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DeReKoVecs (Fankhauser & Kupietz 2022, 2017, 2019; Kupietz et al. 2018) ist das neue gläserne Labor der des Programmbereichs Korpuslinguistik am IDS. Ähnlich wie die
Kookkurrenzdatenbank <a href="http://corpora.ids-mannheim.de/">CCDB</a> (Keibel &amp; Belica 2007, Belica 2011) dient DeReKoVecs zur Erforschung und zum Vergleich
von Maßen, Dimensionsreduktionsverfahren, Visualisierungen etc., zum Aufspüren von detaillierten paradigmatischen und syntagmatischen Beziehungen
zwischen Wörtern auf Grundlage Ihrer Verwendung in sehr großen Korpora wie DeReKo (Kupietz et al. 2010, 2018) oder CoRoLa (Barbu Mititelu et al. 2018, Cristea et al. 2017).
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Die hier verwendeten Modelle beruhen zum einen auf einer Erweiterung von word2vec (Mikolov et al. 2013), wang2vec (Ling et al. 2015)
und zum anderen auf einfachen Kookkurrenzhäufigkeiten und Analysemethoden, die auf diesen operieren.
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<h3>Effektive Fenstergröße und Auto-Focus</h3>
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Die Assoziationsmaße LL, MI, MI², MI³ und nPMI werden nicht über das gesamte Kontextfenster
berechnet, sondern nur über die <em>belegten Positionen</em>, also diejenigen, an denen der
Kollokator mindestens einmal vorkommt. Die erwartete Häufigkeit beruht damit auf dieser
effektiven Fenstergröße, wodurch ein Kollokator, der nur an wenigen Positionen auftritt,
höher bewertet wird als einer, der sich über viele verteilt. Das hilft dabei, echte
Kollokationen von Wörtern zu unterscheiden, die lediglich in denselben Kontexten vorkommen.
Die Werte sind dadurch allerdings nicht unmittelbar mit denen von Werkzeugen vergleichbar,
die stets mit einer festen Fenstergröße rechnen.
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LDaf ist demgegenüber der <em>Auto-Focus</em>-Wert (Belica), also der höchste Wert, den
irgendeine – nicht notwendig zusammenhängende – Auswahl von Positionen erreicht, wie er auch
aus der Kookkurrenzdatenbank <a href="http://corpora.ids-mannheim.de/">CCDB</a> bekannt ist.
Da sein Nenner mit der Breite der Auswahl wächst, bevorzugt er Paare, deren Kookkurrenzen
konzentriert auftreten – weshalb er die Kollokatoren in aller Regel am nützlichsten ordnet
und hier als Standardsortierung dient. Er ist Dice-artig, aber kein Log-Dice, liegt also
nicht auf derselben Skala wie LD und kann höher oder niedriger als dieses ausfallen. Beides
lässt sich an der Auto-Focus-Spalte der Kollokationstabelle ablesen: Die belegten Positionen
sind mit ◽ markiert, die vom Auto-Focus ausgewählten mit ◾. LD selbst hängt von keinem
Fenster ab.
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<h3>Disclaimer</h3>
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Bitte beachten Sie, dass wir – anders als z.B. <a href="https://korap.ids-mannheim.de/">KorAP</a> – DeReKoVecs
nicht als einen Dienst mit hoher Ausfallsicherheit betreiben (können). DeReKoVecs ist lediglich als gläsernes Labor gedacht.
Es können sich jederzeit unangekündigt Dinge ändern und auch ein kompletter Ausfall über längere Zeit lässt sich nicht mit Sicherheit ausschließen.
Wenn Sie DeReKoVecs längerfristig für eigene Forschungen verwenden wollen, sprechen Sie uns bitte an.
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<h3>Geplante Ausfallzeiten und Ankündigungen</h3>
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<dt>04.09.2026</dt>
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Log-Dice (LD) wird jetzt genau so berechnet, wie es Rychlý (2008) definiert,
\(14 + \log_2 \frac{2f_{1,2}}{f_1 + f_2}\), also ohne den Fenstergrößenfaktor, der bisher
auf \(f_1\) angewendet wurde. Die Werte sind dadurch höher als zuvor, um bis zu
\(\log_2\) der Fenstergröße, und direkt mit denen anderer Werkzeuge wie Sketch Engine
vergleichbar. LDaf ist jetzt der Log-Dice-Wert des Auto-Focus-Fensters und damit
höchstens so hoch wie LD; die Differenz zwischen beiden zeigt, wie stark die
Kookkurrenzen in diesem Fenster konzentriert sind. Die übrigen Maße ändern sich nicht,
da die Fenstergröße dort in die erwartete Häufigkeit gehört.
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