vertraulich
leben
;
allein
er
bemerkte
nicht
,
daÃ

Â

hinter
dieser
Vertraulichkeit
sich
doch
das
orientalische
VerhÃ

Â
¤
ltnis
des
Herrn
zum
Knechte
verbirgt
.
alle
sÃ

Â
¼
dlichen
Nationen
wÃ

Â
¼
rden
eine
unendliche
lange
Weile
finden
,
wenn
sie
gegen
die
Ihrigen
sich
in
der
fortdauernden
wechselseitigen
Spannung
erhalten
sollten
,
wie
es
die
NordlÃ

Â
¤
nder
gewohnt
sind
.
Reisende
haben
bemerkt
,
daÃ

Â

die
Sklaven
sich
gegen
ihre
tÃ

Â
¼
rkischen
Herren
mit
weit
mehr
Aisance
betragen
als
nordische
Hofleute
gegen
ihre
Vorgesetzten
;
allein
wenn
man
es
genau
betrachtet
,
so
sind
diese
Achtungsbezeigungen
eigentlich
zugunsten
der
Untergebenen
eingefÃ

Â
¼
hrt
,
die
dadurch
ihren
Obern
immer
erinnern
,
was
er
ihnen
schuldig
ist
.
der
SÃ

Â
¼
dlÃ

Â
¤
nder
aber
will
Zeiten
haben
,
wo
er
sich
gehn
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
und
diese
kommen
seiner
Umgebung
zugut
.
dergleichen
Szenen
schildert
Winckelmann
mit
groÃ

Â

em
Behagen
;
sie
erleichtern
ihm
seine
Ã

Â
¼
brige
AbhÃ

Â
¤
ngigkeit
und
nÃ

Â
¤
hren
seinen
Freiheitssinn
,
der
mit
Scheu
auf
jede
Fessel
hinsieht
,
die
ihn
allenfalls
bedrohen
kÃ

Â
¶
nnte
.
Fremde
.
wenn
Winckelmann
durch
den
Umgang
mit
Einheimischen
sehr
glÃ

Â
¼
cklich
ward
,
so
erlebte
er
desto
mehr
Pein
und
Not
von
Fremden
.
es
ist
wahr
,
nichts
kann
schrecklicher
sein
als
der
gewÃ

Â
¶
hnliche
Fremde
in
Rom
.
an
jedem
andern
Orte
kann
sich
der
Reisende
eher
selbst
suchen
und
auch
etwas
ihm
GemÃ

Â
¤
Ã

Â

es
finden
;
wer
sich
aber
nicht
nach
Rom
bequemt
,
ist
den
wahrhaft
rÃ

Â
¶
misch
Gesinnten
ein
Greuel
.
man
wirft
den
EnglÃ

Â
¤
ndern
vor
,
daÃ

Â

sie
ihren
Teekessel
Ã

Â
¼
berall
mitfÃ

Â
¼
hren
und
sogar
bis
auf
den
Ã

Â

tna
hinaufschleppen
;
aber
hat
nicht
jede
Nation
ihren
Teekessel
,
worin
sie
,
selbst
auf
Reisen
,
ihre
von
Hause
mitgebrachten
getrockneten
KrÃ

Â
¤
uterbÃ

Â
¼
ndel
aufbraut
?
solche
nach
ihrem
engen
MaÃ

Â

stab
urteilende
,
nicht
um
sich
her
sehende
,
vorÃ

Â
¼
bereilende
,
anmaÃ

Â

liche
Fremde
verwÃ

Â
¼
nscht
Winckelmann
mehr
als
einmal
,
verschwÃ

Â
¶
rt
,
sie
nicht
mehr
herumzufÃ

Â
¼
hren
,
und
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
zuletzt
doch
wieder
bewegen
.
er
scherzt
Ã

Â
¼
ber
seine
Neigung
zum
Schulmeistern
,
zu
unterrichten
,
zu
Ã

Â
¼
berzeugen
,
da
ihm
denn
auch
wieder
in
der
Gegenwart
durch
Stand
und
Verdienste
bedeutender
Personen
gar
manches
Gute
zuwÃ

Â
¤
chst
.
wir
nennen
hier
nur
den
FÃ

Â
¼
rsten
von
Dessau
,
die
Erbprinzen
von
Mecklenburg-Strelitz
und
Braunschweig
,
sowie
den
Baron
von
Riedesel
,
einen
Mann
,
der
sich
in
der
Sinnesart
gegen
Kunst
und
Altertum
ganz
unseres
Freundes
wÃ

Â
¼
rdig
erzeigte
.
Welt
.
wir
finden
bei
Winckelmann
das
unnachlassende
Streben
nach
Ã

Â

stimation
und
Konsideration
;
aber
er
wÃ

Â
¼
nscht
sie
durch
etwas
Reelles
zu
erlangen
.
durchaus
dringt
er
auf
das
Reale
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
der
Mittel
und
der
Behandlung
;
daher
hat
er
eine
so
groÃ

Â

e
Feindschaft
gegen
den
franzÃ

Â
¶
sischen
Schein
.
so
wie
er
in
Rom
Gelegenheit
gefunden
hatte
,
mit
Fremden
aller
Nationen
umzugehen
,
so
erhielt
er
auch
solche
Konnexionen
auf
eine
geschickte
und
tÃ

Â
¤
tige
Weise
.
die
Ehrenbezeigungen
von
Akademien
und
gelehrten
Gesellschaften
waren
ihm
angenehm
,
ja
er
bemÃ

Â
¼
hte
sich
darum
.
am
meisten
aber
fÃ

Â
¶
rderte
ihn
das
im
stillen
mit
groÃ

Â

em
FleiÃ

Â

ausgearbeitete
Dokument
seines
Verdienstes
;
ich
meine
die
Geschichte
der
Kunst
.
sie
ward
sogleich
ins
FranzÃ

Â
¶
sische
Ã

Â
¼
bersetzt
,
und
er
dadurch
weit
und
breit
bekannt
.
das
,
was
ein
solches
Werk
leistet
,
wird
vielleicht
am
besten
in
den
ersten
Augenblicken
anerkannt
:
das
Wirksame
desselben
wird
empfunden
,
das
Neue
lebhaft
aufgenommen
,
die
Menschen
erstaunen
,
wie
sie
auf
einmal
gefÃ

Â
¶
rdert
weden
;
dahingegen
eine
kÃ

Â
¤
ltere
Nachkommenschaft
mit
eklem
Zahn
an
den
Werken
ihrer
Meister
und
Lehrer
herumkostet
und
Forderungen
aufstellt
,
die
ihr
gar
nicht
eingefallen
wÃ

Â
¤
ren
,
hÃ

Â
¤
tten
jene
nicht
so
viel
geleistet
,
von
denen
man
nun
noch
mehr
fordert
.
und
so
war
Winckelmann
den
gebildeten
Nationen
Europens
bekannt
geworden
,
in
einem
Augenblicke
,
da
man
ihm
in
Rom
genugsam
vertraute
,
um
ihn
mit
der
nicht
unbedeutenden
Stelle
eines
PrÃ

Â
¤
sidenten
der
AltertÃ

Â
¼
mer
zu
beehren
.
Unruhe
.
ungeachtet
jener
anerkannten
und
von
ihm
selbst
Ã

Â
¶
fters
gerÃ

Â
¼
hmten
GlÃ

Â
¼
ckseligkeit
war
es
doch
immer
von
einer
Unruhe
gepeinigt
,
die
,
indem
sie
tief
in
seinem
Charakter
lag
,
gar
mancherlei
Gestalten
annahm
.
er
hatte
sich
frÃ

Â
¼
her
kÃ

Â
¼
mmerlich
beholfen
,
spÃ

Â
¤
ter
von
der
Gnade
des
Hofs
,
von
der
Gunst
manches
Wohlwollenden
gelebt
,
wobei
er
sich
immer
auf
das
geringste
BedÃ

Â
¼
rfnis
einschrÃ

Â
¤
nkte
,
um
nicht
abhÃ

Â
¤
ngig
,
oder
abhÃ

Â
¤
ngiger
zu
werden
.
indessen
war
er
auch
auf
das
tÃ

Â
¼
chtigste
bemÃ

Â
¼
ht
,
sich
fÃ

Â
¼
r
die
Gegenwart
,
fÃ

Â
¼
r
die
Zukunft
aus
eigenen
KrÃ

Â
¤
ften
einen
Unterhalt
zu
verschaffen
,
wozu
ihm
endlich
die
gelungene
Ausgabe
seines
Kupferwerks
die
schÃ

Â
¶
nste
Hoffnung
gab
.
allein
jener
ungewisse
Zustand
hatte
ihn
gewÃ

Â
¶
hnt
,
wegen
seiner
Subsistenz
bald
hierhin
bald
dorthin
zu
sehen
,
bald
sich
mit
geringen
Vorteilen
im
Hause
eines
Kardinals
,
in
der
Vaticana
und
sonst
unterzutun
,
bald
aber
,
wenn
er
wieder
eine
andre
Aussicht
vor
sich
sah
,
groÃ

Â

mÃ

Â
¼
tig
seinen
Platz
aufzugeben
,
indessen
sich
doch
wieder
nach
andern
Stellen
umzusehen
und
manchen
AntrÃ

Â
¤
gen
ein
GehÃ

Â
¶
r
zu
leihen
.
sodann
ist
einer
,
der
in
Rom
wohnt
,
der
Reiselust
nach
allen
Weltgegenden
ausgesetzt
.
er
sieht
sich
im
Mittelpunkt
der
alten
Welt
und
die
fÃ

Â
¼
r
den
Altertumsforscher
interessantesten
LÃ

Â
¤
nder
nah
um
sich
her
,
GroÃ

Â

griechenland
und
Sizilien
,
Dalmatien
,
der
Peloponnes
,
Ionien
und
Ã

Â

gypten
,
alles
wird
den
Bewohnern
Roms
gleichsam
angeboten
und
erregt
in
einem
,
der
wie
Winckelmann
mit
Begierde
des
Schauens
geboren
ist
,
von
Zeit
zu
Zeit
ein
unsÃ

Â
¤
gliches
Verlangen
,
welches
durch
so
viele
Fremde
noch
vermehrt
wird
,
die
auf
ihren
DurchzÃ

Â
¼
gen
bald
vernÃ

Â
¼
nftig
,
bald
zwecklos
jene
LÃ

Â
¤
nder
zu
bereisen
Anstalt
machen
,
bald
,
indem
sie
zurÃ

Â
¼
ckkehren
,
von
den
Wundern
der
Ferne
zu
erzÃ

Â
¤
hlen
und
aufzuzeigen
nicht
mÃ

Â
¼
de
werden
.
so
will
denn
unser
Winckelmann
auch
Ã

Â
¼
berall
hin
,
teils
aus
eigenen
KrÃ

Â
¤
ften
,
teils
in
Gesellschaft
solcher
wohlhabender
Reisenden
,
die
den
Wert
eines
unterrichteten
,
talentvollen
GefÃ

Â
¤
hrten
mehr
oder
weniger
zu
schÃ

Â
¤
tzen
wissen
.
noch
eine
Ursache
dieser
innern
Unruhe
und
Unbehaglichkeit
macht
seinem
Herzen
Ehre
:
es
ist
das
unwiderstehliche
Verlangen
nach
abwesenden
Freunden
.
hier
scheint
sich
die
Sehnsucht
des
Mannes
,
der
sonst
so
sehr
von
der
Gegenwart
lebte
,
ganz
eigentlich
konzentriert
zu
haben
.
er
sieht
sie
vor
sich
,
er
unterhÃ

Â
¤
lt
sich
mit
ihnen
durch
Briefe
,
er
sehnt
sich
nach
ihrer
Umarmung
und
wÃ

Â
¼
nscht
die
frÃ

Â
¼
her
zusammen
verlebten
Tage
zu
wiederholen
.
diese
besonders
nach
Norden
gerichteten
WÃ

Â
¼
nsche
hatte
der
Friede
aufs
neue
belebt
.
sich
dem
groÃ

Â

en
KÃ

Â
¶
nig
darzustellen
,
der
ihn
schon
frÃ

Â
¼
her
eines
Antrags
seiner
Dienste
gewÃ

Â
¼
rdigt
,
war
sein
Stolz
;
den
FÃ

Â
¼
rsten
von
Dessau
wiederzusehen
,
dessen
hohe
ruhige
Natur
er
als
von
Gott
auf
die
Erde
gesandt
betrachtete
,
den
Herzog
von
Braunschweig
,
dessen
groÃ

Â

e
Eigenschaften
er
zu
wÃ

Â
¼
rdigen
wuÃ

Â

te
,
zu
verehren
,
den
Minister
von
MÃ

Â
¼
nchhausen
,
der
so
viel
fÃ

Â
¼
r
die
Wissenschaften
tat
,
persÃ

Â
¶
nlich
zu
preisen
,
dessen
unsterbliche
SchÃ

Â
¶
pfung
in
GÃ

Â
¶
ttingen
zu
bewundern
,
sich
mit
seinen
Schweizer
Freunden
wieder
einmal
lebhaft
und
vertraulich
zu
freuen
,
solche
Lockungen
tÃ

Â
¶
nten
in
seinem
Herzen
,
in
seiner
Einbildungskraft
wider
,
mit
solchen
Bildern
hatte
er
sich
lange
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
lange
gespielt
,
bis
er
zuletzt
unglÃ

Â
¼
cklicherweise
diesem
Trieb
gelegentlich
folgt
und
so
in
seinen
Tod
geht
.
schon
war
er
mit
Leib
und
Seele
dem
italienischen
Zustand
gewidmet
,
jeder
andere
schien
ihm
unertrÃ

Â
¤
glich
,
und
wenn
ihn
der
frÃ

Â
¼
here
Hineinweg
durch
das
bergichte
und
felsichte
Tirol
interessiert
,
ja
entzÃ

Â
¼
ckt
hatte
,
so
fÃ

Â
¼
hlte
er
sich
auf
dem
RÃ

Â
¼
ckwege
in
sein
Vaterland
wie
durch
eine
cimmerische
Pforte
hindurch
geschleppt
,
beÃ

Â
¤
ngstet
und
mit
der
UnmÃ

Â
¶
glichkeit
,
seinen
Weg
fortzusetzen
,
behaftet
.
Hingang
.
so
war
er
denn
auf
der
hÃ

Â
¶
chsten
Stufe
des
GlÃ

Â
¼
cks
,
das
er
sich
nur
hÃ

Â
¤
tte
wÃ

Â
¼
nschen
dÃ

Â
¼
rfen
,
der
Welt
verschwunden
.
ihn
erwartete
sein
Vaterland
,
ihm
streckten
seine
Freunde
die
Arme
entgegen
,
alle
Ã

Â

uÃ

Â

erungen
der
Liebe
,
deren
er
so
sehr
bedurfte
,
alle
Zeugnisse
der
Ã

Â
¶
ffentlichen
Achtung
,
auf
die
er
so
viel
Wert
legte
,
warteten
seiner
Erscheinung
,
um
ihn
zu
Ã

Â
¼
berhÃ

Â
¤
ufen
.
und
in
diesem
Sinne
dÃ

Â
¼
rfen
wir
ihn
wohl
glÃ

Â
¼
cklich
preisen
,
daÃ

Â

er
von
dem
Gipfel
des
menschlichen
Daseins
zu
den
Seligen
emporgestiegen
,
daÃ

Â

ein
kurzer
Schrecken
,
ein
schneller
Schmerz
ihn
von
den
Lebendigen
hinweggenommen
.
die
Gebrechen
des
Alters
,
die
Abnahme
der
GeisteskrÃ

Â
¤
fte
hat
er
nicht
empfunden
,
die
Zerstreuung
der
KunstschÃ

Â
¤
tze
,
die
er
,
obgleich
in
einem
andern
Sinne
,
vorausgesagt
,
ist
nicht
vor
seinen
Augen
geschehen
,
er
hat
als
Mann
gelebt
und
ist
als
ein
vollstÃ

Â
¤
ndiger
Mann
von
hinnen
gegangen
.
nun
genieÃ

Â

t
er
im
Andenken
der
Nachwelt
den
Vorteil
,
als
ein
ewig
TÃ

Â
¼
chtiger
und
KrÃ

Â
¤
ftiger
zu
erscheinen
:
denn
in
der
Gestalt
,
wie
der
Mensch
die
Erde
verlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
wandelt
er
unter
den
Schatten
,
und
so
bleibt
uns
Achill
als
ewig
strebender
JÃ

Â
¼
ngling
gegenwÃ

Â
¤
rtig
.
daÃ

Â

Winckelmann
frÃ

Â
¼
h
hinwegschied
,
kommt
auch
uns
zugute
.
von
seinem
Grabe
her
stÃ

Â
¤
rkt
uns
der
Anhauch
seiner
Kraft
und
erregt
in
uns
den
lebhaftesten
Drang
,
das
,
was
er
begonnen
,
mit
Eifer
und
Liebe
fort-
und
immer
fortzusetzen
.
letzte
Kunstausstellung
.
1805
wenn
die
bisherigen
Ausstellungen
,
sowohl
den
KÃ

Â
¼
nstlern
als
uns
,
gar
manchen
Vorteil
brachten
,
so
schieden
wir
nur
ungern
davon
,
und
zwar
auch
aus
dem
Grunde
:
weil
eine
durch
FrÃ

Â
¶
mmelei
ihr
unverantwortliches
RÃ

Â
¼
ckstreben
beschÃ

Â
¶
nigende
Kunst
desto
leichter
Ã

Â
¼
berhandnahm
,
als
sÃ

Â
¼
Ã

Â

liche
Reden
und
schmeichelhafte
Phrasen
sich
viel
besser
anhÃ

Â
¶
ren
und
wiederholen
als
ernste
Forderungen
,
auf
die
hÃ

Â
¶
chstmÃ

Â
¶
gliche
KunsttÃ

Â
¤
tigkeit
menschlicher
Natur
gerichtet
.
das
Entgegengesetzte
von
unsern
WÃ

Â
¼
nschen
und
Bestrebungen
tut
sich
hervor
,
bedeutende
MÃ

Â
¤
nner
wirken
auf
eine
der
Menge
behagliche
Weise
;
ihre
Lehre
und
Beispiel
schmeichelt
den
meisten
;
die
Weimarischen
Kunstfreunde
,
da
sie
Schiller
verlassen
hat
,
sehen
einer
groÃ

Â

en
Einsamkeit
entgegen
.
GemÃ

Â
¼
t
wird
Ã

Â
¼
ber
Geist
gesetzt
,
Naturell
Ã

Â
¼
ber
Kunst
,
und
so
ist
der
FÃ

Â
¤
hige
wie
der
UnfÃ

Â
¤
hige
gewonnen
.
GemÃ

Â
¼
t
hat
jedermann
,
Naturell
mehrere
;
der
Geist
ist
selten
,
die
Kunst
ist
schwer
.
das
GemÃ

Â
¼
t
hat
einen
Zug
gegen
die
Religion
,
ein
religiÃ

Â
¶
ses
GemÃ

Â
¼
t
mit
Naturell
zur
Kunst
,
sich
selbst
Ã

Â
¼
berlassen
,
wird
nur
unvollkommene
Werke
hervorbringen
;
ein
solcher
KÃ

Â
¼
nstler
verlÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
auf
das
Sittlich-Hohe
,
welches
die
KunstmÃ

Â
¤
ngel
ausgleichen
soll
.
eine
Ahnung
des
Sittlich-HÃ

Â
¶
chsten
will
sich
durch
Kunst
ausdrÃ

Â
¼
cken
,
und
man
bedenkt
nicht
,
daÃ

Â

nur
das
Sinnlich-HÃ

Â
¶
chste
das
Element
ist
,
worin
sich
jenes
verkÃ

Â
¶
rpern
kann
.
Myrons
Kuh
.
Myron
,
ein
griechischer
Bildner
,
verfertigte
ungefÃ

Â
¤
hr
vierhundert
Jahre
vor
unserer
Zeitrechnung
eine
Kuh
von
Erz
,
welche
Cicero
zu
Athen
,
Procopius
im
siebenten
Jahrhundert
zu
Rom
sah
,
also
daÃ

Â

Ã

Â
¼
ber
tausend
Jahre
dieses
Kunstwerk
die
Aufmerksamkeit
der
Menschen
auf
sich
gezogen
.
es
sind
uns
von
demselben
mancherlei
Nachrichten
Ã

Â
¼
briggeblieben
;
allein
wir
kÃ

Â
¶
nnen
uns
doch
daraus
keine
deutliche
Vorstellung
des
eigentlichen
Gebildes
machen
;
ja
was
noch
sonderbarer
scheinen
muÃ

Â

,
Epigramme
,
sechsunddreiÃ

Â

ig
an
der
Zahl
,
haben
uns
bisher
ebenso
wenig
genutzt
,
sie
sind
nur
merkwÃ

Â
¼
rdig
geworden
als
Verirrungen
poetisierender
Kunstbeschauer
.
man
findet
sie
eintÃ

Â
¶
nig
,
sie
stellen
nicht
dar
,
sie
belehren
uns
nicht
.
sie
verwirren
viel
mehr
den
Begriff
,
den
man
sich
von
der
verlorenen
Gestalt
machen
mÃ

Â
¶
chte
,
als
daÃ

Â

sie
ihn
bestimmten
.
genannte
und
ungenannte
Dichter
scheinen
in
diesen
rhythmischen
Scherzen
mehr
untereinander
zu
wetteifern
als
mit
dem
Kunstwerke
;
sie
wissen
nichts
davon
zu
sagen
,
als
daÃ

Â

sie
sÃ

Â
¤
mtlich
die
groÃ

Â

e
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
desselben
anzupreisen
beflissen
sind
.
ein
solches
Dilettantenlob
ist
aber
hÃ

Â
¶
chst
verdÃ

Â
¤
chtig
.
denn
bis
zur
Verwechselung
mit
der
Natur
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
darzustellen
,
war
gewiÃ

Â

nicht
Myrons
Bestreben
,
der
,
als
unmittelbarer
Nachfolger
von
Phidias
und
Polyklet
,
in
einem
hÃ

Â
¶
heren
Sinne
verfuhr
,
beschÃ

Â
¤
ftigt
war
,
Athleten
,
ja
sogar
den
Herkules
zu
bilden
,
und
gewiÃ

Â

seinen
Werken
Stil
zu
geben
,
sie
von
der
Natur
abzusondern
wuÃ

Â

te
.
man
kann
als
ausgemacht
annehmen
,
daÃ

Â

im
Altertum
kein
Werk
berÃ

Â
¼
hmt
worden
,
das
nicht
von
vorzÃ

Â
¼
glicher
Erfindung
gewesen
wÃ

Â
¤
re
:
denn
diese
ist's
doch
,
die
am
Ende
den
Kenner
wie
die
Menge
entzÃ

Â
¼
ckt
.
wie
mag
denn
aber
Myron
eine
Kuh
wichtig
,
bedeutend
und
fÃ

Â
¼
r
die
Aufmerksamkeit
der
Menge
durch
Jahrhunderte
durch
anziehend
gemacht
haben
?
die
sÃ

Â
¤
mtlichen
Epigramme
preisen
durchaus
an
ihr
Wahrheit
und
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
und
wissen
die
mÃ

Â
¶
gliche
Verwechselung
mit
dem
Wirklichen
nicht
genug
hervorzuheben
.
ein
LÃ

Â
¶
we
will
die
Kuh
zerreiÃ

Â

en
,
ein
Stier
sie
bespringen
,
ein
Kalb
an
ihr
saugen
,
die
Ã

Â
¼
brige
Herde
schlieÃ

Â

t
sich
an
sie
an
;
der
Hirte
wirft
einen
Stein
nach
ihr
,
um
sie
von
der
Stelle
zu
bewegen
,
er
schlÃ

Â
¤
gt
nach
ihr
,
er
peitscht
sie
,
er
dutet
sie
an
;
der
Ackersmann
bringt
Kummet
und
Pflug
,
sie
einzuspannen
,
ein
Dieb
will
sie
stehlen
,
eine
Bremse
setzt
sich
auf
ihr
Fell
,
ja
Myron
selbst
verwechselt
sie
mit
den
Ã

Â
¼
brigen
KÃ

Â
¼
hen
seiner
Herde
.
offenbar
strebt
hier
ein
Dichter
,
den
andern
mit
leeren
rednerischen
Floskeln
zu
Ã

Â
¼
berbieten
,
und
die
eigentliche
Gestalt
,
die
Handlung
der
Kuh
bleibt
immer
im
Dunkeln
.
nun
soll
sie
zuletzt
gar
noch
brÃ

Â
¼
llen
;
dieses
fehlte
freilich
noch
zum
NatÃ

Â
¼
rlichen
.
aber
eine
brÃ

Â
¼
llende
Kuh
,
insofern
sie
plastisch
vorzutellen
wÃ

Â
¤
re
,
ist
ein
so
gemeines
und
noch
dazu
unbestimmtes
Motiv
,
daÃ

Â

es
der
hochsinnige
Grieche
unmÃ

Â
¶
glich
brauchen
konnte
.
wie
gemein
es
sei
,
fÃ

Â
¤
llt
jedermann
in
die
Augen
,
aber
unbestimmt
und
unbedeutend
ist
es
dazu
.
sie
kann
brÃ

Â
¼
llen
nach
der
Weide
,
nach
der
Herde
,
dem
Stier
,
dem
Kalbe
,
nach
dem
Stalle
,
der
Melkerin
,
und
wer
weiÃ

Â

nach
was
allem
.
auch
sagen
die
Epigramme
keineswegs
,
daÃ

Â

sie
gebrÃ

Â
¼
llt
habe
,
nur
daÃ

Â

sie
brÃ

Â
¼
llen
wÃ

Â
¼
rde
,
wenn
sie
Eingeweide
hÃ

Â
¤
tte
,
so
wie
sie
sich
fortbewegen
wÃ

Â
¼
rde
,
wenn
sie
nicht
an
das
Piedestal
angegossen
wÃ

Â
¤
re
.
sollten
wir
aber
nicht
trotz
aller
dieser
Hindernisse
doch
zum
Zwecke
gelangen
und
uns
das
Kunstwerk
vergegenwÃ

Â
¤
rtigen
,
wenn
wir
alle
die
falschen
UmstÃ

Â
¤
nde
,
welche
in
den
Epigrammen
enthalten
sind
,
ablÃ

Â
¶
sen
und
den
wahren
Umstand
Ã

Â
¼
brigzubehalten
suchen
?
niemand
wird
in
der
NÃ

Â
¤
he
dieser
Kuh
oder
als
Gegen-
und
Mitbild
einen
LÃ

Â
¶
wen
,
den
Stier
,
den
Hirten
,
die
Ã

Â
¼
brige
Herde
,
den
Ackersmann
,
den
Dieb
oder
die
Bremse
denken
.
aber
ein
Lebendiges
konnte
der
KÃ

Â
¼
nstler
ihr
zugesellen
,
und
zwar
das
einzige
MÃ

Â
¶
gliche
und
Schickliche
,
das
Kalb
.
es
war
eine
sÃ

Â
¤
ugende
Kuh
:
denn
nur
insofern
sie
sÃ

Â
¤
ugt
,
ist
es
erst
eine
Kuh
,
die
uns
als
Herdenbesitzern
bloÃ

Â

durch
Fortpflanzung
und
Nahrung
,
durch
Milch
und
Kalb
bedeutend
wird
.
wirft
man
nun
alle
jene
fremden
Blumen
hinweg
,
womit
die
Dichter
,
und
vielleicht
manche
derselben
ohne
eigne
Anschauung
,
das
Kunstwerk
zu
schmÃ

Â
¼
cken
glaubten
,
so
sagen
mehrere
Epigramme
ausdrÃ

Â
¼
cklich
,
daÃ

Â

es
eine
Kuh
mit
dem
Kalbe
,
daÃ

Â

es
eine
sÃ

Â
¤
ugende
Kuh
gewesen
.
Myron
formte
,
Wandrer
,
die
Kuh
;
das
Kalb
,
sie
erblickend
,
nahet
lechzend
sich
ihr
,
glaubt
die
Mutter
zu
sehn
.
armes
Kalb
,
was
nahst
du
dich
mir
mit
bittendem
BlÃ

Â
¶
ken
?
Milch
ins
Euter
hat
mir
nicht
geschaffen
die
Kunst
.
wollte
man
jedoch
gegen
die
Entschiedenheit
dieser
beiden
Gedichte
einigen
Zweifel
erregen
und
behaupten
,
es
sei
hier
das
Kalb
wie
die
Ã

Â
¼
brigen
hinzugedichteten
Wesen
auch
nur
eine
poetische
Figur
,
so
erhalten
sie
doch
durch
nachstehendes
eine
unwidersprechliche
BekrÃ

Â
¤
ftigung
.
vorbei
,
Hirt
,
bei
der
Kuh
,
und
deine
FlÃ

Â
¶
te
schweige
,
daÃ

Â

ungestÃ

Â
¶
rt
ihr
Kalb
sie
sÃ

Â
¤
uge
!
FlÃ

Â
¶
te
heiÃ

Â

t
hier
offenbar
das
Horn
,
worein
der
Hirte
stÃ

Â
¶
Ã

Â

t
,
um
die
Herde
in
Bewegung
zu
setzen
.
er
soll
in
ihrer
NÃ

Â
¤
he
nicht
duten
,
damit
sie
sich
nicht
rÃ

Â
¼
hre
;
das
Kalb
ist
hier
nicht
supponiert
,
sondern
wirklich
bei
ihr
und
wird
fÃ

Â
¼
r
so
lebendig
angesprochen
als
sie
selbst
.
bleibt
nun
hierÃ

Â
¼
ber
kein
Zweifel
Ã

Â
¼
brig
,
finden
wir
uns
nunmehr
auf
der
rechten
Spur
,
haben
wir
das
wahre
Attribut
von
den
eingebildeten
,
das
plastische
Beiwerk
von
den
poetischen
abzusondern
gewuÃ

Â

t
,
so
haben
wir
uns
noch
mehr
zu
freuen
,
daÃ

Â

zu
Vollendung
unserer
Absicht
,
zum
Lohne
unseres
BemÃ

Â
¼
hens
uns
eine
Abbildung
aus
dem
Altertume
Ã

Â
¼
berliefert
worden
;
sie
ist
auf
den
MÃ

Â
¼
nzen
von
Dyrrhachium
oft
genug
wiederholt
,
in
der
Hauptsache
sich
immer
gleich
.
wir
fÃ

Â
¼
gen
einen
UmriÃ

Â

davon
hier
bei
und
sÃ

Â
¤
hen
gern
durch
geschichte
KÃ

Â
¼
nstler
die
flach
erhabene
Arbeit
wieder
zur
Statue
verwandelt
.
da
nun
dies
herrliche
Werk
,
wenn
auch
nur
in
entfernter
Nachbildung
,
abermals
vor
den
Augen
der
Kenner
steht
,
so
darf
ich
die
Vortrefflichkeit
der
Komposition
wohl
nicht
umstÃ

Â
¤
ndlich
herausheben
.
die
Mutter
,
stramm
auf
ihren
FÃ

Â
¼
Ã

Â

en
wie
auf
SÃ

Â
¤
ulen
,
bereitet
durch
ihren
prÃ

Â
¤
chtigen
KÃ

Â
¶
rper
dem
jungen
SÃ

Â
¤
ugling
ein
Obdach
;
wie
in
einer
Nische
,
einer
Zelle
,
einem
Heiligtum
ist
das
kleine
nahrungsbedÃ

Â
¼
rftige
GeschÃ

Â
¶
pf
eingefaÃ

Â

t
und
fÃ

Â
¼
llt
den
organisch
umgebenen
Raum
mit
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Zierlichkeit
aus
.
die
halbknieende
Stellung
,
gleich
einem
Bittenden
,
das
aufgerichtete
Haupt
,
gleich
einem
Flehenden
und
Empfangenden
,
die
gelinde
Anstrengung
,
die
zarte
Heftigkeit
,
alles
ist
in
den
besten
dieser
Kopien
angedeutet
,
was
dort
im
Original
Ã

Â
¼
ber
allen
Begriff
muÃ

Â

vollendet
gewesen
sein
.
und
nun
wendet
die
Mutter
das
Haupt
nach
innen
,
und
die
Gruppe
schlieÃ

Â

t
sich
auf
die
vollkommenste
Weise
selbst
ab
.
sie
konzentriert
den
Blick
,
die
Betrachtung
,
die
Teilnahme
des
Beschauenden
,
und
er
mag
,
er
kann
sich
nichts
drauÃ

Â

en
,
nichts
daneben
,
nichts
anders
denken
;
wie
eigentlich
ein
vortreffliches
Kunstwerk
alles
Ã

Â
¼
brige
ausschlieÃ

Â

en
und
fÃ

Â
¼
r
den
Augenblick
vernichten
soll
.
die
technische
Weisheit
dieser
Gruppe
,
das
Gleichgewicht
im
Ungleichen
,
den
Gegensatz
des
Ã

Â

hnlichen
,
die
Harmonie
des
UnÃ

Â
¤
hnlichen
und
alles
,
was
mit
Worten
kaum
ausgesprochen
werden
kann
,
verehre
der
bildende
KÃ

Â
¼
nstler
.
wir
aber
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
hier
ohne
Bedenken
die
Behauptung
,
daÃ

Â

die
NaivetÃ

Â
¤
t
der
Konzeption
und
nicht
die
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
der
AusfÃ

Â
¼
hrung
das
ganze
Altertum
entzÃ

Â
¼
ckt
hat
.
das
SÃ

Â
¤
ugen
ist
eine
tierische
Funktion
und
bei
vierfÃ

Â
¼
Ã

Â

igen
Tieren
von
groÃ

Â

er
Anmut
.
das
starre
bewuÃ

Â

tlose
Staunen
des
sÃ

Â
¤
ugenden
GeschÃ

Â
¶
pfes
,
die
bewegliche
TÃ

Â
¤
tigkeit
des
GesÃ

Â
¤
ugten
stehen
in
dem
herrlichsten
Kontrast
.
das
Fohlen
,
schon
zu
ziemlicher
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
erwachsen
,
kniet
nieder
,
um
sich
dem
Euter
zu
bequemen
,
aus
dem
es
stoÃ

Â

weise
die
erwÃ

Â
¼
nschte
Nahrung
zieht
.
die
Mutter
,
halb
verletzt
,
halb
erleichtert
,
schaut
sich
um
,
und
durch
diesen
Akt
entspringt
das
vertraulichste
Bild.
wir
andern
StÃ

Â
¤
dtebewohner
erblicken
seltner
die
Kuh
mit
dem
Kalbe
,
die
Statue
mit
dem
Fohlen
;
aber
bei
jedem
FrÃ

Â
¼
hlingsspaziergang
kÃ

Â
¶
nnen
wir
diesen
Akt
an
Schafen
und
LÃ

Â
¤
mmern
mit
Ergetzen
gewahr
werden
,
und
ich
fordere
jeden
Freund
der
Natur
und
Kunst
auf
,
solchen
Ã

Â
¼
ber
Wies
'
und
Feld
zerstreuten
Gruppen
mehr
Aufmerksamkeit
als
bisher
zu
schenken
.
wenden
wir
uns
nun
wieder
zu
dem
Kunstwerk
,
so
werden
wir
zu
der
allgemeinen
Bemerkung
veranlaÃ

Â

t
,
daÃ

Â

tierische
Gestalten
,
einzeln
oder
gesellt
,
sich
hauptsÃ

Â
¤
chlich
zu
Darstellungen
qualifizieren
,
die
nur
von
einer
Seite
gesehen
werden
,
weil
alles
Interesse
auf
der
Seite
liegt
,
wohin
der
Kopf
gewendet
ist
;
deshalb
eignen
sie
sich
zu
Nischen-
und
Wandbildern
so
wie
zum
Basrelief
,
und
gerade
dadurch
konnte
uns
Myrons
Kuh
,
auch
flach
erhoben
,
so
vollkommen
Ã

Â
¼
berliefert
werden
.
von
den
,
wie
billig
,
so
sehr
gepriesenen
Tierbildungen
wenden
wir
uns
zu
der
noch
preiswÃ

Â
¼
rdigeren
GÃ

Â
¶
tterbildung
.
unmÃ

Â
¶
glich
wÃ

Â
¤
re
es
einem
griechischen
plastischen
KÃ

Â
¼
nstler
gewesen
,
eine
GÃ

Â
¶
ttin
sÃ

Â
¤
ugend
vorzustellen
.
Juno
,
die
dem
Herkules
die
Brust
reicht
,
wird
dem
Poeten
verziehen
,
wegen
der
ungeheueren
Wirkung
,
die
er
hervorbringt
,
indem
er
die
MilchstraÃ

Â

e
durch
den
verspritzten
gÃ

Â
¶
ttlichen
Nahrungssaft
entstehn
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
der
bildende
KÃ

Â
¼
nstler
verwirft
dergleichen
ganz
und
gar.
einer
Juno
,
einer
Pallas
in
Marmor
,
Erz
oder
Elfenbein
einen
Sohn
zuzugesellen
,
wÃ

Â
¤
re
fÃ

Â
¼
r
diese
MajestÃ

Â
¤
ten
hÃ

Â
¶
chst
erniedrigend
gewesen
.
Venus
,
durch
ihren
GÃ

Â
¼
rtel
eine
ewige
Jungfrau
,
hat
im
hÃ

Â
¶
heren
Altertum
keinen
Sohn
;
Eros
,
Amor
,
Cupido
selbst
erscheinen
als
Ausgeburten
der
Urzeit
,
Aphroditen
wohl
zugesellt
,
aber
nicht
so
nahe
verwandt
.
untergeordnete
Wesen
,
Heroinen
,
Nymphen
,
Faunen
,
welchen
die
Dienste
der
Ammen
,
der
Erzieher
zugeteilt
sind
,
mÃ

Â
¶
gen
allenfalls
fÃ

Â
¼
r
einen
Knaben
Sorge
tragend
erscheinen
,
da
Jupiter
selbst
von
einer
Nymphe
,
wo
nicht
gar
von
einer
Ziege
genÃ

Â
¤
hrt
worden
,
andere
GÃ

Â
¶
tter
und
Heroen
gleichfalls
eine
wilde
Erziehung
im
verborgenen
genossen
.
wer
gedenkt
hier
nicht
der
Amalthea
,
des
Chirons
und
so
mancher
andern
?
bildende
KÃ

Â
¼
nstler
jedoch
haben
ihren
groÃ

Â

en
Sinn
und
Geschmack
am
hÃ

Â
¶
chsten
dadurch
betÃ

Â
¤
tigt
,
daÃ

Â

sie
sich
der
tierischen
Handlung
des
SÃ

Â
¤
ugens
an
Halbmenschen
erfreut
.
davon
zeigt
uns
ein
leuchtendes
Beispiel
jene
Centaurenfamilie
des
Zeuxis
.
die
Centaurin
,
auf
das
Gras
hingestreckt
,
gibt
der
jÃ

Â
¼
ngsten
Ausgeburt
ihres
Doppelwesens
die
Milch
der
Mutterbrust
,
indessen
ein
anderes
Tierkind
sich
an
den
Zitzen
der
Stute
erlabt
und
der
Vater
einen
erbeuteten
jungen
LÃ

Â
¶
wen
hinten
herein
zeigt
.
so
ist
uns
auch
ein
schÃ

Â
¶
nes
Familienbild
von
WassergÃ

Â
¶
ttern
auf
einem
geschnittenen
Stein
Ã

Â
¼
briggeblieben
,
wahrscheinlich
Nachbildung
einer
der
berÃ

Â
¼
hmten
Gruppen
des
Skopas
.
ein
Tritonen-Ehepaar
zieht
geruhig
durch
die
Fluten
;
ein
kleiner
Fischknabe
schwimmt
munter
voraus
,
ein
anderer
,
dem
das
salzige
Element
auf
die
Milch
der
Mutter
noch
nicht
schmecken
mag
,
strebt
an
ihr
hinauf
;
sie
hilft
ihm
nach
,
indessen
sie
ein
JÃ

Â
¼
ngstes
an
die
Brust
geschlossen
trÃ

Â
¤
gt.
anmutiger
ist
nicht
leicht
etwas
gedacht
und
ausgefÃ

Â
¼
hrt
.
wie
manches
Ã

Â

hnliche
Ã

Â
¼
bergehen
wir
,
wodurch
uns
die
groÃ

Â

en
Alten
belehrt
,
wie
hÃ

Â
¶
chst
schÃ

Â
¤
tzbar
die
Natur
auf
allen
ihren
Stufen
sei
,
da
,
wo
sie
mit
dem
Haupte
den
gÃ

Â
¶
ttlichen
Himmel
,
und
da
,
wo
sie
mit
den
FÃ

Â
¼
Ã

Â

en
die
tierische
Erde
berÃ

Â
¼
hrt
.
noch
einer
Darstellung
jedoch
kÃ

Â
¶
nnen
wir
nicht
geschweigen
:
es
ist
die
rÃ

Â
¶
mische
WÃ

Â
¶
lfin
.
man
sehe
sie
,
wo
man
will
,
auch
in
der
geringsten
Nachbildung
,
so
erregt
sie
immer
ein
hohes
VergnÃ

Â
¼
gen.
wenn
an
dem
zitzenreichen
Leibe
dieser
wilden
Bestie
sich
zwei
Heldenkinder
einer
wÃ

Â
¼
rdigen
Nahrung
erfreuen
und
sich
das
fÃ

Â
¼
rchterliche
Scheusal
des
Waldes
auch
mÃ

Â
¼
tterlich
nach
diesen
fremden
GastsÃ

Â
¤
uglingen
umsieht
,
der
Mensch
mit
dem
wilden
Tiere
auf
das
zÃ

Â
¤
rtlichste
in
Kontakt
kommt
,
das
zerreiÃ

Â

ende
Monstrum
sich
als
Mutter
,
als
Pflegerin
darstellt
,
so
kann
man
wohl
von
einem
solchen
Wunder
auch
eine
wundervolle
Wirkung
fÃ

Â
¼
r
die
Welt
erwarten
.
sollte
die
Sage
nicht
durch
den
bildenden
KÃ

Â
¼
nstler
zuerst
entsprungen
sein
,
der
einen
solchen
Gedanken
plastisch
am
besten
zu
schÃ

Â
¤
tzen
wuÃ

Â

te
?
wie
schwach
erscheint
aber
,
mit
so
groÃ

Â

en
Konzeptionen
verglichen
,
eine
Augusta
Puerpera
,
---
.
der
Sinn
und
das
Bestreben
der
Griechen
ist
,
den
Menschen
zu
vergÃ

Â
¶
ttern
,
nicht
die
Gottheit
zu
vermenschen
.
hier
ist
ein
Theomorphism
,
kein
Anthropomorphism
!
ferner
soll
nicht
das
Tierische
am
Menschen
geadelt
werden
,
sondern
das
Menschliche
des
Tiers
werde
hervorgehoben
,
damit
wir
uns
in
hÃ

Â
¶
herem
Kunstsinne
daran
ergetzen
,
wie
wir
es
ja
schon
,
nach
einem
unwiderstehlichen
Naturtrieb
,
an
lebenden
TiergeschÃ

Â
¶
pfen
tun
,
die
wir
uns
so
gern
zu
Gesellen
und
Dienern
erwÃ

Â
¤
hlen
.
schauen
wir
nun
nochmals
auf
Myrons
Kuh
zurÃ

Â
¼
ck
,
so
bringen
wir
noch
einige
Vermutungen
nach
,
die
nÃ

Â
¤
mlich
,
daÃ

Â

er
eine
junge
Kuh
vorgestellt
,
welche
zum
ersten
Male
gekalbt
;
ferner
,
daÃ

Â

sie
vielleicht
unter
LebensgrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
gewesen
.
wir
wiederholen
sodann
das
oben
zuerst
Gesagte
,
daÃ

Â

ein
KÃ

Â
¼
nstler
wie
Myron
nicht
das
sogenannte
NatÃ

Â
¼
rliche
zu
gemeiner
TÃ

Â
¤
uschung
gesucht
haben
kÃ

Â
¶
nne
,
sondern
daÃ

Â

er
den
Sinn
der
Natur
aufzufassen
und
auszudrÃ

Â
¼
cken
gewuÃ

Â

t.
der
Menge
,
dem
Dilettanten
,
dem
Redner
,
dem
Dichter
ist
zu
verzeihen
,
wenn
er
das
,
was
im
Bilde
die
hÃ

Â
¶
chste
absichtliche
Kunst
ist
,
nÃ

Â
¤
mlich
den
harmonischen
Effekt
,
welcher
Seele
und
Geist
des
Beschauers
auf
einen
Punkt
konzentriert
,
als
rein
natÃ

Â
¼
rlich
empfindet
,
weil
es
sich
als
hÃ

Â
¶
chste
Natur
mitteilt
;
aber
unverzeihlich
wÃ

Â
¤
re
es
,
nur
einen
Augenblick
zu
behaupten
,
daÃ

Â

dem
hohen
Myron
,
dem
Nachfolger
des
Phidias
,
dem
Vorfahren
des
Praxiteles
,
bei
der
Vollendung
seines
Werks
das
Seelenvolle
,
die
Anmut
des
Ausdrucks
gemangelt
habe
.
zum
Schlusse
sei
uns
erlaubt
,
ein
paar
moderne
Epigramme
beizubringen
,
und
zwar
das
erste
von
Menage
,
welcher
Juno
auf
diese
Kuh
eifersÃ

Â
¼
chtig
sein
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
weil
sie
ihr
eine
zweite
Io
vorzubilden
scheint
.
diesem
braven
Neueren
ist
also
zuerst
beigegangen
,
daÃ

Â

es
im
Altertum
so
viele
ideelle
Tiergestalten
gibt
,
ja
daÃ

Â

sie
,
bei
so
vielen
LiebeshÃ

Â
¤
ndeln
und
Metamorphosen
,
sehr
geeignet
sind
,
das
Zusammentreffen
von
GÃ

Â
¶
ttern
und
Menschen
zu
vermitteln
.
ein
hoher
Kunstbegriff
,
auf
den
man
bei
Beurteilung
alter
Arbeiten
wohl
zu
merken
hat
.
als
sie
das
KÃ

Â
¼
hlein
ersah
,
dein
ehernes
,
eiferte
Juno
,
Myron
!
sie
glaubte
fÃ

Â
¼
rwahr
,
Inachus
'
Tochter
zu
sehn
.
zuletzt
aber
mÃ

Â
¶
gen
einige
rhythmische
Zeilen
stehen
,
die
unsere
Ansicht
gedrÃ

Â
¤
ngt
darzustellen
geeignet
sind
.
daÃ

Â

du
die
Herrlichste
bist
,
Admetos
'
Herden
ein
Schmuck
wÃ

Â
¤
rst
,
selber
des
Sonnengotts
Rindern
Entsprungene
scheinst
:
alles
reiÃ

Â

et
zum
Staunen
mich
hin
!
zum
Preise
des
KÃ

Â
¼
nstlers
-
doch
daÃ

Â

du
mÃ

Â
¼
tterlich
auch
fÃ

Â
¼
hlest
,
es
ziehet
mich
an
.
Jena
,
den
20sten
November
1812
.
anschlieÃ

Â

lich
mag
ich
hier
gern
bemerken
,
daÃ

Â

meine
alte
Vorliebe
fÃ

Â
¼
r
die
Abbildung
des
SÃ

Â
¤
uglings
mit
der
Mutter
,
von
Myrons
Kuh
ausgehend
(
Kunst
und
Altertum
II
,
I
,
9
)
,
durch
Herrn
Zahns
GefÃ

Â
¤
lligkeit
abermals
belohnt
worden
,
indem
er
mir
eine
Durchzeichnung
des
Kindes
Telephus
,
der
in
Gegenwart
seines
Heldenvaters
und
aller
schÃ

Â
¼
tzenden
Wald-
und
BerggÃ

Â
¶
tter
an
der
Hinde
sÃ

Â
¤
ugt
,
zum
Abschied
verehrte
.
von
dieser
Gruppe
,
die
vielleicht
alles
Ã

Â
¼
bertrifft
,
was
in
der
Art
je
geleistet
worden
,
kann
man
sich
Band
I
,
Seite
31
der
Herkulanischen
AltertÃ

Â
¼
mer
einen
allgemeinen
,
obgleich
nicht
genÃ

Â
¼
genden
Begriff
machen
,
welcher
nunmehr
durch
den
gedachten
UmriÃ

Â

in
der
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
des
Originals
vollkommen
Ã

Â
¼
berliefert
wird
.
die
VerschrÃ

Â
¤
nkung
der
Glieder
eines
zarten
sÃ

Â
¤
ugenden
Knaben
mit
dem
leichtfÃ

Â
¼
Ã

Â

igen
Tiergebilde
einer
zierlichen
Hinde
ist
eine
kunstreiche
Komposition
,
die
man
nicht
genug
bewundern
kann
.
undankbar
aber
wÃ

Â
¤
re
es
,
wenn
ich
hier
,
wo
es
Gelegenheit
gibt
,
nicht
eines
Ã

Â

lbildes
erwÃ

Â
¤
hnte
,
welches
ich
tÃ

Â
¤
glich
gern
vor
Augen
sehe
.
in
einem
still-engen
,
doch
heiter-mannigfaltigen
Tal
,
unter
einem
alten
Eichbaume
,
sÃ

Â
¤
ugt
ein
weiÃ

Â

es
Reh
einen
gleichfalls
blendend
weiÃ

Â

en
AbkÃ

Â
¶
mmling
unter
liebkosender
Teilnahme
.
auf
diese
Weise
bildet
sich
denn
um
mich
,
angeregt
durch
jene
frÃ

Â
¼
heren
Bemerkungen
,
ein
heiterer
Zyklus
dieses
anmutigen
Zeugnisses
ursprÃ

Â
¼
nglichster
Verwandtschaft
und
notwendigster
Neigung
.
vielleicht
kommen
wir
auf
diesem
Wege
am
ersten
zu
dem
hohen
philosophischen
Ziel
,
das
gÃ

Â
¶
ttlich
Belebende
in
Menschen
mit
dem
tierisch
Belebten
auf
das
unschuldigste
verbunden
gewahr
zu
werden
.
Ruysdael
als
Dichter
.
Jakob
Ruysdael
,
geboren
zu
Harlem
1635
,
fleiÃ

Â

ig
arbeitend
bis
1681
,
ist
als
einer
der
vortrefflichsten
Landschaftsmaler
anerkannt
.
seine
Werke
befriedigen
vorerst
alle
Forderungen
,
die
der
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
Sinn
an
Kunstwerke
machen
kann
.
Hand
und
Pinsel
wirken
mit
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ter
Freiheit
zu
der
genauesten
Vollendung
.
Licht
,
Schatten
,
Haltung
und
Wirkung
des
Ganzen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
nichts
zu
wÃ

Â
¼
nschen
Ã

Â
¼
brig
.
hievon
Ã

Â
¼
berzeugt
der
Anblick
sogleich
jeden
Liebhaber
und
Kenner
.
gegenwÃ

Â
¤
rtig
aber
wollen
wir
ihn
als
denkenden
KÃ

Â
¼
nstler
,
ja
als
Dichter
betrachten
,
und
auch
hier
werden
wir
gestehen
,
daÃ

Â

ein
hoher
Preis
ihm
gebÃ

Â
¼
hre
.
zum
gehaltreichen
Texte
kommen
uns
hiezu
drei
GemÃ

Â
¤
lde
der
KÃ

Â
¶
niglich
SÃ

Â
¤
chsischen
Sammlung
zustatten
,
wo
verschiedene
ZustÃ

Â
¤
nde
der
bewohnten
ErdoberflÃ

Â
¤
che
mit
groÃ

Â

em
Sinn
dargestellt
sind
,
jeder
einzeln
,
abgeschlossen
,
konzentriert
.
der
KÃ

Â
¼
nstler
hat
bewunderungswÃ

Â
¼
rdig
geistreich
den
Punkt
gefaÃ

Â

t
,
wo
die
Produktionskraft
mit
dem
reinen
Verstande
zusammentrifft
,
und
dem
Beschauer
ein
Kunstwerk
Ã

Â
¼
berliefert
,
welches
,
dem
Auge
an
und
fÃ

Â
¼
r
sich
erfreulich
,
den
innern
Sinn
aufruft
,
das
Andenken
anregt
und
zuletzt
einen
Begriff
ausspricht
,
ohne
sich
darin
aufzulÃ

Â
¶
sen
oder
zu
verkÃ

Â
¼
hlen
.
wir
haben
wohlgeratene
Kopien
dieser
drei
Bilder
vor
uns
und
kÃ

Â
¶
nnen
also
darÃ

Â
¼
ber
ausfÃ

Â
¼
hrlich
und
gewissenhaft
sprechen
.
I.
das
erste
Bild
stellt
die
sukzessiv
bewohnte
Welt
zusammen
dar
.
auf
einem
Felsen
,
der
ein
begrenztes
Tal
Ã

Â
¼
berschaut
,
steht
ein
alter
Turm
,
nebenan
wohle3rhaltene
neuere
Baulichkeiten
.
an
dem
FuÃ

Â

e
des
Felsen
eine
ansehnliche
Wohnung
behaglicher
Gutsbesitzer
.
die
uralten
hohen
Fichten
um
dieselbe
zeigen
uns
an
,
welch
ein
langer
friedlich-vererbter
Besitz
einer
Reihe
von
AbkÃ

Â
¶
mmlingen
an
dieser
Stelle
gegÃ

Â
¶
nnt
gewesen
.
im
Grunde
am
Abhange
eines
Berges
ein
weithingestrecktes
Dorf
,
gleichfalls
auf
Fruchtbarkeit
und
Wohnlichkeit
dieses
Tals
hindeutend
.
ein
stark
strÃ

Â
¶
mendes
Wasser
stÃ

Â
¼
rzt
im
Vordergrunde
Ã

Â
¼
ber
Felsen
und
abgerissene
schlanke
BaumstÃ

Â
¤
mme
,
und
so
fehlt
es
denn
nicht
an
dem
allbelebenden
Elemente
,
und
man
denkt
sich
sogleich
,
daÃ

Â

es
ober-
und
unterhalb
durch
MÃ

Â
¼
hlen
und
Hammerwerke
werde
benutzt
sein
.
die
Bewegung
,
Klarheit
,
Haltung
dieser
Massen
beleben
kÃ

Â
¶
stlich
das
Ã

Â
¼
brige
Ruhende
.
daher
wird
auch
dieses
GemÃ

Â
¤
lde
der
Wasserfall
genannt
.
es
befriedigt
jeden
,
der
auch
nicht
gerade
in
den
Sinn
des
Bildes
einzudringen
Zeit
und
Veranlassung
hat
.
II
.
das
zweite
Bild
,
unter
dem
Namen
des
Klosters
berÃ

Â
¼
hmt
,
hat
bei
einer
reichern
,
mehr
anziehenden
Komposition
die
Ã

Â
¤
hnliche
Absicht
:
im
GegenwÃ

Â
¤
rtigen
das
Vergangene
darzustellen
,
und
dies
ist
auf
das
bewundernswÃ

Â
¼
rdigste
erreicht
,
das
Abgestorbene
mit
dem
Lebendigen
in
die
anschaulichste
Verbindung
gebracht
.
zu
seiner
linken
Hand
erblickt
der
Beschauer
ein
verfallenes
,
ja
verwÃ

Â
¼
stetes
Kloster
,
an
welchem
man
jedoch
hinterwÃ

Â
¤
rts
wohlerhaltene
GebÃ

Â
¤
ude
sieht
,
wahrscheinlich
den
Aufenthalt
eines
Amtmanns
oder
SchÃ

Â
¶
ssers
,
welcher
die
ehemals
hieher
flieÃ

Â

enden
Zinsen
und
GefÃ

Â
¤
lle
noch
fernerhin
einnimmt
,
ohne
daÃ

Â

sie
von
hier
aus
,
wie
sonst
,
ein
allgemeines
Leben
verbreiten
.
im
Angesicht
dieser
GebÃ

Â
¤
ude
steht
ein
vor
alten
Zeiten
gepflanztes
,
noch
immer
fortwachsendes
Lindenrund
,
um
anzudeuten
,
daÃ

Â

die
Werke
der
Natur
ein
lÃ

Â
¤
ngeres
Leben
,
eine
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
Dauer
haben
als
die
Werke
der
Menschen
;
denn
unter
diesen
BÃ

Â
¤
umen
haben
sich
schon
vor
mehrern
Jahrhunderten
bei
Kirchweihfesten
und
JahrmÃ

Â
¤
rkten
zahlreiche
Pilgrime
versammelt
,
um
sich
nach
frommen
Wanderungen
zu
erquicken
.
daÃ

Â

Ã

Â
¼
brigens
hier
ein
groÃ

Â

er
ZusammenfluÃ

Â

von
Menschen
,
eine
fortdauernde
Lebensbewegung
gewesen
,
darauf
deuten
die
an
und
in
dem
Wasser
Ã

Â
¼
briggebliebenen
Fundamente
von
BrÃ

Â
¼
ckenpfeilern
,
die
gegenwÃ

Â
¤
rtig
malerischem
Zwecke
dienen
,
indem
sie
den
Lauf
des
FlÃ

Â
¼
Ã

Â

chens
hemmen
und
kleine
rauschende
Kaskaden
hervorbringen
.
aber
daÃ

Â

diese
BrÃ

Â
¼
cke
zerstÃ

Â
¶
rt
ist
,
kann
den
lebendigen
Verkehr
nicht
hindern
,
der
sich
durch
alles
durch
seine
StraÃ

Â

e
sucht
.
Menschen
und
Vieh
,
Hirten
und
Wanderer
ziehen
nunmehr
durch
das
seichte
Wasser
und
geben
dem
sanften
Zuge
desselben
einen
neuen
Reiz
.
auch
reich
an
Fischen
sind
noch
bis
auf
den
heutigen
Tag
diese
Fluten
,
so
wie
zu
jener
Zeit
,
als
man
bei
Fastentafeln
notwendig
ihrer
bedurfte
;
denn
Fischer
waten
diesen
unschuldigen
Grundbewohnern
noch
immer
entgegen
und
suchen
sich
ihrer
zu
bemÃ

Â
¤
chtigen
.
wenn
nun
die
Berge
des
Hintergrundes
mit
jungen
BÃ

Â
¼
schen
umlaubt
scheinen
,
so
mag
man
daraus
schlieÃ

Â

en
,
daÃ

Â

starke
WÃ

Â
¤
lder
hier
abgetrieben
und
diese
sanften
HÃ

Â
¶
hen
dem
Stockausschlag
und
dem
kleinern
GestrÃ

Â
¤
uch
Ã

Â
¼
berlassen
werden
.
aber
diesseits
des
Wassers
hat
sich
zunÃ

Â
¤
chst
an
einer
verwitterten
,
zerbrÃ

Â
¶
ckelten
Felspartie
eine
merkwÃ

Â
¼
rdige
Baumgruppe
angesiedelt
.
schon
steht
veraltet
eine
herrliche
Buche
da
,
entblÃ

Â
¤
ttert
,
entÃ

Â
¤
stet
,
mit
geborstener
Rinde
.
damit
sie
uns
aber
durch
ihren
herrlich
dargestellten
Schaft
nicht
betrÃ

Â
¼
be
,
sondern
erfreue
,
so
sind
ihr
andere
,
noch
vollebendige
BÃ

Â
¤
ume
zugesellt
,
die
dem
kahlen
Stamme
durch
den
Reichtum
ihrer
Ã

Â

ste
und
Zweige
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kommen
.
diesen
Ã

Â
¼
ppigen
Wuchs
begÃ

Â
¼
nstigt
die
nahe
Feuchtigkeit
,
welche
durch
Moos
und
Rohr
und
SumpfkrÃ

Â
¤
uter
genugsam
angedeutet
wird
.
indem
nun
ein
sanftes
Licht
von
dem
Kloster
zu
den
Linden
und
weiter
hin
sich
zieht
,
an
dem
weiÃ

Â

en
Stamm
der
Buche
wie
im
Widerscheine
glÃ

Â
¤
nzt
,
sodann
Ã

Â
¼
ber
den
sanften
FluÃ

Â

und
die
rauschenden
FÃ

Â
¤
lle
,
Ã

Â
¼
ber
Herden
und
Fischer
zurÃ

Â
¼
ckgleitet
und
das
ganze
Bild
belebt
,
sitzt
nah
am
Wasser
im
Vordergrund
,
uns
den
RÃ

Â
¼
cken
kehrend
,
der
zeichnende
KÃ

Â
¼
nstler
selbst
,
und
diese
so
oft
miÃ

Â

brauchte
Staffage
erblicken
wir
mit
RÃ

Â
¼
hrung
hier
am
Platze
,
so
bedeutend
als
wirksam
.
er
sitzt
hier
als
Betrachter
,
als
ReprÃ

Â
¤
sentant
von
allen
,
welche
das
Bild
kÃ

Â
¼
nftig
beschauen
werden
,
welche
sich
mit
ihm
in
die
Betrachtung
der
Vergangenheit
und
Gegenwart
,
die
sich
so
lieblich
durcheinander
webt
,
gern
vertiefen
mÃ

Â
¶
gen.
glÃ

Â
¼
cklich
aus
der
Natur
gegriffen
ist
dies
Bild
,
glÃ

Â
¼
cklich
durch
den
Gedanken
erhÃ

Â
¶
ht
,
und
da
man
es
noch
Ã

Â
¼
berdies
nach
allen
Erfordernissen
der
Kunst
angelegt
und
ausgefÃ

Â
¼
hrt
findet
,
so
wird
es
uns
immer
anziehen
,
es
wird
seinen
wohlverdienten
Ruf
durch
alle
Zeiten
erhalten
und
auch
in
einer
Kopie
,
wenn
sie
einigermaÃ

Â

en
gelang
,
das
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
Verdienst
des
Originals
zur
Ahnung
bringen
.
III
.
das
dritte
Bild
dagegen
ist
allein
der
Vergangenheit
gewidmet
,
ohne
dem
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Leben
irgendein
Recht
zu
gÃ

Â
¶
nnen
.
man
kennt
es
unter
dem
Namen
des
Kirchhofs
.
es
ist
auch
einer
.
die
Grabmale
sogar
deuten
in
ihrem
zerstÃ

Â
¶
rten
Zustande
auf
ein
Mehr-als-Vergangenes
;
sie
sind
GrabmÃ

Â
¤
ler
von
sich
selbst
.
in
dem
Hintergrunde
sieht
man
,
von
einem
vorÃ

Â
¼
berziehenden
Regenschauer
umhÃ

Â
¼
llt
,
magere
Ruinen
eines
ehemals
ungeheuern
,
in
den
Himmel
strebenden
Doms
.
eine
freistehende
spindelfÃ

Â
¶
rmige
Giebelmauer
wird
nicht
mehr
lange
halten
.
die
ganze
sonst
gewiÃ

Â

fruchtbare
Klosterumgebung
ist
verwildert
,
mit
Stauden
und
StrÃ

Â
¤
uchen
,
ja
mit
schon
veralteten
und
verdorrten
BÃ

Â
¤
umen
zum
Teil
bedeckt
.
auch
auf
dem
Kirchhofe
dringt
diese
Wildnis
ein
,
von
dessen
ehemaliger
frommen
Befriedigung
keine
Spur
mehr
zu
sehen
ist
.
bedeutende
,
wundersame
GrÃ

Â
¤
ber
aller
Art
,
durch
ihre
Formen
teils
an
SÃ

Â
¤
rge
erinnernd
,
teils
durch
groÃ

Â

e
aufgerichtete
Steinplatten
bezeichnet
,
geben
Beweis
von
der
Wichtigkeit
des
Kirchsprengels
,
und
was
fÃ

Â
¼
r
edle
und
wohlhabende
Geschlechter
an
diesem
Orte
ruhen
mÃ

Â
¶
gen.
der
Verfall
der
GrÃ

Â
¤
ber
selbst
ist
mit
groÃ

Â

em
Geschmack
und
schÃ

Â
¶
ner
KÃ

Â
¼
nstlermÃ

Â
¤
Ã

Â

igung
ausgefÃ

Â
¼
hrt
;
sehr
gern
verweilt
der
Blick
an
ihnen
.
aber
zuletzt
wird
der
Betrachter
Ã

Â
¼
berrascht
,
wenn
er
weit
hinten
neue
bescheidene
Monumente
mehr
ahnet
als
erblickt
,
um
welche
sich
Trauernde
beschÃ

Â
¤
ftigen
-
als
wenn
uns
das
Vergangene
nichts
auÃ

Â

er
der
Sterblichkeit
zurÃ

Â
¼
cklassen
kÃ

Â
¶
nnte
.
der
bedeutendste
Gedanke
dieses
Bildes
jedoch
macht
zugleich
den
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
malerischen
Eindruck
.
durch
das
ZusammenstÃ

Â
¼
rzen
ungeheurer
GebÃ

Â
¤
ude
mag
ein
freundlicher
,
sonst
wohlgeleiteter
Bach
verschÃ

Â
¼
ttet
,
gestemmt
und
aus
seinem
Wege
gedrÃ

Â
¤
ngt
worden
sein
.
dieser
sucht
sich
nun
einen
Weg
ins
WÃ

Â
¼
ste
,
bis
durch
die
GrÃ

Â
¤
ber.
ein
Lichtblick
,
den
Regenschauer
Ã

Â
¼
berwindend
,
beleuchtet
ein
paar
aufgerichtete
,
schon
beschÃ

Â
¤
digte
Grabestafeln
,
einen
ergrauten
Baumstamm
und
Stock
,
vor
allem
aber
die
heranflutende
Wassermasse
,
ihre
stÃ

Â
¼
rzenden
Strahlen
und
den
sich
entwickelnden
Schaum
.
diese
sÃ

Â
¤
mtlichen
GemÃ

Â
¤
lde
,
so
oft
kopiert
,
werden
vielen
Liebhabern
vor
Augen
sein
.
wer
das
GlÃ

Â
¼
ck
hat
,
die
Originale
zu
sehen
,
durchdringe
sich
von
der
Einsicht
,
wie
weit
die
Kunst
gehen
kann
und
soll
.
wir
werden
in
der
Folge
noch
mehr
Beispiele
aufsuchen
,
wo
der
reinfÃ

Â
¼
hlende
,
klardenkende
KÃ

Â
¼
nstler
,
sich
als
Dichter
erweisend
,
eine
vollkommene
Symbolik
erreicht
und
durch
die
Gesundheit
seines
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
und
innern
Sinnes
uns
zugleich
ergÃ

Â
¶
tzt
,
belehrt
,
erquickt
und
belebt
.
Kunst
und
Altertum
am
Rhein
und
Main
.
Mit
einem
Nachbilde
der
Vera
Icon
,
byzantinisch-niederrheinisch
.
Heidelberg
.
diese
Stadt
,
von
so
mancher
Seite
merkwÃ

Â
¼
rdig
,
beschÃ

Â
¤
ftigt
und
unterhÃ

Â
¤
lt
den
Besuchenden
auf
mehr
als
eine
Weise
.
der
Weg
jedoch
,
welchen
wir
zu
unsern
Zwecken
eingeschlagen
haben
,
fÃ

Â
¼
hrt
uns
zuerst
in
die
Sammlung
alter
GemÃ

Â
¤
lde
,
welche
,
vom
Niederrhein
heraufgebracht
,
seit
einigen
Jahren
als
besondere
Zierde
des
Ortes
,
ja
der
Gegend
angesehen
werden
kann
.
indem
ich
nun
die
Boissereesche
Sammlung
nach
einer
jÃ

Â
¤
hrigen
Pause
zum
zweitenmal
betrachte
,
in
ihren
Sinn
und
Absicht
tiefer
eindringe
,
auch
nicht
abgeneigt
bin
,
darÃ

Â
¼
ber
ein
Wort
Ã

Â
¶
ffentlich
auszusprechen
,
so
begegnen
mir
alle
vorgefÃ

Â
¼
hlte
Schwierigkeiten
:
denn
weil
aller
Vorzug
der
bildenden
Kunst
darin
besteht
,
daÃ

Â

man
ihre
Darstellungen
mit
Worten
zwar
andeuten
,
aber
nicht
ausdrÃ

Â
¼
cken
kann
,
so
weiÃ

Â

der
Einsichtige
,
daÃ

Â

er
in
solchem
Falle
ein
UnmÃ

Â
¶
gliches
Ã

Â
¼
bernÃ

Â
¤
hme
,
wenn
er
sich
nicht
zu
seiner
Bahn
selbst
MaÃ

Â

und
Ziel
setzen
wollte
.
da
erkennt
er
denn
,
daÃ

Â

auf
historischem
Wege
hier
das
Reinste
und
NÃ

Â
¼
tzlichste
zu
wirken
ist
;
er
wird
den
Vorsatz
fassen
,
eine
so
wohlversehene
und
wohlgeordnete
Sammlung
dadurch
zu
ehren
,
daÃ

Â

er
nicht
sowohl
von
den
Bildern
selbst
als
von
ihrem
Bezug
untereinander
Rechenschaft
zu
geben
trachtet
;
er
wird
sich
vor
Vergleichungen
nach
auÃ

Â

en
im
Einzelnen
hÃ

Â
¼
ten
,
ob
er
gleich
die
Kunstepoche
,
von
welcher
hier
die
Rede
ist
,
aus
entfernten
,
durch
Zeit
und
Ort
geschiedenen
KunsttÃ

Â
¤
tigkeiten
ableiten
muÃ

Â

.
und
so
wird
er
den
kostbaren
Werken
,
mit
denen
wir
uns
gegenwÃ

Â
¤
rtig
beschÃ

Â
¤
ftigen
,
an
ihrem
Platz
vollkommnes
Recht
widerfahren
lassen
und
sie
dergestalt
behandeln
,
daÃ

Â

ihnen
der
grÃ

Â
¼
ndliche
Geschichtskenner
gern
ihre
Stelle
in
dem
groÃ

Â

en
Kreise
der
allgemeinen
Kunstwelt
anweisen
mag
.
als
Einleitung
hiezu
,
und
damit
das
Besondere
dieser
Sammlung
deutlicher
hervortrete
,
ist
vor
allen
Dingen
ihre
Entstehung
zu
bedenken
.
die
GebrÃ

Â
¼
der
Boisseree
,
welche
solche
in
Gesellschaft
mit
Bertram
gegenwÃ

Â
¤
rtig
besitzen
,
und
den
GenuÃ

Â

derselben
mit
Kunstfreunden
auf
das
offenste
teilen
,
waren
frÃ

Â
¼
her
dem
Kaufmannstande
geweiht
,
und
hatten
auf
diesen
Zweck
ihre
Studien
sowohl
zu
Hause
als
auswÃ

Â
¤
rts
in
groÃ

Â

en
HandelsstÃ

Â
¤
dten
gerichtet
.
indessen
suchten
sie
zugleich
einen
Trieb
nach
hÃ

Â
¶
herer
Bildung
zu
befriedigen
,
wozu
sie
schÃ

Â
¶
ne
Gelegenheit
fanden
,
als
auf
die
KÃ

Â
¶
lner
neuerrichtete
Schule
vorzÃ

Â
¼
gliche
deutsche
MÃ

Â
¤
nner
zu
Lehrern
berufen
wurden
.
dadurch
gewannen
sie
eine
jenen
Gegenden
seltenere
Ausbildung
.
und
obgleich
ihnen
,
die
sich
von
Jugend
auf
von
alten
und
neuen
Kunstwerken
umgeben
gesehen
,
Freude
daran
und
Liebe
derselben
angeboren
und
anerzogen
sein
muÃ

Â

te
,
so
war
es
doch
eigentlich
ein
Zufall
,
der
die
Neigung
dergleichen
zu
besitzen
erweckte
,
und
zu
dem
lobenswÃ

Â
¼
rdigsten
Unternehmen
den
AnlaÃ

Â

gab
.
man
erinnere
sich
jenes
JÃ

Â
¼
nglings
,
der
am
Strande
des
Meeres
einen
Ruderpflock
fand
und
,
durch
das
Wohlgefallen
an
diesem
einfachen
Werkzeug
bewogen
,
sich
ein
Ruder
,
darauf
einen
Kahn
,
hiezu
Mast
und
Segel
anschaffte
und
,
sich
erst
an
Uferfahrten
vorÃ

Â
¼
bend
,
zuletzt
mutig
in
die
See
stach
und
mit
immer
vergrÃ

Â
¶
Ã

Â

ertem
Fahrzeug
endlich
zu
einem
reichen
und
glÃ

Â
¼
cklichen
Kauffahrer
gedieh
.
diesem
gleich
erhandelten
unsere
JÃ

Â
¼
nglinge
zufÃ

Â
¤
llig
eines
der
auf
den
TrÃ

Â
¶
del
gesprengten
Kirchenbilder
um
den
geringsten
Preis
,
bald
mehrere
;
und
indem
sie
durch
Besitz
und
Wiederherstellung
immer
tiefer
in
den
Wert
solcher
Arbeiten
eindrangen
,
verwandelte
sich
die
Neigung
in
Leidenschaft
,
welche
sich
mit
wachsender
Kenntnis
im
Besitz
guter
und
vortrefflicher
Dinge
immer
vermehrte
,
so
daÃ

Â

es
ihnen
keine
Aufopferung
schien
,
wenn
sie
durch
kostspielige
Reisen
,
neue
Anschaffungen
und
sonstiges
Unternehmen
einen
Teil
ihres
VermÃ

Â
¶
gens
so
wie
ihre
ganze
Zeit
auf
die
AusfÃ

Â
¼
hrung
des
einmal
gefaÃ

Â

ten
Vorsatzes
verwendeten
.
jener
Trieb
,
die
alten
deutschen
Baudenkmale
aus
der
Vergessenheit
zu
ziehn
,
die
besseren
in
ihrer
Reinheit
darzustellen
,
und
dadurch
ein
Urteil
Ã

Â
¼
ber
die
Verschlimmerung
dieser
Bauart
festzusetzen
,
wurde
gleichermaÃ

Â

en
belebt
.
ein
BemÃ

Â
¼
hen
schritt
neben
den
andern
fort
,
und
sie
sind
nun
imstande
,
ein
in
Deutschland
ungewÃ

Â
¶
hnliches
Prachtwerk
herauszugeben
,
und
eine
aus
zweihundert
Bildern
bestehende
Sammlung
vorzuweisen
,
die
an
Seltenheit
,
Reinheit
,
glÃ

Â
¼
cklicher
Erhaltung
und
Wiederherstellung
,
besonders
aber
an
reiner
geschichtlicher
Folge
,
ihresgleichen
schwerlich
haben
mÃ

Â
¶
chte
.
um
nun
aber
so
viel
,
als
es
mit
Worten
geschehen
kann
,
hierÃ

Â
¼
ber
verstÃ

Â
¤
ndlich
zu
werden
,
mÃ

Â
¼
ssen
wir
in
Ã

Â
¤
ltere
Zeiten
zurÃ

Â
¼
ckgehen
,
gleichwie
derjenige
,
der
einen
Stammbaum
ausarbeiten
soll
,
so
weit
als
mÃ

Â
¶
glich
von
den
Zweigen
zur
Wurzel
dringen
muÃ

Â

;
wobei
wir
jedoch
immer
voraussetzen
,
daÃ

Â

dem
Leser
diese
Sammlung
entweder
wirklich
oder
in
Gedanken
gegenwÃ

Â
¤
rtig
sei
,
nicht
weniger
,
daÃ

Â

er
sonstige
Kunstwerke
,
deren
wir
erwÃ

Â
¤
hnen
,
gleichfalls
kenne
,
und
mit
nÃ

Â
¼
chternem
Sinn
sich
ernstlich
mit
uns
unterrichten
wolle
.
durch
militÃ

Â
¤
risches
und
politisches
Unheil
war
das
RÃ

Â
¶
mische
Reich
auf
einen
Grad
von
Verwirrung
und
Erniedrigung
gesunken
,
daÃ

Â

gute
Anstalten
jeder
Art
und
also
auch
die
Kunstfertigkeit
von
der
Erde
verschwanden
.
die
noch
vor
wenigen
Jahrhunderten
so
hochstehende
Kunst
hatte
sich
in
dem
wilden
Kriegs-
und
Heereswesen
vÃ

Â
¶
llig
verloren
,
wie
uns
die
MÃ

Â
¼
nzen
dieser
so
sehr
erniedrigten
Zeiten
den
deutlichsten
Beweis
geben
,
wo
eine
Unzahl
Kaiser
und
Kaiserlinge
sich
nicht
entehrt
fanden
,
in
der
fratzenhaftesten
Gestalt
auf
den
schlechtesten
Kupferpfennigen
zu
erscheinen
,
und
ihren
Soldaten
,
statt
ehrenvollen
Soldes
,
ein
bettelhaftes
Almosen
kÃ

Â
¼
mmerlich
zu
spenden
.
der
christlichen
Kirche
dagegen
sind
wir
die
Erhaltung
der
Kunst
,
und
wÃ

Â
¤
r
'
es
auch
nur
als
Funken
unter
der
Asche
,
schuldig
.
denn
obgleich
die
neue
,
innerliche
,
sittlich-sanftmÃ

Â
¼
tige
Lehre
jene
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
,
krÃ

Â
¤
ftig-sinnliche
Kunst
ablehnen
und
ihre
Werke
wo
nicht
zerstÃ

Â
¶
ren
doch
entfernen
muÃ

Â

te
,
so
lag
doch
in
dem
Geschichtlichen
der
Religion
ein
so
vielfacher
,
ja
unendlicher
Same
als
in
keiner
andern
,
und
daÃ

Â

dieser
,
selbst
ohne
Wollen
und
Zutun
der
neuen
Bekenner
,
aufgehen
wÃ

Â
¼
rde
,
lag
in
der
Natur
.
die
neue
Religion
bekannte
einen
obersten
Gott
,
nicht
so
kÃ

Â
¶
niglich
gedacht
wie
Zeus
,
aber
menschlicher
;
denn
er
ist
Vater
eines
geheimnisvollen
Sohnes
,
der
die
sittlichen
Eigenschaften
der
Gottheit
auf
Erden
darstellen
sollte
.
zu
beiden
gesellte
sich
eine
flattrnde
unschuldige
Taube
als
eine
gestaltete
und
gekÃ

Â
¼
hlte
Flamme
und
bildete
ein
wundersames
Kleeblatt
,
wo
umher
ein
seliges
Geisterchor
in
unzÃ

Â
¤
hligen
Abstufungen
sich
versammelte
.
die
Mutter
jenes
Sohnes
konnte
als
die
reinste
der
Frauen
verehrt
werden
;
denn
schon
im
heidnischen
Altertum
war
JungfrÃ

Â
¤
ulichkeit
und
Mutterschaft
verbunden
denkbar
.
zu
ihr
tritt
ein
Greis
,
und
von
oben
her
wird
eine
MiÃ

Â

heirat
gebilligt
,
damit
es
dem
neugebornen
Gotte
nicht
an
einem
irdischen
Vater
zu
Schein
und
Pflege
fehlen
mÃ

Â
¶
ge.
was
nun
beim
Erwachsen
und
bei
endlicher
TÃ

Â
¤
tigkeit
dieses
gÃ

Â
¶
ttlich-menschliche
Wesen
fÃ

Â
¼
r
Anziehungskraft
ausÃ

Â
¼
bt
,
zeigt
uns
die
Masse
und
Mannigfaltigkeit
seiner
JÃ

Â
¼
nger
und
AnhÃ

Â
¤
nger
mÃ

Â
¤
nnlichen
und
weiblichen
Geschlechts
,
die
sich
,
an
Alter
und
Charakteren
verschieden
,
um
den
einen
versammeln
:
die
aus
der
Menge
hervortretenden
Apostel
,
die
vier
Annalenschreiber
,
so
manche
Bekenner
aller
Art
und
StÃ

Â
¤
nde
,
und
,
von
Stephanus
an
,
eine
Reihe
MÃ

Â
¤
rtyrer
.
grÃ

Â
¼
ndet
sich
nun
ferner
dieser
neue
Bund
auf
einen
Ã

Â
¤
ltern
,
dessen
Ã

Â

berlieferungen
bis
zu
Erschaffung
der
Welt
reichen
und
auch
mehr
historisch
als
dogmatisch
sind
;
bringen
wir
die
ersten
Eltern
,
die
ErzvÃ

Â
¤
ter
und
Richter
,
Propheten
,
KÃ

Â
¶
nige
,
Wiederhersteller
in
Anschlag
,
deren
jeder
sich
besonders
auszeichnet
oder
auszuzeichnen
ist
:
so
sehen
wir
,
wie
natÃ

Â
¼
rlich
es
war
,
daÃ

Â

Kunst
und
Kirche
ineinander
verschmolzen
und
eins
ohne
das
andere
nicht
zu
bestehen
schien
.
wenn
daher
die
hellenische
Kunst
vom
Allgemeinen
begann
und
sich
ganz
spÃ

Â
¤
t
ins
Besondere
verlor
,
so
hatte
die
christliche
den
Vorteil
,
von
einer
Unzahl
IndividualitÃ

Â
¤
ten
ausgehen
zu
kÃ

Â
¶
nnen
,
um
sich
nach
und
nach
ins
Allgemeine
zu
erheben
.
man
tue
nur
noch
einen
Blick
auf
die
hererzÃ

Â
¤
hlte
Menge
historischer
und
mythischer
Gestalten
;
man
erinnere
sich
,
daÃ

Â

von
jeder
bedeutend
charakteristische
Handlungen
gerÃ

Â
¼
hmt
werden
;
daÃ

Â

ferner
der
neue
Bund
zu
seiner
Berechtigung
sich
im
alten
symbolisch
wiederzufinden
bemÃ

Â
¼
ht
war
,
und
sowohl
historisch-irdische
als
himmlisch-geistige
BezÃ

Â
¼
ge
auf
tausendfache
Weise
anspielten
:
so
sollten
freilich
auch
in
der
bildenden
Kunst
der
ersten
christlich-kirchlichen
Jahrhunderte
schÃ

Â
¶
ne
DenkmÃ

Â
¤
ler
Ã

Â
¼
briggeblieben
sein
.
allein
die
Welt
war
im
ganzen
zu
sehr
verworren
und
gedrÃ

Â
¼
ckt
,
die
immer
wachsende
Unordnung
vertrieb
die
Bildung
aus
dem
Westen
;
nur
Byzanz
blieb
noch
ein
fester
Sitz
fÃ

Â
¼
r
die
Kirche
und
die
mit
ihr
verbundne
Kunst
.
jedoch
hatte
leider
in
dieser
Epoche
der
Orient
schon
ein
trauriges
Ansehn
,
und
was
die
Kunst
betrifft
,
blÃ

Â
¼
hten
jene
obgenannten
IndividualitÃ

Â
¤
ten
nicht
sogleich
auf
,
aber
sie
verhinderten
doch
,
daÃ

Â

ein
alter
,
starrer
,
mumienhafter
Stil
nicht
alle
Bedeutsamkeit
verlor
.
man
unterschied
immerfort
die
Gestalten
;
aber
diesen
Unterschied
fÃ

Â
¼
hlbar
zu
machen
,
schrieb
man
Name
fÃ

Â
¼
r
Name
auf
das
Bild
,
oder
unter
dasselbe
,
damit
man
ja
unter
den
immer
hÃ

Â
¤
ufiger
und
hÃ

Â
¤
ufiger
werdenden
Heiligen
und
MÃ

Â
¤
rtyrern
nicht
einen
statt
des
andern
verehrte
,
sondern
einem
jeden
sein
Recht
wie
billig
bewahrte
.
und
so
ward
es
denn
eine
kirchliche
Angelegenheit
,
die
Bilder
zu
fertigen
.
dies
geschah
nach
genauer
Vorschrift
,
unter
Aufsicht
der
Geistlichkeit
,
wie
man
sie
denn
auch
durch
Weihe
und
Wunder
dem
einmal
bestehenden
Gottesdienste
vÃ

Â
¶
llig
aneignete
.
und
so
werden
bis
auf
den
heutigen
Tag
die
unter
den
GlÃ

Â
¤
ubigen
der
griechischen
Kirche
zu
Hause
und
auf
Reisen
verehrten
Andachtsbilder
in
Susdal
,
einer
Stadt
des
einundzwanzigsten
Gouvernements
von
RuÃ

Â

land
,
und
deren
Umgebung
unter
Aufsicht
der
Geistlichkeit
gefertigt
;
daher
denn
eine
groÃ

Â

e
Ã

Â

bereinstimmung
erwachsen
und
bleiben
muÃ

Â

.
kehren
wir
nun
nach
Byzanz
und
in
jene
besprochne
Zeit
zurÃ

Â
¼
ck
,
so
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
bemerken
,
daÃ

Â

die
Religion
selbst
durchaus
einen
diplomatisch-pedantischen
Charakter
,
die
Feste
hingegen
die
Gestalt
von
Hof-
und
Staatsfesten
annehmen
.
dieser
Begrenzung
und
HartnÃ

Â
¤
ckigkeit
ist
es
auch
zuzuschreiben
,
daÃ

Â

selbst
das
BilderstÃ

Â
¼
rmen
der
Kunst
keinen
Vorteil
gebracht
hat
,
indem
die
bei
dem
Siege
der
Hauptpartei
wiederhergestellten
Bilder
den
alten
vÃ

Â
¶
llig
gleich
sein
muÃ

Â

ten
,
um
in
ihre
Rechte
einzutreten
.
wie
sich
aber
die
tristeste
aller
Erscheinungen
eingeschlichen
,
daÃ

Â

man
,
wahrscheinlich
aus
Ã

Â
¤
gyptischen
,
Ã

Â
¤
thiopischen
,
abyssinischen
AnlÃ

Â
¤
ssen
,
die
Mutter
Gottes
braun
gebildet
und
dem
auf
dem
Tuche
Veronicas
abgedruckten
Heilandsgesicht
gleichfalls
eine
Mohrenfarbe
gegeben
,
mag
sich
bei
besonderer
Bearbeitung
der
Kunstgeschichte
jenes
Teils
genauer
nachweisen
lassen
;
alles
aber
deutet
auf
einen
nach
und
nach
immer
mehr
verkÃ

Â
¼
mmerten
Zustand
,
dessen
vÃ

Â
¶
llige
AuflÃ

Â
¶
sung
immer
noch
spÃ

Â
¤
ter
erfolgte
,
als
man
hÃ

Â
¤
tte
vermuten
sollen
.
hier
mÃ

Â
¼
ssen
wir
nun
deutlich
zu
machen
suchen
,
was
die
byzantinische
Schule
,
von
der
wir
wenig
LÃ

Â
¶
bliches
zu
sagen
wuÃ

Â

ten
,
in
ihrem
Innern
noch
fÃ

Â
¼
r
groÃ

Â

e
Verdienste
mit
sich
trug
,
die
aus
der
hohen
Erbschaft
Ã

Â
¤
lterer
griechischer
und
rÃ

Â
¶
mischer
Vorfahren
kunstmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
auf
sie
Ã

Â
¼
bergegangen
,
gildenmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
aber
in
ihr
erhalten
worden
.
denn
wenn
wir
sie
frÃ

Â
¼
her
nicht
mit
Unrecht
mumisiert
genannt
haben
,
so
wollen
wir
bedenken
,
daÃ

Â

bei
ausgehÃ

Â
¶
hlten
KÃ

Â
¶
rpern
,
bei
vertrockneten
und
verharzten
Muskeln
dennoch
die
Gestalt
des
Gebeins
ihr
Recht
behaupte
.
und
so
ist
es
auch
hier
,
wie
eine
weitere
AusfÃ

Â
¼
hrung
zeigen
wird
.
die
hÃ

Â
¶
chste
Aufgabe
der
bildenden
Kunst
ist
,
einen
bestimmten
Raum
zu
verzieren
oder
eine
Zierde
in
einen
unbestimmten
Raum
zu
setzen
;
aus
dieser
Forderung
entspringt
alles
,
was
wir
kunstgerechte
Komposition
heiÃ

Â

en
.
hierin
waren
die
Griechen
und
nach
ihnen
die
RÃ

Â
¶
mer
groÃ

Â

e
Meister
.
alles
was
uns
daher
als
Zierde
ansprechen
soll
,
muÃ

Â

gegliedert
sein
,
und
zwar
im
hÃ

Â
¶
hern
Sinne
,
daÃ

Â

es
aus
Teilen
bestehe
,
die
sich
wechselsweise
aufeinander
beziehen
.
hiezu
wird
erfordert
,
daÃ

Â

es
eine
Mitte
habe
,
ein
Oben
und
Unten
,
ein
HÃ

Â
¼
ben
und
DrÃ

Â
¼
ben
,
woraus
zuerst
Symmetrie
entsteht
,
welche
,
wenn
sie
dem
Verstande
vÃ

Â
¶
llig
faÃ

Â

lich
bleibt
,
die
Zierde
auf
der
geringsten
Stufe
genannt
werden
kann
.
je
mannigfaltiger
dann
aber
die
Glieder
werden
,
und
je
mehr
jene
anfÃ

Â
¤
ngliche
Symmetrie
,
verflochten
,
versteckt
,
in
GegensÃ

Â
¤
tzen
abgewechselt
,
als
ein
offenbares
Geheimnis
vor
unsern
Augen
steht
,
desto
angenehmer
wird
die
Zierde
sein
,
und
ganz
vollkommen
,
wenn
wir
an
jene
ersten
Grundlagen
dabei
nicht
mehr
denken
,
sondern
als
von
einem
WillkÃ

Â
¼
rlichen
und
ZufÃ

Â
¤
lligen
Ã

Â
¼
berrascht
werden
.
an
jene
strenge
trockne
Symmetrie
hat
sich
die
byzantinische
Schule
immerfort
gehalten
,
und
obgleich
dadurch
ihre
Bilder
steif
und
unangenehm
werden
,
so
kommen
doch
FÃ

Â
¤
lle
vor
,
wo
durch
Abwechslung
der
Gliederstellung
bei
Figuren
,
die
einander
entgegenstehen
,
eine
gewisse
Anmut
hervorgebracht
wird
.
diesen
Vorzug
also
,
ingleichen
jene
oben
gerÃ

Â
¼
hmte
Mannigfaltigkeit
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
alt-
und
neutestamentlicher
Ã

Â

berlieferungen
,
verbreiteten
diese
Ã

Â
¶
stlichen
Kunst-
und
Handwerksgenossen
Ã

Â
¼
ber
die
damals
ganze
bekehrte
Welt
.
was
hierauf
in
Italien
sich
ereignet
,
ist
allgemein
bekannt
.
das
praktische
Talent
war
ganz
und
gar
verschwunden
,
und
alles
,
was
gebildet
werden
sollte
,
hing
von
den
Griechen
ab
.
die
TÃ

Â
¼
ren
des
Tempels
St.
Paul
auÃ

Â

erhalb
der
mauern
wurden
im
eilften
Jahrhundert
zu
Konstantinopel
gegossen
und
die
Felder
derselben
mit
eingegrabenen
Figuren
abscheulich
verziert
.
zu
eben
dieser
Zeit
verbreiteten
sich
griechische
Malerschulen
durch
Italien
,
Konstantinopel
sendete
Baumeister
und
Musivarbeiter
,
und
diese
bedeckten
mit
einer
traurigen
Kunst
den
zerstÃ

Â
¶
rten
Westen
.
als
aber
im
dreizehnten
Jahrhundert
das
GefÃ

Â
¼
hl
an
Wahrheit
und
Lieblichkeit
der
Natur
wieder
aufwachte
,
so
ergriffen
die
Italiener
sogleich
die
an
den
Byzantinern
gerÃ

Â
¼
hmten
Verdienste
,
die
symmetrischer
Komposition
und
den
Unterschied
der
Charaktere
.
dieses
gelang
ihnen
um
so
eher
,
als
sich
der
Sinn
fÃ

Â
¼
r
Form
schnell
hervortrat
.
er
konnte
bei
ihnen
nicht
ganz
untergehen
.
prÃ

Â
¤
chtige
GebÃ

Â
¤
ude
des
Altertums
standen
Jahrhunderte
vor
ihren
Augen
,
und
die
erhaltenen
Teile
der
eingegangenen
oder
zerstÃ

Â
¶
rten
wurden
sogleich
wieder
zu
kirchlichen
und
Ã

Â
¶
ffentlichen
Zwecken
benutzt
.
die
herrlichsten
Statuen
entgingen
dem
Verderben
,
wie
denn
die
beiden
Kolossen
niemals
verschÃ

Â
¼
ttet
worden
.
und
so
war
denn
auch
noch
jede
TrÃ

Â
¼
mmer
gestaltet
.
der
RÃ

Â
¶
mer
besonders
konnte
den
FuÃ

Â

nicht
niedersetzen
,
ohne
etwas
Geformtes
zu
berÃ

Â
¼
hren
,
nicht
seinen
Garten
,
sein
Feld
bauen
,
ohne
das
KÃ

Â
¶
stlichste
an
den
Tag
zu
fÃ

Â
¶
rdern
.
wie
es
in
Siena
,
Florenz
und
sonst
ergangen
,
darf
uns
hier
nicht
aufhalten
,
um
so
weniger
als
jeder
Kunstfreund
sich
sowohl
hierÃ

Â
¼
ber
als
Ã

Â
¼
ber
die
sÃ

Â
¤
mtlichen
schon
besprochenen
GegenstÃ

Â
¤
nde
aus
dem
hÃ

Â
¶
chst
schÃ

Â
¤
tzbaren
Werk
des
Herrn
d'
Agincourt
auf
das
genauste
unterrichten
kann
.
die
Betrachtung
jedoch
,
daÃ

Â

die
Venezianer
als
Bewohner
von
KÃ

Â
¼
sten
und
Niederungen
den
Sinn
der
Farbe
bei
sich
so
bald
aufgeschlossen
gefÃ

Â
¼
hlt
,
ist
uns
hier
wichtig
,
da
wir
sie
als
Ã

Â

bergang
zu
den
NiederlÃ

Â
¤
ndern
benutzen
,
bei
denen
wir
dieselbe
Eigenschaft
antreffen
.
und
so
nÃ

Â
¤
hern
wir
uns
denn
unserm
eigentlichen
Ziele
,
dem
Niederrhein
,
welchem
zuliebe
wir
jenen
groÃ

Â

en
Umweg
zu
machen
nicht
angestanden
.
nur
mit
wenigem
erinnern
wir
uns
,
wie
die
Ufer
dieses
herrlichen
Flusses
von
rÃ

Â
¶
mischen
Heeren
durchzogen
,
kriegerisch
befestigt
,
bewohnt
und
krÃ

Â
¤
ftig
gebildet
worden
.
fÃ

Â
¼
hrt
nun
sogar
die
dortige
vorzÃ

Â
¼
glichste
Kolonie
den
Namen
von
Germanicus
'
Gemahlin
,
so
bleibt
uns
wohl
kein
Zweifel
,
daÃ

Â

in
jenen
Zeiten
groÃ

Â

e
KunstbemÃ

Â
¼
hungen
daselbst
stattgefunden
:
denn
es
muÃ

Â

ten
ja
bei
solchen
Anlagen
KÃ

Â
¼
nstler
aller
Art
,
Baumeister
,
Bildhauer
,
TÃ

Â
¶
pfer
und
MÃ

Â
¼
nzmeister
mitwirken
,
wie
uns
die
vielen
Reste
bezeugen
kÃ

Â
¶
nnen
,
die
man
ausgrub
und
ausgrÃ

Â
¤
bt.
inwiefern
in
spÃ

Â
¤
terer
Zeit
die
Mutter
Konstantin
des
GroÃ

Â

en
,
die
Gemahlin
Ottos
,
hier
gewirkt
,
bleibt
den
Geschichtsforschern
zu
untersuchen
.
unsere
Absicht
fÃ

Â
¶
rdert
es
mehr
,
der
Legende
nÃ

Â
¤
her
zu
treten
und
in
ihr
oder
hinter
ihr
einen
welthistorischen
Sinn
auszuspÃ

Â
¤
hen
.
man
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
eine
britannische
Prinzessin
Ursula
Ã

Â
¼
ber
Rom
,
einen
afrikanischen
Prinzen
Gereon
gleichfalls
Ã

Â
¼
ber
Rom
nach
KÃ

Â
¶
ln
gelangen
;
jene
mit
einer
Schar
von
edlen
Jungfrauen
,
diesen
mit
einem
Heldenchor
umgeben
.
scharfsinnige
MÃ

Â
¤
nner
,
welche
durch
den
Duft
der
Ã

Â

berlieferung
hindurchschauen
,
teilten
bei
diesen
Ã

Â

berlieferungen
folgendes
mit
.
wenn
zwei
Parteien
in
einem
Reiche
entstehen
und
sich
unwiderruflich
voneinander
trennen
,
wird
sich
die
schwÃ

Â
¤
chere
von
dem
Mittelpunkte
entfernen
und
der
Grenze
zu
nÃ

Â
¤
hern
suchen
.
da
ist
ein
Spielraum
fÃ

Â
¼
r
Faktionen
,
dahin
reicht
nicht
sogleich
der
tyrannische
Wille
.
dort
macht
allenfalls
ein
PrÃ

Â
¤
fekt
,
ein
Statthalter
sich
selbst
durch
MiÃ

Â

vergnÃ

Â
¼
gte
stark
,
indem
er
ihre
Gesinnungen
,
ihre
Meinungen
duldet
,
begÃ

Â
¼
nstigt
und
wohl
gar
teilen
mag
.
diese
Ansicht
hat
fÃ

Â
¼
r
mich
viel
Reiz
,
denn
wir
haben
das
Ã

Â
¤
hnliche
,
ja
gleiche
Schauspiel
in
unsern
Tagen
erlebt
,
welches
in
grauer
Vorzeit
auch
mehr
als
einmal
stattfand
.
eine
Schar
der
edelsten
und
bravsten
christlichen
Ausgewanderten
,
eine
nach
der
andern
begibt
sich
nach
der
berÃ

Â
¼
hmten
,
schÃ

Â
¶
n
gelegenen
Agrippinischen
Kolonie
,
wo
sie
wohl
aufgenommen
und
geschÃ

Â
¼
tzt
eines
heitern
und
frommen
Lebens
in
der
herrlichsten
Gegend
genieÃ

Â

en
,
bis
sie
den
gewaltsamen
MaÃ

Â

regeln
einer
Gegenpartei
schmÃ

Â
¤
hlich
unterliegen
.
betrachten
wir
die
Art
des
Martyrtums
,
wie
Ursula
und
ihre
Gesellschaft
dasselbe
erlitten
,
so
finden
wir
nicht
etwa
jene
absurden
Geschichten
wiederholt
,
wie
in
dem
bestialischen
Rom
zarte
,
unschuldige
,
hÃ

Â
¶
her
gebildete
Menschen
von
Henkern
und
Tieren
gemartert
und
gemordet
werden
,
zur
Schaulust
eines
wahnsinnigen
unteren
und
oberen
PÃ

Â
¶
bels
;
nein
,
wir
sehen
in
KÃ

Â
¶
ln
ein
Blutbald
,
das
eine
Partei
an
der
andern
ausÃ

Â
¼
bt
,
um
sie
schneller
aus
dem
Wege
zu
rÃ

Â
¤
umen
.
der
Ã

Â
¼
ber
die
edeln
Jungfrauen
verhÃ

Â
¤
ngte
Mord
gleicht
einer
BartholomÃ

Â
¤
usnacht
,
einem
Septembertage
;
ebenso
scheint
Gereon
mit
den
Seinen
gefallen
zu
sein
.
wurde
nun
zu
gleicher
Zeit
am
Oberrhein
die
Thebaische
Legion
niedergemetzelt
,
so
finden
wir
uns
in
einer
Epoche
,
wo
nicht
etwa
die
herrschende
Partei
eine
heranwachsende
zu
unterdrÃ

Â
¼
cken
,
sondern
eine
ihr
zu
Kopf
gewachsene
zu
vertilgen
strebt
.
alles
bisher
Gesagte
,
obgleich
in
mÃ

Â
¶
glichster
KÃ

Â
¼
rze
,
doch
umstÃ

Â
¤
ndlich
ausgefÃ

Â
¼
hrt
,
war
hÃ

Â
¶
chst
nÃ

Â
¶
tig
,
um
einen
Begriff
der
niederlÃ

Â
¤
ndischen
Kunstschule
zu
grÃ

Â
¼
nden
.
die
byzantinische
Malerschule
hatte
in
allen
ihren
Verzweigungen
mehrere
Jahre
wie
Ã

Â
¼
ber
den
ganzen
Westen
auch
am
Rhein
geherrscht
,
und
einheimische
Gesellen
und
SchÃ

Â
¼
ler
zu
allgemeinen
Kirchenarbeiten
gebildet
;
daher
sich
denn
auch
manches
Trockne
,
jener
dÃ

Â
¼
stern
Schule
vÃ

Â
¶
llig
Ã

Â

hnliche
in
KÃ

Â
¶
ln
und
in
der
Nachbarschaft
findet
.
allein
der
Nationalcharakter
,
die
klimatische
Einwirkung
tut
sich
in
der
Kunstgeschichte
vielleicht
nirgend
so
schÃ

Â
¶
n
hervor
als
in
den
Rheingegenden
,
deshalb
wir
auch
der
Entwicklung
dieses
Punktes
alle
Sorgfalt
gÃ

Â
¶
nnen
und
unserem
Vortrag
freundliche
Aufmerksamkeit
erbitten
.
wir
Ã

Â
¼
bergehen
die
wichtige
Epoche
,
in
welcher
Karl
der
GroÃ

Â

e
die
linke
Rheinseite
von
Mainz
bis
Aachen
mit
einer
Reihe
von
Residenzen
bepflanzte
,
weil
die
daraus
entsprungene
Bildung
auf
die
Malerkunst
,
von
der
wir
eigentlich
reden
,
keinen
EinfluÃ

Â

hatte
.
denn
jene
orientalische
dÃ

Â
¼
stere
Trockenheit
erheiterte
sich
auch
in
diesen
Gegenden
nicht
vor
dem
dreizehnten
Jahrhundert
.
nun
aber
bricht
ein
frohes
NaturgefÃ

Â
¼
hl
auf
einmal
durch
,
und
zwar
nicht
etwa
als
Nachahmung
des
einzelnen
Wirklichen
,
sondern
es
ist
eine
behagliche
Augenlust
,
die
sich
im
allgemeinen
Ã

Â
¼
ber
die
sinnliche
Welt
auftut
.
Apfelrunde
Knaben-
und
MÃ

Â
¤
dchengesichter
,
eifÃ

Â
¶
rmiges
MÃ

Â
¤
nner-
und
Frauenantlitz
,
wohlhÃ

Â
¤
bige
Greise
mit
flieÃ

Â

enden
oder
gekrausten
BÃ

Â
¤
rten
,
das
ganze
Geschlecht
gut
,
fromm
und
heiter
,
und
sÃ

Â
¤
mtlich
,
obgleich
noch
immer
charakteristisch
genug
,
durch
einen
zarten
,
ja
weichlichen
Pinsel
dargestellt
.
ebenso
verhÃ

Â
¤
lt
es
sich
mit
den
Farben
.
auch
diese
sind
heiter
,
klar
,
ja
krÃ

Â
¤
ftig
,
ohne
eigentliche
Harmonie
,
aber
auch
ohne
Buntheit
,
durchaus
dem
Auge
angenehm
und
gefÃ

Â
¤
llig
.
die
materiellen
und
technischen
Kennzeichen
der
GemÃ

Â
¤
lde
,
die
wir
hier
charakterisieren
,
sind
der
Goldgrund
mit
eingedruckten
Heiligenscheinen
ums
Haupt
,
worin
der
Name
zu
lesen
.
auch
ist
die
glÃ

Â
¤
nzende
MetallflÃ

Â
¤
che
oft
mit
wunderlichen
Blumen
tapetenartig
gestempelt
oder
durch
braune
Umrisse
und
Schattierungen
zu
verfoldetem
Schnitzwerk
scheinbar
umgewandelt
.
daÃ

Â

man
diese
Bilder
dem
dreizehnten
Jahrhundert
zuschreiben
kÃ

Â
¶
nne
,
bezeugen
diejenigen
Kirchen
und
Kapellen
,
wo
man
sie
ihrer
ersten
Bestimmung
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

noch
aufgestellt
gefunden
.
den
stÃ

Â
¤
rksten
Beweis
gibt
aber
,
daÃ

Â

die
KreuzgÃ

Â
¤
nge
und
andere
RÃ

Â
¤
ume
mehrerer
Kirchen
und
KlÃ

Â
¶
ster
mit
Ã

Â
¤
hnlichen
Bildern
,
an
welchen
dieselbigen
Merkmale
anzutreffen
,
ihrer
Erbauung
gleichzeitig
gemalt
gewesen
.
unter
den
in
der
Boissereeschen
Sammlung
befindlichen
Bildern
steht
eine
heilige
Veronica
billig
obenan
,
weil
sie
zum
Beleg
des
bisher
Gesagten
von
mehreren
Seiten
dienen
kann
.
man
wird
vielleicht
in
der
Folge
entdecken
,
daÃ

Â

dieses
Bild
,
was
Komposition
und
Zeichnung
betrifft
,
eine
herkÃ

Â
¶
mmliche
Byzantinische
heilige
Vorstellung
gewesen
.
das
schwarzbraune
,
wahrscheinlich
nachgedunkelte
,
dorngekrÃ

Â
¶
nte
Antlitz
ist
von
einem
wundersamen
,
edel
schmerzlichen
Ausdrucke
.
die
Zipfel
des
Tuchs
werden
von
der
Heiligen
gehalten
,
welche
kaum
ein
Drittel
LebensgrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
dahinter
steht
und
bis
an
die
Brust
davon
bedeckt
wird
.
hÃ

Â
¶
chst
anmutig
sind
Mienen
und
GebÃ

Â
¤
rden
;
das
Tuch
stÃ

Â
¶
Ã

Â

t
unten
auf
einen
angedeuteten
FuÃ

Â

boden
,
auf
welchem
in
den
Ecken
des
Bildes
an
jeder
Seite
drei
ganz
kleine
,
wenn
sie
stÃ

Â
¼
nden
hÃ

Â
¶
chstens
fuÃ

Â

hohe
,
singende
Engelchen
sitzen
,
die
in
zwei
Gruppen
so
schÃ

Â
¶
n
und
kÃ

Â
¼
nstlich
zusammengerÃ

Â
¼
ckt
sind
,
daÃ

Â

die
hÃ

Â
¶
chste
Forderung
an
Komposition
dadurch
vollkommen
befriedigt
wird
.
die
ganze
Denkweise
des
Bildes
deutet
auf
eine
herkÃ

Â
¶
mmliche
,
Ã

Â
¼
berlegte
,
durchgearbeitete
Kunst
;
denn
welche
Abstraktion
gehÃ

Â
¶
rt
nicht
dazu
,
die
aufgefÃ

Â
¼
hrten
Gestalten
in
drei
Dimensionen
hinzustellen
und
das
Ganze
durchgÃ

Â
¤
ngig
zu
symbolisieren
.
die
KÃ

Â
¶
rperchen
der
Engel
,
besonders
aber
KÃ

Â
¶
pfchen
und
HÃ

Â
¤
ndchen
bewegen
und
stellen
sich
so
schÃ

Â
¶
n
gegeneinander
,
daÃ

Â

dabei
nichts
zu
erinnern
Ã

Â
¼
brigbleibt
.
begrÃ

Â
¼
nden
wir
nun
hiemit
das
Recht
,
dem
Bilde
einen
byzantinischen
Ursprung
zu
geben
,
so
nÃ

Â
¶
tigt
uns
die
Anmut
und
Weichheit
,
womit
die
Heilige
gemalt
ist
,
womit
die
Kinder
dargestellt
sind
,
die
AusfÃ

Â
¼
hrung
des
Bildes
in
jene
niederrheinische
Epoche
zu
setzen
,
die
wir
schon
weitlÃ

Â
¤
ufig
charakterisiert
haben
.
es
Ã

Â
¼
bt
daher
,
weil
es
das
doppelte
Element
eines
strengen
Gedankens
und
einer
gefÃ

Â
¤
lligen
AusfÃ

Â
¼
hrung
in
sich
vereinigt
,
eine
unglaubliche
Gewalt
auf
die
Beschauenden
aus
,
wozu
denn
der
Kontrast
des
furchtbaren
medusenhaften
Angesichtes
zu
der
zierlichen
Jungfrau
und
den
anmutigen
Kindern
nicht
wenig
beitrÃ

Â
¤
gt.
einige
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
Tafeln
,
worauf
mit
ebenso
weichem
angenehmen
Pinsel
,
heiteren
und
erfreulichen
Farben
Apostel
und
KirchenvÃ

Â
¤
ter
,
halb
LebensgrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
zwischen
goldenen
Zinnen
und
andern
architektonisch-gemalten
Zieraten
,
gleichsam
als
farbige
Schnitzbilder
inne
stehen
,
geben
uns
zu
Ã

Â
¤
hnlichen
Betrachtungen
AnlaÃ

Â

,
deuten
aber
zugleich
auf
neue
Bedingungen
.
es
ist
nÃ

Â
¤
mlich
gegen
das
Ende
des
sogenannten
Mittelalters
die
Plastik
auch
in
Deutschland
der
Malerei
vorgeeilt
,
weil
sie
der
Baukunst
unentbehrlicher
,
der
Sinnlichkeit
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

er
und
dem
Talente
nÃ

Â
¤
her
zur
Hand
war
.
der
Maler
,
wenn
er
aus
dem
mehr
oder
weniger
Manierierten
sich
durch
eigene
Anschauung
der
Wirklichkeit
retten
will
,
hat
den
doppelten
Weg
,
die
Nachahmung
der
Natur
oder
die
Nachbildung
schon
vorhandener
Kunstwerke
.
wir
verkÃ

Â
¼
rzen
daher
in
dieser
malerischen
Epoche
dem
niederlÃ

Â
¤
ndischen
KÃ

Â
¼
nstler
keineswegs
sein
Verdienst
,
wenn
wir
die
Frage
aufwerfen
,
ob
nicht
diese
hier
mit
lieblicher
Weichheit
und
Zartheit
in
GemÃ

Â
¤
lden
aufgefÃ

Â
¼
hrten
,
reich
,
aber
frei
bemÃ

Â
¤
ntelten
heiligen
MÃ

Â
¤
nner
Nachbildungen
von
geschnitzten
Bildnissen
seien
,
die
entweder
ungefÃ

Â
¤
rbt
oder
gefÃ

Â
¤
rbt
zwischen
Ã

Â
¤
hnlichen
vergoldeten
,
architektonischen
,
wirklichen
Schnitzwerken
gestanden
.
wir
glauben
uns
zu
dieser
Vermutung
besonders
berechtigt
durch
die
zu
den
FÃ

Â
¼
Ã

Â

en
dieser
Heiligen
in
verzierten
FÃ

Â
¤
chern
gemalt
liegenden
SchÃ

Â
¤
del
,
woraus
wir
denn
folgern
,
daÃ

Â

diese
Bilder
ein
irgendwo
aufgestelltes
Reliquiarium
mit
dessen
Zieraten
und
Figuren
nachahmen
.
ein
solches
Bild
nun
wird
um
desto
angenehmer
,
als
ein
gewisser
Ernst
,
den
die
Plastik
vor
der
Malerei
immer
voraus
hat
,
durch
eine
freundliche
Behandlung
wÃ

Â
¼
rdig
hindurchsieht
.
alles
was
wir
hier
behaupten
,
mag
sich
in
der
Folge
noch
mehr
bestÃ

Â
¤
tigen
,
wenn
man
auf
die
freilich
zerstreuten
altkirchlichen
Ã

Â

berreste
eine
vorurteilsfreie
Aufmerksamkeit
wenden
wird
.
wenn
nun
schon
zu
Anfang
des
dreizehnten
Jahrhunderts
Wolfram
von
Eschilbach
in
seinem
Parcival
die
Maler
von
KÃ

Â
¶
ln
und
Maestricht
gleichsam
sprÃ

Â
¼
chwÃ

Â
¶
rtlich
als
die
besten
von
Deutschland
auffÃ

Â
¼
hrt
,
so
wird
es
niemanden
wundern
,
daÃ

Â

wir
von
alten
Bildern
dieser
Gegenden
so
viel
Gutes
gesagt
haben
.
nun
aber
fordert
eine
neue
,
zu
Anfang
des
fÃ

Â
¼
nfzehnten
Jahrhunderts
eintretende
Epoche
unsere
ganze
Aufmerksamkeit
,
wenn
wir
derselben
gleichfalls
ihren
entschiedenen
Charakter
abzugewinnen
gedenken
.
ehe
wir
aber
weiter
gehen
und
von
der
Behandlungsweise
sprechen
,
welche
sich
nunmehr
hervortut
,
erwÃ

Â
¤
hnen
wir
nochmals
der
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
welche
den
niederrheinischen
Malern
vorzÃ

Â
¼
glich
gegeben
waren
.
wir
bemerkten
schon
oben
,
daÃ

Â

die
Hauptheiligen
jener
Gegend
edle
Jungfrauen
und
JÃ

Â
¼
nglinge
gewesen
,
daÃ

Â

ihr
Tod
nichts
von
den
widerlichen
ZufÃ

Â
¤
lligkeiten
gehabt
,
welche
bei
Darstellung
anderer
MÃ

Â
¤
rtyrer
der
Kunst
so
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
unbequem
fallen
.
doch
zum
hÃ

Â
¶
chsten
GlÃ

Â
¼
ck
mÃ

Â
¶
gen
es
sich
die
Maler
des
Niederrheines
zÃ

Â
¤
hlen
,
daÃ

Â

die
Gebeine
der
drei
morgendlÃ

Â
¤
ndischen
frommen
KÃ

Â
¶
nige
von
Mailand
nach
KÃ

Â
¶
ln
gebracht
wurden
.
vergebens
durchsucht
man
Geschichte
,
Fabel
,
Ã

Â

berliefrung
und
Legende
,
um
einen
gleich
gÃ

Â
¼
nstigen
,
reichen
,
gemÃ

Â
¼
tlichen
und
anmutigen
Gegenstand
auszufinden
als
den
,
der
sich
hier
darbietet
.
zwischen
verfallenem
GemÃ

Â
¤
uer
,
unter
kÃ

Â
¼
mmerlichem
Obdach
ein
neugeborner
und
doch
schon
sich
selbst
bewuÃ

Â

ter
Knabe
,
auf
der
Mutter
SchoÃ

Â

gepflegt
,
von
einem
Greise
besorgt
.
vor
ihm
nun
beugen
sich
die
WÃ

Â
¼
rdigen
und
GroÃ

Â

en
der
Welt
,
unterwerfen
der
UnmÃ

Â
¼
ndigkeit
Verehrung
,
der
Armut
SchÃ

Â
¤
tze
,
der
Niedrigkeit
Kronen
.
ein
zahlreiches
Gefolge
steht
verwundert
Ã

Â
¼
ber
das
seltsame
Ziel
einer
langen
und
beschwerlichen
Reise
.
diesem
allerliebsten
Gegenstande
sind
die
niederlÃ

Â
¤
ndischen
Maler
ihr
GlÃ

Â
¼
ck
schuldig
,
und
es
ist
nicht
zu
verwundern
,
daÃ

Â

sie
denselben
kunstreich
zu
wiederholen
Jahrhunderte
durch
nicht
ermÃ

Â
¼
deten
.
nun
aber
kommen
wir
an
den
wichtigen
Schritt
,
welchen
die
rheinische
Kunst
auf
der
Grenze
des
vierzehnten
und
funfzehnten
Jahrhunderts
tut
.
schon
lÃ

Â
¤
ngst
waren
die
KÃ

Â
¼
nstler
wegen
der
vielen
darzustellenden
Charaktere
an
die
Mannigfaltigkeit
der
Natur
gewiesen
,
aber
sie
begnÃ

Â
¼
gten
sich
an
einem
allgemeinen
Ausdruck
derselben
,
ob
man
gleich
hie
und
da
etwas
PortrÃ

Â
¤
tartiges
wahrnimmt
.
nun
aber
wird
der
Meister
Wilhelm
von
KÃ

Â
¶
ln
ausdrÃ

Â
¼
cklich
genannt
,
welchem
in
Nachbildung
menschlicher
Gesichter
niemand
gleichgekommen
sei
.
diese
Eigenschaft
tritt
nun
in
dem
Dombild
zu
KÃ

Â
¶
ln
auf
das
bewundernswÃ

Â
¼
rdigste
hervor
,
wie
es
denn
Ã

Â
¼
berhaupt
als
die
Achse
der
niederrheinischen
Kunstgeschichte
angesehen
werden
kann
.
nur
ist
zu
wÃ

Â
¼
nschen
,
daÃ

Â

sein
wahres
Verdienst
historisch-kritisch
anerkannt
bleibe
.
denn
freilich
wird
es
jetzt
dergestalt
mit
Hymnen
umrÃ

Â
¤
uchert
,
daÃ

Â

zu
befÃ

Â
¼
rchten
ist
,
es
werde
bald
wieder
so
verdÃ

Â
¼
stert
vor
den
Augen
des
Geistes
dastehen
,
wie
es
ehemals
von
Lampen-
und
KerzenruÃ

Â

verdunkelt
den
leiblichen
Augen
entzogen
gewesen
.
es
besteht
aus
einem
Mittelbilde
und
zwei
Seitentafeln
.
auf
allen
dreien
ist
der
Goldgrund
nach
MaÃ

Â

gabe
der
bisher
beschriebenen
Bilder
beibehalten
.
ferner
ist
der
Teppich
hinter
Maria
mit
Stempeln
gepreÃ

Â

t
und
bunt
aufgefÃ

Â
¤
rbt
.
im
Ã

Â
¼
brigen
ist
dieses
sonst
so
hÃ

Â
¤
ufig
gebrauchte
Mittel
durchaus
verschmÃ

Â
¤
ht
,
der
Maler
wird
gewahr
,
daÃ

Â

er
Brokat
und
Damast
,
und
was
sonst
farbenwechselnd
,
glÃ

Â
¤
nzend
und
scheinend
ist
,
durch
seinen
Pinsel
hervorbringen
kÃ

Â
¶
nne
und
mechanischer
HÃ

Â
¼
lfsmittel
nicht
weiter
bedÃ

Â
¼
rfe
.
die
Figuren
des
Hauptbildes
sowie
der
Seitenbilder
beziehen
sich
auf
die
Mitte
,
symmetrisch
,
aber
mit
viel
Mannigfaltigkeit
bedeutender
Kontraste
an
Gestalt
und
Bewegung
.
die
herkÃ

Â
¶
mmlich
byzantinische
Maxime
herrscht
noch
vollkommen
,
doch
mit
Lieblichkeit
und
Freiheit
beobachtet
.
einen
verwandten
Nationalcharakter
hat
die
sÃ

Â
¤
mtliche
Menge
,
welche
weiblich
die
heilige
Ursula
,
ritterlich
den
Gereon
,
ins
Orientalische
maskiert
die
Hauptgruppe
umgibt
.
vollkommen
PortrÃ

Â
¤
t
aber
sind
die
beiden
knieenden
KÃ

Â
¶
nige
,
und
ein
Gleiches
mÃ

Â
¶
chten
wir
von
der
Mutter
behaupten
.
weitlÃ

Â
¤
ufiger
Ã

Â
¼
ber
diese
reiche
Zusammensetzung
und
die
Verdienste
derselben
wollen
wir
uns
hier
nicht
aussprechen
,
indem
das
Taschenbuch
fÃ

Â
¼
r
Freunde
altdeutscher
Zeit
und
Kunst
uns
eine
sehr
willkommene
Abbildung
dieses
vorzÃ

Â
¼
glichen
Werkes
vor
Augen
legt
,
nicht
weniger
eine
ausreichende
Beschreibung
hinzufÃ

Â
¼
gt
,
welche
wir
mit
reinerem
Dank
erkennen
wÃ

Â
¼
rden
,
wenn
nicht
darin
eine
enthusiastische
Mystik
waltete
,
unter
deren
EinfluÃ

Â

weder
Kunst
noch
Wissen
gedeihen
kann
.
da
dieses
Bild
eine
groÃ

Â

e
Ã

Â

bung
des
Meisters
voraussetzt
,
so
mag
sich
bei
genauerer
Untersuchung
noch
ein
und
das
andre
der
Art
kÃ

Â
¼
nftig
vorfinden
,
wenn
auch
die
Zeit
manches
zerstÃ

Â
¶
rt
und
eine
nachfolgende
Kunst
manches
verdrÃ

Â
¤
ngt
hat
.
fÃ

Â
¼
r
uns
ist
es
ein
wichtiges
Dokument
eines
entschiedenen
Schrittes
,
der
sich
von
der
gestempelten
Wirklichkeit
losmacht
und
von
einer
allgemeinen
Nationalgesichtsbildung
auf
die
vollkommene
Wirklichkeit
des
PortrÃ

Â
¤
ts
losarbeitet
.
nach
dieser
Ableitung
also
halten
wir
uns
Ã

Â
¼
berzeugt
,
daÃ

Â

dieser
KÃ

Â
¼
nstler
,
er
heiÃ

Â

e
auch
wie
er
wolle
,
echt
deutschen
Sinnes
und
Ursprungs
gewesen
,
so
daÃ

Â

wir
nicht
nÃ

Â
¶
tig
haben
,
italienische
EinflÃ

Â
¼
sse
zur
ErklÃ

Â
¤
rung
seiner
Verdienste
herbeizurufen
.
da
dieses
Bild
1410
gemalt
ist
,
so
stellt
es
sich
in
die
Epoche
,
wo
Johann
von
Eyck
schon
als
entschiedener
KÃ

Â
¼
nstler
blÃ

Â
¼
hte
,
und
so
dient
es
uns
,
das
Unbegreifliche
der
Eyckischen
Vortrefflichkeit
einigermaÃ

Â

en
zu
erklÃ

Â
¤
ren
,
indem
es
bezeugt
,
was
fÃ

Â
¼
r
Zeitgenossen
der
genannte
vorzÃ

Â
¼
gliche
Mann
gehabt
habe
.
wir
nannten
das
Dombild
die
Achse
,
worauf
sich
die
Ã

Â
¤
ltere
niederlÃ

Â
¤
ndische
Kunst
in
die
neue
dreht
,
und
nun
betrachten
wir
die
Eyckischen
Werke
als
zur
Epoche
der
vÃ

Â
¶
lligen
UmwÃ

Â
¤
lzung
jener
Kunst
gehÃ

Â
¶
rig
.
schon
in
den
Ã

Â
¤
ltern
byzantinisch-niederrheinischen
Bildern
finden
wir
die
eingedruckten
Teppiche
manchmal
perspektivisch
,
obgleich
ungeschickt
behandelt
.
im
Dombild
erscheint
keine
Perspektive
,
weil
der
reine
Goldgrund
alles
abschlieÃ

Â

t.
nun
wirft
Eyck
alles
Gestempelte
so
wie
den
Goldgrund
vÃ

Â
¶
llig
weg
,
ein
freies
Lokal
tut
sich
auf
,
worin
nicht
allein
die
Hauptpersonen
,
sondern
auch
alle
Nebenfiguren
vollkommen
PortrÃ

Â
¤
t
sind
,
von
Angesicht
,
Statur
und
Kleidung
,
so
auch
vÃ

Â
¶
llig
PortrÃ

Â
¤
t
jede
Nebensache
.
so
schwer
es
immer
bleibt
,
Rechenschaft
von
einem
solchen
Manne
zu
geben
,
so
wagen
wir
doch
einen
Versuch
,
in
Hoffnung
,
daÃ

Â

die
Anschauung
seiner
Werke
dem
Leser
nicht
entgehen
werde
,
und
hier
zweifeln
wir
keinen
Augenblick
,
unsern
Eyck
in
die
erste
Klasse
derjenigen
zu
setzen
,
welche
die
Natur
mit
malerischen
FÃ

Â
¤
higkeiten
begabt
hat
.
zugleich
ward
ihm
das
GlÃ

Â
¼
ck
,
in
der
Zeit
einer
technisch
hochgebildeten
,
allgemein
verbreiteten
und
bis
an
eine
gewisse
Grenze
gelangten
Kunst
zu
leben
.
hiezu
kam
noch
,
daÃ

Â

er
eines
hÃ

Â
¶
heren
,
ja
des
hÃ

Â
¶
chsten
technischen
Vorteils
in
der
Malerei
gewahrte
;
denn
es
mag
mit
der
Erfindung
der
Ã

Â

lmalerei
beschaffen
sein
wie
es
will
,
so
mÃ

Â
¶
chten
wir
nicht
in
Zweifel
ziehen
,
daÃ

Â

Eyck
der
erste
gewesen
,
der
Ã

Â
¶
lige
Substanzen
,
die
man
sonst
Ã

Â
¼
ber
die
fertigen
Bilder
zog
,
unter
die
Farben
selbst
gemischt
,
aus
den
Ã

Â

len
die
am
leichtesten
trocknenden
,
aus
den
Farben
die
klÃ

Â
¤
rsten
,
die
am
wenigsten
deckenden
ausgesucht
habe
,
um
beim
Auftragen
derselben
das
Licht
des
weiÃ

Â

en
Grundes
und
Farbe
durch
Farbe
nach
Belieben
durchscheinen
zu
lassen
.
weil
nun
die
ganze
Kraft
der
Farbe
,
welche
an
sich
ein
Dunkeles
ist
,
nicht
dadurch
erregt
wird
,
daÃ

Â

Licht
davon
zurÃ

Â
¼
ckscheint
,
sondern
daÃ

Â

es
durch
sie
durchscheint
,
so
ward
durch
diese
Entdeckung
und
Behandlung
zugleich
die
hÃ

Â
¶
chste
physische
und
artistische
Forderung
befriedigt
.
das
GefÃ

Â
¼
hl
aber
fÃ

Â
¼
r
Farbe
hatte
ihm
als
einem
NiederlÃ

Â
¤
nder
die
Natur
verliehen
.
die
Macht
der
Farbe
war
ihm
wie
seinen
Zeitgenossen
bekannt
,
und
so
brachte
er
es
dahin
,
daÃ

Â

er
,
um
nur
von
GewÃ

Â
¤
ndern
und
Teppichen
zu
reden
,
den
Schein
der
Tafel
weit
Ã

Â
¼
ber
alle
Erscheinung
der
Wirklichkeit
erhob
.
ein
solches
muÃ

Â

denn
freilich
die
echte
Kunst
leisten
,
denn
das
wirkliche
Sehen
ist
,
sowohl
in
dem
Auge
als
an
den
GegenstÃ

Â
¤
nden
,
durch
unendliche
ZufÃ

Â
¤
lligkeiten
bedingt
;
dahingegen
der
Maler
nach
Gesetzen
malt
,
wie
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
durch
Licht
,
Schatten
und
Farbe
voneinander
abgesondert
,
in
ihrer
vollkommensten
Sehbarkeit
von
einem
gesunden
frischen
Auge
geschaut
werden
sollen
.
ferner
hatte
sich
Eyck
in
Besitz
der
perspektivischen
Kunst
gesetzt
und
sich
die
Mannigfaltigkeit
der
Landschaft
,
besonders
unendlicher
Baulichkeiten
eigen
gemacht
,
die
nun
an
der
Stelle
des
kÃ

Â
¼
mmerlichen
Goldgrundes
oder
Teppiches
hervortreten
.
jetzt
aber
mÃ

Â
¶
chte
es
sonderbar
scheinen
,
wenn
wir
aussprechen
,
daÃ

Â

er
,
materielle
und
mechanische
Unvollkommenheiten
der
bisherigen
Kunst
wegwerfend
,
sich
zugleich
einer
bisher
im
stillen
bewahrten
technischen
Vollkommenheit
entÃ

Â
¤
uÃ

Â

erte
,
des
Begriffs
nÃ

Â
¤
mlich
der
symmetrischen
Komposition
.
allein
auch
dieses
liegt
in
der
Natur
eines
auÃ

Â

erordentlichen
Geistes
,
der
,
wenn
er
eine
materielle
Schale
durchbricht
,
nie
bedenkt
,
daÃ

Â

Ã

Â
¼
ber
derselben
noch
eine
ideelle
geistige
Grenze
gezogen
sei
,
gegen
die
er
umsonst
ankÃ

Â
¤
mpft
,
in
die
er
sich
ergeben
,
oder
sie
nach
seinem
Sinne
erschaffen
muÃ

Â

.
die
Kompositionen
Eycks
sind
daher
von
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Wahrheit
und
Lieblichkeit
,
ob
sie
gleich
die
strengen
Kunstforderungen
nicht
befriedigen
,
ja
es
scheint
,
als
ob
er
von
allen
dem
,
was
seine
VorgÃ

Â
¤
nger
hierin
besessen
und
geÃ

Â
¼
bt
,
vorsÃ

Â
¤
tzlich
keinen
Gebrauch
machen
wollen
.
in
seinen
uns
bekannt
gewordenen
Bildern
ist
keine
Gruppe
,
die
sich
jenen
Engelchen
neben
der
heiligen
Veronica
vergleichen
kÃ

Â
¶
nnte
.
weil
aber
ohne
Symmetrie
irgendein
Gesehenes
keinen
Reiz
ausÃ

Â
¼
bt
,
so
hat
er
sie
als
ein
Mann
von
Geschmack
und
ZartgefÃ

Â
¼
hl
auf
seine
eigene
Weise
hervorgebracht
,
woraus
etwas
entstanden
ist
,
welches
anmutiger
und
eindringlicher
wirkt
als
das
Kunstgerechte
,
sobald
dieses
die
NaivetÃ

Â
¤
t
entbehrt
,
indem
es
alsdann
nur
den
Verstand
anspricht
und
den
KalkÃ

Â
¼
l
hervorruft
.
hat
man
uns
bisher
geduldig
zugehÃ

Â
¶
rt
,
und
stimmen
Kenner
mit
uns
Ã

Â
¼
berein
,
daÃ

Â

jeder
Vorschrift
aus
einem
erstarrten
,
veralteten
,
kÃ

Â
¼
nstlichen
Zustand
in
die
freie
lebendige
Naturwahrheit
sogleich
einen
Verlust
nach
sich
ziehe
,
der
erst
nach
und
nach
und
oft
in
spÃ

Â
¤
teren
Zeiten
sich
wiederherstellt
,
so
kÃ

Â
¶
nnen
wir
unsern
Eyck
nunmehr
in
seiner
EigentÃ

Â
¼
mlichkeit
betrachten
,
da
wir
denn
in
den
Fall
kommen
,
sein
individuelles
Wesen
unbedingt
zu
verehren
.
schon
die
frÃ

Â
¼
heren
niederlÃ

Â
¤
ndischen
KÃ

Â
¼
nstler
stellten
alles
Zarte
,
was
sich
in
dem
neuen
Testament
darbot
,
gern
in
einer
gewissen
Folge
dar
,
und
so
finden
wir
in
dem
groÃ

Â

en
Eyckischen
Werke
,
welches
diese
Sammlung
schmÃ

Â
¼
ckt
,
das
aus
einem
Mittelbilde
und
zwei
FlÃ

Â
¼
gelbildern
besteht
,
den
denkenden
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
mit
GefÃ

Â
¼
hl
und
Sinn
eine
fortschreitende
Trilogie
darzustellen
unternimmt
.
zu
unserer
Linken
wird
der
mÃ

Â
¤
dchenhaftesten
Jungfrau
durch
einen
himmlischen
JÃ

Â
¼
ngling
ein
seltsames
Ereignis
angekÃ

Â
¼
ndigt
.
in
der
Mitte
sehen
wir
sie
als
glÃ

Â
¼
ckliche
,
verwunderte
,
in
ihrem
Sohn
verehrte
Mutter
,
und
zur
Rechten
erscheint
sie
,
das
Kind
im
Tempel
zur
Weihe
bringend
,
schon
beinahe
als
Matrone
,
die
in
hohem
Ernste
vorfÃ

Â
¼
llt
,
was
dem
vom
Hohenpriester
mit
EntzÃ

Â
¼
cken
aufgenommenen
Knaben
bevorstehe
.
der
Ausdruck
aller
drei
Gesichter
so
wie
die
jedesmalige
Gestalt
und
Stellung
,
das
erstemal
knieend
,
dann
sitzend
,
zuletzt
stehend
,
ist
einnehmend
und
wÃ

Â
¼
rdig
.
der
Bezug
der
Personen
untereinander
auf
allen
drei
Bildern
zeugt
von
dem
zartesten
GefÃ

Â
¼
hl.
in
der
Darstellung
im
Tempel
findet
sich
auch
eine
Art
von
Parallelism
,
der
ohne
Mitte
durch
eine
GegenÃ

Â
¼
berstellung
der
Charaktere
bewirkt
wird
.
eine
geistige
Symmetrie
,
so
gefÃ

Â
¼
hlt
und
sinnig
,
daÃ

Â

man
angezogen
und
eingenommen
wird
,
ob
man
ihr
gleich
den
MaÃ

Â

stab
der
vollendeten
Kunst
nicht
anlegen
kann
.
so
wie
nun
Johann
von
Eyck
als
ein
trefflich
denkender
und
empfindender
KÃ

Â
¼
nstler
gesteigerte
Mannigfaltigkeit
seiner
Hauptfigur
zu
bewirken
gewuÃ

Â

t
,
hat
er
auch
mit
gleichem
GlÃ

Â
¼
ck
die
LokalitÃ

Â
¤
ten
behandelt
.
die
VerkÃ

Â
¼
ndigung
geschieht
in
einem
verschlossenen
,
schmalen
,
aber
hohen
,
durch
einen
obern
FensterflÃ

Â
¼
gel
erleuchteten
Zimmer
.
alles
ist
darin
so
reinlich
und
nett
,
wie
es
sich
geziemt
fÃ

Â
¼
r
die
Unschuld
,
die
nur
sich
selbst
und
ihre
nÃ

Â
¤
chste
Umgebung
besorgt
.
WandbÃ

Â
¤
nke
,
ein
Betstuhl
,
BettstÃ

Â
¤
tte
,
alles
zierlich
und
glatt
.
das
Bett
rot
bedeckt
und
umhÃ

Â
¤
ngt
,
alles
so
wie
die
brokatne
hintere
Bettwand
auf
das
bewundernswÃ

Â
¼
rdigste
dargestellt
.
das
mittlere
Bild
dagegen
zeigt
uns
die
freiste
Aussicht
,
denn
die
edle
,
aber
zerrÃ

Â
¼
ttete
Kapelle
der
Mitte
dient
mehr
zum
Rahmen
mannigfaltiger
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
als
daÃ

Â

sie
solche
verdeckte
.
links
des
Zuschauers
eine
mÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
entfernte
straÃ

Â

en-
und
hÃ

Â
¤
userreiche
Stadt
,
voll
Gewerbes
und
Bewegung
,
welche
gegen
den
Grund
hin
sich
in
das
Bild
hereinzieht
und
einem
weiten
Felde
Raum
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
dieses
,
mit
mancherlei
lÃ

Â
¤
ndlichen
GegenstÃ

Â
¤
nden
geziert
,
verlÃ

Â
¤
uft
sich
zuletzt
in
eine
wasserreiche
Weite
.
rechts
des
Zuschauers
tritt
ein
Teil
eines
runden
TempelgebÃ

Â
¤
udes
von
mehrern
Stockwerken
in
das
Bild
;
das
Innere
dieser
Rotonde
aber
zeigt
sich
auf
dem
daran
stoÃ

Â

enden
TÃ

Â
¼
rflÃ

Â
¼
gel
und
kontrastiert
durch
seine
HÃ

Â
¶
he
.
Weite
und
Klarheit
auf
das
herrlichste
mit
jenem
ersten
Zimmerchen
der
Jungfrau
.
sagen
und
wiederholen
wir
nun
,
daÃ

Â

alle
GegenstÃ

Â
¤
nde
der
drei
Bilder
auf
das
vollkommenste
mit
meisterhafter
Genauigkeit
ausgefÃ

Â
¼
hrt
sind
,
so
kann
man
sich
im
allgemeinen
einen
Begriff
von
der
Vortrefflichkeit
dieser
wohlerhaltenen
Bilder
machen
.
von
den
Flechtbreiten
auf
dem
verwitterten
zerbrÃ

Â
¶
ckelten
Ruingestein
,
von
den
Grashalmen
,
die
auf
dem
vermoderten
Strohdache
wachsen
,
bis
zu
den
goldenen
juwelenreichen
Bechergeschenken
,
vom
Gewand
zum
Antlitz
,
von
der
NÃ

Â
¤
he
bis
zur
Ferne
,
alles
ist
mit
gleicher
Sorgfalt
behandelt
und
keine
Stelle
dieser
Tafeln
,
die
nicht
durchs
VergrÃ

Â
¶
Ã

Â

rungsglas
gewÃ

Â
¶
nne
.
ein
Gleiches
gilt
von
einer
einzelnen
Tafel
,
worauf
Lukas
das
Bild
der
heiligen
sÃ

Â
¤
ugenden
Mutter
entwirft
.
und
hier
kommt
der
wichtigste
Umstand
zur
Sprache
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
die
von
uns
so
dringend
verlangte
Symmetrie
in
die
Umgebung
gelegt
und
dadurch
an
die
Stelle
des
gleichgÃ

Â
¼
ltigen
Goldgrundes
ein
kÃ

Â
¼
nstlerisches
und
augenfÃ

Â
¤
lliges
Mittel
gestellt
hat
.
mÃ

Â
¶
gen
nun
auch
seine
Figuren
nicht
ganz
kunstgerecht
sich
darin
bewegen
und
gegeneinander
verhalten
,
so
ist
es
doch
eine
gesetzliche
LokalitÃ

Â
¤
t
,
die
ihnen
eine
bestimmte
Grenze
vorschreibt
,
wodurch
ihre
natÃ

Â
¼
rlichen
und
gleichsam
zufÃ

Â
¤
lligen
Bewegungen
auf
das
angenehmste
geregelt
erscheinen
.
doch
alles
dieses
,
so
genau
und
bestimmt
wir
auch
zu
sprechen
gesucht
,
bleiben
doch
nur
leere
Worte
ohne
die
Anschauung
der
Bilder
selbst
.
hÃ

Â
¶
chst
wÃ

Â
¼
nschenswert
wÃ

Â
¤
re
es
deshalb
,
daÃ

Â

uns
die
Herrn
Besitzer
vorerst
von
den
erwÃ

Â
¤
hnten
Bildern
in
mÃ

Â
¤
Ã

Â

iger
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
genaue
Umrisse
mitteilten
,
wodurch
auch
ein
jeder
,
der
das
GlÃ

Â
¼
ck
nicht
hat
,
die
GemÃ

Â
¤
lde
selbst
zu
sehen
,
dasjenige
,
was
wir
bisher
gesagt
,
wÃ

Â
¼
rde
prÃ

Â
¼
fen
und
beurteilen
kÃ

Â
¶
nnen
.
indem
wir
nun
diesen
Wunsch
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ern
,
so
haben
wir
um
desto
mehr
zu
bedauern
,
daÃ

Â

ein
junger
talentvoller
Mann
,
der
sich
an
dieser
Sammlung
gebildet
,
zu
frÃ

Â
¼
h
mit
Tode
abgegangen
.
sein
Name
,
Epp
,
ist
noch
allen
denjenigen
wert
,
die
ihn
gekannt
,
besonders
aber
den
Liebhabern
,
welche
Kopien
alter
Werke
von
ihm
besitzen
,
die
er
mit
Treue
und
FleiÃ

Â

aufs
redlichste
verfertigt
hat
.
doch
dÃ

Â
¼
rfen
wir
auch
deshalb
nicht
verzweifeln
,
indem
ein
sehr
geschickter
KÃ

Â
¼
nstler
,
Herr
KÃ

Â
¶
ster
,
sich
an
die
Besitzer
angeschlossen
und
der
Erhaltung
einer
so
bedeutenden
Sammlung
sich
gewidmet
hat
.
dieser
wÃ

Â
¼
rde
sein
schÃ

Â
¶
nes
und
gewissenhaftes
Talent
am
sichersten
betÃ

Â
¤
tigen
,
wenn
er
sich
zur
AusfÃ

Â
¼
hrung
jener
gewÃ

Â
¼
nschten
Umrisse
und
deren
Herausgabe
bemÃ

Â
¼
hte
.
wir
wÃ

Â
¼
rden
alsdann
,
voraussetzend
,
daÃ

Â

sie
in
den
HÃ

Â
¤
nden
aller
Liebhaber
wÃ

Â
¤
ren
,
noch
gar
manches
hinzufÃ

Â
¼
gen
,
welches
jetzt
,
wie
es
bei
Wortbeschreibung
von
GemÃ

Â
¤
lden
gewÃ

Â
¶
hnlich
geschieht
,
die
Einbildungskraft
nur
verwirren
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
.
ungern
bequeme
ich
mich
hier
zu
einer
Pause
,
denn
gerade
das
,
was
in
der
Reihe
nun
zu
melden
wÃ

Â
¤
re
,
hat
gar
manches
Anmutige
und
Erfreuliche
.
von
Johann
von
Eyck
selbst
dÃ

Â
¼
rfen
wir
kaum
mehr
sagen
,
denn
auf
ihn
kehren
wir
immer
wieder
zurÃ

Â
¼
ck
,
wenn
von
den
folgenden
KÃ

Â
¼
nstlern
gesprochen
wird
.
die
nÃ

Â
¤
chsten
aber
sind
solche
,
bei
denen
wir
ebensowenig
als
bei
ihm
genÃ

Â
¶
tigt
sind
,
fremdlÃ

Â
¤
ndischen
EinfluÃ

Â

vorauszusetzen
.
Ã

Â
¼
berhaupt
ist
es
nur
ein
schwacher
Behelf
,
wenn
man
bei
WÃ

Â
¼
rdigung
auÃ

Â

erordentlicher
Talente
voreilig
auszumitteln
denkt
,
woher
sie
allenfalls
ihre
VorzÃ

Â
¼
ge
genommen
.
der
aus
der
Kindheit
aufblickende
Mensch
findet
die
Natur
nicht
etwa
rein
und
nackt
um
sich
her
:
denn
die
gÃ

Â
¶
ttliche
Kraft
seiner
Vorfahren
hat
eine
zweite
Welt
in
die
Welt
erschaffen
.
aufgenÃ

Â
¶
tigte
AngewÃ

Â
¶
hnungen
,
herkÃ

Â
¶
mmliche
GebrÃ

Â
¤
uche
,
beliebte
Sitten
,
ehrwÃ

Â
¼
rdige
Ã

Â

berlieferungen
,
schÃ

Â
¤
tzbare
Denkmale
,
ersprieÃ

Â

liche
Gesetze
und
so
mannigfache
herrliche
Kunsterzeugnisse
umzingeln
den
Menschen
dergestalt
,
daÃ

Â

er
nie
zu
unterscheiden
weiÃ

Â

,
was
ursprÃ

Â
¼
nglich
und
was
abgeleitet
ist
.
er
bedient
sich
der
Welt
,
wie
er
sie
findet
,
und
hat
dazu
ein
vollkommnes
Recht
.
den
originalen
KÃ

Â
¼
nstler
kann
man
also
denjenigen
nennen
,
welcher
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
um
sich
her
nach
individueller
,
nationeller
und
zunÃ

Â
¤
chst
Ã

Â
¼
berlieferter
Weise
behandelt
und
zu
einem
gefugten
Ganzen
zusammenbildet
.
wenn
wir
also
von
einem
solchen
sprechen
,
so
ist
es
unsere
Pflicht
,
zuallererst
seine
Kraft
und
die
Ausbildung
derselben
zu
betrachten
,
sodann
seine
nÃ

Â
¤
chste
Umgebung
,
insofern
sie
ihm
GegenstÃ

Â
¤
nde
,
Fertigkeiten
und
Gesinnungen
Ã

Â
¼
berliefert
,
und
zuletzt
dÃ

Â
¼
rfen
wir
erst
unsern
Blick
nach
auÃ

Â

en
richten
und
untersuchen
,
nicht
sowohl
was
er
Fremdes
gekannt
,
als
wie
er
es
benutzt
habe
.
denn
der
Hauch
von
vielem
Guten
,
VergnÃ

Â
¼
glichen
,
NÃ

Â
¼
tzlichen
wehet
Ã

Â
¼
ber
die
Welt
,
oft
Jahrhunderte
hindurch
,
ehe
man
seinen
EinfluÃ

Â

spÃ

Â
¼
rt
.
man
wundert
sich
oft
in
der
Geschichte
Ã

Â
¼
ber
den
langsamen
Fortschritt
nur
mechanischer
Fertigkeiten
.
den
Byzantinern
standen
die
unschÃ

Â
¤
tzbaren
Werke
hellenischer
Kunst
vor
Augen
,
ohne
daÃ

Â

sie
aus
dem
Kummer
ihrer
ausgetrockneten
Pinselei
sich
hervorheben
konnten
.
und
sieht
man
es
denn
Albrecht
DÃ

Â
¼
rern
sonderlich
an
,
daÃ

Â

er
in
Venedig
gewesen
?
dieser
Treffliche
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
durchgÃ

Â
¤
ngig
aus
sich
selbst
erklÃ

Â
¤
ren
.
und
so
wÃ

Â
¼
nsch
'
ich
den
Patriotismus
zu
finden
,
zu
dem
jedes
Reich
,
Land
,
Provinz
,
ja
Stadt
berechtigt
ist
:
denn
wie
wir
den
Charakter
des
Einzelnen
erheben
,
welcher
darin
besteht
,
daÃ

Â

er
sich
nicht
von
den
Umgebungen
meistern
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
sondern
dieselben
meistert
und
bezwingt
,
so
erzeigen
wir
jedem
Volk
,
jeder
Volksabteilung
die
GebÃ

Â
¼
hr
und
Ehre
,
daÃ

Â

wir
ihnen
auch
einen
Charakter
zuschreiben
,
der
sich
in
einem
KÃ

Â
¼
nstler
oder
sonst
vorzÃ

Â
¼
glichen
Manne
veroffenbart
.
und
so
werden
wir
zunÃ

Â
¤
chst
handeln
,
wenn
von
schÃ

Â
¤
tzenswerten
KÃ

Â
¼
nstlern
,
von
Hemmling
,
Israel
von
Mecheln
,
Lucas
von
Leyden
,
Quinten
Messis
u.
a.
die
Rede
sein
wird
.
diese
halten
sich
sÃ

Â
¤
mtlich
in
ihrem
heimischen
Kreise
,
und
unsere
Pflicht
ist
,
so
viel
als
mÃ

Â
¶
glich
,
fremden
EinfluÃ

Â

auf
ihre
VorzÃ

Â
¼
ge
abzulehnen
.
nun
aber
tritt
Schoreel
auf
,
spÃ

Â
¤
ter
Hemskerk
und
mehrere
,
die
ihre
Talente
in
Italien
ausgebildet
haben
,
demungeachtet
aber
den
NiederlÃ

Â
¤
nder
nicht
verleugnen
kÃ

Â
¶
nnen
.
hier
mag
nun
das
Beispiel
von
Leonard
da
Vinci
,
Correggio
,
Tizian
,
Michel
Angelo
hervorscheinen
,
der
NiederlÃ

Â
¤
nder
bleibt
NiederlÃ

Â
¤
nder
,
ja
die
NationaleigentÃ

Â
¼
mlichkeit
beherrscht
sie
dergestalt
,
daÃ

Â

sie
sich
zuletzt
wieder
in
ihren
Zauberkreis
einschlieÃ

Â

en
und
jede
fremde
Bildung
abweisen
.
so
hat
Rembrandt
das
hÃ

Â
¶
chste
KÃ

Â
¼
nstlertalent
betÃ

Â
¤
tigt
,
wozu
ihm
Stoff
und
AnlaÃ

Â

in
der
unmittelbarsten
Umgebung
genÃ

Â
¼
gte
,
ohne
daÃ

Â

er
je
die
mindeste
Kenntnis
genommen
hÃ

Â
¤
tte
,
ob
jemals
Griechen
und
RÃ

Â
¶
mer
in
der
Welt
gewesen
.
wÃ

Â
¤
re
uns
nun
eine
solche
beabsichtigte
Darstellung
gelungen
,
so
mÃ

Â
¼
ssen
wir
uns
an
den
Oberrhein
begeben
und
uns
an
Ort
und
Stelle
sowie
in
Schwaben
,
Franken
und
Bayern
von
den
VorzÃ

Â
¼
gen
und
EigentÃ

Â
¼
mlichkeiten
der
oberdeutschen
Schule
zu
durchdringen
suchen
.
auch
hier
wÃ

Â
¼
rde
es
unsere
vornehmste
Pflicht
sein
,
den
Unterschied
,
ja
den
Gegensatz
zwischen
beiden
herauszuheben
,
um
zu
bewirken
,
daÃ

Â

eine
Schule
die
andere
schÃ

Â
¤
tze
,
die
auÃ

Â

erordentlichen
MÃ

Â
¤
nner
beiderseitig
anerkenne
,
die
Fortschritte
einander
nicht
ableugne
und
was
alles
fÃ

Â
¼
r
Gutes
und
Edles
aus
gemeinsamen
Gesinnungen
hervortritt
.
auf
diesem
Wege
werden
wir
die
deutsche
Kunst
des
funfzehnten
und
sechszehnten
Jahrhunderts
freudig
verehren
,
und
der
Schaum
der
Ã

Â

berschÃ

Â
¤
tzung
,
der
jetzt
schon
dem
Kenner
und
Liebhaber
widerlich
ist
,
wird
sich
nach
und
nach
verlieren
.
mit
Sicherheit
kÃ

Â
¶
nnen
wir
alsdann
immer
weiter
ost-
und
sÃ

Â
¼
dwÃ

Â
¤
rts
blicken
und
uns
mit
Wohlwollen
an
Genossen
und
Nachbarn
anreihen
.
Joseph
Bossi
.
Ã

Â
¼
ber
Leonard
da
Vincis
Abendmahl
zu
Mailand
.
das
Abendmahl
.
wir
wenden
uns
nunmehr
gegen
das
eigentliche
Ziel
unserer
BemÃ

Â
¼
hung
,
zu
dem
Abendmahl
,
welches
im
Kloster
alle
Grazie
zu
Mailand
auf
die
Wand
gemalt
war
;
mÃ

Â
¶
chten
unsere
Leser
Morghens
Kupferstich
vor
sich
nehmen
,
welcher
hinreicht
,
uns
sowohl
Ã

Â
¼
ber
das
Ganze
als
wie
das
Einzelne
zu
verstÃ

Â
¤
ndigen
.
die
Stelle
,
wo
das
Bild
gemalt
ist
,
wird
allervÃ

Â
¶
rderst
in
Betrachtung
gezogen
:
denn
hier
tut
sich
die
Weisheit
des
KÃ

Â
¼
nstlers
in
ihrem
Brennpunkte
vollkommen
hervor
.
konnte
fÃ

Â
¼
r
ein
Refektorium
etwas
schicklicher
und
edler
ausgedacht
werden
als
ein
Scheidemahl
,
das
der
ganzen
Welt
fÃ

Â
¼
r
alle
Zeiten
als
heilig
gelten
sollte
?
als
Reisende
haben
wir
dieses
Speisezimmer
vor
manchen
Jahren
noch
unzerstÃ

Â
¶
rt
gesehen
.
dem
Eingang
an
der
schmalen
Seite
gegenÃ

Â
¼
ber
,
im
Grunde
des
Saals
,
stand
die
Tafel
des
Priors
,
zu
beiden
Seiten
die
MÃ

Â
¶
nchstische
,
sÃ

Â
¤
mtlich
auf
einer
Stufe
vom
Boden
erhÃ

Â
¶
ht
;
und
nun
,
wenn
der
Hereintretende
sich
umkehrte
,
sah
er
an
der
vierten
Wand
Ã

Â
¼
ber
den
nicht
allzuhohen
TÃ

Â
¼
ren
den
vierten
Tisch
gemalt
,
an
demselben
Christus
und
seine
JÃ

Â
¼
nger
,
eben
als
wenn
sie
zur
Gesellschaft
gehÃ

Â
¶
rten
.
es
muÃ

Â

zur
Speisestunde
ein
bedeutender
Anblick
gewesen
sein
,
wenn
die
Tische
des
Priors
und
Christi
,
als
zwei
Gegenbilder
,
auf
einander
blickten
und
die
mÃ

Â
¶
nche
an
ihren
Tafeln
sich
dazwischen
eingeschlossen
fanden
.
und
eben
deshalb
muÃ

Â

te
die
Weisheit
des
Malers
die
vorhandenen
MÃ

Â
¶
nchstische
zum
Vorbild
nehmen
.
auch
ist
gewiÃ

Â

das
Tischtuch
mit
seinen
gequetschten
Falten
,
gemusterten
Streifen
und
aufgeknÃ

Â
¼
pften
Zipfeln
aus
der
Waschkammer
des
Klosters
genommen
.
SchÃ

Â
¼
sseln
,
Teller
,
Becher
und
sonstiges
GerÃ

Â
¤
te
gleichfalls
denjenigen
nachgeahmt
,
der
sich
die
MÃ

Â
¶
nche
bedienten
.
hier
war
also
keineswegs
die
Rede
von
AnnÃ

Â
¤
herung
an
ein
unschres
,
veraltetes
KostÃ

Â
¼
m.
hÃ

Â
¶
chst
ungeschickt
wÃ

Â
¤
re
es
gewesen
,
an
diesem
Orte
die
heilige
Gesellschaft
auf
Polster
auszustrecken
.
nein
!
sie
sollte
der
Gegenwart
angenÃ

Â
¤
hert
werden
,
Christus
sollte
sein
Abendmahl
bei
den
Dominikanern
zu
Mailand
einnehmen
.
auch
in
manchem
andern
Betracht
muÃ

Â

te
das
Bild
groÃ

Â

e
Wirkung
tun
.
ungefÃ

Â
¤
hr
zehn
FuÃ

Â

Ã

Â
¼
ber
der
Erde
nehmen
die
dreizehn
Figuren
,
sÃ

Â
¤
mtlich
etwa
anderthalbmal
die
LebensgrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
gebildet
,
den
Raum
von
achtundzwanzig
Pariser
FuÃ

Â

der
LÃ

Â
¤
nge
nach
ein
.
nur
zwei
derselben
sieht
man
ganz
an
den
entgegengesetzten
Enden
der
Tafel
,
die
Ã

Â
¼
brigen
sind
Halbfiguren
,
und
auch
hier
fand
der
KÃ

Â
¼
nstler
in
der
Notwendigkeit
seinen
Vorteil
.
jeder
sittliche
Ausdruck
gehÃ

Â
¶
rt
nur
dem
oberen
Teil
des
KÃ

Â
¶
rpers
an
,
und
die
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
sind
in
solchen
FÃ

Â
¤
llen
Ã

Â
¼
berall
im
Wege
;
der
KÃ

Â
¼
nstler
schuf
sich
hier
elf
Halbfiguren
,
deren
SchoÃ

Â

und
Knie
von
Tisch
und
Tischtuch
bedeckt
wird
,
unten
aber
die
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
im
bescheidenen
DÃ

Â
¤
mmerlicht
kaum
bemerklich
sein
sollten
.
nun
versetze
man
sich
an
Ort
und
Stelle
,
denke
sich
die
sittliche
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
Ruhe
,
die
in
einem
solchen
mÃ

Â
¶
nchischen
Speisesaale
obwaltet
,
und
bewundere
den
KÃ

Â
¼
nstler
,
der
seinem
Bilde
krÃ

Â
¤
ftige
ErschÃ

Â
¼
tterung
,
leidenschaftliche
Bewegung
einhaucht
und
,
indem
er
sein
Kunstwerk
mÃ

Â
¶
glichst
an
die
Natur
herangebracht
hat
,
es
alsobald
mit
der
nÃ

Â
¤
chsten
Wirklichkeit
in
Kontrast
setzt
.
das
Aufregungsmittel
,
wodurch
der
KÃ

Â
¼
nstler
die
ruhig
heilige
Abendtafel
erschÃ

Â
¼
ttert
,
sind
die
Worte
des
Meisters
:
einer
ist
unter
euch
,
der
mich
verrÃ

Â
¤
t
!
ausgesprochen
sind
sie
,
die
ganze
Gesellschaft
kommt
darÃ

Â
¼
ber
in
Unruhe
;
er
aber
neigt
sein
Haupt
,
gesenkten
Blickes
;
die
ganze
Stellung
,
die
Bewegung
der
Arme
,
der
HÃ

Â
¤
nde
,
alles
wiederholt
mit
himmoischer
Ergebenheit
die
unglÃ

Â
¼
cklichen
Worte
,
das
Schweigen
selbst
bekrÃ

Â
¤
ftigt
:
ja
es
ist
nicht
anders
!
einer
ist
unter
euch
,
der
mich
verrÃ

Â
¤
t.
ehe
wir
aber
weiter
gehen
,
mÃ

Â
¼
ssen
wir
ein
groÃ

Â

es
Mittel
entwickeln
,
wodurch
Leonard
dieses
Bild
hauptsÃ

Â
¤
chlich
belebte
:
es
ist
die
Bewegung
der
HÃ

Â
¤
nde
;
dies
konnte
aber
auch
nur
ein
Italiener
finden
.
bei
seiner
Nation
ist
der
ganze
KÃ

Â
¶
rper
geistreich
,
alle
Glieder
nehmen
teil
an
jedem
Ausdruck
des
GefÃ

Â
¼
hls
,
der
Leidenschaft
,
ja
des
Gedankens
.
durch
verschiedene
Gestaltung
und
Bewegung
der
HÃ

Â
¤
nde
drÃ

Â
¼
ckt
er
aus
:
"
was
kÃ

Â
¼
mmert's
mich
!
-
komm
her
!
-
dies
ist
ein
Schelm
-
nimm
dich
in
acht
vor
ihm
!
-
er
soll
nicht
lange
leben
!
-
dies
ist
ein
Hauptpunkt
.
dies
merket
besonders
wohl
,
meine
ZuhÃ

Â
¶
rer
!
"
einer
solchen
Nationaleigenschaft
muÃ

Â

te
der
alles
Charakteristische
hÃ

Â
¶
chst
aufmerksam
betrachtende
Leonard
sein
forschendes
Auge
besonders
zuwenden
;
hieran
ist
das
gegenwÃ

Â
¤
rtige
Bild
einzig
,
und
man
kann
ihm
nicht
genug
Betrachtung
widmen
.
vollkommen
Ã

Â
¼
bereinstimmend
ist
Gesichtsbildung
und
jede
Bewegung
,
auch
dabei
eine
dem
Auge
gleich
faÃ

Â

liche
Zusammen-
und
Gegeneinanderstellung
aller
Glieder
auf
das
lobenswÃ

Â
¼
rdigste
geleistet
.
die
Gestalten
Ã

Â
¼
berhaupt
zu
beiden
Seiten
des
Herrn
lassen
sich
drei
und
drei
zusammen
betrachten
,
wie
sie
denn
auch
so
jedesmal
in
eins
gedacht
,
in
VerhÃ

Â
¤
ltnis
gestellt
und
doch
in
Bezug
auf
ihre
Nachbarn
gehalten
sind
.
zunÃ

Â
¤
chst
an
Christi
rechter
Seite
Johannes
,
Judas
und
Petrus
.
Petrus
,
der
Entfernteste
,
fÃ

Â
¤
hrt
nach
seinem
heftigen
Charakter
,
als
er
des
Herrn
Wort
vernommen
,
eilig
hinter
Judas
her
,
der
sich
,
erschrocken
aufwÃ

Â
¤
rts
sehend
,
vorwÃ

Â
¤
rts
Ã

Â
¼
ber
den
Tisch
beugt
,
mit
der
rechten
festgeschlossenen
Hand
den
Beutel
hÃ

Â
¤
lt
,
mit
der
linken
aber
eine
unwillkÃ

Â
¼
rliche
krampfhafte
Bewegung
macht
,
als
wollte
er
sagen
:
was
soll
das
heiÃ

Â

en
?
-
was
soll
das
werden
?
Petrus
hat
indessen
mit
seiner
linken
Hand
des
gegen
ihn
geneigten
Johannes
rechte
Schulter
gefaÃ

Â

t
,
hindeutend
auf
Christum
und
zugleich
den
geliebten
JÃ

Â
¼
nger
anregend
,
er
solle
fragen
,
wer
denn
der
VerrÃ

Â
¤
ter
sei
?
einen
Messergriff
in
der
Rechten
setzt
er
dem
Judas
unwillkÃ

Â
¼
rlich
zufÃ

Â
¤
llig
in
die
Rippen
,
wodurch
dessen
erschrockene
VorwÃ

Â
¤
rtsbewegung
,
die
sogar
ein
SalzfaÃ

Â

umschÃ

Â
¼
ttet
,
glÃ

Â
¼
cklich
bewirkt
wird
.
diese
Gruppe
kann
als
die
zuerst
gedachte
des
Bildes
angesehen
werden
,
sie
ist
die
vollkommenste
.
wenn
nun
auf
der
rechten
Seite
des
Herrn
mit
mÃ

Â
¤
Ã

Â

iger
Bewegung
unmittelbare
Rache
angedroht
wird
,
entspringt
auf
seiner
linken
lebhaftestes
Entsetzen
und
Abscheu
vor
dem
Verrat
.
Jakobus
der
Ã

Â

ltere
beugt
sich
vor
Schrecken
zurÃ

Â
¼
ck
,
breitet
die
Arme
aus
,
starrt
,
das
Haupt
niedergebeugt
,
vor
sich
hin
,
wie
einer
,
der
das
Ungeheure
,
das
er
durchs
Ohr
vernimmt
,
schon
mit
Augen
zu
sehen
glaubt
.
Thomas
erscheint
hinter
seiner
Schulter
hervor
,
und
sich
dem
Heiland
nÃ

Â
¤
hernd
,
hebt
er
den
Zeigefinger
der
rechten
Hand
gegen
die
Stirne
.
Philippus
,
der
dritte
zu
dieser
Gruppe
GehÃ

Â
¶
rige
,
rundet
sie
aufs
lieblichste
;
er
ist
aufgestanden
,
beugt
sich
gegen
den
Meister
,
legt
die
HÃ

Â
¤
nde
auf
die
Brust
,
mit
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ter
Klarheit
aussprechend
:
Herr
,
ich
bin's
nicht
!
du
weiÃ

Â

t
es
!
du
kennst
mein
reines
Herz
.
ich
bin's
nicht
!
und
nunmehr
geben
uns
die
benachbarten
drei
Letzteren
dieser
Seite
neuen
Stoff
zur
Betrachtung
.
sie
unterhalten
sich
untereinander
Ã

Â
¼
ber
das
schrecklich
Vernommene
.
MatthÃ

Â
¤
us
wendet
mit
eifriger
Bewegung
das
Gesicht
links
zu
seinen
beiden
Genossen
,
die
HÃ

Â
¤
nde
hingegen
streckt
er
mit
Schnelligkeit
gegen
den
Meister
und
verbindet
so
durch
das
unschÃ

Â
¤
tzbarste
Kunstmittel
,
seine
Gruppe
mit
der
vorhergehenden
.
ThaddÃ

Â
¤
us
zeigt
die
heftigste
Ã

Â

berraschung
,
Zweifel
und
Argwohn
;
er
hat
die
linke
Hand
offen
auf
den
Tisch
gelegt
und
die
rechte
dergestalt
erhoben
,
als
stehe
er
im
Begriff
,
mit
dem
RÃ

Â
¼
cken
derselben
in
die
linke
einzuschlagen
;
eine
Bewegung
,
die
man
wohl
noch
von
Naturmenschen
sieht
,
wenn
sie
bei
unerwartetem
Vorfall
ausdrÃ

Â
¼
cken
wollen
:
hab
'
ich's
nicht
gesagt
!
habe
ich's
nicht
immer
vermutet
!
-
Simon
sitzt
hÃ

Â
¶
chst
wÃ

Â
¼
rdig
am
Ende
des
Tisches
,
wir
sehen
daher
dessen
ganze
Figur
;
er
,
der
Ã

Â

lteste
von
allen
,
ist
reich
mit
Falten
bekleidet
,
Gesicht
und
Bewegung
zeigen
,
er
sei
betroffen
und
nachdenkend
,
nicht
erschÃ

Â
¼
ttert
,
kaum
bewegt
.
wenden
wir
nun
die
Augen
sogleich
auf
das
entgegengesetzte
Tischende
,
so
sehen
wir
BartholomÃ

Â
¤
us
,
der
auf
dem
rechten
FuÃ

Â

,
den
linken
Ã

Â
¼
bergeschlagen
,
steht
,
mit
beiden
ruhig
auf
den
Tisch
gestemmten
HÃ

Â
¤
nden
seinen
Ã

Â
¼
bergebogenen
KÃ

Â
¶
rper
unterstÃ

Â
¼
tzend
.
er
horcht
,
wahrscheinlich
zu
vernehmen
,
was
Hohannes
vom
Herrn
ausfragen
wird
:
denn
Ã

Â
¼
berhaupt
scheint
die
Anregung
des
LieblingsjÃ

Â
¼
ngers
von
dieser
ganzen
Seite
auszugehen
.
Jakobus
der
JÃ

Â
¼
ngere
,
neben
und
hinter
BertholomÃ

Â
¤
us
,
legt
die
linke
Hand
auf
Petrus
'
Schulter
,
so
wie
Petrus
auf
die
Schulter
Johannis
,
aber
Jakobus
mild
,
nur
AufklÃ

Â
¤
rung
verlangend
,
wo
Petrus
schon
Rache
droht
.
und
also
wie
Petrus
hinter
Judas
,
so
greift
Jakob
der
JÃ

Â
¼
ngere
hinter
Andreas
her
,
welcher
als
eine
der
bedeutendsten
Figuren
mit
halbaufgehobenen
Armen
die
flachen
HÃ

Â
¤
nde
vorwÃ

Â
¤
rts
zeigt
,
als
entschiedenen
Ausdruck
des
Entsetzens
,
der
in
diesem
Bilde
nur
einmal
vorkommt
,
da
er
in
andern
,
weniger
geistreich
und
grÃ

Â
¼
ndlich
gedachten
Werken
sich
leider
nur
zu
oft
wiederholt
.
Relief
von
Phigalia
.
-
"
das
Lebendige
,
die
GroÃ

Â

heit
,
des
Stils
,
Anordnung
,
Behandlung
des
Reliefs
,
alles
ist
herrlich
.
hingegen
kann
man
bei
so
viel
SchÃ

Â
¶
nem
die
auÃ

Â

erordentliche
Gedrungenheit
der
Figuren
,
die
oft
kaum
sechs
KopflÃ

Â
¤
ngen
haben
,
Ã

Â
¼
berhaupt
die
vernachlÃ

Â
¤
ssigten
Proportionen
der
einzelnen
Teile
,
wo
oft
FuÃ

Â

oder
Hand
die
LÃ

Â
¤
nge
des
ganzen
Beins
oder
Arms
haben
,
u.
s.
w.
kaum
begreifen
.
und
da
soll
man
sagen
,
daÃ

Â

man
an
den
KoloÃ

Â

beinahe
in
allen
Vorstellungen
erinnert
wird
!
"
-
was
werden
Sie
aber
,
teuere
Freundin
,
zu
dem
entschiedenen
Verehrer
der
griechischen
Kunst
sagen
,
wenn
er
bekennt
,
daÃ

Â

er
das
alles
zugibt
,
es
aber
keineswegs
entschuldigt
oder
auf
sich
beruhen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
sondern
behauptet
,
daÃ

Â

alle
diese
MÃ

Â
¤
ngel
mit
BewuÃ

Â

tsein
,
vorsÃ

Â
¤
tzlich
,
geflissentlich
,
aus
Grundsatz
verÃ

Â
¼
bt
worden
.
zuerst
also
ist
die
Plastik
Dienerin
der
Architektur
;
ein
Fries
an
einem
Tempel
dorischer
Ordnung
fordert
Gestalten
,
die
sich
zur
Proportion
seines
ganzen
Profiles
nÃ

Â
¤
hern
:
schon
in
diesem
Sinn
muÃ

Â

te
das
GedrÃ

Â
¤
ngte
,
Derbe
schon
hier
vorzuziehen
sein
.
aber
warum
gar
innerhalb
dieser
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
,
und
wenn
wir
sie
zugegeben
haben
,
noch
Disproportionen
,
inwiefern
sollte
denn
dies
zu
entschuldigen
sein
?
nicht
zu
entschuldigen
,
sondern
zu
rÃ

Â
¼
hmen
,
denn
wenn
der
KÃ

Â
¼
nstler
mit
Vorsatz
abweicht
,
so
steht
er
hÃ

Â
¶
her
als
wir
,
und
wir
mÃ

Â
¼
ssen
ihn
nicht
zur
Rede
ziehn
,
sondern
ihn
verehren
.
bei
solchen
Darstellungen
kommt
es
darauf
an
,
die
Kraft
der
Gestalten
gegeneinander
vortreten
zu
lassen
;
wie
wollte
hier
die
weibliche
Brust
der
AmazonenkÃ

Â
¶
nigin
gegen
eine
herkulische
Mannesbrust
und
einen
krÃ

Â
¤
ftigen
Pferdehals
in
ihrer
Mitte
sich
halten
,
wenn
die
BrÃ

Â
¼
ste
nicht
auseinandergezogen
und
der
Rumpf
dadurch
viereckt
und
breit
wÃ

Â
¤
re
.
das
linke
,
fliehende
Bein
kommt
gar
nicht
in
Betracht
;
es
dient
nur
als
Nebenwesen
zu
Eurhythmie
des
Ganzen
.
was
die
Endglieder
,
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
und
HÃ

Â
¤
nde
,
betrifft
,
so
ist
nur
die
Frage
,
ob
sie
im
Bilde
ihren
rechten
Platz
einnehmen
,
und
dann
ist
es
einerlei
,
ob
der
Arm
,
der
sie
bringt
,
das
Bein
,
das
ihnen
die
rechte
Stelle
anweist
,
zu
lang
oder
zu
kurz
ist
.
von
diesem
groÃ

Â

en
Begriff
sind
wir
ganz
zurÃ

Â
¼
ckgekommen
;
denn
kein
einzelner
Meister
darf
sich
anmaÃ

Â

en
,
mit
Vorsatz
zu
fehlen
,
aber
wohl
eine
ganze
Schule
.
und
doch
kÃ

Â
¶
nnen
wir
jenen
Fall
auch
anfÃ

Â
¼
hren
.
Leonard
da
Vinci
,
der
fÃ

Â
¼
r
sich
selbst
eine
ganze
Kunstwelt
war
,
mit
dem
wir
uns
viel
und
lange
nicht
genug
beschÃ

Â
¤
ftigten
,
erfrecht
sich
eben
der
KÃ

Â
¼
hnheit
wie
die
KÃ

Â
¼
nstler
von
Phigalia
.
wir
haben
das
Abendmahl
mit
Leidenschaft
durchgedacht
und
durchdenkend
verehrt
;
nun
sei
uns
aber
ein
Scherz
darÃ

Â
¼
ber
erlaubt
.
dreizehn
Personen
sitzen
an
einem
sehr
langen
schmalen
Tische
;
es
gibt
eine
ErschÃ

Â
¼
tterung
unter
ihnen
.
wenige
blieben
sitzen
,
andere
sind
halb
,
andere
ganz
aufgestanden
.
sie
entzÃ

Â
¼
cken
uns
durch
ihr
sittlich
leidenschaftliches
Betragen
,
aber
mÃ

Â
¶
gen
sich
die
guten
Leute
wohl
in
acht
nehmen
,
ja
nicht
etwa
den
Versuch
machen
,
sich
wieder
niederzusetzen
;
zwei
kommen
wenigstens
einander
auf
den
SchoÃ

Â

,
wenn
auch
Christus
und
Johannes
noch
so
nahe
zusammenrÃ

Â
¼
cken
.
aber
eben
daran
erkennt
man
den
Meister
,
daÃ

Â

er
zu
hÃ

Â
¶
hern
Zwecken
mit
Vorsatz
einen
Fehler
begeht
.
Wahrscheinlichkeit
ist
die
Bedingung
der
Kunst
,
aber
innerhalb
des
Reiches
der
Wahrscheinlichkeit
muÃ

Â

das
HÃ

Â
¶
chste
geliefert
werden
,
was
sonst
nicht
zur
Erscheinung
kÃ

Â
¶
mmt
.
das
Richtige
ist
nicht
sechs
Pfennige
wert
,
wenn
es
weiter
nichts
zu
bringen
hat
.
die
Frage
ist
also
nicht
,
ob
in
diesem
Sinne
irgendein
bedeutend
Glied
in
dieser
Zusammensetzung
zu
groÃ

Â

oder
zu
klein
sei
.
nach
allen
drei
Kopien
des
Abendmahls
,
die
wir
vor
uns
haben
,
kÃ

Â
¶
nnen
die
KÃ

Â
¶
pfe
des
Judas
und
ThaddÃ

Â
¤
us
nicht
zusammen
an
einem
Tische
sitzen
,
und
doch
,
besonders
wenn
wir
das
Original
vor
uns
hÃ

Â
¤
tten
,
wÃ

Â
¼
rden
wir
darÃ

Â
¼
ber
nicht
querulieren
;
der
unendliche
Geschmack
(
daÃ

Â

wir
dieses
unbestimmte
Wort
hier
in
entschiedenem
Sinne
brauchen
)
,
den
Leonard
besaÃ

Â

,
wÃ

Â
¼
Ã

Â

te
hier
dem
Zuschauer
schon
durchzuhelfen
.
und
beruht
denn
nicht
die
ganze
theatralische
Kunst
gerade
auf
solchen
Maximen
!
nur
ist
sie
vorÃ

Â
¼
bergehend
,
poetisch-rhetorisch
,
verleitend
,
und
man
kann
sie
nicht
so
vor
Gericht
ziehen
,
als
wenn
sie
gemalt
,
in
Marmor
gehauen
oder
in
Erz
gegossen
wÃ

Â
¤
re
.
Analogie
oder
auch
nur
Gleichnis
haben
wir
in
der
Musik
:
das
was
dort
gleichschwebende
Temperatur
ist
,
wozu
die
TÃ

Â
¶
ne
,
die
sich
nicht
genau
untereinander
verhalten
wollen
,
so
lange
gebogen
und
gezogen
werden
,
daÃ

Â

kaum
einer
seine
vollkommene
Natur
behÃ

Â
¤
lt
,
aber
sich
alle
doch
zu
des
TonkÃ

Â
¼
nstlers
Willen
schicken
.
dieser
bedient
sich
ihrer
,
als
wenn
alles
ganz
richtig
wÃ

Â
¤
re
;
der
hat
gewonnen
Spiel
,
das
Ohr
will
nicht
richten
,
sondern
genieÃ

Â

en
und
GenuÃ

Â

mitteilen
.
das
Auge
hat
einen
anmaÃ

Â

lichen
Verstand
hinter
sich
,
der
wunder
meint
,
wie
hoch
er
stehe
,
wenn
er
beweist
,
ein
Sichtbares
sei
zu
lang
oder
zu
kurz
.
wenden
wir
uns
nun
zu
der
Frage
,
warum
wir
den
Kolossen
von
Monte
Cavallo
immer
wiederholt
sehen
,
so
antwort
'
ich
:
weil
er
dort
schon
zweimal
steht
.
das
Vortrefflichste
gilt
nun
einmal
;
wohl
dem
,
der
es
wiederholen
kann
:
diesen
Sinn
nÃ

Â
¤
hrten
die
Alten
im
hÃ

Â
¶
chsten
Grad.
die
Stellung
des
Kolossen
,
die
mannigfaltige
zarte
AbÃ

Â
¤
nderung
zulÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
ist
die
einzige
,
die
einem
tÃ

Â
¤
tigen
Helden
ziemt
;
darÃ

Â
¼
ber
hinaus
kann
man
nicht
,
und
zu
seinem
Zwecke
variierend
es
immer
wiederbringen
ist
der
hÃ

Â
¶
chste
Verstand
,
die
hÃ

Â
¶
chste
OriginalitÃ

Â
¤
t.
aber
nicht
allein
diese
Wiederholung
findet
sich
auf
den
mir
gegÃ

Â
¶
nnten
Basreliefs
,
sondern
Herkules
und
die
AmazonenkÃ

Â
¶
nigin
stehen
in
derselbigen
Bewegung
gegeneinander
wie
Neptun
und
Pallas
im
Fronton
des
Parthenons
.
und
so
muÃ

Â

es
immer
bleiben
,
weil
man
nicht
weiter
kann
.
lassen
wir
die
Pallas
in
der
Mitte
des
Giebelfeldes
von
Ã

Â

gina
gelten
,
auch
Niobe
und
ihre
jÃ

Â
¼
ngste
Tochter
irgendwo
,
so
sind
das
immer
nur
Vorahndungen
der
Kunst
;
die
Mitte
darf
nicht
streng
bezeichnet
sein
,
und
bei
einer
vollkommenen
guten
Komposition
,
sie
sei
plastisch
,
malerisch
oder
architektonisch
,
muÃ

Â

die
Mitte
leer
sein
oder
unbedeutend
,
damit
man
sich
mit
den
Seiten
beschÃ

Â
¤
ftige
,
ohne
zu
denken
,
daÃ

Â

ihre
Wirksamkeit
irgendwoher
entspringe
.
da
wir
aber
,
was
man
nicht
tun
sollte
,
damit
angefangen
,
EinwÃ

Â
¼
rfe
zu
beseitigen
,
so
wollen
wir
nunmehr
zu
den
VorzÃ

Â
¼
gen
des
vor
mir
stehenden
Basreliefs
ohne
irgendeine
andere
RÃ

Â
¼
cksicht
uns
wenden
.
antik
und
modern
.
da
ich
in
vorstehendem
genÃ

Â
¶
tigt
war
,
zugunsten
des
Altertums
,
besonders
aber
der
damaligen
bildenden
KÃ

Â
¼
nstler
,
so
viel
Gutes
zu
sagen
,
so
wÃ

Â
¼
nschte
ich
doch
nicht
miÃ

Â

verstanden
zu
werden
,
wie
es
leider
gar
oft
geschieht
,
indem
der
Leser
sich
eher
auf
den
Gegensatz
wirft
,
als
daÃ

Â

er
zu
einer
billigen
Ausgleichung
sich
geneigt
fÃ

Â
¤
nde
.
ich
ergreife
daher
eine
dargebotene
Gelegenheit
,
um
beispielweise
zu
erklÃ

Â
¤
ren
,
wie
es
eigentlich
gemeint
sei
,
und
auf
das
ewig
fortdauernde
Leben
des
menschlichen
Tuns
und
Handelns
,
unter
dem
Symbol
der
bildenden
Kunst
,
hinzudeuten
.
ein
junger
Freund
,
Karl
Ernst
Schubarth
,
in
seinem
Hefte
"
zur
Beurteilung
Goethes
"
,
welches
ich
in
jedem
Sinne
zu
schÃ

Â
¤
tzen
und
dankbar
anzuerkennen
habe
,
sagt
:
"
ich
bin
nicht
der
Meinung
wie
die
meisten
Verehrer
der
Alten
,
unter
die
Goethe
selbst
gehÃ

Â
¶
rt
,
daÃ

Â

in
der
Welt
fÃ

Â
¼
r
eine
hohe
,
vollendete
Bildung
der
Menschheit
nichts
Ã

Â
¤
hnlich
GÃ

Â
¼
nstiges
sich
hervorgetan
habe
wie
bei
den
Griechen
"
.
glÃ

Â
¼
cklicherweise
kÃ

Â
¶
nnen
wir
diese
Differenz
mit
Schubarths
eigenen
Worten
ins
gleiche
bringen
,
indem
er
spricht
:
"
von
unserem
Goethe
aber
sei
es
gesagt
,
daÃ

Â

ich
Shekespeare
ihm
darum
vorziehe
,
weil
ich
in
Shakespeare
einen
solchen
tÃ

Â
¼
chtigen
,
sich
selbst
unbewuÃ

Â

ten
Menschen
gefunden
zu
haben
glaube
,
der
mit
hÃ

Â
¶
chster
Sicherheit
,
ohne
alles
RÃ

Â
¤
sonieren
,
Reflektieren
,
Substilisieren
,
Klassifizieren
und
Potenzieren
den
wahren
und
falschen
Punkt
der
Menschheit
Ã

Â
¼
berall
so
genau
,
mit
so
nie
irrendem
Griff
und
so
natÃ

Â
¼
rlich
hervorhebt
,
daÃ

Â

ich
zwar
am
SchluÃ

Â

bei
Goethe
immer
das
nÃ

Â
¤
mliche
Ziel
erkenne
,
von
vornherein
aber
stets
mit
dem
Entgegengesetzten
zuerst
zu
kÃ

Â
¤
mpfen
,
es
zu
Ã

Â
¼
berwinden
und
mich
sorgfÃ

Â
¤
ltig
in
acht
zu
nehmen
habe
,
daÃ

Â

ich
nicht
fÃ

Â
¼
r
blanke
Wahrheit
hinnehme
,
was
doch
nur
als
entschiedener
Irrtum
abgelehnt
werden
soll
"
.
hier
trifft
unser
Freund
den
Nagel
auf
den
Kopf
;
denn
gerade
da
,
wo
er
mich
gegen
Shakespeare
im
Nachteil
findet
,
stehen
wir
im
Nachteil
gegen
die
Alten
.
und
was
reden
wir
von
den
Alten
?
ein
jedes
Talent
,
dessen
Entwickelung
von
Zeit
und
UmstÃ

Â
¤
nden
nicht
begÃ

Â
¼
nstigt
wird
,
so
daÃ

Â

es
sich
vielmehr
erst
durch
vielfache
Hindernisse
durcharbeiten
,
von
manchen
IrrtÃ

Â
¼
mern
sich
losarbeiten
muÃ

Â

,
steht
unendlich
in
Nachteil
gegen
ein
gleichzeitiges
,
welches
Gelegenheit
findet
,
sich
mit
Leichtigkeit
auszubilden
und
,
was
es
vermag
,
ohne
Widerstand
auszuÃ

Â
¼
ben.
bejahrten
Personen
fÃ

Â
¤
llt
aus
der
FÃ

Â
¼
lle
der
Erfahrung
oft
bei
Gelegenheit
ein
,
was
eine
Behauptung
erlÃ

Â
¤
utern
und
bestÃ

Â
¤
rken
kÃ

Â
¶
nnte
;
deshalb
sei
folgende
Anekdote
zu
erzÃ

Â
¤
hlen
vergÃ

Â
¶
nnt
.
ein
geÃ

Â
¼
bter
Diplomat
,
der
meine
Bekanntschaft
wÃ

Â
¼
nschte
,
sagte
,
nachdem
er
mich
bei
dem
ersten
Zusammentreffen
nur
Ã

Â
¼
berhin
angesehen
und
gesprochen
,
zu
seinen
Freunden
:
Voila
un
homme
qui
a
eu
de
grands
chagrins
!
diese
Worte
gaben
mir
zu
denken
:
der
gewandte
Gesichtsforscher
hatte
recht
gesehen
,
aber
das
PhÃ

Â
¤
nomen
bloÃ

Â

durch
den
Begriff
von
Duldung
ausgedrÃ

Â
¼
ckt
,
was
er
auch
der
Gegenwirkung
hÃ

Â
¤
tte
zuschreiben
sollen
.
ein
aufmerksamer
,
gerader
Deutscher
hÃ

Â
¤
tte
vielleicht
gesagt
:
das
ist
auch
einer
,
der
sich's
hat
sauer
werden
lassen
!
wenn
sich
nun
in
unseren
GesichtszÃ

Â
¼
gen
die
Spur
Ã

Â
¼
berstandenen
Leidens
,
durchgefÃ

Â
¼
hrter
TÃ

Â
¤
tigkeit
nicht
auslÃ

Â
¶
schen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
so
ist
es
kein
Wunder
,
wenn
alles
,
was
von
uns
und
unserem
Bestreben
Ã

Â
¼
brigbleibt
,
dieselbe
Spur
trÃ

Â
¤
gt
und
dem
aufmerksamen
Beobachter
auf
ein
Dasein
hindeutet
,
das
in
einer
glÃ

Â
¼
cklichsten
Entfaltung
so
wie
in
der
notgedrungensten
BeschrÃ

Â
¤
nkung
sich
gleich
zu
bleiben
und
,
wo
nicht
immer
die
WÃ

Â
¼
rde
,
doch
wenigstens
die
HartnÃ

Â
¤
ckigkeit
des
menschlichen
Wesens
durchzufÃ

Â
¼
hren
trachtete
.
lassen
wir
also
Altes
und
Neues
,
Vergangenes
und
GegenwÃ

Â
¤
rtiges
fahren
,
und
sagen
im
allgemeinen
:
jedes
kÃ

Â
¼
nstlerisch
Hervorgebrachte
versetzt
uns
in
die
Stimmung
,
in
welcher
sich
der
Verfasser
befand
.
war
sie
heiter
und
leicht
,
so
werden
wir
uns
frei
fÃ

Â
¼
hlen
;
war
sie
beschrÃ

Â
¤
nkt
,
sorglich
und
bedenklich
,
so
zieht
sie
uns
gleichmÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
in
die
Enge
.
nun
bemerken
wir
bei
einigem
Nachdenken
,
daÃ

Â

hier
eigentlich
nur
von
der
Behandlung
die
Rede
sei
;
Stoff
und
Gehalt
kommt
nicht
in
Betracht
.
schauen
wir
sodann
diesem
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

in
der
Kunstwelt
frei
umher
,
so
gestehen
wir
,
daÃ

Â

ein
jedes
Erzeugnis
uns
Freude
macht
,
was
dem
KÃ

Â
¼
nstler
mit
Bequemlichkeit
und
Leichtigkeit
gelungen
.
welcher
Liebhaber
besitzt
nicht
mit
VergnÃ

Â
¼
gen
eine
wohlgeratne
Zeichnung
oder
Radierung
unseres
Chodowiecki
?
hier
sehen
wir
eine
solche
Unmittelbarkeit
an
der
uns
bekannten
Natur
,
daÃ

Â

nichts
zu
wÃ

Â
¼
nschen
Ã

Â
¼
brigbleibt
.
nur
darf
er
nicht
aus
seinem
Kreise
,
nicht
aus
seinem
Format
herausgehen
,
wenn
nicht
alle
seiner
IndividualitÃ

Â
¤
t
gegÃ

Â
¶
nnten
Vorteile
sollen
verloren
sein
.
wir
wagen
uns
weiter
und
bekennen
,
daÃ

Â

Manieristen
sogar
,
wenn
sie
es
nur
nicht
allzuweit
treiben
,
uns
viel
VergnÃ

Â
¼
gen
machen
und
daÃ

Â

wir
ihre
eigenhÃ

Â
¤
ndigen
Arbeiten
sehr
gern
besitzen
.
KÃ

Â
¼
nstler
,
die
man
mit
diesem
Namen
benennt
,
sind
mit
entschiedenem
Talente
geboren
;
allein
sie
fÃ

Â
¼
hlen
bald
,
daÃ

Â

nach
VerhÃ

Â
¤
ltnis
der
Tage
so
wie
der
Schule
,
worein
sie
gekommen
,
nicht
zu
Federlesen
Raum
bleibt
,
sondern
daÃ

Â

man
sich
entschlieÃ

Â

en
und
fertig
werden
mÃ

Â
¼
sse
.
sie
bilden
sich
daher
eine
Sprache
,
mit
welcher
sie
,
ohne
weiteres
Bedenken
,
die
sichtbaren
ZustÃ

Â
¤
nde
leicht
und
kÃ

Â
¼
hn
behandeln
und
uns
,
mit
mehr
oder
minderm
GlÃ

Â
¼
ck
,
allerlei
Weltbilder
vorspiegeln
,
wodurch
denn
manchmal
ganze
Nationen
mehrere
Dezennien
hindurch
angenehm
unterhalten
und
getÃ

Â
¤
uscht
werden
,
bis
zuletzt
einer
oder
andere
wieder
zur
Natur
und
hÃ

Â
¶
heren
Sinnesart
zurÃ

Â
¼
ckkehrt
.
daÃ

Â

es
bei
den
Alten
auch
zuletzt
auf
eine
solche
Art
von
Manier
hinauslief
,
sehen
wir
an
den
Herkulanischen
AltertÃ

Â
¼
mern
;
allein
die
Vorbilder
waren
zu
groÃ

Â

,
zu
frisch
,
wohlerhalten
und
gegenwÃ

Â
¤
rtig
,
als
daÃ

Â

ihrezendmaler
sich
hÃ

Â
¤
tten
ganz
ins
Nichtige
verlieren
kÃ

Â
¶
nnen
.
treten
wir
nun
auf
einen
hÃ

Â
¶
hern
und
angenehmern
Standpunkt
und
betrachten
das
einzige
Talent
Raffaels
.
dieser
,
mit
dem
glÃ

Â
¼
cklichsten
Naturell
geboren
,
erwuchs
in
einer
Zeit
,
wo
man
redlichste
BemÃ

Â
¼
hung
,
Aufmerksamkeit
,
FleiÃ

Â

und
Treue
der
Kunst
widmete
.
vorausgehende
Meister
fÃ

Â
¼
hrten
den
JÃ

Â
¼
ngling
bis
an
die
Schwelle
,
und
er
brauchte
nur
den
FuÃ

Â

aufzuheben
,
um
in
den
Tempel
zu
treten
.
durch
Peter
Perugin
zur
sorgfÃ

Â
¤
ltigsten
AusfÃ

Â
¼
hrung
angehalten
,
entwickelt
sich
sein
Genie
an
Leonard
da
Vinci
und
Michel
Angelo
.
beide
gelangten
wÃ

Â
¤
hrend
eines
langen
Lebens
,
ungeachtet
der
hÃ

Â
¶
chsten
Steigerung
ihrer
Talente
,
kaum
zu
dem
eigentlichen
Behagen
des
Kunstwirkens
.
jener
hatte
sich
,
genau
besehen
,
wirklich
mÃ

Â
¼
de
gedacht
und
sich
allzusehr
am
Technischen
abgearbeitet
,
dieser
,
anstatt
uns
zu
dem
,
was
wir
ihm
schon
verdanken
,
noch
Ã

Â

berschwengliches
im
Plastischen
zu
hinterlassen
,
quÃ

Â
¤
lt
sich
die
schÃ

Â
¶
nsten
Jahre
durch
in
SteinbrÃ

Â
¼
chen
nach
MarmorblÃ

Â
¶
cken
und
BÃ

Â
¤
nken
,
so
daÃ

Â

zuletzt
von
allen
beabsichtigten
Heroen
des
Alten
und
Neuen
Testamentes
der
einzige
Moses
fertig
wird
,
als
ein
Musterbild
dessen
,
was
hÃ

Â
¤
tte
geschehen
kÃ

Â
¶
nnen
und
sollen
.
Raffael
hingegen
wirkt
seine
ganze
Lebenszeit
hindurch
mit
immer
gleicher
und
grÃ

Â
¶
Ã

Â

erer
Leichtigkeit
.
GemÃ

Â
¼
ts-
und
Tatkraft
stehen
bei
ihm
in
so
entschiedenem
Gleichgewicht
,
daÃ

Â

man
wohl
behaupten
darf
,
kein
neuerer
KÃ

Â
¼
nstler
habe
so
rein
und
vollkommen
gedacht
als
er
und
sich
so
klar
ausgesprochen
.
hier
haben
wir
also
wieder
ein
Talent
,
das
uns
aus
der
ersten
Quelle
das
frischeste
Wasser
entgegensendet
.
er
grÃ

Â
¤
zisiert
nirgends
,
fÃ

Â
¼
hlt
,
denkt
,
handelt
aber
durchaus
wie
ein
Grieche
.
wir
sehen
hier
das
schÃ

Â
¶
nste
Talent
zu
ebenso
glÃ

Â
¼
cklicher
Stunde
entwickelt
,
als
es
unter
Ã

Â
¤
hnlichen
Bedingungen
und
UmstÃ

Â
¤
nden
zu
Perikles
'
Zeit
geschah
.
und
so
muÃ

Â

man
immer
wiederholen
:
das
geborne
Talent
wird
zur
Produktion
gefordert
,
es
fordert
dagegen
aber
auch
eine
natur-
und
kunstgemÃ

Â
¤
Ã

Â

e
Entwicklung
fÃ

Â
¼
r
sich
;
es
kann
sich
seiner
VorzÃ

Â
¼
ge
nicht
begeben
und
kann
sie
ohne
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
ZeitbegÃ

Â
¼
nstigung
nicht
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

vollenden
.
man
betrachte
die
Schule
der
Carracci
.
hier
lag
Talent
,
Ernst
,
FleiÃ

Â

und
Konsequenz
zum
Grunde
,
hier
war
ein
Element
,
in
welchem
sich
schÃ

Â
¶
ne
Talente
natur-
und
kunstgemÃ

Â
¤
Ã

Â

entwickeln
konnten
.
wir
sehen
ein
ganzes
Dutzend
vorzÃ

Â
¼
glicher
KÃ

Â
¼
nstler
von
dort
ausgehen
,
jeden
in
gleichem
allgemeinen
Sinn
sein
besonderes
Talent
Ã

Â
¼
ben
und
bilden
,
so
daÃ

Â

kaum
nach
der
Zeit
Ã

Â
¤
hnliche
wieder
erscheinen
konnten
.
sehen
wir
ferner
die
ungeheuren
Schritte
,
welche
der
talentreiche
Rubens
in
die
Kunstwelt
hineintut
!
auch
er
ist
kein
Erdgeborner
;
man
schaue
die
groÃ

Â

e
Erbschaft
,
in
die
er
eintritt
,
von
den
UrvÃ

Â
¤
tern
des
14ten
und
15ten
Jahrhunderts
durch
alle
die
trefflichen
des
16ten
hindurch
,
gegen
dessen
Ende
er
geboren
wird
.
betrachtet
man
neben
und
nach
ihm
die
FÃ

Â
¼
lle
niederlÃ

Â
¤
ndischer
Meister
des
17ten
,
deren
groÃ

Â

e
FÃ

Â
¤
higkeiten
sich
bald
zu
Hause
,
bald
sÃ

Â
¼
dlich
,
bald
nÃ

Â
¶
rdlich
ausbilden
,
so
wird
man
nicht
leugnen
kÃ

Â
¶
nnen
,
daÃ

Â

die
unglaubliche
SagazitÃ

Â
¤
t
,
womit
ihr
Auge
die
Natur
durchdrungen
,
und
die
Leichtigkeit
,
womit
sie
ihr
eignes
gesetzliches
Behagen
ausgedrÃ

Â
¼
ckt
,
uns
durchaus
zu
entzÃ

Â
¼
cken
geeignet
sei
.
ja
,
insofern
wir
dergleichen
besitzen
,
beschrÃ

Â
¤
nken
wir
uns
gern
ganze
Zeiten
hindurch
auf
Betrachtung
und
Liebe
solcher
Erzeugnisse
und
verargen
es
Kunstfreunden
keineswegs
,
die
sich
ganz
allein
im
Besitz
und
Verehrung
dieses
Faches
begnÃ

Â
¼
gen.
und
so
kÃ

Â
¶
nnten
wir
noch
hundert
Beispiele
bringen
,
das
,
was
wir
aussprechen
,
zu
bewahrheiten
.
die
Klarheit
der
Ansicht
,
die
Heiterkeit
der
Aufnahme
,
die
Leichtigkeit
der
Mitteilung
,
das
ist
es
,
was
uns
entzÃ

Â
¼
ckt
;
und
wenn
wir
nun
behaupten
,
dieses
alles
finden
wir
in
den
echt
griechischen
Werken
,
und
zwar
geleistet
am
edelsten
Stoff
,
am
wÃ

Â
¼
rdigsten
Gehalt
,
mit
sicherer
und
vollendeter
AusfÃ

Â
¼
hrung
,
so
wird
man
uns
verstehen
,
wenn
wir
immer
von
dort
ausgehen
und
immer
dort
hinweisen
.
jeder
sei
auf
seine
Art
ein
Grieche
!
aber
er
sei's
.
ebenso
ist
es
mit
dem
schriftstellerischen
Verdienste
.
das
FaÃ

Â

liche
wird
uns
immer
zuerst
ergreifen
und
vollkommen
befriedigen
;
ja
wenn
wir
die
Werke
eines
und
desselben
Dichters
vornehmen
,
so
finden
wir
manche
,
die
auf
eine
gewisse
peinliche
Arbeit
hindeuten
,
andere
dagegen
,
weil
das
Talent
dem
Gehalt
und
der
Form
vollkommen
gewachsen
war
,
wie
freie
Naturerzeugnisse
hervortreten
.
und
so
ist
unser
wiederholtes
,
aufrichtiges
Bekenntnis
,
daÃ

Â

keiner
Zeit
versagt
sei
,
das
schÃ

Â
¶
nste
Talent
hervorzubringen
,
daÃ

Â

aber
nicht
einer
jeden
gegeben
ist
,
es
vollkommen
wÃ

Â
¼
rdig
zu
entwickeln
.
von
deutscher
Baukunst
.
(
1823
)
einen
groÃ

Â

en
Reiz
muÃ

Â

die
Bauart
haben
,
welche
die
Italiener
und
Spanier
schon
von
alten
Zeiten
her
,
wir
aber
erst
in
der
neuesten
die
deutsche
(
tedesca
,
germanica
)
genannt
haben
.
mehrere
Jahrhunderte
ward
sie
zu
kleinern
und
zu
ungeheuren
GebÃ

Â
¤
uden
angewendet
,
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Teil
von
Europa
nahm
sie
auf
;
tausende
von
KÃ

Â
¼
nstlern
,
Abertausende
von
Handwerkern
Ã

Â
¼
bten
sie
;
den
christlichen
Kultus
fÃ

Â
¶
rderte
sie
hÃ

Â
¶
chlich
und
wirkte
mÃ

Â
¤
chtig
auf
Geist
und
Sinn
:
sie
muÃ

Â

also
etwas
GroÃ

Â

es
,
grÃ

Â
¼
ndlich
GefÃ

Â
¼
hltes
,
Gedachtes
,
Durchgearbeitetes
enthalten
,
VerhÃ

Â
¤
ltnisse
verbergen
und
an
den
Tag
legen
,
deren
Wirkung
unwiderstehlich
ist
.
merkwÃ

Â
¼
rdig
war
uns
daher
das
Zeugnis
eines
Franzosen
,
eines
Mannes
,
dessen
eigene
Bauweise
der
gerÃ

Â
¼
hmten
sich
entgegensetzte
,
dessen
Zeit
von
derselben
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
ungÃ

Â
¼
nstig
urteilte
;
und
dennoch
spricht
er
folgendermaÃ

Â

en
:
"
alle
Zufriedenheit
,
die
wir
an
irgendeinem
KunstschÃ

Â
¶
nen
empfinden
,
hÃ

Â
¤
ngt
davon
ab
,
daÃ

Â

Regel
und
MaÃ

Â

beobachtet
sei
;
unser
Behagen
wird
nur
durch
Proportion
bewirkt
.
ist
hieran
Mangel
,
so
mag
man
noch
so
viel
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ere
Zierat
anwenden
,
SchÃ

Â
¶
nheit
und
GefÃ

Â
¤
lligkeit
,
die
ihnen
innerlich
fehlen
,
wird
nicht
ersetzt
;
ja
man
kann
sagen
,
daÃ

Â

ihre
HÃ

Â
¤
Ã

Â

lichkeit
nur
verhaÃ

Â

ter
und
unertrÃ

Â
¤
glicher
wird
,
wenn
man
die
Ã

Â
¤
uÃ

Â

eren
Zieraten
durch
Reichtum
der
Arbeit
oder
der
Materie
steigert
.
um
diese
Behauptung
noch
weiter
zu
treiben
,
sag
'
ich
,
daÃ

Â

die
SchÃ

Â
¶
nheit
,
welche
aus
MaÃ

Â

und
Proportion
entspringt
,
keineswegs
kostbarer
Materien
und
zierlicher
Arbeit
bedarf
,
um
Bewunderung
zu
erlangen
;
sie
glÃ

Â
¤
nzt
vielmehr
und
macht
sich
fÃ

Â
¼
hlbar
,
hervorblickend
aus
dem
Wuste
und
der
Verworrenheit
des
Stoffes
und
der
Behandlung
.
so
beschauen
wir
mit
VergnÃ

Â
¼
gen
einige
Massen
jener
gotischen
GebÃ

Â
¤
ude
,
deren
SchÃ

Â
¶
nheit
aus
Symmetrie
und
Proportion
des
Ganzen
zu
den
Teilen
und
der
Teile
untereinander
entsprungen
erscheint
und
bemerklich
ist
,
ungeachtet
der
hÃ

Â
¤
Ã

Â

lichen
Zieraten
,
womit
sie
verdeckt
sind
,
und
zum
Trutz
derselben
.
was
uns
aber
am
meisten
Ã

Â
¼
berzeugen
muÃ

Â

,
ist
,
daÃ

Â

,
wenn
man
diese
Massen
mit
Genauigkeit
untersucht
,
man
im
ganzen
dieselben
Proportionen
findet
wie
an
GebÃ

Â
¤
uden
,
welche
,
nach
Regeln
der
guten
Baukunst
erbaut
,
uns
beim
Anblick
so
viel
VergnÃ

Â
¼
gen
gewÃ

Â
¤
hren
"
.
Francois
Blondel
,
Cours
d'
Architecture
.
Cinquieme
partie
.
Liv
.
V.
Chap
.
XVI
.
XVII
.
erinnern
dÃ

Â
¼
rfen
wir
uns
hierbei
gar
wohl
jÃ

Â
¼
ngerer
Jahre
,
wo
der
StraÃ

Â

burger
MÃ

Â
¼
nster
so
groÃ

Â

e
Wirkung
auf
uns
ausÃ

Â
¼
bte
,
daÃ

Â

wir
unberufen
unser
EntzÃ

Â
¼
cken
auszusprechen
nicht
unterlassen
konnten
.
eben
das
,
was
der
franzÃ

Â
¶
sische
Baumeister
nach
gepflogener
Messung
und
Untersuchung
gesteht
und
behauptet
,
ist
uns
unbewuÃ

Â

t
begegnet
,
und
es
wird
ja
auch
nicht
von
jedem
gefordert
,
daÃ

Â

er
von
EindrÃ

Â
¼
cken
,
die
ihn
Ã

Â
¼
berraschen
,
Rechenschaft
geben
solle
.
standen
aber
diese
GebÃ

Â
¤
ude
Jahrhunderte
lang
nur
wie
eine
alte
Ã

Â

berlieferung
da
,
ohne
sonderlichen
Eindruck
auf
die
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
Menschenmasse
,
so
lieÃ

Â

en
sich
die
Ursachen
davon
gar
wohl
angeben
.
wie
mÃ

Â
¤
chtig
hingegen
erschien
ihre
Wirksamkeit
in
den
letzten
Zeiten
,
welche
den
Sinn
dafÃ

Â
¼
r
wieder
erweckten
!
JÃ

Â
¼
ngere
und
Ã

Â

ltere
beiderlei
Geschlechts
waren
von
solchen
EindrÃ

Â
¼
cken
Ã

Â
¼
bermannt
und
hingerissen
,
daÃ

Â

sie
sich
nicht
allein
durch
wiederholte
Beschauung
,
Messung
,
Nachzeichnung
daran
erquickten
und
erbauten
,
sondern
auch
diesen
Stil
bei
noch
erst
zu
errichtenden
,
lebendigem
Gebrauch
gewidmeten
GebÃ

Â
¤
uden
wirklich
anwendeten
und
eine
Zufriedenheit
fanden
,
sich
gleichsam
urvÃ

Â
¤
terlich
in
solchen
Umgebungen
zu
empfinden
.
da
nun
aber
einmal
der
Anteil
an
solchen
Produktionen
der
Vergangenheit
erregt
worden
,
so
verdienen
diejenigen
groÃ

Â

en
Dank
,
die
uns
in
den
Stand
setzen
,
Wert
und
WÃ

Â
¼
rde
im
rechten
Sinne
,
das
heiÃ

Â

t
historisch
zu
fÃ

Â
¼
hlen
und
zu
erkennen
,
wovon
ich
nunmehr
einiges
zur
Sprache
bringe
,
indem
ich
mich
durch
mein
nÃ

Â
¤
heres
VerhÃ

Â
¤
ltnis
zu
so
bedeutenden
GegenstÃ

Â
¤
nden
aufgefordert
fÃ

Â
¼
hle
.
seit
meiner
Entfernung
von
StraÃ

Â

burg
sah
ich
kein
wichtiges
imposantes
Werk
dieser
Art
;
der
Eindruck
erlosch
,
und
ich
erinnerte
mich
kaum
jenes
Zustandes
,
wo
mich
ein
solcher
Anblick
zum
lebhaftesten
Enthusiasmus
angeregt
hatte
.
der
Aufenthalt
in
Italien
konnte
solche
Gesinnungen
nicht
wieder
beleben
,
um
so
weniger
,
als
die
modernen
VerÃ

Â
¤
nderungen
am
Dome
zu
Mailand
den
alten
Charakter
nicht
mehr
erkennen
lieÃ

Â

en
;
und
so
lebte
ich
viele
Jahre
solchem
Kunstzweige
entfernt
,
wo
nicht
gar
entfremdet
.
im
Jahre
1810
jedoch
trat
ich
,
durch
Vermittelung
eines
edlen
Freundes
,
mit
den
GebrÃ

Â
¼
dern
Boisseree
in
ein
nÃ

Â
¤
heres
VerhÃ

Â
¤
ltnis
.
sie
teilten
mir
glÃ

Â
¤
nzende
Beweise
ihrer
BemÃ

Â
¼
hungen
mit
;
sorgfÃ

Â
¤
ltig
ausgefÃ

Â
¼
hrte
Zeichnungen
des
Doms
zu
KÃ

Â
¶
ln
,
teils
im
GrundriÃ

Â

,
teils
von
mehreren
Seiten
,
machten
mich
mit
einem
GebÃ

Â
¤
ude
bekannt
,
das
nach
scharfer
PrÃ

Â
¼
fung
gar
wohl
die
erste
Stelle
in
dieser
Bauart
verdient
;
ich
nahm
Ã

Â
¤
ltere
Studien
wieder
vor
und
belehrte
mich
durch
wechselseitige
freundschaftliche
Besuche
und
emsige
Betrachtung
gar
mancher
aus
dieser
Zeit
sich
herschreibenden
GebÃ

Â
¤
ude
,
in
Kupfern
,
Zeichnungen
,
GemÃ

Â
¤
lden
,
so
daÃ

Â

ich
mich
endlich
wieder
in
jenen
ZustÃ

Â
¤
nden
ganz
einheimisch
fand
.
allein
der
Natur
der
Sache
nach
,
besonders
aber
in
meinem
Alter
und
meiner
Stellung
,
muÃ

Â

te
mir
das
Geschichtliche
dieser
ganzen
Angelegenheit
das
Wichtigste
werden
,
wozu
mir
denn
die
bedeutenden
Sammlungen
meiner
Freunde
die
besten
FÃ

Â
¶
rdernisse
darreichten
.
nun
fand
sich
glÃ

Â
¼
cklicherweise
,
daÃ

Â

Herr
Moller
,
ein
hÃ

Â
¶
chst
gebildeter
,
einsichtiger
KÃ

Â
¼
nstler
,
auch
fÃ

Â
¼
r
diese
GegenstÃ

Â
¤
nde
entzÃ

Â
¼
ndet
ward
und
auf
das
glÃ

Â
¼
cklichste
mitwirkte
.
ein
entdeckter
OriginalriÃ

Â

des
KÃ

Â
¶
lner
Doms
gab
der
Sache
ein
neues
Ansehen
;
die
lithographische
Kopie
desselben
,
ja
die
KontradrÃ

Â
¼
cke
,
wodurch
sich
das
ganze
zweitÃ

Â
¼
rmige
Bild
durch
ZusammenfÃ

Â
¼
gen
und
Austuschen
den
Augen
darstellen
lieÃ

Â

,
wirkte
bedeutsam
;
und
was
dem
Geschichtsfreunde
zu
gleicher
Zeit
hÃ

Â
¶
chst
willkommen
sein
muÃ

Â

te
,
war
des
vorzÃ

Â
¼
glichen
Mannes
Unternehmen
,
eine
Reihe
von
Abbildungen
Ã

Â
¤
lterer
und
neuerer
Zeit
uns
vorzulegen
,
da
man
denn
zuerst
das
Herankommen
der
von
uns
diesmal
betrachteten
Bauart
,
sodann
ihre
hÃ

Â
¶
chste
HÃ

Â
¶
he
und
endlich
ihr
Abnehmen
vor
Augen
sehen
und
bequem
erkennen
sollte
.
dieses
findet
nun
um
desto
eher
statt
,
da
das
erste
Werk
vollendet
vor
uns
liegt
und
das
zweite
,
das
von
einzelnen
GebÃ

Â
¤
uden
dieser
Art
handeln
wird
,
auch
schon
in
seinen
ersten
Heften
zu
uns
gekommen
ist
.
mÃ

Â
¶
gen
die
Unternehmungen
dieses
ebenso
einsichtigen
als
tÃ

Â
¤
tigen
Mannes
mÃ

Â
¶
glichst
vom
Publikum
begÃ

Â
¼
nstigt
werden
;
denn
mit
solchen
Dingen
sich
zu
beschÃ

Â
¤
ftigen
ist
an
der
Zeit
,
die
wir
zu
benutzen
haben
,
wenn
fÃ

Â
¼
r
uns
und
unsere
Nachkommen
ein
vollstÃ

Â
¤
ndiger
Begriff
hervorgehen
soll
.
und
so
mÃ

Â
¼
ssen
wir
denn
gleiche
Aufmerksamkeit
und
Teilnahme
dem
wichtigen
Werke
der
GebrÃ

Â
¼
der
Boisseree
wÃ

Â
¼
nschen
,
dessen
erste
Lieferung
wir
frÃ

Â
¼
her
schon
im
allgemeinen
angezeigt
.
mit
aufrichtiger
Teilnahme
sehe
ich
nun
das
Publikum
die
Vorteile
genieÃ

Â

en
,
die
mir
seit
dreizehn
Jahren
gegÃ

Â
¶
nnt
sind
:
denn
so
lange
bin
ich
Zeuge
der
ebenso
schwierigen
als
anhaltenden
Arbeit
der
Boissereeschen
VerbÃ

Â
¼
ndeten
.
mir
fehlte
es
nicht
diese
Zeit
her
an
Mitteilung
frisch
gezeichneter
Risse
,
alter
Zeichnungen
und
Kupfer
,
die
sich
auf
solche
GegenstÃ

Â
¤
nde
bezogen
;
besonders
aber
wichtig
waren
die
ProbedrÃ

Â
¼
cke
der
bedeutenden
Platten
,
die
sich
durch
die
vorzÃ

Â
¼
glichsten
Kupferstecher
ihrer
Vollendung
nÃ

Â
¤
herten
.
so
schÃ

Â
¶
n
mich
aber
auch
dieser
frische
Anteil
in
die
Neigungen
meiner
frÃ

Â
¼
heren
Jahre
wieder
zurÃ

Â
¼
ckversetzte
,
fand
ich
doch
den
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Vorteil
bei
einem
kurzen
Besuche
in
KÃ

Â
¶
ln
,
den
ich
an
der
Seite
des
Herrn
Staatsministers
von
Stein
abzulegen
das
GlÃ

Â
¼
ck
hatte
.
ich
will
nicht
leugnen
,
daÃ

Â

der
Anblick
des
KÃ

Â
¶
lner
Doms
von
auÃ

Â

en
eine
gewisse
Apprehension
in
mir
erregte
,
der
ich
keinen
Namen
zu
geben
wÃ

Â
¼
Ã

Â

te
.
hat
eine
bedeutende
Ruine
etwas
EhrwÃ

Â
¼
rdiges
,
ahnen
,
sehen
wir
in
ihr
den
Konflikt
eines
wÃ

Â
¼
rdigen
Menschenwerks
mit
der
stillmÃ

Â
¤
chtigen
,
aber
auch
alles
nicht
achtenden
Zeit
,
so
tritt
uns
hier
ein
Unvollendetes
,
Ungeheures
entgegen
,
wo
eben
dieses
Unfertige
uns
an
die
UnzulÃ

Â
¤
nglichkeit
des
Menschen
erinnert
,
sobald
er
sich
unterfÃ

Â
¤
ngt
,
etwas
Ã

Â

bergroÃ

Â

es
leisten
zu
wollen
.
selbst
der
Dom
inwendig
macht
uns
,
wenn
wir
aufrichtig
sein
wollen
,
zwar
einen
bedeutenden
,
aber
doch
unharmonischen
Effekt
;
nur
wenn
wir
ins
Chor
treten
,
wo
das
Vollendete
uns
mit
Ã

Â
¼
berraschender
Harmonie
anspricht
,
da
erstaunen
wir
frÃ

Â
¶
hlich
,
da
erschrecken
wir
freudig
und
fÃ

Â
¼
hlen
unsere
Sehnsucht
mehr
als
erfÃ

Â
¼
llt
.
ich
aber
hatte
mich
lÃ

Â
¤
ngst
schon
besonders
mit
dem
GrundriÃ

Â

beschÃ

Â
¤
ftigt
,
viel
darÃ

Â
¼
ber
mit
den
Freunden
verhandelt
,
und
so
konnte
ich
,
da
beinahe
zu
allem
der
Grund
gelegt
ist
,
die
Spuren
der
ersten
Intention
an
Ort
und
Stelle
genau
verfolgen
.
ebenso
halfen
mir
die
ProbedrÃ

Â
¼
cke
der
Seitenansicht
und
die
Zeichnung
des
vorderen
Aufrisses
einigermaÃ

Â

en
das
Bild
in
meiner
Seele
auferbauen
;
doch
blieb
das
,
was
fehlte
,
immer
noch
so
Ã

Â
¼
bergroÃ

Â

,
daÃ

Â

man
sich
zu
dessen
HÃ

Â
¶
he
nicht
aufschwingen
konnte
.
jetzt
aber
,
da
die
Boissereesche
Arbeit
sich
ihrem
Ende
naht
,
Abbildung
und
ErklÃ

Â
¤
rung
in
die
HÃ

Â
¤
nde
aller
Liebhaber
gelangen
werden
,
jetzt
hat
der
wahre
Kunstfreund
auch
in
der
Ferne
Gelegenheit
,
sich
von
dem
hÃ

Â
¶
chsten
Gipfel
,
wozu
sich
diese
Bauweise
erhoben
,
vÃ

Â
¶
llig
zu
Ã

Â
¼
berzeugen
;
da
er
denn
,
wenn
er
gelegentlich
sich
als
Reisender
jener
wundersamen
StÃ

Â
¤
tte
nÃ

Â
¤
hert
,
nicht
mehr
der
persÃ

Â
¶
nlichen
Empfindung
,
dem
trÃ

Â
¼
ben
Vorurteil
oder
,
im
Gegensatz
,
einer
Ã

Â
¼
bereilten
Abneigung
sich
hingeben
,
sondern
als
ein
Wissender
und
in
die
HÃ

Â
¼
ttengeheimnisse
Eingeweihter
das
Vorhandene
betrachten
und
das
VermiÃ

Â

te
in
Gedanken
ersetzen
wird
.
ich
wenigstens
wÃ

Â
¼
nsche
mir
GlÃ

Â
¼
ck
,
zu
dieser
Klarheit
nach
funfzigjÃ

Â
¤
hrigem
Streben
durch
die
BemÃ

Â
¼
hungen
patriotisch
gesinnter
,
geistreicher
,
emsiger
,
unermÃ

Â
¼
deter
junger
MÃ

Â
¤
nner
gelangt
zu
sein
.
daÃ

Â

ich
bei
diesen
erneuten
Studien
deutscher
Baukunst
des
zwÃ

Â
¶
lften
Jahrhunderts
Ã

Â
¶
fter
meiner
frÃ

Â
¼
hern
AnhÃ

Â
¤
nglichkeit
an
den
StraÃ

Â

burger
MÃ

Â
¼
nster
gedachte
und
des
damals
,
1773
,
im
ersten
Enthusiasmus
verfaÃ

Â

ten
Druckbogens
mich
erfreute
,
da
ich
mich
desselben
beim
spÃ

Â
¤
teren
Lesen
nicht
zu
schÃ

Â
¤
men
brauchte
,
ist
wohl
natÃ

Â
¼
rlich
:
denn
ich
hatte
doch
die
innern
Proportionen
des
Ganzen
gefÃ

Â
¼
hlt
,
ich
hatte
die
Entwickelung
der
einzelnen
Zieraten
eben
aus
diesem
Ganzen
eingesehen
und
nach
langem
und
wiederholtem
Anschauen
gefunden
,
daÃ

Â

der
eine
hoch
genug
auferbaute
Turm
doch
seiner
eigentlichen
Vollendung
ermangle
.
das
alles
traf
mit
den
neueren
Ã

Â

berzeugungen
der
Freunde
und
meiner
eigenen
ganz
wohl
Ã

Â
¼
berein
,
und
wenn
jener
Aufsatz
etwas
Amphigurisches
in
seinem
Stil
bemerken
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
so
mÃ

Â
¶
chte
es
wohl
zu
verzeihen
sein
,
da
wo
etwas
Unaussprechliches
auszusprechen
ist
.
wir
werden
noch
oft
auf
diesen
Gegenstand
zurÃ

Â
¼
ckkommen
und
schlieÃ

Â

en
hier
dankbar
gegen
diejenigen
,
denen
wir
die
grÃ

Â
¼
ndlichsten
Vorarbeiten
schuldig
sind
,
Herrn
Moller
und
BÃ

Â
¼
sching
,
jenem
in
seiner
Auslegung
der
gegebenen
Kupfertafeln
,
diesem
in
dem
Versuch
einer
Einleitung
in
die
Geschichte
der
altdeutschen
Baukunst
;
wozu
mir
denn
gegenwÃ

Â
¤
rtig
als
erwÃ

Â
¼
nschtestes
HÃ

Â
¼
lfsmittel
die
Darstellung
zuhanden
liegt
,
welche
Herr
Sulpitz
Boisseree
als
Einleitung
und
ErklÃ

Â
¤
rung
der
Kupfertafeln
mit
grÃ

Â
¼
ndlicher
Kenntnis
aufgesetzt
hat
.
indessen
mÃ

Â
¶
ge
ein
Abdruck
jenes
oft
genannten
frÃ

Â
¼
heren
Aufsatzes
nÃ

Â
¤
chstens
folgen
,
um
auch
den
Unterschied
zwischen
dem
ersten
Keimen
und
der
letzten
Frucht
recht
anschaulich
und
eindringlich
zu
machen
.
Julius
CÃ

Â
¤
sars
Triumphzug
,
gemalt
von
Mantegna
.
des
Meisters
Kunst
im
allgemeinsten
.
an
den
Werken
dieses
auÃ

Â

erordentlichen
KÃ

Â
¼
nstlers
,
vorzÃ

Â
¼
glich
auch
an
dem
Triumphzug
CÃ

Â
¤
sars
,
einer
Hauptarbeit
,
wovon
wir
nÃ

Â
¤
her
zu
handeln
gedenken
,
glauben
wir
einen
Widerstreit
zu
fÃ

Â
¼
hlen
,
welcher
beim
ersten
Anblick
nicht
aufzulÃ

Â
¶
sen
scheint
.
zuvÃ

Â
¶
rderst
also
werden
wir
gewahr
,
daÃ

Â

er
nach
dem
strebt
,
was
man
Stil
nennt
,
nach
einer
allgemeinen
Norm
der
Gestalten
;
denn
sind
auch
mitunter
seine
Proportionen
zu
lang
,
die
Formen
zu
hager
,
so
ist
doch
ein
allgemein
KrÃ

Â
¤
ftiges
,
TÃ

Â
¼
chtiges
,
Ã

Â

bereinstimmendes
durchaus
wahrzunehmen
an
Menschen
und
Tieren
,
nicht
weniger
in
allen
Nebensachen
von
Kleidern
,
Waffen
und
erdenklichem
GerÃ

Â
¤
t.
hier
Ã

Â
¼
berzeugt
man
sich
von
seinem
Studium
der
Antike
;
hier
muÃ

Â

man
anerkennen
,
er
sei
in
das
Altertum
eingeweiht
,
er
habe
sich
darein
versenkt
.
nun
gelingt
ihm
aber
auch
die
unmittelbarste
und
individuellste
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
bei
Darstellung
der
mannigfaltisten
Gestalten
und
Charaktere
.
die
Menschen
,
wie
sie
leiben
und
leben
,
mit
persÃ

Â
¶
nlichen
VorzÃ

Â
¼
gen
und
MÃ

Â
¤
ngeln
,
wie
sie
auf
dem
Markte
schlendern
,
in
Prozessionen
einhergehen
,
sich
in
Haufen
zusammendrÃ

Â
¤
ngen
,
weiÃ

Â

er
zu
schildern
;
jedes
Alter
,
jedes
Temperament
wird
in
seiner
EigentÃ

Â
¼
mlichkeit
vorgefÃ

Â
¼
hrt
,
so
daÃ

Â

,
wenn
wir
erst
das
allgemeinste
ideellste
Streben
gewahr
wurden
,
wir
sodann
,
nicht
etwa
nebenan
,
sondern
mit
dem
HÃ

Â
¶
hern
verkÃ

Â
¶
rpert
,
auch
das
Besonderste
,
NatÃ

Â
¼
rlichste
,
Gemeinste
aufgefaÃ

Â

t
und
Ã

Â
¼
berliefert
sehen
.
Lebensereignisse
.
diese
beinahe
unmÃ

Â
¶
glich
scheinende
Leistung
erklÃ

Â
¤
rt
sich
nur
durch
Ereignisse
seines
Lebens
.
ein
vorzÃ

Â
¼
glicher
Maler
jener
Zeit
,
Francesco
Squarcione
,
gewinnt
unter
vielen
SchÃ

Â
¼
lern
den
jungen
,
frÃ

Â
¼
h
sich
auszeichnenden
Mantegna
lieb
,
daÃ

Â

er
ihm
nicht
allein
den
treusten
und
entschiedensten
Unterricht
gÃ

Â
¶
nnt
,
sondern
ihn
sogar
an
Kindesstatt
annimmt
und
also
mit
ihm
,
fÃ

Â
¼
r
und
durch
ihn
fortwirken
zu
wollen
erklÃ

Â
¤
rt
.
als
aber
endlich
dieser
herangebildete
glÃ

Â
¼
ckliche
ZÃ

Â
¶
gling
mit
der
Familie
Bellin
bekannt
wird
und
sie
an
ihm
gleichfalls
den
KÃ

Â
¼
nstler
wie
den
Menschen
anzuerkennen
und
zu
schÃ

Â
¤
tzen
weiÃ

Â

,
in
solchem
Grade
,
daÃ

Â

ihm
eine
Tochter
Jakobs
,
die
Schwester
von
Johann
und
Gentile
,
angetraut
wird
,
da
verwandelt
sich
die
eifersÃ

Â
¼
chtige
Neigung
des
ersten
vÃ

Â
¤
terlichen
Meisters
in
einen
grenzenlosen
HaÃ

Â

,
sein
Beistand
in
Verfolgung
,
sein
Lob
in
SchmÃ

Â
¤
hungen
.
nun
gehÃ

Â
¶
rte
aber
Squarcione
zu
den
KÃ

Â
¼
nstlern
,
denen
im
funfzehnten
Jahrhunderte
der
hohe
Wert
antiker
Kunst
aufgegangen
war
;
er
selbst
arbeitete
in
diesem
Sinne
nach
VermÃ

Â
¶
gen
und
sÃ

Â
¤
umte
nicht
,
seine
SchÃ

Â
¼
ler
unverrÃ

Â
¼
ckt
dahin
zu
weisen
.
-
es
sei
sehr
tÃ

Â
¶
richt
,
was
sein
Behaupten
,
das
SchÃ

Â
¶
ne
,
Hohe
,
Herrliche
mit
eigenen
Augen
in
der
Natur
suchen
,
es
mit
eigenen
KrÃ

Â
¤
ften
ihr
abgewinnen
zu
wollen
,
da
unsere
groÃ

Â

en
griechischen
Vorfahren
sich
schon
lÃ

Â
¤
ngst
des
Edelsten
und
des
Darstellenswertesten
bemÃ

Â
¤
chtigt
und
wir
also
aus
ihren
SchmelzÃ

Â
¶
fen
schon
das
gelÃ

Â
¤
uterte
Gold
erhalten
kÃ

Â
¶
nnten
,
das
wir
aus
Schutt
und
Grus
der
Natur
nur
mÃ

Â
¼
hselig
ausklaubend
als
kÃ

Â
¼
mmerlichen
Gewinn
eines
vergeudeten
Lebens
bedauern
mÃ

Â
¼
ssen
.
in
diesem
Sinne
hatte
sich
denn
der
hohe
Geist
des
talentvollsten
JÃ

Â
¼
nglings
unablÃ

Â
¤
ssig
gehalten
,
zu
Freude
seines
Meisters
und
eigenen
groÃ

Â

en
Ehren
.
als
nun
aber
Lehrer
und
SchÃ

Â
¼
ler
feindselig
zerfallen
,
vergiÃ

Â

t
jener
seines
Leitens
und
Strebens
,
seines
Lehrens
und
Unterweisens
;
widersinnig
tadelt
er
nunmehr
,
was
der
JÃ

Â
¼
ngling
auf
seinen
Rat
,
auf
sein
GeheiÃ

Â

vollbracht
hat
und
vollbringt
;
er
verbindet
sich
mit
der
Menge
,
welche
einen
KÃ

Â
¼
nstler
zu
sich
herabziehen
will
,
um
ihn
beurteilen
zu
kÃ

Â
¶
nnen
.
sie
fordert
NatÃ

Â
¼
rlichkeit
und
Wirklichkeit
,
damit
sie
einen
Vergleichspunkt
habe
,
nicht
den
hÃ

Â
¶
heren
,
der
im
Geiste
ruht
,
sondern
den
gemeineren
Ã

Â
¤
uÃ

Â

eren
,
wo
sich
denn
Ã

Â

hnlichkeit
und
UnÃ

Â
¤
hnlichkeit
des
Originals
und
der
Kopie
allenfalls
in
Anspruch
nehmen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
nun
soll
Mantegna
nicht
mehr
gelten
:
er
vermag
,
so
heiÃ

Â

t
es
,
nichts
Lebendiges
hervorzubringen
,
seine
herrlichsten
Arbeiten
werden
als
steinern
und
hÃ

Â
¶
lzern
,
als
starr
und
steif
gescholten
.
der
edle
KÃ

Â
¼
nstler
,
noch
in
seiner
krÃ

Â
¤
ftigsten
Zeit
,
ergrimmt
und
fÃ

Â
¼
hlt
recht
gut
,
daÃ

Â

ihm
eben
von
Standpunkt
der
Antike
die
Natur
nur
desto
natÃ

Â
¼
rlicher
,
seinem
Kunstblick
verstÃ

Â
¤
ndlicher
geworden
;
er
fÃ

Â
¼
hlt
sich
ihr
gewachsen
und
wagte
auch
auf
dieser
Woge
zu
schwimmen
.
von
dem
Augenblick
an
ziert
er
seine
GemÃ

Â
¤
lde
mit
den
Ebenbildnissen
vieler
MitbÃ

Â
¼
rger
,
und
indem
er
das
gereifte
Alter
im
individuellen
Freund
,
die
kÃ

Â
¶
stliche
Jugend
in
seinen
Geliebten
verewigt
und
so
den
edelsten
,
wÃ

Â
¼
rdigsten
Menschen
das
erfreulichste
Denkmal
setzt
,
so
verschmÃ

Â
¤
ht
er
nicht
,
auch
seltsam
ausgezeichnete
,
allgemein
bekannte
,
wunderlich
gebildete
,
ja
den
letzten
Gegensatz
,
miÃ

Â

gebildete
,
darzustellen
.
jene
beiden
Elemente
nun
fÃ

Â
¼
hlt
man
in
seinen
Werken
,
nicht
etwa
getrennt
,
sondern
verflochten
;
das
Ideelle
,
HÃ

Â
¶
here
zeigt
sich
in
der
Anlage
,
in
Wert
und
WÃ

Â
¼
rde
des
Ganzen
;
hier
offenbart
sich
der
groÃ

Â

e
Sinn
,
Absicht
,
Grund
und
Halt.
dagegen
dringt
aber
auch
die
Natur
mit
ursprÃ

Â
¼
nglicher
Gewaltsamkeit
herein
,
und
wie
der
Bergstrom
durch
alle
Zacken
des
Felsens
Wege
zu
finden
weiÃ

Â

und
mit
gleicher
Macht
,
wie
er
angekommen
,
wieder
ganz
vom
ganzen
herunterstÃ

Â
¼
rzt
,
so
ist
es
auch
hier
.
das
Studium
der
Antike
gibt
die
Gestalt
,
sodann
aber
die
Natur
Gewandtheit
und
letztes
Leben
.
da
nun
aber
selbst
das
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Talent
,
welches
in
seiner
Bildung
einen
Zwiespalt
erfuhr
,
indem
es
sich
zweimal
,
und
zwar
nach
entgegengesetzten
Seiten
,
auszubilden
AnlaÃ

Â

und
Antrieb
fand
,
kaum
vermÃ

Â
¶
gend
ist
,
diesen
Widerspruch
ganz
auszugleichen
,
das
Entgegengesetzte
vÃ

Â
¶
llig
zu
vereinigen
,
so
wird
jenes
GefÃ

Â
¼
hl
,
von
dem
wir
zuerst
gesprochen
,
das
uns
vor
Mantegnas
Werken
ergreift
,
vielleicht
durch
einen
nicht
vÃ

Â
¶
llig
aufgelÃ

Â
¶
sten
Widerstreit
erregt
.
indessen
mÃ

Â
¶
cht
'
es
der
hÃ

Â
¶
chste
Konflikt
sein
,
in
welchem
sich
jemals
ein
KÃ

Â
¼
nstler
befunden
,
da
er
ein
solches
Abenteuer
zu
bestehen
zu
einer
Zeit
berufen
war
,
wo
eine
sich
entwickelnde
hÃ

Â
¶
chste
Kunst
Ã

Â
¼
ber
ihr
Wollen
und
VermÃ

Â
¶
gen
sich
noch
nicht
deutliche
Rechenschaft
ablegen
konnte
.
dieses
Doppelleben
also
,
welches
Mantegnas
Werke
eigentÃ

Â
¼
mlich
auszeichnet
und
wovon
noch
viel
zu
sagen
wÃ

Â
¤
re
,
manifestiert
sich
besonders
in
seinem
Triumphzuge
CÃ

Â
¤
sars
,
wo
er
alles
,
was
ein
groÃ

Â

es
Talent
vermochte
,
in
hÃ

Â
¶
chster
FÃ

Â
¼
lle
vorÃ

Â
¼
berfÃ

Â
¼
hrt
.
hievon
gibt
uns
nun
einen
genugsam
allgemeinen
Begriff
die
Arbeit
,
welche
Andreas
Andreani
gegen
das
Ende
des
16ten
Jahrhunderts
unternommen
,
indem
er
die
neun
Bilder
Mantegnas
auf
ebensoviel
BlÃ

Â
¤
ttern
,
mit
HolzstÃ

Â
¶
cken
,
in
bedeutender
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
nachgebildet
und
also
die
Ansicht
und
den
GenuÃ

Â

derselben
allgemeiner
verbreitet
hat
.
wir
legen
sie
vor
uns
und
beschreiben
sie
der
Reihe
nach
.
1.
Posaunen
und
HÃ

Â
¶
rner
,
kriegerische
AnkÃ

Â
¼
ndigung
,
pausbÃ

Â
¤
ckige
Musikanten
voraus
.
hierauf
andringende
Soldaten
,
Feld-
,
Kriegs-
und
GlÃ

Â
¼
ckszeichen
auf
Stangen
hoch
emportragend
.
Romas
BÃ

Â
¼
ste
voran
,
Juno
,
die
Verleiherin
,
der
Pfau
besonders
,
Abundantien
mit
Fruchthorn
und
Blumenkorb
,
sie
schwanken
Ã

Â
¼
ber
fliegenden
Wimpeln
und
schwebenden
Tafeln
.
dazwischen
in
den
LÃ

Â
¼
ften
flammende
,
dampfende
Fackelpfannen
,
den
Elementen
zur
Ehre
,
zu
Anregung
aller
Sinne
.
andere
Krieger
,
vorwÃ

Â
¤
rts
zu
schreiten
gehindert
,
stehen
still
,
den
unmittelbar
nachfolgenden
gewaltsamen
Drang
abzuwehren
;
je
zwei
und
zwei
halten
senkrecht
hohe
,
voneinander
entfernte
Stangen
,
an
denen
man
hÃ

Â
¼
ben
und
drÃ

Â
¼
ben
angeheftet
GemÃ

Â
¤
lde
,
lang
und
schmal
ausgespannt
,
erblickt
.
diese
Schildereien
,
in
Felder
abgeteilt
,
dienen
zur
Exposition
:
hier
wird
dem
Auge
bildlich
dargebracht
,
was
geschehen
muÃ

Â

te
,
damit
dieser
Ã

Â
¼
berschwengliche
Triumphzug
stattfÃ

Â
¤
nde
.
feste
StÃ

Â
¤
dte
,
von
Kriegsheeren
umringt
,
bestÃ

Â
¼
rmt
durch
Maschinen
,
eingenommen
,
verbrannt
,
zerstÃ

Â
¶
rt
;
weggefÃ

Â
¼
hrte
Gefangene
zwischen
Niederlage
und
Tod
.
vÃ

Â
¶
llig
die
ankÃ

Â
¼
ndigende
Symphonie
,
die
Introduktion
einer
groÃ

Â

en
Oper
.
2.
hier
nun
die
nÃ

Â
¤
chste
und
hÃ

Â
¶
chste
Folge
des
unbedingten
Sieges
.
weggefÃ

Â
¼
hrte
GÃ

Â
¶
tter
,
welche
die
nicht
mehr
zu
schÃ

Â
¼
tzenden
Tempel
verlassen
.
lebensgroÃ

Â

en
Statuen
von
Jupiter
und
Juno
auf
zweispÃ

Â
¤
nnigem
,
KolossalbÃ

Â
¼
ste
der
Cybele
auf
einspÃ

Â
¤
nnigem
Wagen
,
sodann
eine
kleinere
tragbare
Gottheit
,
in
den
Armen
eines
Knechtes
.
der
Hintergrund
Ã

Â
¼
berhaupt
von
hochaufgetÃ

Â
¼
rmten
WagengerÃ

Â
¼
sten
,
Tempelmodellen
,
baulichen
Herrlichkeiten
angefÃ

Â
¼
llt
,
zugleich
Belagerungsmaschinen
,
Widder
und
Ballisten
.
aber
ganz
grenzenlos
mannigfaltig
aufgeschichtet
gleich
hinterdrein
Waffen
aller
Heeresarten
,
mit
groÃ

Â

em
ernsten
Geschmack
zusammen
und
Ã

Â
¼
bereinander
gestellt
und
gehÃ

Â
¤
ngt
.
3.
erst
in
der
folgenden
Abteilung
wird
jedoch
die
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Masse
aufgehÃ

Â
¤
uft
vorÃ

Â
¼
bergeschafft
.
sodann
sieht
man
,
von
tÃ

Â
¼
chtigen
JÃ

Â
¼
nglingen
getragen
,
jede
Art
von
SchÃ

Â
¤
tzen
:
dickbÃ

Â
¤
uchige
Urnen
,
angefÃ

Â
¼
llt
mit
aufgehÃ

Â
¤
uften
MÃ

Â
¼
nzen
,
und
auf
denselben
Traggestellen
Vasen
und
KrÃ

Â
¼
ge
;
auf
den
Schultern
lasten
diese
schon
schwer
genug
,
aber
nebenbei
trÃ

Â
¤
gt
jeder
noch
ein
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

oder
sonst
etwas
Bedeutendes
.
dergleichen
Gruppen
ziehen
sich
auch
noch
ins
folgende
Blatt
fort
.
4.
die
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

e
sind
von
der
mannigfaltigsten
Art
,
aber
die
Hauptbestimmung
ist
,
gemÃ

Â
¼
nztes
Silber
heranzubringen
.
nun
schieben
sich
,
Ã

Â
¼
ber
dieses
GedrÃ

Â
¤
nge
,
Ã

Â
¼
berlange
Posaunen
in
die
Luft
vor
;
an
ihnen
spielen
herabhÃ

Â
¤
ngende
BÃ

Â
¤
nder
,
mit
inschriftlicher
Widmung
:
dem
triumphierenden
Halbgott
Julius
CÃ

Â
¤
sar
;
geschmÃ

Â
¼
ckte
Opfertiere
;
zierliche
Kamillen
und
fleischermÃ

Â
¤
Ã

Â

ige
Popen
.
5.
vier
Elefanten
,
der
vordere
vÃ

Â
¶
llig
sichtbar
,
die
drei
andern
perspektivisch
weichend
;
Blumen
und
FruchtkÃ

Â
¶
rbe
auf
den
HÃ

Â
¤
uptern
,
kranzartig
.
auf
ihrem
RÃ

Â
¼
cken
hohe
flammende
Kandelaber
;
schÃ

Â
¶
ne
JÃ

Â
¼
nglinge
leicht
bewegt
aufreichend
,
wohlriechendes
Holz
in
die
Flammen
zu
legen
,
andere
die
Elefanten
leitend
,
andere
anders
beschÃ

Â
¤
ftigt
.
6.
auf
die
beschwerliche
Masse
der
ungeheuern
Tiere
folgt
mannigfaltige
Bewegung
;
das
Kostbarste
,
das
hÃ

Â
¶
chste
Gewonnene
wird
nun
herangebracht
.
die
TrÃ

Â
¤
ger
schlagen
einen
andern
Weg
ein
,
hinter
den
Elefanten
ins
Bild
schreitend
.
was
aber
tragen
sie
?
wahrscheinlich
lauteres
Gold
,
GoldmÃ

Â
¼
nzen
in
kleinerem
Geschirr
,
kleinere
Vasen
und
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

e.
hinter
ihnen
folgt
noch
eine
Beute
von
grÃ

Â
¶
Ã

Â

erem
Wert
und
Wichtigkeit
,
die
Beute
der
Beuten
,
die
alle
vorhergehende
in
sich
begreift
.
es
sind
die
RÃ

Â
¼
stungen
der
Ã

Â
¼
berwundenen
KÃ

Â
¶
nige
und
Helden
,
jede
PersÃ

Â
¶
nlichkeit
als
eigene
TrophÃ

Â
¤
e.
die
Derbheit
und
TÃ

Â
¼
chtigkeit
der
Ã

Â
¼
berwundenen
FÃ

Â
¼
rsten
wird
dadurch
angezeigt
,
daÃ

Â

die
TrÃ

Â
¤
ger
ihre
Stangenlast
kaum
heben
kÃ

Â
¶
nnen
,
sie
nah
am
Boden
herschleppen
oder
gar
niedersetzen
,
um
,
einen
Augenblick
ausruhend
,
sie
wieder
frischer
fortzutragen
.
7.
doch
sie
werden
nicht
sehr
gedrÃ

Â
¤
ngt
;
hinter
ihnen
schreiten
Gefangene
einher
;
kein
Abzeichen
unterscheidet
sie
,
wohl
aber
persÃ

Â
¶
nliche
WÃ

Â
¼
rde
.
edle
Matronen
gehen
voran
mit
erwachsenen
TÃ

Â
¶
chtern
.
zunÃ

Â
¤
chst
gegen
den
Zuschauer
geht
ein
FrÃ

Â
¤
ulchen
von
acht
bis
zehen
Jahren
an
der
Mutter
Seite
,
so
schmuck
und
zierlich
als
bei
dem
anstÃ

Â
¤
ndigsten
Feste
.
treffliche
,
tÃ

Â
¼
chtige
MÃ

Â
¤
nner
folgen
hierauf
,
in
langen
GewÃ

Â
¤
ndern
,
ernst
,
nicht
erniedrigt
;
es
ist
ein
hÃ

Â
¶
heres
Geschick
,
das
sie
hinzieht
.
auffallend
ist
daher
im
folgenden
Glied
ein
groÃ

Â

er
,
wohlgebildeter
,
gleichfalls
ehrenvoll
gekleideter
Mann
,
welcher
mit
grimmigem
,
beinahe
fratzenhaftem
Gesicht
rÃ

Â
¼
ckwÃ

Â
¤
rts
blickt
,
ohne
daÃ

Â

wir
ihn
begreifen
.
wir
lassen
ihn
vorÃ

Â
¼
ber
,
denn
ihm
folgt
eine
Gruppe
von
anziehenden
Frauen
.
eine
junge
Braut
in
ganzer
JugendfÃ

Â
¼
lle
,
im
Vollgesicht
dargestellt
-
wir
sagen
Braut
,
weil
sie
auch
ohne
Kranz
in
den
Haaren
so
bezeichnet
zu
werden
verdiente
-
,
steht
hinterwÃ

Â
¤
rts
,
vor
dem
Zuschauer
zum
Teil
verdeckt
von
einer
Ã

Â
¤
lteren
kinderbelÃ

Â
¤
stigten
Frau
;
diese
hat
ein
Wickelkind
auf
dem
rechten
Arme
,
und
ihre
linke
Hand
nimmt
ein
stillstehender
Knabe
in
Anspruch
,
der
den
FuÃ

Â

aufgereckt
;
weinend
will
er
auch
getragen
sein
.
eine
Ã

Â
¤
ltere
,
sich
Ã

Â
¼
ber
ihn
hinneigende
Person
,
vielleicht
die
GroÃ

Â

mutter
,
sucht
ihn
vergebens
zu
begÃ

Â
¼
tigen
.
hÃ

Â
¶
chlich
rÃ

Â
¼
hmen
mÃ

Â
¼
ssen
wir
indes
den
KÃ

Â
¼
nstler
,
daÃ

Â

kein
Kriegsheld
,
kein
HeerfÃ

Â
¼
hrer
als
Gefangener
vorgefÃ

Â
¼
hrt
wird
.
sie
sind
nicht
mehr
,
ihre
RÃ

Â
¼
stungen
trug
man
hohl
vorbei
;
aber
die
eigentlichen
Staaten
,
die
uralten
edlen
Familien
,
die
tÃ

Â
¼
chtigen
Ratsherrn
,
die
behÃ

Â
¤
bigen
,
fruchtbar
sich
fortpflanzenden
BÃ

Â
¼
rger
fÃ

Â
¼
hrt
man
im
Triumph
auf
;
und
so
ist
denn
alles
gesagt
:
die
einen
sind
totgeschlagen
,
und
die
andern
leiden
.
zwischen
diesem
und
dem
folgenden
Bilde
werden
wir
nun
gewahr
,
warum
der
stattliche
Gefangene
so
grimmig
zurÃ

Â
¼
ckblickt
.
miÃ

Â

gestaltete
Narren
und
PossenreiÃ

Â

er
schleichen
sich
heran
und
verhÃ

Â
¶
hnen
die
edlen
UnglÃ

Â
¼
cklichen
:
diesem
WÃ

Â
¼
rdigen
ist
das
noch
zu
neu
,
er
kann
nicht
ruhig
vorÃ

Â
¼
bergehen
;
wenn
er
dagegen
nicht
schimpfen
mag
,
so
grinst
er
dagegen
.
8.
aber
der
Ehrenmann
scheint
noch
auf
eine
schmÃ

Â
¤
hlichere
Weise
verletzt
,
es
folgt
ein
Chor
Musikanten
in
kontrastierenden
Figuren
.
ein
wohlbehaglicher
,
hÃ

Â
¼
bscher
JÃ

Â
¼
ngling
,
in
langer
,
fast
weiblicher
Kleidung
,
singt
zur
Leier
und
scheint
dabei
zu
springen
und
zu
gestikulieren
.
ein
solcher
durfte
beim
Triumphzug
nicht
fehlen
:
sein
GeschÃ

Â
¤
ft
war
,
sich
seltsam
zu
gebÃ

Â
¤
rden
,
neckische
Lieder
zu
singen
,
die
Ã

Â
¼
berwundenen
Gefangenen
frevelhaft
zu
verspotten
.
die
Schalksnarren
deuten
auf
ihn
und
scheinen
mit
albernen
GebÃ

Â
¤
rden
seine
Worte
zu
kommentieren
,
welches
jenem
Ehrenmann
allzu
Ã

Â
¤
rgerlich
auffallen
mag
.
daÃ

Â

Ã

Â
¼
brigens
von
keiner
ernsthaft
edlen
Musik
die
Rede
sei
,
ergibt
sich
sogleich
aus
der
folgenden
Figur
:
denn
ein
himmellanger
,
scharfbepelzter
,
hochgemÃ

Â
¼
tzter
Dudelsackpfeifer
tritt
unmittelbar
hinterdrein
;
Knaben
mit
Schellentrommeln
scheinen
den
MiÃ

Â

laut
zu
vermehren
.
einige
rÃ

Â
¼
ckwÃ

Â
¤
rts
blickende
Soldaten
aber
und
andere
Andeutungen
machen
uns
aufmerksam
,
daÃ

Â

nun
bald
das
HÃ

Â
¶
chste
erfolgen
werde
.
9.
und
nun
erscheint
auch
,
auf
einem
Ã

Â
¼
bermÃ

Â
¤
Ã

Â

ig
,
obgleich
mit
groÃ

Â

em
Sinn
und
Geschmack
verzierten
Wagen
,
Julius
CÃ

Â
¤
sar
selbst
,
dem
ein
tÃ

Â
¼
chtig
gestalteter
JÃ

Â
¼
ngling
auf
einer
Art
Standarte
das
Veni
Vidi
Vici
entgegenhÃ

Â
¤
lt
.
dieses
Blatt
ist
so
gedrÃ

Â
¤
ngt
voll
,
daÃ

Â

man
die
nackten
Kinder
mit
Siegeszweigen
zwischen
Pferden
und
RÃ

Â
¤
dern
nur
mit
Angst
ansieht
;
in
der
Wirklichkeit
mÃ

Â
¼
Ã

Â

ten
sie
lÃ

Â
¤
ngst
zerquetscht
sein
.
trefflicher
war
jedoch
ein
solches
GedrÃ

Â
¤
nge
,
das
fÃ

Â
¼
r
die
Augen
immer
unfaÃ

Â

lich
und
fÃ

Â
¼
r
den
Sinn
verwirrend
ist
,
bildlich
nicht
darzustellen
.
10.
ein
zehntes
Bild
aber
ist
fÃ

Â
¼
r
uns
nun
von
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Bedeutung
:
denn
das
GefÃ

Â
¼
hl
,
der
Zug
sei
nicht
geschlossen
,
wandelt
einen
jeden
an
,
der
die
neun
BlÃ

Â
¤
tter
hintereinanderlegt
.
wir
finden
nicht
allein
den
Wagen
steil
,
sondern
sogar
hinter
demselben
durch
den
Rahmen
abgeschnittene
Figuren
;
das
Auge
verlangt
einen
Nachklang
und
wenigstens
einige
der
Hauptgestalt
nahetretende
,
den
RÃ

Â
¼
cken
deckende
Gestalten
.
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kommt
uns
nun
ein
eigenhÃ

Â
¤
ndiger
Kupferstich
,
welcher
mit
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Sorgfalt
gearbeitet
und
zu
den
vorzÃ

Â
¼
glichsten
Werken
des
Meisters
dieser
Art
zu
rechnen
ist
.
eine
Schar
tritt
heran
mÃ

Â
¤
nnlicher
,
Ã

Â
¤
lterer
und
jÃ

Â
¼
ngerer
,
sÃ

Â
¤
mtlich
charakteristischer
Personen
.
daÃ

Â

es
der
Senat
sei
,
ist
keineswegs
zuzugeben
;
der
Senat
wird
den
Triumphzug
am
schicklichen
Ort
durch
eine
Deputation
empfangen
haben
,
aber
auch
diese
konnte
ihm
nicht
weiter
entgegengehen
,
als
nÃ

Â
¶
tig
war
,
umzukehren
und
vorauszuschreiten
und
den
versammelten
VÃ

Â
¤
tern
die
AnkÃ

Â
¶
mmlinge
vorzufÃ

Â
¼
hren
.
doch
sei
diese
Untersuchung
dem
Altertumsforscher
vorbehalten
.
nach
unserer
Weise
dÃ

Â
¼
rfen
wir
nur
das
Blatt
aufmerksam
betrachten
,
so
spricht
es
sich
,
wie
jedes
vortreffliche
Kunstwerk
,
selbst
aus
;
da
sagen
wir
denn
geradezu
:
es
ist
der
Lehrstand
,
der
gern
dem
siegenden
Wehrstand
huldiget
,
weil
durch
diesen
allein
Sicherheit
und
FÃ

Â
¶
rdernis
zu
hoffen
ist
.
den
NÃ

Â
¤
hrstand
hatte
Mantegna
in
den
Triumphzug
als
Tragende
,
Bringende
,
Feiernde
,
Preisende
verteilt
,
auch
in
der
Umgebung
als
Zuschauer
aufgestellt
.
nun
aber
freut
sich
der
Lehrstand
,
den
Ã

Â

berwinder
zu
begleiten
,
weil
durch
ihn
Staat
und
Kultur
wieder
gesichert
ist
.
in
Absicht
auf
Mannigfaltigkeit
der
Charakteristik
ist
das
beschriebene
Blatt
eines
der
schÃ

Â
¤
tzbarsten
,
die
wir
kennen
,
und
Mantegna
hat
gewiÃ

Â

diesen
Zug
auf
der
hohen
Schule
von
Padua
studiert
.
voran
im
ersten
Glied
,
in
langen
faltigen
GewÃ

Â
¤
ndern
,
drei
MÃ

Â
¤
nner
,
mittleren
Alters
,
teils
ernsten
,
teils
heiteren
Angesichts
,
wie
beides
Gelehrten
und
Lehrern
ziemt
.
im
zweiten
Gliede
zeichnet
sich
zunÃ

Â
¤
chst
eine
alte
,
kolossale
,
behaglich-dicke
,
krÃ

Â
¤
ftige
Natur
aus
,
die
hinter
allem
dem
mÃ

Â
¤
chtigen
Triumphgewirre
sich
noch
ganz
tÃ

Â
¼
chtig
hervortut
.
das
bartlose
Kinn
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
einen
fleischigen
Hals
sehen
,
die
Haare
sind
kurz
geschnitten
;
hÃ

Â
¶
chst
behaglich
hÃ

Â
¤
lt
er
die
HÃ

Â
¤
nde
auf
Brust
und
Bauch
und
macht
sich
nach
allen
bedeutenden
VorgÃ

Â
¤
ngen
noch
immer
auffallend
bemerklich
.
unter
den
Lebendigen
hab
'
ich
niemanden
gesehen
,
der
ihm
zu
vergleichen
wÃ

Â
¤
re
,
auÃ

Â

er
Gottsched
;
dieser
wÃ

Â
¼
rde
in
Ã

Â
¤
hnlichem
Fall
und
gleicher
Kleidung
ebenso
einhergeschritten
sein
:
er
sieht
vollkommen
dem
Pfeiler
einer
dogmatisch-didaktischen
Anstalt
gleich
.
wie
er
ohne
Bart
und
Haupthaare
,
sind
auch
seine
Kollegen
,
wenngleich
behaart
,
doch
ohne
BÃ

Â
¤
rte
;
der
vorderste
,
etwas
ernster
und
grÃ

Â
¤
mlicher
,
scheint
eher
dialektischen
Sinn
zu
haben
.
solcher
Lehrenden
sind
sechs
,
welche
in
Haupt
und
Geist
alles
mit
sich
zu
tragen
scheinen
;
dagegen
die
SchÃ

Â
¼
ler
nicht
allein
durch
jÃ

Â
¼
ngere
,
leichtere
Gestalten
bezeichnet
sind
,
sondern
auch
dadurch
,
daÃ

Â

sie
gebundene
BÃ

Â
¼
cher
in
HÃ

Â
¤
nden
tragen
,
anzuzeigen
,
daÃ

Â

sie
,
sowohl
hÃ

Â
¶
rend
als
lesend
,
sich
zu
unterrichten
geneigt
seien
.
zwischen
jene
Ã

Â

ltesten
und
Mittleren
ist
ein
Knabe
von
etwa
acht
Jahren
eingeklemmt
,
um
die
ersten
Lehrjahre
zu
bezeichnen
,
wo
das
Kind
sich
anzuschlieÃ

Â

en
geneigt
ist
,
sich
einzumischen
Lust
hat
;
es
hÃ

Â
¤
ngt
ein
Pennal
an
seiner
Seite
,
anzudeuten
,
daÃ

Â

er
auf
dem
Bildungswege
sei
,
wo
dem
HerankÃ

Â
¶
mmling
manches
Unangenehme
begegnet
.
wunderlicher
und
anmutig-natÃ

Â
¼
rlicher
ist
nichts
zu
ersinnen
als
dies
FigÃ

Â
¼
rchen
in
solcher
Lage
.
die
Lehrer
gehen
jeder
vor
sich
hin
,
die
SchÃ

Â
¼
ler
unterhalten
sich
untereinander
.
nun
aber
macht
den
ganzen
SchluÃ

Â

,
wie
billig
,
das
MilitÃ

Â
¤
r
,
von
welchem
denn
doch
zuerst
und
zuletzt
die
Herrlichkeit
des
Reiches
nach
auÃ

Â

en
erworben
und
die
Sicherheit
nach
innen
erhalten
werden
muÃ

Â

.
diese
ganze
groÃ

Â

e
Forderung
aber
befriedigt
Mantegna
mit
ein
paar
Figuren
:
ein
jÃ

Â
¼
ngerer
Krieger
,
einen
Ã

Â

lzweig
tragend
,
den
Blick
aufwÃ

Â
¤
rts
gerichtet
,
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
uns
im
Zweifel
,
ob
er
sich
des
Siegs
erfreue
,
oder
ob
er
sich
Ã

Â
¼
ber
das
Ende
des
Kriegs
betrÃ

Â
¼
be
;
dagegen
ein
alter
,
ganz
abgelebter
,
in
den
schwersten
Waffen
indem
er
die
Dauer
des
Krieges
reprÃ

Â
¤
sentiert
,
Ã

Â
¼
berdeutlich
ausspricht
,
dieser
Triumphzug
sei
ihm
beschwerlich
und
er
werde
sich
glÃ

Â
¼
cklich
schÃ

Â
¤
tzen
,
heute
abend
irgendwo
zur
Ruhe
zu
kommen
.
der
Hintergrund
dieses
Blatts
nun
,
anstatt
daÃ

Â

wir
bisher
meistens
freie
Aussichten
gehabt
,
drÃ

Â
¤
ngt
sich
,
dem
Menschendrang
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

,
gleichfalls
zusammen
;
rechter
Hand
sehen
wir
einen
Palast
,
zur
Linken
Turm
und
Mauern
;
die
NÃ

Â
¤
he
des
Stadttors
mÃ

Â
¶
chte
damit
angedeutet
sein
,
angezeigt
,
daÃ

Â

wir
uns
wirklich
am
Ende
befinden
,
daÃ

Â

nunmehr
der
ganze
Triumphzug
in
die
Stadt
eingetreten
und
innerhalb
derselben
beschlossen
sei
.
sollten
auch
dieser
Vermutung
die
HintergrÃ

Â
¼
nde
der
vorhergehenden
BlÃ

Â
¤
tter
zu
widersprechen
scheinen
,
indem
landschaftliche
Aussichten
,
viel
freie
Luft
,
zwar
auf
HÃ

Â
¼
geln
Tempel
und
PalÃ

Â
¤
ste
,
doch
auch
Ruinen
gesehen
werden
,
so
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
doch
auch
annehmen
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
hiebei
die
verschiedenen
HÃ

Â
¼
gel
von
Rom
gedacht
und
sie
so
bebaut
und
so
ruinenhaft
,
wie
er
sie
zu
seiner
Zeit
gefunden
,
vorgestellt
habe
.
diese
Auslegung
gewinnt
um
so
mehr
Kraft
,
als
doch
wohl
einmal
ein
Palast
,
ein
Kerker
,
eine
BrÃ

Â
¼
cke
,
die
als
Wasserleitung
gelten
kann
,
eine
hohe
EhrensÃ

Â
¤
ule
da
steht
,
die
man
denn
doch
auf
stÃ

Â
¤
dtischem
Grund
und
Boden
vermuten
muÃ

Â

.
doch
wir
halten
inne
,
weil
wir
sonst
ins
Grenzenlose
gerieten
und
man
mit
noch
so
viel
gehÃ

Â
¤
uften
Worten
den
Wert
der
flÃ

Â
¼
chtig
beschriebenen
BlÃ

Â
¤
tter
doch
nicht
ausdrÃ

Â
¼
cken
kÃ

Â
¶
nnte
.
CÃ

Â
¤
sars
Triumphzug
,
gemalt
von
Mantegna
.
zweiter
Abschnitt
.
1
)
Ursprung
,
Wanderung
,
Beschaffenheit
der
Bilder
.
2
)
fernere
Geschichte
derselben
.
Sammlungen
Karls
I.
von
England
.
3
)
Mantegnas
eigene
Kupferstiche
in
bezug
auf
den
Triumph
.
4
)
Zeugnis
von
Vasari
mit
Bemerkungen
darÃ

Â
¼
ber.
5
)
allgemeine
Betrachtung
und
MiÃ

Â

billigung
seiner
falschen
Methode
,
von
hinten
hervor
zu
beschreiben
.
6
)
Emendation
der
Bartschischen
Auslegung
.
7
)
Schwergeburths
Zeichnung
.
1.
Mantegna
lebte
1451
bis
1517
und
malte
in
seiner
besten
Zeit
auf
Anregen
seines
groÃ

Â

en
GÃ

Â
¶
nners
,
Ludwig
Gonzaga
,
Herzogs
von
Mantua
,
gedachten
Triumphzug
fÃ

Â
¼
r
den
Palast
in
der
NÃ

Â
¤
he
des
Klosters
St.
Sebastian
.
der
Zug
ist
nicht
auf
die
Wand
,
nicht
im
unmittelbaren
Zusammenhange
gemalt
,
sondern
in
neun
abgesonderten
Bildern
,
vom
Platze
beweglich
;
daher
sie
denn
auch
nicht
an
Ort
und
Stelle
geblieben
.
sie
kamen
vielmehr
unter
Karl
I.
,
welcher
als
ein
groÃ

Â

er
Kunstfreund
die
kÃ

Â
¶
stlichsten
SchÃ

Â
¤
tze
zusammenbrachte
und
also
auch
den
Herzog
von
Mantua
auskaufte
,
nach
London
und
blieben
daselbst
,
obgleich
nach
seinem
unglÃ

Â
¼
cklichen
Tode
die
meisten
Besitzungen
dieser
Art
durch
eine
Auktion
verschleudert
wurden
.
gegenwÃ

Â
¤
rtig
befinden
sie
sich
,
hochgeehrt
,
im
Palaste
Hamptoncourt
,
neun
StÃ

Â
¼
cke
,
alle
von
gleicher
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
,
vÃ

Â
¶
llig
quadrat
,
jede
Seite
neun
FuÃ

Â

,
mit
Wasserfarben
auf
Papier
gemalt
,
mit
Leinwand
unterzogen
,
wie
die
Raffaelischen
Kartone
,
welche
denselben
Palast
verherrlichen
.
die
Farben
dieser
Bilder
sind
hÃ

Â
¶
chst
mannigfaltig
,
wohl
erhalten
und
lebhaft
,
die
Hauptfarben
in
allen
ihren
Abstufungen
,
Mischungen
und
Ã

Â

bergÃ

Â
¤
ngen
zu
sehen
:
denn
Scharlach
steht
anderes
Hell-
und
Tiefrot
entgegen
,
an
Dunkel-
und
Hellgelb
fehlt
es
nicht
,
Himmelblau
zeigt
sich
,
BlaÃ

Â

blau
,
Braun
,
Schwarz
,
WeiÃ

Â

und
Gold
.
die
GemÃ

Â
¤
lde
sind
Ã

Â
¼
berhaupt
in
gutem
Zustande
,
besonders
die
sieben
ersten
;
die
zwei
letzteren
,
ein
wenig
verbleicht
,
scheinen
von
der
Zeit
gelitten
zu
haben
oder
abgerieben
zu
sein
;
doch
ist
dies
auch
nicht
bedeutend
.
sie
hangen
in
vergoldeten
Rahmen
neun
FuÃ

Â

hoch
Ã

Â
¼
ber
dem
Boden
,
drei
und
drei
auf
drei
WÃ

Â
¤
nde
verteilt
;
die
Ã

Â
¶
stliche
ist
eine
Fensterseite
,
und
folgen
sie
,
von
der
sÃ

Â
¼
dlichen
zur
nÃ

Â
¶
rdlichen
,
vÃ

Â
¶
llig
in
der
Ordnung
,
wie
sie
Andreas
Andreani
numeriert
hat
.
ErwÃ

Â
¤
hnung
derselben
tut
Hamptoncourt-Guide
,
Seite
19
,
mit
wenigen
Worten
;
nicht
viel
umstÃ

Â
¤
ndlicher
das
Prachtwerk
the
History
of
the
Royal
Residences
of
Windsor
Castle
,
St.
James's
Palace
p.
p.
by
W.
H.
Pyne
.
in
three
Volumes
.
London
1819
,
welches
gerade
diesem
Zimmer
keine
bildliche
Darstellung
gegÃ

Â
¶
nnt
hat
.
vorstehende
nÃ

Â
¤
here
Nachricht
verdanken
wir
der
GefÃ

Â
¤
lligkeit
eines
in
England
wohnenden
deutschen
Freundes
,
des
Herrn
Dr.
Noehden
,
welcher
nichts
ermangeln
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
,
das
in
Weimar
angeknÃ

Â
¼
pfte
schÃ

Â
¶
ne
VerhÃ

Â
¤
ltnis
auch
in
der
Ferne
dauerhaft
und
in
Wechselwirkung
zu
erhalten
.
auf
unser
zutrauliches
Ansuchen
begab
er
sich
wiederholt
nach
Hamptoncourt
,
und
alles
,
was
wir
genau
von
MaÃ

Â

,
Grund
,
Farben
,
Erhaltung
,
Aufstellung
und
so
weiter
angeben
,
ist
die
Frucht
seiner
aufmerksamen
Genauigkeit
.
2.
die
frÃ

Â
¼
hste
Neigung
der
EnglÃ

Â
¤
nder
zur
Kunst
muÃ

Â

te
sich
,
in
Ermangelung
inlÃ

Â
¤
ndischer
Talente
,
nach
auswÃ

Â
¤
rtigen
KÃ

Â
¼
nstlern
und
Kunstwerken
umsehen
.
unter
Heinrich
dem
Achten
arbeitete
Holbein
viel
in
England
.
was
unter
Elisabeth
und
jakob
dem
Ersten
geschehen
,
wÃ

Â
¤
re
noch
zu
untersuchen
.
der
hoffnungsvolle
Kronprinz
Heinrich
,
zu
Anfang
des
siezehnten
Jahrhunderts
geboren
,
hatte
viel
Sinn
fÃ

Â
¼
r
die
KÃ

Â
¼
nste
und
legte
bedeutende
Sammlungen
an
.
als
er
vor
dem
achtzehnten
Jahre
mit
Tode
abging
,
erbte
Karl
der
Erste
mit
der
Krone
die
Sammlung
des
Bruders
und
seine
Liebhaberei
.
Rubens
und
van
Dyck
werden
als
KÃ

Â
¼
nstler
beschÃ

Â
¤
ftigt
,
als
Kunstkenner
zu
Sammlungen
behÃ

Â
¼
lflich
.
die
Sammlung
des
Herzogs
von
Mantua
wird
angekauft
,
mit
ihr
also
die
neun
Tafeln
Triumphzug
.
Ã

Â
¼
ber
das
Jahr
sind
wir
nicht
genau
belehrt
,
es
muÃ

Â

aber
zwischen
1625
und
1642
fallen
,
indem
nachher
,
wÃ

Â
¤
hrend
der
BÃ

Â
¼
rgerkriege
,
Geldmangel
dem
KÃ

Â
¶
nig
dergleichen
Akquisitionen
untersagte
.
"
nach
des
KÃ

Â
¶
nigs
Ermordung
wurde
sowohl
sein
als
seiner
Gemahlin
und
Prinzen
VermÃ

Â
¶
gen
der
Nation
heimgefallen
erklÃ

Â
¤
rt
und
durch
einen
ParlamentsbeschluÃ

Â

vom
MÃ

Â
¤
rz
1649
auktionsweise
zum
Verkauf
angeboten
,
worunter
auch
sÃ

Â
¤
mtliche
Kunstwerke
und
GemÃ

Â
¤
lde
.
aber
erst
den
folgenden
Juni
faÃ

Â

te
die
Gemeine
,
um
ihr
neues
Gemeingut
desto
krÃ

Â
¤
ftiger
zu
befestigen
,
Ã

Â
¼
ber
die
Verwendung
des
persÃ

Â
¶
nlichen
VermÃ

Â
¶
gens
des
letzten
KÃ

Â
¶
nigs
,
der
KÃ

Â
¶
nigin
und
Prinzen
einen
BeschluÃ

Â

.
sie
erlieÃ

Â

einen
Befehl
,
alles
zu
verzeichnen
,
zu
schÃ

Â
¤
tzen
und
zu
verkaufen
,
ausgenommen
solche
Teile
,
welche
zum
Gebrauch
des
Staates
vorzubehalten
seien
;
jedoch
mit
solcher
Vorsicht
,
um
alle
Nachrede
einzelnen
Interesses
zu
vermeiden
,
daÃ

Â

kein
Glied
des
Hauses
sich
damit
befasse
.
in
diese
SchÃ

Â
¤
tzung
und
Verkauf
waren
eingeschlossen
,
heu
dolor
!
die
ganze
Sammlung
von
edeln
GemÃ

Â
¤
lden
,
alten
Statuen
und
BÃ

Â
¼
sten
,
welche
der
letzte
KÃ

Â
¶
nig
mit
grenzenlosen
Kosten
und
MÃ

Â
¼
hen
von
Rom
und
allen
Teilen
Italiens
herbeigeschafft
hatte
"
.
ein
Verzeichnis
dieser
hÃ

Â
¶
chst
kostbaren
MerkwÃ

Â
¼
rdigkeiten
,
wovon
jetzt
gar
manche
den
PalÃ

Â
¤
sten
des
Louvre
und
Escurials
,
auch
mancher
auslÃ

Â
¤
ndischen
FÃ

Â
¼
rsten
zur
Verherrlichung
dienen
,
mit
SchÃ

Â
¤
tzungs-
und
Verkaufspreisen
,
ward
unter
folgendem
Titel
1757
in
London
gedruckt
:
a
Catalogue
and
Description
of
King
Charles
the
First's
Capital
Collection
of
Puctures
,
Bronzes
,
Limnings
,
Medals
,
Statues
and
other
Curiosities
.
nun
heiÃ

Â

t
es
auf
der
fÃ

Â
¼
nften
Seite
:
GemÃ

Â
¤
lde
zu
Hamptoncourt
Nr.
332
,
geschÃ

Â
¤
tzt
4675
Pfund
10
Schill
.
darunter
waren
:
1
)
neun
StÃ

Â
¼
ck
,
der
Triumphzug
des
Julius
CÃ

Â
¤
sar
,
gemalt
von
Andreas
Mantegna
,
geschÃ

Â
¤
tzt
1000
Pfund
.
2
)
Herodias
,
St.
Johannes
'
Haupt
in
einer
SchÃ

Â
¼
ssel
haltend
,
von
Tizian
,
geschÃ

Â
¤
tzt
150
Pfund
.
die
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
Anzahl
der
GemÃ

Â
¤
lde
,
welche
den
Ã

Â
¼
brigen
Wert
von
3525
Pfund
10
Schillinge
ausmachte
,
ist
nicht
einzeln
aufgefÃ

Â
¼
hrt
.
da
nun
aber
hieraus
hervorgeht
,
daÃ

Â

Karl
der
Erste
die
GemÃ

Â
¤
lde
Mantegnas
besessen
,
so
wird
noch
zum
Ã

Â

berfluÃ

Â

dargetan
,
woher
sie
zu
ihm
gekommen
;
folgendes
diene
zur
ErlÃ

Â
¤
uterung
:
"
KÃ

Â
¶
nig
Karls
Museum
war
das
berÃ

Â
¼
hmteste
in
Europa
;
er
liebte
,
verstand
und
schÃ

Â
¤
tzte
die
KÃ

Â
¼
nste
.
da
er
nicht
das
GlÃ

Â
¼
ck
hatte
,
groÃ

Â

e
Malergeister
unter
seinen
Untertanen
zu
finden
,
so
rief
er
die
geschicktesten
Meister
anderer
Nationen
herbei
,
mit
rÃ

Â
¼
hmlicher
Vorliebe
,
um
sein
eigenes
Land
zu
bereichern
und
zu
unterrichten
.
auch
beschrÃ

Â
¤
nkte
er
seinen
Aufwand
keineswegs
auf
lebende
KÃ

Â
¼
nstler
:
denn
auÃ

Â

er
einzelnen
StÃ

Â
¼
cken
kaufte
er
die
berÃ

Â
¼
hmte
Sammlung
des
Herzogs
von
Mantua
,
nachdem
er
vorher
eine
Grundstiftung
gelegt
hatte
von
dem
,
was
er
von
seinem
Bruder
erbte
,
dem
liebenswÃ

Â
¼
rdigen
Prinzen
Heinrich
,
der
,
wie
man
aus
dem
Katalog
sieht
,
auch
,
auÃ

Â

er
andern
wÃ

Â
¼
rdigen
Eigenschaften
,
Geschmack
fÃ

Â
¼
r
GemÃ

Â
¤
lde
besaÃ

Â

und
einen
edlen
Eifer
,
die
KÃ

Â
¼
nste
zu
ermuntern
.
glÃ

Â
¼
cklicherweise
sind
diese
so
oft
belobten
Bilder
in
England
geblieben
und
wohl
auch
noch
andere
,
die
wir
dort
bewundern
.
ob
zufÃ

Â
¤
llig
,
wollen
wir
nicht
entscheiden
:
denn
die
Klausel
des
republikanischen
Beschlusses
,
daÃ

Â

man
zurÃ

Â
¼
ckhalten
kÃ

Â
¶
nne
,
was
zum
Gebrauch
des
Staates
dienlich
sei
,
lieÃ

Â

ja
gar
wohl
zu
,
daÃ

Â

jene
zwar
gewaltsamen
,
aber
keineswegs
rohen
und
unwissenden
Machthaber
das
Beste
auf
den
nunmehr
republikanischen
SchlÃ

Â
¶
ssern
zurÃ

Â
¼
ckbehielten
"
.
dem
sei
nun
,
wie
ihm
sei
,
der
EnglÃ

Â
¤
nder
,
dem
wir
die
bisherige
AufklÃ

Â
¤
rung
schuldig
sind
,
Ã

Â
¤
uÃ

Â

ert
sich
folgendermaÃ

Â

en
:
"
der
Streich
,
der
die
KÃ

Â
¶
nigswÃ

Â
¼
rde
so
tief
niederlegte
,
zerstreute
zugleich
die
kÃ

Â
¶
nigliche
tugendsame
Sammlung
.
die
ersten
Kabinette
von
Europa
glÃ

Â
¤
nzen
von
diesem
Raube
;
die
wenigen
guten
,
in
den
kÃ

Â
¶
niglichen
PalÃ

Â
¤
sten
zerstreuten
StÃ

Â
¼
cke
sind
bei
uns
nur
kÃ

Â
¼
mmerliche
Ã

Â

berreste
von
dem
,
was
gesammelt
oder
wieder
versammelt
war
von
KÃ

Â
¶
nig
Karls
glÃ

Â
¤
nzenden
Galerien
.
man
sagt
,
die
HollÃ

Â
¤
nder
hÃ

Â
¤
tten
vieles
angekauft
und
einiges
seinem
Sohne
wieder
Ã

Â
¼
berlassen
.
der
beste
Teil
aber
bleibt
begraben
in
der
DÃ

Â
¼
sternis
,
wenn
er
nicht
gar
untergeht
in
den
GewÃ

Â
¶
lben
des
Escurials
"
.
3.
Mantegnas
Kupferstiche
werden
hochgehalten
wegen
Charakter
und
meisterhafter
AusfÃ

Â
¼
hrung
,
freilich
nicht
im
Sinne
neuer
Kupferstecherkunst
.
Bartsch
zÃ

Â
¤
hlt
ihrer
siebenundzwanzig
,
die
Kopien
mitgerechnet
;
in
England
befinden
sich
nach
Noehden
siebenzehn
;
darunter
sind
auf
den
Triumphzug
bezÃ

Â
¼
glich
nur
viere
,
Nr.
5
,
6
und
7
,
die
sechste
doppelt
,
aber
umgekehrt
,
worauf
ein
Pilaster
.
ein
englischer
noch
lebender
Kenner
hegt
die
Ã

Â

berzeugung
,
daÃ

Â

nicht
mehr
als
genannte
vier
StÃ

Â
¼
cke
vorkommen
,
und
auch
wir
sind
der
Meinung
,
daÃ

Â

Mantegna
sie
niemals
alle
neun
in
Kupfer
gestochen
habe
.
uns
irret
keineswegs
,
daÃ

Â

Strutt
in
seinem
biographischen
WÃ

Â
¶
rterbuche
der
Kupferstecher
,
Band
II
,
Seite
120
,
sich
folgendermaÃ

Â

en
ausdrÃ

Â
¼
ckt
:
"
der
Triumph
des
Julius
CÃ

Â
¤
sar
,
gestochen
nach
seinen
eigenen
GemÃ

Â
¤
lden
,
in
neun
Platten
mittlerer
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
,
beinahe
viereckig
.
eine
vollstÃ

Â
¤
ndige
Sammlung
dieser
Kupfer
ist
Ã

Â
¤
uÃ

Â

erst
rar
;
kopiert
aber
wurden
sie
von
Andreas
Andreani
"
.
wenn
denn
nun
auch
Baldinucci
in
seiner
Geschichte
der
Kupferstecherkunst
sagt
,
Mantegna
habe
den
Triumphzug
des
Julius
CÃ

Â
¤
sar
wÃ

Â
¤
hrend
seines
Aufenthaltes
in
Rom
in
Kupfer
gestochen
,
so
darf
uns
dieses
keineswegs
zum
Wanken
bringen
;
vielmehr
kÃ

Â
¶
nnen
wir
denken
,
daÃ

Â

der
auÃ

Â

erordentliche
KÃ

Â
¼
nstler
diese
einzelnen
Vorarbeiten
in
Kupfer
,
wahrscheinlich
auch
in
Zeichnungen
,
die
verloren
oder
unbekannt
sind
,
gemacht
und
bei
seiner
RÃ

Â
¼
ckkehr
nach
Mantua
das
Ganze
hÃ

Â
¶
chst
wundersam
ausgefÃ

Â
¼
hrt
.
und
nun
sollen
die
aus
der
innern
Kunst
entnommenen
GrÃ

Â
¼
nde
folgen
,
die
uns
berechtigen
,
dieser
Angabe
kÃ

Â
¼
hnlich
zu
widersprechen
.
die
Nummern
fÃ

Â
¼
nf
und
sechs
(
Bartsch
12
,
13
)
,
von
Mantegnas
eigener
Hand
,
liegen
,
durch
GlÃ

Â
¼
ck
und
Freundesgunst
,
neben
den
Platten
von
Andreani
uns
vor
Augen
.
ohne
daÃ

Â

wir
unternehmen
,
mit
Worten
den
Unterschied
im
besonderen
auszudrÃ

Â
¼
cken
,
so
erklÃ

Â
¤
ren
wir
im
allgemeinen
,
daÃ

Â

aus
den
Kupfern
etwas
UrsprÃ

Â
¼
ngliches
durchaus
hervorleuchte
;
man
sieht
darin
die
groÃ

Â

e
Konzeption
eines
Meisters
,
der
sogleich
weiÃ

Â

,
was
er
will
,
und
in
dem
ersten
Entwurf
unmittelbar
alles
NÃ

Â
¶
tige
der
Hauptsache
nach
darstellt
und
einander
folgen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
als
er
aber
an
eine
AusfÃ

Â
¼
hrung
im
groÃ

Â

en
zu
denken
hatte
,
ist
es
wundersam
zu
beobachten
und
zu
vergleichen
,
wie
er
hier
verfahren
.
-
jene
ersten
AnfÃ

Â
¤
nge
sind
vÃ

Â
¶
llig
unschuldig
,
naiv
,
obschon
reich
,
die
Figuren
zierlich
,
ja
gewissermaÃ

Â

en
nachlÃ

Â
¤
ssig
,
und
jede
im
hÃ

Â
¶
chsten
Sinne
ausdrucksvoll
;
die
andern
aber
,
nach
den
GemÃ

Â
¤
lden
gefertigt
,
sind
ausgebildet
,
krÃ

Â
¤
ftig
,
Ã

Â
¼
berreich
,
die
Figuren
tÃ

Â
¼
chtig
,
Wendung
und
Ausdruck
kunstvoll
,
ja
mitunter
kÃ

Â
¼
nstlich
;
man
erstaunt
Ã

Â
¼
ber
die
Beweglichkeit
des
Meisters
bei
entschiedenem
Verharren
;
da
ist
alles
dasselbe
und
alles
anders
;
der
Gedanke
unverrÃ

Â
¼
ckt
,
das
Walten
der
Anordnung
vÃ

Â
¶
llig
gleich
,
im
AbÃ

Â
¤
ndern
nirgends
gemÃ

Â
¤
kelt
noch
gezweifelt
,
sondern
ein
anderes
,
hÃ

Â
¶
heren
Zweck
Erreichendes
ergriffen
.
daher
haben
jene
ersten
eine
GemÃ

Â
¼
tlichkeit
ohnegleichen
,
weil
sie
unmittelbar
aus
der
Seele
des
groÃ

Â

en
Meisters
hervortraten
,
ohne
daÃ

Â

er
an
eigentliche
Kunstzwecke
gedacht
zu
haben
scheint
.
wir
wÃ

Â
¼
rden
sie
einem
liebenswÃ

Â
¼
rdigen
hÃ

Â
¤
uslichen
MÃ

Â
¤
dchen
vergleichen
,
um
welche
zu
werben
ein
jeder
JÃ

Â
¼
ngling
sich
geneigt
fÃ

Â
¼
hlen
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
;
in
den
andern
aber
,
den
ausgefÃ

Â
¼
hrten
,
wÃ

Â
¼
rden
wir
dieselbe
Person
wiederfinden
,
aber
als
entwickelte
,
erst
verheiratete
junge
Frau
,
und
wenn
wir
jene
einfach
gekleidet
,
hÃ

Â
¤
uslich
beschÃ

Â
¤
ftigt
gesehen
,
finden
wir
sie
nun
in
aller
Pracht
,
womit
der
Liebende
das
Geliebte
so
gern
ausschmÃ

Â
¼
ckt
.
wir
sehen
sie
in
die
Welt
hervorgetreten
,
bei
Festen
und
TÃ

Â
¤
nzen
,
wir
vermissen
jene
,
indem
wir
diese
bewundern
.
doch
eigentlich
darf
man
die
Unschuld
nicht
vermissen
,
wo
sie
einem
hÃ

Â
¶
heren
Zwecke
aufgeopfert
ist
.
wir
wÃ

Â
¼
nschen
einem
jeden
wahren
Kunstfreunde
diesen
GenuÃ

Â

und
hoffen
,
daÃ

Â

er
dabei
unsere
Ã

Â

berzeugung
gewinnen
solle
.
in
dieser
werden
wir
nur
um
so
mehr
bestÃ

Â
¤
rkt
durch
das
,
was
Herr
Dr.
Noehden
von
dem
dritten
Kupfer
des
Mantegna
,
welches
Bartsch
nicht
tat
,
in
Vergleichung
mit
der
siebenten
Tafel
des
Andreas
Andreani
meldet
:
"
wenn
auf
den
beiden
andern
BlÃ

Â
¤
ttern
,
Nummer
fÃ

Â
¼
nf
und
sechs
,
gegen
die
GemÃ

Â
¤
lde
AbÃ

Â
¤
nderungen
vorkommen
,
so
sind
sie
noch
stÃ

Â
¤
rker
bei
der
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Nummer
.
die
edlen
Gefangenen
werden
zwar
vorgefÃ

Â
¼
hrt
,
allein
die
hÃ

Â
¶
chst
liebliche
Gruppe
der
Mutter
mit
Kindern
und
Ã

Â

ltermutter
fehlt
ganz
,
welche
also
spÃ

Â
¤
ter
von
dem
KÃ

Â
¼
nstler
hinzugedacht
worden
.
ferner
ist
ein
gewÃ

Â
¶
hnliches
Fenster
auf
dem
Kupferstiche
dargestellt
,
aus
welchem
drei
Personen
heraussehen
;
in
dem
GemÃ

Â
¤
lde
ist
es
ein
breites
gegittertes
Fenster
,
als
welches
zu
einem
GefÃ

Â
¤
ngnis
gehÃ

Â
¶
rt
,
hinter
welchem
mehrere
Personen
,
die
man
fÃ

Â
¼
r
Gefangene
halten
kann
,
stehen
.
wir
betrachten
dies
als
eine
Ã

Â
¼
bereinstimmende
Anspielung
auf
den
vorÃ

Â
¼
bergehenden
Zug
,
in
welchem
ebenfalls
VerÃ

Â
¤
nderungen
stattgefunden
"
.
und
wir
von
unserer
Seite
sehen
hier
eine
bedeutende
Steigerung
der
kÃ

Â
¼
stlerischen
Darstellung
und
Ã

Â
¼
berzeugen
uns
,
daÃ

Â

dieses
Kupfer
,
wie
die
beiden
andern
,
dem
GemÃ

Â
¤
lde
vorgegangen
.
4.
Vasari
spricht
mit
groÃ

Â

em
Lobe
von
diesem
Werke
,
und
zwar
folgendermaÃ

Â

en
:
"
dem
Marchese
von
Mantua
,
Ludwig
Gonzaga
,
einem
groÃ

Â

en
GÃ

Â
¶
nner
und
SchÃ

Â
¤
tzer
von
Andreas
'
Kunstfertigkeit
,
malte
er
,
bei
St.
Sebastian
in
Mantua
,
CÃ

Â
¤
sars
Triumphzug
,
das
Beste
,
was
er
jemals
geliefert
hat
.
hier
sieht
man
in
schÃ

Â
¶
nster
Ordnung
den
herrlich
verzierten
Wagen
(
*
)
,
Verwandte
,
Weihrauch
und
WohlgerÃ

Â
¼
che
,
Opfer
,
Priester
,
bekrÃ

Â
¤
nzte
geweihte
Stiere
,
Gefangene
,
von
Soldaten
eroberte
Beute
,
geordneten
Heereszug
,
Elefanten
,
abermals
Beute
,
Viktorien
,
StÃ

Â
¤
dte
und
Festungen
auf
verschiedenen
Wagen
;
zugleich
auch
abgebildet
grenzenlose
TrophÃ

Â
¤
en
auf
SpieÃ

Â

en
und
Stangen
,
auch
mancherlei
Schutzwaffen
fÃ

Â
¼
r
Haupt
und
Rumpf
,
Ausputz
,
Zierat
,
unendliche
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

e.
unter
der
Menge
bemerkt
man
ein
Weib
,
das
einen
Knaben
an
der
Hand
fÃ

Â
¼
hrt
,
der
weinend
einen
Dorn
im
FÃ

Â
¼
Ã

Â

chen
sehr
anmutig
und
natÃ

Â
¼
rlich
der
Mutter
hinweist
.
(
**
)
.
in
diesem
Werke
hat
man
auch
abermals
einen
Beweis
von
seiner
schÃ

Â
¶
nen
Einsicht
in
die
perspektivischen
KÃ

Â
¼
nste
;
denn
indem
er
seine
BodenflÃ

Â
¤
che
Ã

Â
¼
ber
dem
Auge
anzunehmen
hatte
,
so
lieÃ

Â

er
die
ersten
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
an
der
vordern
Linie
des
Planums
vollkommen
sehen
,
stellte
jedoch
die
folgenden
desselben
Gliedes
mehr
perspektivisch
,
gleichsam
sinkend
vor
,
so
daÃ

Â

nach
und
nach
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
und
Schenkel
dem
Gesetz
des
Augpunktes
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

sich
verstecken
.
ebenso
hÃ

Â
¤
lt
er
es
auch
mit
Beute
,
GefÃ

Â
¤
Ã

Â

en
,
Instrumenten
und
Zieraten
;
er
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
nur
die
untere
FlÃ

Â
¤
che
sehen
,
die
obere
verliert
sich
ebenfalls
nach
denselben
Regeln
.
wie
er
denn
Ã

Â
¼
berhaupt
VerkÃ

Â
¼
rzungen
darzustellen
besonders
geschickt
war
"
.
mit
einem
solchen
(
*
)
Sternchen
haben
wir
vorhin
eine
LÃ

Â
¼
cke
angedeutet
,
die
wir
nunmehr
ausfÃ

Â
¼
llen
wollen
.
Vasari
glaubt
in
einem
nahe
vor
dem
Triumphwagen
stehenden
JÃ

Â
¼
ngling
einen
Soldaten
zu
sehen
,
der
den
Sieger
mitten
in
der
Herrlichkeit
des
Festzuges
mit
Schimpf-
und
SchmÃ

Â
¤
hreden
zu
demÃ

Â
¼
tigen
gedenkt
,
welche
Art
von
Ã

Â
¼
bermÃ

Â
¼
tiger
Gewohnheit
aus
dem
Altertume
wohl
Ã

Â
¼
berliefert
wird
.
allein
wir
glauben
die
Sache
anders
auslegen
zu
mÃ

Â
¼
ssen
;
der
vor
dem
Wagen
stehende
JÃ

Â
¼
ngling
hÃ

Â
¤
lt
auf
einer
Stange
,
gleichsam
als
Feldzeichen
,
einen
Kranz
,
in
welchem
die
Worte
veni
,
vidi
,
vici
eingeschrieben
sind
;
dies
mÃ

Â
¶
chte
also
wohl
dem
SchluÃ

Â

die
Krone
aufsetzen
.
denn
wenn
vorher
auf
mancherlei
BÃ

Â
¤
ndern
und
Banderolen
an
Zinken
und
Posaunen
,
auf
Tafeln
und
TÃ

Â
¤
felchen
schon
CÃ

Â
¤
sar
genannt
und
also
diese
Feierlichkeit
auf
ihn
bezogen
wird
,
so
ist
doch
hier
zum
AbschluÃ

Â

das
hÃ

Â
¶
chste
Verdienst
einer
entscheidenden
Schnelligkeit
verkÃ

Â
¼
ndet
und
ihm
von
einem
frohen
AnhÃ

Â
¤
nger
vorgehalten
,
woran
bei
genauerer
Betrachtung
wohl
kein
Zweifel
Ã

Â
¼
brigbleiben
mÃ

Â
¶
chte
.
(
**
)
.
das
zweite
Zeichen
deutet
abermals
auf
eine
vom
Vasari
abweichende
Meinung
.
wir
fragten
nÃ

Â
¤
mlich
,
da
auf
dem
Andreanischen
Blatte
Nr.
7
dieser
vom
Vasari
gerÃ

Â
¼
hmte
Dorn
nicht
zu
entdecken
war
,
bei
Herrn
Dr.
Noehden
in
London
an
,
inwiefern
das
GemÃ

Â
¤
lde
hierÃ

Â
¼
ber
Auskunft
gebe
;
er
eilte
dieser
und
einiger
andern
Anfragen
wegen
gefÃ

Â
¤
lligst
nach
Hamptoncourt
und
lieÃ

Â

nach
genauer
Untersuchung
sich
folgendermaÃ

Â

en
vernehmen
:
"
an
der
linken
Seite
der
Mutter
ist
ein
Knabe
(
vielleicht
drei
Jahre
alt
)
,
welcher
an
dieselbe
hinaufklimmen
will
.
er
hebt
sich
auf
der
Zehe
des
rechten
FuÃ

Â

es
,
seine
rechte
Hand
faÃ

Â

t
das
Gewand
der
Mutter
,
welche
ihre
Linke
nach
ihm
herabgestreckt
und
mit
derselben
seinen
linken
Arm
ergriffen
hat
,
um
ihm
aufzuhelfen
.
der
linke
FuÃ

Â

des
Knaben
hat
sich
vom
Boden
gehoben
,
dem
Anscheine
nach
bloÃ

Â

zufolge
des
aufstrebenden
KÃ

Â
¶
rpers
.
ich
hÃ

Â
¤
tte
es
nie
erraten
,
daÃ

Â

ein
Dorn
in
diesen
FuÃ

Â

getreten
,
oder
der
FuÃ

Â

auf
irgendeine
andere
Weise
verwundet
wÃ

Â
¤
re
,
da
das
Bild
,
wenn
meine
Augen
nicht
ganz
wunderlich
trÃ

Â
¼
gen
,
gewiÃ

Â

nichts
von
der
Art
zeigt
.
das
Bein
ist
zwar
steif
aufgezogen
,
welches
sich
freilich
zu
einem
verwunderten
FuÃ

Â

e
passen
wÃ

Â
¼
rde
;
aber
dies
reimt
sich
ebenso
gut
mit
dem
bloÃ

Â

in
die
HÃ

Â
¶
he
strebenden
KÃ

Â
¶
rper
.
der
ganz
schmerzlose
Ausdruck
des
Gesichtes
bei
dem
Knaben
,
welcher
heiter
und
froh
,
obgleich
begierig
,
hinaufsieht
,
und
der
ruhige
Blick
der
herabsehenden
Mutter
scheinen
mir
der
angenommenen
Verletzung
ganz
zu
widersprechen
.
an
dem
FuÃ

Â

e
selbst
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
man
doch
wohl
eine
Spur
der
Verwundung
,
z.
B.
einen
fallenden
Blutstropfen
bemerken
;
aber
durchaus
nichts
Ã

Â

hnliches
ist
zu
erblicken
.
es
ist
unmÃ

Â
¶
glich
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
,
wenn
er
ein
solches
Bild
dem
Zuschauer
hÃ

Â
¤
tte
eindrÃ

Â
¼
cken
wollen
,
es
so
zweifelhaft
und
versteckt
gelassen
haben
kÃ

Â
¶
nnte
.
um
ganz
ohne
Vorurteil
bei
der
Sache
zu
verfahren
,
fragte
ich
den
Diener
,
welcher
die
Zimmer
und
GemÃ

Â
¤
lde
im
Schlosse
zu
Hamptoncourt
zeigt
und
der
mehrere
Jahre
lang
dieses
GeschÃ

Â
¤
ft
verwaltet
hat
,
einen
ganz
mechanischen
kenntnislosen
Menschen
,
ob
er
etwas
von
einem
verwundeten
FuÃ

Â

e
oder
einem
Dornstich
an
dem
Knaben
bemerkte
.
ich
wollte
sehen
,
welchen
Eindruck
die
Darstellung
auf
das
gemeine
Auge
und
den
gemeinen
Verstand
machte
.
'
nein
'
,
war
die
Antwort
,
'
davon
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
nichts
erkennen
:
es
kann
nicht
sein
,
der
Knabe
sieht
ja
viel
zu
heiter
und
froh
aus
,
als
daÃ

Â

man
ihn
sich
verwundet
denken
kÃ

Â
¶
nnte
'
.
Ã

Â
¼
ber
den
linken
Arm
der
Mutter
ist
,
so
wie
bei
dem
rechten
,
ein
rotes
Tuch
oder
Shawl
geworfen
,
und
die
linke
Brust
ist
ebenfalls
ganz
entblÃ

Â
¶
Ã

Â

t.
hinter
dem
Knaben
,
zur
linken
Seite
der
Mutter
,
steht
gebÃ

Â
¼
ckt
eine
Ã

Â
¤
ltliche
Frau
,
mit
rotem
Schleiertuche
Ã

Â
¼
ber
dem
Kopfe
.
ich
halte
sie
fÃ

Â
¼
r
die
GroÃ

Â

mutter
des
Knaben
,
da
sie
so
teilnehmend
um
ihn
beschÃ

Â
¤
ftigt
ist
.
in
ihrem
Gesichte
ist
auch
nichts
von
Mitleiden
,
welches
doch
wahrscheinlich
ausgedrÃ

Â
¼
ckt
worden
wÃ

Â
¤
re
,
wenn
das
Enkelchen
an
einer
Dornwunde
litte
.
in
der
rechten
Hand
scheint
sie
die
Kopfbedeckung
des
Knaben
(
ein
HÃ

Â
¼
tchen
oder
KÃ

Â
¤
ppchen
)
zu
halten
,
und
mit
der
linken
berÃ

Â
¼
hrt
sie
den
Kopf
desselben
"
.
5.
sieht
man
nun
die
ganze
Stelle
,
wodurch
uns
Vasari
Ã

Â
¼
ber
diesen
Triumphzug
hat
belehren
wollen
,
mit
lebendigem
Blick
an
,
so
empfindet
man
alsbald
den
inneren
Mangel
einer
solchen
Vortragsweise
;
sie
erregt
in
unserer
Einbildungskraft
nur
einen
wÃ

Â
¼
sten
Wirrwarr
und
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
kaum
ahnen
,
daÃ

Â

jene
Einzelnheiten
sich
klar
in
eine
wohlgedachte
Folge
reihen
wÃ

Â
¼
rden
.
schon
darin
hat
es
Vasari
gleich
anfangs
versehen
,
daÃ

Â

er
von
hinten
anfÃ

Â
¤
ngt
und
vor
allem
auf
die
schÃ

Â
¶
ne
Verziertheit
des
Triumphwagens
merken
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
;
daraus
folgt
denn
,
daÃ

Â

es
ihm
unmÃ

Â
¶
glich
wird
,
die
voraustretenden
gedrÃ

Â
¤
ngten
,
aber
doch
gesonderten
Scharen
ordnungsgemÃ

Â
¤
Ã

Â

aufeinander
folgen
zu
lassen
;
vielmehr
greift
er
auffallende
GegenstÃ

Â
¤
nde
zufÃ

Â
¤
llig
heraus
,
daher
denn
eine
nicht
zu
entwirrende
Verwickelung
entsteht
.
wir
wollen
ihn
aber
deshalb
nicht
schelten
,
weil
er
von
Bildern
spricht
,
die
ihm
vor
Augen
stehen
,
von
denen
er
glaubt
,
daÃ

Â

jedermann
sie
sehen
wird
.
auf
seinem
Standpunkte
konnte
die
Absicht
nicht
sein
,
sie
den
Abwesenden
oder
gar
KÃ

Â
¼
nftigen
,
wenn
die
Bilder
verlorengegangen
,
zu
vergegenwÃ

Â
¤
rtigen
.
ist
dieses
doch
auch
die
Art
der
Alten
,
die
uns
oft
in
Verzweiflung
bringt
.
wie
anders
hÃ

Â
¤
tte
Pausanias
verfahren
mÃ

Â
¼
ssen
,
wenn
er
sich
des
Zweckes
hÃ

Â
¤
tte
bewuÃ

Â

t
sein
kÃ

Â
¶
nnen
,
uns
durch
Worte
Ã

Â
¼
ber
den
Verlust
herrlicher
Kunstwerke
zu
trÃ

Â
¶
sten
!
die
Alten
sprachen
als
gegenwÃ

Â
¤
rtig
zu
GegenwÃ

Â
¤
rtigen
,
und
da
bedarf
es
nicht
vieler
Worte
.
den
absichtlichen
RedekÃ

Â
¼
nsten
Philostrats
sind
wir
schuldig
,
daÃ

Â

wir
uns
einen
deutlichern
Begriff
von
verlornen
kÃ

Â
¶
stlichen
Bildern
aufzubauen
wagen
.
6.
Bartsch
in
seinem
Peintre
graveur
,
Band
XIII
,
Seite
234
,
spricht
unter
der
eilften
Nummer
der
Kupferstiche
des
Andreas
Mantegna
:
"
der
rÃ

Â
¶
mische
Senat
begleitet
einen
Triumph
.
die
Senatoren
richten
ihren
Schritt
gegen
die
rechte
Seite
,
auf
sie
folgen
mehrere
Krieger
,
die
man
zur
Linken
sieht
,
unter
welchen
einer
besonders
auffÃ

Â
¤
llt
,
der
mit
der
Linken
eine
Hellebarde
faÃ

Â

t
,
am
rechten
Arme
ein
ungeheures
Schild
tragend
.
der
Grund
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
zur
Rechten
ein
GebÃ

Â
¤
ude
sehen
,
zur
Linken
einen
runden
Turm
.
Mantegna
hat
dieses
Blatt
nach
einer
Zeichnung
gestochen
,
die
er
bei
seinem
Triumphzug
CÃ

Â
¤
sars
wahrscheinlich
benutzen
wollte
,
wovon
er
jedoch
keinen
Gebrauch
gemacht
hat
"
.
wie
wir
dieses
Blatt
auslegen
,
ist
in
dem
ersten
Aufsatze
Ã

Â
¼
ber
Mantegna
im
vorigen
StÃ

Â
¼
cke
zu
ersehen
;
deshalb
wir
unsere
Ã

Â

berzeugung
nicht
wiederholen
,
sondern
nur
bei
dieser
Gelegenheit
den
Dank
,
den
wir
unserm
verewigten
Bartsch
schuldig
sind
,
auch
von
unserer
Seite
gebÃ

Â
¼
hrend
abstatten
.
hat
uns
dieser
treffliche
Mann
in
den
Stand
gesetzt
,
die
bedeutendsten
und
mannigfaltigsten
Kenntnisse
mit
weniger
MÃ

Â
¼
he
zu
gewinnen
,
so
sind
wir
in
einem
andern
Betracht
auch
schuldig
,
ihn
als
Vorarbeiter
anzusehen
und
hie
und
da
,
besonders
in
Absicht
auf
die
gebrauchten
Motive
,
nachzuhelfen
;
denn
das
ist
ja
eben
eins
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Verdienste
der
Kupferstecherkunst
,
daÃ

Â

sie
uns
mit
der
Denkweise
so
vieler
KÃ

Â
¼
nstler
bekannt
macht
und
,
wenn
sie
uns
die
Farbe
entbehren
lehrt
,
das
geistige
Verdienst
der
Erfindung
auf
das
sicherste
Ã

Â
¼
berliefert
.
7.
um
nun
aber
sowohl
uns
als
andern
teilnehmenden
Kunstfreunden
den
vollen
GenuÃ

Â

des
Ganzen
zu
verschaffen
,
lieÃ

Â

en
wir
durch
unseren
geschickten
und
geÃ

Â
¼
bten
Kupferstecher
Schwerdgeburth
diesen
abschlieÃ

Â

enden
Nachzug
,
vÃ

Â
¶
llig
in
der
Dimension
der
Andreanischen
Tafeln
und
in
einer
den
Holzstock
sowohl
in
Umrissen
als
Haltung
nachahmenden
Zeichnungsart
,
ausfÃ

Â
¼
hren
,
und
zwar
in
umgekehrter
Richtung
,
so
daÃ

Â

die
Wandelnden
nach
der
Linken
zu
schreiten
.
und
so
legen
wir
dieses
Blatt
unmittelbar
hinter
den
Triumphwagen
CÃ

Â
¤
sars
,
wodurch
denn
,
wenn
die
zehn
BlÃ

Â
¤
tter
hintereinander
gesehen
werden
,
fÃ

Â
¼
r
den
geistreichen
Kenner
und
Liebhaber
das
anmutigste
Schauspiel
entsteht
,
indem
etwas
,
von
einem
der
auÃ

Â

erordentlichsten
Menschen
vor
mehr
als
dreihundert
Jahren
intentioniert
,
zum
erstenmal
zur
Anschauung
gebracht
wird
.
la
cena
,
pittura
in
muro
di
Giotto
.
nel
refettorio
del
Convento
di
S.
Croce
di
Firenze
,
J
A.
Ramboux
dis
.
,
Ferd
.
Ruschweyh
inc
.
Romae
1821
die
Weimarischen
Kunstfreunde
kÃ

Â
¶
nnten
sich
die
Anzeige
dieses
Kupferstichs
leicht
machen
und
nur
sagen
,
Herr
Ramboux
habe
Giottos
FreskogemÃ

Â
¤
lde
treufleiÃ

Â

ig
nachgezeichnet
und
Herr
Ruscheweyh
sei
als
Kupferstecher
wegen
der
angewendeten
groÃ

Â

en
Sorgfalt
und
reinlichen
Arbeit
nicht
weniger
zu
loben
.
sie
kÃ

Â
¶
nnten
etwa
ferner
noch
hinzusetzen
,
daÃ

Â

jeder
echte
verstÃ

Â
¤
ndige
Kunstliebhaber
eilen
soll
,
mit
diesen
BlÃ

Â
¤
ttern
seine
Sammlung
zu
bereichern
;
und
so
wÃ

Â
¤
re
die
Sache
wahrscheinlich
zu
jedermanns
Wohlgefallen
abgetan
und
besagte
W.
K.
F.
hÃ

Â
¤
tten
noch
dazu
ihrem
eigenen
Gewissen
nicht
das
geringste
vorzuwerfen
,
denn
alles
verhÃ

Â
¤
lt
sich
in
der
Tat
also
.
aber
es
haben
seit
geraumer
Zeit
schwere
Verirrungen
des
Geschmacks
sich
eingefunden
,
und
sie
mehren
sich
;
daher
liegt
uns
,
liegt
jedem
in
Sachen
der
Kunst
Unbefangenen
die
Pflicht
ob
,
bessere
Ã

Â

berzeugung
bei
dargebotener
Gelegenheit
auszusprechen
,
und
so
mÃ

Â
¼
ssen
wir
uns
auch
im
gegenwÃ

Â
¤
rtigen
Falle
zu
etwas
mehr
UmstÃ

Â
¤
ndlichkeit
entschlieÃ

Â

en
.
Werke
wie
das
Abendmahl
des
Giotto
werden
gewÃ

Â
¶
hnlich
aus
ganz
verschiedenen
Gesichtspunkten
und
in
entgegengesetztem
Sinne
beurteilt
.
Liebhaber
,
welche
Vorliebe
hegen
fÃ

Â
¼
r
die
alte
Schule
,
bewundern
die
SimplizitÃ

Â
¤
t
,
das
GemÃ

Â
¼
tvolle
,
Treuherzige
,
Eigenschaften
,
die
freilich
der
Kunst
unserer
Tage
sehr
zu
mangeln
pflegen
,
Ã

Â
¼
bersehen
aber
die
unzulÃ

Â
¤
ngliche
Kunstbeschaffenheit
der
Werke
aus
dem
vierzehnten
Jahrhundert
und
mÃ

Â
¶
chten
solche
gar
als
Muster
zur
Nachahmung
empfehlen
,
welches
vermutlich
auch
der
Fall
mit
den
BlÃ

Â
¤
ttern
des
Herrn
Ruscheweyh
nach
Giotto
sein
wird
.
andere
hingegen
regeln
ihr
Urteil
nach
unverdauten
SchÃ

Â
¶
nheitsbegriffen
,
verlangen
nie
weniger
als
das
Vollkommene
,
und
so
wie
jene
die
einzelnen
guten
Eigenschaften
unbedingt
preisen
,
ebenso
scheinen
diese
nur
nach
Fehlern
zu
spÃ

Â
¤
hen
;
sie
bemerken
die
ungleiche
LÃ

Â
¤
nge
der
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
am
Apollo
,
finden
am
Laokoon
einiges
nicht
richtig
,
versichern
,
daÃ

Â

am
borghesischen
Fechter
die
Linie
des
RÃ

Â
¼
ckens
mit
der
Linie
des
Vorderleibs
wenig
Ã

Â
¼
bereinstimme
u.
s.
w.
diesen
Gestrengen
ist
nun
freilich
der
alte
ehrliche
Giotto
mit
seinen
langen
steifen
Figuren
,
Proportions-
und
ZeichnungsmÃ

Â
¤
ngeln
und
SÃ

Â
¼
nden
wider
die
Perspektive
ein
Ã

Â

rgernis
.
sei
uns
aber
erlaubt
,
zwischen
beiderlei
Urteilen
in
die
Mitte
zu
treten
und
frei
ohne
Umschweife
zu
sagen
:
die
erstgenannten
irren
,
und
die
andern
verderben
uns
den
GenuÃ

Â

am
Kunstwerk
.
wahrhaft
nÃ

Â
¼
tzliches
PrÃ

Â
¼
fen
,
gerechtes
WÃ

Â
¼
rdigen
wird
nie
,
wofern
nicht
besondere
Zwecke
solches
erheischen
,
bei
den
Fehlern
verweilen
,
doch
dieselben
nicht
Ã

Â
¼
bersehen
;
das
Verdienstliche
aber
,
erscheine
dasselbe
in
welcher
Gestalt
es
wolle
,
anerkennen
,
immerfort
sich
erinnernd
,
wie
vom
Winter
nicht
Rosen
,
vom
FrÃ

Â
¼
hjahr
keine
Trauben
verlangt
werden
dÃ

Â
¼
rfen
;
das
heiÃ

Â

t
:
der
billige
verstÃ

Â
¤
ndige
Kunstrichter
lobt
und
tadelt
nicht
bloÃ

Â

nach
mehr
oder
weniger
Lust
und
Unlust
,
so
er
im
Anschauen
eines
Werks
empfindet
,
sondern
sein
Urteil
hat
jedesmal
die
Geschichte
der
Kunst
zur
Unterlage
,
er
berÃ

Â
¼
cksichtigt
sorgfÃ

Â
¤
ltig
Ort
und
Zeit
der
Entstehung
,
den
jedesmaligen
Zustand
der
Kunst
;
ferner
den
Geschmack
der
Schule
,
auch
den
eigentÃ

Â
¼
mlichen
des
Meisters
.
um
aber
auf
das
Abendmahl
des
Giotto
zurÃ

Â
¼
ckzukommen
,
so
ist
dasselbe
allerdings
ein
merkwÃ

Â
¼
rdiges
Bild
,
zwar
nicht
in
dem
Sinne
,
als
ob
es
sich
zum
Studium
eignet
fÃ

Â
¼
r
angehende
KÃ

Â
¼
nstler
:
denn
wer
hieran
den
guten
Geschmack
erwerben
,
sich
in
der
Zeichnung
und
andern
ebenso
notwendigen
Kunstfordernissen
festsetzen
wollte
,
verfehlte
sicherlich
seinen
Zweck
;
aber
in
kunsthistorischem
Betracht
und
fÃ

Â
¼
r
Denkende
ist
das
Werk
in
hohem
Grade
schÃ

Â
¤
tzbar
,
indem
es
Gelegenheit
gibt
,
zu
sehen
,
wie
der
reichbegabte
Giotto
den
Gegenstand
vom
Abendmahl
unseres
Herrn
sich
gedacht
,
jedoch
mit
kindlicher
,
der
schweren
Aufgabe
noch
nicht
gewachsener
Kunst
hinter
seinen
bessern
Absichten
und
Bestrebungen
zurÃ

Â
¼
ckbleiben
muÃ

Â

te
.
betrachtet
man
dagegen
denselben
Gegenstand
von
Leonardo
da
Vinci
ausgefÃ

Â
¼
hrt
,
so
ergibt
sich
aus
der
Vergleichung
beider
die
deutlichste
,
fruchtbarste
Ansicht
von
den
Fortschritten
,
welche
die
Kunst
neuerer
Zeit
im
Verlauf
von
nicht
viel
weniger
als
zwei
Jahrhunderten
gemacht
hat
,
weil
beide
,
Meister
von
bewundernswÃ

Â
¼
rdigen
Talenten
und
jeder
mit
Hinsicht
auf
seine
Zeit
groÃ

Â

zu
nennen
,
fÃ

Â
¼
r
ihre
Darstellungen
ungefÃ

Â
¤
hr
den
gleichen
Moment
wÃ

Â
¤
hlten
;
L.
da
Vinci
nÃ

Â
¤
mlich
den
,
wo
Christus
zu
den
JÃ

Â
¼
ngern
sagt
:
"
einer
unter
euch
wird
mich
verraten
"
.
(
Matth.
Kap.
26
,
V.
21.
)
Giotto
aber
scheint
vornehmlich
die
Stelle
(
V.
23
)
beachtet
zu
haben
,
wo
es
heiÃ

Â

t
:
"
der
mit
mir
in
die
SchÃ

Â
¼
ssel
tauchet
,
wird
mich
verraten
"
.
bei
ihm
verursacht
das
vom
Herrn
gesprochene
Wort
bloÃ

Â

eine
Unterredung
;
mehrere
der
Apostel
scheinen
sich
entschuldigen
zu
wollen
,
andere
sehen
wehmÃ

Â
¼
tig
aus
,
einer
(
der
vierte
,
Christo
zur
Rechten
sitzende
)
macht
die
GebÃ

Â
¤
rde
des
Entsetzens
,
Judas
langt
ruhig
sich
einen
Bissen
.
das
BemÃ

Â
¼
hen
des
Malers
,
dem
VerrÃ

Â
¤
ter
einen
von
den
Ã

Â
¼
brigen
Aposteln
unterschiedenen
,
gemeinern
Charakter
zu
geben
,
ist
jedoch
nicht
zu
verkennen
.
in
der
Darstellung
des
Leonard
da
Vinci
hingegen
waltet
die
Kunst
frei
,
und
war
schon
ausgebildet
genug
,
um
das
Schwerste
zu
unternehmen
.
das
Wort
,
die
Voraussagung
des
Herrn
,
es
werde
ihn
einer
der
mit
zu
Tische
Sitzenden
verraten
,
regt
die
ganze
Gesellschaft
urplÃ

Â
¶
tzlich
gewaltsam
auf
;
alle
fahren
zusammen
und
bilden
hÃ

Â
¶
chst
belebte
,
vortrefflich
angeordnete
Gruppen
;
alles
lebt
,
alles
ist
in
Bewegung
;
die
Mannigfaltigkeit
der
Affekte
,
der
GebÃ

Â
¤
rden
kann
nicht
grÃ

Â
¶
Ã

Â

er
sein
,
Gestalt
und
ZÃ

Â
¼
ge
einer
jeden
Figur
sind
mit
dem
,
was
sie
vornimmt
,
was
sie
leidet
,
ganz
Ã

Â
¼
bereinstimmend
,
der
Ausdruck
wahr
und
krÃ

Â
¤
ftig
;
Judas
erschrickt
,
fÃ

Â
¤
hrt
zurÃ

Â
¼
ck
und
stÃ

Â
¶
Ã

Â

t
das
vor
ihm
stehende
SalzfaÃ

Â

um
.
mehrere
dergleichen
bedeutende
ZÃ

Â
¼
ge
lieÃ

Â

en
sich
noch
angeben
,
allein
es
ist
genug
geschehen
,
um
das
NÃ

Â
¼
tzliche
,
Belehrende
einer
Vergleichung
beider
Werke
darzutun
.
Anfang
und
Vollendung
der
neuern
Kunst
dÃ

Â
¼
rften
durch
andere
Beispiele
kaum
wieder
so
anschaulich
und
hervortretend
gemacht
werden
kÃ

Â
¶
nnen
.
die
Externsteine
.
an
der
sÃ

Â
¼
dwestlichen
Grenze
der
Grafschaft
Lippe
zieht
sich
ein
langes
waldiges
Gebirg
hin
,
der
Lippische
Wald
,
sonst
auch
der
Teutoburger
Wald
genannt
,
und
zwar
in
der
Richtung
von
SÃ

Â
¼
dost
nach
Nordwest
;
die
Gebirgsart
ist
bunter
Sandstein
.
an
der
nordÃ

Â
¶
stlichen
Seite
gegen
das
flache
Land
zu
,
in
der
NÃ

Â
¤
he
der
Stadt
Horn
am
Ausgange
eines
Tales
,
stehen
,
abgesondert
vom
Gebirg
,
drei
bis
vier
einzelne
senkrecht
in
die
HÃ

Â
¶
he
strebende
Felsen
;
ein
Umstand
,
der
bei
genannter
Gebirgsart
nicht
selten
ist
.
ihre
ausgezeichnete
MerkwÃ

Â
¼
rdigkeit
erregte
von
den
frÃ

Â
¼
hsten
Zeiten
Ehrfurcht
;
sie
mochten
dem
heidnischen
Gottesdienst
gewidmet
sein
und
wurden
sodann
dem
christlichen
geweiht
.
der
kompakte
,
aber
leicht
zu
bearbeitende
Stein
gab
Gelegenheit
,
Einsiedeleien
und
Kapellen
auszuhÃ

Â
¶
hlen
,
die
Feinheit
des
Korns
erlaubte
sogar
,
Bildwerke
darin
zu
arbeiten
.
an
dem
ersten
und
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
dieser
Steine
ist
die
Abnahme
Christi
vom
Kreuz
,
in
LebensgrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
,
halb
erhaben
,
in
die
Felswand
eingemeiÃ

Â

elt
.
eine
treffliche
Nachbildung
dieses
merkwÃ

Â
¼
rdigen
Altertums
verdanken
wir
dem
KÃ

Â
¶
niglich
PreuÃ

Â

ischen
Hofbildhauer
Herrn
Rauch
,
welcher
dasselbe
im
Sommer
1823
gezeichnet
,
und
erwehrt
man
sich
auch
nicht
des
Vermutens
,
daÃ

Â

ein
zarter
Hauch
der
Ausbildung
dem
KÃ

Â
¼
nstler
des
neunzehnten
Jahrhunderts
angehÃ

Â
¶
re
,
so
ist
doch
die
Anlage
selbst
schon
bedeutend
genug
,
deren
Verdienst
einer
frÃ

Â
¼
heren
Epoche
nicht
abgesprochen
werden
kann
.
wenn
von
solchen
AltertÃ

Â
¼
mern
die
Rede
ist
,
muÃ

Â

man
immer
voraussagen
und
-
setzen
,
daÃ

Â

,
von
der
christlichen
Zeitrechnung
an
,
die
bildende
Kunst
,
die
sich
im
Nordwesten
niemals
hervortrat
,
nur
noch
im
SÃ

Â
¼
dosten
,
wo
sie
ehemals
den
hÃ

Â
¶
chsten
Grad
erreicht
,
sich
erhalten
,
wiewohl
nach
und
nach
verschlechtert
habe
.
der
Byzantiner
hatte
Schulen
oder
vielmehr
Gilden
der
Malerei
,
der
Mosaik
,
des
Schnitzwerks
;
auch
wurzelten
diese
und
rankten
um
so
fester
,
als
die
christliche
Religion
eine
von
den
Heiden
ererbte
Leidenschaft
,
sich
an
Bildern
zu
erfreuen
und
zu
erbauen
,
unablÃ

Â
¤
ssig
forthegte
und
daher
dergleichen
sinnliche
Darstellungen
geistiger
und
heiliger
GegenstÃ

Â
¤
nden
auf
einen
solchen
Grad
vermehrte
,
daÃ

Â

Vernunft
und
Politik
empÃ

Â
¶
rt
sich
dagegen
zu
strÃ

Â
¤
uben
anfingen
,
wodurch
denn
das
groÃ

Â

te
Unheil
entschiedener
Spaltungen
der
morgenlÃ

Â
¤
ndischen
Kirche
bewirkt
ward
.
im
Westen
war
dagegen
alle
FÃ

Â
¤
higkeit
,
irgendeine
Gestalt
hervorzubringen
,
wenn
sie
je
dagewesen
,
vÃ

Â
¶
llig
verloren
.
die
eindringenden
VÃ

Â
¶
lker
hatten
alles
,
was
in
frÃ

Â
¼
herer
Zeit
dahin
gewandert
sein
mochte
,
weggeschwemmt
,
eine
Ã

Â
¶
de
,
bildlose
Landweite
war
entstanden
;
wie
man
aber
,
um
ein
unausweichliches
BedÃ

Â
¼
rfnis
zu
befriedigen
,
sich
Ã

Â
¼
berall
nach
den
Mitteln
umsieht
,
auch
der
KÃ

Â
¼
nstler
sich
immer
gern
dahin
begibt
,
wo
man
sein
bedarf
,
so
konnte
es
nicht
fehlen
,
daÃ

Â

nach
einiger
Beruhigung
der
Welt
,
bei
Ausbreitung
des
christlichen
Glaubens
,
zu
Bestimmung
der
Einbildungskraft
die
Bilder
im
nÃ

Â
¶
rdlichen
Westen
gefordert
und
Ã

Â
¶
stliche
KÃ

Â
¼
nstler
dahin
gelockt
wurden
.
ohne
also
weitlÃ

Â
¤
ufiger
zu
sein
,
geben
wir
gerne
zu
,
daÃ

Â

ein
mÃ

Â
¶
nchischer
KÃ

Â
¼
nstler
unter
den
Scharen
der
Geistlichen
,
die
der
erobernde
Hof
Karl
des
GroÃ

Â

en
nach
sich
zog
,
dieses
Werk
kÃ

Â
¶
nne
verfertigt
haben
.
solche
Techniker
,
wie
noch
jetzt
unsere
Stukkatoren
und
Arabeskenmaler
,
fÃ

Â
¼
hrten
Muster
mit
sich
,
wornach
sie
auch
deshalb
genau
arbeiteten
,
weil
die
einmal
gegebene
Gestalt
sich
zu
sicherem
,
andÃ

Â
¤
chtigem
Behuf
immerfort
identisch
eindrÃ

Â
¼
cken
und
so
ihre
Wahrheit
bestÃ

Â
¤
rken
sollte
.
wie
dem
nun
auch
sei
,
so
ist
das
gegenwÃ

Â
¤
rtig
in
Frage
stehende
Kunstwerk
seiner
Art
und
Zeit
nach
gut
,
echt
und
ein
Ã

Â
¶
stliches
Altertum
zu
nennen
,
und
da
die
treffliche
Abbildung
jedermann
im
Steindruck
zugÃ

Â
¤
nglich
sein
wird
,
so
wenden
wir
unsere
Aufmerksamkeit
zuerst
auf
die
gestauchte
Form
des
Kreuzes
,
die
sich
der
gleichschenkligen
des
griechischen
annÃ

Â
¤
hert
;
sodann
aber
auf
Sonn
'
und
Mond
,
welche
in
den
obern
Winkeln
zu
beiden
Seiten
sichtbar
sind
und
in
ihren
Scheiben
zwei
Kinder
sehen
lassen
,
auf
welchen
besonders
unsere
Betrachtung
ruht
.
es
sind
halbe
Figuren
,
mit
gesenkten
KÃ

Â
¶
pfen
,
vorgestellt
wie
sie
groÃ

Â

e
herabsinkende
VorhÃ

Â
¤
nge
halten
,
als
wenn
sie
damit
ihr
Angesicht
verbergen
und
ihre
TrÃ

Â
¤
nen
abtrocknen
wollten
.
daÃ

Â

dieses
aber
eine
uralte
sinnliche
Vorstellung
der
orientalischen
Lehre
,
welche
zwei
Prinzipien
annimmt
,
gewesen
sei
,
erfahren
wir
durch
Simplicius
'
Auslegung
zu
Epiktet
,
indem
derselbe
im
vierunddreiÃ

Â

igsten
Abschnitt
spottend
sagt
:
"
ihre
ErklÃ

Â
¤
rung
der
Sonn-
und
Mondfinsternisse
legt
eine
zum
Erstaunen
hohe
Gelehrsamkeit
an
den
Tag
:
denn
sie
sagen
,
weil
die
Ã

Â

bel
,
die
mit
dem
Bau
der
Welt
verflochten
sind
,
durch
ihre
Bewegungen
viel
Verwirrung
und
Aufruhr
machen
,
so
ziehen
die
Himmelslichter
gewisse
VorhÃ

Â
¤
nge
vor
,
damit
sie
an
jenem
GewÃ

Â
¼
hl
nicht
den
mindesten
Teil
nehmen
,
und
die
Finsternisse
seien
nichts
anders
als
dieses
Verbergen
der
Sonne
oder
des
Mondes
hinter
ihrem
Vorhang
"
.
nach
diesen
historischen
Grundlagen
gehen
wir
noch
etwas
weiter
und
bedenken
,
daÃ

Â

Simplicius
mit
mehreren
Philosophen
aus
dem
Abendlande
um
die
Zeit
des
Manes
nach
Persien
wanderte
,
welcher
ein
geschickter
Maler
oder
doch
mit
einem
solchen
verbÃ

Â
¼
ndet
gewesen
zu
sein
scheint
,
indem
er
sein
Evangelium
mit
wirksamen
Bildern
schmÃ

Â
¼
ckte
und
ihm
dadurch
den
besten
Eingang
verschaffte
.
und
so
wÃ

Â
¤
re
es
wohl
mÃ

Â
¶
glich
,
daÃ

Â

sich
diese
Vorstellung
von
dort
herschriebe
,
da
ja
die
Argumente
des
Simplicius
gegen
die
Lehre
von
zwei
Prinzipien
gerichtet
sind
.
doch
da
in
solchen
historischen
Dingen
aus
strenger
Untersuchung
immer
mehr
UngewiÃ

Â

heit
erfolgt
,
so
wollen
wir
uns
nicht
allzu
fest
hierauf
lehnen
,
sondern
nur
andeuten
,
daÃ

Â

diese
Vorstellung
des
Externsteins
einer
uralten
orientalischen
Denkweise
gemÃ

Â
¤
Ã

Â

gebildet
sei
.
Ã

Â
¼
brigens
hat
die
Komposition
des
Bildes
wegen
Einfalt
und
Adel
wirkliche
VorzÃ

Â
¼
ge.
ein
den
Leichnam
herablassender
Teilnehmer
scheint
auf
einen
niedrigen
Baum
getreten
zu
sein
,
der
sich
durch
die
Schwere
des
Mannes
umbog
,
wodurch
denn
die
immer
unangenehme
Leiter
vermieden
ist
.
der
Aufnehmende
ist
anstÃ

Â
¤
ndig
gekleidet
,
ehrwÃ

Â
¼
rdig
und
ehrerbietig
hingestellt
.
vorzÃ

Â
¼
glich
aber
loben
wir
den
Gedanken
,
daÃ

Â

der
Kopf
des
herabsinkenden
Heilandes
an
das
Antlitz
der
zur
Rechten
stehenden
Mutter
sich
lehnt
,
ja
durch
ihre
Hand
sanft
angedrÃ

Â
¼
ckt
wird
;
ein
schÃ

Â
¶
nes
,
wÃ

Â
¼
rdiges
Zusammentreffen
,
das
wir
nirgends
wiedergefunden
haben
,
ob
es
gleich
der
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
einer
so
erhabenen
Mutter
zukommt
.
in
spÃ

Â
¤
teren
Vorstellungen
erscheint
sie
dagegen
heftig
in
Schmerz
ausbrechend
,
sodann
in
dem
SchoÃ

Â

ihrer
Frauen
ohnmÃ

Â
¤
chtig
liegend
,
bis
sie
zuletzt
,
bei
Daniel
von
Volterra
,
rÃ

Â
¼
cklings
quer
hingestreckt
,
unwÃ

Â
¼
rdig
auf
dem
Boden
gesehen
wird
.
aus
einer
solchen
das
Bild
durchschneidenden
horizontalen
Lage
der
Mutter
jedoch
haben
sich
die
KÃ

Â
¼
nstler
wahrscheinlich
deshalb
nicht
wieder
herausgefunden
,
weil
eine
solche
Linie
,
als
Kontrast
des
schroff
in
die
HÃ

Â
¶
he
stehenden
Kreuzes
,
unerlÃ

Â
¤
Ã

Â

lich
scheint
.
daÃ

Â

eine
Spur
des
ManichÃ

Â
¤
ismus
durch
das
Ganze
gehe
,
mÃ

Â
¶
chte
sich
auch
noch
durch
den
Umstand
bekrÃ

Â
¤
ftigen
,
daÃ

Â

,
wenn
Gott
der
Vater
sich
Ã

Â
¼
ber
dem
Kreuze
mit
der
Siegsfahne
zeigt
,
in
einer
HÃ

Â
¶
hle
unter
dem
Boden
ein
paar
hart
gegeneinander
knieende
MÃ

Â
¤
nner
von
einem
lÃ

Â
¶
wenklauigen
Schlangendrachen
als
dem
bÃ

Â
¶
sen
Prinzip
umschlungen
sind
,
welche
,
da
die
beiden
HauptweltmÃ

Â
¤
chte
einander
das
Gleichgewicht
halten
,
durch
das
obere
groÃ

Â

e
Opfer
kaum
zu
retten
sein
mÃ

Â
¶
chten
.
und
nun
vergessen
wir
nicht
anzufÃ

Â
¼
hren
,
daÃ

Â

in
d'
Agincourts
Werk
Histoire
des
Arts
par
les
Monuments
,
und
zwar
auf
dessen
163.
Tafel
,
eine
Ã

Â
¤
hnliche
Vorstellung
vorhanden
ist
,
wo
auf
einem
GemÃ

Â
¤
lde
,
die
Kreuzabnahme
vorstellend
,
oben
an
der
einen
Seite
der
Sonnenknabe
deutlich
zu
sehen
ist
,
indessen
der
Mondknabe
durch
die
Unbilden
der
Zeit
ausgelÃ

Â
¶
scht
worden
.
nun
aber
zum
SchluÃ

Â

werd
'
ich
erinnert
,
daÃ

Â

Ã

Â
¤
hnliche
Abbildungen
in
den
Mithratafeln
zu
sehen
seien
,
weshalb
ich
denn
die
erste
Tafel
aus
Thomas
Hyde
Historia
religionis
veterum
Persarum
bezeichne
,
wo
die
alten
GÃ

Â
¶
tter
Sol
und
Luna
noch
aus
Wolken
oder
hinter
Gebirgen
in
erhobener
Arbeit
hervortreten
,
sodann
aber
die
Tafeln
XIX
und
XX
zu
Heinrich
Seels
Mithrageheimnissen
,
Aarau
1823
,
noch
anfÃ

Â
¼
hre
,
wo
die
genannten
Gottheiten
in
flachvertieften
Schalen
wenig
erhÃ

Â
¶
ht
symbolisch
gebildet
sind
.
Christus
.
nebst
zwÃ

Â
¶
lf
alt-
und
neutestamentlichen
Figuren
,
den
Bildhauern
vorgeschlagen
.
wenn
wir
den
Malern
abgeraten
,
sich
vorerst
mit
biblischen
GegenstÃ

Â
¤
nden
zu
beschÃ

Â
¤
ftigen
,
so
wenden
wir
uns
,
um
die
hohe
Ehrfurcht
,
die
wir
vor
jenem
Zyklus
hegen
,
zu
betÃ

Â
¤
tigen
,
an
die
Bildhauer
und
denken
hier
die
Angelegenheit
im
GroÃ

Â

en
zu
behandeln
.
es
ist
uns
schmerzlich
zu
vernehmen
,
wenn
man
einen
Plastiker
auffordert
,
Christus
und
seine
Apostel
in
einzelnen
Bildnissen
aufzustellen
;
Raffael
hat
es
mit
Geist
und
Heiterkeit
einmal
malerisch
behandelt
,
und
nun
sollte
man
es
dabei
bewenden
lassen
.
wo
soll
der
Plastiker
die
Charaktere
hernehmen
,
um
sie
genugsam
zu
sondern
?
die
Zeichen
des
MÃ

Â
¤
rtyrertums
sind
der
neuern
Welt
nicht
anstÃ

Â
¤
ndig
genÃ

Â
¼
gend
,
der
KÃ

Â
¼
nstler
will
die
Bestellung
nicht
abweisen
,
und
da
bleibt
ihm
denn
zuletzt
nichts
Ã

Â
¼
brig
,
als
wackern
,
wohlgebildeten
MÃ

Â
¤
nnern
Ellen
auf
Ellen
Tuch
um
den
Leib
zu
drapieren
,
mehr
als
sie
je
in
ihrem
ganzen
Leben
mÃ

Â
¶
chten
gebraucht
haben
.
in
einer
Art
von
Verzweiflung
,
die
uns
immer
ergreift
,
wenn
wir
miÃ

Â

geleitete
oder
miÃ

Â

brauchte
schÃ

Â
¶
ne
Talente
zu
bedauern
haben
,
bildete
sich
bei
mir
der
Gedanke
,
dreizehn
Figuren
aufzustellen
,
in
welchen
der
ganze
biblische
Zyklus
begriffen
werden
kÃ

Â
¶
nnte
,
welches
wir
denn
mit
gutem
Wissen
und
Gewissen
hiedurch
mitteilen
.
I.
Adam
,
in
vollkommen
menschlicher
Kraft
und
SchÃ

Â
¶
nheit
;
ein
Kanon
,
nicht
wie
der
Heldenmann
,
sondern
wie
der
fruchtreiche
,
weichstarke
Vater
der
Menschen
zu
denken
sein
mÃ

Â
¶
chte
;
mit
dem
Fell
bekleidet
,
das
,
seine
Nacktheit
zu
decken
,
ihm
von
oben
gegeben
ward
.
zu
der
Bildung
seiner
GesichtszÃ

Â
¼
ge
wÃ

Â
¼
rden
wir
den
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ten
Meister
auffordern
.
der
Urvater
sieht
mit
ernstem
Blick
,
halb
traurig
lÃ

Â
¤
chelnd
,
auf
einen
derben
,
tÃ

Â
¼
chtigen
Knaben
,
dem
er
die
rechte
Hand
aufs
Haupt
legt
,
indem
er
mit
der
linken
das
Grabscheit
,
als
von
der
Arbeit
ausruhend
,
nachlÃ

Â
¤
ssig
sinken
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
der
erstgeborne
Knabe
,
ein
tÃ

Â
¼
chtiger
Junge
,
erwÃ

Â
¼
rgt
mit
wildem
Kindesblick
und
krÃ

Â
¤
ftigen
FÃ

Â
¤
usten
ein
paar
Drachen
,
die
ihn
bedrohen
wollten
,
wozu
der
Vater
,
gleichsam
Ã

Â
¼
ber
den
Verlust
des
Paradieses
getrÃ

Â
¶
stet
,
hinsieht
.
wir
stellen
bloÃ

Â

das
Bild
dem
KÃ

Â
¼
nstler
vor
die
Augen
,
es
ist
fÃ

Â
¼
r
sich
deutlich
und
rein
,
was
man
hinzudenken
kann
,
ist
gering
.
II
.
Noah
,
als
Winzer
,
leicht
gekleidet
und
geschÃ

Â
¼
rzt
,
aber
doch
schon
gegen
das
Tierfell
anmutig
kontrastierend
,
einen
reich
behangenen
Rebestock
in
der
linken
Hand
,
einen
Becher
,
den
er
zutraulich
hinweist
,
in
der
rechten
.
sein
Gesicht
edelheiter
,
leicht
von
dem
Geiste
des
Weins
belebt
.
er
muÃ

Â

die
zufriedene
Sicherheit
seiner
selbst
andeuten
,
ein
behagliches
BewuÃ

Â

tsein
,
daÃ

Â

,
wenn
er
auch
die
Menschen
von
wirklichen
Ã

Â

beln
nicht
zu
befreien
vermÃ

Â
¶
ge
,
er
ihnen
doch
ein
Mittel
,
das
gegen
Sorge
und
Kummer
,
wenn
auch
nur
augenblicklich
,
wirken
solle
,
darzureichen
das
GlÃ

Â
¼
ck
habe
.
III
.
Moses
.
diesen
Heroen
kann
ich
mir
freilich
nicht
anders
als
sitzend
denken
,
und
ich
erwehre
mich
dessen
um
so
weniger
,
als
ich
um
der
Abwechselung
willen
auch
wohl
einen
Sitzenden
und
in
dieser
Lage
Ruhenden
mÃ

Â
¶
chte
dargestellt
sehen
.
wahrscheinlich
hat
die
Ã

Â
¼
berkrÃ

Â
¤
ftige
Statue
des
Michel
Angelo
am
Grabe
Julius
'
des
Zweiten
sich
meiner
Einbildungskraft
dergestalt
bemÃ

Â
¤
chtigt
,
daÃ

Â

ich
nicht
von
ihr
loskommen
kann
;
auch
sei
deswegen
das
fernere
Nachdenken
und
Erfinden
dem
KÃ

Â
¼
nstler
und
Kenner
Ã

Â
¼
berlassen
.
IV
.
David
darf
nicht
fehlen
,
ob
er
mir
gleich
auch
als
eine
schwierige
Aufgabe
erscheint
.
den
Hirtensohn
,
GlÃ

Â
¼
cksritter
,
Helden
,
SÃ

Â
¤
nger
,
KÃ

Â
¶
nig
und
Frauenlieb
in
einer
Person
,
oder
eine
vorzÃ

Â
¼
gliche
Eigenschaft
derselben
hervorgehoben
darzustellen
,
mÃ

Â
¶
ge
dem
genialen
KÃ

Â
¼
nstler
glÃ

Â
¼
cken
.
V.
Jesaias
.
FÃ

Â
¼
rstensohn
,
Patriot
und
Prophet
,
ausgezeichnet
durch
eine
wÃ

Â
¼
rdige
,
warnende
Gestalt
.
kÃ

Â
¶
nnte
man
durch
irgendeine
Ã

Â

berlieferung
dem
KostÃ

Â
¼
m
jener
Zeiten
beikommen
,
so
wÃ

Â
¤
re
das
hier
von
groÃ

Â

em
Werte
.
VI
.
Daniel
.
diesen
getrau
'
ich
mir
schon
nÃ

Â
¤
her
zu
bezeichnen
.
ein
heiteres
,
lÃ

Â
¤
ngliches
,
wohlgebildetes
Gesicht
,
schicklich
bekleidet
,
von
langem
lockigem
Haar
,
schlanke
zierliche
Gestalt
,
enthusiastisch
in
Blick
und
Bewegung
.
da
er
in
der
Reihe
zunÃ

Â
¤
chst
an
Christum
zu
stehen
kommt
,
wÃ

Â
¼
rd
'
ich
ihn
gegen
diesen
gewendet
vorschlagen
,
gleichsam
im
Geiste
den
VerkÃ

Â
¼
ndeten
vorausschauend
.
VII
.
wenn
wir
uns
vorstellen
,
in
eine
Basilika
eingetreten
zu
sein
und
im
Vorschreiten
links
die
beschriebenen
Gestalten
betrachtet
zu
haben
,
so
gelangen
wir
nun
in
der
Mitte
vor
Christus
selbst
,
welcher
als
hervortretend
aus
dem
Grabe
darzustellen
ist
.
die
herabsinkenden
GrabestÃ

Â
¼
cher
werden
Gelegenheit
geben
,
den
gÃ

Â
¶
ttlich
aufs
neue
Belebten
in
verherrlichter
Mannesnatur
und
schicklicher
Nacktheit
darzustellen
,
zur
VersÃ

Â
¶
hnung
,
daÃ

Â

wir
ihn
sehr
unschicklich
gemartert
,
sehr
oft
nackt
am
Kreuze
und
als
Leichnam
sehen
muÃ

Â

ten.
es
wird
dieses
eine
der
schÃ

Â
¶
nsten
Aufgaben
fÃ

Â
¼
r
den
KÃ

Â
¼
nstler
werden
,
welche
unsres
Wissens
noch
niemals
glÃ

Â
¼
cklich
gelÃ

Â
¶
st
worden
ist
.
VIII
.
gehen
wir
nun
an
der
andern
Seite
hinunter
und
betrachten
die
sechs
folgenden
neutestamentlichen
Gestalten
,
so
finden
wir
den
JÃ

Â
¼
nger
Johannes
.
diesem
wÃ

Â
¼
rden
wir
ein
rundliches
Gesicht
,
krause
Haare
und
durchaus
eine
derbere
Gestalt
als
dem
Daniel
geben
,
um
durch
jenen
das
sehnsÃ

Â
¼
chtige
Liebestreben
nach
dem
HÃ

Â
¶
chsten
,
hier
die
befriedigte
Liebe
in
der
herrlichsten
Gegenwart
auszudrÃ

Â
¼
cken
.
bei
solchen
Kontrasten
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
auf
eine
zarte
,
kaum
den
Augen
bemerkbare
Weise
die
Idee
darstellen
,
von
welcher
wir
eigentlich
ergriffen
sind
.
IX
.
MatthÃ

Â
¤
us
,
der
Evangelist
.
diesen
wÃ

Â
¼
rden
wir
vorstellen
als
einen
ernsten
,
stillen
Mann
von
entschieden
ruhigem
Charakter
.
ein
Genius
,
wie
ihm
ja
immer
zugeteilt
wird
,
hier
aber
in
Knabengestalt
,
wÃ

Â
¼
rde
ihm
beigesellt
,
der
in
flach
erhobener
Arbeit
eine
Platte
ausmeiÃ

Â

elt
,
auf
deren
sichtbarem
Teil
man
die
Verehrung
des
auf
der
Mutter
SchoÃ

Â

e
sitzenden
Jesuskindlein
durch
einen
KÃ

Â
¶
nig
,
im
Fernen
durch
einen
Hirten
mit
Andeutungen
von
folgenden
zu
sehen
hÃ

Â
¤
tte
.
der
Evangelist
,
ein
TÃ

Â
¤
felchen
in
der
Linken
,
einen
Griffel
in
der
Rechten
,
blickt
heiter
aufmerksam
nach
dem
Vorbilde
,
als
einer
,
der
augenblicklich
niederschreiben
will
.
wir
sehen
diese
Gestalt
mit
ihrer
Umgebung
auf
mannigfaltige
Weise
freudig
im
Geiste
.
wir
betrachten
Ã

Â
¼
berhaupt
diesen
dem
Sinne
nach
als
das
Gegenbild
von
Moses
und
wÃ

Â
¼
nschen
,
daÃ

Â

der
KÃ

Â
¼
nstler
tiefen
Geistes
hier
Gesetz
und
Evangelium
in
Kontrast
bringe
;
jener
hat
die
schon
eingegrabenen
starren
Gebote
im
Urstein
,
dieser
ist
im
Begriff
,
das
lebendige
Ereignis
leicht
und
schnell
aufzufassen
.
jenem
mÃ

Â
¶
chte
ich
keinen
Gesellen
geben
,
denn
er
erhielt
seine
Tafeln
unmittelbar
aus
der
Hand
Gottes
;
bei
diesem
aber
kann
,
wenn
man
allegorisieren
will
,
der
Genius
die
Ã

Â

berlieferung
vorstellen
,
durch
welche
eine
dergleichen
Kunde
erst
zu
dem
Evangelisten
mochte
gekommen
sein
.
X.
diesen
Platz
wollen
wir
dem
Hauptmann
von
Kapernaum
gÃ

Â
¶
nnen
;
er
ist
einer
der
ersten
GlÃ

Â
¤
ubigen
,
der
von
dem
hohen
Wundermanne
HÃ

Â
¼
lfe
fordert
,
nicht
fÃ

Â
¼
r
sich
noch
einen
Blutsverwandten
,
sondern
fÃ

Â
¼
r
den
treusten
,
willfÃ

Â
¤
hrigsten
Diener
.
es
liegt
hierin
etwas
so
Zartes
,
daÃ

Â

wir
wÃ

Â
¼
nschten
,
es
mÃ

Â
¶
chte
mit
empfunden
werden
.
da
bei
dem
ganzen
Vorschlag
eigentlich
Mannigfaltigkeit
zugleich
beabsichtigt
ist
,
so
haben
wir
hier
einen
rÃ

Â
¶
mischen
Hauptmann
in
seinem
KostÃ

Â
¼
me
,
der
sich
trefflich
ausnehmen
wird
.
wir
verlangen
nicht
gerade
,
daÃ

Â

man
ihm
ausdrÃ

Â
¼
cklich
ansehe
,
was
er
bringt
und
will
;
es
ist
uns
genug
,
wenn
der
KÃ

Â
¼
nstler
einen
krÃ

Â
¤
ftig
verstÃ

Â
¤
ndigen
und
zugleich
wohlwollenden
Mann
darstellt
.
XI
.
Maria
Magdalena
.
diese
wÃ

Â
¼
rde
ich
sitzend
oder
halb
gelehnt
dargestellt
wÃ

Â
¼
nschen
,
aber
weder
mit
einem
Totenkopf
noch
einem
Buche
beschÃ

Â
¤
ftigt
;
ein
zu
ihr
gesellter
Genius
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
ihr
das
SalbflÃ

Â
¤
schchen
vorweisen
,
womit
sie
die
FÃ

Â
¼
Ã

Â

e
des
Herrn
geehrt
,
und
sie
sÃ

Â
¤
he
es
mit
frommem
,
wohlgefÃ

Â
¤
lligem
Behagen
an
.
diesen
Gedanken
haben
wir
schon
in
einer
allerliebsten
Zeichnung
ausgefÃ

Â
¼
hrt
gesehen
,
und
wir
glauben
nicht
,
daÃ

Â

etwas
Frommanmutigeres
zu
denken
sei
.
XII
.
Paulus
.
der
ernste
gewaltige
Lehrer
!
er
wird
gewÃ

Â
¶
hnlich
mit
dem
Schwerte
vorgestellt
,
welches
wir
aber
wie
alle
Marterinstrumente
ablehnen
und
ihn
lieber
in
der
bewegten
Stellung
zu
sehen
wÃ

Â
¼
nschten
eines
,
der
seinem
Wort
mit
Mienen
sowohl
als
GebÃ

Â
¤
rde
Nachdruck
verleihen
und
Ã

Â

berzeugung
erringen
will
.
er
wÃ

Â
¼
rde
als
GegenstÃ

Â
¼
ck
von
Jesaias
,
dem
vor
Gefahr
warnenden
Lehrer
,
dem
die
traurigsten
ZustÃ

Â
¤
nde
vorausblickenden
Seher
nicht
gerade
gegenÃ

Â
¼
berstehen
,
aber
noch
in
Bezug
zu
denken
sein
.
XIII
.
Petrus
.
diesen
wÃ

Â
¼
nscht
'
ich
nun
auf
das
geistreichste
und
wahrhafteste
behandelt
.
wir
sind
oben
in
eine
Basilika
hereingetreten
,
haben
zu
beiden
Seiten
in
den
Interkolumnien
die
zwÃ

Â
¶
lf
Figuren
im
allgemeinen
erblickt
,
in
der
Mitte
,
in
dem
wÃ

Â
¼
rdigsten
Raum
,
den
Einzelnen
,
Unvergleichbaren
.
wir
fingen
historisch
auf
unserer
linken
Hand
an
und
betrachteten
das
Einzelne
der
Reihe
nach
.
in
der
Gestalt
,
Miene
,
Bewegung
St.
Peters
aber
wÃ

Â
¼
nscht
'
ich
folgendes
ausgedruckt
.
in
der
Linken
hÃ

Â
¤
ngt
ihm
ein
kolossaler
SchlÃ

Â
¼
ssel
,
in
der
Rechten
trÃ

Â
¤
gt
er
den
Gegenpart
,
eben
wie
einer
,
der
im
Begriff
ist
,
auf-
oder
zuzuschlieÃ

Â

en
.
diese
Haltung
,
diese
Miene
recht
wahrhaft
auszudrÃ

Â
¼
cken
,
mÃ

Â
¼
Ã

Â

te
einem
echten
KÃ

Â
¼
nstler
die
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Freude
machen
.
ein
ernster
forschender
Blick
wÃ

Â
¼
rde
gerade
auf
den
Eintretenden
gerichtet
sein
,
ob
er
denn
auch
sich
hierher
zu
wagen
berechtigt
sei
?
und
dadurch
wÃ

Â
¼
rde
zugleich
dem
Scheidenden
die
Warnung
gegeben
,
er
mÃ

Â
¶
ge
sich
in
acht
nehmen
,
daÃ

Â

nicht
hinter
ihm
die
TÃ

Â
¼
re
fÃ

Â
¼
r
immer
zugeschlossen
werde
.
Wiederaufnahme
.
ehe
wir
aber
wieder
hinaustreten
,
drÃ

Â
¤
ngen
sich
uns
noch
folgende
Betrachtungen
auf
.
hier
haben
wir
das
Alte
und
Neue
Testament
,
jenes
vorbildlich
auf
Christum
deutend
,
sodann
den
Herrn
selbst
in
seine
Herrlichkeit
eingehend
und
das
Neue
Testament
sich
in
jedem
Sinne
auf
ihn
beziehend
.
wir
sehen
die
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Mannigfaltigkeit
der
Gestalten
und
doch
immer
,
gewissermaÃ

Â

en
paarweise
,
sich
aufeinander
beziehend
,
ohne
Zwang
und
Anforderung
:
Adam
auf
Noah
,
Moses
auf
MatthÃ

Â
¤
us
,
Jesaias
auf
Paulus
,
Daniel
auf
Johannes
;
David
und
Magdalena
mÃ

Â
¶
chten
sich
unmittelbar
auf
Christum
selbst
beziehen
,
jener
stolz
auf
solch
einen
Nachkommen
,
diese
durchdrungen
von
dem
allerschÃ

Â
¶
nsten
GefÃ

Â
¼
hle
,
einen
wÃ

Â
¼
rdigen
Gegenstand
fÃ

Â
¼
r
ihr
liebevolles
Herz
gefunden
zu
haben
.
Christus
steht
allein
im
geistigen
Bezug
zu
seinem
himmlischen
Vater
.
den
Gedanken
,
ihn
darzustellen
,
wie
die
GrabestÃ

Â
¼
cher
von
ihm
wegsinken
,
haben
wir
schon
benutzt
gefunden
;
aber
es
ist
nicht
die
Frage
,
neu
zu
sein
,
sondern
das
GehÃ

Â
¶
rige
zu
finden
oder
,
wenn
es
gefunden
ist
,
es
anzuerkennen
.
es
ist
offenbar
,
daÃ

Â

bei
der
Fruchtbarkeit
der
Bildhauer
sie
nicht
immer
glÃ

Â
¼
cklich
in
der
Wahl
ihrer
GegenstÃ

Â
¤
nde
sind
;
hier
werden
ihnen
viele
Figuren
geboten
,
deren
jede
einzeln
wert
ist
des
Unternehmens
;
und
sollt
'
auch
das
Ganze
,
im
GroÃ

Â

en
ausgefÃ

Â
¼
hrt
,
nur
der
Einbildungskraft
anheimgegeben
werden
,
so
wÃ

Â
¤
re
doch
in
Modellen
mÃ

Â
¤
Ã

Â

iger
GrÃ

Â
¶
Ã

Â

e
mancher
Ausstellung
eine
anmutige
Mannigfaltigkeit
zu
geben
.
der
Verein
,
der
dergleichen
billigte
,
wÃ

Â
¼
rde
wahrscheinlich
Beifall
und
Zufriedenheit
erwerben
.
wÃ

Â
¼
rden
mehrere
Bildhauer
aufgerufen
,
sich
nach
ihrer
Neigung
und
FÃ

Â
¤
higkeit
in
die
einzelnen
Figuren
zu
teilen
,
sie
in
gleichem
MaÃ

Â

stab
zu
modellieren
,
so
kÃ

Â
¶
nnte
man
eine
Ausstellung
machen
,
die
in
einer
groÃ

Â

en
bedeutenden
Stadt
gewiÃ

Â

nicht
ohne
Zulauf
sein
wÃ

Â
¼
rde
.
Landschaftliche
Malerei
.
Schema
auf
einem
Blatt
mit
Notizen
fÃ

Â
¼
r
die
Zeitschrift
'
Ã

Â

ber
Kunst
und
Altertum
'
.
der
KÃ

Â
¼
nstler
peinliche
Art
zu
denken
.
woher
abzuleiten
.
der
echte
KÃ

Â
¼
nstler
wendet
sich
aufs
Bedeutende
,
daher
die
Spuren
der
Ã

Â
¤
ltesten
landschaftlichen
Darstellungen
alle
groÃ

Â

,
hÃ

Â
¶
chst
mannigfaltig
und
erhaben
sind
.
Hintergrund
in
Mantegnas
Triumphzug
.
Titians
Landschaften
.
das
Bedeutende
des
Gebirgs
,
der
GebÃ

Â
¤
ude
beruht
auf
der
HÃ

Â
¶
he
;
daher
das
Steile
.
das
Anmutige
beruht
auf
der
Ferne
;
daher
von
oben
herab
das
Weite
.
hiedurch
zeichnen
sich
aus
alle
,
die
in
Tirol
,
Salzburgischen
und
sonst
mÃ

Â
¶
gen
gearbeitet
haben
.
Breughel
,
Jodokus
Momper
,
Roland
Savery
,
Isaak
Major
haben
alle
diesen
Charakter
.
Albrecht
DÃ

Â
¼
rer
und
die
Ã

Â
¼
brigen
Deutschen
.
sie
haben
alle
mehr
oder
weniger
etwas
Peinliches
,
indem
sie
gegen
die
ungeheuern
GegenstÃ

Â
¤
nde
die
Freiheit
des
Wirkens
verlieren
oder
solche
behaupten
,
insofern
ihr
Geist
groÃ

Â

und
denselben
gewachsen
ist
.
daher
sie
bei
allem
Anschauen
der
Natur
,
ja
Nachahmung
derselben
ins
Abenteuerliche
gehen
,
auch
manieriert
werden
.
bei
Paul
Brill
mildert
sich
dieses
,
ob
er
gleich
noch
immer
hohen
Horizont
liebt
und
es
im
Vordergrund
an
Gebirgsmassen
und
in
dem
Ã

Â
¼
brigen
an
Mannigfaltigkeit
es
fehlen
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t.
eintretende
NiederlÃ

Â
¤
nder
.
vor
Rubens
.
Rubens
selbst
.
nach
Rubens
.
er
als
Historienmaler
suchte
nicht
sowohl
das
Bedeutende
,
als
daÃ

Â

er
es
jedem
Gegenstand
zu
verleihen
wuÃ

Â

te
,
daher
seine
Landschaften
einzig
sind
.
es
fehlt
auch
nicht
an
steilen
Gebirgen
und
grenzenlosen
Gegenden
,
aber
auch
dem
ruhigsten
,
einfachsten
,
lÃ

Â
¤
ndlichen
Gegenstand
weiÃ

Â

er
etwas
von
seinem
Geiste
zu
erteilen
und
das
Geringste
dadurch
wichtig
und
anmutig
zu
machen
.
Rembrandts
Realism
in
Absicht
auf
die
GegenstÃ

Â
¤
nde
.
Licht
,
Schatten
und
Haltung
sind
bei
ihm
das
Ideelle
.
Bolognesische
Schule
.
die
Caracci
.
Grimaldi
.
im
Claude
Lorrain
erklÃ

Â
¤
rt
sich
die
Natur
fÃ

Â
¼
r
ewig
.
die
Poussins
fÃ

Â
¼
hren
sie
ins
Ernste
,
Hohe
,
sogenannte
Heroische
.
Anregung
der
Nachfolger
.
endliches
Auslaufen
in
die
Portraitlandschaften
.
ausfÃ

Â
¼
hrliches
Schema
.
in
ihren
AnfÃ

Â
¤
ngen
als
Nebenwerk
des
Geschichtlichen
.
durchaus
einen
steilen
Charakter
,
weil
ja
ohne
HÃ

Â
¶
hen
und
Tiefen
keine
Ferne
interessant
dargestellt
werden
kann
.
mÃ

Â
¤
nnlicher
Charakter
der
ersten
Zeit
.
die
erste
Kunst
durchaus
ahnungsreich
,
deshalb
die
Landschaft
ernst
und
gleichsam
drohend
.
Forderung
des
Reichtums
.
daher
hohe
Standpunkte
,
weite
Aussichten
.
Beispiele
.
Breughel
.
Paul
Brill
;
dieser
schon
hÃ

Â
¶
chst
gebildet
,
geistreich
und
mannigfaltig
.
man
sehe
seine
zwÃ

Â
¶
lf
Monate
in
sechs
BlÃ

Â
¤
ttern
und
die
vielen
anderen
nach
ihm
gestochenen
BlÃ

Â
¤
tter
.
Jodokus
Momper
,
Roland
Savery
.
Einsiedeleien
.
nach
und
nach
steigende
Anmut
.
Tizian
.
die
Caraccis
.
Dominichin
.
Claude
Lorrain
.
Ausbreitung
Ã

Â
¼
ber
eine
heitere
Welt-Zartheit-Wirkung
der
atmosphÃ

Â
¤
rischen
Erscheinungen
aufs
GemÃ

Â
¼
t.
Poussin
der
Historienmaler
.
Caspar
Poussin
.
heroische
Landschaft
.
genau
besehen
eine
nutzlose
Erde
.
abwechselndes
Terrain
ohne
irgendeinen
gebauten
Boden
.
ernste
,
nicht
gerade
idyllische
,
aber
einfache
Menschen
.
anstÃ

Â
¤
ndige
Wohnungen
ohne
Bequemlichkeit
.
Sicherung
der
Bewohner
und
Unwohner
durch
TÃ

Â
¼
rme
und
Festungswerke
.
in
diesem
Sinn
eine
fortgesetzte
Schule
,
vielleicht
die
einzige
,
von
der
man
sagen
kann
,
daÃ

Â

der
reine
Begriff
die
Anschauung
der
Meister
ohne
merkliche
Abnahme
Ã

Â
¼
berliefert
habe
.
Glauber
.
Seb
.
Bourdon
.
Francisque
Milet
.
Neve
.
die
NiederlÃ

Â
¤
nder
berÃ

Â
¼
hren
wir
nicht
.
Ã

Â

bergang
aus
dem
Ideellen
zum
Wirklichen
durch
Topographieen
.
Merians
weit
umherschauende
Arbeiten
.
beide
Arten
gehen
noch
nebeneinander
.
endlich
,
besonders
durch
EnglÃ

Â
¤
nder
,
der
Ã

Â

bergang
in
die
Veduten
.
so
wie
beim
Geschichtlichen
die
PortrÃ

Â
¤
tform
.
neuere
EnglÃ

Â
¤
nder
,
an
der
groÃ

Â

en
Liebhaberei
zu
Glaude
und
Poussin
noch
immer
verharrend
.
sich
zu
den
Veduten
hinneigend
,
aber
immer
noch
in
der
Komposition
an
atmosphÃ

Â
¤
rischen
Effekten
sich
ergÃ

Â
¶
tzend
und
Ã

Â
¼
bend
.
die
Hackertsche
klare
,
strenge
Manier
steht
dagegen
;
seine
merkwÃ

Â
¼
rdigen
,
meisterhaften
Bleistift-
und
Federzeichnungen
nach
der
Natur
auf
weiÃ

Â

Papier
,
um
ihnen
mit
Sepia
Kraft
und
Haltung
zu
geben
.
Studien
der
EnglÃ

Â
¤
nder
auf
blau
und
grau
Papier
mit
schwarzer
Kreide
und
wenig
Pastell
,
etwas
nebulistisch
,
im
ganzen
aber
gut
gedacht
und
sauber
ausgefÃ

Â
¼
hrt
.
Entwurf
des
Aufsatzes
.
I.
.
als
sich
die
Malerei
im
Westen
,
besonders
in
Italien
,
von
dem
Ã

Â
¶
stlichen
byzantinischen
mumienhaften
Herkommen
wieder
zur
Natur
wendete
,
war
bei
ihren
ernsten
,
groÃ

Â

en
AnfÃ

Â
¤
ngen
die
TÃ

Â
¤
tigkeit
bloÃ

Â

auf
menschliche
Gestalt
gerichtet
,
unter
welcher
das
GÃ

Â
¶
ttliche
und
GottÃ

Â
¤
hnliche
vorgestellt
ward
.
eine
kapellenartige
Einfassung
ward
den
Bildern
allenfalls
zuteil
,
und
zwar
ganz
der
Sache
angemessen
,
weil
sie
ja
in
Kirchen
und
Kapellen
aufgestellt
werden
sollten
.
wie
man
aber
bei
weiterem
FortrÃ

Â
¼
cken
der
Kunst
sich
in
freier
Natur
umsah
,
sollte
doch
immer
auch
Bedeutendes
und
WÃ

Â
¼
rdiges
den
Figuren
zur
Seite
stehen
,
deshalb
denn
auch
hohe
Augpunkte
gewÃ

Â
¤
hlt
,
auf
starren
Felsen
vielfach
Ã

Â
¼
bereinander
getÃ

Â
¼
rmte
SchlÃ

Â
¶
sser
,
tiefe
TÃ

Â
¤
ler
,
WÃ

Â
¤
lder
und
WasserfÃ

Â
¤
lle
dargestellt
wurden
.
die
Umgebungen
nahmen
in
der
Folge
immer
mehr
Ã

Â
¼
berhand
,
drÃ

Â
¤
ngten
die
Figuren
ins
Engere
und
Kleinere
,
bis
sie
zuletzt
in
dasjenige
,
was
wir
Staffage
nennen
,
zusammenschrumpften
.
diese
landschaftlichen
Tafeln
aber
sollten
,
wie
vorher
die
Heiligenbilder
,
auch
durchaus
interessant
sein
,
und
man
Ã

Â
¼
berfÃ

Â
¼
llte
sie
deshalb
nicht
allein
mit
dem
,
was
eine
Gegend
liefern
konnte
,
sondern
man
wollte
zugleich
eine
ganze
Welt
bringen
,
damit
der
Beschauer
etwas
zu
sehen
hÃ

Â
¤
tte
und
der
Liebhaber
fÃ

Â
¼
r
sein
Geld
doch
auch
Wert
genug
erhielte
.
von
den
hÃ

Â
¶
chsten
Felsen
,
worauf
man
Gemsen
umherklettern
sah
,
stÃ

Â
¼
rzten
WasserfÃ

Â
¤
lle
zu
WasserfÃ

Â
¤
llen
hinab
durch
Ruinen
und
GebÃ

Â
¼
sch.
diese
WasserfÃ

Â
¤
lle
wurden
endlich
benutzt
zu
Hammerwerken
und
MÃ

Â
¼
hlen
;
tiefer
hinunter
bespÃ

Â
¼
lten
sie
lÃ

Â
¤
ndliche
Ufer
,
grÃ

Â
¶
Ã

Â

ere
StÃ

Â
¤
dte
,
trugen
Schiffe
von
Bedeutung
und
verloren
sich
endlich
in
den
Ozean
.
daÃ

Â

dazwischen
JÃ

Â
¤
ger
und
Fischer
ihr
Handwerk
trieben
und
tausend
andere
irdische
Wesen
sich
tÃ

Â
¤
tig
zeigten
,
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
denken
;
es
fehlte
der
Luft
nicht
an
VÃ

Â
¶
geln
,
Hirsche
und
Rehe
weideten
auf
den
WaldblÃ

Â
¶
Ã

Â

en
,
und
man
wÃ

Â
¼
rde
nicht
endigen
,
dasjenige
herzuzÃ

Â
¤
hlen
,
was
man
dort
mit
einem
einzigen
Blick
zu
Ã

Â
¼
berschauen
hatte
.
damit
aber
zuletzt
noch
eine
Erinnerung
an
die
erste
Bestimmung
der
Tafel
Ã

Â
¼
brigbliebe
,
bemerkte
man
in
einer
Ecke
irgendeinen
heiligen
Einsiedler
.
Hieronymus
mit
dem
LÃ

Â
¶
wen
,
Magdalene
mit
dem
Haargewande
fehlten
selten
.
II
..
Tizian
,
insofern
er
sich
zur
Landschaft
wandte
,
fing
schon
an
,
mit
diesem
Reichtum
sparsamer
umzugehen
;
seine
Bilder
dieser
Art
haben
einen
ganz
eigenen
Charakter
.
hÃ

Â
¶
lzerne
,
wunderlich
Ã

Â
¼
bereinandergezimmerte
HÃ

Â
¤
user
,
mittelgebirgige
Gegenden
,
mannigfaltige
HÃ

Â
¼
gel
,
anspÃ

Â
¼
lende
Seen
,
niemals
ohne
bedeutende
Figuren
,
menschliche
,
tierische
.
auch
legte
er
seine
schÃ

Â
¶
nen
Kinder
ohne
Bedenken
ganz
nackt
unter
freien
Himmel
ins
Gras
.
III
..
Breughels
Bilder
zeigen
die
wundersamste
Mannigfaltigkeit
:
gleichfalls
hohe
Horizonte
,
weit
ausgebreitete
Gegenden
,
die
Wasser
hinab
bis
zum
Meere
;
aber
der
Verlauf
seiner
Gebirge
,
obgleich
rauh
genug
,
ist
doch
weniger
steil
,
besonders
aber
durch
eine
seltnere
Vegetation
merkwÃ

Â
¼
rdig
;
das
Gestein
hat
Ã

Â
¼
berall
den
Vorrang
,
doch
ist
die
Lage
seiner
SchlÃ

Â
¶
sser
,
StÃ

Â
¤
dte
hÃ

Â
¶
chst
mannigfaltig
und
charakteristisch
;
durchaus
aber
ist
der
ernste
Charakter
des
sechzenten
Jahrhunderts
nicht
zu
verkennen
.
Paul
Bril
,
ein
hochbegabtes
Naturell
.
in
seinen
Werken
lÃ

Â
¤
Ã

Â

t
sich
die
oben
beschriebene
Herkunft
noch
wohl
verspÃ

Â
¼
ren
;
aber
es
ist
alles
schon
froher
,
weitherziger
und
die
Charaktere
der
Landschaft
schon
getrennt
:
es
ist
nicht
mehr
eine
ganze
Welt
,
sondern
bedeutende
,
aber
immer
noch
weitgreifende
Einzelnheiten
.
wie
trefflich
er
die
ZustÃ

Â
¤
nde
der
LokalitÃ

Â
¤
ten
,
des
Bewohnens
und
Benutzens
irdischer
Ã

Â

rtlichkeiten
gekannt
,
beurteilt
und
gebraucht
,
davon
geben
seine
zwÃ

Â
¶
lf
Monate
in
sechs
BlÃ

Â
¤
ttern
das
schÃ

Â
¶
nste
Beispiel
.
besonders
angenehm
ist
zu
sehen
,
wie
er
immer
zwei
auf
zwei
zu
paaren
gewuÃ

Â

t
und
wie
ihm
aus
dem
Verlauf
des
einen
in
den
andern
ein
vollstÃ

Â
¤
ndiges
Bild
darzustellen
gelungen
sei
.
der
Einsiedeleien
des
Martin
de
Vos
,
von
Johann
und
Raphael
Sadeler
in
Kupfer
gestochen
,
ist
auch
zu
gedenken
.
hier
stehen
die
Figuren
der
frommen
MÃ

Â
¤
nner
und
Frauen
mit
wilden
Umgebungen
im
Gleichgewicht
;
beide
sind
mit
groÃ

Â

em
Ernst
und
tÃ

Â
¼
chtiger
Kunst
vorgetragen
.
IV
..
das
siebzehnte
Jahrhundert
befreit
sich
immer
mehr
von
der
zudringlichen
,
Ã

Â
¤
ngstigenden
Welt
:
die
Figuren
der
Carrache
erfordern
weitern
Spielraum
.
vorzÃ

Â
¼
glich
setzt
sich
eine
groÃ

Â

e
,
schÃ

Â
¶
n
bedeutende
Welt
mit
den
Figuren
ins
Gleichgewicht
und
Ã

Â
¼
berwiegt
vielleicht
durch
hÃ

Â
¶
chst
interessante
Gegenden
selbst
die
Gestalten
.
Dominichin
vertieft
sich
bei
seinem
bolognesischen
Aufenthalt
in
die
gebirgigen
und
einsamen
Umgebungen
;
sein
zartes
GefÃ

Â
¼
hl
,
seine
meisterhafte
Behandlung
und
das
hÃ

Â
¶
chst
zierliche
Menschengeschlecht
,
das
in
seinen
RÃ

Â
¤
umen
wandelt
,
sind
nicht
genug
zu
schÃ

Â
¤
tzen
.
von
Claude
Lorrain
,
der
nun
ganz
ins
Freie
,
Ferne
,
Heitere
,
LÃ

Â
¤
ndliche
,
Feenhaft-Architektonische
sich
ergeht
,
ist
nur
zu
sagen
,
daÃ

Â

er
ans
Letzte
einer
freien
KunstÃ

Â
¤
uÃ

Â

erung
in
diesem
Fache
gelangt
.
jedermann
kennt
,
jeder
KÃ

Â
¼
nstler
strebt
ihm
nach
,
und
jeder
fÃ

Â
¼
hlt
mehr
oder
weniger
,
daÃ

Â

er
ihm
den
Vorzug
lassen
muÃ

Â

.
V.
.
hier
nun
entstand
auch
die
sogenannte
heroische
Landschaft
,
in
welcher
ein
Menschengeschlecht
zu
hausen
schien
von
wenigen
BedÃ

Â
¼
rfnissen
und
von
groÃ

Â

en
Gesinnungen
.
Abwechselung
von
Feldern
,
Felsen
und
WÃ

Â
¤
ldern
,
unterbrochenen
HÃ

Â
¼
geln
und
steilen
Bergen
,
Wohnungen
ohne
Bequemlichkeit
,
aber
ernst
und
anstÃ

Â
¤
ndig
,
TÃ

Â
¼
rme
und
Befestigungen
,
ohne
eigentlichen
Kriegszustand
auszudrÃ

Â
¼
cken
,
durchaus
aber
eine
unnÃ

Â
¼
tze
Welt
,
keine
Spur
von
Feld-
und
Gartenbau
,
hie
und
da
eine
Schafherde
,
auf
die
Ã

Â
¤
lteste
und
einfachste
Benutzung
der
ErdoberflÃ

Â
¤
che
hindeutend
.
Fragment
aus
dem
NachlaÃ

Â

von
Eckermann
betitelt
:
zu
malende
GegenstÃ

Â
¤
nde
.
nachdem
ich
Ã

Â
¼
ber
vieles
gleichgÃ

Â
¼
ltig
geworden
,
betrÃ

Â
¼
bt
es
mich
noch
immer
und
in
der
neuesten
Zeit
sehr
oft
,
wenn
ich
des
bildenden
KÃ

Â
¼
nstlers
Talent
und
FleiÃ

Â

auf
ungÃ

Â
¼
nstige
,
widerstrebende
GegenstÃ

Â
¤
nde
verwendet
sehe
;
daher
kann
ich
mich
nicht
enthalten
,
von
Zeit
zu
Zeit
auf
einiges
Vorteilhafte
hinzudeuten
.
eine
so
zarte
wie
einfache
Darstellung
gÃ

Â
¤
be
jene
jugendlich-unverdorbene
reife
Jungfrau
Thisbe
,
die
an
der
gesprungenen
Wand
horcht
.
wer
den
Gesichtsausdruck
und
das
Behaben
eines
blÃ

Â
¼
henden
,
in
Liebe
befangenen
MÃ

Â
¤
dchens
,
dem
Ort
und
Stelle
einer
Zusammenkunft
ins
Ohr
geraunt
wird
,
vollkommen
darzustellen
wÃ

Â
¼
Ã

Â

te
,
sollte
gepriesen
werden
.
nun
aber
zum
Heiligsten
Ã

Â
¼
berzugehen
,
wÃ

Â
¼
Ã

Â

te
ich
in
dem
ganzen
Evangelium
keinen
hÃ

Â
¶
hern
und
ausdruckvollern
Gegenstand
als
Christus
,
der
,
leicht
Ã

Â
¼
ber
das
Meer
wandelnd
,
dem
sinkenden
Petrus
zu
HÃ

Â
¼
lfe
tritt
.
die
gÃ

Â
¶
ttliche
und
menschliche
Natur
des
ErlÃ

Â
¶
sers
ist
nie
den
Sinnen
und
so
identisch
darzustellen
,
ja
der
ganze
Sinn
der
christlichen
Religion
nicht
besser
mit
wenigem
auszudrÃ

Â
¼
cken
.
das
Ã

Â

bernatÃ

Â
¼
rliche
,
das
dem
NatÃ

Â
¼
rlichen
auf
eine
Ã

Â
¼
bernatÃ

Â
¼
rlich-natÃ

Â
¼
rliche
Weise
zu
HÃ

Â
¼
lfe
kommt
und
deshalb
das
augenblickliche
Anerkennen
der
Schiffer
und
Fischer
,
daÃ

Â

der
Sohn
Gottes
bei
ihnen
gegenwÃ

Â
¤
rtig
sei
,
hervorruft
,
ist
selten
gemalt
worden
,
und
der
grÃ

Â
¶
Ã

Â

te
Vorteil
fÃ

Â
¼
r
den
lebenden
KÃ

Â
¼
nstler
ist
,
daÃ

Â

Raffael
nicht
unternommen
;
denn
mit
ihm
zu
ringen
ist
so
gefÃ

Â
¤
hrlich
als
mit
Phanuel
.
(
I.
B.
Mos.
XXXII
.
)
