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zu treffen. Weil dem so ist, halte ich die Stiftungslösung für alternativlos. Das Denkmal, über das wir heute entscheiden, richtet sich an die zukünftigen Generationen mit der Botschaft: Scham ist ein Moment unserer menschlichen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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. Aber "ein Platz, zu dem man gerne geht", wie Sie, Herr Bundeskanzler, das in einem Interview einmal öffentlich eingefordert haben, muß diese Erinnerungsstätte ganz gewiß nicht sein. (Beifall bei Abgeordneten
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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besondere Verantwortung wahrzunehmen, die sich daraus für die Zukunft ergibt. Es hat in diesem 20. Jahrhundert, das in wenigen Monaten zu Ende geht, gerade in Deutschland viele bemerkenswerte Ereignisse gegeben, großartige und niederschmetternde. Manche
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Zu der Bedeutung dieses Mahnmals und der ganzen Debatte habe ich ein wunderbares Zitat aus dem Talmud gefunden, das ich Ihnen vorlesen möchte: Zweieinhalb Jahre - nur zweieinhalb Jahre! - diskutierten die Schule der Shammai und die
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Das - das spüren wir hier alle - übersteigt das, was Ästhetik allein leisten kann. Auschwitz, das nicht vergehen will, paßt in kein Gedicht und in keine Skulptur, und seien sie noch so schön wie
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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in der deutschen Geschichte nicht ausreichend in künstlerischer Form bearbeitet. Er knüpft an ein Stück Geschichte an, das im Dritten Reich dramatisch unterbrochen worden ist. Darum geht es auf diesem Platz: die Diskontinuität, den Bruch
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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auf die Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Er beschränkt sich auf das Wesentliche. Er verzichtet auf alles Beiwerk, das vielleicht doch eher ein Zeichen der Hilflosigkeit wäre. Jedenfalls mich überzeugt dieser Entwurf - für ihn möchte ich hier
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Sie konzentriert sich hier auf die brutalste Form der Menschenverachtung, das systematische Ermorden von Millionen von Menschen, das mit der Demütigung des deutschen Nachbarn begann und über schrittweise Ausgrenzung und Entrechtung nach Auschwitz führte. Der Vorschlag hebt
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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, etwas vordergründig zu sein. Er verkennt vor allem, daß es sich um ein Zitat handelt, das als Reverenz an die Kulturleistung des Judentums zu verstehen ist. Ich weise auch darauf hin, daß die Zielsetzung
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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geht es nicht darum, Herr Staatsminister, daß man gerne zu diesem Mahnmal geht. Ein Mahnmal, das an diese schrecklichen Verbrechen erinnert, wird immer ein Stück Herausforderung sein. Das muß es auch sein; das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Deswegen, glaube ich - darum bitte ich Sie -, müssen wir uns für ein Mahnmal entscheiden, das von den Menschen wirklich akzeptiert und verstanden wird. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU/CSU)
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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und Pflege aller vorhandenen Orte und Gedenkstätten sind uns wichtiger als ein neues, großes, monumentales Mahnmal, das nach unserer Meinung die zu lösende Aufgabe nicht erfüllt und vor allem aber den notwendigen gesellschaftlichen Konsens nicht herstellt.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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die Menschen verschiedenster Herkunft einen Zugang zum Gedenken ermöglicht. Mit seinen Stelensetzungen greift Eisenman ein Ausdrucksmittel auf, das seit der Frühzeit des Menschengeschlechts vertraut ist. Das Errichten von steinernen Stelen ist ein universell verstandener Archetypus der Erinnerung
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Eisenman II kann es ein erklärendes, aber kein architektonisches Element der Ergänzung geben. Das wogende Stelenfeld, das nach allen Seiten mit dem Stadtraum kommuniziert, darf sich nicht gleichsam an einem Baufremdkörper am Rande brechen. Leider
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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hervorgegangen und klarer Sieger eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens ist. Selten zuvor hat es ein Votum eines Wissenschaftlers gegeben, das sich so eindeutig für einen künstlerischen Entwurf ausspricht wie das des Vorsitzenden der Findungskommission, des weltweit anerkannten Professors James
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Doch was es in Berlin, der Hauptstadt der Bundesrepublik, bisher nicht gibt, ist ein Denkmal, das die Nachfahren der Täter den ermordeten Juden Europas setzen: ein Denkmal, das unsere Trauer, Scham und Verzweiflung
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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, ist ein Denkmal, das die Nachfahren der Täter den ermordeten Juden Europas setzen: ein Denkmal, das unsere Trauer, Scham und Verzweiflung ausdrückt und auslöst, das wir bewußt am Ort von Regierung und Parlament als
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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ermordeten Juden Europas setzen: ein Denkmal, das unsere Trauer, Scham und Verzweiflung ausdrückt und auslöst, das wir bewußt am Ort von Regierung und Parlament als Mahnmal und als Zeichen der friedlichen Absicht errichten. Kein Zeitpunkt
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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entstanden sind, bevor über ein Denkmal in Berlin nachgedacht wurde. Es ist zwar nur ein Versuch, das fast nicht Ausdrückbare auszudrücken. Aber es waren viele Menschen in vielen Gemeinden, an vielen Orten, die diese
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Ihnen sagen, daß das nicht der Absicht derjenigen entspricht, die von uns ein Mahnmal gefordert haben, das seine eigene Ausdrucksform hat. (Beifall bei der CDU/CSU und der F.D.P. sowie bei Abgeordneten
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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aller: Dies ist der richtige Zeitpunkt, um ein politisches Zeichen in der Mitte Berlins zu setzen, das den Opfern gerecht wird. Daran muß man denken. (Beifall im ganzen Hause) Vizepräsident Rudolf Seiters:
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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abgearbeitet hat, stellen sich meiner Generation neue Aufgaben. Entscheidend dafür ist, daß das Mahnmal, über das wir heute entscheiden werden, nicht das letzte Kapitel der Auseinandersetzung mit dem Holocaust, sondern ein neuer Anfang ist
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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unbegreiflich und so unerträglich macht. Ein Mahnmal macht dieses nicht erträglicher. Aber bei dem Mahnmal, über das wir heute diskutieren, geht es nicht um Außenwirkung oder gar um eine "Entsorgung" der Vergangenheit. Nein
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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der authentischen Stätten der Vernichtung, des Jüdischen Museums oder der Shoa-Stiftung empfunden wird. Auch ein Mahnmal, das durch ein Stelenfeld an einen Friedhof erinnert, geht fehl, weil die Opfer nicht begraben, sondern verbrannt,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]
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Herr Gysi, es ist wahr: Morden hat es immer gegeben. Aber das staatlich organisierte Morden, das im Naziregime stattgefunden hat, ist gleichsam der Höhepunkt eines Prozesses und schließt den gesamten Prozeß mit ein. Den
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 25.06.1999 () [PBT/W14/00048]