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Erotografie an. Die Wirkungsforschung zur Pornografie und Erotografie brachte die Erkenntnis, dass weniger die sexuellen Inhalte als vielmehr die Gewaltinhalte von Mediendarstellungen zu Wirkungen führen, die Jugendschützer in der pädagogischen Verantwortung besorgt machen. Schon lange gab es das Wort „Erotografie“, das einen Gegenbegriff zu „Pornografie“ bezeichnen soll, aber es hat sich in Fachkreisen nicht genügend durchgesetzt. Die Differenzierung scheint notwendig zu sein: Die Produkte auf dem Erotik-Markt von heute sind äußerst facettenreich, sodass große begriffliche Unklarheiten herrschen. Indikativ hierfür ist, dass
Erotografie by Buchling, u.a. () [WPD11/E17/61082]
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definiert, „das sexuell stimuliert oder stimulieren kann, dabei aber deutlich aggressive Anteile enthält, wobei Aggressivität bereits vorliegt, wenn Menschen abgewertet bzw. degradiert werden, ohne dass der Kontext zu einer Reflexion darüber anregt“ [Def. nach Herbert Selg]. Erotografisch ist dagegen Material, das die Sexualität ohne Degradierung und auf Basis der Gleichwertigkeit der Beteiligten darstellt und grundsätzlich prosoziale Handlungen unterstützen kann. Künstlerische Erotografie ist frivol, aber nicht obszön oder vulgär, kann auch sexuelle Phantasien darstellen und nicht nur den sexuellen Alltag. Wenn die
Erotografie by Buchling, u.a. () [WPD11/E17/61082]
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Namen „Evangelische Orientierungsstelle“ von Oswald Eggenberger gegründet. Heute wird sie geleitet von Georg Schmid, Professor für Religionswissenschaft an der Universität Zürich und seinem Sohn, dem Theologen Georg Otto Schmid. Eggenberger publizierte 1969 das Handbuch „Die Kirchen, Sondergruppen und religiösen Vereinigungen“, das die religiöse Landschaft der Schweiz umfassend darstellte. In den nächsten 25 Jahren gab Eggenberger fünf weitere stark überarbeitete und erweiterte Auflagen heraus. Die siebte Auflage von 2002 wurde unter der Leitung von Georg Schmid und Georg Otto Schmid von einem
Evangelische Informationsstelle: Kirchen – Sekten – Religionen by Saltose, u.a. () [WPD11/E17/57768]
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Sträuchern. Sie besitzen am Bauch eine Atemhöhle, die im Verlauf der Evolution aus Einfaltungen der Hinterleibsringe entstanden ist. In der Atemhöhle befinden sich die Atemöffnungen (Stigmata), die Einmündungsstellen der Tracheen an der Körperoberfläche. Die Tracheen bilden ein System aus Atemröhren, das den ganzen Körper eines Insekts durchzieht und das funktionale Äquivalent zu unserer Lunge darstellt. Durch rhythmisches Einpumpen von Luftbläschen aus der Atemhöhle in eine eiweißhaltige Flüssigkeit, welche die Larven aus dem After abscheiden, wird der Schaum erzeugt. Dieser Vorgang hält
Erlenschaumzikade by VolkovBot, u.a. () [WPD11/E17/57760]
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Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als Prospektion. Eine Lagerstätte bezeichnet einen Bereich, in dem sich ein Abbau schon gegenwärtig wirtschaftlich lohnt oder lohnen könnte, und ist zu unterscheiden von einem geologischen Vorkommen von Öl (etwa als Bitumen, Ölsand oder Teersand), das erst bei einem Ölpreis, der die jeweiligen Fördergrenzkosten übersteigt, und die Förderung somit rentabel macht, oder verbesserten Förder- bzw. Verarbeitungsmethoden wirtschaftlich abbaubar sein wird. Ressourcen bzw. Reserven von Öl und anderen Rohstoffen waren bislang sehr stark vom aktuellen Stand der
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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allein durch den Ortsdruck mit sehr hoher Förderrate durch das Speichergestein zum Bohrloch und an die Oberfläche tritt (durch Rohrleitungen und eingebaute Ventile steuerbar). Es kann sich aber auch um sehr zähflüssiges, bitumenartiges Rohöl in einem schlecht durchfließbaren Speichergestein handeln, das nur durch hohen technischen und energetischen Aufwand und nur mit geringer Rate förderbar ist. Sowohl die Qualität des Rohöls als auch die Durchlässigkeit des Speichergesteins beeinflussen somit die Ausbeutequote und die Förderrate erheblich. Kartelle der Ölproduzenten versuchen, mit ihren individuellen
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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schließen ließen. So tritt aus seicht liegenden Lagerstätten ständig Erdöl in geringen Mengen aus. Ein Beispiel dafür ist die seit dem 15. Jahrhundert bekannte, aber mittlerweile versiegte St. Quirins-Quelle bei Bad Wiessee am Tegernsee, aus der über Jahrhunderte Erdöl austrat, das vornehmlich als Heilmittel Verwendung fand. Auch das Vorkommen von Bitumen ist ein Indiz für KW-Lagerstätten. Die Suche tief liegender Ölvorkommen erfolgte früher durch eine eingehende Analyse der geologischen Verhältnisse eines Landstrichs (geologische Kartierung). In der Folge wurden dann an ausgewählten
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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gedrückt wird. Die Bohrflüssigkeit muss ein hohes spezifisches Gewicht und eine hohe Viskosität aufweisen, damit sie durch das hohle Bohrgestänge eingepresst und durch den Ringraum wieder ausgepresst werden kann und damit das Bohrklein dabei mitgerissen wird. Sie besteht aus Wasser, das unter anderem gelöste Polymere und suspendiertes Baryt-Mehl enthält. Manchmal wird die Bohrspülung auch benutzt, um damit einen Motor direkt über dem Bohrmeißel anzutreiben, so dass nur der Bohrmeißel, nicht aber der gesamte Bohrstrang gedreht wird. Damit die einzelnen Rohre des
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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betätigt, der über eine eigene Rohrleitung mit einer an der Erdoberfläche verbundenen Hydraulikpumpe verbunden ist. Das gewonnene Erdöl dient dabei als Betriebsmittel des gesamten Pumpensystems. Aus tiefer liegenden Ölvorkommen wird häufig mittels Gasliften (vgl. Mammutpumpe) gefördert. Dabei wird das Begleitgas, das bei der Erdölförderung mit an die Oberfläche tritt, abgetrennt, getrocknet und in den Hohlraum zwischen Förderstrang und Casing gepresst. Über Ventile gelangt das Gas vom Ringraum in den Förderstrang. Durch den Effekt der aufsteigenden Gasblasen wird das Öl-Wasser-Gemisch im Förderstrang
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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die Primär- und Sekundärförderung hinaus weiteres Erdöl aus Lagerstätten gewonnen werden. Zu diesen Maßnahmen gehören: Wärmeverfahren: Einpressen von Heißwasser oder Heißdampf (Dampffluten) oder Verbrennen eines Teils des Erdöls in der Lagerstätte; Einpressen von N2 (Stickstoff) (Stickstofffluten); Einpressen von CO2 (Kohlenstoffdioxid), das den Lagerstättendruck erhöht und sich im Öl löst und dadurch dessen Viskosität vermindert (CO2-Fluten); Einpressen von Leichtbenzin oder Flüssiggas, die ebenfalls die Viskosität des Öls erniedrigen; Einpressen von wässrigen Lösungen Viskosität erhöhender Stoffe (organische Polymere), wodurch das Öl besser von
Erdölgewinnung by Martin1978, u.a. () [WPD11/E17/61127]
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Aufbau der katholischen Kirche in Estland. Recht schnell begann sich auch die allgemeine Öffentlichkeit für die Arbeit von Eduard Profittlich zu interessieren, seine Predigten wurden auch von Andersgläubigen gerne besucht und das katholische Monatsblatt Kiriku Elu (dt. „Leben der Kirche“), das er schon bald herausgab, wurde vor allem von der estnischen Intelligenz gerne gelesen. Recht schnell entstanden weitere Pfarreien in Narva, Pärnu, Rakvere, Petseri, Valga und Kiviõli, wobei vor allem die Anzahl der estnischen Katholiken wuchs. So wirkten in Estland im
Eduard Profittlich by Solemio, u.a. () [WPD11/E17/57079]
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stiften.( Fritz Grobba, Männer und Mächte im Orient. 25 Jahre diplomat. Tätigkeit im Orient, Göttingen: Musterschmidt, 1967, S.188f) Die Expedition kam aber nicht zustande. Ab 1943 leitete Schäfer das von ihm gegründete „Sven Hedin-Reichsinstitut für Innerasien und Expeditionen“ in München, das in enger Verbindung zum SS-Ahnenerbe stand. Nachdem Bruno Beger im Juni 1943 im KZ Auschwitz hauptsächlich jüdische Häftlinge selektiert hatte und für August Hirts Skelettsammlung ermorden ließ, schrieb Schäfer am 24. Juni an Beger: „Fein, dass Du auch mongolische Typen
Ernst Schäfer (Zoologe) by Michael Gäbler, u.a. () [WPD11/E17/54119]
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Erinnerung an die Marie A. ist ein Gedicht, das Bertolt Brecht in der Urfassung am 21. Februar 1920 auf einer Zugfahrt nach Berlin in sein Notizbuch schrieb.(Berliner und Frankfurter Ausgabe Bd. 11, Anm.92,1, S. 318; Faksimile in: Werner Hecht (Hrsg.), Brecht, S. 39; Jürgen Hillesheim sieht die Behauptung
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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Hrsg.), Brecht, S. 39; Marcel Reich-Ranicki hat sein Brecht-Büchlein nach dem eindrücklichen sprachlichen Bild Ungeheuer oben. Über Bertolt Brecht betitelt, Berlin (Aufbau) 1996) Das Bild der Wolke für die verblassende Erinnerung an das Gesicht der Geliebten ist ein literarisches Motiv, das der frühe Brecht regelmäßig eingesetzt hat. Das Namenskürzel „Marie A.“ im Titel bezieht sich auf Brechts Augsburger Jugendliebe Marie Rose Amann. Brecht-Biograph John Fuegi zählt das „täuschend schlichte Gedicht, leicht auswendig zu lernen und später auch leicht zu singen, als
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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5 Erdteile. Aber die Rosmarie kann ich also … Kreuzteufel! Was sind 100 Möglichkeiten gegen eine Unmöglichkeit? Vergessen ist Kraft = Flucht aus – Schwäche. Das Höchste, was man kann, ist: das zu nehmen, was man kann. Und das andere? Aber das andere, das man nicht …? Es kann keinen Gott geben, weil ich es sonst nicht aushielte, kein Gott zu sein… Wer lacht da nicht? (Lachen ist auch so eine Kraft der Schwachen!)“(zitiert nach: Werner Hecht (Hrsg.), Brecht, S. 39) Die Herabsetzung der
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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26. August 1920 hin, um zu zeigen, dass „das Gedicht zunächst nur den intellektuellen Versuch darstellt, Abstand zu Marie Rose Aman zu gewinnen“.(Sabine Kebir: Ein akzeptabler Mann? Brecht und die Frauen, S. 36) Ein halbes Jahr nach dem Gedicht, das so eindringlich Vergessen und verblassende Erinnerung beschwört, notiert Brecht: „Abends eine liebliche Dämmergeschichte. Ich hatte die Rosl bestellt. (…) Wir laufen in die Birkenau. Wir rutschen auf einer Bank herum, sie ist bleich, kindlich, schleckig. Der Himmel ist bewölkt, er schwimmt
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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sie will beziehungsweise nicht will: kein Abenteuer mit dem ihr zwar sympathischen, aber irgendwie unheimlichen Eugen Berthold.“(Sabine Kebir: Ein akzeptabler Mann? Brecht und die Frauen, S. 37) Literarische und musikalische Quellen Anregungen für das Gedicht gab ein französisches Chanson, das im deutschen Sprachraum in einer Bearbeitung des Wiener Komponisten Leopold Sprowacker(* 31. Mai 1853 Wiener Neustadt † 30. März 1936 Wien) um die Jahrhundertwende große Popularität genoss und in zahlreichen unterschiedlichen Arrangements verbreitet war. Carl Zuckmayer sprach von einer „gegen Ende
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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Spuren sich in der „Volksballade von ‚Schön Anna‘“ erhalten hätten.(Albrecht Schöne: Erinnerung an die Marie A. , a.a.O., S. 490) Ebenfalls auf dieses Lied gehe „ein etwa ins Jahr 1160 zu datierendes Lai der Marie de France zurück, das entsprechend nahe Verwandtschaft mit den genannten Balladen zeigt: ‚Le Fraisne‘.“ „Ezra Pounds ‚La Fraisne‘, 1909 in dem Bande ‚Personae‘ erschienen, das vom Lai der Marie de France ausgeht“,(Albrecht Schöne: Erinnerung an die Marie A. , a.a.O., S. 491
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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490) Ebenfalls auf dieses Lied gehe „ein etwa ins Jahr 1160 zu datierendes Lai der Marie de France zurück, das entsprechend nahe Verwandtschaft mit den genannten Balladen zeigt: ‚Le Fraisne‘.“ „Ezra Pounds ‚La Fraisne‘, 1909 in dem Bande ‚Personae‘ erschienen, das vom Lai der Marie de France ausgeht“,(Albrecht Schöne: Erinnerung an die Marie A. , a.a.O., S. 491) sei nun als ein Ausgangspunkt für Brechts Gedicht zu werten. Schöne zitiert den Schluss des Gedichts: „Once there was a woman
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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der Zeitschrift Junge Dichter vor die Front!,(Berlin, Heft 3; vgl. Bertolt Brecht. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, S. 318; siehe auch: Werner Hecht: Brecht-Chronik. Suhrkamp, Frankfurt 1997, S. 179.) einem von dem Rezitator Franz Konrad Hoefert redigierten Periodikum, das noch nicht arrivierten Dichtern ein Podium bieten wollte. Am selben Tag fand in Berlin ein „Brecht-Abend“ statt, bei dem Hoefert und die Rezitatorin Erna Feld Brecht-Gedichte vortrugen. Die einleitenden Worte sprach Jo Lherman, ein umtriebiger Theatermacher und Regisseur, der die
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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sich der Sprecher des Gedichts sehr intensiv an die „weiße Wolke“, nicht aber an das Gesicht der Geliebten erinnern kann. Die Interpreten legen dieses Faktum unterschiedlich aus: – als Verdrängung der bedrückenden Erinnerung an den Verlust der Geliebten, – als selbstverliebtes Liebeserleben, das nur die eigenen Gefühle erinnert, – als autobiografischen Text Brechts, der in dem Gedicht seine Liebe zur Schülerin Marie Rose Amann verarbeite – als Verdichtung der großen Liebe zu einem eindrücklichen literarischen Symbol. Beim Vergleich der Deutungen ist zu berücksichtigen, dass den
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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es entwickelt sich „der naiv-aufsässige Brechtsche Ton“.(Jörn Albrecht: Übersetzung und Linguistik, S. 104; Albrechts Untersuchung beschäftigt sich mit der Schwierigkeit, diesen bewussten Verstoß gegen die Sprachnorm zu übersetzen.) In der langen, romantischen Schilderung der Liebesbegegnung versteckt Brecht ein Geschehen, das die Wolke zum Verschwinden bringt: „und als ich aufsah, war sie nimmer da.“ In der ursprünglichen Notizbuchfassung („und als ich aufstand“) war dieser Bezug zu einem Liebesakt noch deutlicher formuliert.(Jan Knopf im Brecht-Handbuch, S. 35) Wie in anderen frühen
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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strahlenden Himmel vollziehen die Bilder von Wind, Wolke und Wasser die Zeichen der Vergänglichkeit.“(Albrecht Weber: Zu Liebesgedichten Bert Brechts, S. 61) Vergänglichkeit und „Baalisches Weltgefühl“ sieht Weber im Anschluss an Walter Muschg(„Baals Glaube an das Glück des Augenblicks, das alle Vergänglichkeit überstrahlt, ist am vollendetsten in der ‚Erinnerung an die Marie A.‘ gestaltet.“; Walter Muschg: Von Trakl zu Brecht, Dichter des Expressionismus, München 1961, S. 342, zitiert nach Albrecht Weber, S. 64) in der Erinnerung an die Marie A.
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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nimmer undDoch jene Wolke blühte nur Minuten(jeweils 7. Vers der 2. und 3. Strophe) John Fuegi hat darauf hingewiesen, dass die enge Verbindung der Schlüsselwörter „Wolke“ und „Gesicht“ auch über die Doppeldeutigkeit des Wortes „weiß“ im Gedicht hergestellt wird, das einmal die Farbe der Wolke bezeichnet, andererseits als Form des Verbs „wissen“ die Erinnerung an das Gesicht.<ref name="Fuegi.109">John Fuegi: Brecht & Co. , Biographie, S. 109 Ein weiteres Klangelement sind nach Knopf „syntaktische Klein-Einheiten“ aus zweifüßigen Jamben („Da hielt
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]
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Harmonie sei leicht zu überlesen, dass sich nur jede zweite Zeile reime. Trotz dieser harmonischen, lyrischen Form läuft – so Jan Knopf – „alles auf Desillusionierung hinaus“, Jan Knopf verweist zunächst auf den großen zeitlichen Abstand zwischen Erinnerung und Ereignis, ein Konstrukt, das er nicht als psychologischen Versuch der Distanzierung von dem Erlebnis des Verlassenwerdens deutet, sondern als Hinweis auf die Distanz zwischen lyrischem Ich und dem jungen Bertolt Brecht. Das lyrische Ich sei „mit dem 23jährigen Autor kaum identifizierbar.“ Im Brecht-Handbuch weist
Erinnerung an die Marie A. by 82.113.103.164, u.a. () [WPD11/E17/68451]