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Thema
der
Woche
:
Skispaß
oder
Umweltfrust
?

Unterrichtsvorschlag
:
Die
Berge
,
Urlaub
und
die
Umwelt
(
GS
)

Unterrichtsvorschlag
:
Umweltverträgliche
Ferien
in
den
Bergen
(
SEK
)

Skitourismus
ist
für
viele
Bergregionen
in
Deutschland
von
großer
Bedeutung
,
vor
allem
in
den
Alpen
.
Dort
stellt
er
in
manchen
Regionen
den
wichtigsten
Wirtschaftsfaktor
dar
.
Millionen
Menschen
reisen
in
den
Wintermonaten
in
die
Berge
,
um
dort
Ski
zu
fahren
.
Die
Gäste
geben
Geld
für
Übernachtungen
,
Verpflegung
,
Skilifte
und
-ausrüstung
aus
und
schaffen
dadurch
viele
Arbeitsplätze
.
In
der
Saison
2009
/
2010
sind
laut
einer
Umfrage
der
Deutschen
Sporthochschule
in
Köln
7,39
Millionen
Deutsche
Skialpin
,
das
heißt
Abfahrtski
,
gefahren
–
das
sind
neun
Prozent
der
Bevölkerung
.
Die
Wintersportgäste
blieben
im
Durchschnitt
fünf
Nächte
,
hat
das
österreichische
Bundesministerium
für
Wirtschaft
,
Familie
und
Jugend
2010
ermittelt
.
Zudem
hätten
Skifahrer
ein
höheres
Nettoeinkommen
als
Nichtskifahrer
–
somit
sind
sie
für
die
Tourismusindustrie
besonders
interessant
.

Massentourismus
prägt
Skiorte

Seit
Mitte
der
1970er-Jahre
hat
sich
Alpinski
zu
einer
populären
Sportart
für
die
breite
Masse
entwickelt
.
Das
trug
dazu
bei
,
dass
sich
in
der
Alpenregion
eine
große
Anzahl
von
Orten
speziell
auf
diese
Sportart
einrichtete
.
In
den
Skiorten
entstanden
Hotels
,
Pensionen
,
Ferienwohnungen
,
Lifte
,
Loipen
und
Pisten
.
Für
die
Umwelt
war
das
keine
günstige
Entwicklung
.
So
wird
beispielsweise
beim
Planieren
von
Skipisten
die
oberste
Humusschicht
des
Bodens
zerstört
–
und
damit
auch
die
Pflanzendecke
.
Der
Boden
wird
beim
Planieren
verdichtet
.
Dadurch
speichert
er
nur
halb
so
viel
Wasser
wie
ein
naturbelassener
Boden
.
Die
Gefahr
der
Erosion
nimmt
dadurch
zu
,
im
schlimmsten
Fall
kommt
es
häufiger
zu
Schlamm-
und
Gerölllawinen
.
Durch
das
Zerstören
der
Pflanzendecke
können
außerdem
Arten
verschwinden
.
Mit
den
Pflanzen
verlieren
auch
manche
Tierarten
ihre
Lebensgrundlage
.
So
sind
zum
Beispiel
manche
Insekten
wie
Schmetterlinge
auf
ganz
bestimmte
Pflanzen
angewiesen
.

Die
negativen
Auswirkungen
der
Skipisten
auf
die
Natur
können
theoretisch
repariert
werden
.
Doch
eine
Renaturierung
ist
nur
unterhalb
der
Waldgrenze
(
1500
bis
1700
Meter
Höhe
)
realistisch
,
denn
darüber
erholt
sich
aufgrund
der
extremen
Wetterverhältnisse
und
der
kargen
Böden
die
Natur
zu
langsam
.
Insgesamt
nimmt
die
Infrastruktur
für
den
Alpinskisport
große
Flächen
in
Anspruch
.

Kanonen
gegen
Schneemangel

Ein
weiteres
Problem
sind
sogenannte
Schneekanonen
.
Gerade
in
tiefer
gelegenen
Skigebieten
fällt
nicht
immer
genug
Schnee
,
um
den
Gästen
über
die
gesamte
Saison
zuverlässig
befahrbare
Pisten
zu
bieten
.
Daher
werden
die
Pisten
künstlich
beschneit
.
Fachleute
rechnen
damit
,
dass
sich
der
Schneemangel
durch
den
Klimawandel
verstärken
wird
,
sodass
immer
mehr
Skigebiete
auf
Schneekanonen
angewiesen
sein
dürften
.
Doch
diese
verbrauchen
viel
Wasser
und
Energie
.
Für
ihren
Betrieb
müssen
in
Reichweite
der
Pisten
eigens
Wasserreservoirs
angelegt
werden
.
Zudem
machen
Schneekanonen
ähnlich
viel
Lärm
wie
eine
stark
befahrene
Straße
.
Da
sie
meist
in
den
Abendstunden
eingesetzt
werden
,
können
sie
Wildtiere
in
ihren
Ruhephasen
stören
.
Durch
den
zusätzlichen
Kunstschnee
entsteht
mehr
Schmelzwasser
,
was
die
Bodenerosion
noch
verstärken
kann
.
Künstlicher
Schnee
ist
zudem
dichter
als
natürlicher
,
weswegen
weniger
Sauerstoff
an
die
Erde
gelangt
,
was
wiederum
zu
Vegetationsschäden
führen
kann
.

Auch
der
Transport
der
vielen
Urlaubsgäste
sorgt
für
Umweltprobleme
.
Insgesamt
reisen
etwa
45
bis
50
Millionen
Touristen
jährlich
in
das
Alpenareal
,
sowohl
im
Sommer
als
auch
im
Winter
.
Ein
großer
Teil
nutzt
das
Auto
,
sodass
es
selbst
in
kleinen
Orten
und
abgelegenen
Regionen
zu
Staus
und
Luftverschmutzung
kommen
kann
.
