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die auf dem Papier strengsten moralischen Forderungen zu entsprechen scheinen, tatsächlich aber lebensfern sind und unwirksam bleiben, das dient in Wahrheit weder der Moral noch dem Lebensschutz. (Beifall bei der SPD und der F.D.P.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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hier präsentiert hat, ist in der Tat, wie Hanna Wolf es gesagt hat, das Bild, das sich in Bayern ergibt. Es ist die Situation, die Frauen dort zu erleiden haben. Das sind nicht
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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werde nicht gegen den Gruppenantrag stimmen, weil ich nicht diesen Lebensschützern sozusagen noch die Möglichkeit geben will, das zu überstimmen. Aber es tut mir herzlich leid: Ich kann kein Ja zu dem Gruppenantrag formulieren. Das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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die ungeborenen Kinder nach Recht und Gesetz zu töten. Es muß erst wieder ein Wertebewußtsein erarbeitet werden, das das Recht auf jedwedes Leben an die erste Stelle setzt. Die derzeitigen Umfrageergebnisse beeindrucken mich wenig. Unsere Menschen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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. Das Prinzip Hilfe statt Strafe findet seinen Ausdruck in den vorliegenden Sozialpaketen, gerade in dem Sozialpaket, das von meiner Fraktion, der CDU/CSU, vorgelegt worden ist. (Beifall bei der CDU/CSU
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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auch heute noch ihr Tod völlig sinnlos, ebenso das Zurückbleiben dreier Halbwaisen. Eine Wiederholung dieses Schicksals, das keineswegs ein Einzelschicksal darstellte und das mir in meiner medizinischen Laufbahn immer wieder begegnet ist, möchte ich für die
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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, daß es ein Irrtum ist, zu glauben, das Strafrecht könne Menschen zu einem Verhalten zwingen, das sie selber nicht ertragen können. Wissen wir nicht längst, daß eine Frau, die sich einer Schwangerschaft und
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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, und zwar bei der Kirche von unten. Diese „Kirche von unten" hat ein Symbol, das dort weithin sichtbar war: eine Kirche, die in den Wolken schwebt. Kirche und Wolken werden von Menschen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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positive Impulse ausgehen. Es gab eine Podiumsdiskussion. Eine ältere Teilnehmerin eröffnete ihren Beitrag mit einem Bild, das ins Jahr 2000 und darüber hinaus blickte. Aus diesem Blickwinkel — über das Jahr 2000 hinaus — hatte sie
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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Leben zu schützen. Der Ansatz stimmt mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts und mit dem Grundgesetz überein, auch das sich im Mutterleib entwickelnde Leben als selbständiges Rechtsgut zu schützen. Unser Verfassungsrecht versteht unter Leben auch ungeborenes Leben.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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ein verschärftes Strafmaß auch kein geeignetes Instrument zur Steuerung des Bewußtseins ist. Aber das jetzt gültige Strafmaß, das der Mehrheitsentwurf vorsieht, muß in seiner unverzichtbaren bewußtseinsbildenden Kraft beibehalten werden. Verwirft dagegen die Fristenregelung das Lebensrecht,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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wird. Das ist die Realität in Deutschland. Das ist die Realität, die mit Ihrem Gesetz, das die eugenische Indikation noch so spät gestattet, ermöglicht wird. Jeder muß wissen — ich sage das mit allem
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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— sagen, daß wir keine göttlichen Gesetze machen. Sie verwechseln das göttliche Recht mit dem Recht, das wir als Staat setzen können. (Beifall bei der F.D.P., der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE
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Ich wollte dieses Kind. Aber ich habe erlebt, was das hieß. Es gab das Gesetz, das den Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellte, und es gab die gesellschaftliche Akzeptanz, die dazu im Gegensatz stand. Das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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damit, daß noch Mitte der 70er Jahre, als wir schon die erste Erleichterung des § 218, das heute geltende Recht hatten, Beförderungen mit der Begründung verweigert wurden, diese Frau hat ein uneheliches Kind, die
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denn etwas entscheiden?) Nur stellt sich die Frage: Unter welchen Voraussetzungen ist die Frau berechtigt, das zu tun? (Zuruf von der SPD: Aha!) Es handelt sich also, wenn von der
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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bitten. Angelika Barbe (SPD): Ich kann Sie aber an das Gedicht von Tucholsky erinnern, das Ihnen allen präsent ist, „Die Leibesfrucht" betitelt. Tucholsky sagte darin sinngemäß: „Neun Monate kümmern
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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Probleme nicht. Sie verschlimmert sie nur. Ein Schwangerschaftsabbruch ist für jede Frau ein tragisches Ereignis, in das sie mit ihrer ganzen Person voll verwickelt ist. Es wäre vermessen und anmaßend, wenn Außenstehende für sich in
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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man ihr die Verantwortung und die Entscheidung abnimmt. Nur sie allein ist die Trägerin des entstehenden Lebens, das ohne sie nicht werden kann, das ohne sie nicht existieren kann. (Beifall bei der F.D.P.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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abnimmt. Nur sie allein ist die Trägerin des entstehenden Lebens, das ohne sie nicht werden kann, das ohne sie nicht existieren kann. (Beifall bei der F.D.P.) In ihr selbst läuft der Entstehungsvorgang
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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bißchen Zellgewebe, sondern über ihr eigen Fleisch und Blut und über das Bild des kleinen niedlichen Babys, das sie vielleicht bekommen könnte. Meine Herren, Sie sind hier in einer unerträglichen Arroganz anmaßend wie z. B. Herr
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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einer der entscheidenden Punkte, Herr Werner. Ich erlaube mir, ein Argument für Ihre Meinung anzuführen, das mir qualifizierter erscheint als das, was ich dazu bisher hier gehört habe. Wenn das, was z. B.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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; es gibt Regionen, in denen es im Umkreis von 30, 40 km kein Krankenhaus gibt, das einen Schwangerschaftsabbruch vornimmt. Dort, wo Frauen es ohnehin viel schwerer haben, den verfassungsmäßigen Anspruch auf gleiche Chancen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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nur möglich ist, das Handwerk gelegt. Der Unionsentwurf sieht genau das vor. Aber das Bild, das die Debatte von der linken Seite des Hauses beherrscht hat: von Männern, die nur Schurken sind, und
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]
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danach abzuwägen, ob er dem Wohl der Leibesfrucht nicht vielleicht abträglich ist, und bei jedem Nahrungsmittel, das sie zu sich nimmt, zu analysieren, ob es den Fötus nicht schädigen könnte. Die Folge wäre nämlich
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1992 () [PBT/W12/00099]