108,713 matches
-
zeigt ein Aufsatz von Konrad Adam in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 3. November 1989 — ich zitiere — : Sie — gemeint sind zahlreiche Beispielsfälle — stellen das vertraute, immer wieder neu ausgemalte Bild der Arbeitsteilung, in der die Politik das Ziel bestimmt und Wissenschaftler später nach den Mitteln suchen, gründlich in Frage. Die von Helmut Schelsky beschriebene Erfahrung, daß die Prioritäten vertauscht worden sind, „daß sozusagen die Mittel die Ziele bestimmen", ist zum Kennzeichen der technischen Zivilisation geworden. Der Politik bleibt immer öfter nicht
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
sich bei dieser Gelegenheit noch einmal zu vergegenwärtigen, was Technikfolgen-Abschätzung sinnvollerweise leisten möchte, und was sie realistischerweise leisten kann. Die wissenschaftliche Disziplin der TechnikfolgenAbschätzung versucht seit einigen Jahren, durch Entwicklung eines strategischen Rahmenkonzepts auf dem Wege der interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der unterschiedlichsten Fachrichtungen in gemeinsamen Arbeitsgruppen TA-Analysen zu erarbeiten, um ihrem Auftrag, Prognosen über künftige technologische Entwicklungslinien zu liefern, näherzukommen. Die hierfür bereits entwikkelten Instrumente verdienen es, beachtet und genutzt zu werden, auch im parlamentarischen Raum. Technikfolgen-Abschätzung vermag einen beachtlichen
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
Ich möchte abschließend die Gelegenheit wahrnehmen, dem Kollegen Rüttgers, der bis vor kurzem den Vorsitz der Enquete-Kommission innehatte, sehr herzlich zu danken für seine intensiven und erfolgreichen Bemühungen, diesen hervorragenden Vorschlag gemeinsam mit den anderen Kommissionsmitgliedern der Koalitionsfraktionen und freien Wissenschaftlern zu entwickeln und so fair zu gestalten, daß eigentlich alle Kollegen hier im Hause dem zustimmen könnten. (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU) Vizepräsidentin Renger: Das Wort hat Frau Abgeordnete Rust. Frau Rust (GRÜNE): Angesichts der eben gehörten
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
Haushaltsausschuß! — (Dr. Rüttgers [CDU/CSU]: Für ein halbes Jahr! Sie wissen, daß wir nächstes Jahr Wahljahr haben!) Wir genehmigen uns also sage und schreibe ganze — ich bitte aufzumerken — 0,28 Promille des Regierungsbudgets für Forschung und Technologie. Statt einen Stab hochqualifizierter Wissenschaftler beim Parlament aufzubauen, sollen wir auf externe Einrichtungen zurückgreifen, denen wir keine realistische Chance geben, sich aus dem Beziehungsgeflecht zu Regierung und Industrie zu lösen. Loyalität gegenüber dem Parlament, im Zweifelsfall auch gegen Regierung und industrielle Pressure-groups, muß sich ein
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
beim Parlament aufzubauen, sollen wir auf externe Einrichtungen zurückgreifen, denen wir keine realistische Chance geben, sich aus dem Beziehungsgeflecht zu Regierung und Industrie zu lösen. Loyalität gegenüber dem Parlament, im Zweifelsfall auch gegen Regierung und industrielle Pressure-groups, muß sich ein Wissenschaftler aber auch leisten können. Wer eine wissenschaftliche Institution, die aus Regierungs- und Industriegeldern dauerhaft finanziert wird, zusätzlich mit parlamentarischem Taschengeld ausstattet, der insziniert eine Alibiveranstaltung, die der ursprünglichen Intention Hohn spricht. (Beifall der Abg. Frau Hillerich [GRÜNE]) Statt per Beschluß
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
nun paßt oder nicht, Herr Kollege Hitschler. (Beifall der Abg. Frau Hillerich [GRÜNE]) Die zunehmende Abkopplung des Parlaments vom gesellschaftlichen Dialog über Technik und ihre Folgen kann nur überwunden werden, wenn wir bereit sind, außerhalb des Parlaments entwickelte Kompetenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ebenso wie von Laienexpertinnen und Laienexperten im Beratungs- und Entscheidungsprozeß adäquat zu berücksichtigen; (Beifall bei den GRÜNEN) denn nur unter dieser Voraussetzung werden technologiepolitische Weichenstellungen von der Bevölkerung als legitimiert empfunden werden. Wer Technikfolgen-Abschätzung nicht auch als ein
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
oder nicht, Herr Kollege Hitschler. (Beifall der Abg. Frau Hillerich [GRÜNE]) Die zunehmende Abkopplung des Parlaments vom gesellschaftlichen Dialog über Technik und ihre Folgen kann nur überwunden werden, wenn wir bereit sind, außerhalb des Parlaments entwickelte Kompetenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ebenso wie von Laienexpertinnen und Laienexperten im Beratungs- und Entscheidungsprozeß adäquat zu berücksichtigen; (Beifall bei den GRÜNEN) denn nur unter dieser Voraussetzung werden technologiepolitische Weichenstellungen von der Bevölkerung als legitimiert empfunden werden. Wer Technikfolgen-Abschätzung nicht auch als ein Instrument zur
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
nur, wenn das hierfür erforderliche Wissen gewonnen, argumentativ bewertet und zur Grundlage rationaler Entscheidungen gemacht wird. So können auch manche irrationale Wurzeln heutiger Technikfeindlichkeit aufklärerisch beseitigt werden. Dabei kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit eine hohe Bedeutung zu, natürlich sowohl bei den Wissenschaftlern als auch bei den Politikern. Ich will meine Anmerkungen hier abbrechen. Es wäre sicherlich noch manches zu bedenken. Zur Freude über den Schritt, den wir heute tun, gesellt sich jedenfalls die Verantwortung für das, was noch zu tun ist. Das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
die Meinung der Experten auch zur Frage der Bestrahlung von Lebensmitteln einzuholen. (Frau Würfel [FDP]: Die leider sehr uneinheitlich war!) — Insgesamt, Frau Würfel, haben uns die Sachverständigen aber in unserer Meinung bestärkt, keine Bestrahlung von Lebensmitteln zuzulassen. Zwar hat ein Wissenschaftler hervorgehoben, er halte die Bestrahlung nicht für gesundheitsschädlich, wenn die von der WHO empfohlene Höchstdosis von 10 kGy nicht überschritten werde. Demgegenüber haben aber andere Sachverständige betont, daß nur bestimmte Keime durch diese Bestrahlung vernichtet werden, während andere — strahlenresistente — Keime
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
dies von den herkömmlichen Methoden annehmen können, oder aber ob die radioaktive Bestrahlung mehr Risiken, gleich viele oder weniger gesundheitliche Risiken birgt als andere Methoden. Auf der Anhörung zu Ernährungsfragen in Berlin am 12. November dieses Jahres waren sich die Wissenschaftler in der Risikobeurteilung und der Folgenabschätzung nicht einig. Es kann nicht beurteilt werden — auch nicht von den Antragstellern — , ob chemisch konservierte Lebensmittel in der Langzeitbetrachtung erheblich höhere Risiken für die Gesundheit der Konsumenten aufweisen, als wir dies bei strahlenbehandelten Produkten
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 16.11.1989 () [PBT/W11/00176]
-
von ihrer großen Tradition; ich rede auch nicht von den Nobelpreisen, die sie in den letzten Jahren immer wieder bekommen hat; im letzten Jahr waren es drei. Ich rede davon, daß sie immer attraktiver wird und daß ihre Berufungen von Wissenschaftlern aus dem Ausland, auch von ausländischen Wissenschaftlern aus den USA, immer überzeugender werden, weil man in der Welt weiß, daß die Arbeitsbedingungen hier in Deutschland gut sind, daß die Themen interessant sind und daß wir in wichtigen Bereichen an der
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
nicht von den Nobelpreisen, die sie in den letzten Jahren immer wieder bekommen hat; im letzten Jahr waren es drei. Ich rede davon, daß sie immer attraktiver wird und daß ihre Berufungen von Wissenschaftlern aus dem Ausland, auch von ausländischen Wissenschaftlern aus den USA, immer überzeugender werden, weil man in der Welt weiß, daß die Arbeitsbedingungen hier in Deutschland gut sind, daß die Themen interessant sind und daß wir in wichtigen Bereichen an der Spitze der Forschung stehen. Der leise Erfolg
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
stärker vorstellen. Die Dynamik, hier mitzumachen, ist eine unserer Aufgaben. Dies jetzt auszudifferenzieren können wir in der begrenzten Zeit nicht schaffen. Lassen Sie mich ein anderes Grundsatzproblem ansprechen. Wir werden in den nächsten Jahren die letzten großen starken Jahrgänge junger Wissenschaftler und Techniker haben; das ist nicht nur ein Problem, sondern eine Chance. Wir empfinden dies heute überwiegend als Last. Ab Mitte der 90er Jahre werden wir erkennen, was wir schon heute bei den Lehrlingen erkennen, daß wir nämlich diese Generation
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
schaffen, daß ein größerer Teil an Frauen in der Wissenschaft wirklich seinen Platz findet unter Berücksichtigung dessen, was Frauen in ihrem persönlichen Lebensvollzug an Möglichkeiten, aber auch an Belastungen haben. Wir müssen schauen, daß — dies alles gehört dazu — ein junger Wissenschaftler wirklich als junger Mensch Wissenschaftler sein kann. Wenn ein Chemiker mit 29, 30 Jahren in den Beruf kommt, dann ist er so ganz jung ja nicht mehr. Die Frage, fünf kreative Jahre zu verschenken, ist für eine Industrienation eine ganz
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
an Frauen in der Wissenschaft wirklich seinen Platz findet unter Berücksichtigung dessen, was Frauen in ihrem persönlichen Lebensvollzug an Möglichkeiten, aber auch an Belastungen haben. Wir müssen schauen, daß — dies alles gehört dazu — ein junger Wissenschaftler wirklich als junger Mensch Wissenschaftler sein kann. Wenn ein Chemiker mit 29, 30 Jahren in den Beruf kommt, dann ist er so ganz jung ja nicht mehr. Die Frage, fünf kreative Jahre zu verschenken, ist für eine Industrienation eine ganz grundsätzliche Frage. Wenn dann noch
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
Leute sauer sind, dann wird das, was passieren soll, in der Regel schlecht. (Frau Ganseforth [SPD]: Vielleicht ändern Sie mal etwas am BAföG!) Ich möchte nicht darstellen, wie wir das angegangen haben: die Nachwuchsprogramme der Großforschungseinrichtungen, die enge Zusammenarbeit der Wissenschaftler, die wachsende Zahl der Diplomanden. (Frau Bulmahn [SPD]: Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein!) Ich spreche hier auch nicht über das Zwei-MilliardenDM-Programm, das wir angelegt haben. Das ZweiMilliarden-Programm über sieben Jahre ist ein beachtlicher Betrag. Jetzt aber möchte
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 06.09.1989 () [PBT/W11/00157]
-
Bürgermeister Momper, mit mir zusammen festzustellen, daß die Vereinbarung zwischen SPD und Alternativer Liste zur Schließung der Berliner Akademie der Wissenschaften keine Geschäftsgrundlage nach diesen Ereignissen mehr hat, daß die Berliner Akademie geradezu den Brückenschlag zu anderen Akademien und zu Wissenschaftlern in der DDR und Osteuropa darstellen sollte. Ich stelle dann gerne fest, daß Hessen keinen Grund hat, Berlin eine wirklich zentral zuwachsende Funktion durch Einladung dieser Akademie nach Hessen zu entziehen. Wir wollen nichts aus Berlin abwerben; (Zustimmung bei der
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 18.01.1990 () [PBT/W11/00188]
-
ist unangetastet geblieben, obwohl wir die anderen berufsbezogenen Freibeträge, z. B. den Freiberuflerfreibetrag, abgeschafft haben. Ich bin mir bewußt — ich sage das trotzdem hier mit vollem Risiko — , daß gerade die Herausnahme der Landwirtschaft aus dem Subventionsabbau sehr viel Kritik bei Wissenschaftlern und auch bei der Publizistik gefunden hat. Ich hoffe aber doch, daß zumindest die betroffenen Bauern und ihre Verbandsvertreter unseren guten Willen auf diesem Gebiet anerkennen. Wir haben auch eine Fülle von Anregungen von seiten der Verbände und Sachverständigen in
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 23.06.1988 () [PBT/W11/00087]
-
90er Jahre, weitschauend, konzipiert ist, wird der Werbungskostenpauschbetrag von 2 000 DM als ziemlich zielgenau angesehen werden müssen. Er paßt, wie ich meine! (Beifall bei der CDU/CSU — Widerspruch bei der SPD) Dies gilt insbesondere unter dem neuen Recht. Ein Wissenschaftler hat in der Anhörung gesagt, Herr Kollege Apel, daß diese Pauschale von 2 000 DM ein „verfassungsrechtliches Restrisiko" beinhalte. Ich bin davon überzeugt, daß dieser Verfassungsrechtler die Zahlen, die hier jetzt bekannt sind, die ich hier vorgetragen habe, nicht gekannt
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 23.06.1988 () [PBT/W11/00087]
-
an das DIW begrüßt. Wir haben feststellen müssen, daß Sie nicht einmal darauf gewartet haben, bis das DIW mit seinem Gutachten fertig war. Sie wollen jetzt Ihre Kürzungen durchsetzen, gegen die Berliner Wirtschaft, gegen die Berliner Gewerkschaften, gegen die gutachtenden Wissenschaftler, die in den Anhörungen allesamt zum Teil scharfe Kritik an Ihrem Vorhaben geübt und begründete Bedenken geltend gemacht haben. Ich erinnere Sie an das Hearing. Die Sachverständigen waren sich darin einig, daß die Investitionszulage für viele Betriebe das entscheidende Förderungsinstrument
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 23.06.1988 () [PBT/W11/00087]
-
einem hohen Niveau festlegt und weil die Benennung dieser Sachverständigen vom Bundesgesundheitsamt vorgenommen und verantwortet wird; sie wird nach meiner Überzeugung dazu führen, daß qualifizierte Gegensachverständige benannt werden. Die dritte Bemerkung. Der Gesetzentwurf stellt sicher, daß als Gegensachverständige nur unabhängige Wissenschaftler eingesetzt werden. Firmenangehörige sind ausgeschlossen. Wir wollen die Unabhängigkeit dieser Sachverständigen auch dadurch gewährleisten, daß sie von der Zulassungsbehörde und nicht von pharmazeutischen Unternehmen honoriert werden. Ich bestätige ausdrücklich das, was ich schon in den Ausschußberatungen gesagt habe. Die vierte
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 23.06.1988 () [PBT/W11/00087]
-
liegt auch am Fehlen von Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendarbeiter und -arbeiterinnen. Ich meine aber auch, daß die Bundesregierung die bisherigen Träger der Jugendhilfe da nicht genügend unterstützt. Fazit: Die im Achten Jugendbericht gezeigten Perspektiven sind eine fachliche Herausforderung für Betroffene, Praktiker, Wissenschaftler und politisch Verantwortliche, die ihre Entsprechung in der erweiterten Angebotspalette der Jugendhilfe mit dem neuen Kinder- und Jugendhilferecht findet. So wichtig dieses Gesetz ist, die Liberalen teilen nicht ganz die Ansicht der Bundesregierung, daß es schon alle Anforderungen aus dem
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 21.03.1991 () [PBT/W12/00018]
-
die den Schritt in die mittelständische Wirtschaft gewagt hatten, dank dieser Bundesregierung aber ohne Chancen sind. (Dr. Altherr [CDU/CSU]: Geht es Ihnen persönlich auch schlechter?) Enttäuscht, ohne Hoffnung und voller Wut sind schließlich die Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, die Wissenschaftler und Angestellten, deren Betriebe und Institute abgewickelt, geschlossen, liquidiert werden. (Zuruf von der CDU/CSU: Stimmt doch nicht! — Pfeffermann [CDU/CSU]: Was haben Sie denn für eine Sprache? „Liquidiert"!) Die Treuhand veruntreut die kargen Früchte 40jähriger, von der SED mißbrauchter
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 21.03.1991 () [PBT/W12/00018]
-
der so eingebrachten Primärenergie verloren. Es liegt also nahe, sich bei der bekannten, energiewirtschaftlich teuren Produktionstechnik zunächst einmal mit der Primärenergie und deren Bereitstellung in regenerativer Form zu beschäftigen. Das kann und wird in einiger Zeit — so die Prognosen unserer Wissenschaftler — die solare Elektrizität sein. Es ist im übrigen davon auszugehen, daß die Techniken der Photovoltaik in Zukunft ein enormes Entwicklungspotential beherbergen, das zunehmend erschlossen wird. In der Begutachtung der möglichen Zukunft dieser Energietechnik steht allerdings dann auch die Frage an
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 21.03.1991 () [PBT/W12/00018]
-
um Photochemie und um Photobiologie. Wenn auch die Sonne unser alles erhaltender Energiespender ist, muß und kann die diffuse Sonneneinstrahlung mit der geringen Energiedichte erst durch eine ausgereifte Technologie so gebündelt werden, daß sie wirtschaftlich und großtechnisch nutzbar ist. Unsere Wissenschaftler gehen allerdings davon aus — das kann man z. B. im Bericht der Ad-hoc-Gruppe beim Bundesforschungsminister nachlesen — , daß der Durchbruch in der Technologie erst innerhalb der nächsten 50 Jahre stattfinden wird. Damit ist die zweite Bedingung für eine Wasserstoffwirtschaft klar: das
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 21.03.1991 () [PBT/W12/00018]