2,914,778 matches
-
nicht gemerkt, daß die Sinti und Roma dort genausowenig vertreten sind wie die Vereinigung der Verfolgten des Faschismus? Hat Helmut Kohl nicht gemerkt, daß in dieser Denkschrift das Wort „Jude" nicht vorkommt, genausowenig wie das Wort „Schuld"? Oder berührt ihn das alles nicht, so wie er in Israel gesagt hat, er sei damals halt zu jung dafür gewesen? An wen soll bei diesem Mahnmal gedacht, um wen soll denn da getrauert werden? Nur um die deutschen Toten oder auch um die
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Millionen Toten anderer Völker, die von Deutschen umgebracht worden sind? „Was uns Deutschen an Schrecklichem zugefügt worden ist, das haben doch wir zuvor anderen Völkern zugefügt." So der Berliner Schriftsteller Dieter Hoffmann-Axthelm bei dem ersten öffentlichen Gespräch über dieses Mahnmal, das der Bund Deutscher Architekten kürzlich hier veranstaltet hat und zu dem die Bundesregierung nicht erschienen ist. Ist es möglich, ein gemeinsames Mahnmal für Opfer und Täter zu machen? Der Volksbund schwafelt: „Opfer und Geopferte sollen in einem versöhnenden Gedenken vereint
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
danke hier Lea Rosh für die Sendung „Vernichtet durch Arbeit", (Beifall bei der SPD und den GRÜNEN) in der sie vor wenigen Tagen die Rolle der Industrie bei der Vernichtung von KZ-Häftlingen dargestellt hat. Das war ein Denkmal! Dieses Vorhaben, das hier betrieben wird — heimlich, unter der Decke —, verdient Mißtrauen, verdient Widerspruch. Die Bundesregierung will es offenbar nicht im Parlament diskutieren. Aber wer anderes als die Volksvertretung kann diskutieren, ob unser Volk ein solches Mahnmal will, ob unser Volk ein solches
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
nicht im Parlament diskutieren. Aber wer anderes als die Volksvertretung kann diskutieren, ob unser Volk ein solches Mahnmal will, ob unser Volk ein solches Mahnmal braucht? Ein Mahnmal für den Frieden gewiß. Wer sollte dagegen sein! Aber doch kein Mahnmal, das den letzten Holocaust verschleiert, während der nächste schon vorbereitet wird. (Oho-Rufe bei der CDU/CSU — Dr. Bötsch [CDU/CSU]: So eine Unverschämtheit!) Was Sie hier vorhaben, ist dumpf, verwaschen und unklar; das ist ein ungeeignetes geistiges Fundament für ein Mahnmal
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
von Ihnen! — Conradi [SPD]: Standort?) — allein was den Standort angeht. (Conradi [SPD]: Toll!) Aber ich darf Sie davon unterrichten, daß der Herr Bundeskanzler bei allen Gesprächen, die ich mit ihm über diesen Gegenstand geführt habe, davon ausging, daß das Mahnmal, das in Bonn erbaut werden soll, nicht durch die Bundesregierung errichtet werden soll, auch nicht durch den Bundestag oder den Bundesrat. (Conradi [SPD]: Sondern?) — Sondern: alle Verfassungsorgane zusammen sollten in einem gemeinsamen Forum nach einem gründlichen und ausführlichen Gedankenaustausch über Inhalt
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herr Nachmann, hat an den Herrn Bundeskanzler geschrieben. Ich werde ihn nächste Woche zu einem Gespräch empfangen, im Auftrag des Herrn Bundeskanzlers. Herr Nachmann ist voll eingeschaltet. Wir haben noch keine Runde, wo wir das alles machen konnten. Ich will Ihnen sagen: Vorwürfe an den Herrn Bundeskanzler, Herr Kollege Conradi, gehen in allen Punkten fehl, (Frau Dr. Lepsius [SPD]: Na, na, na! Vorsicht!) in allen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP) Vizepräsident
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
künstlerisch und kulturell besonders bedeutsamer Einrichtungen, Veranstaltungen oder sonstiger Aktivitäten geht, in denen Rang und Würde des Gesamtstaates oder der deutschen Nation zum Ausdruck kommen. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Man muß nur den richtigen Stellen nachgehen. Die eigentlichen Probleme, das Schwarzbrot, überläßt man gerne den Ländern und den Kommunen. Noch ein Beispiel für den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit aus der jünsten Praxis dieses Hohen Hauses. (Duve [SPD]: Das Schwarzbrot gehört nach der Verfassung zu den Ländern!) — Zunächst einmal ein
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Lande eine ebenso fortgeschrittene Zerstörung der Voraussetzungen zur Entfaltung eines umfassenden kulturellen Lebens gegenüber. Wenn Kultur — so verstehen wir sie — die Gesamtheit aller schöpferischen Lebensäußerungen unserer Gesellschaft ist, dann schließt sie auch Aspekte ein wie die wirkliche Gleichberechtigung der Frauen, das soziale Verhalten gegenüber den verschiedenen Minderheiten, den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, die Sicherung und Gestaltung von Privatheit und Öffentlichkeit, neue Formen des Zusammenlebens und die Berücksichtigung neuer gesellschaftlicher Entwicklungen. (Fischer [Frankfurt] [GRÜNE]: Sag doch einmal etwas zu Punk, Walter!) Wir
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
zu diesem Thema vorhin ausgeführt hat. (Dr.-Ing. Kansy [CDU/CSU]: Das wundert uns nicht!) Wir brauchen dafür, Herr Kansy, endlich eine Bewältigung so mancher nationalsozialistischen Gesinnungsbollwerke in diesem unserem Lande. Wenn wir ein „Haus der Geschichte" wollen, dann eines, das die Geschichte vor 1945 nicht ausklammert. Wir brauchen nicht Maßregelung der Goethe-Institute, sondern deren großzügige Unterstützung bei voller Gestaltungsfreiheit der Betreiber und Rücksicht auf die Kultur der Gastländer. Wir brauchen Menschen wie Naegeli, die den grauen Beton, (Daweke [CDU/CSU
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Diskussion, in der verschiedene kulturelle Entwicklungen behandelt werden müssen. Im übrigen wird sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in ihren kulturpolitischen Symposien wichtigen Problemen weiterhin öffentlich stellen. Herr Duve hat versucht, die Bereitschaft der Bundesregierung zu Kontinuität in der Kulturpolitik abzuwerten. Warum das alles? Warum können Sie nicht anerkennen? Anerkennung ist auch eine Form von Kultur. (Frau Dr. Hamm-Brücher [FDP]: Sehr wahr!) Warum ist das alles so ärmlich? Perspektiven zu entwickeln ist Kultur. Das können doch die Künstler von uns erwarten: harte und
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Duve [SPD]: Warum hat Herr Strauß denn von der kulturellen Entartung gesprochen?) Ich denke, ich spreche im Namen des gesamten Bundestages — darüber sollten wir uns einig sein —, wenn ich allen Künstlern danke, die seit 1945 einen wesentlichen Beitrag geleistet haben, das Ansehen Deutschlands in der Welt wiederherzustellen. (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP) Die Bundesregierung hat mit den umfangreichen Antworten auf die Große Anfrage sowohl der Koalitionsfraktionen als auch der SPD zum erstenmal von seiten des Bundes eine Bestandsaufnahme
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
sagen Sie mal Herrn Zimmermann!) Kultur dient nicht der Verklärung oder der Verherrlichung des Staates, sondern jener Staat verherrlicht sich souverän, der die kulturelle Substanz der Nation nach allen Kräften stärkt und mehrt. In dem Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen haben wir das so formuliert: Kultur und Freiheit gehören in einem demokratisch organisierten Staatswesen wie der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Es ist Aufgabe des demokratischen Staates, den Freiraum für kulturelle Leistungen zu sichern. Seine Förderungspolitik dient diesem Ziel. Die Frage nach der Verantwortung des
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Freiheit für seine Entfaltungsmöglichkeiten zu sichern. Es ist auch notwendig, die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten; daß der Künstler als Teil der Volkswirtschaft nicht über Gebühr benachteiligt wird. (Duve [SPD]: Das ist ein Verfassungsauftrag!) Wir brauchen ein Steuerrecht, das Kunst und Kultur nicht benachteiligt, sondern fördert. Die Bundesregierung hat zu diesen Fragen zwar keine in Einzelheiten erschöpfende, aber eine befriedigende Antwort gegeben. Wir begrüßen die Zusage der Bundesregierung, in einzelnen steuerlichen Fragen noch in dieser Legislaturperiode tätig zu werden
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
retten. Dies sind Zeichen dafür, daß die Menschen ohne eine kulturelle Vergangenheit nicht leben wollen. Ganz unspektakulär erweisen sich viele Menschen als Menschen mit Sinn für ihre Vergangenheit, die sie erhalten wollen. Was ihnen Heimat ist, ist nicht das Heimatgefühl, das sich bedeutenden patriotisch-vaterländischen Leistungen im Stil der Epoche des Nationalstaats zuwendet, sondern es ist dies die heimatliche Kultur, die dem Menschen Identität gibt. Insofern ist auch die Lust an der Mundart ein Stück Kultur, die Lust an der Folklore. Das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
sondern nur durch einen Zusammenschluß von Völkern, die ihre Identität bewahrt haben. (Zustimmung der CDU/CSU) Die Nationalstiftung zu fördern, ein Haus der Geschichte in Bonn zu errichten — diese Bemühungen der Bundesregierung sind wichtige Schritte, um kulturelles Erbe zu bewahren, das wir im übrigen mit den Menschen im anderen Teil unseres Vaterlands gemeinsam haben und das sich immer mehr zu einer starken Bindung zwischen den Menschen in beiden deutschen Staaten entwickelt. Die CDU/ CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Bemühungen der Bundesregierung, zu einem
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
CSU) Die Nationalstiftung zu fördern, ein Haus der Geschichte in Bonn zu errichten — diese Bemühungen der Bundesregierung sind wichtige Schritte, um kulturelles Erbe zu bewahren, das wir im übrigen mit den Menschen im anderen Teil unseres Vaterlands gemeinsam haben und das sich immer mehr zu einer starken Bindung zwischen den Menschen in beiden deutschen Staaten entwickelt. Die CDU/ CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Bemühungen der Bundesregierung, zu einem Kulturabkommen mit der DDR zu gelangen. Zur Kultur gehören die einfachen Kulturfähigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
erzieherische Funktion wahr? (Duve [SPD]: Wesentlich besser als das Privatfernsehen!) — Herr Duve, wer die kulturelle Funktion des Fernsehens heute erfahren will, muß vor allem genügend Zeit haben, morgens auszuschlafen. Ein vertieftes Verständnis vom Leben durch Begegnung mit Kunst und Kultur, das Kulturelle des Gemeinwesens als wichtiger Gradmesser für seine Freiheit, seine Toleranz gegenüber Kritik und seinen geistigen Reichtum; es kann nicht oft genug betont werden: Kultur und Freiheit sind reziproke, komplementäre und einander bedingende Größen. Was aber, so ist zu fragen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
zu bewahren, die Umwelt zu retten, den Hunger in der Dritten Welt zu stillen, die dritte industrielle Revolution in sinnvolle Bahnen zu lenken. Und doch ist wahr, daß all dies sinnvoll nur auf der Matrix eines kulturellen Bewußtseins geschehen kann, das jedoch nichts anderes bedeutet, als mit Hilfe geistig-künstlerischer Leistungen die Möglichkeiten des Menschen zu erkennen, und zwar die Möglichkeiten im Bösen wie im Guten. Kunst und Kultur sind immer Herausforderungen, sie bedeuten immer eine Erprobung des Menschen und seiner Fähigkeiten
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
verdient, auch zur Bewältigung der großen sozialen, ökonomischen und ökologischen Aufgaben unserer Jahrzehnte besser gerüstet sein als eine sich nicht der Kultur verpflichtet wissende Gemeinschaft. Denn nach wie vor gilt: Einer Nation kommt jenes Maß an Achtung und Würde zu, das sie ihrerseits dem Bereich des Geistes, der Kunst und der Kultur einzuräumen bereit ist. (Beifall bei der CDU/CSU, der FDP und Abgeordneten der SPD) Vizepräsident Westphal: Das Wort hat die Abgeordnete Frau Dr. Hamm-Brücher. Frau Dr. Hamm-Brücher (FDP): Herr
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
Mein erstes Fragezeichen: Ist der Bundesregierung eigentlich bewußt, welch ein kostbares Instrument zwischenmenschlicher, zwischengesellschaftlicher und zwischenkultureller Begegnungen mit der Pflege und Förderung weltweiter Kulturbeziehungen zur Verfügung steht? (Sauermilch [GRÜNE]: Nein!) Aus dem Wortlaut der Antworten zu diesem Fragenkomplex kann ich das leider nicht entnehmen. (Zustimmung bei der SPD) Allerdings hätten wir hier eine große Tradition. Ich habe das noch einmal studiert. Schon 1912 hat der bekannte Historiker Karl Lamprecht in Heidelberg auf einem Historiker-Kongreß gesagt: Die Aufgabe der auswärtigen Kulturpolitik trägt
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
noch nicht wieder eingesetzt? Und wo bleibt das Prinzip der Gegenseitigkeit und der Gleichberechtigung in unseren Kulturbeziehungen? Und wieder war es Theodor Heuß, der schon 1951 bei der Wiedereröffnung ,des Stuttgarter Instituts für Auslandsbeziehungen festgestellt hat: Die Förderung kultureller Auslandsbeziehungen, das heißt freudiges Geben und Nehmen. Weltluft, das heißt Offensein, zu spüren, daß die Luft aus allen Richtungen kommt, aus West und Ost, aus Nord und Süd. (Zuruf von der SPD: Sehr schön!) Meine Damen und Herren, dieses Öffnen für die
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
das Prinzip der Gegenseitigkeit und der Gleichberechtigung in unseren Kulturbeziehungen? Und wieder war es Theodor Heuß, der schon 1951 bei der Wiedereröffnung ,des Stuttgarter Instituts für Auslandsbeziehungen festgestellt hat: Die Förderung kultureller Auslandsbeziehungen, das heißt freudiges Geben und Nehmen. Weltluft, das heißt Offensein, zu spüren, daß die Luft aus allen Richtungen kommt, aus West und Ost, aus Nord und Süd. (Zuruf von der SPD: Sehr schön!) Meine Damen und Herren, dieses Öffnen für die Welt des Geistes und seiner schöpferischen Kräfte
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
abgegeben hat, beträchtlich zulegen, um glaubwürdig zu sein. (Beifall bei der FDP und der SPD) Damit komme ich zu dem dritten Fragezeichen; das betrifft die offenkundige Diskrepanz zwischen unseren Postulaten und den Realitäten. Ich will hierfür nur ein Beispiel anführen, das mir wichtig ist. Liebe Kollegen, wir nennen unsere Auslandsschulen stolz Begegnungsschulen. Ich bitte Sie alle, einmal in unseren Begegnungsschulen hineinzuschauen, wenn Sie auf Reisen sind. Stellen Sie bitte einmal fest, ob hier wirklich kultureller Austausch stattfindet, ob es wirklich menschliche
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
1975 ein gemeinsames Instrument zur Organisation des Europäischen Denkmalschutzjahres zu schaffen, vielleicht auch deswegen nicht, weil sie dem Gerede von angeblichen Grauzonen, unkontrollierbaren dritten Ebenen mit soviel Respekt und soviel Selbstzweifeln begegnet sind. Und so entstand das Nationalkomitee für Denkmalschutz, das j a in der Antwort der Bundesregierung gewürdigt wird, mit maßgebender Mitwirkung des Bundes — eigentlich ein Unikum, weil ein Länderminister Vorsitzender ist und die Geschäftsstelle beim Bund liegt. Oder die Musikförderung! Ich habe seit den 60er Jahren immer wieder Klage
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
-
der Bund beträchtliche Anstrengungen unternommen hat, durch Leistungswettbewerbe, durch ein Bundesjugendorchester, durch die Unterstützung von Spitzenleistungen ein Stück Terrain auf diesem Gebiet zurückzugewinnen — ein Bemühen, bei dem ihm zum Glück die Länder inzwischen gefolgt sind? Oder nehmen wir die Geschichte, das Geschichtsbewußtsein! Kein Zweifel, daß es in Schulen, in Museen, bei Gedenkstätten im bürgerlichen wie im politischen Leben ein Fundament dessen darstellt, was wir unsere gemeinsame Kultur nennen. Wie aber, wenn die meisten deutschen Länder in einem Augenblick der Verblendung — ich
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]