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]: Gott sei Dank! — Jäger [Wangen] [CDU/CSU]: Märchen sind das, die Sie erzählen!) NATO-Territorium im Fall eines Angriffs aus dem Osten zu verteidigen. (Würzbach [
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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, deutlich machen, daß mit einer Aggression ein Preis zu bezahlen wäre und ein Risiko verbunden wäre, das nicht tragbar ist. Solange das so ist, werden wir hier in Frieden leben und die Freiheit bewahren.
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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und ob die Folgen seines Wirkens positive Wirkungen auf die Zukunft haben statt negative, ist ein Risiko, das in der Politik weit größer ist, als es beim Künstler jemals sein könnte. Wie immer man es betrachtet
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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es nicht als Künstler. Sie setzen sich dann einem politischen Urteil aus. Es ist völlig unbegründet, das dann als Abqualifizierung ihrer künstlerischen Fähigkeiten oder Freiheiten mißzuverstehen. Umgekehrt: Wie auch immer wir Politiker als Privatpersonen über
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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meinen Sie denn jetzt?) Um ein besonders aktuelles Beispiel zu wählen, wähle ich das Friedensthema, das uns ja alle mit Recht bewegt. Wer hervorragende Romane geschrieben oder große naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht hat, hat damit
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Vielleicht, so möchte ich hoffen, wächst von hier aus das kritische Einverständnis von Kultur und Politik, das in den letzten Jahren bisweilen zu zerreißen schien. Es wäre schön, — bitte, verstehen Sie diesen Satz
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Hölderlin", hat mehr enthüllt als das jahrhundertealte widersprüchliche Verhältnis der historischen Rechten zu Kultur und Intellektuellen, das wir heute morgen hier noch einmal so klassisch vorgetragen bekommen haben. (Sehr wahr! bei der SPD)
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und Kultur erfahren tiefgreifende strukturelle Veränderungen, vor allem durch wirtschaftliche und technologische Entwicklungen. Ein nationales Parlament, das diesen Prozeß nicht einmal wahrnimmt, käme seinen Aufgaben nicht nach. Viertens. Mehr und mehr Bürger unseres Landes
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Weltstars, senden und Privatfirmen animieren, es zu finanzieren. Werkstattkunst, die Probierstätten, das Neue, das sich der Mode entzieht, sich heute versucht und morgen zur künstlerischen Ausdrucksform werden könnte, das ist die Sache
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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ein. Das gilt ausdrücklich für die kulturelle Filmförderung. Entscheidender Maßstab muß dort die künstlerische Qualität sein, das sagt die Bundesregierung in ihrer Antwort. Ich begrüße das. Wir treten dafür ein, daß die Hemmnisse bei
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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zu spät dafür sein, diese kulturpolitische Debatte hier zu führen. Das ist das eigentliche kulturpolitische Drama, das wir erleben. (Beifall bei den GRÜNEN) Ich muß zum Schluß kommen. Meine Damen und Herren,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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als die Summe von elf Kulturpolitiken der Länder. Nun will ich zuletzt etwas zu dem Mahnmal sagen, das die Bundesregierung hier in Bonn plant. Der einzige schriftliche Beleg über dieses Mahnmal ist das unsägliche Aide-mémoire einiger Verbände
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Völkern zugefügt." So der Berliner Schriftsteller Dieter Hoffmann-Axthelm bei dem ersten öffentlichen Gespräch über dieses Mahnmal, das der Bund Deutscher Architekten kürzlich hier veranstaltet hat und zu dem die Bundesregierung nicht erschienen ist. Ist es möglich
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Rolle der Industrie bei der Vernichtung von KZ-Häftlingen dargestellt hat. Das war ein Denkmal! Dieses Vorhaben, das hier betrieben wird — heimlich, unter der Decke —, verdient Mißtrauen, verdient Widerspruch. Die Bundesregierung will
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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braucht? Ein Mahnmal für den Frieden gewiß. Wer sollte dagegen sein! Aber doch kein Mahnmal, das den letzten Holocaust verschleiert, während der nächste schon vorbereitet wird. (Oho-Rufe bei der CDU/CSU —
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Gesprächen, die ich mit ihm über diesen Gegenstand geführt habe, davon ausging, daß das Mahnmal, das in Bonn erbaut werden soll, nicht durch die Bundesregierung errichtet werden soll, auch nicht durch den Bundestag oder
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Gesinnungsbollwerke in diesem unserem Lande. Wenn wir ein „Haus der Geschichte" wollen, dann eines, das die Geschichte vor 1945 nicht ausklammert. Wir brauchen nicht Maßregelung der Goethe-Institute, sondern deren großzügige Unterstützung bei voller
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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für ihre Vergangenheit, die sie erhalten wollen. Was ihnen Heimat ist, ist nicht das Heimatgefühl, das sich bedeutenden patriotisch-vaterländischen Leistungen im Stil der Epoche des Nationalstaats zuwendet, sondern es ist dies die heimatliche Kultur,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Und doch ist wahr, daß all dies sinnvoll nur auf der Matrix eines kulturellen Bewußtseins geschehen kann, das jedoch nichts anderes bedeutet, als mit Hilfe geistig-künstlerischer Leistungen die Möglichkeiten des Menschen zu erkennen, und zwar die
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Gemeinschaft. Denn nach wie vor gilt: Einer Nation kommt jenes Maß an Achtung und Würde zu, das sie ihrerseits dem Bereich des Geistes, der Kunst und der Kultur einzuräumen bereit ist. (Beifall bei der
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betrifft die offenkundige Diskrepanz zwischen unseren Postulaten und den Realitäten. Ich will hierfür nur ein Beispiel anführen, das mir wichtig ist. Liebe Kollegen, wir nennen unsere Auslandsschulen stolz Begegnungsschulen. Ich bitte Sie alle, einmal
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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dritten Ebenen mit soviel Respekt und soviel Selbstzweifeln begegnet sind. Und so entstand das Nationalkomitee für Denkmalschutz, das j a in der Antwort der Bundesregierung gewürdigt wird, mit maßgebender Mitwirkung des Bundes — eigentlich ein Unikum,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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man fortfahren. Wer die Verstöße des Bundes auf Länderseite beklagt, der muß auch das Vakuum sehen, das sie ausgelöst hat, (Sehr richtig! bei der CDU/CSU) ein Vakuum nicht nur finanzieller,
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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Prüfzusagen, was bestimmte steuerliche Veränderungen angeht, mehr nicht. Im übrigen aber dokumentiert sich ein Kulturverständnis, das mehr die Repräsentation und die attraktive Garnitur des alltäglichen Lebens im Auge hat, wenn von Kultur die Rede ist
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]
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erwähnten Artikel schreibt: Die Regierung hat prinzipiell durchaus das Recht, im Ausland nur das zu zeigen, das ihr genehm ist. (Zuruf von der SPD: Das entlarvt den Staatsmann!) Meine Damen und Herren
Protokoll der Sitzung des Deutschen Bundestags am 09.11.1984 () [PBT/W10/00099]